des Aushotzens

den« nicht alles, was abgeholzt wird, wird wieder mit Wald oder Baumkultur (Kautschuk usw.) bebaut werden. Unter diesen Umstanden wird es interessant sein, zu erfahren, welche Ziffern Herr Domnick den einzelnen Kraft-Betrieben zu gründe legt bezüglich der bei der Anlage Dampfkraftanlage entstehenden Kosten, verglichen mit den weiter unten folgenden aus elek

Pro Jahr:

kosten 2400 St. Betrieb, schwane Ma- tage, inkt. 30% BeUstme. schimtedi* FracM

IW& 2JS0HP. 4,

Rp. Rp. Rp. Rp. RP-

5130 775a 136»

157»

Gfsamtbelriebskoststt> Meinem Hokpreise PS Rp, 2J0 Rn, 4,r-i

20 5400 MttF*

M 06» . im»

70 11300 . 11S0O

113»

Bei den Gesamt bet riebskosten wurde berück­sichtigt, dass 10 pCt. des Anlagekapitals für Unter- hntftmgskoste«, fr pCT. Verzinsung, Abschreibung- nach 10 Jahren, die Ausgaben für Oel, Putzwolle,. Wasserverbrauch** und Unvorhergesehenes* cinge-

Um zu einem Vergleich der Rentabilität, bezw. der Konkurrenzmöglichkeit .des elektrischen Betriebes mit dem Dampfbetriebe von heute zu kommen, müssen aber noch andere Umstände als die Holzpreisc herangezogen werden, als da sind: grössere Betriebssicherheit, schnellere Re­paratur, ständige Betriebsbereitschaft , Ersparnis an schwarzen Arbeitskräften, u. a^ Und in all* diesen Punkten trägt der elektrische Betrieb den Sieg, davon.

Die Kosten einer Kilowattstunde setzt Domnick wie folgt an:

Bei einem ätramvcsbrauclr pso Jahr bis:

5000 Kif 0 wattfltu nde30 Heller die Küowattstd

10000

9

25»

15000

9

20

9

20000

m

15

9

25000

m

14

9

30000

m

13

9

35000

m

12

9

40000

m

11

9

50000

m

10

200000

m

9

9

über 200000

m

8

9

Der Tarif

ist so zu

verstehen,

bei Er­mittelung der Stromkosten die Preise für die Kilowattstunden an die vorhergehenden, höheren, fortlaufend anzustossen sind.

Im Nachfolgenden ist eine Tabelle wieder­gegeben, die uns Uber die Kosten der elektrischen Anlage, des Betriebes, sowie der zu zahlen* den Strsmprtiu und 50 pCt. Bc erteilt. Im

dastung im.

biss* Ufc di

Jahr) Aufschluss

1. Er gewährt grössere BetriebMteherheU. Wie man weiss, ist der Dampfbetrieb zwar ein­fach, aber unsere lieben Schwarzen haben schon manche Schuld für einen ausgeglühten Kessel und andere Dinge auf dem Qewissen, die den Betrieb so störten, dass ein empfindlicher Ernte­ausfall erfolgte. Die Störungen bei elektrischem Betriebe können solchen Umfang nicht erreichen.

2. Ersatzteile sind mit weit geringerem Anlagg* kapital bereit zu legen, im Notfall ist'Sogar eil»* ganzer Anker in allericürzester Zeit auszuwechseln. Tm Ernstfälle stehen Störungen von Monaten beim

3. Nicht zu vermindern,

die Leute beim Fabrikbetrieb die* elektrische Anlage

waajn

Zukunft noch mehr in die Wkgschale fätir als

4. Besteht die Anlage, so werden neue Betriebe oioltt ohne weiteres anschUesieo laarn, ältere Betriebe werden sich dem anschliessen, Abnehmer für Licht in den drei Bezirksamts-Orten werden, je länger desto mehr, an Zahl» industrielle Betriebe, die heute noch nicht an eine Kraftanlage denken, tenmiamidazu, und:se ita daam mteSlsMMfcd* Zukunft mit einer Verbilligung des Betriebes zu

sehr von der Lage der* Fabrik. zu< dem allgemeinen Stromnetz abhäfigge. Es Jta. .deshalb hier eine mittlere Lage bei r 1 - Schluss an das 3000-Voltnetz Bedienungskosten sind bei. elw^«* M w M .. sehr gering, Die. Unterhaltungskosten sind wie­der zu 10 pCt. des Anlagekapitals gerechnet, die Verzinsung mit 6 pCt., die Abschreibung nach 10 Jahren angenommen. Weiterhin., sind der Verbrauch auch, an Putzwolle, 0*1 uev und. det PosteuUnvorhergesehenes* darin cioatfetzt.

f"; S*«- KoMtu^f. BtM'b*.

