>vrnSblatt »er Frankfurter Zeitung.
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ienigen von 1881 und 1883, bei denen die Tilgung noch nicht begonn n hat, separat notirt werden.
Neue Serben — Orientanleihe II. <1.70 4% Spanier 58.20-30 5% Italiener 99.10 8% Italiener —
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Mittelmeer 110.90-111.30 Oesterr. Goldrente 94.45 Silberrente 68.75 1860er Loose 118.60 4% Ung. Goldrente 84.50 1880er Russen 88.40 Gemischte Russen 99.80
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o Ulaaelebwtrg, 1. Juni, 11% Uhr. (Privatdepesche der Franks. Zeitung.) Zucker Rend. 88 % 19.80—20.—. Kornzuck er exclusive von 96% *20.80—21.—.
W. Bremen, 1. Juni, 2 Uhr 20 1L (Privatdpeseche der Frankfurter Zeitung.) Petroleum ruhig. Raff.
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Gemischte Russen •• kL ßt Buss. Cans, von 1875 H. 8t. Russen von 1877 Russen per ult....... Buss. Banknoten •••• Rass. Bodenkredit •• 2. Orient-Anleihe •••• 3. dto. ...
Frankfurter Börsenbericht.
Frankfurt, den 1. Juni 1886.
Die schon vor der Börse bekannt gewordene Emission einer neuen inneren Anleihe Rußlands mußte eher verstimmend wirken. Man hatte deshalb weitere Abschwächung erwartet, doch blieb dieselbe in sehr bescheidenen Grenzen. Dio Haltung war mehr reservirt als matt, das Geschäft entwickelte sich schleppend, die Course haben wenig variirt. Die aus Berlin gemeldete Befestigung der Montanwerthe wirkte der Verstimmung entgegen. Kreditaktien und Diskonto-Kommandit, obwohl etwas abgeschwächt, haben nachher sich kaum verändert. Die Staatsbahn - Einnahme befriedigte nicht, weil man Besseres erwartet hatte, zumal in Rücksicht darauf, daß die Berichtswoche dem Zollkampf zwischen Oesterreich und Rumänien unmittelbar voranging. Dagegen konnten Dux-Bodenbacher sich weiter etwas befestigen. Von deutschen Bahnen sind Mecklenburger abgeschwächt, von schweizerischen setzten Union anfangs ihre Steigerung fort, mußten nachher aber etwas davon einbüßen.
Kreflitaktien setzten fl. 3/s niedriger ein , hielten sich während des offiziellen Verkehrs unverändert und zogen nachbörslich fl. 3/* an; Diskonto-Kommandit, anfangs 0.30 pCt. niedriger, konnten diesen Verlust wieder einholen und nachbörslich sich weiter befestigen. Staatsbahn unverändert, im Nachverkehr befestigt, Galizier gleichfalls wenig verändert, Lombarden abgeschwächt; Dux-Bodenbacher fl. 1 besser, Elbthal etwas schwächer. Von deutschen Bahnen waren Marienburger ca. 0.75, Mecklenburger nahezu 2, Hess. Ludwigsbahn 0.30 pOt. rückgängig. Schweizer Union erst 0.50 pCt. höher, kehrten dann auf den Abendkurs zurück, Gotthard lagen fest; Mittelmeer etwas höher. Banken ruhig und wenig verändert. Auf dem Industriemarkte haben Westeregeln sich befestigt. Von Fonds verkehrten namentlich Italiener und Egypter in guter Haltung, ferner waren Russen und österr.-ungar. Renten fest.
Amerikanische Valeurs zeigten fortgesetzt feste Haltung bei wenig veränderten Kursen.
Von Devisen London schwächer.
Wechsel auf Newyork zu «ff. 4.19—20 erhältlich.
Prämien auf Kredit per ult. Juni fl. 2% erhältlich, per ult. Juli fl. 3%, Lombarden per ult. Juni fl. 1%, per ult.
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B ttate'i, 1. Juni, 12 Uhr 55 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) An der heutigen Börse notir- ten: Baseler Bankverein 753 Brief, 752 Geld; Baseler Handelsbank 550 Brief, 541 Geld; Bank für Elsaß-Lothringen 526 Brief, 525 Geld; Schweizer Centralbahn 486 Brief, 485 Geld; Gotthardbahn 556 Brief, 551 Geld; Nordostbahn 287 Brief, 286 Geld; Union Suisse Stammaktien 381 Brief, 380 Geld; Union SuisseStammprioiitäten 545 Brief, 537 Geld; Westbahn 105 Brief, 103Geld; .Turabahn376 Brief, 375 Geld.
