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^onskhlich 5000 Rthlr. erhalten. Noch beschäftiget man sich imLaboratorro mit der Füllung' kleiner, von dem geschickten Ma­jor von Tempelhof erfundene« Bomben, welche mit einer ganz befondern Masse ge­füllt, aus einer kleinen Art Mörser unge­mein geschwind geworfen werden, sodann an einem bestimmten Orte mit'grosser Hef­tigkeit in unzählige Stücke springen, und also Tod und Verderben verbreiten. Das Kartätschen- und Wachtelfeuren kömmt da­gegen in gar keine Betrachtung. Man rech­net, daß jedes Infanterieregiment dem Kö­nige ZO00O Thaler kostet, um eS ins Feld zu bringen. Die Soldaten werden, wenn sie zu Felde gehen, statt ihrer ersparten Montirung, jeder g Thaler 8 Groschen zur Schadloshaltung erhalten. >

Niederrhein, vom io.'May.

Am Lken wird der Artilleriezug von Mainz in Maseick cintreffen. Dre Mün- fierische und Jüuchische Directorialrathe in Zicken haben bekannt gemacht, daß alle die­jenigen , welche dermalen auf Namen der Lütticher Stände ohne Gutherssen des Fürst­bischofs Gelder Herschiessen würden, sol­ches auf ihre eigene Gefahr thaten, ohne je .davon einige Rückerstattung hoffen zu! dürfen. In Tongern, eine der bestens Städte von Lüttich, Uegt alles voller Pa-! trwte-r. Die Einwohner dieser Stadt sind > eine Art vierschrötige, rauhe, harte Gat- j tung Menschen. Die Stadt soll das alte Advatuca seyn, das aus Casars CommenD tarien bekannt ist. Ueberhaupt sind die! alten Carnnter und Eboraner die demCä-> sar so viel zu schaffen machten, und die er «ine Art verzweifelte Leute nennt, im Heu-! tigen Lütticher Lande zu suchen. Von | den aus Lüttich zur Armee abgegangenen j Patrioten sind sehr viele zurückgekebret,! konnten aber unmöglich langer daselbst aus- j dauren, weil die Weiber sogar dieseiden! verachteten, und ihren aus Bosbert! ms Gesicht spien. Auch ist der Befehl da: entweder bey der Armee zu blei­ben, oder auf 7 Jahre der Stadt verwie- u werden.

Darmstadt, vom roten May.

Am 7ten dieses nach Mitternacht, brach

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hier in der Behausung eines Juden Feuer aus, das aber bald durch die zweckmasige Anordnungen Sr. Hochfürstl. Durch!, un, fers Theuresten Landesherrn, die Sich gleich nebff den Durchlauchtigsten Prinzen Frie- derich und Christian dabey einfanderr, so wie auch durch den unermüdeten Eifer un­serer Einwohner, gelo scher ward; und am yten d. wurden wegen dem Ableben unseres , Höchstscligen Herrn Landgrafen in allen Kirchen der sämtlichen Hochfürstl. Hessen D. Landen, die Trauer undGedächtnissPre- dtgten, über den von unserm Durchlauchtig­sten Landesherrn selbst ausgewahlten Text, Sprüchw. Salomonis C.14. V. g?. , Der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost'', gehalten. Um nur einige Bruchstücke aus der so merkwürdigen Biographie dieses so großen und erhabenen Fürsten auszuhcben, schiene Ihm die Liebe zum MGtcur, neben der Verbesserung Seines Landes, ganz be- .sonders angebohren zu seyn, denn als Er kaum im Jahr 1742 in französ. Kriegsdien­ste trat, erhielte Er bald darauf wegen sei­nen großen Kenntnissen in der Tactck, das Regiment Royal Alteniand, dem Er auch den 8» Oct. des nervlichen Jahres in Prag noch vorgestestet wurde,gerade zu einer Fett, die andere vom Kriegsdienste hakte ab'schre- cken können, denn der Feld M. Bdlisle, hatte sich just mit ernem Theck der französ. Armee humngeworfen, und wurde von den Oestrei- chern so eingeschlossen, und von aller Zufuhr so abgeschnitten, daß die große Huuaers- noth dar nnen entstand, und als endlich solche immer stärker wurde, mußte Er es wagen. Sich in der Nacht des 17. Dec. mit dem Rest seiner Truppen, der noch in 14000 Mann bestand, herauszuzichen, und nach Eger zu retten. Inzwischen war die Gefahr vor den verfolgenden Oesteerchern, da die ganze Straße von Prag bis nach Eger gleich­sam mit Lerchen besäet war, nicht so schreck­lich, als die-Kälte der Nacht, denn dem Höchstscligen erfror der Abriss. Lreut. seines

sich sticht noch zu rechter Zerr in das Bett erneL Schlittens geworfen harte, das denn Seinen erstarrten Gliedern wieder einige