tili
DsNtschs RMHNßslzeiLNNK
15
Saal der Philharmouis bis auf der ? lebten Platz ge «
stillt ; alle Galerien und Gänge waren dicht besetzt , so daß
Mort Zwei Parallelversammlungen veranstaltet werden Mußten
( Irrt ; OberlichtsaaL der PhiLhavmoMe und im Kaisersaal des
stchmnm . Wmch die gleichfalls die Säle vollständig gefüllt fawdern
- ? y \ > " v VersaMmlurl - gen war ein ^ überaus großer und
f , hvi vielen ' Tausende , die erschienen waren ,
Legten Zeugnis davon ab , daß im deutschen Volke den Raub -
' stucheen / i » ■ chuunw auf unsere Kolonien energisch entgegen -
geteeteu werden solle .
Ms erster Mstner sprach unter leWaftem Beifall der Ber -
sammluM Herr Staatssekretär Erzberger und führte aus :
• ' " f ' engen vor ganzen Welt seien in diesen Tagen nach
Paris ' geruhtest wo die Alliierten ihre leider vielfach eni >
scheidenden Dorentschlüffe für den Weltfrieden fassen . ' Das
deutsche Volk Müsse wissen , daß das , was jetzt in Paris vor - - -
gehst Mehr sei als die Vorbereitung und die Festlegung irgend¬
eines anderen Friedens , wie die Weltgeschichte ihn bisher zu
verzeichnen hatte » Es solle ein dauernder WelLsriede vor¬
bereitet und der Völkerbund aufgerichtet werden - Es sei von
" gstr waau ' velleutung für die Frage des Friedens unter den
M . ' Dm oo er auf der Grundlage des Reichts abgeschlossen
werde ober ob es nur ein S ch e in f r rede sei , d . Hst in ' Wirk¬
lichkeit Waffenstillstarl ' d ' mit B e r g ewal t i g u n g ein z e l -
ner Glieder der M c n s ck st e i i Vielfach scheinen die
Alliierten - von dem Bewußtsein der ungeheuren Tragweite
ihrer Entschlieburlgen nicht so durchdrungen ' zu . sein wie das
deutsche Volk . Frankreich öffne den ganzen Schrank seiner
histoV . sch - poli . tischen Altertümer , ferner imperialistischen
. ÄspM - ationera vom 15 . Jahrhundert und noch früher bis zu
Mapoleon UL Das llrmötiv der französischen Ostpolitik : die
RheingVenze und hie Zerstückelung Deutschlands töne wieder
an unsere Ohren . Napoleons . ? . WeLtherrschertraum könne sich
nicht Mehr über Aegypten erstrecken , weil sich dieses in den
Händen der mit Frankreich verbundenen Engländer befinde ;
' dm > ^ r ? » r n 1 ] b v , r o | , u ^ c q o ly lebe x u w und ersehne
die deutschen Kolonien . Ob das Aneien Rogime des Sonnen¬
königs , ob der Zäsarenwahn Napoleons T . oder ' der Bürger -
rock des Herrn CLemeneeau die äußere Hülle sei , sie können der ?
^ ranZö . sffchen Imperialismus , seine Machtgier und seine
Revanche dem kritischen Auge nicht verbergen . Der neue
f t a n Z ö f i s ch e M a ch i 6 u n g e r g e h e h e u t e n a ch
u n f e t e n K o l o n i e n . .
Nach allem was bis jetzt über die Stellungnahme der
Entente zur Kolomalfrage gehört worden fest werde ' beabsichtigst
Deiltschland vor ? stall ern und jedem Kolo ^ nia ! -
ll u t i h a a s z r f oss l i e b o - n Nstrcht nur daß - man Deutsch¬
land seine Kolonien nehmen wolle . Möchte man gleichzeitig
m i mrpüwu n , daß ihm irgendwelcher Ersatz " dafür zm
fomme . ß % würde ' Deuischland die koloniale Befähigung über¬
haupt - abgesprochen ; dem ' deutschen Volke , das mit einem ge -
u . stu lruochdeu AiWl , Schulmeister der Welt ^ führe - Man
wolle Deutschland nicht eimnal m . it Portugal auf eine Stufe
m t Je ? ooch bekannt , daß Deutschland das Meiste für
Anffchluß der unerforschten Erdteile durch Entdeckerfahrten
getan habe - In den wenigen 36 Jahren konsequenter deutscher
' - Kolomalpolitik , habe das deutsche Volk den Befähigungsnach¬
weis für erfolgreiche Kolomalpolitik erbracht , wie das vor dem
e . KjC ollmmBn aiwrluaui - m . den fei ' Das alles aber sei
gelle ipstbsch mav HU Hause bleiberl und
in . ' > - n ' i WW dr ' hur zeigen können , was es
ap ss p - i ' ' [ ) - / ! ' i ^ * o ^ 11 ; ! ^ - mweno Allen anaer ^ u
illn . i ‘ ; . ^ ih b ' s > r , stla, - ; rnrnww ln - iyn :
Erjurrmentiersucht zur Verfügung gestellt würden .
