bewohnt, tefla da Beaiedelongs-Larid Hr Deutsche, teils als plantagenmässiges Nutzungsland für deutsche Volkswirt* schaft in grossem Massstabe vorhanden. Damit sind die Bedingungen för weitere Erwerbs-M öglichkeiten auch auf dem Gebiete des Handels, des Gewerbes und der Industrie gegeben.

Das Klima ist und wird auf die Dauer kein Hindernis sein. Das natürliche Anpassungs-Vermögen und die Wider­stands-Fähigkeit der weissen Rasse, in Verbindung mit den Hilfsmitteln der höheren Kultur, wird bei innerer Gesunderhaltung auch im centralen Afrika triumphieren. Auch die schwarze Rasse kam aus dem kaltgewordenen Norden! Für die letztere, unsere lieben Neger, ist eine wirtschaftlich und kulturell günstige Wei- ter-Entwicklung als Helfer und dauernd untergeordnete Mit­arbeiter innerhalb ihres angestammten Landes durch unser eigenes Interesse dauernd gewährleistet. Ihr Abhängigkeits­und Untergeordneten-Verhältnis wird aber bestehen bleiben, nach dem unumstösslicben Gesetz von der Superioritat und Inferiorität der Völkerrassen. Insbesondre in diesem Punkte wird keinerlei Kolonial-Politik etwas zu ändern vermögen. Nur in Anlehnung an unsere Kultur wird der schwarze Mann zu höherer Entwicklung gelangen oder er wird ver­schwinden, wie der widerstrebende rote Mann in Nord- Amerika dem weissen Manu hat Platz machen müssen. Alle anderen Ziele sind und bleiben utopistiseb. Die Ver­drängung oder Vernichtung der schwarzen Rasse liegt nicht in unserm Interesse, wohl aber die Entwicklung ihrer natürlichen Volkskraft auf kulturell gehobener Lebensgrund- lagc, zur rationellen Betätigung im Sinne unserer Kolonial- An chauung. Der schwarze Mann wird sich dem zu schaffen­den Neugebilde einer deutschen Kolonie zum Nutzen der Allgemeinheit einfügen lassen, wenn auch nach weiteren Kämpfen. Anders jedoch der Asiate!

Dieser wird nie ein zur Stützung und Förderung unserer kolonialen Pläne, weder in politischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht, verwendbares Element in Deutsch-Ostafrika dar- stellen. Hier liegt also der Punkt, wo sich der nationale Egoismus, im Interesse eines dauernden wirklichen Besitzes des Landes und eine Entwicklung zum Wohle der Volks­allgemeinheit schroff und rücksichtslos bis zur Grenze pein­licher Möglichkeit zu äussern haben wird. Die Förderung und Begünstigung der indischen Zuwanderung und die dau­ernde Sässigmachung dieses dem Lande fremden Volksele­ments ist vom Standpunkt einer nationalen Kolonisation am schädlichsten und mithin am verwerflichsten. Sie bildet für unsere Pläne die höchste Gefahr der Zukunft. Die unbe­schränkte Zulassung der Inder in Deutsch-Ostafrika ist noch bei weitem schlimmer und fehlerhafter als die Bekämpfung oder die Erschwerung der deutschen Besiedelung. Denn die deutsche Besiedelung kann in ihrer Entwicklung vielleicht aufgehallen, aber niemals dauernd verhindert werden Sie wird, selbst unter dem Einflüsse der besten wirtschaftlichen Konjunkturen im Mutterlands früher oder später mit ele- mentater Natur-Notwendigkeit erfolgen. Das Land bietet in seinem natürlichen Werte die Gewähr dafür. Ueber diese Werte zu gunsten einer fremden Rasse voreilig verfügeu, ist aber ein recht kurzsichtiges und bedenkliches Unterfangen. Und wenn der Herr Kolonial-Staatssekretär in seinem zu gunsten der indischen . Einwanderung gegebenen Ausführungen im Reichstage, als besonderen Kolonial-Vorteil die augenblicklich stetig wachsende Bodenständigkeit des indischen Elements htervorgehoben hat, so pmss gerade hierin die allergrösste Gefleht*für unsern nationalen -Besitz in Zukunft* erblickt Werden., Es ist erstaunlich, dass in dieser Hinsicht, soweit öffentlich bekannt geworden, vqn national-kolonialer Seite qicht eine energische Bekämpfung solcher verderblichen Anschauung gleich ap Ort und Stelle erfolgt ist,