c. r«Ws, 1. Juni, 12 Uhr 50 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Bei Eröffnung der Börse war die Tendenz sehr fest. Geld billig, 2% pCt. 4%proc. Rente 109.15 (16), 3proc. Rente 82.52 (6), neue Anleihe 81.52 (4% Cent. Report), Italiener 100.47, Egypter 351, Banque Ottomane 544, Türken 15.17, Rio Tinto 266, Spanier 58%, Suez 2103 (Einnahme Fr. 90,000), Credit Foncier 1365, Autrichiens 481, Lombard 240, Ungarn 85%, Panama 453, Saragossa 295, Meridionaux 722.
n JHmlriel, 31. Mai, Abends, (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Die Abendbörse war fest. Interieurs 59.70.
Petersburg, 1. Juni. (W. T.-B.) Ein heute veröffentlichter Ukas des Kaisers ordnet die Emission von 100 Millionen Kreditrubeln einer tünfprocentigen immerwährenden. Staatseisenbahn-Rente an. Die Subskription findet zu 99% pCt. statt, und zwar am 4., 5. und 7. Juni (23., 24. und 26. Mai alten Styls) bei der Reiehsbank und deren Filialen.
»'Berlin, L. Juni, 10. Uhr 20 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Das Anlehen der Provinz Buenos-Ayres im Betrage von 50 Millionen Reichsmark, zur Hälfte fest, zur Hälfte in Option, verzins lieh mit 5 pCt., garan tirt durch das Erträgniß der Provinzbank von Buenos-Ayres und amortisirbar in 37 Jahren, wurde nunmehr gestern definitiv abgeschlossen. Ueber- nehmer sind die Deutsche Bank, die Firmen Mendelssohn & Co. und Gebr. Bethmana, sowie die Deutsche Vereinsbank. Die Emission ist vorläufig nicht beabsichtigt.
r Berlin, 1. Juni, 12 Uhr 50 Min. (Privatdepesche der Franks. Zeitoag.) An der Börse wirkte die Meldung von der Aufnahme der inneren russischen Anleihe eher verstimmend, weil man eine Befriedigung der Kreditbe- dürfuisse Rußlnnds durch deutsche Ranken erwartet hatte. Der Verkehr war im allgemeinen sehr still. Im Verlaufe entwickelte sich Festigkeit ausgehend von Diskonto-Kommandit. Spekulative Banken ruhig. Kreditaktien 454.50 bis 455, Diskonto-Kommandit 214.25—214.37, Mecklenburger schwächer 175.12, Lübeck-Büchener 158, Aachen-Jülicher anziehend 134.50, Mainzer ruhig 98.37, Marienburger 48.37, Ostpreußen 85, Franzosen schwach auf ungünstigen Ausweis 380, Lombarden fest 189.50 (der Coupon- Abschlag beträgt fl. 4), Dux-Bodenbacher 137.87, Elbethal 274.50, Galizier 80.25, Mittelmeer 111, Schweizer Bahnen fest, Gotthard 110.12, Central 95.87. Nordost 57.12, Union 74.87, Große Russische Eisenbahnen 127.25, Montanwerthe anziehend, Laura 68,37—70.25, Dortmunder 43.25 —48.50, Bochumei 114.25—114.50, Russen fest, 4proc. 88.37—88.50, 1884er 99.87, Orient 62.50, Noten 199.75, gemischte 99.87, Ungarn still 84.87, Italiener besser 99.12, Egypter 70.50. Jetzt ist die Haltung fest. — Die russischen Südwestbahnen vereinnahmten im März Rbl. 231,640 mehr, bis Ende März Rbl. 646,195 ab in 1885 weniger; der Moskau- Rjäsanbahn im April Rbl. 113,783 weniger. — Die ,Voss. Ztg.* theilt au» dem Abschluß der Warsc hau- Wiener-Eisenbahn folgende Ziffern mit: Einnahmen Rbl. 8,754,263, Ausgaben Rubel 4,859,357 (gleich 55.51 Procent gegen 54.62 Procent im Vorjahre) Ueberschuß Rbl. 3,894,905. Hiervon an die Regierung Rbl. 250,000, Amortisation und Verzinsung der Prioritäten Rbl. 1,921,244, Amortisation der Aktien R. 62,510, Amortisation der Baukosten der Nebengeleise B. 18,937, Tantiemen R. 12,672, bleiben R. 1,629,551. Hierzu Vortrag des Vorjahrs mit R. 45,000, bleiben disponibel R. 1,674.551. Ueber Do- tiruu" der Reserve und Emeuerungsfonds und Vertheilung der Dividende hat die Generalversammlung zu entscheiden. Das Baukontb hat sich in 1885 um R. 91,637 erhöht. — Der heute hier eingetroflene „China Overland trade report aus Hongkong, 23. April, schreibt, das Peking-Gouvernement habe angeblich wegen der ihm seitens europäischer Syndikate angetragenen Offerten bezüglich der Eisenbahnprojekte die ganze Angelegenheit zu- rückgelegt, um keinerlei Parteilichkeit zu zeigen.
