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unsere Stadt herum auf; man arbeitet auch mit grosser Thätigkeit in unsrem Arsenale an der Erbauung von Kanonier- barquen, um sie zur Vertheidigung unse- ren Lagunen zu gebrauchen. Die hiesige Garnison besteht dermalen aus den Regi, menkern Michel Wallis und Huff; alle übrigen Truppen, die hier lagen, sind nach der Terra ferma aufgebrochen. Man rechnet, daß die Armee unter den Befehlen des Gen. der Kavallerie von Melas feit einem Monat eine Verstärkung von »7,000 Mann erhalten hat.
V o n d e r D o n a u, vom 17. Aug.
Se. Kais. Maj. werden Ihren bisherigen Aufenthalt in Hetzendorf nach Schönbrunn verlegen, », nächstens der Königin» von Neapel, deren Ankunft zu früh gemeldet worden, bis Neustadt entgegenfahren. Das berühmte Handlungshaus in Wien, Fries und Kompagnie, hat den Auftrag aus London erhalten, dem K. K. Hofe in 3 Fristen 20 Millionen Gulden auszuzahlen. Indessen will der Kaiserliche Hof diese Summe nicht in Wien durch das gedachte Handlungshaus, sondern in London selbst und auf willkührlrche Weift beziehen. Als ganz undezweifelt meldet man aus Wien, daß der Oberkonsul den Frieden von Campo Formio ausdrücklich zur Grundlage des neuen, jedoch mit dem Beyfügen verlangt habe, haß es übrigens kein Hinderniß seyn solle, sich ausserdem über gewisse Modifica- tionen und Ausdehnungen wechselseitig einzuverstehen. Der Wiener Hof soll auch im Grunde mit diesem Anträge um so mehr zufrieden seyn, da der Friede von Campo Formio den Titel des Besitzes der Veue- fianis Staaten in sich enthält; es sind aber ausserdem so viele einzelne Interessen ru vereinigen, dass darüber noch mehrere Einleitungen mit der Franz. Regierung zu treffen seyn möchten. In Folge der Stellung, welche der Kray'schen Armee durch die Waffenstillstandslinie angewiesen worden ist, muß sie nun, so wie die Besatzung von Ulm und Ingolstadt, ihren ganzen Unterhalt aus Oesterreich und Ungarn beziehen. 1
! Der», vom i; Aug.''
Dre Revolution vom 7ten Aua. m ftn r. lendet. und ihr erster Zweck errerchr ob- ne daß jedoch alle Mittel, die zu demfel' den führten, den öffentlichen Beifall erhielten. Die meisten Glieder der vorigen Gesetzgebung sind in ihreHeimath zurück, gekehrt. Der Vollziehungsrath ist m ganz versammelt, und hält täglich meistens lange Sitzungen. Sein Präsident ist B. Frisching von Bern. Man sieht nun einer Menge Veränderungen u. Anft Hebung revolutionärer Gesetze entgegen. Vorzüglich dürfte das, welches denM kauf der Zehnten und Grundzinsen fürun- gefahc 11/20 des Werths erlaubte, md welches den Finanzen der Schweiz vielleicht »icht viel weniger, als der Krieg geschadet hat, bald an die Reihe kowr men. Eine Verminderung der unverhätt- nißmasigen Personen, in allen Kollegien, vom obersten Gerichtshof bis zu der unbedeutendsten Munizipalität, dürfte eine zweite sehr zweckmäsige Verbesserung seyn. — lieber die vielte cht auch bevorstehende Einführung von Sitrengerichttn sind die Meinungen getheilrer.
Aus Chur wird berichtet, daß die durch Oesireicher aus Bünden nach Ingoistack abgeführten Bürger weiter -transportltt, und vielleicht gar nach Ungarn gebracht werden sollen. Heute sind einige Korps franz. Truppen, die aus dem Lenran kamen, hier eingerückt.
Berlin, vom »6 Aug.
Vorgestern siud Ihre MM. der König und die Königin, nebst dem Prinzen Heinrich , Bruder des Königs, nach Schlesien zur Abhaltung der Revüe abgegan- gen. Eben dahin ist der Herr Minister, Graf von Hoym , auf sein Gut, 4 Meilen von Breslau, vorher abgereiset, um zu dem höchsten Empfang Anstalten zu machen.
Zur hiesigen Hcrbstrevüe dürfte der König von Schweden wohl hier eintreffcn.
Der hiesige franz Gesandte, B- Beur- nonville^ hat Nachricht daß die Friedenspräliminarien zwischen Oesterreich und Frankreich schon unterzeichnet sind.

