-2« Sette. Nr. J99.

Morgenvlatt der Frankfurter Zeitung.

»S. OctoderRSSL

Todesursachen

Erstorbene

Geborene

Namen

e!>e- !->

der

«'M

Städte

"e s

der erlauchten Schwester des Sultans gestellten Aufgabe, dem armen Teufel von Fischer den Kopf zu verdrehen, sondern erstreckte ihre Thätigkeit in dieser Beziehung mit Erfolg auch auf einen großen Theil des Publikums. In der neuen Oper Messager's ,1» Basoche" war das Paar in gleicher Weise und mit gleich gutem Resultat thätig. Auch bei diesem Stück, aus welchem Librettisten und Komponisten nichts gemacht haben, als ein paar gute Rollen, liegt der Erfolg ganz in der Hand der Schauspie­ler. Daß die in Paris inkognito einziehende Braut der Königs von Frankreichs diesen letzteren mit dem Obersten, dem König" der StudentenkorporationLa Basoche verwechselt, und daß umgekehrt der König von Frankreich die Braut des Königs" der Basochs für die {einigt hält das sind an den Haaren herbeigezogene dramatische Motive, die lange nicht lustig genug durchgeführt find, nm ihre Unwahrscheinlichkeit entschuldbar zu machen, von zwei, drei unterhaltenden Scenen abgesehen. Und die Mufik Meffager's hält sich von der Velleität der alten Schule, der Melodie, sorgsam fern, ohne aber die Eigenschaften der neuen Schule, die feine Charakterisirnng und den dramatischen Ausdruck zu besitzen; es ist eine vollständig wesenlose Musik, die dem Hörer zu einem Ohr herein- und zum anderen herausgeht, ohne auch nur irgend etwas auf dem Wege zwischen diesen beiden Stationen in Bewegung zu setzen. Badiali aber gab denKönig" der Basoche und die Carrere die fürstliche Braut des wirklichen Königs; und so kam es, daß doch die mittelalterlich-französische Romantik in zwei jugendlichen Gestalten durch das Stück ging und da und dort ihren blühenden Zauber wob.

---sttniversitittsnachrichten.) Ans Leipzig wird un, vom 23. ds. geschrieben: Der auf Brentano's Lehrstuhl berufene Profesior der Nationalökonomie Dr. A. v. M i a s k o w s k i hielt heute feine Antrittsvorlesung über die Anfänge der National­ökonomie. Der im vorigen Jahre in der Schweiz verunglückte Privatgelehrte Dr. Phil. K n u st aus Bremen, welcher ein Schüler der hiesigen Universität war, hat seine gefammte umfangreiche, zu­meist in Spanien gesammelte Bibliothek der Universität Leipzig vermacht.

Aber bester Ivan Petrowitsch---"

Berstehen Sie mich denn garnicht? Ich habe doch ganz deutlich gesprochen! Sie bieten mir 4000 Rubel, damit ich Ihre damit ich Sofia Sergewna heirathe und ich antworte Ihnen, das ist zu wenig. Ich finde, daß 4000 Rubel ein viel zu geringer Preis für eine solche Sache ist, das habe ich eben die Ehre, Ihnen mitzutheilen, hochverehrter Freund und Gönner."

Boliantow blickte sprachlos in die treuherzigen blauen Augen des blonden Jünglings. Eine Minute rieb er sich die Stirn, als ob er einen betäubenden Schlag erhalten hätte. Dann klemmte er sein Monocle ein, warf sich auf das Kanapee, streckte die Beine behaglich auf einem Schemel aus und warf einen unnachahmlichen Blick auf sein vis-ä-vis.

So so" dehnte er zwischen die Zähne mit plötzlicher Familiarität.Run, dann mache inal Deinen Preis, Freund­chen. Aber keine Unverschämtheit, wenn ich bitten darf. Du weißt, wie stark die Konkurrenz ist, man braucht ja wirklich nur zu wählen zwischen Euresgleichen. Also schieß los. Kleiner. Ich ässe solch hoffnungsvollen Jungen gerne etwas zukommen."

besinnen. Später später," rief sie plötzlich verzweifelt und stürzte aus bem Zimmer. Ein heftiges Schluchzen erschütterte ihre schlanke Gestalt und die fieberisch zitternden Hände be- decklen das erglühte Gesichtchen.

Sofia! Engel!" rief Kowrow außer sich vor Freude.Ist das wahr? ist das möglich? Sie willigen ein? Peter Valentinowitsch sagen Sie mir um Gotteswillen, ob ich mich auch Wirklich nicht täusche, ob sie wirklich eingewilligt hat? Im Ernst eingewilligt?"

Boliantow legte seine Hand auf die Schulter des vor Wonne trunkenen Jünglings.