r Berlin, 1. Juni, 2 Ubr — Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Des übermorgigen I esttages wegen ist morgen Wechsel tag. — Der Zahltag ist glatt verlaufen. —• Die erste Liquidationsquote des Land- erwerb- und Bauvereins mit 50 pCt. kommt vom 7. Juni ab zur Auszahlung. — Hier erwartet man, daß die neue russische innere Anleihe in mehr zu langer Zeit hier eingeführt werden dürfte. — Im Verlaut der Börse war die Tendenz anhaltend fest trotz zunehmender Geschäftsstille. Kreditaktien 456, Diskonto-Kommandit 214.62, 4proc. Russen 88.50, 1884er 99.8), gemischte 99.87, Ungarn 84.50, Italiener $9.12, Egyp fr 70 75, Franzosen 381, Elbctbal 273, deutsche Bahnen abgeschwächt, Ostpreußen 84.50, Mecklenburger 174 Mainzer 97.87, Schweizer belebt, Gotthard 110.50, Union 75, Nordost 56.37, Mittelmeer 111.37, Laura 7012, Dortmunder 43.37, Bochumer 114.50, Privatdiskonten 1% pCt., fremde Wechsel ruhig und wenig verändert.
r Berlin, 1. Juni, 2 Uhr 25 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Für ungarische Papierrente ist der Couponznschlag auf 0.50 festgesetzt, für 1. Orient aut 1 pCt.; Lombarden 4 Jt Abschlag. Lombarden werden von heute ab mit Dividendenschein 4, Aussig-Tephtzer excl. 1885er Dividende gehandelt. — Jetzt sind an der Börse Maschinen- Aktien steigend, Schwarzkopfs plus 8%,
Oesterr. Goldrente - , Bilberreaie» •
Papierrente
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Ungar, Paidorreute« • 1860er Loose
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ters Bureau die Angabe, eine dort aus Mexiko eingetroffene Depesche besage, Präsidenz Diaz habe die Nationalbank beaultragt, dem Finanzagenten in London einen genügenden Betrag zuzustellen, um den am l.Juh fälligen ersten Coupon der konsolidirten Schuld auszuzahlen.
* Vereinigte Schwei zerbahnen. Hier eingelaufene Bankiersdepeschen aus St. Gallen versichern, daß das Projekt betr. Konvertirung der Prioritäts-Aktien als vorerst unausführbar angesehen werden muß. Dementsprechend werde die für den 7. d. M. berufene Sitzung des Verwaltungsrathes lediglich für Konvertirung der Anleihe Anträge an die Generalversammlung beschließen können.
Oesterreichiseh-nngarische Staatsbahn-Gesellschaft. Auch heute liegt zur Beurtheilung der Situation dieses Unternehmens an der Hand des 1885er Abschlusses das Material noch nicht vollständig vor; der Rechnungsabschluß allein, d. h. die Ziffern ohne Kommentar, kann in manchen Punkten leicht irre führen, so daß der Verwaltungsbericht abgewartet werden muß, welcher erst gestern in Pest vor den Aktionären verlesen wurde und noch nicht hier eingetroffen ist. Einem Auszuge daraus, den wir in der ,N. Fr. Pr.“ finden, entnehmen wir einstweilen za unseren telegr. Mittheilungen das Folgende:
Das ungünstige Resultat des abgelaufenen Jahres ist der Verminderung des Exportverkehrs, welche durch die Getreidezölle der Nachbarstaaten herbemeführt wurde, der Abnahme des Lokalverkehres, welche hauptsächlich auf die schlechte Zuckercampagne zurückzuführen ist, endlich der Herabsetzung der Tarife zuzuschreiben, welche zur Bekämpfung der Tarif-Reduktionen der Staatsbahnen nothwendig war. Ueberdies ist zu beachten, daß die in den Verträgen mit der ungarischen" Regierung vom Jahre 1882 vorhergesehen e Theilung des Verkehres ab Pest, während des ganzen Jahres 1885 wirksam war, während im Jahre 1884 die Theilung erst mit Ende Juli, nämlich nach Eröffnung der Linie Pest-Szöny, erfolgt war. Die Lokalbahnen haben noch nicht die erhofften Resultate ergeben, wenngleich eine stete Steigerung des Verkehrs bemerkbar ist. Die Ausführung der Anschlüsse an die türkischen Bahnen hat durch die politischen Ereignisse eine Verzögerung erfahren, so daß der auf Grund des mit der ungarischen Regierung abgeschlossenen Vertrages vom Jahre 1882 der Gesellschaft zukomtuende Antheil an diesem Verkehre sich noch nicht fühlbar machen konnte.
