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s. I«ir 1904» Wr. 183.
Arittrs Morsrnblatt der $ra«kfitrtw Zeitung.
9 Seite. 3. I«U 1904.
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Waren- und Produktenberichte.
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bahnprojekt günstige Ausfichten eröffnet worden. Durch Ingenieur Kürstrinrr in St. Gallen find die Pläne bereits ausgearbeitet worden; beider Finanzierung werde ein fügendes Et. gallisches Bankinstitut Mitwirken. Bon moralischem Wert ist für das Äternehme«, daß der Semeinderat der Stadt Et. Gallen sich an den Kosten der Dorstudien ebensalls beteiligt. In vier Sektionen würd« das Projekt ausgeführt. Die Strecke Appenzell-Wafferaunl wäre Talbahn und ließe sich durch eine der beiden Appenzeller Bahnen betreiben. Die Erstellung dieses unterste« Teilstückes würde ungefähr ein Jahr beanspruchen. Das zweite Teilstück reicht von Wafferauen bis Seealp ; hier find größere Bauschwierigkeiten zu überwinden und deshalb zwei Baujahre in Ausficht zu nehmen. Seealp-Meglisalp würde zwei weitere Baujahr« erfordern, sodaß bei dem vorausfichtlichen Baubeginn im Frühjahr 1905 bis 1910 die Strecke bis Meglisalp erstellt wäre. Die Säntisspitze würde erst später b. h. nach der finanziellen Konsolidierung der unteren Teilstrecken überwunden-
•) Kbeneo nach Zentralamerika. Columbien. Panama, Ecuador. Pern, Bolivien, d. m nördlichen Chile. Cuoa- Haranu. Curacao. Haiti-San Domingo. Jamaica. Portorico und den Sandwich Inseln. Briete nach den Samoa-Inseln werden den Seeposten nach New York in Bremen oder Southampton ««geführt
**) Briefe nach der Mandschurei und Port Arthur werden durch Sibirien befördert.
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Inge nur mit dem Geiste zu lieben, dann würdest Du roci- Und Weisheit ist das gleiche wie Glück . .
Konkurs-Eröffnungen, isw
E =Eröffnungstermin; A = Anmeldefrist = Ablauf; <?=Erste Gläubigerversammlung; P = Prüfungstermin.
Heinrich Aab, Kf. (Friedr. Aab)
Karl Blame Hindi. Beligmann&Hirsch Mariend. Warenb.
Geonr Haimerl, Müller
H. 0. Aug. Busch, Schuhwarenh.
Adolf Ziegler, Müllermeister
Johann Stedtteldt, Wild- mGeflügelh.
Wilhelm Jäger. Kf.
Herrn. Eberhard. Kaufmann
Mark. Brachvogel, Schneidermstr.
Jakob Biehl H, Gastwirt
H. Krankenhagen, Bäckermeister
Ludolph Neander, Pfandleiher
Jak. Lutz, Bäcker Friederike Pfeiffer, Putzmacherin
Eduard Martini, Schuhmacherin.
Budoif Koser, Töpfermeister
Julius Hügenell, Sägereibesitzer
Friedrich Koppe, Tischlermstr.
Joseph Bönner, Baumsohulenbes.
Josef Bauer t Schneider
Adolf Gantz. Kf.
Emma (M.)Horwitz, Putzwareng.
Hugo Vogel, KL
Namen.| Wohnorts
selbst war ja .bet Typus eines gesunden Menschen; ihr als hättH er gefragt: Gefalle ich Dir? — und sie
'= Tagesanzeiger für Sonntag, garten, 83m. 20 Pf., Nm. 50 Pf. Garten, Bm. 30 Pf. — Kongreß deut Geigenbauer, im Saalbau, Vm. 9. — Der
Vermischtes»
w Jena, 2. Juli. Heute Mittag ging ein heftige» G«. lvitter über die Stadt und Umgegend nieder. Ein wölken, bruchartiger Regen setzte viele Straßen unter Waffer, daß auch in die Verkaufsläden eindrang. Telephonleitung und Straßenbahn- verkehr wurden unterbrochen. Ein Blitzschlag beschädigte das Dach des alten Schlosses. In Großlöbichau wurde ei» Bauerngut in Brand gesetzt.
t Munster, 2. Juli. Die Frrma M. van Selbe» u. Co. in Gronau i. W. stiftete anläßlich ihres 50jährigen Bestehens 100,000 für ihre Wittwen- und Waijenkaffe sowje 20,000 JL für die Pensionskasse.