Mein junger Freund," sagte er mit unsicherer Stimme, mein lieber junger Freund, Sie scheinen meine meine Verwandte wirklich lieb zu haben und Sie sind ein guter ein ehrlicher, ein lieber Mensch. Ich ich möchte so gerne viel, recht viel für Sie thun Ja, das möchte ich, bei Gott. Und darum Sie sollen es mir nicht übel nehmen, wenn ich wenn ich Ihnen ein kleines Hochzeitsgeschenk mache. Unter Freunden braucht man sich doch nicht zu genieren, nicht lvahr? Ich will Ihnen also zwei nein, lieber gleich viertausend Rubel geben. Nur als Ihr älterer Freund, nicht etwa als nach Dank jagender Wohlthäter. Gleich morgen will ich die Summe auftreiben. Gottlob, noch ist mein Kredit unerschüttert, und es wird mir also leicht sein Und Sie werden mir gewiß die Freude gönnen und diese Kleinigkeit aus meiner Hand annehmen, nicht wahr, junger Freund ?"

i Er vermochte seine Thränen kaum noch zu verbergen und um­armte gerührt den glücklichen Bräuttgam.

Vorsichtig machte sich Kowrow aus dieser Umarmung los. 'Erlauben Sie, Peter Valentinowitsch", antwortete er ruhig, (-entweder habe ich Sie schlecht verstanden oder Sie haben sfich sehr geirrt. Ich kann wirklich nicht"

r,Aber, liebster Freund," fiel Boliantow rasch beschwichtigend ein.Sie dürfen sich ja nicht beleidigt fühlen. Ich bin gewiß Tein Tugendheld, namentlich im Vergleich mit Ihrer jungen Ehrlichkeit, aber ich versichere Sie, daß, kurz, Sie können dieses Geld ruhig annehmen. Es wird Ihnen immerhin eine kleine Hilfe sein, und ich kann die Summe leicht entbehren. Ich bitte Sie, herzlich bitte ich nehmen Sie die Kleinigkett an." 1Sie bieten mir also 4000 Rubel?"

Mein Gott, liebster Freund", fuhr Boliantow immer wär­mer fort.Ich verstehe ja so gut Ihre stolze Empfindlichkeit. Ich bin ja selbst einmal jung und ehrlich und stolz gewesen, aber Ich schwöre Ihnen, daß mich nur das reinste Freundschaftsgefühl dazu treibt. Ihnen den im Grunde unbedeutenden Dienst zu er-

d Schönheit; die Stimme ist ein klarer, gutgeschulter Sopran; un die künstlerische Individualität der Dame ist ein Wesen voll An muth und Frohsinn (iuie oben). M. Badiali und Mlle. Carrere sind ohne Zweifel zwei zukünftige erste Sterne der Pariser Oper. Inzwischen freut sich die Monnaie ihres Besitzes und ihres Zu­sammenspieles, das besonders im Königs- und Ritterstück seine Triumphe feiert. So war es zum Beispiel möglich, daß sich die wiederaufgenommene alte OperSi jetais roi" von Adam, von derennoch nicht einmal flacher" Musik heut höchstens mehr eine Cavatine mit Geigeusolo-Degleitung genießbar ist, zu einem hübschen Kassenerfolg gestaltete. Der ausTausend und Eine Nacht" übernommene Sultan, welcher den armen Fischer einen Tag lang auf den Thron setzt, wurde von Badiali gespielt und bekam so die Züge irgend eines ritterlichen Königs Franz von Frankreich ; und Mlle. Carrere begnügte sich nicht mit der von den Librettisten

weifen. Ich habe Sie aufrichtig lieb gewonnen, Herr Kowrow, und auch Sofia liebt und achtet Sie, das können Sie mir getrost glauben."

Boliantow machte eine Pause, athmete tief auf und trocknete fein erhitztes Gesicht mit dem feinen Batisttuche.Abgemacht alfo, nicht wahr? Sie nehmen das Geld, mein theurer Freund, damit basta! Und nun her mit Ihrer edlen Rechten, als Beweis, daß Sie mir nicht mehr böse sind"

Ich bin Ihnen gewiß nicht böse, verehrter Peter Valentino- witfch." Kowrow's Stimme klang ebenso ruhig und faust, wie vorher.Warum sollte ich es auch? Ich finde nur, daß Alles, was Sie da eben gesagt haben, etwas seltsam ist und etwas un­begreiflich. Ich kann nicht umhin, einigermaßen erstaunt zu fein."

Boliantow blickte gerührt gen Himmel. Seine Augen standen voll Master.

O Jugend, goldene Jugend!" rief er begeistert.Du schöne Wunderzeit, in der man noch zu lieben und glauben im Stande ist, in der man nach Arbeit lechzt, das Leben furchtlos zum Kampfe heraussordert und ohne einen Zweifel, ohne Wanken der Zukunft entgegen geht! Ich verstehe Sie vollkommen, mein theuerster Ivan Petrowitsch. Sie finden mein Anerbieten seltsam, geliebter junger Freund. Mag sein, daß es sogar etwas etwas albern ist. Allein ich wiederhole es noch einmal, daß ich Ihnen das Geld aus vollem Herzen anbiete. Sie werdend recht gut bald gebrauchen können. Jetzt, wo Sie nicht mehr allein sind, wo Sie im Begriffe stehen, eine Familie zu gründen! Wenn nicht um Ihrer selbst willen, so thun Sie's um Sofia nützlich zu sein, Sofias wegen nehmen Sie mein Geschenk an."

Gelassen hörte Kowrow zu; schließlich setzte er sich langsam auf seinen Sessel nieder und sagte, die Lippen kaü zusammen pressend:

Ihre 4000 Rubel kann ich unter keinen Umständen anneh­men, Peter Valentinowitsch. Es ist mir viel zu wenig."

