r. Sette. Nr. 322.
Dritte- «orgeublatt »er Frankfurter Zeitung.
1. Roventder 1891»
im im
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Hessische x«dwrgs-Grsenbahn-Grsettfchaft
— erhSht
nun
Vertreter
Osnabrücker Bank
Stuttgart. | Institut Rauscher.
Haupt-Silan; vom 31. August 1891,
Passiva.
Activa.
5,190,188 43
Gewinn- und Serlust-Conto auf 31. August 1891
Halten,
Soll
und von
159,557 26
45
617,863
931, 270.fr
931,270
339Q7
Osnabrück, ben 16. November 1891.
33669
do. do.
nach dem 5. December 1891 Reduktion der cmgemeldeteg
^ireötion: C. Widmann,
131,33329
8239130
17,13446
22,99042
31. December 1891 vergütet. Zinsen vom 1. Januar 1892
Der Aufsichtsrath:
Aug. Hoyer, Vorsitzender.
Der Bries hatte noch ein Postscriptum:
„Lassen Sie sich, ich bitte Sie dringend, doch nicht durch übertriebenes Zartgesiihl beeinflussen. Ich werde Ihnen noch viel senden müssen, und sreue mich daraus, haben Sie doch um Gotteswillen Vertrauen zu mir. Auch will ich Ihnen ja keineswegs Geschenke aufdrängen; Sir sollen mir alles zurückgeben, wenn Sie können, meinetwegen mit Zinsen."---
Was nun!
Per Saldo-Dortraa von 1889/90 ....
Per Betriebs!- Ueberschuh im Bilanz
jahre 1890/91
„ Angenstein „ Käferthal.
nommen werden. „ , ,
Auf Wunsch sind wir bereit, die Verwerthung des Bezugsrechtes emzelner Aktie» zu vermitteln.
bis zum Einzahlungstage. , „ z,, r c
c. Ueber den Zeitpunkt der Einforderung der restlichen 50 Procent beschließt der Aufnchtsrath. Die Einforderung geschieht durch einmalige Bekanntmachung des Aufsichtsraths in den Gesellschastsblättem; in der Bekanntmachung kann eine Einzahlungsfrist bis zu vier Wochen gewährt werden. Die Bekanntmachung der Aufforderung muß bis spätestens 31. December 1892 erfolgen. , . „ ,, _ T ,
5. Die Einzahlungen müssen nach Art. 210 des Handelsgesetzbuches baar in deutschem (weide oder Moten erfolgen. Zahlungen durch Checks, Ueberweisungen und Verrechnungen sind nicht zulässig.
6. Bei der ersten Einzahlung werden Quittungsbogen ausgegeben, welche bei jeder späteren Einzahlung vorzulegen sind. Nach geschehener Vollzahlung werden die Quittungsbogen gegen Aktien mit Dividcndmbogm umgetauscht.
7. Die neuen Aktien nehmen vom 1. Januar 1892 ab mit der Hälfte des Nennwerthes und nach geschehener Vollzahlung mit dem ganzen Neunwerthe an der Dividende Theil. ,
Formulare zu den Zeichnungsscheinen und Nummernverzeichnisien können bei den Anmeldungsstellen m Empfang flc-
Weingeschäftes. .
Nach dem obigen Anwesen kommt weiter zur Versteigerung folgende den Geschwistern Prmz ge-
Kurse für ÄuMinder.\Berechtigung
'l», AussieHüngvon Einjährig- EreiuMigen Zeugnissen.
4. Die Zahlung des Preises von , , . , ,
118 Procent _= 1180 Mark für jede auf Grund des Bezugsrechtes gezeichnete Aktie 122 Procent — 1220 Mark für jede aus sonstige Zeichnungen zugetheilte Aktie
hat wie folgt zu geschehen:
a. 25 Procent und das Agio bei Ausübung des Bezugsrechtes bezw. nach der Zutheilung.
