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Kriegs-Nummer von Kolonie und Heimat

Nr. 21

Zur Besetzung von Lüderitzbucht durch die südafrikanischen Streitkräfte: Landen einer Geld stinkt nicht! Träger mit 1000 Lstr. (20000 Mk.) in Silberstücken, die ein Häuptling aus

Lokomotive zur Inbetriebsetzung der in Lüderitzbucht mündenden deutschen Bahnlinie. dem Innern von Britisch-Nigeria zum englischen Kriegsfonds beizutragen veranlaßt wurde.

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Bilder vom Kriege.

C^n Lüderitzbucht, der von den Engländern be- ^ setzten Hafen- und Diamantenstadt unserer Siedlungs-Kolonie Deutsch-Siidwestafrika, versuchen die eingedrungenen Truppen der süd­afrikanischen Union, einen Vorstoß längs der Küste zu machen, um die Diamantenfelder syste­matisch auszurauben. Die Armeeleitung hat Lokomotiven in Lüderitzbucht gelandet, die dazu dienen sollen, die unwegsame Namib, das Dia­mantengebiet, für die Diamantenrällber zu er­schließen und die von uns streckenweise zerstörte Eisenbahn von Lüderitzbucht nach Keetmans- hoop soweit wieder in Betrieb zu setzen, als sie nicht von deutschen Truppen besetzt ist. In Ägypten haben die Engländer unter anderen Truppen australische Kontingente gelandet, die am Fuße der Pyramiden, auf " der histori­schen Stelle, wo am 21. Juli 1798 Napoleon l. in zündenden Worten seine Soldaten zum Kampfe gegen England anfeuerte, ihr Lager aufgeschlagen haben. Inzwischen bilden die farbigen Soldaten der französischen und eng­lischen Armee das Entzücken der holden Weiblichkeit in

Französischer Beobachtungsposten mit Brust- und Kopfschutz aus Stahlblech gegen feindliche Geschosse.

Hauptmann von Prinee, einer der alten Wißmann-Offiziere, fiel Anfang No­vember in der dreitägigen siegreichen Schlacht bei Tanga (Deutsch-Ostafrika).

der Heimat. Bereits sind, wie Londoner Blätter melden, so zahlreiche Ehen zwischen halbwilden Gurkhas und Engländerinnen ge­schlossen worden, daß sich die englischen Behör­den veranlaßt sahen, auf das höchst Bedenk­liche dieser Rassenschande durch die Bemerkung hinzuweisen, daß derartigeEhen" nur im freien" England Gültigkeit haben. In den Hospitälern entspinnen sich Liebeständeleien zwischen den Pflegerinnen und den Senegalesen und englische Zeichner verherrlichen diese Rassen­schande als eine Kulturtat ihres Volkes! Während Kiautschou, Togo und unser ganzer Südseebesitz vorläufig der Übermacht unserer Feinde erlegen sind, ist es in Kamerun, Ost­afrika und Südwest unseren tapferen Lands­leuten gelungen, in siegreichen Gefechten selbst einem stärkeren Gegner empfindliche Schlappen beizubringen. Die -große Freude über die Tapferkeit unserer Landsleute in den Kolonien wird aber leider durch einige herbe Verluste getrübt. In Südwest ist der Kommandeur der Schutztruppe, Oberstleutnant von Heydebreck, der das siegreiche Gefecht bei Sandfontein am 25. September gegen drei englische Schwadronen geleitet hatte, am 12. November seiner Ver­wundung erlegen. Als einer der bewährtesten Kolonial-Offiziere gehörte er 19 Jahre lang, seit Juli 1896, der Schutztruppe für Südwestafrika an.

Unvergessen bleiben in der Geschichte der Schutztruppe

Die ängstlichen Südafrikaner. Ein Wachtposten an der Einfahrt des Tafelbai-Hafens bei Kapstadt.

Hauptmann Pfaehler, der im sieg­reichen Gefecht von Agbeluwos (Togo) am 15. August 1914 den Heldentod fand.

Begräbnis eines Turkos nach mohammedanischem Ritus. DerTaleb" spricht die Toten­gebete, die von den anderen Leuten wiederholt werden.

Gepanzerte Eisenbahnwagen auf der von Mombassa am Indischen Ozean nach dem Viltoria- See führenden britischen Ugandabahn als Schutzwehr gegen deutsche Angriffe. ,