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4. Besucht ein Arzt die Pflanzung in bestimmten Zwischenräumen
und in welchen ?
oder Wird der Arzt nur im Bedarsfalle gerufen ?
Apia, den 5. März 1914.
Der Kaiserliche Gouverneur.
Schultz,
Ausfuehrungsbestimmungen
zur Verordnung betreffend die gesundheitspolizeiliche
Kontrolle der Seeschiffe in den Gewaessern des
Schutzgebiets Samoa
(Quarantaeneverordnung),
Cholera,
Art. I. Wenn ein Schiff einen oder mehrere Cholerakranke an
Bord hat oder wenn auf ihm in den letzten 7 Tagen vor seiner Ankunft
ein oder mehrere Falle vorgekommen sind, so gilt das Schiff als verseucht
und unterliegt folgender Behandlung.
1. Die an Bord befindlichen Kranken und krankheitsverdächtigen
Personen werden, soweit es der Regierungsarzt für angezeigt erachtet
und der Gouverneur es genehmigt, ausgeschifft, wobei eine Trennung
def Kränken von den Krankheits verdächtigen stattzufinden hat. Sie
verbleiben bis zur Genesung oder bis zur Beseitigung des Verdachts in
den! vom Regierungsarzt zu ihrer Unterbringung bestimmten Räumen,
2. An Bord befindliche Leichep sind unter den erforderlichen
Vorsichtsmassregeln alsbald zu bestatten, nachdem 1 sie vom Bezirksrichter
zur Beerdigung freigegeben sind.
3. Die übrigen Schiffsinsassen werden nach dem Ermessen des
Regierungsarztes einer Absonderung oder einer Beobachtung unterzogen,
deren Dauer sich nach dem Gesuridiheitszüstäride des Schiffes und nach.
dem Zeitpunkte des letzten Erkrankungsfalles richtet, keinesfalls aber
den Zeitraum/ von 5 Tagen, vom Tage der Ankunft des Schiffes an ge¬
rechnet, überschreiten darf.