PS Kilowatt- SttomkoMcn koaten

std Rp. Rp. Rp.

50 441» 70 61830 150 1324»

Vergleicht man also < _

Dampfbetriebs mit denen des elektrischen, dabei einen Holzpreis von 2,50 Rp. annehmend, so dürlien sie ungefähr gleich sein. Auch bei gerin­geren Holzpreisen ist der Unterschied nicht so ausschlaggebend, dass sie gegen die Annahme des elektrischen Betriebs sprechen würden. Vor­läufig, im Anfänge, könnte man mit dem Strom­preise nicht unter die angegebenen Zahlen gehen. Doch bei Entnahme einer grossen Energiemenge würde an eine Herabsetzung zu denken sein. Doch abgesehen von den sicher in die Höhe gehenden Holzpreisen hat der elektrische Kraft- hciricb noch folgende, ihm zu Hilfe

5. die Stadt*

rDte Kosten

für die heute schon ungenügende Beleuchtung der Stadt Tanga, belaufensich auf ca. 10000 Mark- im Jahr, die Hafenbeleuchtung nicht gerechnet. Rechnet man noch die Beleuchtung der gouver- nementalen Oebäude, die Einnahmen, die aus der Abgabe von Licht und Kraft an Private heraus­kommen würden, so ist es nicht zu hoch gegriffen, wenn man annimmt, dass einem Unterwerk in Tanga ca. 40000 Rp. im Jahre zufHessen würden, wobei eine jährliche Steigerung als sicherer Posten eingesetzt werden muss.

Von den Kraftanlagen am Pangani (es wird vor der Hand mit einem Ausbau der Anlage auf 2000 Pferdekräfte gerechnet) gibt nun Domnick ein Bild an Hand von Skizzen und Zeichnungen, die wiedetzubringen wir uns versagen müssen. Interes­sant ist die Aufstellung der Kosten der Anlagen unter Berücksichtigung der afrikanischen Verhält­nissei sowie der Betriebskosten! die wir nach- folgen lassen.

1. Vorarbeiten,

Wehranlage,

sungen etc.

2. Baulichkeiten in Tanga und Kuani, Wohnhaus, Verwaltungs­gebäude, Magazin, Werkstatt etc.

3. Kraftwerkanlage am Pangani,

Wehranlage, Oberwassergraben, Wasserschloss, Rohrleitung, Maschinenbaus,Turbinen,Eisen- konstraktionen, Generatoren, Schaltanlage, Verbindungstei- tungen .

4. Fernübertragungsanlage, ein­schliesslich der 300 Volt^Ver- teitungsieitung

5. Transformator«

6: Privatleitungsueftz iirTangrund

50000 M.

614000 .

V Für Unvorhergesehenes und zur*

Abrundung. 150000

Oesamtsumme; 1700000 M.. Die Betriebskosten stellen sich wie folgt:

1. Persönliche Ausgaben, Gehälter

für Schwarze

2, Sächliche

Schmieröl, Putzmaleriah »etc..

3. Unterhaltungskosten: ....

Baulichkeiten ... I pCt. Maschinen Anlagen . 4

Maschinelle .... 9

Leitungsaiilagen . . 2.

35000

Betriebskosten: 90000M.

Da nicht daran zu denken ist, dass die Fabriken ihre Dampfbetriebe gleich aufgeben würden und sich an das Stromnetz anschliessen würden, so käme vorläufig nur Tanga in Frage; dieses aber sicher. Und somit muss man damit rechnen, dass das Elekritätswerk im Anfänge mit Verlust arbeiten würde, ob wohl es ganz sicher ist, dass dieser in einigen Jahren wieder wett gemacht werden wird.

Domnick sieht nun zwei Möglichkeiten für das Unternehmen, das zu finanzieren unter den heutigen Geld-Verhältnissen auf grosse Schwierig­keiten stossen würde. Erstens, wenn das Schutz­gebiet, bzw. das Reich, gewisse Zinsgarantien übernehmen wollte und damit der Gesellschaft über die ersten, schwierigen Jahre hinweghelfen

Auch das Schutzgebiet, bzw. dessen Verwaltung, sei an dem Zustandekommen der Anlage

Der zweite Vorschlag begreift in noch engerem Sinne die Initiative des Gouvernements. Das Gouvernement möge selbst die Schaffung eines

Igemeinen Stromversorgungsnetzes in die Hand nehmen.Es könnte eine Organisation, ähnlich

gesenaffen wc das dem Staat gehörige Steomversorgu eine Gesellschaft verpachtet wird. Würde Beispiel die Pächterin der Nordbahn den Betrieb

Durch Zusammenlegung be vor allem an den Personal!

