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u. s. w. Unter den Republikanern galt er als ei» Muster von Ritterlichkeit; doch schadete es ihm einigermaßen, daß er bei dem Rücktritte Grevy 'S zu deutlich sein Verlangen, zum Präsidenten der Republik gewählt,' zu werden, und seinen Verdruß über hollstündige Mißlingen dieser Bewerbung merken ließ.
Ausübung ihres Berufs, bei Vornahme von Revisionen Beistand zu leisten, Nachtrevision vorzunehmcn u. s. w. Polizeiverfügungen können die Inspektoren nicht erlassen, sie haben vielmehr die entsprechenden Anträge an die Polizeibehörden zu stellen.
K Meirichen, 7. Juni. Das Ergebniß des letzten juristischen Staatskoukurses, das heißt der Prüfung der Rechtspraktikanten (Referendares nach iurrchgemachtem praktischem Dienst war kein besonders günstiges. Don 249 in den acht Regier- ungskreifen Geprüften erhielt einer die I. Note, 144 die II., 103 die dritte Note, einer ist durchgefalleu. Die erste Note war allerdings immer ziemlich selten, Jahre hindurch wurde sie gar nicht erworben, aber das Verhältniß zwisch«l II. und III. Note war früher erheblich günstiger für die II. Note. Die Zahl der Geprüften hat sehr stark zngenommen, aber es ist damit vornehmlich die Kategorie III. Note gewachsen. Von den Geprüften treffen auf Oberbayern mit München 116, auf Niederbayern 7, auf die übrigen Regierungskreise 13—28. Im letzten Landtag ist die Frage der juristischen Prüfungen ausführlich besprochen und u. A. eine Reform deS praktischen Vorbereitungsdienstes in der Richtung eines wirklich nutzbringenden Praktikums und eine Reform des Staatskonkurses selbst verlangt worden. Der Letztere leidet unter der Fülle und mit Rücksicht aus den ungenügenden Vorbereitungsdienst unter der Schwierigkeit der Aufgaben, die wohl nach anderen Prinzipien eingerichtet werden konnten. Tie Leistungsfähigkeit der jungen Juristen sollte namentlich durch Refoimiruug des Vorbereitungsdienstes erhöht'werden, eine Forderung, die solange wiederkehren wird, bis ihr Genüge geschehen ist.
Frankreich.
+ Paris, 7. Juni. Der frühere Deputirte von Paris, A n a- tol e d e la F orge hat sich gestern Morgen hier erschossen. Er war am 21. April 1821 in Paris geboren und deputirte zuerst in der diplomatischen Laufbahn, als Gesandtschafisattacht in Florenz und Botschaftssekretär in Turin und Madrid. Nach der Revolution von 1848 Widmeteer sich dem Journalismus und wurde zuerst Mitarbeiter bei der .Estafette", bann beim „6UcIe“, wo er zwanzig Jahre lang die Fragen der auswärtigen Politik behandelte. Nachdem er 1870 von der Regierung 4. September zum Präfekter des Aisne-Departements ernannt worden war, zeichnete er sich hier bei der Vertheidigung von St. Quentin aus und erhielt dafür von der Regierung der Nationalvertheidigung das Offizierskreuz der Ehrenlegion. Im Jahre 1877 fiel er bei den Kammerwahlen Paris gegen den monarchistischen Kandidaten Admiral Fouchard durch und wurde dann nach der Bildung des Mini steriumsDefaure zur Direktion des Preßbureaus in's Ministerium des Jnnem berufen. Er verließ aber diesen Posten bald darauf, nachdem er an den Minister Maceere einen Bericht gerichtet hatte, worin er vergebens für die Zeitungen völlige Freiheit verlangt hatte. Am 29. Mai 1881 wurde er an Stelle von Emile de Girardin zum De- putirten von Paris gewählt und bei den folgenden Wahlen uach- .ernannt. In der Kammer, wo er eine Zeit lang Bicepräsident war. gehörte er keiner Gruppe an, stimmte aber meistens mit der äußersten Linken. Im Jahre 1883 wurde er an Stelle von Henri 'Martin zmn Präsidenten der Patriotenliga erwählt, aber schon zwei Jahre später gab er seine Demission. In der letzten Zeit schrieb er für den „Siede* und die „Laterne". Außer seinen Artikeln veröffentlichte er auch mehrere Bücher und Broschüren: l'Histoire de la Republique de Venise sous Manier; la Petare contemporai en France; la Pologne en 1864
Forckenbeck und Bismarck.