Wieso?" rief Boliantow verblüfft.Ich ich verstehe nicht oder doch Sie ironisiren wohl Sie fühlen sich in Ihrer Delikateste verletzt. Oh, dann bitte ich Sie herzlich um Enffchuldigung ich wagte es wirklich nur in der reinsten Ab­sicht --"

I, fo lasten Sie doch endlich die Komödienspielerei, ver­ehrter Peter Valentinowitsch", rief Kowrow mit einer kaum merk­baren Spur von Ungeduld in der sympathisch sanften Stimme. Ich kam hierher, um mit Ihnen ernsthaft über ernsthafte Dinge zu sprechen, und Sie sentimentalisiren mir da eine halbe Stunde allerlei sinnloses Zeng vor*,

werden sich diese Ausschreitungen jetzt bei dem Eisenbahnverkehre schnell unterdrücken lasten. Die mexikanische Regierung hat be­reits eine genügende Anzahl Truppen nach Nuevo Leon und Ta- maulipas gesendet, und wird durch die Grenzwache der Verein. Staaten von Amerika in der Verfolgung der Uebelthäter unter- stützt werden. Es gibt auch in Mexiko genug unzufriedene Ele­mente, um eine starke Oppositionspartei zu bilden, doch fehlen der- felben jetzt hier vertrauenerweckende, thatkräftige Führer. Die Fort­schrittspartei, welche das Ruder führt, ist dagegen mächtig und stets auf der Hut. In der hiesigen deutsch en Kolonie ist zwischen den älteren und den jüngeren Mitgliedern ein be­dauerlicher Zwiespalt ausgebrochen. Dies hat bereits dazu ge­führt, daß mehrere der angesehensten Mitglieder, tote der deutsche Konsul, Herr Kosidowsky, und andere Vertreter großer Kauf­häuser, aus dem VereinDeutsches Haus" ausgetreten sind und daran denken, einen zweiten Verein zu gründen. Die alten Herren wollen den jüngeren Mitgliedern nicht dieselben Rechte zu- gestehen.

E Mexiko, 4. Oct. Der von dem Guerillaführer Catarino Garza geleitete Aus st and an der Nordgrenze ist bereits unter­drückt, die Rebellen sind nach Texas gedrängt worden und werden dort alsbald entwaffnet werden. Die Grenze ist, besonders dem Rio Grande entlang von mexikanischen Truppen dicht besetzt. Der bei der Revolution beteiligteGeneral" Ruiz Sandoval stammt, wie der gegenwärtige Präsident, aus dem Staate Oaxaca und war einst der Spielkamerad des Letzteren. Englische Papierfabrikanten haben hier große Bestellungen auf I o l o c i n" gemacht, ein in Tabasco wachsendes Unkraut, das hier seit einigen Jahren mit großem Erfolge zur Papierbereitung verwendet wird. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika sind günstige Versuche damit gemacht worden.

Australien.

v. K. Sydney, 11. Sept. Nach den letzten Nachrichten aus S a m o a befindet sich Mataafa noch immer in Malie und denkt anscheinend nicht im entferntesten daran, sich der Autorttät Malietoas zu fügen. Malietoa selbst wird als schwankend ge­schildert, was wohl so viel heißen soll, als daß der gute Mann, bei dem Festigkeit und Entschlossenheit des Thuns niemals her­vorragende Charaktereigenschaften gebildet haben, sich schlechter­dings nicht mehr zu helfen weiß. Wie weit die Dinge schon ge­diehen fein müssen, beweist der Umstand, daß auf Manona, wo die Unzufriedenen die meisten Sympathien finden sollen, An­hänger Mataafas Wohnhütten und Anpflanzungen, welche Eigen­thum der zu Malietoa und seiner Regierung haltenden Einge­borenen sind, erst geplündert und alsdann zerstört haben. Aus die Nachricht von diesen Vorgängen hin sind nun zwar Herr von Senffi und der amerikanische Vizekonsul Blacklock (der Generalkonsul Sewell weilt auf Urlaub in Ostasien und auch das deutsche Konsulat ist gegen­wärtig nur durch den Vizekonsul vertreten) mit der amerikanischen KorvetteJroquois" nach Manona gefahren und haben wenig­stens die eilte Genugthuung erlangt, daß die schuldigen Einge­borenen das Versprechen, nach Apia zu einer gerichtlichen Unter­suchung und Aburtheilung zu kommen, nicht blos gegeben, son­dern auch gehalten und in der Folge sechs Monate Gefängniß- haft zudiktiri bekommen haben, aber der Gährungsstoff ist hier­durch noch lange nicht aus der Wett geschafft, im Gegentheil, denn es wird bereits gemeldet, daß die Insulaner in Folge des diktatorischen" Auftretens des Munizipinmspräsidenten und des amerikanischen Vizekonsuls höchlichst aufgebracht feien und sich in allerhand Vergeltungsgedanken ergehen, während in Apia ziemlich allgemein befürchtet werde, daß ein neuer Eingeborenen­krieg in Bälde zu erwarten stehe.

