der Lorettohöhe. Duqpti Angriffe setzten sich die Deutschen in Besitz eines starken französischen Stützpunktes von 600 Meter Breite und 200 Meter U*nRe nördlich von ViUe sur Tourbe und behaupteten denselben gegen 2 nächtliche für den Feind sehr verlustreiche Gegenangriffe; viel Material und Gefangene fielen in deutsche Hflnde. Zwischen Maas und Mosel fanden au* der ganzen Front lebhafte Artilleriekämpfe statt, zu Infanteriekämpfen kam es nur am Westende des Priesterwaldes, wo die Kämpfe noch nicht abgeschlossen sind.

Oestücher Kriegsschauplatz: Bei - wurde ein russi­scher Vorstoss mühelos abgewiesen. Die Zahl der dort in den letzten Tagen gefangen Genommenen übersteigt I 500. An der DvNssa nordwestlich von Uzianyf?) musste eine kleine deutsche Abteilung vor starken russischen Kräften weichen, sie erbeuteten dort 2 Geschütze, weiter südlich bei Ym-Gola wurden Russen unter Verlusten von 120 Gefangenen zurückgeworfen.

Südücher Kriegsschauplatz: Zwischen Karpathen und oberer Weichsel in Richtung Sambor südöstlich Przemysl befinden die verbündeten Truppen sich im weiteren Vor­marsch. Im Unteren Sau von Przemysl abwärts zeigte der Feind Widerstand. Obente Heeresleitung

Aus feindlicher Quelle:

Presse 15. Mai: Dei Kampf nördlich Arras und im ^al der Aisne dauert an. Die Franzosen dangen bei Lens, Neuvetveii und südwestlich Souchez vor.

Die Russen hatten gegen die Deutsche bei Chachif?) Erfolge.

In Westgaüzien haben sie sich am Sau konzentriert und die Oesterreicher haben ihre Stellungen nahe der rumänischen Grenze geräumt und sind, von den Russen bedrängt, üoer den Pruth zurückgezogen

Der König von Italien behält sich die Entscheidung über die Demission des Kabinetts vor.

Amtliche Nachrichten

vom 18. Mai: Nur teilweise au/genommen.

Tanga, 19. Mai 1915.

.nach den kleineren Vorpostengefechten gtht nur

die Truppe Mackensen in.von den sonstigen

.ist nichts besonderes zu berichten. Auch 2 Dampfer

wieder durch unsere U-Boote vernichtet.

Nach Berichten der türkischen Heeresleitung hat in der Gegend von Schatt el Arab eine Schiacht stattgefur.-

j _j!.. tii.i... unn

Aus feindlicher Quelle:

London 15: Nördlich Arras drangen die Franzosen bei Seuchez vor. Deutsche Angriffe bei Ypern wurden zurückgeworfen. Die Verbündeten nahmen Gräben bei Hetsas und einen Teil von Steenstraate.

Amtliche Nachrichten,

19. Mai eingegangen:

Tanga, 20. Mai 1915.

Grosses Hauptquartier, 18. Mai 1915: Westlicher Kriegs­schauplatz: (18.) Nördlich Ypern andauert Kampf, ik*i Steenstraat und Hehas herrschte Ruhe, auf dem östlichen Kanalufer südöstlich Höringhe entwickelten sich an ein­zelnen Stellen Kämpfe, die noch fortdauern. Südli.h von Neuvechapeüe versuchten die Engländer gestern und heute Nacht vergeblich Boden zu gewinnen. Alle Angriffe wurden unter starken Verlusten für den Feind atyewiesen. Er­neute französische Angriffe an der Ijirrettohohe und west­lich Souchez scheiterten, 160 Gefangene blieben in unseren Händen. B*< d'Ailly kamen Infanteriekampfe zum Stillstand. Hin französischer Angriff im Priesterwald brach in unserem Feuer zusammen.

Oestücher Kriegsschauplatz, 16.: An der Oubissa in Gegend Eiragola wiederum starke feindliche Angriffe ab­gewiesen. Gegen die südlich des Njemen herangelührten russischen Kräfte gingen unsere Truppen in allgemeiner Richtung Gryszcabuda, Syntowtz, Swaki zum Angriff vor. Die Kämpfe dauern noch an. Oestlich wurden 1800 Russen gefangen, nördlich der Wysoko warf unsere Kavallerie die feindliche. Russische Angriffe auf Mariampol scheiterten.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. 17.: Nördlich Przemysl, von südlich Jamstau bis zur FJnmündung der Weslnk in den San, erkämpft.