* In dem Nachrufe, den die „Franks. Zig." HerrnV.Forcken- beck widmete, ivar auch eine Andeutung an jene Scene im Reichstage enthalten, die dem Verzicht Forckenbecks auf das Präsidium um etliche Tage vorausgegangen war. Als der Reichskanzler heftige Anschuldigungen gegen Lasker richtete, die den Grenzen der parlamentarischen Ordnung bedenklich nahe kamen, hatte Forckenbeck die Glocke wie zur Warnung leise anklingen lassen, worauf der Fürst Bismarck bemerkte, es sei ja ganz stille im Saal, und Herr v. Forckenbeck hätte dann zu dieser indirekten Verwahrung gegen die Ausdehnung seiner Autorität auf die Mitglieder des Bundesraths geschwiegen. Auch der „Weser Ztg." lvar die Scene in Erinnerung gekommen, in Friedrichsruh aber muß das Gedächtniß gelitten haben, denn in den „Hamb. Nachr." lesen wir jetzt wörtlich Folgendes: „HerrvonFor- ckenbeck hat niemals die Glocke gerührt, um chenFür st en Bismarck zur Mäßigung zu mahnen, sondern um seine lärmenden Gegner zur Ruhe zu bringen; Herr von Forckenbeck hat stets gewartet, bis Fürst Bismarck seine Rede beendet hatte und dann seiner Meinung Ausdruck gegeben."
■ Wir haben uns die Mühe genommen, die alten Hefte der .„Franks. Ztg." nach jener Scene nachzuschlagen und glauben, ;das Gedächtniß des Friedrichsruher Schloßherrn nicht besser auf- 'srischen zu können, als durch die Wiedergabe des leitenden Artikels der „Franks. Ztg." vom 9. Mai 1879. In der Reichstagssitzung vom 8. Mai hatte Lasker die neue Zollpolitik in scharfer Weise angegriffen. Fürst Bismarck war bei Laskers ,Rede nicht zugegen, erschien aber unmittelbar darauf und nahm auf Grund von Notizen, die sein damaliger Adlatus, Herr von Tiedemann für ihn gemacht hatte, — die Notizen erwiesen sich später als durchaus inkorrekt — sofort das Wort zu einer Philippika gegen Lasker, von dem er sich nach Ticdemann's Aufzeichnungen schwer beleidigt wähnte. Soviel zum Verständniß der Scene, jetzt mag die Darstellung der „Franks. Ztg." folgen:
„Das Trefiziel Lasker'? war die neueste Zoll- und Agrarpolitik des Reichskanzlers, Fürst Bismarck aber hielt dafiir, es gelte seiner Person und von dieser Annahme ausgehend nahm er Herrn Lasker vor, wie — — nun wie er unter dieses Lasker's nachrednerischem Beifall vor Jahren ost die schwarzen Reichsfeinde, die Jörg, Windthorst und Genossen vorgenontmen hatte. Auch hier — quae mutatio rerum!
Erstes Morgenblatt Hw Frankfurter Zeitung.
»♦ Juni 1893
Die Heftigkeit der persönlichen Ausfälle des Mrsten Bismarck muß auf bett ersten Blick in Staunen setzen. Aber man wird sie begreifen, wenn man erwägt, daß der Reichskanzler schon seit Jahren von der Ueberzeugung durchdrungen ist, Niemand, nicht einmal ein Richter oder Windthorst, erschwere ihm die Leitung der Geschäfte in solchem Maße, wie btt Abgeordnete für Meiningen. Das mag vor Jahren bei gewissen Gesetzesvorlagen, so bei bcr Strafnovelle u. s. w., in gewissem Blaße auch der Fall gewesen sein, ist es aber gewiß seit längerer Zeit nicht mehr, heute weniger als je. Denn nicht mehr die ganze nationalliberale Fraktion folgt Herrn Lasker, nicht einmal mehr die Majorität, Bennigsen's Wort hat mehr Stimmen hinter sich, als dasjenige Lasker's, im Reichstage sowohl wie im Lande. Aber Fürst Bismarck fürchtet noch immer den Einfluß Laskers auf die Entschlüsse des Hauses und darum liebt er es, mit dem ganzen Gewicht der eigenen Persönlichkeit einzutreten, wo es gilt, diesen Einfluß zu paralysiren. Der arme Lasker! Was mußte er gestern Alles hören! Es mag ihm wohl zu Muthe gewesen sein, wie Herrn Sigl bei dem letzten päpstlichen Unsegen, nur fehlt ihm noch Einiges an der demuthsvollen Ergebung dieses sonderbaren Knechtes der Kirche, der die Hand küßt, die ihn gezüchtigt hat. Fürst Bisinarck blieb seinem alten Spruch: ä corsaire corsaire et demi treu, von der Abwehr, die er sich aufgedrängt glaubte, ging er zum Angriff iiber und immer und immer wieder blitzt aus bett sachlichen Darlegungen bic scharfe persönlich zugespitzte Pointe auf. Er will sich nicht „in so beleidigender Weise", wie er glaubt, daß es von Lasker geschehen sei, vor dem Lande „bloßstellen" lassen....
Der Präsident läßt leise die Glocke klingen, sonst gewöhnlich ein ernstes Warnungssignal, das Wetterleuchten des Ordnungsrufgewitters. Fürst Bismarck — hier folgen wir einem privaten Bericht, denn die anderen schweigen darüber — Fürst Bismarck wendet sich an den Präsidenten mit der Bemerkung: „Es ist ja ganz stille im Sa al." Sollte der Sinn dieser Worte dem sonst als Leiter der Debatte so scharfsinnigen und feinfühligen Herrn von Forckenbeck entgangen sein??
