Kenoffeuschaftlicher Vieh -Verkauf.
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Der Kampf um die Schule.
bet Bürgschaft seines katholischen Verwandten aus.
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besteht, sondern auch eifrig ferne Pflicht anerl-nm, feinen dollen Teil für die materielle, soziale und moralische Hebung des BolkeS zu hin.*
hebt imd bedauert, daß mit dem ®e! Höhung bet Gehaltfähe
Vereinigte Staate«.
Ei« Jubiläum ver amerikanischen Jude«.
Alexandriens, aus auf einem lange i-Nvei Seen sich hinziehend, aleichstn Mltur trennt. Dieser Scheideweg e
Die Mareoliswukt und ihre Erschließung.
Von I. C. Ewald Falls.
les zu wider- , __o_ ______„ Posadowsky
steht, nie an solchen ernsten Mahnern und warmherzigen Sozialpolitikern fehlen wie er einer ist!
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Sooetverein... • Jt 18* nßieglo. 80 Limo St; igenco Havas;
rork unsere Agentur s World Building.
t begreiflich, toifc diejenigen, welche sich aetrofsien fühlen, ireien; sie sollten lieber nt sich gehen. Zu den Parteien, ____, • den Ausführungen des Staatssekretärs des Reichsamtes« des Innern rückhaltlos zufiimmen, gehört die Zentrums- Partei in ihrer Gesamtheit. ®tt leidet auch akS.Partei
Die Zentrumsxartei stellt sich also „in ihrer Gesamtheit" hinter Graf Posadowsky, was vielleicht alS Avis an eine bestimmte Stelle gedacht ist. Daß auch in ihren Reihen sehr viel Materialismus vorhanden ist neigt — um nur eines zu ec» wähnen — ihre Haltung im Kampf um den Zolltarif.
B Die letzte Etappe der großen Karawauenzüge, welche ‘tom Hinterlande der Cyrenaika, von der Oase Slwah, ja selbst ton Zentralafrika aus der egyptischen Küste zustreben, bildet die K a r i ü t w ü st e. der nordöstliche Zipfel der Sahara und väherhin der libyschen Wüste, die hier bis nahe an die Tore 'Llernndriens heiontritt. Man erreicht sie von Mex, einem 'schön gelegenen, leider neuerdings vernachlässtgten Bororte 'Alexandriens, aus auf einem langen Damme, bet, zwischen Wei Seen sich hinziehend, gleichsam die Kultur von der Un-
Tatsächlich erscheint der so schwarz geschilderke Landstrich seit reichlich zehn Jahren in jeder Hinsicht, ebenso sicher wie andere exponierte Punkte Egyptens und der Heimat, wenigstens Z für jeden, der dem Araber und Beduinen nicht herausfordernd entgegentritt. Eine Ausnahme, gefährlich für bestimmte Personen, namentlich die Polizeiorgane, bildete ein Brigant namens Ibrahim Abuchallat, der „letzte Räuber" der Mariüt, dessen Gefangennahme dem rührigen, auch um die deutsche Ausgrabung verdienten Mamür Markaz des Distrikts vor kurzem gelang. Abuchallat war bereits vor zehn Jahren ivegen zweier Morde verurteilt worden, floh aber nach Tripolis, Dor vier Jahren kehrte er nach der Mariüt zurück und griff an der Spitze , einer Bande die Polizeiquartiere wiederholt an. Er tötete tm Laufe bet Zeit einen Sergeantmajor und verwuu- bete mehrere Soldaten, deren Verfolgung er sich mit viel Geschick in den Schlupfwinkeln bet Wüste entzog. Endlich erreichte ihn vermittels einer List der Arm der Gerechtigkeit. Und wenn diese Zeilen im Druck erscheinen, wird Ibrahim Abuchallat ge- richtet fein.
5T Berlin, 19. Dezbr. (Priv.-Tel.) Die Berliner Lehrerschaft hat gestern in einer großen Protestver- sammlung gegen die Schulvorlage Stellung genommen. . Referent war bet bekannte Schulpolitiker unb Lehrer I. Tew s. Nach einer kurzen Debatte wurde eine Resolution angenommen, welche die Neuregelung der SchulunterhaltungS» pflicht als Fortschritt begrüßt, jedoch gegen b i« konfes» sionellen Bestimmungen und die Einfchrän- fmng der kommunalen Schulrechte Einspruch erbebt und bedauert, daß mit dem Gesetz nicht zugleich eine Er
dung sgesetzes stattfinden soll. Im Einzelnen verlangt die Versammlung folgende Bestimmungen: _
1. Für die Aufbringung bet Schulbedürfnisse fettens bet kleineren Gemeinden sind größere leistungsfähige Berbän de zu bilden. .... ~
2. Auch in GutSbezt rken muß in jebem yoHe eine Verteilung der Schullasten nach der Steuerkraft der Einwohner stattfinden. Beim Schulvorstand in Gutsbezirken Wahlen die in anderen Scbulverbänden dazu Berufenen und Berechtigten. Das Recht, Schulvorstände zu ernennen, soll dem Gutsherrn nickt zustehen. . , .