Auf die eingezahlten 25 Procent werden 4 Procent Zinsen vom Einzahlungstage bis zum b. 25 Procent — 250 Mark ohne jede weitere Aufforderung im Januar 1892 mit 4 Procent
Die Direetion:
Stob Siimer Bayls. Carl Sinner
Vorbehaltlich definitiver Feststellung; die Bergleichungszahlen pro 1890 entsprechen den definitiven Ergebnissen des betreffenden Monats. 33851
Mainz, im Nov. 1891. »«v
24.166 90 83,84869
70,000 — t 5,000 —
2,618 94
300,000-
32,22892
in den bei jeder Stelle üblichen Geschüftsstunden auf zwei gleichlautenden, eigenhändig zu vollziehenden Zeichnungsscheinen erfolge«.
2. Die alten Aktien, auf welche das Bezugsrecht ausgeübt werden soll, sind bei der Anmeldung mit einem doppelt ausgesertigte« Nummernverzeichniß einzureichen und werden nach erfolgter Abstempelung zurückgegeben.
3. Die Zutheilung aus die nicht auf Grund des Bezugsrechtes gezeichneten Attien erfolgt baldigst durch schriftliche Mittheilung an die Zeichner. Im Falle der Ueberzeichnung findet eine Beträge statt.
Eine größere Münchner Branerei sucht für Frankfurt a. M. und die Provinz einen tüchtigen
48,43066
5,000 —
106,12660
M. \ A 2,000,000 - 1,150,000 - 145,000 - 117,150 89 360.000- 23,118 94 300,000- 140- 83,848 69 347,142 90 631,558 09 32,228 92
Der Allltsvenveser des li. Notars Ruff
Kern.
Gesellschaft für Srmlki, Spiritus- link Preßhefe Wnlratlan
vormals G. Sinner in Grünwinkel—Baden.
mich von Anfang an geliebt. Nun, ich habe schon so viel ges"8 so magst Du das auch noch wissen auch ich habe Dich Anfang an gern gehabt; ich — ja, ich glaube wirklich — ich hätte Dir auch im vorigen Herbst schon die Hand gereicht, wen« Du sie begehrt hättest. Warum hast Du nun diese lange, schlimme Zeit verstreichen lasten. Ich hätte mich fast einem anderen versprochen, und ich glaube, ich wäre unglücklich geworden.
Der Abstand zwifchen uns erfchien so groß, daß ich es nicht wagte, mich Dir zu nahen.
Und warum hast Du es jetzt gewagt?
Ich ja, ich konnte meiner Leidenschaft nicht mehr widerstehen.
Sie sah ihn liebend, aber schelmisch an: Das ist es nicht, das ist es wenigstens nicht allein. Du glaubst nicht, wie gut ich in der langen Zeit unserer Verlobung schon gelernt habe, in Deinem Gesicht zu lesen; cs giebt noch einen anderen ganz bestimmten Grimd. Die Heuchelei sollte hinfort keine Stätte mehr zwischen uns finden, Walter; füge mir den wirklichen Grund.
Er mußte wieder lachen.
Was soll ich machen einer so hochnothpeinlichen Fragestellung gegenüber. Ich wollte es erst später Deiner Mutter sagen, aber so magst Du cs den» jetzt schon wissen.
Was ists denn, was ists denn? drängte sie ungeduldig, als et einen Augenblick schwieg; so quäle mich doch nicht!
Onkel August ist ohne Testament gestorben.
Cisrort Davos
Hotel Davoserhof,
sonnig gelegen. Geschützte Terrasse. Pensionspreise von 5 -K- an auswärts._________________63880
Der Dividendenschein Nr. 6 wird von heute ab bei der Gesellschastskaffe in Grünwinkel und bei ben Bankhäusern Herren G. Müller & Eons, in Karlsruhe und Kade«,
„ Straus & Eie. i« Karlsruhe,
, M. H. Fa-enburg & Söhne in Mannheim,
„ von Erlanger & Söhne in Frankfurt a. M.,
„ E. Schtrstnger-Trier & Cie. in Berlin
Mit »ar» 150 eingelöst.