A Aus her Oftschweiz, 1. Juli. Au der Feier zur Einweihung der neuen Eisenbahnlinie Gais-Appenzell find für das S L n t i L -
F Este« (Ruhr), 1. Juli. Im Herbst 1901 brach im Kreise Gelsenkirchen eine Typhus-Epidemie aus,di« in dem dichtbevölkerten Industriegebiet bald einen ungeheuren Umfang an- »ahm. Etwa 3000 Personen erkrankten und viele hunderte von Personen starben. Zwecks Untersuchung über die Ursachen der Epidemie begaben fich Professor Robert Koch (Berlin), Dr. Sprengefeld (Arnsberg) und der Bakteriologe Profeffor Dr. Piefke (Berlin) in das Epidemie-Gebiet. Monatelang« Untersuchungen führten diese Kommission schließlich zu der Ueberzeugung, daß die Epidemie durch Waffer hervorgerufen fei und zwar durch Waffer, welches den verseuchten Gebieten durch das Wafferwerk für das nordwestliche Kohlenrevier zugeführt war. Dieses Werk erstreckt sein AersorgungSgebiet über einen großen Teil des Industrie- bezirks; es versorgt etwa 100 Gemeinden mit Waffer, daS der Ruhr entnommen ist, durch Erdfickerungen filtriert und alsdann durch ein Röhrmshstem den einzelnen Ortschasten zugeführt wird. Wenn auch die Untersuchung des Leitungs- wafferS den Nachweis von Bazillen nicht erbracht hat, so hat dennoch die UntersuchungSkommisfion angenommen, daß bi« Epidemie durch den Genuß des Leitungswaffers verursacht worden sei, zumal sich die örtliche Ausdehnung der Epidemie mit einem bestimmten Teil des Wasserversorgungsgebietes deckt. Die Infektion des Wassers soll durch ein Stichrohr erfolgt sein, das zu Zeiten großen Waffermcmgels unfiltriertes Waffer unmittelbar aus der Ruhr in das Röhrensystem des Wafferwerkes führte. Diese Zuleitung unfiltrierten Ruhrwaflers m das Wafferversorgungs- Gebiet sollen 1. der derzeitige Wasserwerksdirektor, Gerichtsaffeffor Eugen Hegeler (Gelsenkirchen), 2. der Wasserwerksdirektor Pfudel -(Charlottenburg), 3. der Maschinenmeister Heinrich Kiesendahl (Gelsenkirchen) und 4) der frühere Wafferwerks- direktor Max Schmitt (Wiesbaden) verschuldet haben. Da dadurch die Epidemie verursacht worden sei, ist gegen die genannte» vier Personen Anklage wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verfälschung von Nahrungsmitteln erhoben worden. Eie haben sich nun am Montag vor der dritte» Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu verantworten. Es sind zu der Ver- Handlung, für die z e h » Verhandlungstage in Ausficht gestommen find, eine große Anzahl Zeugen und 19 Gutachter ans allen Teilen Deutschland» geladen.
, hätte ein jubelndes Ja gerufen.
Wenn sie sich jetzt besann, so hatten nur immer kraftvolle, gesunde Menschen ihr Interesse erregt.
Aber das war ihr doch neu gewesen: ein junger Herr, der auf einem Feste seiner Dame den Puls fühlt — nicht etwa zum Scherz, nein, im vollsten Ernst — und der sich seines starken Schlages freut, wie eines Kunstwerks!
fei werden. Und Weisheit ist das gleiche wie Glück . . Ja, das ist es auch!"
Das leise, milde Lächeln, mit dem sie vor der Chaiselongue stehn blieb, verschönte ihr Gesicht. Mit gekreuzten Armen blickte sie auf Almuth herab ; sie blickte ihr von da, wo sie stand, unter das Kinn und die kurze Nase mit der leichten Kerbung der Nasenwand. Das so verkürzte Gesicht erschien ihr ungemein reizend und zugleich rührend töricht. Sich selbst erschien sie völlig abgeklärt und überlegen mit ihren sechsundzwanzig Jahren. Daß jemals irgend etwas den eingeschlagenen ruhigen Schritt ihrer Tage stören würde, das war für sie ganz ausgeschlossen.
Ob dieses Kind sich wohl in den Doktor Fnese verliebt hat? dachte sie.
Und auf einmal sah sie, wie sich aus Almuths großen
mehr ist, als was der Farmer für den Verkauf seines Branntweines überhaupt erzielen konnte. In erster Linie bedeutet dies in dm heutigen schlechten Seiten eine kolossale Hilfe für dm Farmer, und zweitens wird der ganze Branntwemmarkt einen Umschwung merken, da der Preis wahrscheinlich sofort auf Lstr. 14 und darüber steigen wird. Einem solch verlockmdm Vorschlag gegenüber ließ die Afrikanderpartei ihren Vorschlag auf Besteuerung der Diamanten sallm und die Branntweinsteuer wurde fast ohne Diskussion vom Oberläufe angenommen.
