Drittes Morgenblatt der Frankfurter Zeitung
S. Seite. Nr. 161.
». Juni 1892.
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erfuhr eines Tages, daß der Herr Notar wohl regelmäßig die Zinsen an Frau v. Fantillane zahle, aber an der Börse mit großen, seinen Klienien gehörigen Kapitalien spiele.
Kurz daraus erhielt er die Nachricht, daß der betreffende Notar flüchtig sei und zehn Millionen unterschlagen habe. Zwei davon gehörten Susanne. Sie hatte damit ihr ganzes Bermögen verloren. Jean beschloß, sie auf das Ereigniß so schonend als möglich vorzubereiten Da sie nie wußte, was mit ihrem Gelde geschah, war es leicht möglich, ihr das Schlimmste zu ersparen. Jean besann sich nicht lange. Er ging zu Susanne und sagte:
„Madame, ich hatte Recht, Ihren Notar zu verdächtigen. Er ist richtig durchgebrannt!"
„Ach, mein Gott I"
„Jawohl, aber ich hatte meine Vorkehrungen getroffen. Meine jüngste Abtvesenheit hing damit zusatnmen. Ich hatte seinen Reiseplan geahnt. Ich traf ihn noch beizeiten und nahm mir die Vollmacht, Ihr Kapital von zwei Millionen an mid) zu nehmen. Ich übergab diese sofort uieineni Banquier. Hier ist die Quittung. Sie können nun ganz nihig sein!"
Susanne verstand nichts von Geschäften und glaubte Alles.
„Herrgott, sind Sie ein Genie! Ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Zu verarmen, das wäre sehr ärgerlich gewesen!"
lind Susanne ging zu einem anderen Gesprächsthema über. Ihr kam das Alles sehr einfad) vor. , Daß ein Freund sie vor einem Mißgeschick bewahrt hatte, schien ihr nichts Außerordentliches.
Als sie kurze Zeit nachher hörte, daß Jean seine Pferde verkauft habe, fragte sie ihn und) der Ursache dieser Handlungsweise.
„Madame," antwortete er ihr, „ich hatte iveniger Glück als Sie. Ich hatte einem guten Freund eine ansehnliche Summe zu einem vielversprechenden Unternehmen beigesteuert. Er hat schlechte Geschäfte gemacht und mid) etwas aufs Trockene gesetzt. Dasist's!"
„Ach, mein armer Freund! Brauchen Sie etwas? Kann ich Ihnen dienen?"
Jean lächelte und dankte Frau v. Fantillane: „Sie sind zu gut, aber id) habe immer noch mehr als ich brauche. Wenn ich mir etwas überflüssigen Luxus versage, wird mein Budget bald wieder in's Gleichgewicht kommen
Ter Notar wurde dem Gerichte auSgelicfert, er saß jetzt in Mazas. Er glaubte seinem Vortheil zu dienen, indem er Alles gestand und ein Verzeichnis seiner Unterschlagungen aufstellte.
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(auch gleichzeitig gültig für die December-Ziehung) sind allerorts in den durch Plakate kenntlichen Verkaufs- .e stellen zu haben, auch zu beziehen durch den
Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar.
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Dem Bademeister, der Ihnen beistand, schicke id) 100 Francs. Und ... da ich Sie mit einer solchen Münze nicht bezahlen kann, muß ich mich darauf beschränken, Ihnen die Hand zu drücken. Genügt Ihnen das?"
„Ja ... das genügt mir."
„Und mm gehen Sie. Ich fühle mich' wohler und will etwas Toilette machen, um bei schönem Wetter einen kleinen Spazierweg zu wagen."
Jean verließ Fran v. Fanttllane und wandelte zwei Stunden am Sttande auf und ab, die Gedanken mit diesem „merkwürdigen Geschöpfe" beschäftigt.
„Was, was kann sie nur zum Beweis meiner Liebe verlangen ? Sagt cs nicht genug, wenn ich mein Leben aufs Spiel setzte?"
Und trotzdein er Susanne egoistisch und undankbar nannte, gestand er sid) doch im Grund seines Herzens, daß sie nicht ganz unrecht habe. Der ersten Besten hätte er aus Muth . . . vielleicht sogar aus Prahlerei.. . denselben Dienst geleistet. So mußte er eben auf eine andere wirksamere Gelegenheit warten, um Susanne die Aufrichtigkeit nnb Tiefe seiner Liebe zu beweisen.
V.
