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Leipzig Ferdinand Modestraße 7 •
Nr. 3
Leipzig, l. Zum 1917
Iahrg. 1917
Inhalt: Der Norddeutsche Lloyd m der Südsee. — Das deutsche Kolonialreich der Zukunft. —
Japan — seine Exportpolitik und ihre Schwächen. — Neues aus Samoa. — Hamburgische Südsee-A.-G. —
Forschungsreisen. Rückkehr Dr. Thurnwalds aus Neuguinea. — Rückkehr Dr. Stötzners aus China. —-
Aus der Güdsee-Literaiur. Ein Besuch des Strandes von Bougalnville. — Kleine Mitteilungen. Ein
gewaltiges Erdbeben in der Südsee. — Wachsender Einfluß Japans. - Amerikanischer Besitz in der Süd¬
see. - Kautschukkultur in Fndochkna. — Neuseeländischer Hanf. — Eingegangene Bücher.
Oer Norddeutsche Lloyd in der Südsee.
Wenn von deutschen Pionieren in der Südsee die Rede ist, darf neben den angesehenen
Handelshäusern, die sich die Besiedlung der Ländereien und den Pflanzungsbetrieb in den
deutschen Südseekolonien zur Ausgabe gestellt haben, auch der Norddeutsche Lloyd, die
bedeutendste am Südseeverkehr beteiligte Schiffahrtsgesellschaft, nicht unerwähnt bleiben.
Beim Kriegsausbruch waren annähernd 3 Jahrzehnte verflossen, seitdem die ersten Dampfer
des Norddeutschen Lloyd das Jnselgebiet in der Südsee aufsuchten. Schon verhältnismäßig
früh hatte sich die Erkenntnis, daß die Schaffung regelmäßiger Schiffahrtsverbindungen
eine unerläßliche Vorbedingung für eine gedeihliche Entwicklung unserer Unternehmungen
in der Südsee ist, durchgesetzt. Zu einer Zeit, in der weder Samoa noch Deutsch-Neuguinea
unter deutschem Schutz standen, unterhielt der Norddeutsche Lloyd bereits regelmäßige Ver¬
bindungen im Anschluß an die australische Reichspostdampserlinie von Sydney aus über
die Tonga-(Freundschafts-)Jnseln nach Apia und zurück, der später eine Linie von Singa-