Mai : sn . chlpnach S ch > . } u g » ün h e n um b - en ik a u b b e t
e * ' f ' ü » k iv " S 0 . . ti f p ' z . - US und verleugne damit
^ " r ' u > - ns ^ rn ^ en b > ^ - chc nns " re hcrllnue > Ggaur
' I ' ! . - a - ' U ' ^ stlg . ll - vonialgslu l ^ ' stvlc
' und . . uw ' ' ' > ' - U 0 ' U ' u Germer würden ' offen
. ; l " ' . ' ch - ' . mn > ' / d r " V > ' ' ' ' bru ^ ’ U ' r rithC ' V ' * ^ W '
k f * - . , mlui ! " , - u U ' i ' , ' aamiel ‘ - vj }
^ u - " ' U uc . . r ' u uw r n estls ^
l n l ' , 1 ' - d i > . m,j v ; r gU : ? pe « U ) p om ' U / >
m , r w e > , l U U - e . - Ndl wvu
> , ( L r . f e , ' V ’ i ' ’ i m , b , C u r / v # 1 ^
■ * ' " M U - - Mi Ir z ' Ur ffrv , ' u '
n chn - r 1 . ' * Tu - chchw sN ' ) } > , U ' U ! m " '
• * ’ > " w ■ . . M ' p . Uri « H . r . , / , ’ rlci k \ : k oxyku ] ^ no . z
• s IN ' ' r ' 1 ■ ' - ' - nu ' " vlr > i ll - uu u ' ^ eone - nun Du chrcN ' NuU ' ^ i
i . , ; 4 « osno ^ . r ' ch ' n : . ' , u . m - ochste O ch Mn Uoü . ' 0l0i ' U
' " N - . n - . ^ ip . UHM ' i w ; v ? vuvschu , u s ) . ' nstuuv
ollen das wenige , was sie hätten , verlieren , damit die Ziffern
urr die Alliierten noch höheRwürden , DaS sei das Resul ta l
der Vorverhändlung e n d e s F riedens -
! i ) n greffe s in Paris . Wie stelle sich das d e u t s ch e V o l l
hierzu ? ' In den letzten zweieinhalb - Monaten hatte leider
unser Volk an den außenpolitischen Vorgängen recht wenig
Anteil genommen - Erst - die Hammer schlage der verschiedenen
WaffenstillftandsabkoMmen • ijätkn es in ' der letzten Zeit wieder
aufgeweckt ' und ihm gezeigt , welche w e ! $ h i ft o t i f ch e
Stunde geschlagen habe . Äenn bei diesem Erwachen die
deutsche . WaffenstillstandskomMWon die ersten Hiebe bekommen
habe , ' so trage sie diese im Bewußtsein , ' ihre vaterländische
Pflicht irr allem erfüllt zu haben , ja sie freue sich , daß der
deutsche Michel nicht Mehr schlafe - Die Beschlüsse der Arbeiter «
und SoldaLenräte und manches andere FlitL - erzeuy hätten des
deutschen Volkes Interesse mehr beansprucht als die Schaffung
der / neuen Welt , welche die Alliierten jetzt vorbereitm . Das
solle anders werden ittib müsse anders " werden ? Nicht nur
k ( Interesse Deutschlands , sondern um einen dauernden
Frieden zu erlangen - Wir haben heute keine Wehr und haben
keine Waffen , aber wir haben unser g u L e s alte s R e ch L
Wer am Recht sich vergehe , versündige ' sich an der Menschheit ,
Die Alliierten hätten genau so wie " Deutschland die vierzehn
Punkte Wilsons a n g e n o m w t n , In Punkt 5 verlange
Wilson eine ' ^ freie weitherzige und unbedingt unparteiische
Schlichtung aller kolonialen Ansprüche - die aus einer genauen
Beobachtung des Grundsatzes fuße , daß bei der Entscheidung
aller derartigen Souverämtätsfragen ' die Interessen der be «
trofswen Bevölkerung ein ebensolches Gewicht haben ' müssen
wie die berechtigten Forderungen der Negierung , deren Rechts - -
anspruch bestiMMt werden solle , , Auf diesem Grundsatz hal ? e
Deutschland mit seinen Gegnern auch m der Kolonialsrage sich '
zusarnm - eugefunden . Was die Allilerien aber jetzt rn Paris
wollen oder schon beschlossen hätten , stehe - tm Gegensatz in
jedem Wort Wilsons und damit zu den ' getroffenen Verao - -
redungemchiestvor dem Abschluß ' des ckVaffenstillst ' andes erfolg¬
ten . Die Alliierten wollen keine Schlichtung a I l e ^ Wmttöieii
Ansprüche , sondern mit ein Machtdiktat ge - benüb - er den
deutschen Kolonien : sie wollen nur eine Schilchtung ihrer
Ft ge neu egoistischen Ansprüche , Was sie wollten oder ' bm
schlossen ^ hätt ' M/sei weder frei noch weitherzig , noch unbedingt
unparteiisch ! ' Wahrun - g der berechtigten Forderungen der .
