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es zum Marsch kommt; ob auch zum Kriege, wird die Zeit lehren. Englands Erklärung wird es wohl entscheiden. Bey Crossen kommen 50000 Mann zu stehen, als wo- hin gestern und heute z drs 6000 Mispel Mehl abgegangen sind. Der ArLllerie- Lrain ist vor dem Thore aufgcfahrerr. Pri- vatbriefe aus Zerbst sprechen viel von ge­wissen Unruhen, die sich unter dem Volk in diesem Fürstenthume hervorthun wollen. Die regierende Konrginn, Majestät haben beschlossen, das Bad zu Frauenwalde an der Oder, sobald die Jahreszeit dazu gün­stig feyn wird, zu besuchen. In den Preuft fischen Landen sind im vorigen Jahr 5400 Pfund Cer. e gewonnen worden.

Aus dem LranSendurgischcn vom 1, May.

Der Prinz Heinrich, ältester Sohn Sr. königl. Hoheit, des Prinzen Ferdinand, ist poch immer sehr krank; der Friese! soll zwar glücklich gehoben keyn, aber es finden sich nunmehr andere Zufälle mit einem Blutavswurfe, die wenig Hofnung zurHer- steüung dieses vorrreflrchen Prinzen geben. Endlich hat der Kömg den Bitten seines zweyten Sohns, Er. königl. Hoheit, des Prrnze. Louis, nachgegeben, und demsel­ben erlaubt, die Campagne mitzumachen. Zur Equipage dieses Prinzen sind 5000 Rthlr. assignlrt. Man sagt, der Kron­prinz sowohl, als dessen Bruder Louis, werden bey der Armee des Herzogs von Draunschweig zu stehen kommen. Das OberknegscoLegium enzaairt, wie versi­chert wird, zur Campagne noch 6 katholi­sche Geistliche unter sehr vortheilhaften Gehalt, und 120 Rthlr. Eqmpagegelder. Die Ordres an sämmtliche Regimenter der

t anzen Preussrschen Armee, worrnn der mg zum Ausmarsch bestimmt wird, liegen deym OderkriegskoLeglo bereits längst fer­tig ; und es darf nur noch der Datum ein- gerückt werden.

Lüttich, vom 4. May.

Der Cauzler des Fürst-Bischofs von! Lüttich Herr Baron von Stufe, der bis- hero durch sein Betragen, bey den Unruhen noch allen zu gefallen suchte, hat

seit dem er in Achen gewesen, den Lütti- chern sich ganz verhässig gemacht, weilen er eine Declaration des Fürsten Bischofs von Trier aus, vom azsten April an alle Vorsteher der Kirchspiele bekannt gemacht und adgefchickt hat. Er ist daher als ein Verratherdes Vaterlandes und des Verbre­chens der beleidigten Nation schuldig er­klärt, und seine Güter und Einkünfte ür Beschlag genommen, und lebenslänglich zur Sraorkass. grschlagen worden. Die Lütticher patriotische Armee wird täglich siätter, und trist alle Anstalten, um zu ver­hindern, daß die Pfalz sche und Muusteri­sche Truppen nicht werter vorrücken, ja wenn es seyn kann, selbige nvthigen w ro, die Stadt Maseick zu räumen. Ern klei­ner Scharmützel, ist zum Vorthcrl der Pa­trioten vorgefallen, und sind'einige Gefan­gene hieher gebracht worden. Me Äu­gend! dt erwarcct man eine entscheidende Action. Ern Bevollmächtigter der Stande von Brabant, hat Den Lüktichern eure Al­lianz angetragcn, worinnen die alte Ver­bindung der beiden Staaten, «ärnlich die vom Jahr izn? erneuert wird, um ihre Macht zur Verthcidigung der Religion ih­rer Vater, ihrer Rechten und Freyheilen, zu vereinigen. Man stehet schon wirklich vre Würkung davon, wie dre Lütticher Bür­ger und Soldaten, unter den Fahnen der Brabäuter, oenVerermgungs-Eid schworen.

Paris./ vom 2. May.

Hr Necker beist es wolle avdanken. Man will die grosen und kleinen Thalcr nmschmck- zcn rvoourch der Nation ein Vorthell von i i8 Millionen entstehet. Die Municipa-- lttat von Paris will für ihre Rechnung für 150 Millionen alle Klostergürer kaufen, und den Ge stlichen ihre Pensionen aus­zahlen.. wonach der Schätzungcher Gemeine jährlich noch 952000 Livres übrig bleiben. A,. so neulich erne Deputation vom Cha- teict.I. M. die Königin» um einige Aus­kunft kmt, über die am 6. October v. I. bey Dero Person verübten Ausschweifung, antwortete Sw: Ich Hab' alles gesehen, alles gewußt, aber auch alles vergessen: Ich werde n:e erne Anbr.ngerin gegen des Königs Unttrkhanen ftyn. —