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Protokoll
Duaia, Sonnabend, 29. November 1913
zur
i8. Sitzung des
vom 26.-
'iiefflenisraies
•29. November.
Anwesend sind:
i. Amt 1 i c h e Mi t g 1 i e d er:
1. Der stellvertr. Gouverneur, Geheimer
Regierungsrat Pull
2. Andrea, Regierungsbaumeister
3. Barche, Finanzdirektor
4. Pabricius, Major, stelivert.
Kommandeur der Schutztruppe.
5. Dr. Fickendey, Leiter der Versuchsanstalt
Victoria
9. Dr. Hintze, O'oerstabarzt
7. Van der Laan, Vorstand des Vermes¬
sungsbüros
8. Dr. Olshausen, Legationsrai
9. Reder, Oberförster
10. Dr. Ritter, Assessor
11. Rohm, Bezirksamtmann
12. Wienecke, Assessor
13. Zweck, Assessor
II. A u s s e r a m 11 i c h e Mitglieder:
14. Breckwoldt, Kaufmann, Duala
15. Dähnel, Kaufmann, Rio del Rey
16. Qenz, Missionar, Duala
17. Köhne, Kaufmann, Kribi
18. Pater Lettenbauer. Rektor, Edea
19. Van de Loo, Pflanzungsdirektor, Victoria
20. Luckhardt, Pflanzungsleiter, Oechelhausen
21. Lutz, Missionsvorstand, Buea
22. Moebus, Pflanzungsdirektor, Moliwe
23. Okcipka, Kaufmann, Duala
24. Prange, Rechtsanwalt, Kribi
25. Reinhard, Kaufmann, Plantation
26. Riechmann, Kaufmann, Neu-Bremen
27. Steinhausen, Kaufmann, Edea
28. Stillkrauth, Kaufmann, Edea
29. Summermann, Pflanzungsleite,r Mukonje
30. Wenke, Pflanzungsleiter, Bibundi
Regierungskommissare
Dr. Jacob, Bezirksamtmann, Kribi
Kirchhoff, Bezirksamtmann, Jaunde
Frank, Bezirksaintmann, Bare
von Michaelis, Bezirksamtmann, Dschang
Krohne, Bezirksamtmann, Jabassi
von Krossig, Bezirksamtmann, Victoria
Dr. Jäger, Bezirksamtmann, Ebolowa
Der Herr stellvertr. Gouverneur Geheimer
Regierungsrat Pull eröffnet 9.25 vorm.
die Sitzung.
Er bemerkt einleitend, es sei der Wunsch
Sr. Exzellenz des Herrn Gouverneur Dr.
Ebermaier gewesen, noch vor seiner Heim¬
reise den Sitzungen des Gouvernementsrats
DL'IZUWO!
mit Rüc!
cos eine
möglich
Ai
dienstlichen Gründen und
seine Gesundheit, sei in-
ung seiner Heimreise nicht
Seit der letzten Gouver-
nciiienisratssitzuny halten aber kommissa-
o
risene Besprechungen seitens der Regierungs¬
vertreter mit den interessierten Kreisen über
die Zollerhöhühg stattgefunden. Auch hätten
gelegentlich der Anwesenheit Sr. Exzellenz
des Herrn Staatssekretärs Dr. Soll Bera¬
tungen mit der Pflanzervereinigung und der
Kau fman nsch h ft stattgefunden.
Geh. Reg.-Rai Füll teilt mit, dass zum
Protokollführer Herr Assessor Dr. Ritter
ernannt sei, dem zu seiner Unterstützung
drei Stenographen beigegeben seien. Die
Rednerliste führe Herr Finanzdirektor Barche.
Sämtliche Initiativanträge seien auf die
Tagesordnung gestellt. Es liege ein Antrag
einiger Herren vor, an den Sitzungen als
Zuhörer teilnehmen zu dürfen. Dem Ermessen
des Gouvernemeutsrates sei freigestellt, die
Oeffentlichkeit auszuschliessen oder nicht.
Er für seinen Teil habe nichts gegen die
Ausschliessung der Oeffentlichkeit. Falls Wi¬
derspruch nicht erhoben werde, gelte der
Antrag als angenommen. Widerspruch wird
nicht erhoben.
Der Vorschlag, die Sitzung des Gouverne¬
mentsrates um i/ 2 8 Uhr vorm. beginnend
stattfinden zu lassen, wurde ohne Widerspruch
angenommen.
Herr Prange stellt den Antrag:
Die Verordnungen über Bildung eines Ei¬
senbahnrates, amtliche Arbeiteranwerbung
und den Entwurf über die Waldschutz-Ver¬
ordnung von der Tagesordnung abzusetzen.