Regierungen ließen sie nur für sich selber gelten , nicht für das
deutsche Volk , Ein Rechtsanspruch ' - Deutschlands werde nicht -
einmal erwogen - . Die Interessen der betroffenen Bevölkerung
aber seien überhaupt unter dem Tisch gefallen , wie so manche
schöne Phrase unserer Gegner wähvenst des Krieges .
Wenn englische Blätter dieser Tage schrieben : Die Behand¬
lung der Kownien sei . - das erste Kriterium dafür , ob der
Völkerbund ehrlich gemeint sei oder nur eine Redensart , so
hätten sie damit recht , chrs sei wahr : Der Völkerbund , der Welt -
fviede ^ sei tu Gefahr . Ein Deutschland aller seiner
Kolonien beraubt, . bringe den Kennst des Todes in den
Völkerbund , bevor er geboren sei . Das Müssen wir
heute schon mit aller Deutlichkeit fügen . Das deutsche
Volk könne und dürfe - nicht warten,bis die Friedens - »
Verhandlungen ^ in Paris selbst begonnen haben ; düs ' wäre zu
spät . - Die Alliierten berieten heute über jeden einzelnen '
der 14 Punkte Wilsons und seine Erläuterurlgdu . Sie suchten
diesch zu uwsZtreibeu und anders auszulegeui Was dann ' im
mühseligen Kompromiß unter den alliierten Regierungen zu¬
stande ge . koMM . en ' fei , werde im wesentlichen der Inhalt des
künftigen Weltfriedens werden . Wenn Deutschland zu dem
Friedensk . vngreß Immm , so werde es seinen Uuterhäudlern nach
dem unter den Alliierten erzielten UeberemkoMmen sehr schwer
sein , wesentliche Uenderringen au den Beschlüssen des Vor -
friedenskongreffes herbeizuführen . Der Frieüensvertrag selbst
lg erste > ^ pllmr . tllrr WosnstWa ^ . ichmst - inhsN . rlöch
' s ' . D W s - i i , mm > mi . . r - ' NM ' tio d, ° / ’ 3 . r
des V e r I ? a ’ f e l o s gew nb i n - n ?
Darum müsse das deutsche Volk in diesen Tagen und
Wochen seine Stimme erheben . Wenn es bei den entscheidenden
Verhandlungen nicht vertreten sei und man dort seine unver - -
LußerLicheu Rechte nicht hören wolle , so müsse hier zu Hause
tt . w st ühch n ' ' - m . - - stssstmdmm g . - d > o " mcstestn . " 0 - i - u . nn
D " o ' v " i r st st " . " . Ul - ' tuest iei . u e r ^ : y * •
stow ; st ' ' ; - mm - nt - . . - me t
Douffsiw " - Ists - e i . r . listu stu . oiuon ' ' ' j o . - r ' u z luder mk
ur dr » ust . u - i - - messe . { ? rlu ^ ' m un ^ mstr . UTuue ^ ' sssm ' . ' • ■ ■ i
u o \ t t o r > - m : stst 1d e komm Nip - Ü r . w - ' ! r iu ^ > i
D d N ? s ch ! ^ d st - : 7 a I st a u r a C r » j h r r . , 7 7 d C U ,