Diesem Vertrage, welcher viel von sich reden gemacht hat, ist einerseits die Vermehrung der Betriebsausgaben, andererseits die Verminderung der Einnahmen zuzuschreiben. Die Resultate wären aber ganz andere gewesen, wenn eine Verständigung früher erzielt worden wäre. I 1 > Gesellschaft wäre im Jahre 1882 nicht vor einer gefährlichen Konkurrenz gestanden und hätte die Erbauung einer Parallel-Linie Pest-Wien nicht zu fürchten gehabt Der Verwaltungsrath will nicht weiter erörtern, wie sich die Verhältnisse im Jahre 1882 gestaltet hätten, wenn die Verträge mit den beiden Regierungen .nicht geschlossen worden wären; auf Grand c>r bisheriges Erfahrungen könne er versichern, daß die zeitweiligen Nachtheile durch die in den Budgets der Jahre 1886 und 1887 vorgesehenen Ersparnisse, sowie durch die natürliche Steigerung des Verkehrs eine Ausgleichung erfahren werden.
Zu den angefühlten Momenten kam im Jahre 1885 die Steigerung der öffentlichen Abgaben, sowie der erhöhte Coursverlust, indem der mittlere Cours des Franken sich auf 48.99 gegen 48.26, der Cours der Mark auf 61.63 gegen 59,71 im Jahre 1884 stellte. Endlich wird auf die allgemeine Lage der Landwirthschaft , der Industrie und des Handels in ganz Europa hingewiesen und die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die Krise kaum mehr lange andauern könne. Unter diesen Verhältnissen sei bezüglich der Dividende die größte Vorsicht geboten. Der Verwaltungsrath schlägt daher vor, von der etwa gewünschten Heranziehung der Reserven abzusehen und sich mit der bereits erfolgten Auszahlung von 25 Francs, das ist von 5 pCt. per Aktie zu begnügen; der Ueberschuß von 220,700 fl. sei auf neue Rechnung vorzutragen. Für den am 1. Juli fälligen Coupon bleibt daher blos die Zahlung von 5 Free., welche die Gesellschaft in üblicher Weise als Abschlagszahlung aut die laufenden Zinsen des.Jahres 1886 zur Vertheilung bringt. . .
Es erschien angezeigt, die Verwaltungsräthe und insbesondere die Präsidenten und Vice-Präsidenten in erhöhtem Maße zu der Mitwirkung bei der Verwaltung beran- zuziehen, um die Maßnahmen der Direktionen zu kontro- liren und die Mittel ausfindig zu machen, um den Geschäftsbetrieb zu vereinfachen. Für diese fortgesetzte Mühewaltung soll den betr. Mitgliedern des Verwaltungsraths in der Form einer entsprechenden Anzahl von Präsenzmarken eine Vergütung zukommen. Der Voranschlag für 1886 enthält eine Ersparung von mehr als einer Million. Der Verwaltungsrath will dabei nicht stehen bleiben, sondern fortfahren, die Ausgaben weiter herabzumindern. In Betreff der Hinterlegung der Baarbestände, sowie des Ankaufes von Devisen wurde mit der Wiener Kreditanstalt und dem Bankbause Rothschild ein Uebereinkom- men abgeschlossen.
» Frankfurter Baubank. Die seit Jahren schwebenden Verhandlungen wegen Errichtung einer Markthalle auf dem Kasseler Terrain der Gesellschaft sind, wie wir erfahren, unmehr so weit gediehen, daß der Stadtrath von Kassel im Prinzip zugestimmt hat. Sollte auch der Bfirgerausschufi seine Zustimmung ertheilen, so würden alsdann die definitiven Verhandlungen mit dem Polizeipräsidium zu beginnen haben und schließlich die Genehmigung der Regierung einzuholen sein. Das Projekt wird also vor seiner Durchführung noch mehrere Stadien durchlaufen müssen.