Er bitte, seinen Antrag nicht als Stellung¬
nahme gegen den Vertreter des Herrn Gou¬
verneurs aufzufassen. Die Entwürfe der Ver¬
ordnungen seien aber den Mitgliedern im
Süden erst am 17. November zugegangen.
Zum Teil wären sie überhaupt noch nicht in
die Hände der Mitglieder gelangt. Eine Ver¬
tiefung in die Materie und eine Besprechung
der Mitglieder habe deshalb nicht stattfinden
können.
Geh Reg-Rat Füll: Es sei zwar zugesagt
worden, den Mitgliedern die Entwürfe zwei
Monate vor Beginn der Sitzung zugehen zu
zu lassen. Es sei dies aber auch diesmal
nicht möglich gewesen. Uebrigens wären die
Initiativanträge auch auf die Tagesordnung
gesetzt worden, obgleich sie erst vor ganz
kurzer Zeit eingegangen seien. Von diesem
Gedanken ausgehend, bitte er über die
auf die Tagesordnung gesetzten Verordnungs¬
entwürfe zu verhandeln, da die Gegenstände
dringender Natur seien. Es handele sich um
Fragen, über die die Mitglieder längst orien-
N-atlidPucI
ätitzeiie oder deren Raum 40
t i Mk. Bei Wiederholungen
jen entsprechender Rabat;,
ihrne für Europa :
. S. liohenzoilernstrasse 3.
lakteur: Ph. Waizmann.
res:'-: Kamerunpost.
Quellenangabe gestattet.
Postfach W?. 24. 2. Jahrgang
| tieft seien. Der Entwurf einer Verfügung
; über die Bildung eines Eisenbahnrates ent-
; spreche dem in Südwest geltenden. Die Ver-
I Ordnung über Anwerbung von Arbeitern be_
[ schattige die Beteiligten schon über 1 Jahr.
1 Die Anregung dazu sei aus den Kreisen
der Interessenten gekommen,
t Er verliest ein Telegramm des Staats-
i Sekretärs.
Da in dem Telegramm gesagt sei,
dass der Gouvernementsrat in der Arbeiter-
I frage von EntSchliessungen absehen solle,
bitte er über alle Entwürfe zu verhandeln
und den Antrag des Herrn Prange abzuleh¬
nen.
van de Loo pflichtet den Ausrührungen
des Herrn Prange bei. Er habe die Ent¬
würfe erst vor 8 Tagen erhalten, einige
Mitglieder erst vor 2 oder 3 Tagen ; eine
| Besprechung habe mithin nicht stattfinden
| können. Der Verband der Kaufleute und
Pflanzer in Berlin habe auf ein Telegramm,
dass am 26. Novbr. über die Arbeiterfrage
verhandelt werde, telegraphisch einen Ent¬
wurf der Verordnung eingefordert. Es müsste
deshalb doch noch einmal über diese Frage
in einer anderweiten Gouvernementsrats¬
sitzung verhandelt werden und bitte deshalb,
über diese Frage heute nicht zu verhandeln.
Für die Handelskammern Mittel- und Süd¬
kameruns stelle er den Antrag:
Entweder in der zweiten Hälfte des Januars
oder in der ersten Hälfte des Februars 1914
eine erneute Gouvernementsratssitzung an¬
zuberaumen.
Geh. Reg.-Rat Füll: Er könne nicht
verstehen, dass, wenn heute verhandelt
würde, eine neue Beratung erforderlich wäre,
da die endgültige Entscheidung der Regierung
zustände und letztere nur ein Interesse habe,
die Beteiligten vor einer Entscheidung zu
hören. Die amtliche Arbeiteranwerbung würde
übrigens in beschränktem Masse schon
gehandhabt. Es handele sich nur darum,
durch die Verordnung der Regierung
genügend Beamte zu geben.
Rechtsanwalt Prange: Die Beratung der
Seuchenverordnung sei nicht so dringend, da
die Europäer auch ohne das Bestehen von
Strafbestimmungen verdächtige Krankheiten
den zuständigen Stellen mitteilen würden.
Die Zollordnurigen und die Waldschutzver¬
ordnungen seien fast in derselben Fassung,
wie der Entwurf sie vorsehe, in Ostafrika
in Geltung. Er habe Bedenken, diese Gesetze
einfach abzuschreiben und für Kamerun
Geltung zu verschaffen, da hier zum Teil
andere Verhältnisse vorlägen.
Falls der Herr Vorsitzende Bedenken habe
über die Initiativanträge zu verhandeln, sei