3 Den Schulgemeinden tst frerzustellen, ob sie konfessionelle oder gemeinsame Schulen errichten bezw. die bestehenden Schulen konfessionell oder gemeinsam einrichten wollen. Ebenso ist den Gemeinden das Recht zu ae=». wahren, konfessionelle und gemeinsame Schulen nebeneinander einzurichten. In diesem Falle steht es den Eltern frei, ob sie ihre Kinder einer konfessionellen oder einer gemeinsamen Schule zusichren wollen.
4. Die aus der konfessionellen Trennung der Schulen entstehenden Mehrkosten haben die betreffenden Gemeinden ohne Beihilfe des Staates selbst zu trogen. Dagegen kann für den,3teligtonSunterrtcht der Minderheit, in mehrklatsigen Schulen für Anstellung von Lehrern der Minderheit Wer die Forderungen des Entbmrfs hinaus Sorge getragen werden. .
5. Die Zusammensetzung der Lehrkörper tn Schulen mit Kindern verschiedener Konfessionen soll möglichst der konfessionellen Zusammensetzung der Schul« ent- sprechen.^ Umstellung der Lehrer ist so zu ordnen, daß Gemeinden mit mehr als 25 Schulstellen das Recht der Lehrer- berufung und Gemeinden mit 25 und weniger Schul* stellen das Recht, für jede Stelle einen Lehrer vorzuschlagen, eingeräumt wird. Die Lehrerberufung seitens der Gemeinden bedarf der Bestätigung der Sckulausiichtsbehörde.
7. Bei der Anstellung der Schulleiter (Rektoren und Hauptlehrer) haben die Gemeinden dieselbe Befugnis, tote bei der Anstellung von Lehrern. ~ , ■ .
8. In allen städtischen und ländlichen Schulvorständen sollen die Vertreter der bürgerlichen Gemeinden den Vorsitz führen.
Von diesen antiken Städten wat Matea, die Minen- gebende des Landes, eine der ältesten. Am südlichen Ufer des Binnensees bezeichnet man nah« her Mündung eines Stil- kenals noch heute einige Ruinen als die Reste bet „Stadt des Sees", wie sie Brugschs Nachweisen zufolge die biero- qlyphischen Texte nennen. Allerdings gibt es keinen sicheren Anhalt für die Tradition, umso weniger als unstreitig der See im Strafe der Jahrhunderte gerade am Süduser starke Verschiebungen erfahren bot. Marea, bekannt durch seinen ergiebigen Fnichttondel mit Alexandrien, wurde erst 1878 zerstört. Wenn der anonyme arabische Geograph bet Pariser Nätionolbibliothek die süßen, leicht mit dem Finger zu öffnenden Mandeln Mareas rühmt, so läßt sich ähnliches Lob non der ganzen Mareotis bis zur Marmatika und Cyrenaika "" * Was heute durchweg als endlose Steppe und Wüste et bildete im Altertum e i n kleinesvonGärten, Billen
den Gläubigen empfohlene „gute" Presse vorgehalten, daß et, bet Sohn eines armen Handwerkers, katholische Stipendien erhalten und heute noch nicht zurückgezahlt habe. Herr Fischer wies nun öffentlich nach, daß er zwar, rote so mancher atme junge Mensch, solche Stipendien empfangen hat, daß aber alles aus Hellet unb Pfennig längst zurückbezahlt ist. Das tut nun bet von Christentum triefende „Beobachter" ? Er tritt mit boshaftem Behagen das geschäftliche Unglück breit, daS Herrn Fischers Vater gehabt yal, erzählt von Verlusten, die dadurch ein katholischer Verwandtet von ihm in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat erleiden müssen und veröffentlicht einen Schuldschein, auf einhundert Mark lautend, den der alte Herr Fischet im Jahre 1879 unter bet Bürgschaft feines katholischen Verwandten ausgestellt hat und den der Bürge anstelle des Gläubigers hat einlösen müssen. So wird zur Zeit in Baden für Wahrheit, Freiheit und Recht gekämpft. Die Zentrumspreffe verzeichnet mit Genugtuung,'daß sowohl bet Abg. Baffetmann als der Adg. Bart- ling sich bei Herrn Eqberger entschuldigt haben wogen der persönlichen Angriffe, die dieser Zentrmnsmann durch die „Nationalzeitung" erfahren hat. Ob wohl Herr» Profeffor
