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jSmmtajg, 1. Mat 1904.

Unsere Reichstagswahlkreise.

bgeoroneter kommen, der Neichstag, der Mitglieder zählt, müßte also jetzt etwa

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der Haltung, welche die Pariser Börse in diesen Tagen ange­nommen hatte. Man hatte gehofft, daß sie während der Feste die italienische Rente würbe steigen lassen. Am Samstag schloß sie 103 und am 27. April (Mittwoch) 102.70.' DerEcono- mista" erklärt aber dieses Sinken durch die neue Russische An­leihe in Paris.

bunten Gebäuden das blaue Meer leuchtet. Und überall findet man unten üppiges Wachstum, die Gärten doller Orangen und Limonen, die Rosen, Nelken, Glhcinien in reicher Farbenpracht. Anzuerkennen ist auch, wie diese gewcrbsfleihige Gegend und besonders Sorrent selbst, und wie die Bewohner sich rührig zeigen, und auch sauberer, als man sonst in und um Neapel zu sehen gewohnt ist. Heiter die Landschaft, heiter die Bevölkerung, anregend und beruhigend zugleich diese weiten Ausblicke: es sollte mich nicht Wundern, wenn immer mehr auch unsere Aerzte Sorrent als Erquickungsstätte für abgehetzte Nerven emp­fehlen würden.

Berlin, 29. April. Ter Verband Deutscher Ostseebäder, Berlin NW, 7, Neustädtische Kirchstr. 15, versendet soeben seinen diesjährigen Führer. Derselbe, 224 Seiten stark, mit Karte, gibt erschöpfend Auskunft über 65 Ostseebäder und 6 Reedereien und erleichtert die Aus­wahl eines Bades ungemein. In Frankfurt erhältlich bet I. Schottenfels u. Co., Frankfurter Hof.

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sie dies heute ist, mit einer agrarisch gesinnten Reichstags­majorität wäre es vorbei.

Am 16. Juni 1903 wurden von 12,531,000 Wahl­berechtigten 9,534,000 Stimmen abgegeben, etwa 76 Pro­zent der Wahlberechtigten haben ihrer Wahlpflicht genügt. Vergleichen wir die Zahl der für die einzelnen Parteien abgegebenen (Stimmen .mit der Zahl der Abgeordneten, so hatte ein Abgeordneter hinter sich im Durchschnitt von der Neichspartei 16,000 Wähler, von den Konservativen 17,500 Wähler, vorn Zentrum 18,700 Wähler, von den Polen 21,700 Wähler, von den Antisemiten 22,000 Wähler, von der Freisinnigen Volkspartei 25,600 Wähler, von dm Nationalliberalen 25,800 Wähler, und von den Sozial­demokraten 38,400 Wähler. Auch diese Zahlen geben zu dmken. Der Reichstag in seiner gegenwärtigen Zusammen­setzung gibt k e i n Bild von der Volksstimmung m Deutsch­land, em gleiches Reichstagswahlrecht ist nicht mfljr vorhanden.

r. Marburg, 29. April. In der heutigen Sitzung der Stadt­verordneten wurde an Stelle des Apothekers Siebert, der eine eventuelle Wiederwahl bestimmt abgelehnt hatte, das Magistrats- Mitglied Regierungsbaumejster Sardemann zum unbefoldeten Beigeordneten gewählt. Als Vertreter der Stadt zum hessischen Städtetag wurden gewählt Stadtverordneten-Vorsteher Justizrat Dörsfler und Schlossermeister PH. Seebinger.

Viertel), in franklurt ^tainzbei <LBzp.jl/A0 m den Agenturen uK&Za ex den Postämtern in Ettwtlnii ... .* 9>» i». Österreich (Wien auch ig4to.W oUällJKr.l 227 '

Bremerhaven, 26. April. Seit nunmehr sechs Wochen ist in unseren Hafenorten Bremeichaben, Geestemünde und Lehe eine Ausstandsbewegung im Gange, in welche nach und nach die B a uh a nd w e r k e r mit mehr als 1000 Mann, die Maler, Schneider, Steinsetzer und Tischler hineingezogen worden sind. Insgesamt sind gegen­wärtig etwa 2000 Arbeiter außer Arbeit. Zum Teil liegen Lohndifferenzen vor, doch handelt es sich im wesentlichen darum, daß die zu einem Verbände zusammengeschloffenen Arbeitgeber einen Arbeitsnachweis eingerichtet haben und deren Benutzung fordern, was die Arbeiter verweigern, weil sie in dem Arbeitsnachweis ein Maßregelungsbureau erblicken, das geschaffen sei, um unliebsame Elemente auszuschlietzen. Der Ausstand hat unseren Orten bereits schweren wirtschaft­lichen Schaden zugefigi.