DieWahlen für die durch die neue Vorlage geschaffenen Vertretungen im Parlament sollen im nächsten Monat vorgenommen werdm. Verschiedene der zur Fortschrittspartei gehörenden Kandidaten haben erklärt, daß eine Diamantensteuer unbedingt nötig ist, so daß die Afrikanderpartei bei dem Kompromiß das beste Geschäft gemacht zu haben scheint. Bisher schloffen sich diejenigen Engländer, die den politischen Prinzipien der Progreffiven und dm Kapitalisten feindlich gegmüberstandm, der Old Dutsch Bondpartei an, die seit diesem Anschluß unter dem Namen South Afrika» Party bekannt war. Seit einer Woche ist hierin jedoch eine Veränderung eingetreten. Man merkt seit langem, daß die Engländer in vielen Dingen nicht ganz mit der Holländischen Partei zusammen gehen konnten und obgleich sie Beide ausgesprochene Gegner der Jamesonpartei sind, häufig ein erfolgreiches Zusammenwirken unmöglich war. Außerdem wurde es klar, daß eine dritte unabhängige Partei im Parlament einen entscheidenden Einfluß ausüben könnte, wie es die Irländer viele Jahre lang im englischen Unterhause getan habe». Eine am letzten Donnerstag abgehaltene meist von Engländern besuchte Versammlung beschloß daher die Bildung der Südafrikanischen Liberalen Partei; der AbgeordneteMerri- man ist einer der Führer und verschiedene andere einflußreiche Persönlichkeiten schlossen fich ihm an, man munkelt sogar, daß ein oder zwei Hauptmitglieder der Progreffivm Partei, die auch nicht ganz mit Dr. Jamesons Politik übereinstimmm, zu ihr übertretm würden. Die zwei englisch gesinnten Zeitungen Kapstadts, .Times" und .Argus", die den Progreffivm gehören, find nicht wenig erbost über die ganze Angelegenheit, und die heftige Sprache die sie momentan führen, zeigt nur zu Dar, daß die Progressiven das schlimmste von der neuen Liberalen Partei befürchten, zumal die Arbeiterpartei, die mangels guter Führer sich letzthin zersplitterte, geneigt zu sein scheint, sich der neuen Partei anzuschließen, besonders da eines der Hauptprinzipien der Letzteren, die Bekämpfung bet Kapitalmacht ist. In der Tat hat die neue Vereinigung auch schon ihren Einfluß geltend gemacht und der Arbeiterkandidat für das Oberhaus, ein im Lande geborener sehr erfahrener Mann, wird sowohl von dem Bond, wie von der Südbfrikanischen Liberalen Partei kräftig unterstützt, so daß derselbe gute Aussicht hat, ins Parlament zu kommen.
Sport.
* Sternen, 2. Juli. Pferderennen. Versuchs-Flachrennen. 3000 Mk. 1. Balduins Bahadur, 2. Bolles Hofnarr, 8. Dr. Thomsens Blitz. 15:10; 12, 23:10. — Eröffnungs- Jagdrennen. 1000 Mk. 1. 2t. Gr. Rahhaus-Cormons' Oradora, 2. Lt. Frhrn. Schilling v. Canfiatts Sprudel, 3. Lt. v. Röders Neffus. 32:10; 15, 12, 17:10. — Weser« Flachrennen. 4500 Mk. T. Gest. PretenS Lufticus, 2. Rudolphs Nibu, 3. Stensbecks Kontador. 34:10; 14,12:10. — Ehrenpreis- Flachrennen. 1000 Mk. 1. Lt. v. StedmanS R i g h t a n d L e f t, 2. Lt. KieckebufchS Buckingham Palaee, 8. Gest. Pretens Mikrobe. 24:10; 16, 29:10. — Großes Jnländer-Jagdremmn. 6000 Mk. 1. Beißbarths Ararat, 2. Del Bancos Qual, 3. Mautner v. Markhofs Filigran. 59:10; 33, 28, 18:10. — Preis der Vahr. 2500 Mk. 1. Heymels Hindoo Queen, 2. Lt. v. b. Lippes Bagi, 3. Lt. v. Esmarchs Lagzi. 33:10; 22, 44:10.
k Bayreuth, 80. Juni. Die Briestaubmsektion Straßburg- Bayreuth ließ am Montagfrüh 6 Uhr 80 Brieftaube »von ber Fortifikaiio» Straßburg auf. Die ersten trafen bereits um 10 Uhr 4 Minuten in Bayreuth ein, obwohl an biesem Tage Siegen herrschte. Die Luftlinie Straßburg - Bayreuth beträgt 315 Kilometer, die Fluggeschwmbigkeit ber ersten Taube 1275 Meter pro Minute. Die Taube wurde also in bet Stund« 76i/2 Kilometer zurücklegen. Der Sektion würde für diese Leistung vom bayerischen KriegSminifferium die silberne StaatSmedarlle verliehen. Bei dem vom Brieftaubenklub München veranstalteten Wettflug Mainz - München, ebenfalls 815 Kilometer Luftlinie, wurde nur eine Fluggeschwindigkeit von 949 Meter Pro Minute erzielt.
* Paris, 2. Juli. Pferderennen zu Amiens Prix de la Prairie. 3000 Fr. 1. D. Reiffs Maximum II (Rausch), 2. Ranavola II. 81:10; 35, 30:10. — Prix de la SoxietL d'Encouragement. 3000 Fr. A. Oppenherms Madianite (Wilson), 2. Saxonne. 33:10; 17, 20:10. — Prix du Chemiu de Fer du Nord. 1500 Fr. 1. F. Charrons Couronne (M. Charron), 2. Foncailles, 3. Carnavatet. 53:10; 22,27, 49:10. — Grand Prix d'AmienS. 10,000 Fr. 1. F. Charrons Ignorantin (Berthold), 2. Monsieur Charvet, 3. Mater. Ferner: General Paul, Red River. 29:10; 16, 17:10. — Prix des Tribunes. 3000 Fr. 1. H. Baudouins Gauloise (Lane), 2. Jota, 3. La Tartine. 95:10; 22, 19, 14:10. — Prix deS Dames. 1500 Fr. 1. W. BottenS General Simon (M. Outre), 2. Malachite. 33:10; 20, 20:10. — Prix Fr-mc-Picard. 2500 Fr. 1. I. des Forts Ulster (Brown), 2. Sappho. 72:10; 28, 19:10.
