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von Kaffee, Kokospalmen und Kautschuk auf Su¬
matra.
Zusammenschluß chinesischer Banken. Zwölf in
Schanghai ansässige Banken haben eine Vereinigung
gebildet. Die Vertreter kommen jeden Mittag in
einer der beteiligten Banken zusammen, um dort
ihre Geschäfte, die sie nach mehr oder weniger mo¬
dernen Richtlinien führen, abzuwickeln. Es handelt
sich dabei um den An- und Verkauf von Papieren,
um die Abwicklung des Clearingverkehrs und der¬
gleichen. Die Vereinigung hat auch bereits ein
Grundstück erworben, auf dem sie ein eigenes, mo¬
dernes Bankgebäude errichten will. E. T.-H.
Außenhandel der Fidschi-Inseln iw Jahre 1917 «
Board of Trade Journal schreibt: Nach dem Be¬
richt des Legislative Council belief sich der Außen¬
handel der Kolonie während der letzten Jahre auf:
Einfuhr
Ausfuhr
Gesamthandel
£
£
£
1914
883 456
1 390 978
2 274 434
1915
836 270
1474192
2 310 462
1916
847 852
2 254 044
3101896
1917
933 455
2 068 401
3 001 866
Der Wert der Einfuhr im Jahre 1917 (ohne Gold
und Silber, gemünzt und in Barren) übertrifft den
Wert der Einfuhr des Jahres 1916 um 85 603 £;
der Ausfuhrwert des Jahres 1917 zeigt eine Ab¬
nahme von 185 643 £ im Vergleich mit dem Vorjahr.
Der Wert des Gesamthandels der Kolonie im Jahre
1917 (ohne Gold und Silber, gemünzt und in Barren)
betrug 100 040 £ weniger als im Vergleichsjahre.
Die Abnahme der Ausfuhr erklärt sich aus dem Aus¬
fuhrrückgang bei Zucker und frischen Früchten. Beide
Erzeugnisse konnten aus Mangel an Schiffsraum
nicht in gleichem Matze ausgeführt werden wie im
Jahre 1916. Der Wert der Zuckerausfuhr nahm im
Jahre 1917 um 244 618 £ im Vergleich mit dem
Jahre 1916 ab und der Wert der Ausfuhr von
frischen Früchten um 35 404 £. Die Zunahme des
Wertes der Kopraausfuhr (die hauptsächlich nach
den Vereinigten Staaten von Amerika ging) beläuft
sich auf 103 459 £ gegenüber dem Vorjahre. Der
Gesamthandel der Kolonie verteilte sich während des
Jahres 1917 aus die folgenden Länder:
Ein¬
Aus¬
Gesamt¬
fuhr
fuhr
wert
£
£
£
Großbritannien
125 598
.7 646
188 342
Brit. Besitzungen
762 865
1 726 753
2 489 618
Fremde Länder
104 406
.334 003
438 409
Postpakete
18 539
18 539
Gesamthandel: 1
011 408
2 008 401
3 079 809
Der Gesamtwert enthält auch den Wert der im
Jahre 1917 im Paketverkehr eingesührten Waren in
Höhe von 18 539 £. In den Zahlen für den Einfuhr¬
wert ist außerdem der Wert des eingeführten Goldes
und Silbers, gemünzt und in Barren, im Betrage
von 77 963 £ enthalten.
AttZstrhrbeschmMW ln RkderWckHch.I«tzle«.
Der Generalgouverneur von RredEndn^JndnK
hat nach Beratung mit Vertretern der Handels-,
Bank- und Schissahrtskreise d,e Ausfuhr von A«,
Ehmarmde, Kapok, Holz, Tabak, Zucker, Tee, Wefftr,
Kaffee, Kapor, Petroleum, pflanzlichen £un um
Häuten von einer Genehmigung abhängig gemacht;
diese soll nur erteilt werden, wenn die Emfudr
Lebensmitteln gewährleistet ist. Trese
Maßregel ist eine Folge des ÄuMerdens der Anfuhr
verschiedener Nahrungsmittel, die m Lande Mft
nicht erzeugt werden können. Noch im Kehrum Ut
sich der Gouverneur solchen BesttedunMm fegen-
über ablehnend verhalten; es muffen also ernste if ?f-
stände gewesen fein, die ihn veranlaßr hüben, r?oK
erheblicher Bedenken sich nun doch hierfür m ent¬
schließen.
Siam. Die Regierung hat die früher von d-er
deutschen Firma Windsor u. Co. venuMN Cuai*
Umlagen und Besitzungen an die neue srameinche
Schiffahrtsgesellschaft Barisar Mann Rück imm
verpachtet. Diese beabsichtigt nur einen Teil der
Anlagen zu benutzen und steht infolgedessen mit
mehreren ausländischen SchiffahrrsgeseUschrften,
darunter zwei englischen, wegen Weirerverpachtung
der übrigen Liegenschaften in Unterhandlung.
Der Fernsprechdienst in Siam. Der Fernsprech¬
dienst ist im ganzen Lande verstaatlicht worden. Es
liegt uns der Bericht für das Jahr 1916/17 vor,
das einen beträchtlichen Fortschritt zeigt. So wird
ein Gesprächsdurchschnitt pro Tag in der Höhe von
12 755 gemeldet, gegenüber 9320 im Jahre vorher.
In der Hauptstadt Bangkok sind im Beriw^Mrc
621 Teilnehmer angeschlofsen gewesen mit 118 Ne¬
benanschlüssen und 19 Fernanschlüssen. E§ ist ein
neues Tienstgebäude errichtet worden, doch konnte
die Übersiedlung noch nicht stattsmden, weil die
Apparate für die Einrichtung dieser Zentrale aus
Europa noch nicht eingetrossen sind. Das unter¬
irdische Kabelnetz ist annähernd .AM km lang: iikr-
irdisch gehen 60 km. Im großen und ganzen scheint
also der Fernsprechverkehr'in Siam noch so ziemlich
in den Kinderschuhen zu stecken.
Indien. Der Schatzsekretär für Indien, Lord
Montagu, dringt nach erfolgter Rückkehr von In¬
dien darauf, daß das Parlament die konstitutionellen
Reformen sofort durchführe, die in dem Erlaß vom
August 1917 Indien versprochen worden sind. Da¬
mals stand die bewußte 100 Millionen-Pfund-An¬
leihe in Frage, die bekanntlich stark enttäuscht hat.
Heute geht es um mehr, denn die home-roule-Be-
wegung macht in Indien bemerkenswerte Fort¬
schritte, und auf wirtschaftlichem Gebiete erstrebt
Indien Sonderrechte der verschiedensten Brr. Er¬
innert sei nur an den Ausbau der Schutzzollpolitik,
die mit Einführung der erhöhten Baumwollzölle
ihren Anfang nahm. Eine längere Vorenthaltung
der zugesagten Reformen würde demnach bedenklich
werden können, ihre Durchführung dagegen die Ge¬
mäßigten zufriedenstellcn. __ .
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