, Aller , Voraussicht nach werden wir. unsern. Kolonial- Besjtz am indischen Ozean in ferner Zukunft einzig und allein gegen die mündig gewordenen Asiaten, ernstlich zu \ - rteidigen haben. Wie die japanische Yolkswanderung n cV den Contiueoten auf der westlichen Hemisphäre zustrebt,

so dringen offenkundig die Vorder-AsiateÄ bÄöh dem donk- len Erdteil. Dort wie hier sind die Pn ikte des unvermeid­lichen Zusammenstosses der asiatischen mit der europäischen Rasse bereits klar gekennzeichnet. In dieser Hinsicht kann Deutsch-Ostafrika wirklich die Brücke nach Ostasien ge­nannt werden, d. h. der Stützpunkt und Stützwall deutscher Weltpolitik nach dem Osten! Abgesehen von der schweren wirtschaftlichen Schädigung, welche das 'Anwachsen der Inder schon heute für unsere Volkswirtschaft in sich birgt, zwingt uns also vor allem der Ausblick in die Zukunft, auf eine nationale Festigung unserer Herrschaft in Deutsch-Oet- afrika von Anbeginn ausschliesslich Rücksicht zu nehmen. Es ist an der Zeit, der Inderfrage eingehende Aufmerksam­keit zu widmen, ln erschreckender Weise wälzt sich die gelbe Welle in das Land. Wer das Innere Deutsch-Ostafrikas vor nur ungefähr 10 Jahren gekannt hat, wird erstaunt sein zu sehen, dass die Verhältnisse dort bezüglich der luder die gleichen Bahnen und Dimensionen annehmen, wie an der Küste des Landes. Der Inderzuwachs ist geradezu erschre­ckend in Orten wieMorogoro, Kilossa, Tabora, Iringa, Muan- za u. a. m., wo die Inder vor wenigen Jahre entweder noch garnicht oder doch nur ganz vereinzelt anzutreffen waren. Wenn die gepriesene Bodenständigkeit dieser Rasse, die heute aber wahrlich und Gott sei Dank noch wenig in Er­scheinung tritt, Tatsache wird, dann kann uns um unserer Zukunft in Deutsch-Ostafrika wirklich bange werden.

Wenn wir gewillt sind, diesem Lande den Stempel un­seres Geistes, unserer Kultur und unserer Art für alle Zu­kunft aufzudriieken, um damit dieses Land in Wirklichkeit als deutsche Kolonie zur Entfaltung zu bringen, so heisst es, mit zielbewusster Rassen-Politik einzusetzen. Alsdann kann aber mit gesetzlicher. Massnahmen zur Einschränkung der Inder-Einwanderung nicht länger mehr gezögert werden. Caveant uonsuLs ! O. Sty.

Zur Besiedlungsirage.

In BeineuOstafrikanischen Studien," die auch als Son­derabdruck aus den Preusischen Jahrbüchern erschienen sind, bespricht Paul Rohrbach in bemerkenswerter Weise das Besiedlungsproblem im Norden unserer Kolonie, er schreibt: * .

An Usambara hat die Diskussion über das Besiealungs- problem in Ostafrika zuerst angeknüpft. Von dort ist die Frage fortgeschritten zum Kilimandscharo und zum Meru. Jetzt erstieckt sie sich im Norden der Kolonie bereits bis über die Grabenzone ins Innere hinein, und ganz in der Ferne taucht bereits bas Problem der weissen Einwanderung nach den Hochländern im äussersten Nordwesten, Ruanda, Urundi und ihren Nachbargebietcu, auf. Konnte man bei Usambara einer eingehenden prinzipiellen Behandlung und Entscheidung ausweichen, dass es sich doch um ein Gebiet von recht be­schränkter Grösse handle, so trifft diese Meinung auf die weiter westwärts gelegenen Lander durchaus nicht mehr zu. Am ehesten ist es noch am Kilimandscharo selbst der Fall. Das Kilimandscharomassiv bedeckt einen Flichenraum, der es nicht nur seiner Erhebung, sondern auch seinem Umfange nach eher einem Gebirge als einem einzelnen Berge ähnlich macht Wie bei den meisten vulkanischen Aufschüttungen so ist auch am Kilimandscharo der BöchuhgBwinkel des An­steigens am Fusse der Erhebung ein sehr geringer, .dass er lin- merklich in die annähernd horizontale Ebene ringsumher über- gehtc/ "Njnjrtflt jtpttr Grenze* des' HPci ge» jtugeft» die Ebene dort pn, wo dtie Erhebühg merklich zu bqJTnfifrtÖ ist

der Umfang des Kilimandscharo annähernd ebenso gross wie der von ganz Usambara, das, wie erwähnt, an Grösse ungefähr mit dem Harz verglichen werden kanm Ani Kiliman Ischaro ist aber ein geringeres Areal für Ktilturfewecke verfügbar, als in Usambara. Erstens reicht der Nordostfoss des Beiges ein 8tück über die deutsch-englische Grenze nach Britisch- Ostafrikä hinein. Zwfeitfehfe liegen der Nora- tthd Westabhang im Regenschatten des Massivs und sind daher sehr wassorarm,