Tgine Garantie für die Deckung des vollen Betrages wird sicht übernommen. Es besteht auch nicht die Absicht, den Ethel gänzlich auszuschalten; vielmehr bezweckt das Unter« Mi en. „regulierend" auf die Fleischpreise cinzuwirken, damit MMfserenzen vermieden werden und der Landwirtschaft die Dglichkeit bleibt, bei der Viehzucht mit möglichst bestimmten Mrmalen" Preisen rechnen zu können. Als ein normaler Ms für Fleisch werden z. B. für Rheinland, Westfalen unb M angrenzenden Provinzen 45 Pfg. per Pfund Lebendgewicht »genommen. Den Vorschlag des Reichskanzlers, Im Handel völlig auszuschalten, hält man in tandwirtschaft- Men Kreisen nachgerade für undurchführbar. Auch ein Mbergehen des Flerschergewerbes ist nicht be- Mchtigt.
man mit scharfen Vorstößen des Handels ge- Mdie neue Organisation rechnet, gedenkt man große Kapi- Den dem "Unternehmen zur Versügüng zu stellen (etwa von fc. Preußenkasse? D. Red.), um auch eine Zeit lang ohne Mwinn oder sogar mit geringen Verlusten arbeiten zu können, tz etwa sechs Monaten glaubt man, gleichzeitig in allen Mvinzen mit der Fleischversorgung beginnen zu können. MDie bestehenden Viehvenvertungs-Genossenschaften in Der- Ma und C ö l n, die tatsächlich völlig versagt haben, seien M der neuen Organisation nicht zu identifizieren. Die hefte- Wen Viehverkaufsgenoffenfchaften. deren wir mehrere haben, gerben .schon deshalb leistungsunfähig, weil sie nur einen Meren oder kleineren Bezirk innerhalb einer Pro- An z umfaßten, also bei weitem nicht in der Lage, waren, 8 Marktbedarf einer Großstadt zu decken. Durch eine Dr- Wmsation, wie die bargelegte, hofft man auch die entfernten Wreichen Gegenden, die bisher auf einzelne Händler oder Mne Märkte angewiesen waren und unter Umständen erheb- M unter dem Marktpreis der Großstädte verkaufen mußten, Sie Fleisch bedarf der anspruchsvollen Märkte erschließen zu Wen. Eine Rentabilität tos Unternehmens erwartet man, M durch Ueberroeifungen von Vieh erhebliche Transportkosten, ^ bisher auf den großen Märkten sie Preise steigerten, gespart Ben können. Die Organisation wirb an brr bestehenden M-, Verkaufs- und BerficherungsgeNosftnschaften angegliedert » daß man die Mehrkosten auf ein Minimum heraomitzto«» x^Es sind nun Befürchtungen laut geworden, diese gewaltige Organisation könnte, wenn sie den Viehbestand einigermaßen U die Hand bekommt, nach Art der Syndikate die Preise i n Hf Höhe treiben oder die Preist sch libitum festsetzen. Demgegenüber wird daraus hingewiesen, daß es unmöglich erscheint, so gewaltige Viehbestände längere Zeit zurückzustellen. Wsächlich würde der Handel immer noch eine große Bedeutung haben unb seinerseits regulierend auf den Preis einwirken. Der Gondel wäre schon deshalb schwer zu beseitigen, weil das Eebitgeben im Fleischergewerbe eine ebenso große Bedeutung M wie in jedem anderen Gewerbe. Viele Fleischer können sich chne Gefährdung ihrer Existenz überhaupt nicht vom Handel lossagen.
v AIs eine Folge des Inkrafttretens dieses Unternehmens ftimmt man einen" Rückgang der Fleischpreise auf den Durch- schnitt der letzten Jahre an. Zunächst dürste allerdings em Dreissturz zu erwarten fehl, der unter den Normalpreis herab- Mn würde, weil zur Zeit, durch die derzeitige hohe Notierung peranlaßt, eine sehr starke Vermehrung des Schweinebestandes ©folgt ist, der etwa gegen März nächsten Jahres auf den Markt geworfen wird. Man hofft in landwirtschaftlichen Kreisen nach Btzendinuna dieses Tiefstandes der Breife die Oraanisation in
Deutsches Reich.