Und es bleibt still, auch das Glöcklein klingt nicht mehr, auch Herr Forckenbeck schweigt. Der Reichskanzler spricht weiter; die angebliche Beleidigung , die ihm Lasker zugefügt, läßt ihm keine Ruhe und er wendet sich jetzt auch indirekt gegen den Präsidenten , der ihn nicht so geschützt habe, wie wohl jeder Andere geschützt worden wäre.
Herr v. Forckenbeck erklärte später aus Grund des Stenogramms der Lasker'fchen Rede, der beleidigende Ausdruck sei nicht gefallen. Herr Lasker habe nicht die Person des Reichskanzlers als „unzuverlässig" bezeichnet, sondem nur gewisse Angaben desselben und darin liege kein unparlamentarischer Angriff, so scharf auch die Bemerkung gewesen sei.
Und tum ? „Ich achte das Urtheil des Präsidenten", entgegnet Bismarck; er nimmt also gewissermaßen zurück, was er gegen die Geschäftsleitung desselben gesagt hatte. So sollte man meinen, aber so ist's nicht. Denn es folgen gleich die Worte: „Ich bin meinerseits Präsident des Bundesraths und spreche als solcher zu Ihnen. Ich habe meinen Aeußerungen so wenig etw as hinzuznfü gen, als (davon etwas) zurück- zun eh m e n." Mit anderen Worten: Ich achte das Urtheil des Präsidenten, aber ich ordne mich ihm nicht unter und so bleibt's bei dem, ivas ich gesagt habe.
Allgemeine Bewegung im Haufe, auf der Rechten, die gestern auch das neue liebliche Wort „Blech" aus den Tarifpositionen des Zollgesetzenttvurss in die Reihe parlamentarischer Interjektionen versetzt hat, auf der Rechten lebhafter Beifall : nur der Präsident, der es eben noch als seine Aufgabe bezeichnet hatte, „in jeder Beziehung die Würde des Reichstages aufrecht zu erhalten," bleibt stille. Ob ihm nicht das Roon'sche: „Bis hierher und nicht weiter!" aus alten Confliktszeiten eingefallen sein mag. Jedenfalls mußte er sich sagen, daß auch der bisherigen platonischen Art der Reichstagsprnsidenten, ihre Autorität auch auf den Bundesrathstisch zu erstrecken, hier in einer Weise begegnet worden sei, die ein kategorisches Wort nöthig mache. Ob Herr von Forckenbeck dieses Wort gesucht? — wir wisftn es nicht, aber ge- fnnden hat er es nicht und so blieb der Reichskanzler Sieger; was er gesagt hat, bleibt gesagt, es bleibt gesagt bei aller Achtung vor dem Urtheil des Präsidenten."
So war der Vorgang, der sich seltsamer Weise dem fönst so trefflichen Gedächtniß Bismarcks nicht in seiner vollen Schärfe eingeprägt hat. Allerdings wirb man in den offiziellen stenographischen Berichten über die Sitzung des Reichstags vorn 8. Mai 1879 vergeblich nach dem Glockenzeichen Forckenbecks imb die herausfordernd fragenden Bemerkung des Reichskanzlers suchen, aber es leben noch genug Ohrenzeugen, die es ermöglichen» jedem Versuch zur Verdunkelung der Wahrheit entgegenzutreten.
Vermischter.
* Berlin, 8. Juni. Wie man uns mittheilt, wird der Sitz des Depeschenbureaus „Herol d" am 1. Juli von hier nach Frankfurt a. M. verlegt und Herr Felix Levy, seither Direktor des Bureaus in Frankfurt, wird die Leitung der Gesellschaft übernehmen. Die Aenderung des Sitzes ist durch einen Befitzwechsel der Aktien veranlaßt worden.
* Monn, 7. Juni. Der erste Präsident des Kölner Antisemitenvereins, der famose Gruner, wurde vorgestern hier verh ästet.
* Mannheim, 6. Juni. Ant Sonntag, 3.Juli, findet hier die 8. Hauptversammlung des s ü d w e st deut sch en Stenographenbundes Stolze'scher Schale statt.
K München, 8. Juni. (Privattel.) Nach der „Allgemeinen Ztg." wurde der Inhaber des Börsenkomptoirs Imhof gegen Kaution wieder auf freien Fuß gestellt.
K München, 8. Juni. (Privattel.) Der P r o f e s s o r der Staats- wiffenschaft, Hofr. v. Helferich, ist gestorben.
Frankfurter Handelsblatt.
Wiederabdruck der mit * bezeichneten Artikel, sowie der Privatdepeschen ist nur mit Quellenangabe gestattet.
ab 30. Juni d. J. Noch unerhobene Zinsen auf Zertifiki bis 15. März sind auf gewöhnlichem Wege einzuziehi bevor die Stücke zur Konversion bei der Bank ein»ereit werden.