Karlsruhe lind ®r»*»rtttfel, ben 12. November 1891.
gahnbau-Conto ...........
orräthe an Fabrikaten und Rohmaterial m sämmtlichen Etablissements ..................
Dorrath in Baar und Wertpapieren Dorrath in Wechseln............................
Ausstände bei Kunden und Bankguthaben
Osnabrücker Dank
v. Roy. H. (»ardtbans.
entöltes Maismehl. Für Kinder u. Kranke mit Milch gekocht spec. geeignet die Verdaulichkeit der Milch. — In Col.-u.Drog.-Hdld. '/> u. 'AEngt L60a.30^ 32809
«Mi 1
1,396.697 97 148,491 24
100- 579,081 57 243,832 37 828,351 98 116,150 37
100- 238,81496
5,800-—
813,073 25 60,36378 40,839 68
718,49126 5.190,188143
AmmMlien in Grünwmkel
, , Durmersheim
, , Aiigenstein ...............
, „ Käserthal........................
. „ Karlsruhe und Baden-Baden
-eräthschasten und Fuhrwifen in Grünwinkel do. „ Durmersheim....
34,52550
I
896,744 67
XXV.
Kann vom phantasiereichen Leser überschlagen werden, denn es kommt jetzt alleS so, wie es kommen muß.
Ja, Ottkel August war ohne Testament gestorben. AlS Justizrath Müller eilenden Schrittes ankam, sand er thu schon ohne Bewußtsein, und wenige Stunden darauf war er eine Leiche. Ein Schlaganfall hatte ihn dahtngerasst.
Was er im Leben nie hatte thun wollen, das hatte für ihn der Tod gethan; er hatte selbständige Menschen gcjchchst"' soweit Selbständigkeit durch Geld bedingt ist.
Dos einzige Wesen auf der Welt, das ihn betrauerte, war seine Schwester, dir Frau Superintendent. Obwohl auch sie oft gmug unter seiner Rohheit zu leiden gehabt hatte, war sie doch stets voll Bewunderung für den reichen Bruder gewqeu.
Wchkußst^f
begrüßte sie mit einem Blick, in welchem eine Welt von Fragen lag, und vor dem sie die Augen niederschlug.
Frau Oberamtmann Vapupp war ungeduldig geworden, den Doctor, „ihren Candidaten" einmal wiederzufthen, denn alle Leute, die einmal längere Zeit in ihrem Hause gewellt hatten, behielt sie, wenn sie nur nicht ganz im Bösen geschieden waren, in treuem Andenken. Sie hatte daher ihren Sohn veranlaßt, nach Wustrow an Arnt zu schreiben; der Brief aber war gerade in der Schreckenszell eingetroffen und war ihm mit starker Verspätung nach Tange! nachgeschickt worden. Der junge Vapupp schrieb, daß sich alle sehr freuen würden u. s. w., daß auch Fräulein Bahnsen wieder eingetroffen sei und, wie man ziemlich verbürgt erfahre, zwar stark „angelobt", aber noch nicht verlobt sei.
Arnt hatte anfänglich nicht beabsichtigt, dieser Einladung nachzukommen, weil er seine Arbeiten nicht unterbrechen wollte und die Frugen über das Wustrower Schauerstück fürchtete; dann aber waren Ereigniffe eingetreteu, die ihn umgestimmt hatten.
Am Tage nach seiner Ankunft in Quitzow ging er, das Prachtvolle Wetter benutzend, das auch zum Vorwande dienen mußte, nach Leweuhageu hinüber. Als er, dort angekommen, Wally in die Augen schaute und sah, wie ein Freudenstrahl ihr Antlitz erhellte, da loderte das Fünkchen Hoffnung, das er in stiller Herzens- kmnmer heimlich und verschwiegen genährt hatte, hell empor.
Sie folgte ihm auf seine Aufforderung ohne Einwand in den Garten, und er ging jetzt ohn« Zögern auf sein Ziel los.