V.L. Sydney, 18. Sept. Das Queenslander U n t e r h a u s hat die Regierungsvorlage, nach welcher aus den Süd-, Mittel- und Norddistrikten getrennte und selbststän­dige Provinzen gebildet werden sollen, mit 31 gegen 23 Stimmen genehmigt. Durch diese Abstimmung dürste nunmehr der aus vollständige Loskennung von Queensland und Erhebung zu einer besonderen Kolonie gerichteten Bewegung in jenen Lan­destheilen der Boden entzogen sein, um so mehr, da der vermit­telnde Vorschlag des Premierministers, Sir Samuel Griffith, nachgerade selbst in solchen Kreisen Anklang gesunden zu haben scheint, welche anfänglich prinzipiell gegen jede Konzession in der oben angebeuteten Richtung einzutreten entschlossen waren. Aller­dings ist noch die Zustimmung des Oberhauses einzuholen, an welcher aber ebensowenig zu zweifeln ist, wie an derjenigen des englischen Kolonialamts, falls der bezügliche Gesetzentwurf dem letzteren durch den Gouverneur zur Sanktionimng durch die Krone unterbreitet werden sollte.

Frankfurter Angelegenheiten.

Krankfurt a. M., 26. Oktober. Bereine.

C Der VereinfürGeographieund S t ati stik hielt am Mittwoch, den 14. d. M., feine jährliche General-Ver­sammlung unter Vorfitz des Herrn Senators Dr. v. O v e n ab. Wir entnehmen dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbe­richt, daß der Verein augenblicklich 350 ordentliche, 23 korrespon- dirende und 47 Ehrenmitglieder, zusammen 420 Mitglieder zählt, gegen 416 des Vorjahrs. Gestorben sind die Ehrenmitglieder Prof. Dr. Berghaus in Gotha und Dr. W. Stricker hier, sowie das korrespondirende Mitglied Prof. R h e i n h a r d in Stuttgart. Neu ernannt wurden zu Ehrenmitgliedern Wilhelm Junker, der be­rühmte Asrikareisende in Wien und Dr. Hans M e y e r in Leipzig. Einnahmen und Ausgaben balanciren mit je X 10,745.59; die Aktiven betragen X 4789.55. In den B o r st a n d wurden die ausscheidendenHerren Dr. v. N a t h u s i u s und A. Z i e g l e r wie­der-, sodann fiir Herrn Dr. Richters Herr Direktor Dr. Haa cke neu gewählt. Zu Revisoren wurden erwählt die Herren Th. Bertholdt, A.Flersheim und PH.Heinz.

Kleines Feuilleton.

Frankfurt a. M., 25. Oktober.

sStadttheater in Heidelberg.) Einer unserer Leser in Heidelberg schreibt uns vom 24. ds.: In Ihrer gestrigen Notiz (Frankfurter Stadttheater) wird Ihnen seitens der dortigen Intendanz u. A. mitgetheilt :Im Schauspielhaus gelangt dem­nächst das OriginalstückSizilianische Bauernehre" (Cavalleria rusticana) von Vergcc zur ersten deutschen Aufführung u. s. w. Ich gestatte mir ergebenst, dies dahin zu berichtigen, daß besagtes Stück vor Kurzem bereits an unserem Stadttheater zur Aufführung kam. Es sei bei dieser Gelegenheit zugleich hervorgehoben, wie sehr angelegen es sich unser tüchtiger Theaterdirektor Heinrich sein läßt, sein Publikum stets mit den neuesten Bühnenerzeugnissen be­kannt zu machen.

g (Oper in Brüssel.) Man schreibt uns aus Brüssel vom 23. ds.: DasTheätre de la Monnaie besitzt in dieser Saison ein prächtiges Künstlerpaar für die lyrische und komische Oper. Das ist M. Badiali, der erste Bariton, ein junger, schlanker Sänger mit einer Stimme voll weichen Wohllautes und mit einem Wesen voll Anmuth und Frohsinn. In seiner Eigenschaft als erster Bariton der Stadt steht er auch natürlich im Mittelpunkt sämmtlicher Mädchenträume. So sieht äußerlich der ideale Gatte cttS, den, wie Augier sagt, jedes Mädchen hat, nur daß fie stets einen Andern heirathet. Badiali's Partnerin ist Mlle. C arrire, eine junge Dame von wie es heißt noch nicht neunzehn Jahren, eine stolze aristokratische Erscheinung von blendender

P. Entscheidungen des Reichsgerichts.

(Nachdruck verboten.)

(Ist eszulässig, den inFabriken beschäf­tigten jugendlichen Arbeitern die Vor­mittagspause in der Art zu gewähren, daß der Beginn ihrer Arbeitszeit um eine halbe Stunde hinausgerückt wird? Reichs­gewerbe-Ordnung (in der Fassung vom 1. Juli 1 8 8 3) § 136.) Nach § 136 der Gewerbeordnung müssen bei jugendlichen Arbeitern zwischen den Arbeitsstunden an jedem Tage regelmäßige Pausen gewährt werden Die Pausen müffen für Kinder eine halbe Stunde, für junge Leute zwi­schen vierzehn und sechszehn Jahren Mittags eine Stunde, sowie Vormittags und Nachmittags V» Stunde mindestens betragen. Der Fabrikant P. hatte in seiner Fabrik in den Wintermonaten des Jahres 1889 jugendliche Arbeiter in der Art beschäftigt, daß er ihnen die Arbeitszeit von 8)4 Uhr Morgens bis 12 Uhr Mittags angewiesen, ohne ihnen in dieser Zeit eine Pause zu gewähren. Er wurde des­halb wegen Verletzung der angeführten Bestimmung der Gewerbe- ordnung anaeklagt, jedoch freigesprochen, weil das Gericht annahm,

Frankfurter Handelsblatt,

Wiederabdruck der mit * bezeichneten Artikel, sowie der

Privatdepeschen ist nur mit Quellenangabe gestattet.

