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bets& Meiler vor seiner Hütte und leuchtete dem Mönch nach jener Gegend, wo Gallazzo früher ge- wandett, vor» Alles war {Hfl, der Italiener nirgend» -» sehen. Da stieß der Köhler plötzlich mit dem Kopf au einen nieder reichenden Gegenstand. Er prallte znrüch er hob die Kieusackel in die Höhe, um diese» seltsame Hinderuiß zu erkennen ent­setzlicher Anblick! Da hing Galeazzo am Aste einer Eiche, eine Pergamentrolle unter den Arm geklemmt, in dem Stamme za seinen Füße» waren die be­deutungsvollen dneti Späne ausgehaueu.

»Den haben die Heimlichen gerichtet!" stam­melte, schm um sich blickend», der Waldbewohner. »Drei Lage und drei Rächte wird er hängen^ daun kehren sie wieder, ihn zu begrabe«. Kommt mit! Laßt uu» in die Hütte zurücktehreu. E» ist nicht gut, sich in die Händel , der Wissenden zu mischen. Ich begleite Euch morgen Früh in die Ebene hinab. Dort will ich bei eine« Vetter weilen, bis die heimliche Fehm ihr Werk vollendet und den Gerichteten an eine« Kreuzwege eiugescharrt hat."

Go groß war der Eindruck, de» in jener Zeit die fast unumschränkte- Rächt diese» iu gehetmniß- voüe« Dunkel wallenden Gerichte» aus jede» Ge- müth übte, daß selbst der souft.uuerschrockene Mönch von der Iugechetmer Au nicht wagte, dem Gerich­teten näher zu treten oder dm Aufenthalt bei seiner Leiche zu verlängern. Er warf noch einen Blick auf da» verzerrte Angesicht de» Unglücklichen, dessen Berbrechm vielleicht mehr geistige Verirrungen, als Verke absichtlicher Bosheit gewesen, dessen Tod durch rin seltsame» Bsrhängniß mit dem Heim­gänge derjenige« in eine Stunde verflochten war, die auf demselben blutigm Pfade, wie er, gewandell und geirrt, aber, durch die ahnungsvolle Mhe ihres Kinde- wunderbar getroffen, sich vor ihrem Tode dem wahren Geiste der Liebe und Versöh­nung rugevaudt hatte.

Wie die Büßerin es iu der Beichte verlangt, so vurde sie im Laufe der Nacht von den beiden Männern still an der Umzäumuvg der Hütte be­graben. Regina stand an der Gruft. In die fallenden Erdschollen mtschtm sich ihre Thränen, die sie, ohne es zu viffm, um eine Mutter weinte. Der Tod Galeazzo'» »nd die Art deffelbeu wurden ihr verschwiege«. Man sagte ihr, der Geisler- «etster sei wahrscheinlich, durch irgend einm Wahn verkettet, tiefer iu den Wald gedmuge» und irre dort umher, ohne dru Rückweg findm zu kvnuen. Damtt der entsetzliche Anblick feiner Leiche sie nicht erschrecke uud eine» Luderen belehre, trat man schon i« ersten Dämmergranm de» Tages die Reise iu die Ebene au. Regina wußte da» er­kaufte Pferd, das sie der Sorgfalt Ioffriedens ver­dankte, besteig«, der graue Mönch leitete es, während der Köhler, rasch vorauschreitead, den Weg zeigte.

So g ek an a t en sie bei« Aufgange der Sonne auf Kn« Vorsprung de» Gebiss, wo sich ihnen

eine ausgebrettete Aussicht nach der Ebme de» Main» «nd Rhein», uach fern« Bergen, die nach und uach wie blaue SAesguhäupter au» dem Mor- gmuebel emporstiegeu, rot. Regina erkannte den Wohnort ihrer Pflegeeltern, sie hob die Arme nach dieser Gegend, sie nannte entzückt den Ramm der geliebten Stadt. Die Blicke des grauen Büßmdm ruhten mll wehmüthigem Ausdruck auf ihr, eine Thrüne trübte ihren Glanz. Er hatte, seit dem Gebete, da» er a« .Grabe Ioffriedens gesprochm, noch nicht das herrschende Schweigen unterbrochen, er antwortete auch jetzt ans alle Fragen des Mäd­chen» nur mit einem ernsten Kopfschütteln, mit einer vernetneudm Geberde der Hand. Regiua gewöhnte sich nun au dieses Schweigen, das sie für einen Theil seiner Gelübde hiett, und wandte sich au den Köhler, der ihr gern jede erwünschte Auskunft gab. Wie fühlte sie sich beruhigt, wie vou schöner Hoffnung belebt, als sie vernahm, daß sie selbst ohne bedeutende Anstrengung bis zumMit- tage bei denjenigen, die ihrer gewiß mtt Angst und Liebe gedachten, sein könne! Die Freude der mütter­lichen Freundin, Saleutins Entzücken, des alten Herrn wohlwollendes Entgegenkommen Alle­stand schon so beglückend vor ihrer Seele, daß sie in einen frohen Ausruf über diese- nahe Wieder­sehen au-brach. Schweigend ergriff der Mönch wieder den Zügel de- Pferde- und lenkte es mtt einem tiefem Seufzer den Bergpfad nach der Ebene hinab. Al» sie den Fuß des Gebirges erreichten, trennte sich der gastfteie. Waldbewohner von ihnen, j Regina'- Dank begleitete ihn. Er war ihr als ein' guter Geist ihres Levens erschienen, dessen treuer Redlichkeit die sterbende Ioffriede den Trost der Religion und sie selbst den Beistand eine- Freun­de- verdankte, der, so räthselhast und geheimviß- voll sein ganzes Wesen aüch war, sich doch alS einen wohlwollenden, starke« Beschützer bewährt hatte.

k Schweigend durchzogen sie die weite Ebene, deren Wohnstätten größteutheil» von der Pest ver­ödet lagen. Die Sonne hatte bald ihre Mittags­höhe erreicht, als sie, etwa »och eive Stunde vou dem Ziele ihrer Reise. entfernt, am schattigen Saume eines Wäldchen» rasteten. Ein yuell sprudelte hier aus kühlem Grunde auf. >Der Mönch schöpfte in ein hölzerne- Gefäß, das er bei sich führte, Wasser uud brachte es Regiueu. Sie führte e» mtt zitternder Hand -um Mupde; sie hätte so gerne von Saleuttn, von jenen Eröff­nung«, die er auf der Jugelheimer Au erhall«, vou ihrer Ueberreugung, der Meister Lueas und ihr Begletter seien eine uud dieselbe Person, ge­sprochen ; allein das strmge Schweig«, welches der graue Büßende beobachtete, machte sie ängstlich «nd schüchtern.

Rach eine» kurzen Aufenthalte zog« sie weiter. Sie gelangt« ball an da- Uftr eine» Flüßchens,

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