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ren alten Besitzern, wenn England nur ein «enig für die Herausgabe nachgiebig ist, wieder gegeben werden. Die Glieder des Direktoriums halten mit den Ministern über diese wichtige Sache häufige Confer renz, und gehen viele CourierS nach Ba, sel, Genua, und an die neutralen Höfe ab. Jedermann hält sich daher überzeugt, daß wir vor z Monaten den Frieden haben.

In der Gemeinde Argentirre, im De­partement von Ardeche, h ben die Cbouans die Kühnheit gehabt, sogar bei Hellem Tag auszurufen: Reine Republik! Es lebe Ludwig XVIII. ! Als die Munizipalität fie arremen ließ, kamen die Einwohner der benachbarten Gemeinden, zoo a« der Zahl, angeführt von ungeschwornen Prie­stern, um selbige zu befreien. Die Stadt, thoren wurden aber bei Zeiten geschlossen, und das gute Betragen der Nartonalgarde vereitelte noch einmal das Projekt der Royalisten.

Trier, vom 20 Marz.

Die hiesige Administration, die bekannt, ltch schon am 5ten aufgehoben wurde, ist «och nicht wieder ersetzt worden, und es scheint, die Glieder der Verwaltungen sollen noch die Werkzeuge abgeden, das gezwungene Anlehn einzukretben. Man hat gegen dies Anlehn ein Memoire an das Direktorium nach Paris erlassen. Zu Koblenz sollen die Kommissorien den Be fehl erhalten haben, keine Magazine mehr anzulegen. Es heißt auch, Geu.Pichegrü werde alS Gesandrer nach Berlin gehen, Jourdan aber als kommandtrender Gen. en Chef der Oberrhein-und Nordarmee ernannt werden. Ihm find die Generaie Beurnonvtlle, Lefrbre und Moreau bei­ge-eben.

Haag, vom 22März.

In der gestrigen izken Sitzung wurde der Tod des Präsidenten Bürgers Peter Paulus der Versammlung kannk gemacht. Eine allgemeine LrsArtgketr herschre in dem Saal, und alle Glieder erklärten, daß er stch um das Va erlaub w hl ver, dient gemacht habe. Zwölf Glieder der Versammlung condsltrt.n der Wittwe, het demBegräbntß aber hatte keine Pracht

! statt. Er ist nur 42 Jahr alt geworden.

! Der Burger P. L. van de Kasieele wurde i einstimmig zum Vorsitz r der Versamm- >lung ernannt. Zur Beförderung unsrer ! Seemacht und Bemannung der Schiffe, sollen 1875 Mann angeworbrn, und von lvoo Seelen i Mann gestellt werden.

Zwei Kommiffarten des Seewesens, der Bürger Bicker und Schimel Penntnk find in Amsterd m angekomwen, welche mit ! dem Viceadmiral Winter und einigen Sre- ! offizterS, durch etneRathskommisston un- ! ter einem ganzen Drtaschement bürgerli­cher Grenadiers und Jager mtMustk, in die Rathsversammlung begleitet wurden, worauf denn die Proklamation der Na­tionalversammlung nnter Trompeten und PMcken abgekündigt wurde. Die, welche in Seedienst treten, erhalten 40 fl. und wenn fie an Bord des Schiffs gekommen, 50 fl.^wte auch vor ihre Weiber.

Straßburg, vom 22 März.

Et» grosser Bösewicht wurde vor eini­gen Tagen geschlossen hteher geführt. Er hatte auf einem Hofe bei Hagenau, wo er die Frau des Hauses allein antraf, diese Unglückliche ermordet, alsdann auch den Mann, der bald daraufmit einem Wage» nach Haus ka u,erfchlagen,und war mttd m ^ Wagen davon gefahren. Der Unterrtchts- jury des Unterrheins, welcher die Lehrer der Cearralschulen zu erwählen hat, ist nun ernannt worden. Er besteht aus dem Krtegskom nussair Brunk, Hermann, Oberltn, Herrenschneider u Gv-somougi».

^ Bonn, vom2r März.

! Aus dem ganze» dermaligcn Betrage« der Franzosen, leuchtet nicht dt ' mindeste Schonung gegen unser unglückliches Land hervSr.Dts Kontribution von io K Ü. ist schon Oir länger als 4 Wochen von dem dritten Stande ganz, von dem Adel und der Geistlichkeit aber gröstektheils abgetra­gen worden. Dem Beschlüsse des vorma­ligen Wohlfahrtsausschusses zufolge, soll­te dlefe kaum erschwingliche Summe allen