* Newyorker Banken. Nachdem die Goldverschiffungen nach Europa einige Zeit aufgehört hatten, sind in der letzten Woche wieder Doll. Itz Mill, von Newyork versandt worden, und zwar nahm der franzö- sich-transatlan tische Dampfer „La Champagne“ Doll. Va Mill., der Nordd. Lloyd-Dampfer „Saale“ Doll. 1 Mill, mit, letzterer Betrag für Bremen bestimmt. Inzwischen sind aber die Wechselkurse wieder unter denjenigen Punkt gesunken, welcher die Goldexporte lohnend erscheinen läßt. Der Zufluß von Gold aus der Inlandszirkulation in die Vereinigten Banken ist geringer geworden : der Ausweis über den Durchschnittsstatus der Woche bis letzten Samstag ergibt nur ein Anwachsen des Baar- vorrathes um Doll. 0,3 Mill., während die Legal-Tenders um den gleichen Betrag zunahmen. Die Anlagen in Vorschüssen und Diskonten wurden um Doll. 3.9 Mill, ver- i mindert, andererseits ist an Depositen der starke Betrag i von Doll. G.o Mill, eingezahlt worden. Infolge dessen ist, j obwohl die Reserve um mehr als Doll. Mill, gewann, die Ueberdeckung der Passiven durch die Reserve über das gesetzliche Minimum von 25 pCt. hinaus von Doll. 24.58 Mill., die Vorwoche auf Doli. 23.es Mill, zurückgegangen. Vor Jahresfrist berechnete sich die Ueberdeckung auf nur Doll. 6.85 Mill., vor zwei Jahren auf Doll. 5 Mill., vor dreien auf Doll. 11 Mill.
.* Frankfurter Bank. Der heute ausgegebene Ausweis vom 7. d. M. bringt eine beträchtliche Verminderung der Anlagen, indem das Wechselportefeuille sich um ,44, 1,992,100 reduzirte, während der Lombardbestand sich um wenige -L 18,400 erhöhte. Andererseits weisen auch die Depositen starke Verminderungen auf, die Giroeinlagen um ,44, 1,300,300, die verzinslichen um ,44, 756,500 und da der Notenumlauf um Jl 476,200 kleiner geworden ist, mußte der Baarvorrath J4. 207,600, das Guthaben bei der Reichsbank ,44. 121,500 hergeben.
* Aktien-Brauerei zum Eberl-Faber, München. Auf den 28. Juni wird endlich die lange verzögerte Generalversammlung einberufen, in welcher über das weitere Schicksal des Unternehmens entschieden werden soll. Bis vor Kurzem bestand die Absicht, den Revisionsbeiicht vor der Generalversammlung zu veröffentlichen, damit die Aktionäre rechtzeitig von dem Inhalt desselben Kenntniß erhalten und zu den Anträgen der Revisoren Stellung nehmen können. Es wäre zu bedauern, wenn diese Absicht aufgegeben würde, zumal seitens der Herren Schönlein, Graf und Genossen anscheinend die Bemühungen fortgesetzt werden, die Verlesung des Revisionsberichts ganz zu unterdrücken. Es steht deshalb auch auf der Tagesordnung der Generalversammlung nicht einfach die Verlesung des Revisionsberichts, wie dies doch allein natürlich wäre, sondern zunächst, nachdem der Vorstand über den Stand und Gang des Geschäfts Bericht erstattet haben wird: Bericht des Aufsichtsraths über die Anträge der Revisionskommission und Verlesung derselben; Erledigung einiger zur Ergänzung der Revision gehörender Fragen; Bericht über event, erfolgte Vergleiche oder event. Vergleichsvorschläge; Beschlußfassung über die bisherigen Punkte und dann erst event. Beschlußfassung über Verlesung des Revisionsberichts; Beschlußfassung über event, weitergehende Anträge des Aufsichtsraths auf Verfolgung von Rechtsansprüchen aus der Gründung gegen den Vorbesitzer und den ersten an der Gründung bethei- ligt gewesenen Vorstand. Ob hiernach die bereits früher erwähnten Verhandlungen wegen Herbeiführung eines Arrangements bereits greifbare Gestalt angenommen haben, ist nicht ersichtlich. Die Erfahrungen, welche die Aktionäre eines anderen Münchener Unternehmens mit dem Verzicht auf den Revisionsbericht gemacht haben, haben gezeigt, daß ein Entgegenkommen der Aktionäre in solchen Fällen sich in der Regel sehr schlecht lohnt. Jedenfalls aber sollten die unabhängigen Aktionäre sich möglichst zahlreich an der Generalversammlung betheiligen, um im gegebenen Falle wenigstens ihre Minoritätsrechte geltend machen zu können. Die Anmeldungen zur Generalversammlung haben spätestens bis zum 24. Juni bei der Firma Friedrich Graf in München zu geschehen. In der Versammlung soll ferner auch die vom Vorstand und der Revisionskommission aufgestellte Bilanz zur Beschlußfassung vorgelegt werden, auch steht auf der Tagesordnung der Antrag auf Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsraths; schließlich soll über Herabsetzung des Grundkapitals durch Zusammenlegung der nicht durch Aufzahlung zu Vorzugsaktien umgewandelten Aktien erster Emission (Stammaktien) und deren Modalitäten, sowie über eine Reihe Statutenänderungen berathen werden.