* Wiener Börse. Aus Wien, 23. d. M berichtet unser A-Korrespondent:Die Wiener Börse hat wieder eine ungemein bewegte Woche hinter sich. Die Speku­lation stand plötzlich vor der Frage, ob die industrielle Konjunktur eine Verschlechterung erfahren habe, und die Thatsache allein, daß diese Frage aufgeworfen wurde, genügte, um das Coursniveau der Industrie-Werthe zu er­schüttern. Bei einzelnen Unternehmungen konnte übri­gens unschwer festgestellt werden, daß sie den Höhe­punkt ihrer Prosperität vorläufig überschritten haben. Es gilt dies namentlich von der Oesterreichischen Waffenfabriks - Gesellschaft, obschon dieselbe erst jüngst eine höhere Dividende deklarirte als im Vorjahre. Eine Betriebseinschränkung hat that­sächlich bereits stattgefunden und die alten Bestell­ungen werden binnen relativ kurzer Zeit aufgearbeitet sein, so daß sodann alles davon abhängt, ob bis dahin neue Bestellungen einlaufen oder nicht, ganz abgesehen davon, daß die Preisfrage hierbei ebenfalls eine ausschlaggebende Rolle spielt. Der Coursdruck ging neben den Realisirungen der lokalen Spekulation auch von den Abgaben der ausländischen Contremine aus, welche letztere hierbei ganz namhafte Gewinne erzielte. Hin­sichtlich der weiteren Coursentwickelung dürfte indeß ein börsentec.lmisches Moment nicht außer Acht zu lassen sein, welches darin besteht, daß nach der Generalver­sammlung der Betrag der Superdividende (34 fl.) vom Course rechnungsmäßig abgeschlagen wird. Im Allge­meinen griff jedoch hinsichtlich der industriellen Kon­junktur keine allzu pessimistische Anschauung Platz, und speziell Montanwerthe konnten sich vorübergehend sogar erholen. Als jedoch die Pariser Börse rückfällig wurde, war auch hier die Besserung wieder in Frage gestellt. Man verhehlt sich eben nicht, daß, ohne Rücksicht auf die Konjunktur, insbesondere die Cours­entwickelung der Alpinen Montan-Aktien dadurch be­dingt wird, ob die französischen und Schweizer Aktio­näre an ihrem Besitz festhalten oder sich desselben entäußern. Sobald man nun Pariser Abgaben bemerkte, wurden die hiesigen Interessenten des in Rede stehenden Papiers sofort kleinmüthig und suchten ebenfalls zu ver­kaufen, so daß der Cours eine sehr empfindliche Ein­buße erlitt, zumal es in Folge des beträchtlichen Cours- rückganges auch an exekutiven Verkäufen für Rechnung der kleinen Spekulation nicht mangelte. Dazu kam noch, daß die Berliner Kontremine auf dem Gebiete der hiesi­gen Montan-Werthe ebenfalls nicht unthätig blieb. Den stärksten Echec erlitten, wie bereits erwähnt, Alpine Montan-Aktien, aber auch Prager Eisenindustrie- und Rima-Muranyer Aktien blieben hievon nicht unberührt, obschon insbesondere in dem letzteren Papiere von Bu­dapest aus umfassende Spekulationskäufe effektuirt wur­den. Bau- und Ziegel werthe bewahrten eine rela­tiv feste Haltung, ohne indeß von der Reaktion vollstän­dig verschont zu bleiben, zumal hinsichtlich der Einwölb­ung des Wienflusses, welche von den Vertretern der Kommune in der Enquete für die Wiener Verkehrsan­lagen verlangt, von den Vertretern der Regierung jedoch hauptsächlich des Kostenpunktes wegen abgelehnt wird, noch immer keine Einigung erzielt ist. Trans p o r t- werthe mußten der reaktionären Strömung ebenfalls ihren Tribut zollen. Nur Staatsbahn-Aktien gewannen immer wieder eine Reprise, weil auf Grund der Unterredung eines Breslauer Bankiers mit einer maßgebenden Persön­lichkeit der Staatsbahn-Gesellschaft die Version in Um­lauf kam, daß man in diesen Kreisen die montan-indu­strielle Konjunktur nicht so ungünstig beurtheile, um in Bezug auf die beabsichtigte Umwandlung der Domänen und Hüttenwerke des Unternehmens in eine selbständige Aktien­gesellschaft einen außergewöhnlichen Aufschub eintreten zu lassen. Auch der Cours der Nordwestbahn- und Elb- thalaktien erwies sich mit Rücksicht auf die Entwicklung der Betriebs - Einnahmen ziemlich widerstandskräftig. Dampfechiffaktien reagirten auf den unbefriedigenden Wasserstand, welcher eine theilweise Einstellung der Schifffahrt nothwendig machte. Auf dem Banke n-Markte unterlagen die Course einer allgemeinen Reaktion. Speziell Kreditaktien litten unter übertriebenen Gerüchten über die Betheiligung der Kreditanstalt an der Insolvenz Liebermann in Boryslaw, doch konnte sich der Cours auch dann nicht nachhaltig erholen, als diese Gerüchte die den That­sachen entsprechende Korrektur erfuhren. Auf dem Renten- Markte waren durchwegs feste Course in Geltung, weil man im Zusammenhänge mit dem No­vember-Coupon größere Investitionskäufe erwarten zu können glaubt. Eine Spezial-Hausse entwickelte sich in der Mairente, welche jedoch nicht festgehalten werden konnte, weil die Gerüchte, welche das angebliche Motiv bildeten, und zwar hauptsächlich jene, welche sich auf die Kon­version der Märzernte und die Valuta - Regulirung bezo­gen, im Augenblicke nicht ernst genommen wurden. D e- visen und Valuten haben sich vertheuert. Neben den Rembourskäufen der Arbitrage waren hieran vor­nehmlich die Operationen des ungarischen Finanzmini­sters schuld, welcher das Gold für die Einlösung des Januar-Coupons beschafft. Geld war recht flüssig, wurde jedoch in den letzten Tagen wegen des herannahenden Ultimo wieder mehr begehrt.