gmpart werden Betriebe würden, kosten rund 20000 M

Soweitdie Ausführungen Domnickä. Wie unsere Leser wissen, wurde schon öfter die Anlage eines Elektrizitätswerks in Tanga geplant, ja es war bereits einmal die Konzession für eine solche von der Stadt vergeben worden. Als'Kraftquelle waren die Sigifälle ins Auge gefasst worden. Es bedarf keiner besonderen Begründung, dass eine derartige Anlage, im Verhältnis zu der groeszügigen, der ung der PanganifäUe, die schier uner- ch ist '

Kraft und deswegen jede, unvorhergesehenste Erweiterung, verträgt nicht mehr in Betracht kommen kann. Wir Deutsche

Vorliebe erst ung

mgenügend baut ur später, wenn man mit wirtschaftlichem Nachteile sich lange Zeit schlecht und recht durchgepiagt hat, an das grosszügigere Projekt gegangen wird. Ein Schulbeispiel dafür h iben wir ja an der neuen Hafenanlage in Tanga, bei derem Anblicke unser Oouverneur wie Staatssekretär Dr. Sotf den Kopf geschüttelt haben sollen.

Wir möchten daher aufs Wärmste für die Durchführung der Ausnützung der Kraft der Pan­ganifäUe eintreten, wobei wir nicht verhehlen wollen, dass wir der Ansicht sind:lieber vorläufig keine Kraftanlage als eine ungenügende. Wie schon oben ausgedruckt, lässt sich die Idee zur Zeit, bei den traurigen Getdmarktverhältnissen, von privater Seite nicht ausführen. Aber auch ungeachtet dieses Umstandes halten wir es für das Beste und Rationellste, wenn die Ausnützung der Kraftquelle Sache des Staates wird, umsomehr, als ihm in der Zukunft daraus eine Einnahmequelle erwächst, die nicht zu verachten sein wird. J. D.

Der Bericht des Gouverneurs Dr. Schnee ober die Besiedlung des KUimanjaro- and Merogebietes.

D. P. Der im Reichstage viel besprochene Bericht des Gouverneurs Dr. Schnee wird jetzt imDeutschen Kolonialblatt veröffentlicht. Der Inhalt ist im wesentlichen folgender:

Die Gesundheitsverhältnisse im Bezirk Moschi sind je nach der Höhenlage verschieden. Die unter 900-1000 m belegenen Gebiete unterscheiden

»ui iuiiiiau^,u vuu ucii nusrenonii Ken nur uuiui

die der Höhenlage entsprechende' mehr oder minder grosse Abkühlung in den Nächten und sind für dauernde weisse Besiedlung nicht geeignet.

Bei den tiefer gelegenen < Pflanzungen am Kilimanjaro kommt Malaria mehr oder minder reichlich vor. Diet-in dem hauptsächlich von den iEingeboretitnbewohnten Wildgürtelin 12A 1500 m (Höhe gelegenen Pflanzungen und die am Meru in gleicher Höhe gelegenen Pflanzungen sind im

11 -linen malariafrei Wo Sumpfgebiete oder

le Gewässer vorhanden sind, kommt auch in sonst davon freien Gebieten .Malaria vor.

Auch die malariafreien Pflanzungsgebieie am Kilimanjaro hält Gouverneur Dr. Schnee für dauernde weisse Besiedlung nicht für geeignet, da wahrscheinlich infolge der grossen Feuchtigkeit und der häufigen Nebel sich nach längerer Tätig­keit in diesen Gegenden beim Europäer ein Nach­lassen in der körperlichen und geistigen Leistungs­fähigkeit und Spannkraft bemerkbar machen.

Am Meru scheinen die Verhältnisse, besonders was Feuchtigkeit und Nebel anbetrifft, günstiger als am Kilimanjaro zu liegen, doch gibt es auch dort Malaria, wo Sümpfe oder stehende Gewässer vorhanden sind oder geschaffen werden. Besonders stark durchseucht ist die etwa 1200 m hoch gelegene Ansiedlung, der Palästina-Deutschen. Veranlassung scheint natürliche Sumpfbildung der bewässerten Felder zu sein, auch spricht möglicher­weise der Umstand mit, dass die Ansiedler auch in Palästina schon an Malaria gelitten haben.

In den vom Gouverneur besuchten Farm- gchicten am Kilimanjaro kommt Malaria vor, in dein höher gelegenen Gebiet der Kilimanhro- Handelsgcscllschaft soll sie dagegen feilten. Ge­sundheitlich am günstigsten scheinen die Earni- gebietc in der hoch gelegenen Steppe westlich und

nördlich

lieh trock Malaria d in ungesc gelegt we yerneur l fahigkeit durch an* Verm keit von Ansiedler Hilfskräfte Als Grui des Ab» Konkurrier ungeheure

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