4'^proz. indische Rupien-Anleihen. Die 4%proz. Rupee-Anleihe von 1878, der 4U-proz. Theil der Transfer- Anleihe von 1879, sowie die 4hsproz. Anleihe von 1880 können am 15. September 1893 zu Pari heimgezahlt werden, falls drei Monate vorher, also am 15. Juni 1898, die Kündigung erfolgt. Wie schon kurz gemeldet, bietet die indische Regierung den Inhabern der genannten Anleihen an, dieselben in der Zeit bis zum 15. Juli d. .1. in Titres der 4proz. Rupee-Anleihe von 1854 55 zum Pari- Kurse umzutauschen, wobei sich aber die Regierung das Recht vorbehält, die Erlaubniß zur Konversion schon zu einem früheren, ihr geeignet scheinenden Zeitpunkte aufhören zu lassen. Die behufs Zinszahlung in England ausgegebenen Anleihe-Zertifikate können bis 15. Juli d. J. bei der Bank von England konvertirt werden, vorausgesetzt, daß die Erlaubniß zur Konversion nicht schon früher zurückgezogen wird. Dabei werden ausgelaufene Zinsen bis 15. März d. J., sowie 4% pCt. Zins vom 15. März bis 29. Juni d. J. von der Bank, wie gewöhnlich, mittels Wechsels auf Kalkutta ausgezahlt. Die im Um- tauscli auszureichenden Stücke tragen 4 pGt. Jahreszins
. Müh lenban-Anstalt, Maschinenfabrik und Eisengiesserei vprm. Gebr. Seck in Darmstadt. Auf den 28. d. wird eine außerordentliche Generalversamm. lung einberufen, auf deren Tagesordnung die Bestätigung der am 9. April durch einstimmigen Beschluß des Ant sichtsraths erfolgten ^Enthebung des Direktors, die Entlastung des seit dem genannten Tage in den Vorstand delegirten Aufsichtsrathsmitgliedes und Aufsichtsrathswahl steht. Ueber die Ursachen, welche zu den Maßnahmen des Aufsichtsraths geführt haben, liegen noch keine Mittheilungen vor. Es wäre erwünscht, wenn die Aktionäre darüber bald aufgeklärt werden würden.
Schweizerische Siidostbahn. Die Generalversamm-' lung hat die vom Verwaltungsrathe vorgeschlagene Re. konstruktion genehmigt. Dieselbe beruht, wie s. Z. mitgetheilt, auf der Ausgabe von 7000 Prioritätsaktien z> Fr. 500, von denen nach der „N. Z. Ztg.“ die Eidgenössische Bank 6000 Stück vertragsgemäß zu übernehmen hat. Die restlichen 1000 Stück sollen theils zum Nennwerthe, einzahlbar am 30. Juni d. J., begeben theils den Inhabern von Stammaktien zum Umtausch gegen Einlieferung je einer Aktie nebst Baaraufzahlung von I r. 390, ebenfalls bis 30. Juni, angeboten werden • eventuell wird auch eine Prioritätsaktie aut je fünf Stammaktien verabfolgt. Bekanntlich muß diese Rekonstruktion bis zum 1. Juli durchgeführt sein, da an diesem Tage ein Lombarddarlehen von Fr. 1,600,000 zurückzuzahlen ist.
Chlorkalinni. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres betrug der Absatz von Chlorkalium nach einer Mittheilung des „Berl. Tagebl.“ nur 378,960 M.-Ctr. gegen 448,450 M.-Ctr. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch im Monat Mai sei der Absatz wiederum zurückgegangen, ebenso sei für die nächste Zeit keine Aussicht iür einen regeren Verkauf vorhanden, während die Lagerbestände zu einer ganz beträchtlichen Höhe angewachsen seien. Mit Rücksicht hierauf haben die Vereinigten Kaliwerke beschlossen, vom 11. d. M. ab die Förderung, welche bisher 25,000 M.-Ctr. pro Tag betrug, ans 22,500 M. - Ctr. einzuschränken. Für schwefelsaure Salze soll wegen mangelnden Absatzes gleichfalls eine Einschränkung der Produktion eintreten.
* Kaffee-Statistik. Aus Rotterdam. 7. d. M.. wird uns geschrieben: ?Nach der heute veröffentlichten Monatsstatistik der hiesigen Firma G. Duuring <fc Sohn haben die europäischen Vorra the im Mai um 9200 Tons zugenommen, während dieselben im Mai 1891 und 1890 eine Zunahme von resp. 4250 und 500 Tons aufgewiesen hatten. Sie umfassen jetzt 91,700 Tons gegen 63,300 T. am 1. Juni 1891 und 99,800 T. am 1. Juni 1890. Die Welt vor- rathe , welche im Mai 1891 und 1890 eine Abnahme von 2628 bezw. 5040 Tons erfahren hatten, haben im verflossenen Monat um 3266 Tons abgenommen un l betragen jetzt 185,230 Tons gegen 103,278 Tons am J. Juni 1891 und 151,681 Tons am 1. Juni 1890.