* Italienische Mittelmeerbahn. In der bereits

P. habe dadurch dem Gesetze genügt, daß er die Arbert nicht schon um 8, sondern erst um 8% habe beginnen lasten, wodurch den jugendlichen Arbeitern die erforderliche halbstündige Pause schon vorweg gewährt worden sei. Das Reichsgericht hat das frei­sprechende Urtheil a u f g e h o b en. In den Gründen wird ausgeführt: daß der Gesetzgeber die Anordnung von Pausen lediglich (wie die erste Instanz an genommen) oder auch nur der Hauptsache nach mit Rücksicht auf das Einnehmen von Erfrischungen und die dadurch zu bewirkende Zuführung körperlicher Kraft getroffen hab«, ist als richtig nicht anzuerkennen. Jedenfalls aber erscheint e« unzulässig, aus der vermeintlichen Tendenz eines Gesetzes Folgerungen zu ziehen, welche sich mit dem Wortlaut desselben in einen direkten Widerspruch setzen. Daß aber die von der Vorinstanz geübte Auslegung des § 136 sich mit besten Wortlaute nicht vereini­gen läßt, kann nicht zweifelhaft sein. Zunächst ist schon der AusdruckPause" verkannt. Sodann aber läßt die vorin­stanzliche Austastung die Forderung des angeführten Para­graphen, daß die Pausen zwischen den Arbeitsstun­de n gewährt werden sollen, ganz unbeachtet. Das Gesetz will, daß die jugendlichen Arbeiter, wenn die Arbeitszeit mehrere Stunden umfaßt, nicht die ganze Zeit unausgesetzt beschäftigt werden sollen, sondern will ihnen zwischendurch sowohl am Vormittag, wie am Nachmittag eine Arbeitsunterbrechung verschaffen. Die Ansicht, daß eine Pause noch vor Beginn der Arbeitszeit genüge, erweist sich ebenso unhaltbar wie etwa die Annahme, daß eine Verbindung der beiden Pausen für den Mittag und für den Nachmittag zu einer einzigen zulästig sei. (Urtheil vom 18. Oktober 1890).

Vermischtes.

* Die HeSurls- und Slervlichkeitsverhäliniffe in de« deut­schen Sroßllädteir mit 100,000 und mehr Einwohnern (geordnet nach ihrer Seelenzahl) stellen sich in oer Woche vom 4. bis 10. Oc­tober L I. wie folgt:

Berlin......

Hamburg.... Leipzig ... München.... Breslau .... Köln........

Dresden .... Magdeburg.. Frankfurt aM. Hannover.... Königsberg iP. Düsseldorf .. Nürnberg.... Altona .... Chemnitz ... Elberfeld.... Stuttgart.... Bremen .... Straßburg i.E. Danzig------

Stettin......

Barmen .... Krefeld......

Aachen......

Halle a. S. .. Braunschweig.

Die Eesammtdurchschnittsziffcr betrug in der Berichtswoche in dm vorgenannten Städten, pro Jahr und auf 1100 Lebende be­rechnet, bei den Geburtsfällen 36,0, und die der Todesfälle stellt sich auf 22,20/o«. Den reichsten Kindersegen mit 44,9°/oo weist die Stadt Leipzig nach, während Straßburg i. E. mit 24,8 den ge­ringsten Durchschnitt zeigt. Bei den Sterblichkcitsverhültnissen steht, als am günstigsten, die Stadt Elberfeld mit 13,9°/oo an erster Stelle, dagegen zeigt Breslau mit 37,7°/oo die höchste Sterblichkeit; Frankfurt a. M. nimmt unter diesen 26 Großstädten bei den Ge- burtsfälleu mit 26,5°/oo die 23fte und bei der Sterblichkeit mit 16,50-0« die 4te Reihenfolge ein.

