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wicht zu geben. Man versichert, daß fcte 11 Madame Royale in das Haus, ehemals, Royale de Choisy gebracht worden, wo sie j mit vieler Achtung behandelt wird. Uebri- l gens glaubt man den Austausch gegen un­sere Gefangene sehr nahe Hier unterhält! man sich nur sehr selten von der Konstitu-' tion, ob sie gleich nächstens von dem Vol­ke ftmktionirt werden soll, so bald die De­batten darüber geendigt sind; invessc« er- greifen Bondin und Sövestre solche Maas­regeln, die eine diktatorische Anmaßung zu sichern scheinen, sie sind entschlossen, alle Pressen der Republik zu versiegeln.

Die Münze soll künftig Franc und nicht rvehf Livre heissen. Der Gehalt der Mün­zen wird aus y Theilen fein, und einem Theil Zusatz bestehen. Auf den Sttber, münzen soll auf einer Seite -Herkules mit den Worten Freiheit und Gleickheit, u. auf der Rückseite ein Lorbeerkranz mit der Inschrift: Französifede Republik zu sehen feyn. Auf den Goldmünzen wird die Bild­säule des Friedens Mit der Inschrift: Friede und Ueberstuß, und auf der Rück­seite ein Olivenkranz mit den Worten: Französische Republik stehen.

Koblenz, vom 7. Aug.

So viel auch von dem Uebergang der Franzosen überden Rhein gesprochen wird, so habe» wir doch auf der deutschen Seite fo bald noch nichts zu befürchten. Der gemeine Mann bei der franz Armee bleibt nun einmal gegen diesen Uebergang. Er will ein Ende der Geschichte sehen, und schreit inzwischen nach Brod und Lebens­mitteln. Wegen dieses Mangels an Le­bensmitteln hatten wir am 26ren Jul. ei­nen Aufstand unter den Truppen, der je­den Augenblick die grösten Thätigkeiten besorgen ließ, und der bis auf den Mitt­woch dauerte. Schon am azten waren in einer Nacht goo Mann aus dem Lager bei Metternich mit Gewehr und Waffen ent­wichen. Diesem Beispiel folgten 2-00 Mann in dem Lager bei Weis; man quar- tirte sie^ber in der Stadt ein, und be­sänftigte sie dadurch, daß man sie von den Einwohnern mit Lebensmitteln ver­sorgen ließ. Kein General durfte sich we­

der im Lager, noch sonst auf öffentliche Plätzen sehen lassen, Auf ihr gewöhnliches q«i vtve (wer lebe) ncfen die Soldaten Republique ians Pain (die Republik ohne Brod ) Und mehrere Haufen rufen °fw- wenn fie nichts mehr zu leben hatten ein vive le Roi (es lebe der König.) Alles wurde angewendet, um dem Mangel ab^ zuhelfcn, vier Tage hindurch,- vom s6ten an, geschahen die Haussuchungen in der Stadt nach Lebensmitteln, und in ver­schiedenen Häusern wurde der befindlich gewesene Vorrath von Früchten wegger nommen, so wie 1 man auch den Bäckern den grösten Theil ihres Vorraths an Mehl nahm. Zugleich wurde befohlen, daß je­dermann seine Einquartirung mit &rot>, und Gemäße 1 Tage versehen sollte, aus ^den 2 Tagen wurden 4 und, nach dersel­ben Verfiuß wurde der Befehl noch ans <; Tage ausgedehnt, so daß die Stadt chre einquartirre Garnison ganzer 9 Tage lang mit Brod und Lebensmitteln versorgen mußte. Dies gab noch vorzüglich zudem Gespräche Anlaß, als ob dies geschähe, damit die Armee umso mchrBrod beilm nahen Uebergange über den Rhein nach, führe» könne, und keinen Mangel dmn leide. General Kleber, hieß es dadn, sollte bei diesem Uebergang die Avantgar, de, Marceau die Mitte, und Gurdin die Arriergarde kommanvrren. Der Soldat erhält nun auch hier zu seiner grossen Freu, de ausser feinem Papiere, noch die Zulage von 2 Sols täglich an Gelde Das Pa, pier hat auch beinahe gar keinen Werth mehr, der Cours des Livres ist 1 Kreuzet trierisch.

Brüssel, vom roAug.

Der bekannte Cardinal, Erzbischof von Mecheln, befindet sich unter der grossen Anzahl Ausgewanderten, die hierher zu, rückkehren. Dieser Herr wünschte, seme Einkünfte diesseits Rheins verzehren zu können; aber der Conv hat es zur Bedin­gung des aufzuhebenden Sequesters ftmer Güter gemacht, daß er persönlich da 4 eye, wenn er seine Einkünfte beziehen wolle. Kölln, vom ic>Aug.

Hier verMtrt ein Brief von Bonn,

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