Europäische Wassergas-Aktien gesellst haft. Dortmund. Der Abschluß vom 31. Dezember verzeichnet neben ,4t. 33,744 Vorjahrssaldo <«. 26,068 diverse Einnahmen, zusammen brutto c#. 59,812, wovon als Reingewinn .< 43,055 verbleiben. Dabei ist aber nur eine kleine Abschreibung auf Mobilien mit ,4(. 51 (1890 ,44. 54) vorgesehen, während im Vorjahre auf Patente und Verträge, die jetzt noch mit „41. 1,900,000 zu Buche stehen, ,4 100,000 abgeschrieben worden waren. Der damals verbliebene Reingewinn von ,4t. 57,53'2 wurde mit ,4t 18,787 zu Tantiemen, mit t/Z5000 zur Reservestellung und mit ,4f. 33,744 zum Neuvortrag bestimmt, so daß keine Dividende zur Ausscheidung gelangte. Diesmal beschränken sich die Tantiemen auf ,4 465, die Keservedotirung auf ,4t2500 und erhalten die ,4t 2,440,000 Aktien VA pCt. Dividende, wobei sich der Vortrag auf ,41 3489 reduzirt.
Fertilitas, Akt.-Ges. für Düngerfabrikation, Wiesbaden. Das mit ,44. 1,200,000 eingezahlte Aktienkapital (Nom. ,4t 2 Mill., wovon 60 pCt eingerufen) arbeitende Unternehmen weist für 1891 ,44. 167,083 (1890 ,44, 153.122) Bruttogewinn auf. wovon nach Deckung aller Spesen und ,44. 135,101 (1890 ,4t 014.083) Abschreibungen ,44. 21,272 (1890 ,44. 8072) Ueberschuß bleiben. Dadurch ermäßigt sich die aus dem Vorjahre mit „44 538,048 übernommene Unterbilanz auf ,41. 516,776.
Berliner Coursbericht vom 8. Juni ML
(Telegraphischer Snezialdicnst der Frankfurter Zeitung^ a — an geboten, g = gefragt. b= bezahlt.
Deutsche Fonds.
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Hypothekar-Obligationen.
Goth. Gr.-Präni. I. 11U9ü< 1 i L30j .do.Centr.Pfdbr.4- • 101.50z 101,40b
MeiningPr-Pfdbr 121.30; 127 30, IPr.Hyp.Akt.Bk.4-. 1u2.-b 102.—k
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Ausländische Fonds.
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Ercitcmtien, die dm Beschauer im Nu erfassen, fehlen allenthalben, wenn man das Bild von Rochegrosse, das allein schon durch seine räumliche Ueberlegenheit tvirken könnte, außer Vergleich läßt. In ihrem Wesen erinnert die Ausstellung an eine jener Frauen, denen schon Jeder einmal begegnet ist und iiber deren Züge man, mit sich oder Anderm beschäftigt, anfangs achtlos hinwegsieht. Zufällig blickt man sie wieder an und nun entdeckt nian mit einiger Ueberrafchimg, daß in diesem Gesicht Vielerlei und Besonderes zu finden sei. Immer eifriger vertieft man sich in die seinen Linien, die zarten Farben, den anmuthigen Ausdruck, und schließlich ist man überzeugt, daß diese Frauen, die doch eigentlich nicht auffällig hübsch sind, reizender sind als die schönen. Aehnlich ist der Charakter der diesjährigen Ausstellung. Man ist zuerst geneigt, ihre Vorzüge zu unterschätzen, weil man einige Liebe braucht, sie zu erkennen. Aber hat man ihre versteckteren Reize erst erschaut, so möchte man ihren Werth um alle Welt Nicht gering anschlagen. Reichhaltiges und Gitte? bis hinauf zur Vorzüglichkeit bietet die Lau dschäft, die verbreitetste aller Naturbeobachtungen und Malrichtungen. Das Genre weist werthvolle Stücke auf, die den Uebergang von früherem Jahr- markts-Geschnmck zu intimeren Stimmungen erfreulich verdeutlichen. Die große und kleine Historie verliert wie in der schönen Literatur immer mehr an Boden, weil der Inhalt einer Begebenheit uns nachgerade viel wichtiger erscheint, als ihr Kostüm. Die Legenden - Malerei beschäftigt nur noch diejenigen Künstler, die der Schauplatz mehr als der Vorgang fesselt, oder die sich Geist genug zntrauen, für die alte Ueberlieferung eine neue Form zu ersinnen. Die Fr e il i cht - Darstellung fällt nur in wenigen Uebertreibungen auf. Wo sie im Bereich der Glaubwürdigkeit verbleibt, hat sie entweder ihr Eristenzrecht bereits so unwiderleglich nachgewiesen, oder den Zuschauer schon so sehr an ihre Art gewöhnt, daß man sie wie ein Selbstverständliches aufnimmt und würdigt. Wirklich dürftig ist vorläufig das P o r t r ä t vertreten, und diese Qualitäts-Verringerung betrachten wir als den thatsächlichen Mangel der diesjährigen Gemälde-Ausstellung, wenn die Franzosen des Salons ihr nicht noch mit Werkm solcher Art zu Hilfe kommen. Von den Engländern, Amerikanern^ und Dänen, die das letzte Mal so merkwürdige Bildnisse geliefert ist ein Succurs kaum noch zu erwarten. Unfertig ist bisher die österreichische Abthellung und ein Theil der englischen. Unterwegs befindet sich eine Collettion japanischer Bilder, die
Stand aiiatijefjen Kunst möglichenfalls überraschende Ausschlüsse ertheilen werden. Sonst steht das Wesentlichste in Reih' und Glied; die erste Auflage des Katalogs ist rechtzeitig erschienen, und der Besucher braucht, uni rasch und
sicher vorwärts zu gelangen, nichts weiter mehr als die hundert Augen des Argus.