• RrattffMrt, 19. Dezember.
Staatssekretär Graf Posadowsky wurde wegen seiner Buß- und Sittenprebigt von dem Organ des Bundes bet Landwirte, der „Deutschen Tagesztg.", scharf kritisiert. Das Matt verwahrt sich jetzt dagegen, als Halle es Gras Posadowsky stürzen wollen, es möchte aber doch eine Verschiedenheit in der „Slangfatbe" zwischen Reichskanzler und Staatssekretär konstruieren. Das gibt der „Köln. Bolksztg." Veranlassung, na- mens des Zentmms dem Staatssekretär eine scharf pointierte Liebeserklärung zu machen Darin sagt sie u. a.:
Die Betrachtungen über bat 2RoierhtliSmui bet besitzenden Ä lassen, welche Gras Posadowsky jün^ im Reichstag anHeyellt hat, haben weithin ein Echo, geweckt.
i jüngster Zeit wiederpersönlich gehässiger Presse un-
Der Mann, dem die im Laufe der Jahrhunderte wieder zur Wüste gewordene Mareotis ihre Rückkehr zur Kultur verdankt, ist Abbas Hilma II., der Vizekönig won Egypten. Um fc;n reeitausichauendes Werk zu verstehen, müssen wir einen Wick
mff die'MMi ttM sKÄ ÄseM RegierungsfvstemS, da- dabei angewandt wurde, stolz zu fein. In wenigen Jahren stiegen Männer und Frauen, die bis dahin an keine bürgerlichen Rechte irgend welcher Art gewöhnt waren, mächtig auf. wärt» zur Stufe treuer, sich selbst achtender amerikanischer Bürger, zu jenem Bürgertum, das nicht nur auf seinem Rechte besteht, sondern auch eifrig, seine Pflicht anerkennt, feinen
d ff i ex ergab feste . ....
roenenroege vorhandene Ruinenfelder, welche, zum Teil unberührt und unter hyhen Schuttberaen vergraben, reimmffen- schaftlich genommen em noch jungfräuliches Forschungsgebiet repräsentieren.
wie sich eben bei der Erörterung der Steuerfragen zeigt. Stoet sie hat noch immer diesen Materialismus zu übertvindMr.tze- wußt. Richt so .die anderen Parteien". Ihre Halttwg in Üw sozialpolitischen Fragen hat zum guten Teil bet S«raldeM»> kratir ihre starke Stellung geschaffen; diese Haltung hat sog« indirekt der Zentrumspartei ihren Kampf gegen nie SözisM demokratie erschwert, wenn es ihr auch gelungen ist, dem sozial- demokratischen Ansturm im Bereich ihres Einflüsse stehen. Möge eS an der Stelle, wo heute @raf_
Ueber die Pläne, die Fleischvers zdte durch landwirtschaftlich rtungs-Genossenschaften zu organisieren, teilt |im§ Folgendes mit. Jede Provinz in Preußen erhält , Zentralstelle, die den Auftrieb des Viehes regelt. Diese Mlstellr ist sowohl mit den Unterabteilungen in der Provinz ttud) mit den nebengeordneten Zentralstellen der anderen wmzen telephonisch verbunden. Durch Anfragen bet den Abteilungen wird vor jedem Markt oder vor dem Auftrieb Hie Schlachthöfe der Bestond an schlachtreifem Vieh itftge- £ Sodann erfolgt unter den Zentralstellen die Vertei- ng auf die einzelnen Schlachthöfe unb Märkte. Mehrere ibte haben sich bereit erklärt, entsprechende Räume in den stachthöfen zur Verfügung zu stellen. Während z. B. Düs' dorf dies gebührenfrei tun will, wollen Cöln und chen von den landwirtschastlichen Genossenschaften die- en Gebühren erheben, wie si? die Fleischer zu zahlen haben. : 3eit ist man daran, diese Organisation durchzuführen, vor- Pchtlich in der Form bei Gesellschaft mit beschränkter Haft- cht, weil diese die größtmögliche Bewegungsfreiheit ge»
