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§-6.
Wer als Vater des, unehelichen . Kindes zu, gelten hat, bestimmt
sich nach § 1717 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
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Das uneheliche Kind ist nicht berechtigt, den Familiennamen des
Vaters zu führen.
§ 8.
Im Verhältnisse zu der Mutter und dem jinehelicheu Kinde ist
der Leiter des Bezirkes, in dem die Mutter ihren Wohnsitz hat, die Vor¬
mundschaftsbehörde.
Er hat das Kind bei der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs
aussergerichtlich und gerichtlich zu vertreten, insbesondere die Höhe der
Geldrente oder Abfindungssumme* (§ 3) festzusetzen, falls die Vater¬
schaft und die Verpflichtung zur Unterhalts gewährung anerkannt worden
ist.
Auch liegt ihm die Verwaltung der Unterhaltsgelder ob.
§9-
Diese Verordnung tritt am Tage der Veröffentlichung in Kraft.
Apia. den ;20. Mai 1914.
Der Kaiserliche Gouverneur.
Schultz.