Frau v. Fantillane tvar sehr reich. Neben ihrer großen Mitgift hatte sie von ihrm Eltern und von ihrem Manne ein bedeutendes Vermögen geerbt. Zur Verwaltung ihres Besitzes fehlte ihr jedes Talent und so hatte sie einem Notar, der mit ihr ver- wandt war und aus den sie das vollste Vertrauen setzte, ihr Vermögen übergeben. Dieser schickte ihr jährlich chie Zinsen, die ihr zukamen. Wenn sie Geld nöthig hatte, schrieb sie an ihn und er sandte ihr die verlangten Summen. In diescin Verkehr bestand ihr ganzes Verhältniß. Weiter tvar das Interesse Susannc's nie gegangen. Wo ihr Geld angelegt war, unter tvelchen Bedingun- gcn, kümmerte sie wenig. Sie war reich und verbrauchte nicht einmal ihre ganze Rente; mehr verlangte sie nicht.
Durch eine zufällige Unterhaltung tvar Jean in diese Dinge emgeweiht. Er warnte Frau v. Fantillane: „Es ist unrecht, daß ®te “!$‘ W Ahr Einkommen kontroliren. Zu viel Vertrauen ist gefahrllch!"
!°9e Ihnen doch, daß mein Notar mit mir verwandt rst.
^ean glaubte kein Recht zu haben, weiter in Frau v. Fan- tillanc zu bringen. Aber da ihm Alles, was Susanne betraf Kühe ging, erkundigte er sich nach ihrem Vertrauensmann und
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Es wird hierdurch bekannt gemacht, dass am heutigen Tage 219 von den General First Mortgage Bonds der Northern Pacific Railroad Company für den Sinking Fund gezogen worden sind in Gemässheit der Bestimmungen der Artikel 11 und 12 der Trust Mortgage, und zwar folgende Nummern:
Dollars 1000 COUPON BONDS.
^Ziehung ohne Aufschub schon 8. Juli*9 NT Große Hannover sche Jubiläums Lotterie -WM 3091 Gewinne sämmtlich 90°l0 Baarwerth.
Eines Tages schrieb der Untersuchungsrichter an Frau v. Fan- ttllanr. Der Inhalt des Brieses entdeckte ihr Alles. Sie ließ Jean rufen.
Dieser gerieth in Verwirrung, konnte seine Lüge nicht aufrecht halten und die Wahrheit stand klar vor den Augen Snsanne's
„Demnach haben Sie mir also zwei Millionen geschenkt?"
„Aber Madame,.."
„Mit welchem Recht?"
„Mit...."
„Hören Sie, mein Freund. Ich bin Ihnen nicht böse und schätze dieses Zartgefühl nach Verdienst. Sie tvollteu sich ohne mein Wissen für mich zu Gnmde richten. Ich nehme dieses Geld natürlich nicht an."
„Aber Sie können doch nicht ohne Vermögen leben!"
„Warum nicht? Mir scheint, ich habe ohnedies noch 15,000 Francs Rente. Das ist mehr als genug, um mit einer Köchin und einer Kammerjungfer zu leben und ermöglicht sogar noch ine anständige Stellung in der Welt."
„Wenn Sie durchaus mein Geld nicht ivollen, so nehmen Sie es, indem Sie meine Fran werden!"
„Niemals! Als ich noch reich war, habe ich Ihren Antrag zurückgewiesen, — arm werde ich ihn erst recht nicht annehmen. Und muß ich es Ihnen sagen, mein lieber Freund? Die veränderte Lage hat keinen Einfluß auf meine Grundsätze und mein Ultimatum bleibt dasselbe. Beweisen Sie mir, daß Sie mich jetzt nock) lieben!"
„Aber...."
„Ja, Alles, was Sie für mich thaten, ist sehr schön, sehr ritterlich. Aber ich sehe auch darin mehr Ihre eigene Freude an d'm heldenmüthigen Opfer, als die Gewähr einer dauernden Liebe. Wer bürgt mir dafür, daß Sie nickst eines Tages Ihre Entsagung zu meinen Gunsten beklagen? Wer weiß, vielleicht käme die Reue sofort."
"O!"
„Nein, überreden Sie mich nicht, mein Freund. Heute, da ich arm bin, — und mit dem, was mir bleibt, ist man arm in unserer Welt, — müssen wir uns trennen. Um einem Manne Alles zu verdanken — und wenn ich Sie jetzt heirathete, wärt dem so — muß man ihn besser kennen, als ich Sie kenne, und unbedingt an seine große Liebe glauben! Leben Sie wohl, mein Freund. Vergessen Sie mich!"
,A ber..."
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Aus neues Fabrik- tt. Wohngebäude tm Werth von 150,000 Mark ohne Einrichtung wird I. Hypothek von 60—80,000 Mark gesucht. Bedeutendes Privatvermögen des Besitzers vorhanden. Die Fabrik ist mit Aufträgen in Speeialitäten stetö in »oller Thätigkeit. Off. unter .Prima" bef. llansenstein & Vogler A.-G., Frankfurt a. M. 77018
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der Weimar-Lotterie
findet vom 18,—SO. Juni d. J, also nächste Woche, statt Zur Verloosung kommen in diesem Jahre wiederum 77118
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dabei Hauptgewinne von W. 50,000 Mk., 20,000 Mk., 10,000 Mk. u. 8. w.