Ptuftur trennt. Dieser Scheideweg erinnert in mancher Hinsicht r«n den gewaltigen Damm, der von Mestre aus die Lagunen - Venedigs durchquert, wirkt aber ungleich poetischer. Ten hManderer, bet ihn von ben Ausläufern des Djebel Baten aus Mberblickt, grüßen im Hintergründe die Leuchttürme unb schlan- Wm Minarets der .Hauptstadt Unteregyptens; dem Gewirr -- ihrer Häuser vorgelagert, hrbr sich auf stark zerklüftetem Kalk- x toben die geräumige Zitadelle yn Mex ab, deren Flaggenmast Oie Farben des Vizekönigreichs, Halbmond und Siem tn rotem : Felde, führt. Leicht gehäufelt fließen die Wasser der Behtzret am Südabhang dieses Dammes, ein Binnensee non riesigen
^ Dimensionen mit grünen Papyrusinseln und zahllosem Waffer- gesicder; im Norden aber spiegelt sich die Sonne auf einem - Salzsee, hinter deffen wie von lauter Eisftistollen glitzernder ff.Fläche man das blaue Mittelmeer erblickt. So fehlt dem E:n- E¥jIitt in die Maristtwüste, die mit eben jenem Binnensee, dem Jacus Mareotis bet Alten, den Namen gemein hat, keines-
Wegs der Zauber einer gewissen Romantik. Die Gegensätze, die 54 hier nerühren, verstärkt noch ein Schienenstrang, der feit -kurzem fast di; ganze Breite des Dammes beansprucht, sodaß dem. Fußgänger wie dem Reiter und Lastkamel oft nur der Pfad ;-Cbcr bk harte Kruste des Salzes verbleibt, ein namentlich bei schlichter Witterung und nächtlicherweile riskanter Weg.
fc. Wenn ich vom Uebcrtriit der Kultur zur Unkultur sprach, pm dieser Tamm vermittelt, so bedarf dies Bild einer gereiften Mnschränkung. Von Unkultur Tann zunächst nur insofern die Hebe sein, als man dabei die großen Probleme der libyschen ff?3üste iM Sinne hat. beten Ausläufer die MariÄtreüste bildet.
Ultramontane Prcstpolemik.
r Aus Vade«, 11. Dezbr. Es ist in j holt daraus hingewiesen worden, in wie . . Weise seit einiger Zeit die ultramontane seres Land e § ben Kamps gegen politische ren sich angewöhnt hat Ist man doch nicht scheut, liberale Beamte, die hinreichend verdächtig waren, in Befolgung des Stichwahlabkommens sozialdemokratisch gewählt zu haben, der Regierung zri^geeigneter Behandlung zu empfehlen. Für Leute, denen diese Empfehlung noch nicht dertt- lich genug war, hat man dann zum Ueberfluß noch die Bemerkung mit einfließen lassen, daß in Preußen so etwas nicht geduldet würde. Das Zentralvraan ftestich, der „Bad. Beobachter", hat lange Zeit ziemlich an sich gehalten unbM die schmutzigste Arbeit ben Kleinen von den Seinen Sbetlaffen. Neuerdings scheint aber auch der „Beobachter" vor lauter Zeiget über die allerlei Mißerfolge und« die parlamentarische Der- einfamung des, Zentrums alles Maß für das Erlaubte verloren in haben. Einer seiner Lieblinge ist ber antinltramcntane Professor He rm a n n Arsche r in Kari^rrche»- d«r allerdings bas Zentrum in einer Werse bekämpft, die auch nicht nach unserem, Geschmack ist und pur zu ost die gewöhnliche politische Äugbeit vermissen läßt, der ßch »bet auch in seinen schärfsten
Die Unsi cherheit in der Mareotis, von der sich schon im siebenten Buch der Kirchengeschichte des Eusebius Andeutun- gen finden, wächst mit dem Eintritt der Araber, und im Versauf des Mittelalters verschwindet jede alte Kultur. Der obenerwähnte, von Ouatremtzre edierte anonyme Geograph, wvuuur-uju^u« «« dessen Manuskript nickt lange nach der Wende des ersten Jahr- | ans die jetzige Gestaltung trab Bobendrichast-nhat bet M
hatten die musikalischen Vorträi Rednem waren Higgiins, 8 HoL mb der EMäsiin ' ,T führte auS, daß Gleichheft im Recht unerläßlich ist, um gut: Bürger hervsrzubrinaen und daß diese Regel durch das Beispiel der Juden in den Vereinigten Staaten ihre Bestätigung gefunden bat Er erkannte an, daß die amerikanischen Juden ihrem Lande die ihnen gerohrte gute Behandlung vergölten haben. Präsident Roosevelt schrieb an Herrn Jakob H. Schiff als'Borsitzenden des Komitees bei diesem Anlaß fol-