X Koblenz, 27. April. Die Handelskammer beschloß, dem Reichstage gegenüber ihre Zustimmung zu dem Ent­würfe des Reblausgesetzes auszudrücken. Bei der ungeheuren Schädigung, die dem Nationalvermögen aus einer weiteren Zunahme der Reblausgefahr drohe, sei eine Verschärfung des Gesetzes vom Jahre 1883 durchaus not­wendig. Die Kammer ist überzeugt, daß der neue Entwurf im großen und ganzen das Richtige treffe, wenn auch bei so scharfen Bestimmungen natürlich manches als große Härte empfunden werden möge. Durchgreifende Maßnahmen seien jedoch dringend erforderlich, und es wird deshalb als im Interesse des deutschen Weinbaues liegend bezeichnet, daß das Reblausgesetz noch in dieser Tagung ver­abschiedet werde. Es sei hohe Zeit, daß die Bekämpfung der Reblausgefahr vom Reiche in die Hand genommen und tatkräftig durchgeführt werde. Die Handelskammer sprach sich ferner gegen die beabsichtigte Einschränkung des Flaschenbierhandels aus.

Nürnberg, 27. April. Gegen das Verfahren der B e - rufsgenossenfchaften, sich ihren Verpflichtungen gegen verunglückte Arbeiter durch einmalige Abfindung yi entledigen, hat sich der städtische ArmenpflegschastSrat in Timer letzten Sitzung mißbilligend ausgesprochen. Es lag der Fall vor, daß eine verunglücke Arbeiterin, die 278 Mk. Ab­findung erhalten hatte, jetzt nach vier Monaten schon keinen Pfennig mehr hat und nun der Armenpflege anheimfällt. Mit solch einmaligen Abfindungen statt einer monatlichen Rente," sagte der Ärmenrat,wird gar nichts erreicht, als daß den Leuten der Dünkel beigebracht wird, daß sie einen Haufen Geld haben, wovon die Folge ist, daß sie über ihre Verhältnisse leben. Wir werden fortab die Leute belehren, daß eine Rente für sie besser ist."

Italien.

Nachträgliche s.

A Rom, 28. April. Bekanntlich hat die amllicheAgenzia Stefani" fast den ganzen Nachrichtendimst in Italien mono­polisiert; die Zeitungen in Rom sind aber der Zenttalstelle der Regierung meist zu nahe, als daß sie von dieser nicht oft beein­flußt sein sollten. Um also ganz unabhängige Ansichten zu ver- nehmen, muß man schon zur Pwvinzpreffe gehen und die Briefe ihrer Korrespondenim lesen. In einem venezianischen Blatte chreibt der gemäßigte Politiker Bigna dal Ferro über den Empfang L o u b e t s bei seiner Ankunft wie folgt:

Der Empfang war warm, aber nicht übertrieben. Nur als die Menge die absperrende Truppenkette durchbrach und Loubet mit dem Königspaar aus den Balkon trat, hatte das Jubelgeschrei der Menge etwas von dem Enthusiasmus, den die Suggestion der großen Menschenansammlungen mit sich bringt. Ich Lachte in diesem Momente an das, was ich vor echsundzwanzig Jahren aus demselben Balköne sah. An einem für Italien recht traurigen Tage, nach dem Leichen­begängnis Viktor Emanuels II., sah ich die hochgewachsene Gestalt des deutschen Kronprinzen Friedrich Wil­helm, wie er ein Kind, unsern jetzigen König, aus seine Arme nahm und dem Volke zeigte. Und ich hörte den fre­netischen Beifall der Volksmenge, die von diesem Akt spon­taner Herzlichkeit gerührt war, die uns die Stütze symboli- ierte, welche uns der Bund mit Deutschland damals wurde, als wir crttweder isoliert oder Frankreich unterworfen waren. Und in meine Erinnerung trat auch jener Tag, als sich auf demselben Balkon, vom Beifallsorkan umbraust, zum ersten­mal Kaiser Wilhelm zeigte, schön wie ein Gralsritter in seinem Silberpanzer. Gestern war die Reihe an Loubet, dem man zurief, aber nicht zuklatschte. Ich muß gestehen, ich empfand nicht die Erregung, die ich früher gefühlt, und das Gleiche gilt von denen, die neben mir standen. Im Grunde blieb eben alles kalt. Das versteht sich; denn die Annäherung beider Länder ist noch zu neu und hat noch nicht alle Erinnerung an die Vergangenheit getilgt. Zum Beispiel erinnerte mich ein Freund an einen anderen 24. April, und zwar an den von 1849 (seltsames Zusammen­treffen!) ;denn damals landeten die Franzosen in Cibilavee» chia, um Nom militärisch zu besetzen. Und die Römer, welche die französische Okkupation bis 1870 noch gut im Gedächtnis haben, erinnern sich auch noch derblague", mit der die Franzosen sich damals als die Herren von Rom aufspielten. Auch die Veteranen von Mentana haben noch ein gutes Ge­dächtnis. Dieses sind Gründe genug, um die Kühle zu er­klären, die nach Verlauf des Empfanges übrig blieb. Ueb- rigens braucht man auch die politische Bedeutung des Bc- uches nicht zu hoch anzuschlagen. Er hat nur einen reflek- orischen Wert. Die Anlässe zu Mißverständniffen sind vcr- chwmiden, aber das genügt nicht, um Begeisterung zu Wecken. Wie wurde unser Königspaar in Paris ausgenommen? Lau. Diese Lauheit schwand erst in den letzten beiden Tagen, und diese Besserung war nur der Galanterie der Pariser zuzu- chreiben, welche die Schönheit der Königin bewunderten. Jedenfalls waren die Römer diesmal wärmer, als im Vari­zen Jahre die Pariser. Und doch war der Pariser Empfang chon ein Fortschritt gegen früher. Das beweist eine Anek- )ote, die mir ein Kollege erzählte, der in Marseille war. AIs der Herzog Thomas von Genua unter dem eisigen Schwei­zen der Menge landete, hörte man einen einzigen und sehr chüchternen Ruf:Vive lItalie", der aKr kein Echo weckte, kirn anderen Tage stellte sich ein gut gekleideter Herr den italienischen Journalisten vor und fragte:Haben Sie gestern auf der Canebiere den Ruf gehört? Ich bin der Mann, der Vive lItalie' gerufen hat."So, dann sind Sie Wohl ein Veteran von Magenta?"Pas du tout. Ich bin nur ein Aderlaffer. Vor einiger Zeit habe ich um den Titel eines Arztes des italienischen Konsulats gebeten. Ich habe deshalb meiner Liebe zu Italien Ausdruck gegeben, in der Hoffnung, daß die italienische Preffe mein Verlangen ' unterstützen würde."Aha, deshalb Ihr Ruf. ...Monsieur, das war nicht ohne Gefahrl"

Einwohnern, mit jedem Jahre wird die Willkür größer. Die Gleichheit des Wahlrechts ist ver­nichtet. Die Statistik der Reichstagswahlen des Jahres 1903 liefert uns eine Fülle interessanter Tatsachen zur Bekräftigung dieser Behauptung. AIs Grundlage für die folgenden Erörterungen sei die Zahl der Wahlberechtig­ten m einem Wahlkreise genommen. Ordnen wir zunächst die Wahlkreise nach der Zahl der Wahlberechtigten, so ergibt g; folgendes Bild: Je 1000 Wahlberechtigte entfielen auf ahlkreife:

c. Sorrent, 24. April. Die Königin von Holland ist nach dreiwöchigem Aufenthalt heute früh abgedampft. Ob­ste ihr blühend frisches Aussehen erst hier zurückgewamr oder bereits mitbrachte, sicher ist S o r r e n t für Erholung - bedürftige vortrefflich geeignet. Dem Auge freilich erscheint die Lage des Ortes nicht so südlich-malerisch wie etwa die von Amalfi, und wirklich findet man hier nicht eine solche ffuffe von pittoresken Schönheiten beisammen wie in Capri. Aber eben deshalb flutet nach Capri der ganze gewaltige Freindenstrom und erfüllt die reizvolle Insel, ihre Wege und Hotels mit der Unruhe hastender Menschenmassen, leben Tag vom Eintreffen bis zur Abfahrt der direkt fah­renden Dampfer., Sorrent dagegen liegt etwas abseits uni> Darum wett ruhiger; die Fremdenmenge zieht vorbei und kommt hier nur teilweise an Land, was übrigens mit den vielen Landungsnachen ein buntbewegtes Bild ergibt. Den ganzen Tag über ist es hier so erquickend ruhig, als wären wir nicht in der haute saison. Die Hotels sind mehr oder weniger gefüllt oder selbst überfüllt, aber die Menge ver­teilt sich. Wer von hier aus Capri in Abstechern besuchen will, hat das bequem genug, und loenn er will, zu sehr billigen Preisen. DieRapoletana" (Lloyd) läßt sich für das Ruckfahrtbillet 6/ Lire zahlen, die konkurrierende Sorreniina", die zur selben Zeit und gleich rasch fährt, tut es schon für 4 Lire, darum stellte dieNapoletana" ein drittes Schiff in die Fahrt, das nur V/2 Lire berechnet l Die drei Schiffe sind übrigens dementsprechend verschieden ausgestattet und eingerichtet. Ihr Wettbewerb geht so weit, daß man in Neapel die ganze Rundfahrt bis Capri und zurück, die auf dem besten Schiffe 10 Lire kostet, bis herab zu 3 Lire angeboten erhält. Auch in anderen Dingen kann man zu sehr verschiedenen -------------- -