Szathmar - Nagy bänya -Eisenbahn-Gesellschaft. Dem in der Generalversammlung vorgetragenen Geschäftsberichte ist zu entnehmen , daß die Einnahmen des abgelaufenen Jahres fl. 127,825 betrugen, die Ausgaben fl. 67,929, der Ueberschuß somit fl. 59,896; die erste, vom 6. Juli bis 3L Dezember 1884 reichende Betriebsperiode hatte fl. 59,063 Einnahme und fl. 27,642 Ueberschuß ergeben. Die Verzinsung und Tilgung der Prioritäten erforderte -fl. 46,400, für Investitionen seilen fl. 5996 verwendet, und fl. 7500 als Dividende mit fl. 1.50 pro Stammaktie vertheiit werden. Zu Investitionen sind im Ganzen fl. 17,000 erforderlich ; zur Deckung soll außer den eben erwähnten fl. 5996 ein von früher her verfügbarer Saldo von fl. 7098 und ferner der Betrag des laufenden Jahres mit fl. 4000 herangezogen werden. Die Eisenbabnbau-Schlußrechnung konnte noch nicht vorgelegt werden; doch wird versichert, daß der Voranschlag kaum überschritten sein dürfte. Der Bericht erwähnt, daß die Betriebsleitung seitens der Ungarischen Nordostbahn allen gehegten Erwartungen entsprechen liabe.
Frankfurter Börse. Für nach dem 1. Juni a. c. fällige Engagements in Oesterr. Süd- und Lombardischen Eisenbahn-Aktien ist der Zuschlag mit ö. W. fl. 8 = 16 zu verrechnen.
Hewyorker Banken. Ausweis vom 29. Mai. Baarvorrath ...» Doll. 69,5 Mill« — Doll. 0,3 Mill. Notencirculation . . , 7,9 , unverändert.
Legal Tenders , , » » 35,6 , + , 0,2 ,
Depositen .... , 365,2 „ — , 0,5 ,
Vorschuss & Diskonten , 341,5 , — , 0,6 ,
Das Verhältniß der Reserven zu den Passiven beträgt jetzt Doll. 13,800,(00 mehr (in voriger Woche Doll. 13,775,000 mehr) als das gesetzliche Minimum von 25 pCt. erfordert.
Specie-Verschiffungen nach Europa während der verflossenen Woche: Gold: Doll. 2,809,000, Silber: Doll. 160,000.
Wetterberichte der Frankfurter Zeitung.
Prognose für Frankfurt, desgl. für Mittel- und Süd- deutschland für den 2. Juni.
(Nachdruck verboten.)
Das Maximum verzieht sich in nordöstlicher Richtung während ein flaches Minimum in den Canal einzutreten
scheint; es wird desshaJb der Wind über Ost nach Süd gehen. Bewölkung a.lmählich zunehmend, Temperatur Mexikanische Schuld. Aus Newyork bringt Reu- * steigend. Leichter Niederschlag wahrscheinlich.
3k.— 4#».JV
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(Wilcox) loco unverzollt 31.75.
W. Harre, 1. Juni, 12% Uhr Vorm. (Privatdepescbe der Frankfurter Zeitung.) Kaffee. Santos good average per Juni 50.—;, per Juli 50.—, per August 50.25, per September 50.50, per October 50.75, per November 51.—, per December 51.25.
D. Antwerpen, 1. Juni, 1 Uhr 32 Min. (Privat- depesche der Frankfurter Zeitung.) Petroleum ruhig, Raff, dispon. 15%-%, per Juni 15%, per Juli 16—, per August 16% , per September 16%, 4 letzte Mo
nate 16%. Häute 2151 S. verkauft. Wolle 316 ß. verkauft. —. Rübenzucker neuer disp. 28%, per Juni 29—, per Juli-August 28%, per October-November 28%, 3 erste Monate 1887 29—. Schmalz Wilcox 77%.
X. .Inltrrrpen, 1. Juni, 1 Uhr 49 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Getreiden! arkt. Waizen amerik. 18%.
M. Antwerpen, 1. Juni, 2 Uhr 10 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Kaffee. 1000 B. Santos good average 24%--24% unverzollt.
H. il'iett, 1. Juni, 1 Uhr 38 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Am Getreide markt war die Haltung fester, da der erwartete Regen nicht eingetreten ist. Herbst-Weizen fl. 8.10, Herbst-Roggen fl. 6.72, Herbst-Hafer fl. 6.58, Mai-Juni-Mais fl. 5.84.
t. Beet, 1. Juni, 1 Uhr 12 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Am Getreidemarkt war Effek- tiv-Waare fest. Herbst-Weizen 7.80 Geld, —.— Brief; Mai- Juni-Mais 5.42 Geld, 5.44 Briet.
a. tlens, L Juni, 12 Uhr 45 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) An der heutigen Börse notir- ten Westbahn 105 Brief, 103 Geld; Gotthardbahn 557 Brief, 1 552 Geld; Schweizer Centralbabn 487 Brief, 483 Geld.
