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6. Die zu Zwecken der Quarantäne oder auf Anordnung der Ver¬
waltungsbehörde zu behandelnden Personen.
§ 19*
Für die rechtzeitige Einziehung der fälligen Gebühren ist in erster
Linie der Krankenhausverwalter verantwortlich. Er hat die ein gekom¬
menen Gelder, spätestens sobald ihre Summe 100 M erreicht, an die
Gouvernementshauptkasse abzuliefern. Die in der Einnahme enthaltenen
ärztlichen Honorare sind in die vierteljährlichen Einnahmesollnach¬
weisungen nicht mit aufzunehmen.
Die Gouvernementshauptkasse führt die ärztlichen Honorare,
soweit sie ihr eingeliefert sind, vierteljährlich an den liquidierenden Re¬
gierungsarzt ab.
§ 20.
Bewusstlos in das Regierungskrankenhaus aufgenommenen
Kranken sind-Geld und Wertsachen durch den Krankenhausverwalter in
Gegenwart eines weissen Zeugen abzunehmen. Das über die Handlung
aufzunehmende Protokoll ist dem leitenden Regierungsarzte vorzulegen
und nebst den abgenommenen Gegenständen aufzubewahren.
§ 21,
Von Todesfällen im Regierungskrankenhause ist dem Bezirksamte,
von Todesfällen Weisser ausserdem dem Bezirksgerichte sofort schrift¬
liche Mitteilung zu machen,
§22.
Diese Geschäftsordnung tritt am 1. Januar 1914 in Kraft. Am
gleichen Tage tritt der Erlass vom 25. April 1905 betreffend den Betrieb
des Regierungshospitals (Gouv. BL Bd. III, :Nr. 42) ausser Kräfte
Apia, den 27. Dezember 1913*
Der Kaiserliche Gouverneur.
Schultz.