liegen hier sämtlich am

Steifen ankommen. Die Hotels , ... -teer und in Gärten, und teil- Wege sind sie billig. Das ist natürlich nicht der Ehrgeiz der größten Häuser wie Tramontano oder Victoria, von denen wir das letztgenannte wählten und es nach feinem alten Ruf vortrefflich geführt fanden. Sein großer Garten ist herrlich, und erst recht der Blick von feiner großen Ter­rasse. Auch von meinem Schreibtisch überschaue ich das ganze herrliche Landschastsbild, links bis Ischia, vor mir Neapel, nach rechts den dampfenden Vesuv mit den schmucken Städtchen an seinem Fuße, und als Begrenzung die schroffe Felswand mit der Straße nach Castellamare; in diesem fesselndem Rahmen noch anziehender die weite tiefblaue Meeresfläche. Wer das dolce far niente liebt und es ver­trägt, der braucht hier nur immer hinauSzublicken in diese Formen- und Farbenpracht, er wird nicht leicht sich sattsehen. Und wer auch einige Lauflust befriedigen will, dem bietet Gelegenheit hierzu der grüne Höhenkrai^, der daS Piano di Sorrento lockend umgibt. Er hat mehr Wege und lohnender, als Bädekers Notizen annehmen lassen und sie sind fast durchweg mit Platten gepflastert, also gut gang­bar; selbst wo die Landleute den Weg als nicht gut be­zeichnen, braucht man es nicht immer zu glauben. Sehr lohnend, wenn staubfrei, ist schon die Fahrstraße nach Massa mit den Ausblicken aufs Meer. Sehr bequem, in Stun­den, steigt man zum Telegrafo hinauf, der überraschend den Blick auf Capri bringt. Wenig mehr Anstrengung, obwohl mehr Zeit, erfordert der Besuch des Belamüen Deserto, wo von der Terrasse des Klosters außer dem Golf von Neapel auch der von Salerno, vor uns liegt. Eine andere Grup­pierung erblickt man vom Piccolo San Angelo, der nicht höher ist als der Descrtogipfel und ebenfalls in kaum W» Stunden zu erreichen. Sehr schön ist von hier der Rück­weg, der horizontal auf der Höhe nach S. Agata führt; auch gewährt dann der Abstieg reizende Blicke auf die grüne und häuserbesaeie Ebene, von Meta bis Sorrent, hinter deren

Die 31 größten Wahlkreise müßten also anstatt 31 Ab­

geordnete, die sie jetzt wählen, deren 129, also rund 100 mehr haben. Die Wahlkreise mit 30,000 bis 50,000 Wahl- berechtigten müßten bei einer gleichen Reichstagswahlkreis­einteilung etwa die doppelte Zahl vonAbgeordneten, 236 an­statt 128 Abgeordnete haben. Ein Blick auf die Wahlstatistik ß uns, daß wir unter den größten und den großen Wahl- , in fast sämtliche Jndustriebezirke^und alleGroßstädte fin­dend Alle diese Gebiete, die das meiste zurVersorgung der stets ; wachsenden Bevölkerung beitragen, die die meisten Steuern ~ bezahlen, und deren Bevölkerungszahl ständig wächst, sind n ganz unverantwortlicher Weise durch bie heutige Wahl- : kreiseinteilung benachteiligt. Ihr politischer Einfluß im § gegenwärtigen Reichstag ist ein viel zu geringer, ein gleiches Neichstagswahlrecht besteht für sie nicht mehr.. Von Jahr zu Jahr wird diese Ungerechtigkeit größer. Die dünn bevöl- «tien Gegenden Deutschlands stellen dagegen weit mehr Abgeordnete als ihnen zukommen und damit ist auch ihr polnischer Einfluß ein größerer.

Betrachten wir nun die von uns angegebenen Wahlkreise uach der Parteistellung der Abgeordneten, so ergibt sich

^^ gleichfalls ein sehr interessantes Bild. Die 12 kleinsten Wahlkreise sind durch folgende Parteien im Reichstage ver­beten: 3 Konservative, 1 Reichsparteiler, 2 Nationalliberale, M 4 Pole, 2 Elsässer, 1 Sozialdemokraten, 1 Freisinnige Volks- ; Jnrteiler und 1 Mitglied der Freisinnigen Vereinigung.