Der Gegner geht weiter nach Osten und Südosten zu­rück. Zwischen hlica und oberer Weichsel bei (fehl I Wort) und Ijagtvw, südöstlich Przemysl, sowie in der Gegend von Strij sind seit gestern grossere Kämpfe im Gange. Oberste Hccrcsteitung.

Aus feindlicher Quell'*:

Presse 16 und 17.. Heftige Kampfe bei Sieenstrafte, IjU Passee, Arras und Ville zur Touche dauern an.

Die Demission Sataudras ist vom König von Italien abgelehnt.

Grosse Demonstrationen für den Krieg in Italien, hrzberger in Rom vom Mob verfolgt.

Fan Zeppelin warf 40 Bomben auf Ramsgate. ein zweiter näherte sieh Dover, wurde aber angegriffen und auf See hinausgetrieben.

Oesterreichischer Tronfolger soll in Karpathen durch Unglücksfall von Granate verletzt sein.

Wie erhalten wir nach dem Kriege die Wirtschaft?

Unter diesem Titel bringt die D. 0. A. Z. (Nr. 34) einen Artikel, der sich auf diese von uns seit Kriegsanfang nicht aus den Augen ge­lassene Frage bezieht, die für uns alle, ohne Ausnahme, von der grössten Bedeutung ist. Da es mcht möglich war, eine Versammlung der

Wirtschaftler zusammen zu kriegen -die

ürQnde können uns heute nicht interessieren, werden aber nach dem Kriege diskutiert werden -so bleibt als einziger Weg nur die Dis­kussion in der Presse. Aus unserem Leserkreise erhalten wir die folgende Zuschrift, die von sehr schätzenswerter Seite kommt und schon um des­

willen gerne von uns gebracht wird, weil die Ausführungen besonders scharf für unsere Ver­hältnisse im Norden passen. Sie lautet;

Als bei Kriegsbeginn sich für die Operationen des Kommandos ein grosser Mangel an Trägem ergab, konnte demselben dadurch abgeholfen werden, dass die wirtschaftlichen Unternehmungen der Nordbezirke 20% ihrer Arbeiter dem Kom­mando zur Verfügung stellten. Diese Massnahme ergab die gewünschte Anzahl von Leuten, weil verhältnismässig nur wenig Arbeiter aus Kriegs­anlass zur Entlassung gekommen waren, und weil Nachgestellungen nur bei besonderem Anlass und dann auch nur auf kurze Zeit nötig geworden sind.

Es hatte sich ja bekanntlich zum Glück bald herausgestellt, dass die anfangs befürchtete grosse Geldnot nicht eintrat. Daher konnten gut fundierte Pflanzungsunternehmungen nicht nur das beste­hende aufrecht erhalten, sondern in Ausnahmefällen produzieren, sogar Neuanlagen schaffen. Es ist aber anzunehmen, dass sich im Laufe der ver­flossener» Kriegsmonate durch Krankheit, Tod, Meldung zu den Fahnen, Arbeitsmüdigkeit etc. allgemein eine erhebliche Verminderung der Arbeitskräfte herausgestellt hat, sodasswohl ebenso allgemein der Wunsch vorherrscht, die seinerzeit dem Kommando gestellten Leute bald zurückzu­erhalten. Dieser Wunsch wird fraglos noch dadurch verstärkt, dass viele der gestellten Leute den betreffenden Unternehmungen noch ver­schuldet sind und deshalb die Befürchtung vorliegt, dass die Leute nach dem Kriege ungern an ihre Arbeitsstelle zurückkehren, ganz abgesehen davon, dass das beliebte Lagerleben sie durch die lange Dauer der Pflanzungsarbeit entfremdete und den Wunsch erweckte, mindestens nach Entlassung seitens des Kommandos geraume Zeit auszuruhen, besser noch, sich in die Heimat zu verkrümeln auf Grund der dem Scrkal geleisteten Dienste.