* London, 2. Juli. Pferderennen zu Alexandra Park. Sieger: Solera (K. Cannon) 8:1, Haut en BaS (Griggs) 5:2, Foundling (JarviS) 9:2, Eghptian Beauty (Dillon) 8:1 auf, Oueenwood St. (Bnllock) 5:1, Lapsang (Dillon) 7:2 auf.
* Aus Paris wird un8 geschrieben: .Der amerikanische Meisterfahrer Lawson hatte den Sieger de? Pariser Grand-Prix Cheliste, den Deutschen Mayer, zu einem Match herausgefordert, der am Donnerstag unter großer Beteiligung des Sportpublikums auf der Buffalo-Bahn ausgefochte» wurde. Mayer fertigte in de» beiden ausbedungenen Läufe» seinen amerikanischen Widersacher leicht ab, was das Publikum, das fich am Sonntag so gehässig ihm gegenüber gezeigt hatt«, diesmal mit überströmendem Jubel aufnahm".
Am 17. Juli finden in Mainz Radrennen statt. Sechs Konkurrenzen sind ausgeschrieben, nur für Herren- fahrer, darunter die Meisterschaft für Heffen über 1000 Meter. Meldungen sind bis zum 11. Full an P. Drescher, Mainzer Sportplatz, zu richten. — Am 10. Juli werden in Ludwigshafen Radrennen für Herrenfahrer veranstaltet, darunter ein Motorrennen über 10 Kilometer und die Meisterschaft vom Verband, süddeutscher Rennfahrer über 1000 Meter. Meldungen nimmt bis zum 4. Juli V Meffer, Sportplatz Ludwigshafen a. Rh., entgegen.
Oele. Oeieaaten und Fettwaren.
Berlin, 1. Juli. (Original - Wochenbericht der Frankl. Zeitung.) Der Handel in Baböl blieb außerordentlich beschränkt, er stockte an mehreren Börsenfsgen der Woche und so such heute vollständig. Nur nominell kann Oktober auf A 44-05- Dezember A 44.09 geschätzt werden, was um A 0.01 hinter vorwöchigem Standpunkt zurücksteht. , , — _ .
Heus, 1. Juli. (Orig.- Wochenbericht von Jonas Hoffmann.) In Böbölsaaten geht wenig um, die Stimmung bleibt fest und der Freies!and unverändert. Leinsaaten erschien anfangs der Woche infolge der geringeren Abladungen eine wesentliche Wertbesserung. In den letzten Tagen hat sieh der Markt wieder etwas abgeschWMht und bekunden Käufer große Zurückhaltung. Erdnüsse unrentabel. Leinöl matter. Erdnußöl geschäftslos. Buböl und Oelknchen still. Tagespreise bei Abnahme von Posten: Küböl ohne Faß bis Al 45
Hamburg, 1, Juli. (N. H B.-H) Schmalz. Steam 4 34%, Kingan & Co. 36—. Chamberlain, Boe & Co. 4 35%, Bex A 36—, Hammond A 36-, Swift Packing Co. A 36%. Ada Packing Co. A 36 , div. Marken A 34%-35 alles in Tierces pr. Netto-Ctr. exkL Zoll. Hamburger in Di itteltonnen: Badbrach A 4464. Schaub 43-, alles per Netto-Ctr. inkl. Zoll. _ .
Bremen, 1. Juli. (W.-Z-l Schmalz loko Tuba und Firkins 3554. Doppeleimer 86J4 A. Fest
Antwerpen. 1. Juli. Terpentinöl, amenk. diep. 109J4 Jnll- Aug. lOSti. spanisches 107—. franz. 107— per IOC Kilo. — Harz, hell SpaLondon, 1. Juli. Leinöl vorn 17s Ijf. Sept-Dez. 17» l%d. Terpentinöl amerikan. Torr. 41s 3d.
Barmen Berlin
Mariendorf Harpfenmhle Bremen Breslau Dortmund Elberfeld
Frankfurt
Gnesen Goddelau Halle Hamburg Gärtringen Ilmenau Insterburg Eichwalde Hauingen Osterburg Thesdorf Plauen Thale a. H. Strasburg Striegau
deutscher Färbereien und chemischer Waschanstalten, im Zoologischen Garten, Vm. 10. — Oeff« nung der Museen, historisches, Bm. 10 bis Nm. 4; kunstgewerbliches, Vm. 10 bis Rm. 1, Nm. 2 bis 4; Städel- sches, Vm. 11 bis Nm. 3; SenckenbergischeS, Buk. 11 bis Nm. 1, Nm. 2 bis 4. — OeffentlicheS Konzert, im Günthersburgpark, Konzert der Feuerwehrkapelle, Bm. 11 bis M. 12. — Wettschwimmen, im Schleusenkanal bei Niederrad, Nm. 3. — Freier deutscher Ruderverband, am Deutschherrnkai, Regatta, Rm. 3. — Ostendverein, im Röderwald, Volksfest, Nm. 3. _ — TurngefellschaftBornheim, inder weißen Lilie, Bergerstra^ 273, 25jährige Jubelfeier, Nm. 3. —
Bockenheimer Turngemeinde, im Forsthaus Biegwald, Sommerfest, Nm. 4.
