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Werden. Der G"af St- Vincent hat uns du ch ferne Depeschen vom Lten v. M. ^ von der Wegnahme der Zenodone eines franzos Corsarenschiffs mtt 10 Kanonen und 61 Mann, von Carthagena kom- mend, benachrichtigt. Auf Nelfon's Kceuzzuge gegen Buonapartes Flotte stieß noch ein Linienschiff von 64 Kanonen aus Gibraltar |u demselben. Hierdurch ist seine Escadre ,5 Linienschiffe stark, alle gut bemannt und mit rcbeusmittetn reich­lich versehen.

Paris, vom r 5 July.

Der B. Francois de Neufchateau ist hier angekommen; man glaubt, daß er wieder jene Stelle einuehmcn werde, die er vor seiner Ernennung ins Direktorat, begleitete. Gestern traf auch Kosciusko hier ein und legte sogleich eine Visite bei dem Minister der auswärtigen Verhält- nrffe ab, jedermann bemühete sich diesen berühmten Pohlen zu sehen. Das junge Frauenzimmer, welches mit B. Garnerin die letzte Luftrclse in dem Garten vor, Mousseaux unternahm, ist erst 21 Iah alt und nennt sich Henn ); sie gehört zue j galanten Welt. Die Entrepreneurs mach ' ren ihr bey ihrer glücklichen Zurückkunft ein Geschenk von 5 o Lsuisd'or und ließen ihr noch aufferdem die geschmackvolle Kiest du^g, deren sie sich auf ihrer Luftrerse be­diente. Nach einer Beobachtung des B. Garnerin auf dem Baromererund der Be­rechnung des Astronomen Lalande stieg der- Ballon 1460 Klaftern in die Höhe. Die Luftfchiffer erprobten dabei mehrere Luftve^anderuntzen, wodurch sie ein sehr angenehmes Säuseln in den Ohren em­pfanden. Die schone Luftnymphe fieng in der Höhe an zu singen und befand sich in diesen höher» Regionen ungemein wohl- allein B. Garnerin bekam ein so heftiges. Herzstechen, welches ihn beynahe in Ohnmacht versetzte; worauf sich beyde mit ihrem Ballon sehr schnell niedkrlteßen. Das Direktorium hat den braven Adju­tanten Buonapartes, Marmont, der die malthesische Ordensfahne eroberte, zum

Die gesirrge Sitzung im Rath d'r 5 oo war blos dem Jahrstag des 14 Julius geweihtt, sie eröffnete sich mit den an- nchmlicheil Freyheitsmelodren, welche von geschickten Lonkünstlern aufgefühct wur­den. Der Sekretär las dann dem Ruh eine Addresse vor, welche die sich hier befindlichen vereinten Jrrländer, dem gesetzgebenden Corps überreichten, wor- rnnen es unter andern heißt: die Weit ist gegenwärtig in zwcy sich ganz eirtge- gmgesetzte Menschenklassen eingetheilh nämlich in diejenige, welche durch ihren wilden Egoismus ihre ehrgeitzige Wuch zu verbergen suchen, wodurch sie die Völker unterdrücken, und in jene cdel- müthige Seelen, die nur für Menschen­glück athmen und die Völker durch die Freyheit zum Gebrauch ihrer Vernunft zurückzuführen, sich bemühen. Irland sah serneu Parckney urrd Fitzgerald füllen, mögten doch freundschaftliche Stimmen diese beliebte und berühmte Namen einst der Nachwelt empfehlen, mögte doch das franz.^ Volk, das durch seine Triumphe der Schiedsrichter des ganzen Erdöäüs geworden, sie, durch euch, den Nachkom­men bekannt machen.

In Philadelphia sindj Schiffe von Jsle de France angekommen, welche die wich­tige Nachricht mitbrachten, daß 2 stanz. Fregatten Madras bombardieren und ei­nige reich beladene Schiffe der ostindischm Kompagnie weggenommen haben. Nach Briefen aus Bordeaux ist daselbst am 7. d. der B. Oüpont, franz. Gesandter bei den vereinegten nordamerikanischen Smcv ren,. aus Philadelphia angekommen. Das paquetboot, auf welchem er sich befand, hatte noch ,70 franz Bürger am Bord, die ebenfalls nicht ranger in einem Laad, wo alle Rechte der Gastfreundschaft auf# Horen, leben konnte». Eine Foge der neuen nicht ganz grundlosen Furcht vor einem Bruch zwischen Frankreich und den Anglo-Amerikanern, ist, daß die Levens, mtttel in den Kolonieen sich sehe verm, gern. Auf allen Straßen sieht man M viele Courters , welche von unstni um

Brigadengeneral bey. der Artillerie ernannt. ^ ^ müdetm Speknlanten ansgeschickt

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