X Bremen, 23. Oct. Ein Krematorium soll auch Bre­men über kurz oder lang erhalten. Es handelt sich für den Unter­nehmer nur noch um einige Schwierigkeiten finanzieller Natur. Der Senat ist dem Projekt nicht entgegen, denn sowohl die Depu­tation für die Friedhöfe, als auch die Bremen'sche Sanitätsbehörde empfehlen die Gestattung der Feuerbestattung und Gewährung eines geeigneten Platzes zur Herstellung der erforderlichen Baulich­keiten auf einem der städtischen Friedhöfe, falls genügende Mittel von den Jnterestenten aufgebracht werden können.

jedoch sofort waren die lärmenden Schaaren wieder auf dem Platze, überrannten die Polizisten und stürmten mit wildem Ge­schrei die Magazine. Andere Haufen zerttümmerten mit Steinen die Fenster der Synagoge. Plötzlich ging von Mund zu Mund die Behauptung, ein Jude habe einen vor einer Apotheke halten­den jungen Russenerschlagen". (In Wirklichkeit hatte er ihn nur geprügelt.) Daraufhin begannen die Volkshaufcn in großer Wuth die Judenhäuser zu demoliren. Man schlug die Fenster- krenze ein, stieg in die Wohnräume, warf Möbel, Wäsche und Betten auf die Straße und zerschlug alles, was den geringsten Werth hatte. Die jüdischen Besitzer flohen und versteckten sich. Die Polizei war vollständig machtlos. Das Gesindel erbrach am Marktplatz einen Weinkeller und Bierbuden, betrank sich und demolirte darauf das Haus, in welchem das Bankgeschäft von Aisenstadt seinen Sitz hat. Zwei orthodoxe Geistliche erschienen jetzt unter Glockengeläute und baten entblößten Hauptes die Ra­senden, um Christi willen aufzuhören. Ihre Bitten verhallten unbeachtet. Ein jüdischer Magazinbesitzer feuerte sechs Revolver- schüffe unter die anstürmende Menge und verwundete mehrere der Angreifer. Jetzt begann der Pöbel zu rauben. Bisher hatte er nur alles zerstört. Abends um 7 Uhr lagen ganze Reihen Be- ttunkener in den Straßen. Plötzlich brannte eine Traktirbude. Der jüdische Besitzer selbst sollte sie in seiner Verzweiflung ange­steckt haben. Das Feuer griff bei starkem Winde mit großer Schnelligkeit um sich. Das Volk ließ die Feuerwehr nicht löschen. Das Feuer erfaßte das Schlachthaus und die Wände der nahen Kathedrale rauchten bereits, als zum Glück der Wind umsprang. Zehn Häuser auf der andern Seite sanken binnen drei Stunden in Asche. Unterdeffen waren Bauern aus der Uingegend massen­haft mit Wagen hierhergeeilt. Sie halfen die Judenhäuser aus­rauben, verluden alles werthvolle Gut und fuhren es johlend in ihre Dörfer. Bis in die tiefe Nacht hinein plünderte der trunkene Pöbel noch die Magazine der Kaufleute Jacobson und Lipkin und steckte sie in Brand. Erst gegen Morgen wurde es still. Das bewegliche Eigenthum fast aller Juden ist vernichtet. Mordthaten sollen nicht vorgekommen sein.

Rumänien.

* Seit 6 Jahren erscheint in Wien eine von Dr. Cornelius Diaconovich herausgegebene politisch-literarische Monats­schrift in deutscher Sprache unter dem TitelRomänische Revue", welche mit Geschick und Erfolg die Interessen des gan­zen rumänischen Volkes, im Königreiche Rumänien, wie in Oesterreich-Ungarn vertritt. Die Aufgabe ist keine leichte, aber eine sehr dankensiverthe. So enthält das letzte (September) Heft eine interessante Zusammenstellung der historischen Pu­blikationen der romanischen Literatur in den Jahren 1882 bis 1889 von Nie. Densusianu und man ersieht dar­aus, mit welchem Eifer die Rumänen sich dem Studium der Geschichte ihres Volkes widmen. Der Behandlung mehr tages- politischer und wirthschaftlicher Fragen will sich eine von den - Herren I. u. Ak. Reiniger in Bukarest herausgegebene Ru manische Wochenschrift" widmen, deren erstes am 15. October erschienenes Heft uns vorliegt. Die Redaktion will ihr Hauptaugenmerk den volkswirthschaftlichen Interessen Rumä­niens zuwenden, doch sollen außer den bemerkenswerthen Ange­legenheiten der Stadt Bukarest und des Landes Rumänien auch die interesiantcsten Ereignisse des Auslandes in den Rahmen des Bl.ittes gezogen und besonders in Form der humoristischen Plau­derei behandelt tvcrden. In dem Familienblatte derRumäni­schen Wochenschrift" werden außerdem belletristische, populär­hygienische, wissenschaftliche Artikel, sowie Abhandlungen über Theater, Kunst und Literatur ihren Platz finden. Diesem Pro- ramm sucht denn auch die Redaktion bereits in der ersten Num- ßcr nachzukommen.