Irankftrrter Angekegenßetten.
---- Nra«kst»rt, 8. Juli.
= Reue Standesämter. Zur Zett bestehen fünf Standesämter. Das erste umfaßt das gesamte frühere Frankfurter Gebiet mit Bornheim, etwa 270,000 Menschen, das zweite Bockenheim, die drei anderen Oberrad, Niederrad und Seckbach. Nun sollen, entsprechend einem Versuch der Regierung, die Aemter vermehrt werden, und zwar schlägt der Magistrat vor, das Standesamt I in vier neue zu zerlegen — Nr. H ist und bleibt Bockenheim — und diese Aemter I, III, IV und V in der alten Frankfurter Bank unterzubringen. Diese Zentralisation ermöglicht eine gemeinschaftliche Kanzlei; man glaubt, daß nur zwei bis drei neue Beamte mit einem Mehrgehalt von 7000 Mk. erforderlich fein werden.
— Personalitotize«. DerKö»ig von Dänemark traf gestern Abend 7i/< Uhr von Wiesbaden hier ein und begab fich in den Frankfurter Hof. An dem Diner nahmen der König, sein Bruder, Prinz Hans von Glücksburg, derGroß- Herzog unddie Großherzogin von Mecklenburg- Str elitz teil. Um 9% Uhr erfolgte die Rückreise deS Königs nach Wiesbaden.
— Der Darmstädter Mörder? Der Polizeibericht meldet: „Am 25. Juni hat sich in einem hiesigen Friseurgeschäste ein unbekannter Mann, der ein verdächtiges, scheues Wesen zeigte, den Schnurrbart abrafieren lasten. Sem Signalement soll auf den Täter Pasten, der wegen,be§ am 10. Juni bei Darmstadt verübten Mordes verfolgt totib. Er wird beschrieben wie folgt: 30 bis 35 Jahre alt, mittelgroß, dunkelblonde Haare, Scheitel über bem. linken Auge, Narben am Kinn, linkes Bein etwas nachziehend, trug dunkelblauen Anzug, weichen, schwarzen Filzhut, ziemlich abgetragene, schwarze Deck-Krawatte mit roten Tupfen, führte rotbraunen Stock bei sich. Es wird um Mitteilung an das Polizei-Präsidium, Zimmer 49, ersucht."
---- Im Mat« ertr««ken. Der in den 70er Jahren stehende Badeanstaltbesiher und Aepfelweinwirt Kaspar Schenk stürzte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr als er fich an feiner an der Obermainbrücke gelegenen Badeanstalt auf dem äußeren Gang etwas zu schaffen machte, in den Main. Er trieb bis zur alten Mainbrücke, wo er als Leiche geländet wurde. Der Vorfall wurde Wohl sofort auS der Ferne bemerkt, allein ehe ein Nachen Hilfe bringen konnte, war Schenk ertrunken. Der Verunglückte war eine in Sachsenhausen sehr bekannte Persönlichkeit; sein Wirtschaftslokal befindet fich Oppenheimerstraße 17. Schenk war ein sehr guter Schwimmer; man nimmt an, daß der Sturz in de» Main infolge einer Ohnmacht oder eines Schlaganfall erfolgte.
— Konzertreise des Neebschen Männrrchors. Gestern Nachmittag haben sich die Neeber auf die Sängerreife begeben. Mit den Damen waren es fast 300 Personen, darunter der Sänger Adolf Müller, die Sängerin Frl. Abt und die Pianistin Frl. Clara Funke. Die erste Station ist Baden-Baden, dann geht es nach Stuttgart, von hier nach München und schließlich nach Innsbruck. In allen diesen Städten werden Konzerte veranstaltet.
— Sommertheater Hippodrom. Das neue Programm im Hippodrom ist reichlich und gut. Mit Tschingtsching- bumbum und Paukenkrach versetzte uns gestern gleich zu Anfang ein „exotischer Marsch" in entsprechende Stimmung, und sehr exotische Nummern traten alsbald auf. Da sind zunächst die reizenden Sängerinnen SourS Valencia, ohne Frage aus Frankreich oder Spanien gebürtig, ferner The 6 Idols, Sängerinnen und akrobatische Tanz- künstlerinnen mit wahren Gummileibern und einem sehr unenglffchen, sprühenden Temperament, weiterhin Jean Clermont mit seinem amerikanischen Miniaturzirkus Barnum und Bailey, in dem er mit höchst vergnüglichem, parodistischem Humor allerlei Getier kleine Dresturwunder verrichten läßt. Auch etwas sehr amerikanischen „Geist" dokumentiert eine groteske Pantomime der Os ran i- Truppe. Das Ros igerl-Damengintett hat sich zu seinen deutschen Liedern, in höchst stilvoller Weise, wenigstens phantastisch-griechische Kostüme zugelegt. Was sonst noch am Trapez und auf rotierender Leiter turnte oder im Frack alte und neue Witze verbrach, war, wenn auch nicht ganz so exotisch, so doch mindestens ebenso hübsch. Und vor allem: gespielt wurde mit einem Eifer, als ob es — für eigene Rechnung ginge.