Er sagte ihr, daß er vom ersten Augenblick au eine tiefe NeiMUlg für sie gefaßt habe, daß er aber wegen der großen Kluft, die ihre äußere Lage von der seinen trennte, nicht gewagt habe, ihr nahezu treten, daß er mit aller Kraft gegen seine Leidenschaft gerungen, sich jetzt aber entschloffen habe, sein Schicksal in ihre Hände zu legen. Möge sie ihn fortschicken, erwerbe sein Lebensloos zu erttagen suchen, möge sie ihn dann aber nicht hart abweisen, wie einen Aufdringlichen und Eigennützigen, sondern ohne Bitterkeit, in aller Freundschaft, wie seine heiße Liebe und seine treuen Wünsche es verdienten. Könne sie sich aber entschließen, ihm ihre Hand zu reiche«, so werde sie ihn zum glücklichsten . . . u. s. w.
Sie besann sich keinen Augenblick, sie sagte ja, «nb sie warm für da? Leben vereint.
Als Frau Doctor Bahnsen die Veranda leer fand, war sie darüber nicht verwundert, denn sie war ja daran gewöhnt, daß ihr Töchterchen mit Amt im Garten umherwanderte. Sie nahm eine Zeitung zur Hand, wie sie es in Erwartung des Mittagessens — sie hatte für Lavmhagm die ländliche Tagcseintyeidwg an§e- luumnm — zu thun pflegte. Gemächlich las sie «st einen Artikel übn Arbeiterwohnungen, dann einen üb« die voraussichtlich be-
»n Uickosten-Conto:
Allgemeine Handlungsunkosten
- Jnteresteii-Conto:
Xj.kiien, Provisionen, Discont, Agio re , Dubiofen-Conto:
Zweifelhafte Forderungen.. .........
, Bau-Conto: Ban-Unterhaltuug.................
. Abschreibungen:
aus Immobilien .............
Ertraabschreibung in Grünwmkel ..
auf Geräthschaften und Fuhrwesen rc
, Sewinnvertheilimg:
,um gesetzlichen Reservesond................
für Tantiemen und Honorare in den Spezial-Reservesond................
, , Pnisionssvlid der Angestellten........ in denselben Tantidmeüberweisung des Auf- fichtsraths ............................
15 pCt. Dividende Vortrag aus neue Rechnung
bereilungs-Anstalt fürs „ Marinn ftnannr-, Eähnriehs-u.\
jeden lebensberuf. _|"llltär “• ™*arine |Eingährigen-Ecamen.\ Kurse für Ausländer.! Rerrrhtiäunn Eintritt jeder Zeit. |
Montag, den 7. Dezember 1891, Nachmittags 2 Uijr, zn $S e l| t> # r im Gasthaus zur „Krone" bei Georg Serr, taffen Geschwister Prinz ihr daselbst gelegenes tzausanwesen mit Wingertsgarten in 3 Parzellen abtheilungtz- hwlber öffentlich in Eigenthum versteigern.
Dasselbe besteht aus einem zweistöckigen Wohnhause, maffin gebaut, mit 7 Zimmern, Kelterhaus, Nemisenbau. Hof, drei Kellern mit drei
Cementfässern und vier Cementbütten, einem Pflanzgartchen, einem weiteren Wohnhause mit Hof, Kelterhaus mit Kelter, und Stall, sowie einem 1 Morgen großen Wingerts guten; das Ganze eine Fläche von 98 Dezimalen einnehmend und gelegen zu W e y h er an der Kirchgasse, neben Anton Anselmann Wittwe und Wittwe Weidmann.
Das Anwesen eignet sich bei der schönen Lage des Orres Weyher — in der Nähe der k. Villa Ludwigshöhe — als Landsitz tote auch für Kaufleute der Weinbranche zum Betriebe eines rentablen
XXIV.
Ws kommt wieder einmal alles ganz anders.