Wege, den weitaus bedeutenderen Teil dieses Ausläuftrs der Kultur wiederzugereinnen, dank dem ebenso'energischen rote kühnen Vorgehen des Manne-, den Araber unb Beduinen nicht mit Unrecht „Vater her Mctriklt" nennen. Sein zivilisatorisches Talent, aus deffen Betätigung wir zurückkommen, eycheint berufen, der Wüste wieder zu entreißen, was sie feit Jahrhunderten verschlungen, einen der bevölkertsten Gaue des alten Egyxtten. Bon den antiken Stätten des MaceätTg N6uog, der femmen mit dem libyschen Nomos ben fruchtbarsten Strich roch- lich vom Nildelta bildete, ist viel mkhr übriggeblieben, als Ve bürten Berichte der wenigen, welche das Land wissenschaftlich bereift- haben, ahnen lassen. Freilich richtete Wh daS Hauptaugenmerk jener Gelehrten auf augenfällige Trümmer ; unb ihrer fand die Reihe der Forft^r. von Pacho im Anfänge des neunzehnten Jahrhunderts ms Junker in dessen letztem Viertel, in bet Tat weniges. Erst dir Franks urter Expo- Anhaltspunkte für abseits der xara-
• Höchst c M., 15. Dezbr. Heute sand hier unter Anwesenheit von Vertielern der Regierungs» und städtischen Behörden die Einweihung der neuen Synagoge statt. Unter den Ansprachen verdient diejenige beS Höchster Bürgermeisters PalleSke hervorgehobe« zn werden, der ans bai gute Einvernehmen aller Konfessionen In Höchst a. M. hiuwieS und ber KultuSgemelnde als Festgabe baS Ver- sprechen ber gesamten Bürgerschaft überbrachte, treu zu ihr zu stehen ’ tn ber Betätigung wahrer Nächsten- unb Menschenliebe. , AN
+ Köln, ,8,'Dez. Stadtschulrat Völ cker tstzum RegiernngS- und Schulrat bei der kontgl. Regierung in WieSbabe» ernannt | tooibrtt.
Bnfendorf i Lothe., 18. Dez. Ans dem hiesigen Walzwerk z stet eine in einem Krahuen hängende 30 Zentner schwere Tüx aufsünfArbetter.die sämtlich schwer verletzt wurde«.
tausends abgefaßt fein dürfte, schildert Mar Mina mit seinen damals noch teilweise stehenden Prachtbauten als Schlupfwinkel räuberischen Gesindels. Handelte es sich hier um einen Ort mitten in der Landschaft, so deuten alle Anzeichen daraus hin, - daß auch die nach der Meeresküste unb an der BehLra gelegenen, | geschützten Städte nicht lange, mehr widerstanden. Das Zerstörungsjahr von Marea dürfte die letzte Grenze bezeichnen. Später war die Gegend mit Recht geradezu verschrien. Bon Wegelagerern, Bettlern und Räubem der Mareotts erzählt , mehr denn eine arabische Ouelle und es ist bezeichnciü) genug, daß noch im Jahre 1902 Alfred I. Butler in seinem „Arab Conqaest of Egypt" die Beduinen der Manüt als tfana- tiker schlimmster Art hinstellen konnte. Er übertreibt indes stark, wenn er sagt, dieser Fanatismus im Verein mit der „türkischen" Verwaltung machten eine Bereisung des Landes fast unmöglich, und der Sah, die Gegend würde unter einer zivilisierten Macht etwas von ihrer alten Fruchtbarkeit zurück- \ gewinnen, war, als Butler ihn kritiklos niedeftchrieb, längst von ben Tatsachen überholt. Recht hatte er seinerzeit nur in einer Hinsicht, und zwar wo er meint: „bie ganze Gegend, obwohl vom Mittelmeer bespült und im Angesichte von Italien und Grieche n l and ist für G e s ch i ch t e unb A r ch ä o- logie mehr verloren, als wenn sie im Herzen der Sahara läge."