Afrika.

H Der Afrikareisende Joseph Thomson, welcher aus Süd- Afrika nach London zurückgekchrt ist, hat das Plateau zwischen dem Nyassa- und Bangweolo-See durchquert und mit vielen Häuptlingen Verträge zu Gunsten der Südafrikanischen Gesellschaft abgeschlossen. Er hält das Plateau für außerordentlich lultursähig und ist überzeugt, daß Engländer nicht allein auf dem Blantyre- Hochland und den Höhen am Nyassa-See, sondern in dem ganzen Gebiet des Plateaus, wie in Indien, lange Jahre hindurch leben und gedeihen können. Weiße Kolonisation im eigentlichen Sinne des Wortes ist seiner Ansicht nach jedoch unter den gegenwärtigen Verhältnissen ausgeschlossen. Thomson brachte viele Wochen in dem in den Shirk-Hochlanden gelegenen B l a n t y r e, dein Hauptsitz der schottischen Missionäre, zu. Dieselben sollen sehr praktisch vor­gehen und nicht nur Tagesschulen, sondern auch große Kostschulcn errichtet haben, in welchen 200300 Knaben und Jünglinge, zu­meist die Söhne von Häuptlingen, Unterricht empfangen. Viele der­selben bauen sich, wenn sie die Schule verlassen, Häuser in der Nach­barschaft von Blantyre, nehmen nur ein Weib und zeigen auch durch ihr sonstiges Verhalten, daß die Mühe der Missionare nicht vergebens gewesen ist. Der Reisende glaubt, daß die Frage, ob Europäer in Central-Afrika leben können, in Nyassalaud praktisch gelöst worden sei.

Amerika.

E Mexiko, 26. Sept. Am 21. d. M. ist der Freiheits- kämpfer, Brigadegeneral Vicente Mariscal, ein Mit­glied des obersten Kriegsgerichts und ein Vetter des Ministers des Auswärtigen, g e st 0 r b e n. Damit hat die Fortschritts­partei in wenigen Monaten sieben tüchtige und beliebte Generale verloren. Seit voriger Woche ist im fernen Norden wieder ein G u e r i l l a f ü h r e r, ein gewisser Garza, aufgetaucht, um mit einer kleinen Bande von ein paar Hundert Mißvergnügten und Abenteurern die Grenzortschaften zu beunruhigen und zum Aufstand aufzureizen. Vor einigen Monaten hatte einGeneral" Sandoval dasselbe erfolglos versucht. Obgleich es in den schwach bevölkerten Grenzstaaten viele dunkle Existenzen gibt, welche leicht für i^M'OirthniT abenteuerlichen Unternehmungen zu gewinnen sind.

erwähnten Verwaltungsrathssitzung, in welcher die Divi­dende auf Le 26 (1889, 90 Le 27 hl) festgesetzt wurde, ist mitgetheilt worden, daß der Reingewinn einschließlich der aus dem Vorjahr übernommenen Le 74,552 sich auf Le 10,022,135 (1889)90 Le 8,552,623) beläuft. Dabei ist aber zu berücksichtigen, daß diesmal Le 180 Mill. Aktien am Erträgniß partizipiren, während im Vorjahr nur Lire 135 Mill, dividendeberechtigt waren. Demgemäß erfordert die Auszahlung von Le 26 Dividende fiir 1890'91 LirB

>2 So s 1

i'a'S e-? =

S

Jahresd lauf 10(

1 Sch Diphthe 1 T>

L.-Sch

Ak. K' bereit

? Darmk

S g es

992' 32,0

600 19,4

1

1 1

517i 6 64

46

137

324

416 37,2

272 24,3

3 21 3 25

19

55

165

311 44,9

142 20,5

! 5' 219

10

38

68

265' 38,7

164 23,9

1 5-

22

10

45

81

279 42,8

243 37,7

lll 131

28

37

135

216 39,2

142 25,8

1

-2-

20

14

39

66

200' 37,2

87

16,2

1 5-

15

3

12

51

163 40,9

113 28,4

2 2 2

7

13

25

62

93 26,5

58

16,5

3

10

5

14

26

124 38,9

53

16,6

-( 2-

7

5

10

29

107 34,2

66

21,1

_

____

10

4

19

33

101 35,5

56

19,7

--' 110

2

10

33

110 39,3

61

21,

1

1

8

1

16

34

116 41,5

63

22,5

2--

11

6

12

32

115 42,0

59

21,6

2 1-

4

1

2

49

89 36,2

34

13,8

1

- 2-

3

4

9

15

63 25,9

49

20,1

1 3

4

8

11

22

60 24,8

47

19,4

--112

5

5

24

59 24,6

57

23,7

--1

9

1

11

35

79 33,9

69

29,6

1 1! 211

5

12

37

70 30,8

60

26,4

1

6

5

16

32

72 31,8

34

15,0

3

__'___________________________________

9

4

6

12

89 43,2

43

20,9

1

8

4

11

19

77 38,4

54

>6,9

1 1

5|

5

11

32

771 38,6

45

22,6

2'

6

4

8

25

80 40,8

56! 28,5

11-

9

4

17

25