--- Bom Tage. Zu den Mitteilungen über die englischen Emigranten, die vor 350 Jahren nach Frankfurt kamen, schreibt uns ein Leser, daß das auf dem Klapperfeld stehende alte Untersuchungsgefängnis von diesen Emigranten erbaut war, und daß sie es bei ihrem Rückzug nach England der Stadt als Geschenk überließen. — Die für Mittwoch ins Gewerkschaftshaus einberufene Versammlung, in der Frau Lily Braun aus Berlin über „Milttaris- mus und Vaterlandsliebe" sprechen wollte, findet wegen plötzlicher Erkrankung der Referentin nicht statt. — Das Asvl für Obdachslose war auch im Juni stark besucht; 1573 Personen fanden dort Unterkunft.
~ 3. Juli: Palmen-
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11. Barmen L 81. Berlin
IL 26. Berlin Bogen
Bremen Breslau Dortmund 13. Elberfeld 17. Franks. aM.
Gnesen GroB-Gerau
7. Halle a. 8. Hamburg Herrenberg
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nur helle Kleider leuchteten matt und wandelten, tauchten auf und verschwanden.
Er sagte: „Wenn Sie tanzen —das ist gar kein Drehen oder Hüpfen, wie bei anderen. Es ist überhaupt nicht, wie etwas" Willkürliches. Es erscheint notwendig — so — so wie die Erde such dreht."
Sein Ernst und Eifer, mit dem er das sagte, klang nach Begeisterung. Weit ab von jeder Komplimentenmacherei.
Ueberhaupt war er so, daß er jeden Augenblick sagte: „Jetzt machen Sie ein Gesicht, als wären Sie mit Ihren Gedanken Gott weiß wo — wo der Mond gar nicht mehr hinscheint!" oder „Eben könnte man denken. Sie seien chu Inderin." Oder: „Diese Handbewegung war das erste, was mir als charakteristisch an Ihnen auffiel." Seine fortgesetzte Beobachtung beengte sie, als ob ihr ein Netz übergeworsen sei, in dessen Maschen sie sich bei jeder Bewegung verfange. Aber es war eine so bestrickend süße, wohlige Beklemmung .. . Was sollte man wohl aus solche Bemenungen erwidern? Gewöhnlich hatte sie nur ein verlegenes Lächeln darauf — gewiß kam sie ihm dann unendlich töricht vor! Aber bei seinem Vergleich mit der Erde hatte sie nicht lächeln können; da war sie leise zusammengeschauert, als habe eine zitternde Hand sie schmeichelnd berührt.
Ein andermal, im Saal, als eben die Musik schwieg, und er sie ihrem letzten Tänzer geradezu abgejagt hatte, blickte ihr forschend in die Augen und fragte: „Können Sie dies Uebermaß von Tanzen auch verttagen? Sie werden ja fast zerrissen!"
Zuerst hörte sie nur Eifersucht darin. Als er aber dann zaghaft Die Frage hinzufügte, ob sie ihm einmal gestatten wolle, ihren Puls zu fühlen, da empfand sie zugleich seine persönliche zarte Besorgnis um ihr Wohl mit einer entzückten Danfiiarkeit. Ungeziert hatte sie ihren langen Handschuh geöffnet und ihm den Puls hingehalten. Er griff so leicht zu, als berühre er ein Blumenblatt.
„Das geht ja ausgezeichnet!" hatte er gesagt, und es war dabei eine Freude in seinem Gesichte, die auf sie überging. „Ich verstehe ja nicht viel von medizinischen Dingen; aber so ein voller gesunder Puls macht mir einen geradezu ästhetischen Eindruck. Ueberhaupt — gibt es wohl etwas Erquicklicheres, als einen vollkommen gesunden Menschen?"
„Rein — für mich kaum I" hatte sie eifrig erwidert. Und dabei tat etwas weh in ihrer Seele. Zugleich aber fühlte sie ein persönliche Frage aus seinen Worten heraus. Er
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Unter dieser Erinnerung weitete es sich in ihr. Sie lächelte s mit geschlossenen Augen; und um noch einmal die Empfin- | düng von gestern Abend zu haben, griff sie sich an den Puls, f Mit so leisen Fingern, dachte sie, berührt der Frühling wohl X die Knospen . . . Frühling, lomm — ich will Deine Erde l sein!
Ihr war, als nähme eine sanfte, schöne Bewegung sie s mit sich fort, sie fühlte sich hingetragen und gewiegt, wie in \ einem Boot ohne Ruder, das sich verttauend der Strömung 1 eines gleichmäßig dahingleitenden Flusses anheimgegeben ' hat.
Und dann kam auf einmal eine wehe Traurigkeit über 1 sie. War es doch nichts weiter gewesen, als der Traum j eines schönen Abends? Er war nicht gekommen. Besuch zll j machen, und sie hatte ihn doch so sicher erwartet; den ganzen ] Vormittag war sie seinetwegen daheim geblieben. Vielleicht 1 ' " 'Iren . . . Das mit dem Pulsfühlen war viel- 1
leicht mit Berechnung geschehen . , . Aber solch einen Ein- I druck hatte er nicht gemacht. Wie sollte er auch wissen... 7 Sie kamen aus den entgegengesetztesten Teilen Deuffchlands, 1 um sich hier zufällig zu treffen--
„Du —" brach Lores Stimme plötzlich m ihr Träu- | men und Grübeln hinein, „Du, Almuth — sollen wir mal 1 beim Doktor Friese historisches Kolleg schinden?"