D,e Parteiangehörigkeit der Abgeordneten der 31 größten Wahlkreise ist folgende: 23 Sozialdemokraten, 6 Zenttum, ; ^Pole und 1 Rationalliberaler. Bei einer Neueinteilung der

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Borken Recklinghausen Dresden Altstadt.... - Chemnitz | Kattowitz-Zabrze.... g Beuthen-Tarnowitz.. ß Kiel ..............

g Elberfeld-Barmen .. E Nürnberg..........

I Hannover-Linden....

zusammen... .897 Wahlkreise.

| V Von den 397 Wahlkreisen, hatten also 196, die Hälfte, g7 'etwa die normale Größe, wenn man annimmt, daß auf L 100,000 Einwohner 2122,000 Wahlberechtigte kommen. t 62 Kreise hatten im Verhältnisse ihrer Einwohnerzahl eine : ju große Zahl von Abgeordneten, während 149 Wahlkreise mehr Abgeordnete zu wählen hätten. 12 Wahlkreise haben unter 15,000 Wahlberechtigte. Es sind die folgenden: Lippe-Echaumburg.. 9,556 Gebweiler 13,616

M Waldeck .......... 12,321 Löwenberg 14,007

M. Lauenburg 12,665 Krotoschin 14,206

- Deutsch Krone 12,886 Neustettin 14,804

k Fraustadt (Posen) .. 13,208 Angerburg-Lötzen .. 14,842

| Rappoltsweiler .... 13,212 Coburg .......... 14,912

Der kleinste deutsche Wahlkreis ist also das Fürstentum H Lippe-Schaumburg:

Stellen wir nun den 12 kleinsten Wahlkreisen die 31 größten gegenüber, das sind solche mit über 50,000 Wahlberechtigten, so ergibt sich folgendes Bild;

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(TrnMarter SanaelsaeiÖMiigO Uftfr ft fr f ftfft CÄene Tmttater Zefomt»

P. Schon oft iss in der Presse auf die ungleich- tznäßiae Einteilung unserer Reichstags» ; Wahlkreise hingewiesen worden. Die Wahlkreisein- teilung datiert in Norddeutschland aus dem Jahre 1867, H in Süddeutschland aus dem Jahre 1871. 37 beziehungs- I weise 33 Jahre sind seitdem vergangen, die Bevölkerung s Deutschlands ist von etwa 40 auf rund 60 Millionen ge- ( stiegen, die Einteilung der Reichstagswahlkreise aber ist die- 1 elbe geblieben. Nach der Reichsverfassung soll auf 100,000 V Einwohner ein Abgeordneter kommen, der Reichstag, der ' gegenwärtig 397 Mitglieder zählt, müßte also jetzt etwa 600 Mitglieder haben. Nun faßt zwar der Reichstagssaa eine solch große Zahl von Mitgliedern nicht, das ist aber ; auch gar nicht nötig; man könnte einfach die Durchschnitts» v. zahl der Einwohner eines Wahlkreises von 100,000 auf 150,000 erhöhen.

Die jetzigen Reichstagswahlkreise sind willkürlich über das Land verteilt, mit jeder neuen Million von

Interessant ist auch eine Aeußerung desEconomista

t uiiu x uiuuuiiuiuuvtum. w. d'Jtalia", die zu beweisen scheint, daß Schatzminister Luzzatti,

istagswahlkreise würde sicher die Parteizusammen-I der soviel für Frankreich getan hat, enttäuscht ist:Indessen des. Reichstages,eine,wesentlichntdere werden, als I bemerken wir, daß man in Finanzkreisen mißgestimmt ist wegen

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Aus Vädern und Sommerfrischen.

i*. Königstein i. T., Ende April. Vor kaum ztvei Wochen hoben sich die jungen Sprossen von Baum und Strauch, hier oben in Königstein, nur noch spärlich von dem über­winterten Tannengrün ab. Aber mächtig strebten nun die lungcn Triebe der Waldbäume, von wärmender Frühlings­sonne gelockt, hervor. Täglich läßt sich beobachten, wie sich das junge saftige Grün üppiger von dem Hintergrund brauner und grüner Wintertannen abhebt. Wald und Wresen find wie übersät mit Himmelsschlüsseln, Ramunkeln, Gänseblümchen und Veilchen. Die Kirschen stehen jetzt in voller Blüte, die Zweffchen- und die Birnbäume tun es ihnen an Blütenpracht fast gleich. DaS schöne Frühlingswetter hat schon viele Naturfreunde und Erholungsbedürftige nach Königstein geführt. Nicht nur aus der Nähe, aus Frankfurt und Wiesbaden, auch aus Nord- und Süddeutschland und selbst aus dem Ausland kommen die Gäste schon zugereist. Im Kurhaus und in Pensionen haben sich zahlreiche Fremde einlogiert, in den kleinsten LandhäuSchen und in den stolzen Villen, überall rüstet man sich zum Empfang. Nun sollte auch der Magistrat etwas mehr zur Annehmlichkeit der Fremden beitragen, manche Wege verbessern und vor allem für Entfernung des Staubes nach Möglichkeit Sorge tragen.