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Wir haben die Bilder der Ausstellung gesiebt und wieder gesiebt und sind endlich dahin gelangt, eine Reihe von Auszeichnungen zu vertheilen, von denen wir glauben, daß sie von der öffentlichen Meinung leichter gebilligt als bestritten werden könnten. Hors concours sei der „Fall Babylons" (Ro. 1450) von Georges Rochegrosse gestellt. In der Kühnheit der Phantasie, in der Meisterschaft der Komposition und in der Gewalt des Ausdnicks steht das Bild völlig vereinsantt da. Eine gewandte Feder, vor der wir gern die unserige senken, hat bereits von Paris aus über das Gemälde ausführlich berichtet. Uns scheint der Gegensatz (zweier aufcinanderstoßender Zeitalter noch selten eine ergreifendere Wiedergabe gefunden zu haben, als auf dieser riesigen Leinwand. Rur ist in Minchcn das Bild nicht gut genug beleuchtet, nämlich z u gut. Mau hat ihm einen besonderen Anbau mit jäh einfallender Helle eingeräumt, wodurch auch diejenigen Theile des Werkes, die, wie der bedeutsame Vorgang im Hintergrund, mehr errathen als wahrgenommen werden wollen, mit voller Anschaulichkeit sich hingeben. Vielleicht hätte man auch durch eine diskretere Anordnung denZorn jener Wahrhaft-Sittlichen ein wenig abgedämpft, die sich ihrer Entrüstung jetzt so leidenschaftlich überlassen, daß sie von dem entsetzlichen Bilde gar nicht mehr fortzubringen sind. Wie weit diese Schm vor dem Nackten bereits um sich gefressen hat, beweist der Umstand, daß nicht nur die Leute, deren Geschäft es ist, zur Sittlichkeit anzuhalten, das Werk verdammen, sondern daß selbst unverpflichtete Männer, wie Paul H e y s e, der allerdings in seinen Novellen und Romanen nie ein frivoles Wort gebraucht, nie eine zweideuttge Situation geschildert hat, beim Anblick dieses Bikes vor Tugend überfiießen. Eine Zeiterscheinung wie so viele andere. Plus les moeurs sont depravees, plus les langues sont decentes. In unseren Augen ist die Moral für die Gesellschaft etwa das, was das Corsett für die Frauen ist: man trägt es nur, so lange es Tag ist.
Auch das neueste Bismarck-Porträt Lenbachs (Nr. 1033), das die Märke „Friedrichsruh. 1. April 1892" trägt, möchten wir außer Prrisbewerbung setzen. Gar keine Frage, es ist brillant gemacht. Allein der Werth einer Leistung sintt, wenn ein Künstler mit Vorliebe immer das gleiche Motiv ^handelt. Die Vielseitigkeit der Toilette, in der der Porträtirte erscheint, kann kaum als Entschädigung für die Wiederkehr des Vorwurfs angesehen werden. Wir hegen nach der Freudigkeit, mit der Lenbach sich specialisirt, eine besondere Sympathie für den Ungarn Mi
chael Zichy, der als Künstler in Verzweiflung gerieth, weil er genöthigt war, beständig das Bild des Czaren Alexander II. zu wiederholen. Wenn Lenbach eine Anerkennnng verdient, soll er sie von den Eichen des Sachsenwalües pflücken. „Hofmaler Sr. Durchlaucht des Herzogs von Lauenburg" klingt nicht schlecht und wir gönnen ihm diesen Titel in aufrichtiger Neidlosigkeit.
Nunmehr schreiten wir zu unscrer Preisverthcilnng. Wir haben drei Arten von Auszeichnungen festgesetzt: die große Ideal- Medaille, die kleine Ideal-Medaille und die ehrenvolle Erwähnung. Da der Vorzug einer Anerkennnng mit in ihrer Seltenheit beruht, haben wir uns, sparsam genug, begnügt, folgende Preise zn verleihen:
Große Ideal-Medaille (für Bilder, die, abgesehen von den Eigenschaften ihrer Alalweise, auch durch einen neuen oder bedeutsamen Inhalt hervorstcchen):
Earl Marr (München) „Sommer-Nachmittag" (Nr. 1118). Sigmund Landsinger (München) „Pandora" (Nr. 1008). Friedrich Stahl (Berlin) „Das Leben und der Tod" (Nr. 16-51).