• New York, 80. Novdr. Nachdem am vergangenen Samstag und Sonntag in verschiedenen Synagogen Fqtgottes- .bienfte ftattgefunben gatten, wurde heute bie 250jährige Ansiedelung der Jud-n in den Bereinigten Staaten durch eine große Versammlung in^Earnegie-Hall gefriert. Der große Saal war mit amerikanischen Flaggen geschmückt, etwa 3000 Personen waren anwesend. .Die Per- oiiftaltung verlief sehr feierlich. Ein starker Chor und das New Doicker Symphonie-Orchester unter Damroschs Leitung * ■* *■• — ■ m - ‘-äge übernommen. Unter ben
.Gouverneur des Staates New ient Gwver Cleveland. Dieser
unb Farmen besetzteSParadieS, in dem neben eblem Wein Palme und Papyrusstaude gediehen. Die Kanäle, und Brunnen, welche das Land einstens speisten, liegen nun im Sande begraben und Nil wie D eh K r e r sind außerstande, ihr fruchtbringendes Naß weit inS Land bin- einzutragen. Obwohl der See nicht mehr ganz die alte Ausdehnung besitzt, ist et immer noch so groß, daß ein hoher Stand- vunkt nötig ist, um mit unbewaffnetem Auge die jenseitigen Ufer zu überblicken. Zur UeberfchwcmmiingSzeit wälzt er feine trübe Flut bis zum Damm bet Sairiner Eisenbahn. Er maß dcten Aüsliiiiser Sie MariMreuste vuoer. nach Strabo bei-hundertundfünftig Stadien Breite deren aber feit wenigen Jahren aus dem besten I dreihundert in der Länge und Claudius, den Plinins
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Kelsticher Landtag.
1 Darmstadt, 19. Dezbr. (Priv.-Tel.) Die Zweite Kamme r trat heute Mittag zusammen, um ihre vorläufige Konstituierung vorzunehmen. Der 83jahrige Abgeordnete Mol« linger (natL) übernimmt daS AlterSpräfidium. Er beruft zu Schriftführern die Wgg. Staeppler (natL) und Dr. Weber (natL). Die provisorische, für die ersten drei Monate gellende Wahl des Präsidenten ergibt folgentos Resultat: 1. Präsident Haas (natL) wiedergewählt mit 36 Stimmen, 8 unbeschrieben; 2. Präsident (früher Dr. Schmitt), jetzt Köhler (Bauernbund) mit 29 Stimmen; 3. Prasiderrr (früher Reinhardt (natL) jetzt Dr. Schmitt (Ztr.) mit 36 Stimmen. Präsident Haas dankt für die nun zum vierten Mal aiff ihn gefallene Wahl. Er werde baS Ansehen der Kammer nach Innen und Austen zu wahren wissen. Bizepräsident Köhler nimmt die Wahl an'und'verspricht, unparteiisch seines Amtes walten zu wollen. Dr. Schmitt dankt ebenfalls für feine Wiederberufung in§ Präsidium. Die Wahl zweier Schriftführer entfällt auf die Aogg. Schmalbach (Soz.) mw Staeppler fnatLL Abg. Ulrich (Soz.), der früher de« einen Schriftführerposten inne hatte, erhielt nur 10 Stimmen. — Nächste Sitzung morgen Vormittag. Aus der Tagesordnung steht dir Konstituierung der Ausschüsse.
« I«-, devMvft«n -ft-a-nt»es- teilte Staatsrat Krug^ zu N i d-da bei Lröffnung der Sitzung mit, daß der Grotzbcrzog den seitherigen Präsidenten der Ersten Kammer, den Grasen G ö r tz zu Schlitz, in gleicher Eigenschaft wieder ernannt habe. Sodann wird durch Akklamation Graf Erb »ch^ürstenau^um ersten, Frhr. v. H e y I zum zweiten Vizepräsidenten, Fürst zu Solms -Lich zum ersten Schriftführer wiedergewählt und als zweiter Schriftführer 'Frhr. v. R i e d e s e l zu Eisenback neu gewählt. Auf eine Anregung aus dem Hause, die Regierung H um Gewährung f r ei er Ei s e nba h n fa h r t für die-Mit- glieder der Ersten Kammer zu ersuchen, versprach der Präsident entsprechende Schritte einzuleitey. — Nächste Sitzung moraert Rachmittag. <3