, Frankfurter Handelsblatt wi«snr»bdruck der mit ' bezeichneten Artikel, sowie der Privat- WiederabdracK0aeren QueUenangabe gestattet.
* Neue russische innere Anleihe, Die russische Regierung bringt also in der That eine neue innere Anleihe von 100 Millionen Rubeln zur Begebung; am 4 5. und 7. ds. Mts. wird die Russische Reichsbank fliese Anleihe ä 991/» pCt. zur Subskription auflegen. Die Angaben unseres Petersburger Korrespondenten über Vorbereitungen für neue Geldbeschaffung haben sich somit bestätigt, auch daß eine neue Eisenbahn - Anleihe krerrt wird. Dieselbe reiht sich indeß nicht den bisher emittirten sieben Serien von konsolidirten Eisenbahn- Anleihen an, welche auf Gold lauten, sondern wird in Kreditrubeln ausgestellt gleich den s. g. Orient-Anleihen. Auch scheint bei der neuen Anleihe keine Verpflichtung ZU regelmäßiger Tilgung übernommen zu werden, da dieselbe als „immerwährende Staatseisenbabn - Rente“ bezeichnet wird. Die „Emission von Zinspapieren mit Kreditvaluta ausschließlich zu Eisenbahnzwecken“ war bereits in dem erläuternden Bericht des Finanzministers zum Budget für 1886 in Aussicht genommen, jedoch nur für 45 Millionen Rubel. Es ist nämlich das 1885er Defizit im Ordinarium mit Rbl. 25.287 Mill, präliminirt; ferner sollen im Extra - Ordinarium Rbl 52.643 Mill, für Eisenbahn- und Hafenbauten verausgabt werden. Dem sollten aber als außerordentliche Einnahmen gegenüberstehen 3SM MM. aus Kriegsentschädigung etc., 11 MdL aus der VII. Eisenbahn-Anleihe und 18 Mill. Zahlungen der Südweslbahn und anderer Eisenbahn-Gesellschaften. Wenn jetzt statt der in Aussicht gestellten 45 Mill. Rbl. mehr als der doppelte Betrag zur Emission gelangt, so bleibt Aufklärung abzuwarten, für welche Zwecke der Rest des Erlöses bestimmt ist. Die neue Kreditrubel- Anleihe macht der für Konvertirtingszwecke projektirten 4proc. Goldrente nicht unmittelbare Konkurrenz, weil die Absatzgebiete verschiedene sind. Immerhin liegt ein Widerspruch darin, daß Rußland einerseits seine Spree. Geldschuld im Zins herabsetzen will und andererseits im Iniande eine neue 5proc. Anleihe aufnimmt Um so eher erklärt sich, daß die Inangriffnahme der Kotrver- tirung bis zum Herbst verschoben werden soll.
♦ 3proc. Portugiesen an der Frankfurter Börse. Nachdem die Frage der Einführung dieser Anleihe an den deutschen Börsen während der letzten Monate wiederholt ventiürt worden und, wie neulich mitgetheilt , auch neuerdings wieder angeregt worden ist, hat sich an der gestrigen Abendbörse ohne eigentliche Einführung eine Reihe von Umsätzen in diesem Papier vollzogen. Damit ist ein Weg eingeschlagen worden, gegen dessen Beschreitung wir nachdrücklichen Widerspruch erheben müssen. Ob und welche Gründe für oder gegen den Erwerb von 3 proc. Portugiesen bezw. für oder gegen deren Einführung an der Frankfurter Börse sprechen, das lassen wir vorerst dahingestellt, allein es ist keinesfalls in der Ordnung, daß irgend eine Kotirung lediglich daraufhin erfolgt, daß in einem gegebenen Augenblick einige Arbitrageure sich dafür interessiren, welche nicht einmal aus dem Dunkel der Anonymität heraustreten und um so weniger irgend welche, auch nur moralische Verantwortung für das hier neue Papier übernehmen. Es mag Interesse dafür bestehen, den Sprue. Portugiesen in Frankfurt einen Markt zu schaffen, doch kann dieses Interesse nicht ein so brennendes sein, daß für die Einhaltung des regelrechten Weges keine Zeit blieb, oder schon vor Beschreitung desselben Umsätze gemacht werden mußten. Der reguläre Weg aber, die vorgängige Beantragung der Kotirung durch eine, mit ihrem Namen eintretende Firma, die ausreichende Veröffentlichung sachlicher Informationen von hinreichendem Umfange unter Kontrole der Handelskammer, die Uebernahme der