Fran Doctor Bahnsen verbrachte auch diesen Herbst wie den vorjährigen, wieder mit ihrer Tochter in Lewenhagem
Es war ein prächtiger, warmer Tag, die Sonne strahlte vom blauen Himmel herab aus das bunte Laub, weiße Spinnenfäden hingen an den Stoppeln und schwebten auf zum lichten Aether. Wally saß am offenen Fenster in ihrem Zimmer im ersten Stock und blickte durch die klare Lust hinüber auf die hohen Baumwipfel des Quitzower Parkes. Sie dachte, — wie, ach, so ost — an Walter Arnt. Dort kam ein Mann aus dem Fußpfade gegangen, der durch die Wieseu von Outzow nach Lewenhagen führte. Oftmals hatte sie ihn mit freudigem Erwarten ans diesem Fußpfade herannahen fchcn.
Sie träumte eine Weile vor sich hin, dann dachte sie an den Mann, der der ihre werden sollte. Nein! an Herrn Langemak war wirklich enisthast nichts auszusetzen; und dennoch hätte sie so gern etwas auszusetzcn gefunden. Sie sann und sann. Der Mann auf dem Fußpfade bog jetzt in den Steig ein, der auf den Lewenhagener Garten zusührte; wieder schweiften ihre Gedanken zu Arnt ab. Ach, jetzt weilt erwähl schon in irgend einem kleinen Landstädtchen und versauert und verbauert dort in der engen Thätigkeit eines Lehrers, und er war doch gewiß zu großen Leist- ungen befähigt, ein Mami wie jene, die mein guter Vater so ost hoch gepriesen hat.
Der Wanderer war jetzt ganz nahe gefotitmtn. War es möglich ! nein--doch, doch! er ists! er ists wahrhaftig! es ist
£ Otter Arnt!
Sie eilte die Treppe himmter zu ihrer Mutter und war kaum im Stande, ihre Erregung zu bemtiftem, als sie rief:
Mutter, Doctor Arnt kommt, er ist schon im Garten.
Die gute Frau, noch mit Ankleiden beschäftigt, merkte nicht da« geringste und sagte gekaffen:
Empfange Du ihn nur und füh« ihn auf die Veranda, Äh komme nach, sobald ich fertig bin.
Als sie in den Hansster knet, kam Arttt schon herein. Er
vorstehenden Pariser Moden, die selbstverständlich, wie im grölen Theil der civilisirten Welt, nachgeahmt werden mußten.
Als sie es ein Uhr schlagen hörte, verwunderte sie sich ein wenig, daß Wally noch nicht zurück war, beunruhigte sich aber nicht darüber. Sie blätterte jetzt in einer illustrirten Zeitung herum und las einen Romanabschnitt; da hörte sie es halb schlagen. Jetzt hielt sie es doch an der Zeit, den jungen Leuten uachzugehen, um so mehr, als das Zeichen zum Mittagessen zu erwarten stand. Als sie um ein Gebüsch herumbog, hätte sie fast einen Schrei airsgestoßen, denn da sah sie ihre Tochter, ihre Wally, in einiger Entfernung leibhaftig stehen, wie sie eben Doctor Arnt einen kräftigen Kuß verabfolgte.
Ganz im Gegensatz zu der Handlungsweise, die die meisten anderen Mütter fir angebracht erachtet hätten, kehrte sie geräuschlos um, befahl aber im Hause, daß sogleich zum Mittagessen geklingelt werde.
Wally hatte gar keine Eile gehabt, ihre Mutter von dem abge- geschkoffenen Liebesbündniß in Kenntniß zn schm; denn erstens war das Zusammensein mit dem Geliebten an sich sehr angenehm, zweitens hatten sie sich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehr viel zu sagen, und endlich empfand sie ein klein wenig Gewissensbisse in Hinblick auf Herrn Langemak und deßwegen auch etwas Furcht vor der Mutter, obwohl sie sicher fein konnte, daß diese keine ernstlichen Schwierigkeiten machen werde.
Ich schäme mich saft, sagte sie zu dem Geliebten, daß ich mich ganz so mir nichts dir nichts habe erobern lasten. Nicht einmal gekniet hast Du, und zu einem ordentlichen Liebesflehen ist es auch ui 1 gekommen; ich hätte Dich etwas zappeln lassen sollen, denn ich war immerhin ein bischen böse auf Dich.
