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brennen. In kauterkurg haben sie alle. Pferde und Fuhren requirirt, um das gross: H>eumagüzin wegzubringen. Ar Bein- hjetm wurden die Pontons zu einer Schiff- hmrcke, etwa 6 oSchiffe in Brand gesteckt. Zn Lauterburg ward keine Contribution gefordert, und als die Bürger Essen und Trinken herbei brachten, ward nur der DrandweiN angenommen, und gesagt: rer Rsiser, unser Herr , gievt uns zu
E h i NL e n, vom 12 Okt.
Dir Kaiferl. Husaren haben in Sal- «answeil das ganze Archiv des franz. Hanptquavtiers mit mehrern dazu gehöri, gen Ossicianten, und die braven Schwarz- rvalder Bauren bei Rheinfelden, die gan- ze Refervearttllerte der M-orramschen Ar, mer weggenommen.
Freiburvom 12 Okt.
Ueber alle Beschreibung ist die Freude, welche wir am 8 ken d. bei dem-Wieder, einrücken der siegreichen K. K- Truppen empfanden, da Tags vorher die Franzosen ganz in der Stille abzogen. Wenn wir Hören, wie schrecklich andere Städte mißhandelt worden sind, so müssen wir Die Vorsehung preisen, daß sie uns bei der franz Besatzung, den Gen. Lholme und Kommandant Clusei schickte, welche durch ihre strenge Mannszucht und uner- mü^te Wachsamkeit, uns vor allen jenen ÜnMcken? worüber andere jammern, schützten.
Gestern hörte man eine heftige Kanonade, und wie es heißt, hätten zso Oestreich. Husaren die Garnison von Alt-' Breisach ausheben wollen, sie sey aber, den Kommandanten und 6 Mann ausgenommen, über den Rhein entwischt, und habe sodann ein Bombardement über den Rhein herüber auf die Stadt Alt-Brei- fach veranstaltet. Es war der Bürger Parkus, ein ehemaliger deutscher Rechtsgelehrter aus der Grafschaft Falkenstein, der im Nam^n. der fray^. Republik, vom raube Bretßgau izMill- Lrv. als Brandschatzung forderte.
G o t h a, vom rz Okt.
(Auf Verlangen eingerückr.)
Antwort.
Ich nehme gern Belehrung an-und suche wohlgemeinten Tadel zur Vervollkomm- ^ nung meiner Arbeiten zu nützen: aber dem Herrn Vers, der in Nr. 157 desFrankfur- ! ter Staatsristreero eingerückten Beschwer- !hc über die L^attonalzeiruNg V. T. mußich ? wenigstens darüber meine Verwunderung bezeigen, daß er Partheylichkeit ssüc-die Franzosen in demz8sten St. dieferZeitung entdeckt haben will. Lin grosser Theil die, ses StückesS. 852,855. erzählt grädeM traurigen Folgen der französ. Invasion für l die davon betroffenen teutschen Fürsten u.
I Länder, und erwähnt der Erpressungen u.
! Plünderungen, die sie in denselben verübt ! haben, sogar fpecifisch. Ich kann daraus nichts anders schliessen, als daß der Herr Vers, jenes Aufsatzes nicht einmal dieses Stück ganz^ geschweige den» alle bisher gelieferten Stücke der Nat. Zeitung gelesen habe; und daß ihm bloßdie Stelle über die Bewaffnung der Bauern, welche sein Mißfallen erregt hat, vielleicht'durch einen diensteifrigen Jafodiner-Rteches/ausser dem Zusammenhänge mitgetheM wmden sey. Nur unter dieferMorausfttzuNgläßt es sich denkech wie er der Nat. Zeit, einen Vorwurf machen konnte , dem jedes Blatt derselben widerspricht: um so Mehr da selbst in dieser Stelle S. tzz die Bauern wegen ihrer Bewaffnung nicht getadelt sind, sondern ausdrücklich angeführt ist, daß solche durch die Erpressungen und Plünderungen der Franzosen dazu gereizt worden. Was übrigens den Inhalt jener Stelle betrifft, so Mt mich feine Darstellung der Sache nicht bewogen, meine Meinung davon zu ändern. Ich halte es npch immer für ein Unglück, daßdie Bauern fichMverschlevenitr Gegenden Schwabens, Frankens M des Nhein- strohmL nicht etwa zufolge eMs Ausgebö, tes ihrer Landesobrigkeit, wie es in den sjK. K. Erb landen geschehen —sondern ei- genmächtig zu ihrer Selbsthülfe — tu s etnzelrftn Hausen —bewaffnet / die strebenden Feinde verfolgt, erschlagen/ ihnen die f gemachte Btnte adgemmmen, und— unter