Colirungs-Bedingungen und der mit der Einführung verknüpften moralischen Verantwortung gegenüber dem Publikum, das sind Forderungen, welche nicht etwa ohne Noth aufgestellt wurden und die sich keineswegs als überflüssig oder auch pur als zu weitgehend erwiesen haben. Würde gestattet, unter Mißachtung dieser Forderungen ein neues Werthpapier an den Markt zu bringen, einer anonymen Einführung nachträglich die Sanktion lediglich durch den Hinweis darauf zu verschaffen, daß mehr oder weniger belangreiche Umsätze darin bereits stattgefunden haben, so wäre dem Mißbrauch Thür und Thor geöffnet. Die Thatsache, daß bereits die 4proc. Egypter in solcher Weise den Weg nach Frankfurt gefunden haben, spricht nicht gegen, sondern grade für unseren Widerspruch, denn wenn der einmalige tadelnswerthe Ausnahmefall sich wiederholen darf, dann könnte man künftiger Anwendung aut vielleicht weit bedenklichere Werthe um so schwerer widerstehen. Wir unsererseits haben deshalb abgelehnt, die gestern Abend stattgehabten Umstäze in der „Frkf. Ztg.“ zu notiren, und wir zweifeln nicht, daß auch die Handelskammer diese wie jede andere anonyme Einführung entschieden zurückweisen wird. — Nachschrift. An der heutigen Mittagsbörse verlautete, daß der Antrag auf Kotirung heute durch mehrere Arbitrage - Firmen gestellt werden soll. Wenn dies der Fall, dann ist um so weniger zu erkennen, weshalb der Antrag nicht vorher gestellt wurde.
* 4proc. Anleihe der Stadt Rom. Wie bereits in Aussicht gestellt, bringt die Deutsche Bank am nächsten Samstag, 5. d. M., die III. Serie dieser Anleihe im Nominalbeträge von Lire 20 Millionen zur öffentlichen Subskription; außer bei ihr selbst wird die Anleihe auch in Rom und London aufgelegt. Der Subskriptionspreis beträgt für Berlin 971/äpCt. gleich JL 390 für Lire 500 Nominal zuzüglich 4 pCt. Stückzinsen ab 1. April. Die Einzahlungen haben mit JL 20 bei der Zeichnung, mit je JL 120 am 12. Juni und 17. Juli, der Rest von JL 130 am 19. August erfolgen; Vollzahlungen sind indeß schon vom 25. d. M. ab gestattet, und zwar unter Vergütung der Stückzinsen ab 1. April. Die Zutheilung ist dem Ermessen der Zeichenstellen vorbehalten. Die definitive Stücke werden vom 5. August an ausgegeben. Die I. Serie dieser Anleihe im Betrage von Lire 18 Millionen war am 24. April 1883 zu 88 pCt aufgelegt worden , die II. Serie von Lire 20 Millionen Nominal am 16. März 1885 zu 943/< pCt.; diese Ziffern sind zugleich charakteristisch für die am Effektenma: kte während der beiden letzten Jahre stattgehabte Bewegung. Der Gesammtertrag der Anleihe ist mit Lire 150 Millionen autorisirt Der Prospekt gibt keine Auskunft über Verwendung des Erlöses dieser neuen Serie öder über die augenblickliche Finanzlage der Stadt; er begnügt sich, darauf hinzuweisen, daß durch Gesetz vom 8. Juli 1883 Kapital und Zinsen dieser ganzen Anleihe vom italienischen Staate garantirt sind, und daß den Obligationären die Befreiung von jeder bestehenden oder in Zukunft ,zu erhebenden Staats- und Kommunalsteuer zugesichert ist. Zinsen und Kapital der neuen Serie sind in Gold zahlbar und werden, wie diejenigen der alten in Berlin, zu dem per Semester durch Dekret des italienischen Schatzamtes für die Coupons der italienischen Rente festzusetzenden Course gezahlt. Die Zinsen verfallen am 1. April und 1. October. Die Tilgung dieser III Serie hat, wie diejenige der II. Serie, vom Jahre 1900 ab binnen 60 Jahr?n in gleichen Jahresraten lurch Ausloosung zu erfolgen.
* 4proc. ‘Wiirlteinberger Staats-Obligationen. Von morgen an werden an der hiesigen Börse die vier- procentige Anleihe von 1875 und 1880, welche bereits seit 1876 bezw. 1880 zur Tilgung gelangen, und die-
102.70 SUSO IVS.W lee.hi 62.-
S0” 107.20
(gestern 99.70 per Juni) Diskonto l%-2 pCt.