Wie ist das nur möglich, ich habe doch von Anfang an nicht? ! als Liebe für Dich empfunden und habe Dich, soviel ich weiß, nie mit einer Silbe verletzt.
SÄ schwieg einen Augenblick.
Sag einmal, wer hat das wunderliche Gedicht gemacht von dem... von dem „schönen Weib", das ... das „ins Leben tritt." Du weißt es ganz sicher.
Er mußte lachen über den prüfenden, fast strengen Blick, mit dem sie ihn ansah.
Wenn es weiter nichts ist, das magst Du wissen. Ich selber habe es verübt.
Kannst Du Dich aber verstellen ! i Ich trau Dir garnicht mehr recht.
Ich Dir desto mehr, und bei der ungetheikÄn LebenSgemem- ßchap, m dÄ wir nunmehr ernteten, gleicht sich daS damr wiederaus.
Auch anderes ist mir f» wunderttch. ®u sagst. Du hättest
Die General-Versammlung vom 14. November c. hat beschlossen, das Grundkapital unserer Gesellschaft von 2,000,000 Mark auf 3,000,000 Mark durch Ausgabe von 1000 neuen Aktien a 1OOO Mark zu erhöhen.
Den bisherigen Aktionären ist nach Beschluß der Geueral-Versammlung das Recht emgeräumt worden, auf je 2000 Mark alte Aktien eine neue Aktie ä 1000 Mark zum Course von 118 Procent 3U beziehen^ Bezugsrechtes nicht gezeichneten Aktien sollen anderweit begeben werden. Den Zeichnungspreis für
diese Aktien haben wir auf 122 Procent festgesetzt.
In Gemäßheit dieser Beschlüsse laden tvir hierdurch zur
Ausübung des Sezngsrechles und ptt Anmeldung von Zeichnungen
auf
1,000,000 Mark neue Aktien unserer Gesellschaft
unter folgenden Bedingungen ein:
1. Sämmtliche Anmeldungen mästen bis einschließlich den fünften December 1801 entweder bet unserer Caffe in Osnabrück
oder bei einer der nachbenannten Stellen:
Münsterische Bank, Filiale der Osnabrücker Bank in Münster, Deutsche Genossenschaftsbank von Soergcl, Parrifins & Co. in Berlin, Oldenburgische Spar- & Leih-Bank in Oldenburg
hörige Liegenschaft, als: .
Plan-Nr. 2481, 1 Tagwerk, 7 Dezimalen und Plan-No. 2480, 52 Dezimalen Wingert und Oedung in der neuen Anlage neben Wald und Geschwister Prinz selbst.
Am folgenden Tage, Dienstag den 8. Dezember 1891, Vormittags 9 Uhr, in dem obigen 87143 Hausanwesen, lassen dieselben Bersteiglasser abrheilungshalber öffentlich in Eigenthum versteigern:
32 Lagerfüsser, zusammen ca. 133 Fuder haltend, 8 Lagerfässer, ca. 24 Fuder haltend, 1 Trau- den- und 1 Obstmühle, 7 Bütten, 4 Zuber, 8 Hotten und sonstiges Kellergeschrrr. ferner 6 Halbstück-, 6 Viertelstück- und 75 gute Transportfässer von 30—150 Liter Gehalt.
Eder«ködert, den 14. November 1891. 33858
Montag den 23. November 1891, Versteigerung Mer ausgezeichneten Gemälde-Sammlung darunter Bil- Der von I. d'Artois, Com. Bega, I. v. Beyeren, Adr. Brouwer, Alb. Cuyp, Alb. Dürer, A. v. Dyck, I. v. Geyen, Com. de Heem, N. Maß, v. d. Neer, A. v. Ostave, Potter, Rugendas, Ruysdael, Jan Steen und Anderen. , 33864
Kou«. M. skinpkch' Antiquariat A Haustein).
’ Theiliingslial ber
Verkauf der herrlichen Domäne Golzinnes,
(Provinz Namur, Belgien)
«tat Stunde von Brüssel. 10 Minuten von ben Bahnhöfen St. Denis- Boveffe und de Mazy entfernt.