Es würde nun Überaus wünschenswert sein, wem. sich das Kommando der Mühe unterziehen wollte, selbst Leute über seinen jetzigen Bedarf hinaus anzuwerben, damit die ven privater Seite gestellten Arbeiter au»' \ntrag hin zurückgegeben werden können. Dieser Antrag müsste aber sofort gestellt werden, denn es ist anzunehmen, dass das Kommando mit der Anwerbung z. Z. keine Schwierigkeiten haben wird, da in manchen Ge­genden des Innern sowohl wie der Küste, sehr schlechte Ernteaussichten sind, die Bahnbauten ruhen und den griechischen Unternehmern, welche bisher Transporte für die Regierung bezw. Kom­mando ausführten, endlich gekündigt ist, sodass deren Leute zur Entlassung kamen.

Bei dem enormen, nie dagewesenen Anbau an Lebensmitteln in den Nordbezirken, bei welchem sich gezeigt hat, das£ auch der kleinste Pflanzer mit dem Rest seiner Leute und dem alten Aufseher sein Bestes getan hat, während er selber an der Front sieht, und bei andauernder günstiger W itterung werden wir hier im Norden eine Ernte einbringen, die wir entfernt nicht selber verkonsumieren kön­nen, und da jegliche Absatzmöglichkeit fehlt, wer­den in kurzer Zeit die Lebensmittel hier sehr billig sein, ein grosser Teil muss verkommen (dudus). Es ist sehr zu befürchten, dass es ge­rade der Teil ist, den die Pflanzer angebaut haben, um eine kleine Einnahme zu erhalte»i, und dass die Regierung, bezw. das Kommando seinen gan­zen Bedarf aus Steuerrequisition zu decken sucht.

Es müsste nun dem Kommando nahe liegen, die Etappen anzuweisen, künftig im Bedarfsfälle beim Aufkauf von Naturalien zunächst den kleinen Pflanzer zu berücksichtigen, oder aber ihm die Transporte zu übertragen, die auch nach der Ent­lassung der Griechen immer noch erforderlich sein werden, wobei ihn, den an der Front ste­hend *n. schlimmstenfalls der entlassene Grieche vertreten könnte Wenn nun jedermann auf seinen Antrag hin, die s. Z. dem Kommando gestellten Leute zurückerhält, müsste Leztcres bei Friedens­schluss über eine grosse Anzahl brauchbare Ar­beitskräfte verfügen, zum mindesten über die Zahl der von den Pflanzungen pp. gestellten Leute. Wäre es wohl ein unbilliges Verlangen, wenn das Kommando diese Leute nicht kurzerhand ent­lässt bezw. nach der Heimat zurückbefördert, sondern als Anerkennung für die bereitwillige Gestellung (und als Ersatz für die verlorene Ar­beitsleistung) den jeweiligen Unternehmungen nach Massgabe ihrer Gestellungen abgiebt bei behördlicher Verpflichtung auf mindestens 6 Monate und gegen Erstattung der Anwerbe- und Trans­portkosten?

Das Kommando würde sich nicht nur den Dank aller Beteiligten verdienen, sondern auch allen Anforderungen begegnen, welche die Unter­nehmungen (durch Verlust an gestellten Leuten, sei es durch Tod. Krankheit, Entlaufen) andern­falls zu stellen sich genötigt sehen.

Wir wollen annehmen, dass sich das Kom­mando in der bczeichneten Weise unsern Dank verdienen will, aber geholfen ist uns damit noch lange nicht.

Wir müssen den verlassenen Betrieb nach dem Kriege in vollem Masse wieder aufnehmen können und dazu kann uns nur die Regierung verhelfen durch das System der Arbeiterkarten für die Landsassen.

Der Herr Gouverneur hat sich vor kurzem bei seiner Anwesenheit hier dahin geäussert, dass er uns Wirtschaftlern tunlichst entgegen kommen wiil, indem die Bezirkseingesessenen nach dem Kriege mehr wie bisher zur Arbeit herangezogen werden sollen, ohne aber dabei zu erwähnen, in welcher Weise dies zu machen sein wird.