Ziehung bestimmt am 22. Juni er. 14635
Hauptgewinne M. 90,000,40,000,10,000 etc.
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Die Inhaber der 4% Mittelmeer-Obligationen werden hiermit benachrichtigt, daß die Bezahlung der am 1. Jnlt verfallenden halbjährigen Zinsen von Lir. 10 pro Obligation, von genanntem Datum an, bei allen damit beauftragten Banken und gegen Vorweisung des Coupons Nr. 4 stattfinden wird.
Mailand, den 5. Juni 1892. 77137
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In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bierbrauereibesitzers Panl RudeliuS tn Friedberg werden
Freitag de« 17. J««i 1892,11 Uhr Vormittags, auf dem Rathhaufe zu Friedberg folgende Immobilien des Gemein- schuldners durch Grosih. Ortsgericht Friedberg zum dritten und letzten Rial öffentlich und meistbietend veräußert:
1) Bierbrauerei und Gastwirthschait zum .Steinemen Haus", bestehend aus einem folid gebauten dreistöckigen Wohnhause, dem Brauhaus, umfangreichen Lagerräumen an der Kaiferstraße, in bester Geschäftsgegend der Stadt belegen. .
2) Felsenfester, bestehend aus einem zweistöckige» Wohnhaus mit Wirthschaftsräumen. Tanzsälchen, Kegelbahn, Garten mit herrlicher Aussicht nach dem Taunus.
3) Drei kleinere Hofraithen, bestehend aus einem Malzhaufe mit Bodenraum (auch zur Wohnung herrichtbar), zwei Scheunen und Ställen.
4) Ein Garten in der Stadt, 435 Quadratmeter.
Tie Liegenschaften, die schon feit einer langen Reihe von Jahren zum Bierbrauerei- und Wirthfchastsbetriebe verwendet wurden, werden sowohl zusammen als auch einzeln zur Versteigerung gebracht werden.
Die Versteigerungsbedingungen und näheren Verhältnisse sind beim Konkursverwalter zu erfahren.
Friedberg, de» 4. Juni 1892. 17147
UechlsanwaU Keller,
Konkursverwalter
„Leben Sie wohl, sage ich Ihnen. Die Erinnerung an die gemeinsamen Tage in Dieppe hat ihre Reize. Zerstören Sie mit diese Erinnerung nicht durch neue Ansprüche, die ich nicht erfülle« kann; mein Entschluß ist unwiderruflich! Leben Sie wohl!" .. *
Als Jean am kommenden Morgen sich nach Frau v. Fantillane erkundigen wollte, hieß es: Madame ist heute früh um sieben Uhr abgereist. Jean fuhr mit dem nächsten Zug nach Paris und ging sofort nach den Champs-Elysees. Das Erste, was ihm in die Augen fiel, war ein großes Plakat am Eingangsthor von Susaune's Haus mit der Aufschrift:
Dieses Haus ist zu verkaufen.
Jean sprach bei dem Portier vor.
„Madame ist abgereist, ohne zu hinterlassen wohin, mei« Herr! Sir trug mir auf, das Haus, bis sich ein Liebhaber fünde, zu bewachen; ihre weiteren Verfügungen würde sie mit schriftlich mittheilcn."
Nun rannte Jean sofort zu seiner Tante, Frau v. Mornang; sie konnte bei feinem Anblick ihre Heiterkeit nicht unterdrücken.
„Sich da, mein Freund, nach dreimonatlicher Abwesenheit! Wie stehen Deine Angelegenheiten?"
„Darum handelt es sich ja, liebe Tante.... Hören Sie mich an!"
Und Jean erstattete seiner Tante genauen Bericht über alles Erlebte.
„Mein Gott, Susanne wird sich, wie ich ihren Charatter kenne, in irgend einen Winkel der Provinz verstecken und nu8 Furcht, ich könnte sie aufsuchen, nicht einmal an mich schreibe«. Sie ist zu stolz und es wäre ihr schrecklich, von Denen, die ihre« früheren Luxus beneideten oder bewunderten, in ihrer Bürgerlich» feit gesehen zu werden."
„Sage Du, Tante, was ist da zu thun?"
„Nichts, mein armer Freund, suche sie zu vergessen!* ,
„Aber Tante, kann ich beim bas!"
„Also, Du liebst sie so sehr?"
„Mehr als sehr! Ich bin sehr unglücklich!"
Jean war auf bie Erbe gesunken und seinen Kopf in bfe Kissen des Sophas drückend, sein Gesicht in beide Hände verbergend, weinte und schluchzte er wie ein Kind.
So blieb er lange; er konnte seinen Schmerz nicht mehr beherrschen und wagte auch nicht sein von Thränen überstrümtkil Gesicht zu zeigen.
(Schluß folgt.)
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20616
31096
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32201
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53318
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