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fiate« hiesiges Schaufp'elhauß, und gerü­hrten die Vsrsteüung, Friedrich von Oesterreich anpsshen. Bey verjchlid^ «en Stellen belohnten die Thränen der «iglicheu Familie den Verfasser, d§r aufer, tzem noch ansehnlich beschenket ist. Gestern wurde Herbsttag, ein Schauspiel des Herrn Island, zu seinem Dorther!, mit «llgemetnen, lautem Beyfall dey sehr vollem Hause gegeben.

Frankfurt, vr m 17. Octsbr.

Gestern früh halb 8 U r re.ßlen Se. Majestät unser allergnädigster Kayftr und die allerhöchst und höchste Herrschaften, un­ter Voereitung 16 blasender Postillions u. Kaiser!. Reichs-Pofihalter, mit 5 6spanni- gen Wagen, unter vielen tausend Glück rrnd Segenswünschen, und unter dem £>an, «er von 300 Stück Canoneu, von h er ab. Die ganze Löbl. Bürgerschaft psradlrtr- mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiele, !n den Straßen der Stadt, und die 3 bürgerlichen Cavallerie- Compagnien, mit den 8. T* Herr» Rathsdeputittea, Herrn Schöffen von Holzhausen, Herrn Senator Dr. Moors und Herrn Senator Willemer an ihrer Spitze, samt ihren Paucker« und Trompetern zu Pferde vor dem Lhore. Schon vor 7 Uhr hatte noch im Namen Eines HochEdlen Raths, desselben hoch- ansehnliche Deputation die höchste Gnade, Sr.> Majestät unserm ollergnäbrssten Mo­narchen, Ihre allerdLvoreste Abschiedsauf, Wartung zu machen. Der einige Wochen her obgewaLtere unbeschreibliche großeGlanz -verschwindet« wieder allmählich in un­serer Stadt, dann nur auf kurze Zeit war sie der Mittekpuuct, um den sich Deutsch­land drehete, und das hier gleichsam ganz zusammen geflossen gewesene deutsche Reich Derthetlt sich nun wieder in feine gewöhn­lichen Sitze. Ben allen bisher vorgeweft- nen höchsten Feyerlicdkeite«, und bey der sich hiöc auS allen Theilen Deutschlands -und den entferntesten Landern fo^msseror- dentltch vers.mmelten Menge von Volks, gieng doch alivs, Gott fey Dank! so glück­lich urd so ruhig von Statten, als man es nur immer vor- du t- ei testen Veranstal- rungen Eines HochEdlen Raths, und von

\\ de» herzlichen Gesinnungen und dem gross sen Diensteifer unserer lieben und braven Mitbürser, so wie dem anständigen Betra­gen derer hohen und medern Herrn Frem­de» nur erwarte» konnte, so daß, des täg- jj lichen Gedränges der vielen tausenden Men- ! ge von Menschen, und der vielen hundert i Kutschen in den Straßen ohngeachttt, da- ^ von man nur in ein r Viertelstunde ioo ! und mehrere vorbey pass ren sähe, sich nicht ! der n»inLsste bedeutende Exccß, noch irgend ! ein sonstiger unglücklicher Vorfall ereignet i hätte. Heute wurde in allen Kirchen, so I wre auch auf allen den hierhrr gehörigen ! Dorfschsften, das schon angezekgte Fxeude- und Bankfest, weges der glücklich vollzo- , genen Crönnng, auf das andächtigste ge,

! feyert, nachdem gestern Abends von 5 bis ! 6 und heute frühe von 6 bis 7 Uhr gelau»

| tot, uftt 3Oo Stück Canouen von den Wal­len abgefeuert wurden. Heute frühe haben Ihro Churfürst!. Durch!, von Trier, im strengsten Incognito ebenfalls unsere Stadt verlasse», nachdem aestern eine hoch- ansehnliche Deputation Eines HochEdlen Raths, bey Höchsidencnselbe» die AbschtedS- Complimenre abstattete. Se. Sictlranifche Msje iaten aber, fo wie S. Churfürstl. Durch!, von Cölln, werden Sich noch etnige Tage hier verweilen. Heute Hatzen auch Ihro Hochfürstl. Durchl. der Hr. Landgraf von Heffrn Cassel, aus dem Lager bey Ber­gen, die Rückreise nach Dero Residenz wie­der angetreten. Das Lager ist ebenfalls aufßebrochen, und find die Truppen nach 'hr m Standquartiere wieder zurück mar- schrret.

Rurzck-sasttp Nachrichten.

In Warschau erwartet man den Herzog von Sachftn-Wermar unb die Herzogin von Curland. Da der Herzog von Curlantz eme männliche Dsckkemmenschaft hat, so dürfte dem Firrsien Potemkin die Nachfolge desselben zugestchert werden. Ob aber der Berliner Ho', dessen Mißhelligkttten mit dem Petersburger Hofe mchr zu- als ab- zunehmcn scheinen, dicfts billigen werde, ist fchwer^ch zu vermuthen. Für ge­wiß hält man, daß Rußland nicht Friede