l»lt 3/- per Pfund, 1911 2/8, 1912 2/- und 1918 aaeti 2/- per Pfund. Men kann niebt sagen, daaa dieser Prefit au
Kapert zu diesen runden Zahlen kommt, und worauf er seine Kalkulation stützt.
3. Der Kauf der Pflanzungen für Pfd. 66,000.—, wovon Pfd 65,000. bar bezahlt werden und nur Pfd 1000 — in fcktien, fc* ein ganz annormaler nnd gibt sehr tu denken.
4. Eiistirt eine Verbindung zwischen der Kamna Rubber Es täte Lt<V und der Mombo Rubber Plantaiion Ltd., die beide dasselbe Büro in London haben. 11 (Die Mombo Plantage der Herren Trautinan & Weissflog wurde bekanntlich für Mark: 710,000.— gekauft und Aktien sind für über 3Millionen Mark ansgegeben worden — die Red.),
Das genannte Blatt bemerkt snm Schluss, dass es das Tema Kam na Rubber Estates Ltd. noch lange nicht erschöpft hatte und dass es in seinen nächsten Ausgaben noch detaillirte Berichte soirie anderes Interessante darüber bringen würde. —
Wir beabsichtigen mit der Wiedergabe obiger Mitteilungen betr. die Gründung der Kamna Plantage nur auf die Schädlichkeit hinzuweisen, die die sogenannten Übergründun- geu in unserer Kolonie sur Folge haben.
Der übertriebene Optimismus bei den erfolgten Gründungen bezw. Pflanzuugsbericbtcü kann durch die darauf sicher nicht ausbleibenden Enttänschnngen nur lahmend auf den weiteren Kapitalabfluss aus Europa in unsere Kolonie einwirke!). —
Aus Tanga und Umgebung.
Fracht der „Prinzessin“. — Der von Europa am Donnerstag Mittag fahrplanmässig hier ein getroffene Dampfer „Prinzessin“, brachte für Tanga ca. 500 Kubikmeter Laduug.
Zum ueuen Fahrplan der D. O. A. Linie. — Deo neue Fahrplan der Deutschen Ostafrika-Linie liegt nun vor. Bekanntlich sollen die Zwischendampfer fortan monatlich laufen. Zu hoffen ist, dass die Linie nnn auch in absehbarer Zeit die Fahrten ihrer Hauptdampfer vermehrt, damit der Postdienst von allen Dingen ein häufigerer und regel- massigerer wird. Zweifellos ist der gegenwärtige Fahrplan nur eiu Provisorium, denu wir werden während dieses Fahrplans das Vergnügen haben, mehrere von Europa kommende Postdampfer ungefähr zu gleicher Zeit in unserem Hafen su|sehen, während wir andererseits wieder nach wie vor häufig 3 Wochen bis auf die nächste europäische Post warten müssen.
Hoher Besuch. — Mit dem am letzten Donnerstag hier eingetroffenen Dampfer „Prinzessin“ sind bis Mombassa u. A. auch zwei deutsche Prinzen zum Zwecke einer Jagdexpedition im englischen Gebiet mitgekommen, und zwar die Prinzen Georg und Konrad von Bayern, die Söhne des Prinzen Leopold von Bayeru. Die beiden Prinzen stehen als Grafen von Wartenberg auf der Passagierliste des Dampfers. In ihroo Begleitung befinden sich der Adjutant Oberleutnant von Nagel zu Aichberg und Hofarzt Dr. v. Bürkel.
Der Ra mad ha n - Mo n a t. — Am letzten Dienstag begann mit Erscheinen des Neumondes der Ramadhanmonat, der Fastenmonat der Mohamedaner. Bekanntlich dürfen die strenggläubigen Mohamedaner während dieses ganzen Monats nur in der Abendstunde sowie in der Mitternachtastunde nach dem Gebet Speise zu sich nehmen und auch sonst sich keinen fleischlichen Genüssen bingeben. Natürlich ist dieser Fastenmonat für unsere schwarzen Bediensteten immer ein Grund, ihrer Schwäche wegen, möglichst wenig zu arbeiten, und ihre Schläfrigkeit während des Arbeitstages, da sie in 4er Nacht essen und beten müssen, wird von den europäischen Arbeitgebern wenig angenehm empfunden. Bei Er- acheinen des nächsten Neumonds hat der Ramadhan-Monat •ein Ende erreicht, darn beginnt das grosse dreitägige Filri- iest, das Neujahr der Mohamedaner, wo das im letzten Monat Versäumte in Bezug auf Essen und andere Gnüsse mit Macht jiachgeholt wird. —
Ijetzte Nachrichten*
me verkauften «eotaebea Seklarfctaekftfffc In Koastaatl-
Den 7. September. — Die be^fenN^chlachtschiffe der Wefoeenbnrw? Harne, welche Dntschland an die Türkei verkauft hat, sind in Konstant!» Dopel eingetroffen und wurden mit ceremonieüen Feierlichkeiten dort dar türkischen Admiralität übwgeben.