Dieses schöne Landgut umfatzt: Lchlosi. sehr bequem eingerichtet, voltständig gut erhalten, mit 4 g ossen Salons Bibliothek. Rauch- Jaloii Kapelle. 25 Zimmer in jeder Etage, grotze Nebengebäude, Stall- vng Remise, Satteltammer, Zwinger. Gewächshaus, Treibhaus, das Ganz- möblirt oder unmöblirt. Herrlicher Gemüsegarten. — Einer der schönsicn Parks im Lande, kugelig, 100jährige Bäilme, Ruinen, schöne (Sttoniier. Wasserfälle, prächtige Alleen. — Pacht von 118 Hek- tnr - Wassermühle mit 45 Hektar, Wald 64 Hektar. — 40 Hektar Land im Einzelnen vermiethet. — Gesaminifläche 345 Hektar. — Wildreiche Jagd über ungefähr 1000 Hektar. — Hoch- u. Nieder-Jagd. t NB. Tas Gut ist durchzogen von einer Ader von unerschövflrchem stieichthum schwarzen Marmors, bekannt in beiden Erdtheilen und Dtämiin auf allen Ausstellungen unter dem Namen „Marmor von Golziimes'.
3 Striubrüchk im Betrieb mit Werkzeug.
Sofort nutzbringend.
Total-Einsornmen des Gutes: 65,000 Frs.
Werth: Cinkommcil verzinst zu 3% pCt. , .
lWegen näherer Au-kunft wende man sich an Notar Gerard ut Gemblour lBelgieii), welcher mit dem Verkauf beauftragt; wegen Be- «chtigima an Herrn Marchal, Verwalter in Golzinnes. 33003
Das alt renommirte
Hotel garni
„zur Tulpe“
seines Restaurant mit reizendem Garten aus der alten Promenade, unmittelbar neben der Universität und vis-a-vis dem Theater belegen, soll mit complcieu, Inventar aus Gefnndheitsrückstchte» an einen tüchtigen Wirtb verkauft werden. Anzahlung nicht unter 30,000 Mark. Uebernahme beliebig. Alles sstähere durch
Louis Richter,
63968 StaUt a. S.
Aktien-Kapital..............
Obligationen................
Hypotheken.................
Gesetzlicher Reservesond ......
Spezial-Reservefond ........
Peiisionssond der Angestellten
Dividenden ...............
. unerhobene ...
Tantiemen und Honorare... Gestundete Spiritus-Steuer . Creditoren.................
Gewinn-Vortrag .......
Briefe unter K. 3870 an Rudolf Masst. München.
Billard-V er kant.
Platzmangels halber ist ein fast noch neues im reichen japa- nefischen Styl gearbeitetes Billard von 2.5 Meter Länge zwischen ben Banden zu verkaufen. — Arnsburgerstraße 1, zwischen 12 und 1 Uhr, zu besichtigen._____________________________________________33409
Monat
Betriebs- Länge in KUom.
Einnahme in Mark ax8:
Summe
Jan.-Ort.
j Total Seit letzter Jan.-Oct. ! Publikation mit.Berück- mnittelte | sichtitzung Differenzen d. ermittelt.
1 l Differenzen
Personen- Verkehr.
Güter- Vcrkehr.
Extra- Ordiuaria.
Gesaunnt- tnnnahme
A. Nicht florontirte Linien. 1
Oct. 1891
Oct. 1890
534
602379
1109648
56953
1768980
1690287
15296988 14701513 + 595475
+ 3498
15300486 i
534
550^24
1079546
60017
14701513
+ 598973
Differenz
—
+ 51655
+ 30102 B.
- 3064 (Maron trete
+ 78693 Linien.
+ 3498
Oct. 1891
177
81181
155412
3295
239888
225985
+ 13903
1950887
— 618
1950269 1
Oct. 1890 Differenz
177
78251
143680
4054
1859131 + 91756
1859131
+ 2930
+ 11732
— 759
— 618
+ 91138
