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THEOLOGISCHER MISCHBAND.
Stadtbibliothek, Praedicat 1131. Aus dem Dominikanerkloster.
Lateinisch, Folio. XY. Jahrhundert, Deutsch. [170]
ch. 316 f. 286/94:214. Wasserzeichen: Oehsenkopf, wohl Briquet 15054 (Evreux . . . 1440—45). Die
drei Teile von drei verschiedenen Händen in Kursive mit Minuskelüberschriften auf 2 Spalten zu
41—55 Zeilen. Der erste Teil rubriziert. Zu Anfang 1 kolorierte Federzeichnung. Brauner Lederband.
Buckel, Schließen und Titelpapierschild fehlen. Pergamentdeckblätter.
Handwerkliche Arbeit, wohl aus der 1. Hälfte des XV. Jahrhunderts.
f. 1 Sermones (Ecce rex) Auferstehung . Christus
entsteigt dem Grab, an dessen Rand die drei
Knechte schlafen. Rückwärts Stadttor. Braune,
dünne Federzeichnung fast ohne Schraffuren,
heller und dunkler rosaviolett, blau, lichtgrün und
ocker koloriert. (64:60) Auf dem oberen Rand Ein¬
trag: fratribus praedicatoribus in Franckfordie
per dominum Petrum olim in Nidernrodam (bei
Frankfurt) plebanum collatum 1493. Darunter am
Rand: K 20.
f. 140 Puncta Seutenei.Raum für Illustration aus¬
gespart. Besitzvermerk der Dominikaner,
f. 260—68 leer.
f. 269 Exposicio passionis dni wie f. 140.
f. 313 Textende. Eintrag wie f. 1.
THEOLOGISCHER MISCHBAND.
Stadtbibliothek, Batt. 103. Aus dem Bartholomäusstift.
Lateinisch und Deutsch, Folio. XY. Jahrhundert, Deutsch. [171]
ch. 468 f. 290:205. Mehr als 10 verschiedene, nicht zusammengehörige Teile in einem Band zusam¬
mengefaßt (nach Dieffenbach XXII Abhandlungen). Wasserzeichen: f. 1 ff.. 200 ff. und 283 ff. Traube,
wohl Briquet 12991, auch 12993 oder 13001 (Schweiz. Genf ... bis Mitte XV. Jahrh.), f. 124 ff. Ochsen¬
kopf, wohl Br. 15082 (Bage 1469), f. 128 ff. Ochsenkopf, Br. 14953 (Lautrec um 1419), f. 185 ff. und
258 ff. Krone, Br. 4640 (Colmar 1441), f. 295 ff. Buchstabe G (?), f. 363 ff. Buchstabe G, Br. 8200
(Oberitalien bis 1447) u. a. Text meist auf 2 Spalten in Kursive von wechselnder Zeilenzahl, teils mit
Anfängen in Minuskel. Rubriziert. 3 Zierinitialen. Lederband wie Batt 32, Vorderdeckel gebrochen.
1 Schließe abgerissen, auf geklebtes Titelschild. Im Rückdeckel Loch für die Kette und auf geklebtes
Schutzblatt mit Schrift des X. Jahrh.
Deutsch, wohl aus der 1. Hälfte des XV. Jahrhunderts, soweit Teile mit Initialschmuck in Frage
kommen. Laut Eintrag stammt die Handschrift aus dem Besitz des Jungo Frosch zu Frankfurt
(f 1463) 1 ), und es ist möglich, daß sie auch hier entstanden ist. Belanglose Arbeit. Die gezeichneten
Buchstaben in der schon im XIV. Jahrh. üblichen Art. Die Init. f. 1 von anderer Hand wie die fol¬
genden.
f. 1 Eintrag: hunc librum legavit honorabilis
Mgr . Jungo Frosch 1 ) ad librariam curie ple-
banatus ecclesie sei Bartholomei.
f. 2—87 (Evangeliorum dominicalium expositio.
Ad honorem) Init. A. Als Füllung stehende nim-
bierte, weibliche Gestalt mit Buch in der Hand.
Am Rand des Buchstabens Blattwerk. Feder¬
zeichnung mit gelb und roten Strichen und
Punkten erhöht.
f. 295 (Conclusiones et materia sententiarum)
Init. A in Form eines Baumes, dessen Aeste am
Buchstabenbogen sich verflechten. In der Krone
zwischen Zweigen, deren einer in einem Drachen¬
kopf endigt, zwei Männerköpfe. In der Mitte in
einer durch einen Ast gebildeten Schlinge gro¬
tesker Kopf. Am Boden springendes Tier. Fleu-
ronneepolster. Federzeichnung, rot gehöht,
f. 304’ Init. B in brauner Federzeichnung mit drei
i) Vgl. Batt. 150, Kat, Nr. 65.
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