<J. S. Homburg v. d. Ende April. Kein Jahr ohne eme Verbesserung im Badewesen. Im Jahre 1898 wurde der Soolsprudel erbohrt, 1899 der Landgrafenbrunnen ; 1900 wurde der große Zentralschacht vollendet; 1901 kam zu den vorhandenen sieben als achte dieneue" Quelle; 1902 ist das Kurhausbad eröffnet worden; 1903 erfuhr der Landgrafenbrunnen eine Vertiefung von 50 auf 150 Meter und gleichzeitig wurde er, bisher nur Badequelle, auch für die Trinkkur in Gebrauch genommen. In diesem Frühjahr ist wiederum der Landgrafenbrunnen das Sorgenkind der Verwaltung. Da, wo er sprudelt, kann man ihn nicht trinken, wegen des Golfklubs, der diesen Teil des Wiesengrundes gepachtet hat und da, wo man ihn voriges Jahr trank, wollte er nicht sprudeln: die CO» ging beim Fortleiten und Emporpumpen verloren. Da ist man auf den AuAveg verfallen, an der Brunnenallee, etwa fünfzig Meter vom Elisabethenbrunnen entfernt, eine An­lage zu schassen ähnlich denen, durch die alle übrigen Hom­burger Mineralquellen charatterisiert find. In einer Ver­tiefung, in die man auf bequemen Pfaden allmählich hinab­steigt, richtet man soeben eineZapfstelle" für den Land- grafenbrunneu her. Derspringende Punkt" bei der neuen Anlage ist, daß die Glasschale, in welcher das Mineral­wasser emporschäumen wird, im Niveau der Quelle liegt, sodaß das Wasser durch den Druck der eigenen Kohlen­säure bis zur Schöpfstelle steigen und nichts von diesem wertvollen Bestandteile einbüßen wird. Ein Kupferrohr ist an das Steigrohr am Ursprungsort der Quelle hermetisch angefchloffen, und in ihm strömt das Mineralwasser nach der neuen Zapfstelle hin. Durch ein zweites, eisernes Rohr fließt es nach dem Ausgangspunkt zurück und weiter nach dem großen Zentral- und Regulierschacht, der zur Aus- sammlung des BadewasserS bestimmt ist.

? Langenschwalbach, Ende April. Die ersten Kurgäste sind bereits eingetroffen, obgleich die Saison offiziell am 1. Mai beginnt. Nach den bisher cingelaufenen Bestellungen dürste die diesjährige Kur eine gute werden. Die politische und wirtschaftliche Weltlage übt auf den Besuch unseres Bades, das in erster Linie Heilbad ist, keinen nennens­werten Einfluß. Ueber zehn verschiedene Quellen dienen teils Trink-, teils Badezwecken. Um die Ergiebigkeit zu vermehren, ist mit der Neufassung begonnen worden. Die Arbeiten am Adelhaidbrunnen, dessen Wasser in erster Linie zur Bereitung der Mineralbäder im neuen Moor­badehaus Verwendung finden soll, sind mit einem Kosten­aufwand von rund Mk. 100,000 fertiggestellt. Ehe-, Pan- linen- und Neubrunnen werden im Laufe dieses Jahres neugefaßt werden. Auch die Ergiebigkeit der beiden haupt­sächlich Trinkzwecken dienenden Brunnen, Wein- und Stahl- brunnen, hofft man durch Neufassung erheblich zu ver­mehren. Das neue Moorbadehaus ist im Rohbau fertig. Zu den mancherlei Verbesserungen, die den Kur- Aufenthalt zu einem angenehmen zu machen suchen, gehört auch die neue Automobil-Omnibusverbin­dung, welche am 15. Mai eröffnet wird, und einen stän­digen viertelstündigen Verkehr zwischen Bahnhof und Stadt vermitteln soll.