Eine deutsche Flottenmeldnng des „Vorwärts. 44
Den 7. September. — Der „Vorwärts 4 * meldet, dass dis Admiralität mit dem Ban eines Motorfahrzeuges beschäftigt ist, welches Hand in Hand mit den grossen Schlachtschiffen wirken soll. Diese Fahrzeuge haben eine grosse Geschwindigkeit, ein niedriges freflfegendos Deck und zwei gewaltige lözollige Geschütze in denselben eingebaut, deren Granaten 55 Centn er schwer sind nnd die Panzerung der Dreadnoughts durch- whhgen können, wahrend die enorme Stärke ihrer eigeuen Panzerung sie unverletzlich machen, selbst gegen die 12zölligen schweren Gaachfttze der
Den 7. September. — Dr. Ehrlich hat ein Areenikpräparat erfunden, welches grossen Aufsehen in der ganzen medizinischen Welt macht. Es Ut vor allem gegen die tropischen Krankheiten bestimmt, und die Versuche haben ergeben, dass es insbesondere seine Heilwirkungen bei Malaria, Schlafkrankheit und Kückfallficher ausübt. Dr. Dold'w, ein bekann- ter im Kongostaat tätiger Arzt, glaubt, dass es nun möglich sein wird, die Schlafkrankst energisch zu bekämpfen.
Spionage In England.
Deo 7. September. — Die „Kvcning News“ meldet, dass ein deutscher Subalternoffizier eines Pionier-Bataillons gestern Nachmittag ni Portsmouth verhaftet worden ist, wie er dortselbst mit der Abzeichnung der Befestigungsanlagen beschäftigt war.
Den 8. September — Die Festnahme des deutschen Subaltern-Offiziers in Portsmouth we^en Abzeichnung dortiger Befestigungsanlagen wird bestätigt. Die englischen Zeitungen melden, dass der Offizier mit verbundenen Augen zu einuu der dortigen Forts geführt wurde und mit den Offizieren da-clbst gefrühstuck har.
Weiter wir! gemeldet das« der deutsche Offizier von einer Dame begleitet war, als er iu der Nähe von Forts Widley die Aufnahmen machte. Er wurde daraufhin v >n <bm Fortkonimandanten ins Verhör genommen und die bei ihm gefundenen Dokumente wurden zur Untersuchung ans britische Kriegsamt geschickt. Inzwischen befindet sich der deutsche Offizier wohl und ist seiner Freiheit kaum beraubt. Die betreffende Dame wurde in Freiheit gelassen.
lieber 41e britische Spionage in Deutttehlaa*.
Den 8. September. — Reuters Agent in Beilin meldet, das* nach Untersuchung der Staatsanwaltschaft genügende Verdachtsgründe gegen die Engländer Brandon und Trench wegen Spionage vorliegen. Die beiden Gefangenen sind nach Leipzig ins Untersuchungsgefängnis überführt worden.
Person&lntehriehten.
Mit „Prinzessin“ am letzten Donnerstag in Tan» eingetroffen: Schwester Irma Grosse, Herren Karl Rüger,Robert Sauer (Bahnbauleitung), Frhr. v. Oeynhausen, Karl Weber. Auf der Durchreise nach Daressalam haben Tau» passiert: Herren Bezirksamtssekretär Maeffert mit Frau, Kaufmann Kuppel, Pflanzungsassistent von der Hellen (für Lindi).
Fremdenverkehr.
Fremdenvrrkerhr in der Woche vom 3. bis 9. September. Grand- Hotel: Herren Nitsch, Niemeicr, Barre, Amoretti, Ranniger mit Frau und 2 Kinder, Dr. Elsässer, H. Poggi, Paul, Stadelmann, Mayer, Zwillich, Krämer, v. Pitfurth, Rudock, Osman, Frau Malin.
_ Postverbindungen für Tanga im September 1910.
Tag. | Beförderungsgelogenheit c n | Bemerkungen
12 |Änk. eines D.O.A.L Dampfern von Dares-I
r-alam und Weiterfahrt nach Bombay'
18 'Ank. des R.P.D. ..Nicomedia“ v. Europa
18 „ „ „Windhuk" vom Süden!
19 Abf. „ ,, , nach Europa
20 „ „ „ „Nicomodia n. Daressalam
20 Ank. eines D O.A.L. Dampfers vom Buden
und Weiterfahrt nach Bombay i
24 Ank. d. D. „I »unliic*Castle“ vom Süden uj | Weiterfahrt nach Kilindinij
26 „ eines Gouvemementsdampfers von
Daressalam
27 Abf. „ „ nach Mombassa
jlmit Europapost x. AnM.blu*sxnd. trau. Pnuidampler
27 .Ank. eines D.O.A.L. Dampfers v. Bombay ' u. Weiterfahrt n. 8üden
Hierzu 5 BsilafM
Pom *b Bio. 27.8 Post an Bin. 7.10
Post an Bin. 16.10
