hak man noch keine sbhelfliche Verfügung -darüber treffen können. MitarcßrrMü« he kann man Krrditbillets mit 25 Procent Verlust gegen Scheidemünze und mit 50 Prvcent pgea Kupfergrld um wech seln, Lehern dt? nothwendizsten Ledessdevürf. ntsse jede Woche im Preiß unerhört stei, 1 Zen. Das Volk murret, empört sich,und ! die offen siche Ruhe -ist nicht außer Gefahr, - mm dieser Unordnunz nicht gesteuert wird. j

Padua, vom24May. 1

Die Franzosen, nicht z-ffrieden , unser ! rtr Skadk eins Krregssteuer von roo 000 Livres, die sogleich bezahlt werden muß/ te, auferlegt zu Hab u, forderten auch rtt ! ne grosse Menge Tücher, Schuhe Lein« - »and rc. die gleichfalls schon adgeliefert j worden. Nun glaubten wir von weitern [ Erpressungen fcey zu seyn. Allein gestern ! »ahmen sie alles Gold urrd S lber aus! der Kirche St. Antonio weZ, ja ße wcll- ! ten auch sogar die Zunge und daS Ktan! »nse s glorreiche« HerUgen uad Schuzpa krons Sk. Anton von Padua, mit an­dern kostkaren Reliquie« wrZnehmev. Um diese zu retten, schossen unsere eifrige Mitbürger ln wenigen Stunden die Sum­me von 35032 Livres zusammen, u. harten also das Vergnügen, dieselben in ihren Mauern zu behalten. Aber aus allen ander» Kirchen , und namentlich auch ans dem Dom wurde fämmtttchcs Gsld und Silbergeräthe so» ihnen in Beschlag ge­nommen, und eingepackr.

Venedig, vom 23 May..

Am HiMmeifah'Lsta^r unterblieb f.Ht | fo viele» Jahrhunderten zum erstenmal! die Vermahlung d<s Doge mit dem adri-! «tisch «Meer/ mm wir kenen Doge mehr i Ha'-», und dieses Meer ist also tzt im j Wi Lwenstsnde.. Uedrigens hat es sich ! »och nicht auftzeklär , welche Absicht n Ge,! »erat Bu^n aparte, oder die franzöf. R » ! pudlik mu Venedig habe. Aber fsstet! ist desto g?w ffer, dass?tr Franzens«» auf! der Terra Ferma (dem festen Land der! Republik VenediK) gewaltige Lont-tbmiv, ne« an Seid, und unMheure Requisitio, »e«. echtbe»^ und daß die meisten Kirchen

ihrer goldenen und ftilbernen Befasse bu raubt werden. Von unftrer Mu8;c-v2l I tät ist eine Deputation au den Gemral Buonaparke aögegange», um wettekeVm haltungsbefthle einzuyojen. UrrsirPatri­arch hat einen Hirtenbrief rrgehm iaff-ff, wortnnen er die Einwohner derRepudl'ck Venedig suffordert, die neueOrdnuLgH Dinge als eine göttliche Schickung anzm sehen, und derselben Gehorsam zuieist«« Einige französische Agenten hatten aufdrs hiesige Leihhaus, wo so viele dürftig« Fg, mitten den grösten Theil ihrer uoch üdrj, gen Hadseligketten liegen haben, ei«M Beschlag g.legt, fo bald aber der General Buonapartk hievon Nachricht erhielt, si befahl er, diesen Beschlag aufzuhebea - Nicht so gieng es in Verona, wo das Leihhaus wirklich von den Franzose« i« Beschmg gensmmr« worden.

Mailand, vom zo May.

Alle Ita ienrsche Provinzen, welche Ms Volksherrfchasr sich jetzt gründen wollt«, sind nun zusammenge^ossra , und macht« Eine Jrsttenifche R publtck aus Sie wird aus den Bezirken von Mailand, Bologna, Ferrara, Reggio,. Modena, und aus einem grossen Theil des bisheri­gen Vnettamschen Gebiets bestehen, und Mailand zur Hauptstadt haben. Buona- parke hak erklärt, daß nun auch die Pabst, liche Provinz R'magna, auf snhalttkdrs Begehren ihrer Einwohner, dazu genom­men werden solle. Auch die Stadt An­cona will nicht mehr zum Kirchenstaat gchören. Als Mttslieder des Dircktr, r««ms der neue» grosse» Italienischen Re, puoltck sind nun erwählt: Guestavilani und Magnani aus Bologna, Serbtkoni für Mailand,, und Ricci von Modena. Man graubt, auch die Provinzen eukla u.rd Genua werden noch Theile der aruen g Lss nUepudi ck werden Buenapartt detrerdr t«. etnem Umlauffthreiben ans Mouted Üo vom 26. May. die schleunige -Anoronuna d-r N ttonalgardkn der neues 'RepuMck. Aach Genua find feit ewige« Tagen viele fr«»zöfische Lrupprn eingee rückt, um Ruhe: zu gebieten. ' Me Kla­gen des Vviks werden ohneUnkostr« a»§«t