h. Aus dem Odenwald schreibt man uns: Zu den herrlichen Punkten unseres Gebirges, die in wetteren 5krei- sen noch zu wenig gekannt und deshalb noch nicht ent­sprechend gewürdigt werden, gehört der 548 Meter hohe Krähberg. Den Berg selbst krönt das gräflich Erbachfche Jagdschloß, inmitten eines herrlichen Buchenwaldes, her sich tundenlang auf dem Plateau und talabwärts hinzieht. Geeignet zum Ausrasten und als touristischer Stützpunkt ist knapp unterhalb des Gipfels an her Staatsstraße Hetz­bach-Schöllenbach das Riefenkreuz (Schmidtsruhe) zu nen­nen, ein Punkt, der unmittelbar und geschützt am Walde gelegen, eine packende Rundsicht bietet, bie im Westen zur Tromm und ins Süden bis zum Katzenbuckel den Blick des Wanderers schweifen läßt. Für den Besuch der Gegend wirkt noch günstig der Umstand, daß sie leicht erreichbar ist, in 1 Stunde von der Station Beerfelden der neuerhauten Nebenbahn, in % Stunden Steigens durch schattigen Wald von Station Hetzbach der Odenwaldbahn aus. Wer den Odenwald im frischen Bucheygrün kennen lernen will, her verfehle nicht, zum Krähberg bie ©stritte zu lenken.

Darmstadt. Man schreibt uns: Am 2. Juli v. I. hat ich in Darmstadt derHessische gemeinnützige Bcrein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten" konstituiert. Wenn auch der Name des Verein? bereits den nächsten Zweck der VereinS- ;rünbung erkennen läßt, so ist es doch vielleicht nicht über« lässig, in kurzem darzulegen, warum Männer, denen es nicht an anstrengender beruflicher Arbeit mangelt, es für ihre Pflicht gehalten haben, Zeit und Kräfte in den Dienst einer solchen Aufgabe zu stellen. Der Grund ist im wesent­lichen folgender: unsere Sanborte nehmen ganz überwiegend an dem großen Aufschwung des wirtschaftlichen Lebens in den Städten wenig Teil: sie gehen relativ zurück, manche tehen still, viele zeigen einen direkten Rückgang an Be­völkerung und Wohlstand. Von dem Gebirge zieht sich die Bevölkerung mehr und mehr nach den Jndustriegegenden, an die Bahnlinien, aus den Dörfern nach den Städten. Die Zahl her bäuerlichen Landwirte, der Landbesitz des kleineren Bauernstandes in Wald und Feld geht in zahlreichen Ge­birgsdörfern Jahr für Jahr zurück. An viele Stellen, wo ttüher reicher Ackerbau getrieben wurde, ist Wald getreten. Es ist schwer, dieser Entwickelung entgegenzuwirken; in vielen Fällen wird es hoffnungslos fein. Aber umso mehr ist es nötig, unsere Landorte zu fördern und Entwicke­lungskeime zu pflegen, die ihnen einen neuen Aufschwung ermöglichen. Einen solchen entwickelungsfähigen Keim erblicken wir in der Belebung unserer Sanborte burch den Zuzug von Fremden zu längerem ober zu kürzerem Auf­enthalt. Unsere heimischen Gebirge (Odenwald und Vogelsberg) sind noch viel zu wenig in weiteren Kreisen bekannt und in ihrer Schönheit und Mannigfaltigkeit ge­würdigt. Während im Schwarzwald, Vogesen, Harz, ja elbft in der Rhön und Eifel die Zahl der Sommergäste eine außerordentlich große ist, läßt die Besucherzahl von Touristen abgesehen im Odenwald und Vogelsberg noch viel zu wünschen übrig. Und doch sind diese Gebiete durch ausgezeichnete Touristenvereine (Odenwaldklub und Vogelsberger Höhenklub) schon längst der Touristenwelt er« chlossen und durch vortreffliche Wegmarkierungen zugäng- ich gemacht. Hier will nun der gemeinnützige Verein mit einer Tätigkeit einsetzen, indem er eine unabhängige und unetgennützige VermittlungS- und Aus-

