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Wohl Frankfurter Arbeit aus der Zeit um 1459 in der damals üblichen Form, vgl. das Rorbach-
wappen von 1465/6 in dem Missale der Stadtbibi., Kat. No. 175.
Wappen der Familie Kellner. Der Schild querge-
teilt: drei weiße Lilien auf schwarz und darunter
weiße Mauer mit drei Zinnen, in die eine rote Rose
mit gelbem Knopf eingefügt ist. Als Helmzier
schwarzer Hut mit weißer Stulpe und zwei
schwarzen Stämmen mit rotkantigen Astansät¬
zen. (h: 100)
ZWEI BLATT AUS EINEM GEBETBUCH.
Historisches Museum 11954/5.
Niederdeutsch, Oktav. Drittes Viertel des XV. Jahrhunderts, wohl Niederrheinisch.
[181]
m. 145/9:100. Text zu 17 Zeilen in Bastardschrift, rubriziert. 2 gemalte Bilddarstellungen, Rand¬
schmuck.
Wohl niederrheinische Arbeit aus dem 3. Viertel des XV. Jahrhunderts.
11954 (van vier evangelist) Init. W, gold auf
blauem, weiß geziertem Feld. Auf dem Rand seit¬
lich untereinander und unten nebeneinander je
zwei schreibende Evangelisten. Dem Matheus hält
der Engel das Buch, Marcus und Lucas haben
das Buch auf dem Pult neben sich aufgeschlagen
liegen. Die Gewandung ist hartblau und zinnober,
braunblau, rot und graublau, braun, blau, rot und
gelb. Goldne Nimben, gelbe Pulte. Kräftige, eckige
Umrisse, strähnige Haare. Ueber den Evangeli¬
sten Schmuckmotive, Pflanzenstaude und im
Kreis gruppierte Goldpollen mit Schnörkeln.
11955 (Van den heiligen drien coninge). Am un¬
teren Rand die hl. drei Könige. Maria thront mit
dem nackten Knaben zur Rechten auf rotem Sitz.
Flinter dem knieenden König folgen die beiden
anderen, alle mit ihren Pokalen. Der letzte in
modischer Tracht mit kurzem, gefaltetem Um¬
hang. Seitlich am Rand übereinander zwei bunte,
gefüllte Distelblüten, oben Pollenschmuck.
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SERMONES SUPER TEXTUS S. SCRIPTURAE.
Stadtbibliothek, Batt. 87. Ans dem Bartholomäusstift.
Lateinisch, Klein-Folio. XV. Jahrhundert, Deutsch. [182]
Ochsenkopf (60 mm), etwas kleiner als Briquet 15082. Text in Kur-
Rubriziert. 1 Zierinitiale. Schmeinslederband, ursprünglich mit
und Rückdeckel Signaturblatt: C viii.
des XV. Jahrhunderts, vielleicht mittelrheinisch, vgl. den Be-
ch. 463 f. 292:201. Wasserzeichen:
sive zu 40—42 Zeilen auf 2 Spalten.
Titelschild und Schließen. Auf Vorder-
Deutsche Handschrift nach der Mitte
sitzvermerk.
f. I’ Hunc liber legavit magister Johannes Opeler
de Butzbach sacre theologie licentiatus nec
non huius eccl. plebanus. 1 )
f. 1 (hora est iam nos) Init. h, rot und braun¬
schwarz grundiert mit ausgesparter Federzeich¬
nung. Der Langsteg mit einem Tier, dessen
Kopf im Rachen eines anderen steckt, wäh¬
rend ein drittes am Boden nach seinem Schwanz
schnappt. Im Buchstabenbogen ein Storch, der
mit dem Schnabel sein Bein faßt.
i) Vgl. Batt. 150, Kat, No. 65.
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