Heinrich Zügel (München) „Schwere Arbeit" (Nr. 1996).
Jose Villegas (Rom) „Arm und Reich" (Nr. 1859).
Anders Andersen-Lundby (München) „Abenddämmerung (Nr. 30).
Kleine Ideal-Medaille (für Bilder von reifer künstlerischer Conception und Durchführung):
Carl N. Sanier (Dresden) „Abcndmahlsseier in Hessen" (Nr. 98).
Kengon Cox (Newyork) „Der Abend" (Nr. 359).
William M. Chase (Newyork) „Träumerei", Pastell (Nr. 2061).
Franz Stuck (München) „Glühwürmchen" (Nr. 1687).
Simon Glücklich (München) „Ein Märchen" (Nr. 639).
Carl Blos (München) „Frühlingswehn" (Nr. 200).
Robert Haug (Stuttgart) „Spaziergang" (Nr. 722).
Carl F. Smith (Weimar) „Nach der ersten Communion" (Nr. 1627).
Alfred v. Kowalski-Wierusz (München) „Im Febmar" (Nr. 970).
Leopold Horowitz (Berlin) „Dame in Schwarz" lohne Nr.).
Willem B. T h o l e n (Haag) „Saudgräber in den Dünen" und „Morgen im Canal" (Nr. 1724 u. 1725).
Josef Block (München) „Ein Ehepaar" (Nr. 195).
Franz Skarbina (Berlin) „Herbe Worte" (Nr. 1614). CharlesPalmic (München)„Landschaften" (Nr. 1309—1311). Luigi Bazzani (Rom) „Die Trajanssaule (Sir. 115).
Jank Malzewski (Krakau) „Die letzte Etappe" (Nr. 1100). Luigi Nono (Venedig) „Ave Maria" (Nr. 1262).
Georges Saint » Chr (Brüssel) »Der alte Friedhof" (Nr. 1506). ------- •
Jan van Beers (Paris) „Porträt Henry RocheforfS" (Nr. 1786).
Alphonse Roll (Paris) „Selbstporträt" (ohneNr.).
Emil Lanblgny (Paris) „Ein Hahnenschrei" (ohne Nr.).
Carl Holsoe (Kopenhagen) „Stuben-Jnterieur" (ohneNr.).
Bartolomeo Giuliano (Mailand) „Eine Erklärung" (ohne Nr.)
Francois Lamoriniere (Antwerpen) „Waldparthie in England" (Nr. 1005).
Ehrenvolle C-rtvähNUNg (für Bilder, die entweder werthvolle Leistungen darbietcn oder schone Hoffnungen rege machen):
Fritz Baer (München) „Landschaften" iNr. 80 u. 82).
Jose Benlliure y Gil (Rom) „Der heilige Frauziscus" (Nr. 141).
Anna Bilinska (Paris) „Dame in Pelz" (Nr. 168).
Christoffel Bischopp (Scheveningen) „Porträt der Königin Wilhelmine" (Nr. 184).
Karl Th. Böh in e (Karlsruhe) „Lotsenstation" (Nr. 216).
Hans Borchardt (München) „August-Nachmittag" (Nr. 230).
Franz Courtens (Brüssel) „Auszug der Herde" (Nr. 356).
Stefan C s 6 k (München) „Im Dienstbotenbnreau" (Nr. 369).
Max Dafio (München) „Bacchanal" (Nr. 386).
Marius De Maria (Venedig) „Sttaßenbilder" (Nr. 412 und 414).
Vincenzo D e S t e f a n i (Venedig) „Porträt einer Dame" (Nr. 431).
Ludwig Dettmann (Charlottenburg) „Der verlorene Sohn" (Nr. 434).
W. Thomas D e w i n g (Newyork) „Eine Musikerin" (Nr. 446).
August Dieffenbacher (München) „Ein Schicksalsjchlaa" • (Nr. 449).
Franz B. Doubek (München) „Gesangsprobe beim Intendanten" (9tr. 474). - I
Conrad Eilers (München) „Waldinneres" (Nr. 502).
Ludwig Ebner (Budapest) „Der Traum" (Nr. 486).
Julian Salat (Berlin) „Heimkehr von der Bärenjagd" (ohne Nummer).
Max Fleischer (Breslau) „Badevergnügen in der Normandie" (Nr. 562).
Jose Garnelo (Rom) „Von Monte Carlo zurück" (Nr. 606).
Robert Haug (Stuttgart) „Verlassen" (Nr. 721).
A. Hölzel (Dachau) „Hausandacht" (ohne Nummer). ,
O. A. Jernberg (Düsseldorf) „Oktobertag" (Nr. 834). '*•=*•*
Marie Gräfin Kalckreuth (München) „Unbefriedigt' (Nr. 892).
Friedrich Kallmorgen (Grötzingen) „Markt in Hamburg*/ (Nr. 896). - -w,«,-----Z
Hermann Kaulbach (München) „Das Ende vom Diei/ (Nr. 915). - -
Albert Keller (München) „Die hl. Julia" (Nr. 919).*,