Bekanntlich hat bisher in den Bezirken Tanga und Pangani eine grosse Anzahl von Arbeitskräften für uns fast brach gelegen, weil die Wadigo so gut wie garnicht, die Wabondei und Wasegua nur in bescheidenem Masse zur Arbeit für die europäischen Unternehmungen herangezogen wer­den konnten. Die vielen Versuche, welche von privater und behördlicher Seite in dieser Richtung gemacht sind, müssen als gescheitert gelten. Die Washambaa im Bezirke Wilhelmstal sind nach allgemeinem Urteil noch arbeitsscheuer als vor­erwähnte Völker, und doch hat die Einridnung der Arbeiterkarten daselbst gezeigt, dass sie zur Arbeit heranzuziehen sind, und der ehemalig! Bez. Amtmann von Nostitz hat sich durch die Einführung derselben fraglos das grosse Verdienst um genannten Bezirk erworben. Es ist auch allgemeine Ansicht, dass alles, was in wirtschaft­licher Hinsicht im Bezirk Wilhelmstal geleistet wurde und jetzt geleistet wird, namentlich soweit es das Gebirgsgebiet betrifft, lediglich auf die Ausübung des Arbeiterkarten-Systems beruht Ebenso bekannt ist aber auch, dass dieses System, trotz seines sichtlichen Erfolges, von je ein Dorn im Auge der Regierung gewesen ist, hauptsächlich wohl wegen der ihm anhaftenden Mängel und der leidigen Tatsache, dass der freie Gebirgsmann gehalten ist, im Jahre 3 Monate seiner kostbaren Zeit für die Zwecke unserer europäischen Kultur zu opfern gegen gute Bezahlung, wobei ihm in­des freisteiit, nach eigener Wahl sich seine Arbeitsstelle auszusuchen. Gerade dieser letzte Punkt ist nun aber der grosse Vorzug des genannten Systems und wieg» einen grossen Teil der Mängel auf, welche ihm anhaften.

Es scheint mir jetzt die Zeit zu sein, dass wir Wirtschaftler uns darüber schlüssig werden, ob wir selber mit unseren Wünschen an die Regierung herantreten w ollen oder besser abwarten, was dieselbe uns nach dem Kriege gutwillig beschert. Ich fürchte sehr, dass wir, wenn wir jetzt den letzteren Standpunkt einnehmen, es später zu bereuen haben und glaube, dass es der Regierung erwünscht sein wird, wenn wir recht­zeitig mit geeigneten Vorschlägen vorstellig werden. Nachdem die Abhaltung einer Versammlung des Verbandes der Nordbezirke anscheinend auf Schwierigkeit gestossen ist, liesse sich wohl auf dem Wege eines Rundschreibens eine Einigung über die Vorschläge erzielen, welche wir der Regierung zu machen haben, und ich möchte die verehrte Redaktion, die sich ja so oft unse f er angenommen hat, bitten, die hierzu geeigneten Schritte zu tun*), indem ich überzeugt bin, dass die Vorstände unserer Korporationen sich gern der Mühe ur erziehen, das evt. eingehende Material zu prüfe», und zu sichten, um danach die Anträge an die Regierung zu formulieren.

Wenn ich nun selber unsere Rettung vor­nehmlich in der Einführung der Arbeiterkarten auch für unsere Bezirke sehe, so soll damit nicht gesagt sein, dass nicht ein noch besserer Weg zur Lösung unserer Frage gefunden werden mag. Es scheint mir aber von Wichtigkeit, dass wir nicht darauf dringen, die Regierung zu einem völlig neuen Versuche aufzufordern, sondern dass wir uns auf dem einmal beschrittenen Pfade weiter- bewegen, indem das Wilhelmstaler System in verbesserter Form künftig bei uns zur Anwendung gelangt. Brauchbare Vorschläge hierzu sind längst gemacht und liegen bei den Akten der Regierung, ich hoffe aber, dass die Rundfrage noch ein Besseres erwarten lässt, und dass die Angelegenheit im ganzen Norden als so wichtig erkannt ist, dass auch die Vereine des Kilimanjaro und Meru sich uns anschliessen werden, damit wir das erreichen, was uns Wirtschafter und ebenso die Regierung bewegt, nämlich nach dem Kriege unsern ver­lassenen Betrieb in vollem »Masse wieder aui- nehmen zu können. Ch.

) Geschieht gerne, sobald die Ansichten in der Ocffentlichkeit etwas geklärt sind Die Redaktion.

Die stickigen, betäubenden Gase.

Das alte Lied, es bleibt doch ewig neu, dass jeder für einen Fehltritt eine Entschuldigung zu finden glaubt, dass man einen erlittenen Verlust sich sogar selbst gegenüber als unumgänglich durch die Verhältnisse erzwungenen suggestiert. So geht es aer englischen Presse und dem Mr French jetzt auch, wenn sie die engFschen V-J*