kunftsstelle schasst für alle diejenigen, die Lust haben/ einmal in unseren heimischen Gebirgen, die ihnen so nahe! sind und die doch die meisten nur von sonntäglichen Wände«' rungen her kennen, einmal einige Wochen mit ihrer Familie! zu verbringen. Und dies führt auf einen weiteren, nicht un* wichtigen Punkt: so wenig es angängig wäre, bei her Wahl' der Sommeraufenhalte das Schweifen in die Ferne allge­mein zu verurteilen, so wenig aber sollte es doch Regel- bleiben, entferntere und teurere Landaufenthalte vorzu«> Ziehen vor den heimischen Bergen. Es liegt darin ein Zug der Mode, der wirtschaftliche Nachteile für den Einzelhaus­halt wie für den Volkshaushalt hat. Es bars hier offen ge« agt werden: es stände besser um bie Verhältnisse mancher taktischen Familie, wenn sie ben Sommeraufenthalt, statt n hem Seebad oder der Schweiz einmal im Odenwald oder Vogelsberg nähmen, uns es stände besser um die Erwerbs- Verhältnisse in manchem reizend gelegenem Gebirgsdörfchen, wenn das Geld, das her Städter für die Sommerreifen ausgibt» im Lande verzehrt, statt in die Fremde getragen würde. Dann würde das, was der Verein gleichfalls an- strebt: bie Verbesserung der Unterkunstsverhältnisse sowie die Errichtung von Kurpensionen an schön gelegenen Stellen außerhalb der Dörfer leichter und schneller zu ver­wirklichen sein, denn wenn unsere Landbevölkerung erst er* tarnt hat, daß die Zahl her Sommergäste sich hebt und daß hierin eine reiche und auch großer Steigerung fähige Er- werbsgelegenhett liegt, dann wird sie in ihrem eigenen In« tereffe immer mehr bie Einrichtungen schaffen, die der Gast erwarten darf, um in seiner Sommerfrische das zu fin­den, was er sucht: einen Körper und Geist erquickende» Aufentbalt in schöner Natur und in einfachen und gesunde» Lebensbedingungen. Das Verzeichnis empfehlenswerter Sommerwohnungen, welches soeben erschienen ist, enthält eine reiche Auswahl von Land- und Kurausenihalten im Vereinsgebiet und ist durch ben Geschäftsführer des Vereins, bem Gr. Rechnung-- und Kassenführer Herrn Harth in Darmstadt unentgeltlich zu beziehen.

»ad Kreuznach, Ende April. Das schöne Wetter, welches feit Mitte dieses Monats hier eingetreten ist, hat bereits eine größere Anzahl von Kurgästen hierhergelockt, sodaß bie am 1. Mai zur Kureröffnung erscheinende Bade- zertung mehrere Hundert Fremde wird verzeichnen können. Als erste fürstliche Gaste sind, wie alljährlich, die Kinder des Großfürsten Mchael Michailowitsch von Rußland im Grand Hotel Kurhaus abgesteigen. Das Kurorchester steht wieder unter der bewährten Leitung des Kapellmeisters Heinrich Sauer, das Kurtheater unter der Direktion Alfred Helm. Die Kurverwallung hat die letzten Wochen eifrigst zu Verschönerungen und Verbesserungen in dem herrlichen Kurgarten benutzt. Die Badeeinrichtungen sind um die in ben letzten Jahren viel in Aufnahme gekommenen elektrischen Lichtbäder, sowie um Frcmzensbader Moorbäder bereichert worden.

I Teltow-Beeskow-Charlottenburg ist mit 183,076 Wahl- I E berechtigten der größte Wahlkreis Deutschlands, die Gin- I | «ohnerzahl dieses Wahlkreises dürfte 700,000 jetzt über- I steigen. Die 43,000 Einwohner des Wahlkreises Lippe- I Schaumburg haben dasselbe politische Recht wie jene I ,700,000 und mehr des Wahlkreises Charlottenburg, oder I mit anderen Worten ein Staatsbürger im Wahlkreise Char- I , lottenburg hat nur etwa den zwanzigsten Teil des politischen M ' Wahlrechtes wie ein solcher in Lippe-Schaumburg. Die I ganze Haltlosigkeit unserer heutigen Wahlkreiseinteilung spiegelt sich deutlich am Vergleich dieser beiden Wahlkreise wieder. Bettachten wir die 31 größten Wahlkreise nach ihrer I Einwohnerzahl, so müßten diese folgmde Zahl von Abgc- ordneten haben, wenn wir für jedes angefangene 100,000

[ Einwohner einen Abgeordneten rechnen.

[ Teltow, Beeskow, Char- Elberfeld-Barmen . ....... 4 i lottenburg ..........8 Düsseldorf ...... 4

Berlin VI 8 Nürnberg 4 Bochum-Gelsenkirchen 7 Magdeburg 8

I Dortmund 5 Borken -Recklinghausen .... 8 Berlin IV 5 Frankfurt a. M. 8

I Essen 5 Köln Land ....... 3

Mülheim-Duisburg 5 Köln Stadt 8

11 München 5 Lennep-Mettmann 3 Leipzig 5 Kiel 3

i Hamburg 5 Dresden r. d. Elbe ....... 8 Berlin ll * Dresden Altstadt..........3

Niederbarnim * Chemnitz................3

Beuthen-Tarnowitz 4 Stuttgart 3

[ Kattowitz................4 Mannheim 3

Hannover 4 Bremen 3