2% Uhr: Kredit 227%, Staatsbahn 189%,Galizier 160—, Lombarden 93%, Diskonto-Comm, —.—, Gotthard—.—, 4% Egypter 70.65, 5proc. Egypter —, Spanier —.
2 Uhr 45 Miau Kreuit 227%, btaatsbahn 189%, Galiner 160—, Lombarden 94—, Diskonto-Comm. 214.60, Gotthard —.—i Egypter 70.65. Mittelmeer —.
2355
I9M(, 167.5(1 158.70 loo'öö 236.20 107.76
16L5C 253. -
m-
Loewe plus 5 pCt.
A. Haire, 1. Juni. (Kabeldepesche der „Frankfurter Zeitung“.) Die Einnahmen im Mai fürRech- a der ägyptischen Staatsschuld betrügen fürdie unifizirte Schuld Latr. 2 44,960 (Mai 1885 Lstr. 172,822, April 1886 Lstr. 145,168) und für die privilegirte Schuld Lstr. 70,000 (Mai 1885 Lstr. 40,000, April 1886 Lstr. 40,000).
Wiener Coursbericht yom l lnm
N Berti«, 1. Juni, 2 Uhr 40 Min. Die Branntweinsteuer-Konimission des Reich ifags nahm mit 16 gegen 10 Stimmen eine Konsumsfeuer Von 25 Pf. an. Vorher war der konservative Antrag ans 80 und der uaiio- nafliberale auf 60 Pf. adgelehut worden. Der übrige Theil des § 1 des konservativen Entwurfs wurde abgrlehnt.
Telegraphische Handelsberichte.
Die nicht als rrivatdepesche bezeichneten Coursberichte end Meldungen sind durch das WolC-Wagner'eehe Telegrephen-Bnrwii geliefert,
ZmmIm, 81. Mai. Silber 45%.
Wien, 1. Juni, 9 Uhr 50 Min. Anfangscaurse. Kredit 282.—, Beichsmarkscheine 62.05. 4pCt Ungar. Goldrente 105.45, Galizier —, Staatsbahn —, Lombarden —. Stilb
12 Uhr 15 Min. Kredit 282.10, Staatsbank 235.08. Galizier ISS.-. Lombarden 108.20. Koten 6185, Ongarn 105.52.
Pari», L Juni. 12 Uhr 10 Min. 3p(X Anleihe 82 55, Spanier 58%, Egypter 350.—, Ottomanbank 542-, Tabak Neue Panama —.
Part», L Juni, 1 Ubr — Min. 3pCt. Bente 82.57, 4%pCt. Anleihe 108.20, Italiener 10055, Spanier, äussere Schuld 58%, Türken 15.17, Egypter 351.-, StaatabaJrn 480.—. Lombarden 238—, Suez- Actian 2105, Ottcmanbank 543. Neue Bente 8160.
LenAon, 1. Juni, II Uhr 10 Min. Aniangs-Course. 3pOt. Coesele 102A4 Juni, 5p«. Italiener--. Priv. Egypter 04%,
Egypter 68%, Türken ——. Bussen 88%x. Spanier —, Lombarden —, SpCt. Ottomau Defence Behauptet.
Berlin, 31. Mei 1. Jani (Behhise-Conree.) Si.Msi 1. Juni
In<tu»tr. Aelien.
Wiener Bau-Goa. ••• Al!g. Gest. Banb Donan-Dumpfip-liitif.
Oest-UbgaK. Lloyd - . ■ ■ ■ .
H Wien, 1. Juni, 1 Uhr 45 Min. (Privatdepesche der Frankfurter Zeitung.) Die Vorbör s e bekundete matte Haltung auf die Verschiebung der V lener Reise des Herrn von Hansemann. Staatsbahn flau auf den Ausweis. Oesterr. Kreditaktien 282.25 Ungar. Kreditbank 289, Staatsbahn 235.75, Galizier 199, Lombarden W9.2o, Elbethal 158.25, Oestorr. Notenrente 85.15, 4proc. Ungar. Goldrente 105.52. - Die Mittags b o r s e war ruhig; Staatsbahn erholt, Renten test Oesterr. Kreditaktien pQo po Ungar Kreditbank 289, Staatsbann ^o6.50, Galizier iS Lombarden 109, Elbethal 158^0 Oesterr. Notenrente 85.20, 4proc. ungar. Goldrente 105.72.
Telegraphische Depesche«.
Vrivat'Ttvkscheil der Krantsniter Aeiwig.
Koggen Juni-Juli •• „ Sept.-Octbr.
Büböl Juni . SepL-Octbr.
Roggen Ma
„ Juli Hafer loco - Büböl loco •
„ Mai •