„Nein," sagte Almuth schnell abweisend. Aber der ] Name hatte sie so erschient, daß sie das Blut in ihren I Schläfen rasch kommen und gehen fühlte.
Es war deutlich, daß Lore ihr etwas Liebes hatte an- I tun wollen. Nur daß sie für solche feinen Gefühlsdinge | viel zu plump war, die gute Lore. Lore — und Liebes- 1 fachen! Almuth lächelte — es war zu komisch.
In vielem imponierte sie ihr ja, und sie ließ sich gern 1 von ihr leiten.
Ost aber auch war sie ihr unbequem, wenn sie das-1 jenige, was in ihr unbewußt bleiben wollte, dmch ein I moralistisches Anrütteln verletzte. (Fortsetzung folgt)
Augen zwei Tränen lösten und nach beiden Seiten über die Schlafen auf die weiße Nackenrolle hinunterrannen.
Peinlich berührt wandte sie sich ab. Sie besann sich auf irgend ein harmloses Woft, das Almuth das Gefühl geben müsse, ihre Tränen seien unbemerft geblieben . . . Und etwas hastig sagte sie: „Daß Du nur morgen nicht schon wieder das Kunstkolleg schwänzt!"
Almuth zog einen Syringenzweig aus dem Glase und fuhr mit dem vollen kühlen Blütenwedel Ipn und her über ihr Gesicht. ,
„Das find ja doch alles nur Lückenbüßer," sagte sie nach längerem Schweigen ohne Lore anzusehen.
„Lückenbüßer? Was sind Lückenbüßer? Die Kollegien doch nicht?"
„Jawohl — die Kollegien." Sie nickte trotzig mit dem Kopfe. Sie saß jetzt halb aufgerichtet mit aufgestütztem Ellenbogen. „Für mich ganz.gewiß. Aber für Dich auch — und für alle die anderen Mädchen- Ihr suggeriert euch nut mit mehr oder weniger Effolg, dies sei das Wichtigste."
„Schäfchen!" sagte Lore lächelnd. „So ein subjektives Schäfchen!" Sie markierte durch ein leises Zucken der hochgezogenen Schultern ein stummes Lachen .
„Wenn Aufrichtigkeit Dummheit ist, dann bin ich ein Schäfchen. Und dann seid ihr enragierten Studentinnen schrecklich klug." Almuth sagte das mit einem blitzenden Seitenblick.
»Ja — ja — glaube Du das nur!" nickte Lore gutmütig- philosophisch. Und gleich darauf setzte sie in verändertem Tone hinzu: „Wenn ich indiskret wäre, würde ich aus Deiner augenblicklichen Gedonkenrichtung allerlei Schlüsse ziehen . . Uebrigens — be it as it may — ich weiß ja, was Du mir versprochen hust--"
Ihr beobachtender Blick wartete eine Weile daraus, Almuths Augen zu begegnen.
Aber Almuth träumte. Der Sah von vorhin kam ihr wieder: Ich bin die Erde, ich will blühen.
Sie erschien sich seltsam unpersönlich, fast wie ein Symbol.
Und sie sah sich am Arme eines starkgebauten Mannes mit sandblondem Haar durch Professor Erkmanns großen, mondbeschienenen Garten gehen. Ueber ihnen schaukelten Lampions in dreister Buntheit, in sich leuchtend, aber kaum Licht verbreitend. Wie Schemen glitten die Menschen zwischen den Bäumen hin; Farben und Formen verwischten sich.
Strasburg Wpr. 27» 25»
Striegau 22.1 222
Ueberseeische Postdamptschifl-Verbindungen nach aussereuropäischen Ländern.
Nächste Abgangszeiten aus Frankfurt a.M.
Am 4. Julis
Nach den Canarlsehen Inseln« dem Senegal, der Elfen- 1 belnküste und Französ. tiutnea (Marseille) 76 früh über 1 Straßburg, nach Nordbrasilien (Lissabon) 547 nachmittags, 1 nach Nordamerika*) (Bremen) S43 abends, nach Egypten | (Neapel) lt80 nachte über Basel.
Am 5. Juli:
Nach Tunis (Marseille) 75 f rflh, nach Nordamerika*). West- 1 Indien. Guyana, Venezuela Columbien, Panama. Ecuador, Pern. Bolivien, dem nördlichen Chile und Japan (South- ] ampton) V® nachmittags.
Am 6. Juli:
Nach den Falklandsingeln (Liverpool), nach Nord- 1 amerlka’X Britisch Honduras, Guatemala und Japan ] (Queenstown) l‘2titrtlh nach den Karolinen« den Paula-« 1 Marianen- und Marschallinseln (Neapel) früh über Möu- 1 eben, nach Eeypten. Aden, Ostindien. Meakat, Afirhanigtan, ] Bassora Belndschistan. Ceylon, China**). Kiautschou, Cochinchina Annam. Kambodscha, Tonkin, Hongkong« Macao, Formosa,Penang, Borneo. Labuan, den Philippinen. 1 Maiacca, Singapore und Slam (Neapel), nach Niederlande Indien (Neapel oder Marseille) 7® Irüh Aber Basel, nach den 1 Canarlsehen Inseln und Kambien (Hamburg) 128 mittag«, nach Syrien und Egypten (Brindisi) 25 nachmitt über Basel, nach dem La Plata (Boulogne s. m) 5« nachmittags.
