^——TFsL C 370 )

«archen von allen Seiten, vorzüglich aus Deutschland und Italien zugeschickt worden». Wiele sind darunter, die freyllch auf dessen Zustand,, wie eir e Faust auf ein Aug paffen; allein bey dem r llen leuchtet doch der wärm­ste Patriotismus für die Erhaltung Sr.. Maj. stchtdarlich heraus, und die meisten Briefe werden beantwortet..

Donaustrshm, vom 24. May:

Aus Konstantinopel vernehmen wir, dass schon im Anfänge des Märzmonats sehr wi, drige Berichte aus Persien beym Divan ein« gelaufen styen, vermag welchen CaroukMir- fa — dermaliger König in Persien, welcher stch in den Kopf gefetzt habe, seinem Reich den vorigenGlanz wieder zu geben,- imver wichenen Octob.. 1788 mit einer ungeheu­ren Macht gegen die Türken zu Felde gezo­gen, und die ganze Gegend von. Kurdistan bis Bagdad verwüstet habewo er sich wirk- Lch unter den Thoren dieser reichen Handels« stadt beffnden solle, nachdem er 12002 der reichsten Einwohner in die Sklaverey ab» geführt habe. — Diese Briefs setzen hinzu, der englische Gesandte habe die sichere Nach­richt erhalten, daß eine zweyteprrfische Ar­mee schon im Rdv. desabgewichenrnJahrs die beträchtliche Stadt Bassora zu belagern angefangen habe: Die Perser hatten zwar 9 Stürme auf dieselbe gewagt, allein ihre schlechte Artillerie wäre Schuld) daßsolches immer ohne Erfolge gewesen/ wie. sie denn auch durch bas Kartetfchenfeuer der Bela­gerten am Ende wären gezwungen worden, mit Zurücklassung mchrererchrrndert Leitern, und ZvOD Tobten sich zurückzuziehen/- und die Belagerung. — nicht zwar ganz aufzu­heben — aber doch in eine etwas entfernte­re Blockirung zur See und zu Land zuver. wandeln. — Mehr geben dieftBerichte nicht. — Der neue Sultan Selim hat alle ange^ botrnr Geldbeyträge zu Fortsetzung des Kriegs ausgeschlagen Er will- man solle' die Schätze der Krone öffnen, und sie an- «enben, die Ungläubigen zu bestreiken, ohne die Rechtgläubige zu Grund zu richten. Ds dies noch k;in Sultan gethan, wird er stch gewiß' alle Herzen fesseln.. Er hat vieles Geld unter das Volk austheuen lassen. Er sehet ganz- insgeheim herum» und erkundigt

sich um alles, und hat vielen Leuten, da er entdeckte daß noch vieles Korn und Reiß vorhanden, welches die Leute verhemuich, ren um es thmer zu verkaufen, ur-d auch Brckern, die schlechtes Brod gebacken,, die Köpfe abschlagen lassen..

Unter die unverbürgte Gerüchte gehört:: der Grosvezicx sey mit feiner Armee bey- Widdin eingetroffen;, und der Genera! Mr, trowsky habe türkisch Gradiska mitSturm eingenommen..

Warschau, vom iz. May.

Die Antwort des Königs von Preußen wegen desDurchmarsches der rußischenTrup. pen durch das Gebiet der Republick errherlt den Rath? besagtenTruppennur den Durch, marsch zu 400 Mann,, aber ohne Waffen, zn gestatten und solche bis an die Grenzen zn begleiten»

Berlin ,, vom 2g. May.

Am Loten früh, hielten Se. Maj. über sämtliche zur diesjährigen grossen Revue ein- getroffene fremde Regimenter, in Gegenwart aller hier anwesenden hohen Fremden, als ; Jhro Durch!, der Herzog von Mecklenburg,

1 Schwerin, Se. Durch!, der Erbprinz von Oranien rc. die Speualrrsm, nahmen hier­auf nach Beendigung die grosse Cour an, bey welcher Gelegenheit der Herr Erbprinz von Thurn und Taxis Sr. Majestät sorge, stellet wurde:- Mittags war bey- Sr. Maj. grosse Tafel- wozu die Prinzen des König!. Hauses, die sämtlichen hier anwesenden Min­den Fürsten und Prinzen, desgleichen die ganze' hohe Generalität eingeladen waren. Abends war bey Jhro Mas der regierenden Königin: grosse Tafel , bey welcher ebenfalls die meisten fremden Fürsten und Prinzen zu­gegen waren.. Der Herr Erbprinz von Thurn und Taxis, ist nach Screlitz wieder abgereiset. — Der Graf von Rhode aus Coppenhagen, gehet als Preußischer Ge­sandter nach Fffabon. In Russe hat man eine neue Haubitze erfunden, die wett leich­ter als die itzt gebräuchliche 7 pfundige ist, und noch weit bessere Dienste leistet, und insonderheit für die reitende A>t lterie be. stimmt feyn soll. Die dchte Infanterie be.

I kommt kurze und sehr breite Sabels, ohn- ji gefehr in der Form eines Fasch inenmessers,