Am 7. Juli:
Nach Japan (Londonderry) 1243 früh, nach Tunis (Mar- 1 eeille) 7»ftüh. |
Am 8.Juli:
Nach Sierra Leone,Sher bro, der Elfenbeinküste, der Gold- 1 koste, Lagos und Nigeria (Liverpool), nach Guadeloupe, Martinique, St. Lucia. Trinidad, Guyana. Venezuela, < Columbien, Panama. Ecuador. Pern, Bolivien nnd dem nördlichen Chile (St. Nazaire) 1248 ft Oh. naeh Madeira, den Canarlsehen Inseln. Britisch Süd- n. Centralafrika. Motam- ■ blque. Delaeroahay, Deutsch Siidwestafrika, Nordamerika*) ' und Japan (Southampton), nach Britisch Honduras. Gnate- mala und den Fidsehi-lnseln (Queenstown) lu nach mitt, nach St. Thomas > Hamburg) 935 vormitt, nach dem Senegal, i Brasilien und dem La Plata (Lissabon) 5*7 nachmitt, nach i Kubab, der Lüderitzbucht und dem nördlichen Teile (Auf- i Standsgebiet) vonDeutschSödwestatrika (flamb.) II15nachts.
Am ».Juli:
Nach den Deutschen Postens!alten in China (Marseille) < 12*8 früh und (Brindisi) 76 früh, nach Cypern (Bimdiet) j 33< früh über München, nach Syrien, Egypten, Britisch Ostafrika, Aden Ostindien, Maskat, Afghanistan. Bassora, j Belndschistan nnd Penang (Brindisi), nach DeutschOstatrlka, ] Sansibar, der Französ.Somaltküste. Madagaskar, Nossi vd, Mauritius Könn Ion, Insel Rodriquez. den Comoren (Mar- sei He), nach Tripolis (Syracus), nach Mauritius, Neuseeland und Anstralien Neapel) 75früh über Basel, narb C-vlon, China**). Kiantschoo, Cochinchina, Annam. Kambodscha, 1 Tonkin, Hongkong, Macao, Formosa, Nlederl.Indien. I MalacCÄ Singapore. Borneo, Labuan. den Philippinen und I Siam i Brindisi oder Marseille) 75 t-üh über Basel), nach | Kamerun nnd Togo (Hamburg) 128 mittags, nach Nord- j brasliien (Lissabon) 6*7 nachmittags.
Am IO. Juli:
Nach Syrien. Krypten, Deutsch und Britisch Ostatrika, i Sansibar. MosxmbiQue und Britisch Centra latrika (Neapel); i nach Tripolis (Syiacus) und nach Tunis (Marseille) 76früh, nach Brasilien, dem La Plata u. Chile (Lissabon) 5" nachm. 1
Am 11. Juli:
Nach den Canarlsehen Inseln (Cadis oder Southampton), nach der Gold käste. Kamerun, Lagos, dem Nigergebiet, J Liberia und Togo (South»mpton). nach Portugies. Guinea 1 (Lis-abon) 12° früh, nach St.Thomas <Hamburg) 931 vormitt„ l nach Cypern und Syrien (Konstantinopel) 21} nachmitt, nach 1 Nordamerika*) (Bremen) Stabende, nach Egypten (Neapel) 1 11* nachts über Basel.
Lore hatte anstatt der Augenbrauen ein paar formlose, schwarze, zottige Büsche, die Schatten warfen.
„Jetzt lachst Du!" sagte Almuth nach eiper Weile mir unterdrückter Erregung. „Weißt Du — das paßt wenig zu Deinen Predigten! Wenn ich mich nun einmal ernstlich.. Gerade Dir mit Deinen Anschauungen sollte so etwas nicht komisch erscheinen —: eher tragisch I"
Sre warf die Lippen auf und zog die Brauen drohend zusammen über den dunklen Augen. Sie sah eine Sekundt lang der Schwester ähnlich.
Lore war jetzt ganz ernst. Sie legte die Hände hinter sich zusammen und schritt mit ihrem plumpen Wiegegang auf uno ab. -
Das sei kein Auslachen, sagte sie. Ihr erscheine das Leben heiter, weil sie wunschlos darauf hinunterblicke, mit der unpersönlichen Teilnahme des ruhigen Beobachters. Sie wolle für sich nichts, als ihre Wissenschaft; sie sei in dieser Art Lebensauffassung glücklich und wünsche, die Schwester zu sich heraufzuziehen auf diese Höhe, von der sie die Lebensdinge mit reinem, ungetrübtem Auge klarer sehen müsse, als wenn sie, mitten im Wirbel drunten stehend, verlangend auf dieses und jenes Gut hinschaue.
„Wenn Du Dir einen Besitz erträumst," fuhr sie mir ihrer milden Stimme fort, „so rückt er Dir so nahe vor das Auge, daß Du ihn riesengroß sehen mußt. Dann verdeckt er Dir alles Uebrige — vielleicht gerade das Allerwichtigste. Dein Verlangen trübt Dir die Luft und verschiebt alle Perspektiven . . . Wenn Du von mir lernen wolltest, die