„Ich bin gezwungen, eine Ausnahme von meiner Regel zu machen, keine Briefe bei irgend einer Gedenkfeier, sei sie auch noch so wichtig, zu schreiben. Die beklagenswerten und schrecklichen Seibet, denen die Juden in anderen Ländern ausgesetzt find, lassen mich, fühlen, tost ich als Haupt des'amerikanischen Stalles nicht nur mein tiefes Mitgefühl für sie aussprechen, sondern auch darauf Hinweisen mutz, welche guten bürgerlichen Eigenschaften (fine qualities of citizensjiip) von den Männern jüdischen Glaubens und Stammes entfaltet worden sind, die M dies Land kamen und die Wohltaten freier Einrichtungen ynd gleichen Rechtes vor dem Gesetze genießen. Ich fühle fthr stark, daß, wenn irgendwo ein Volk unterdrückt wird, toS Uebel utwermeidllch auf die Unterdrücker zurückfällt, denn e$ ist ein unabänderliches Gesetz, daß keiner anderen Böses zufügen und selbst ohne Schaden am Ende davon kommen kann. Tie Feier der 250jä§riflen Ansiedelung der Juden in den Bereinigten ©todten: weist auf eine Reihe geschichtlicher Tat. fachen von mehr als nur nationaler Bedeutung hin. Selbst fti der Kolonialzeit nahmen die Juden am Aufbau dieses Landes Teil, erwarben das Bürgerrecht und nahmen tätigen Anteil an der Entwicklung des Innen- und Außenhandels. Mährend der Revolutionszeit halfen sie tot Freiheitssache durch Dienstleistung tm Kontinentalen Heere und durchs Beiträge zum leeren Schatze der Republik. Während beS Bürgerkrieges dienten Tausende im Heere und vermischten ihr Blut mit -em Boden, für den sie fochten. Ich bin froh, sagen zu können, daß die Juden in den Vereinigten Staaten, während sie ihren Glaubens- und Rasse-Ueberlieferungen treu blieben, unzertrennlich in dar große Heer amerikanischer Bürger erü- veuribt worden sind. das. darauf vorbereitet ist, alle Opfer für sein Land zu bringen im Äriege und im Frieden, und daß sie für Sie Ausdauer einer guten Regierung und die Erhaltung der in unserer Verfassung enthaltenen Grundsätze eintreten. Sie find ehrenhaft ausgezeichnet durch ihren Fleiß, ihren Gehorsam vor dem Gesetze und streben nach der Wohlfahrt beS Vaterlandes. Sie wetteifern mit ihren Mitbürgern anderer Glaubensbekenniniffe in der Förderung der Interessen des ge«elnsam«i Vaterlandes. Dies gilt nicht nur für die Nach- fommen 5et frühern Lnsiedler «ch M «> Amerika GrboreMu . sondern,., von einem .et*®, rmd beständig toaaijenben ,Sw toter, die an unsere Küsten in den letzten fünfundzwanzig Jahren als Flüchtlinge katmn, der ganzen Härte der'Armut und tos ar“a*- en«. W1MI ßSmttb.
Wirksamkeit treten lassen zu können. — Eine kritische Wertung Fischer auch solche Entschulbigungen durch bie badischen Zen-
des llnternehmens muß man sich natürlich vorbehalten. trmnsführer werden ausgesprochen werden.
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rftiert, gibt ihm 150,000 Fuß, Palla d i u s gar siebzig Meilen Umfang. . r .
Die ersten genauen Auffchlüffe über jene große tm Schutt unb Wüstensand vergrabene Kultur werden rott den Ausgrabungen, welche aus tom bedeutendsten, das spätegyp- rifche Nattonalheiligtum einschließenden Ruinenkomplex der Mareotis, unternommen roerden, zu verdanken baden; es ist eine Freude, daß am Äarm Abüm, rote bie Stätte im Munde ddS Araders heißt, gerade deutsche Wissen- s ch o f t engagiert ist. Als birefte Folge der K a n f m a n n - scheu Expedition kann bann ferner bie Inangriffnahme von Abusir (Taposiris) durch die Alexandrimfche MuseumS- lritung bezeichnet werden, rop allerdings Terrainschroierigkeitrn lanDHrige Mühen und Ausdauer erfordern dürften. Es bleibe einer anderen Gelegenheit vorbehalten, ein Bild dieser für die griechisch-römische Epoche ebenso wie für die koptisch, arabische Zeit wichtigen Untersuchungen zu geben und weiterhin bie übrigen Monumente der Mareotis zu würdigen.
Nur der frühchristlichen Zeit, welche der arabischen Invasion, also dem geroaltfamen Untergang antiker Kultur voranging, mag kurz gedacht werden. Das Christentum saus auf d«n hellenisch durchtränkten Boden der Mareotis schnellen Eingang, und zwar brachen ihm hauptsächlich Mönchgemeinden Bahn, deren man allein in der weiteren Umgebung Alexandriens zu Palladius' Zeiten gegen 600 zählte. Einige ber reichsten Kloster lagen im mareotifchen Nomos. So beispielsweise, neun Meilen westlich von Alexandrien nahe der Küste, das berühmte E n n a t o n, von Makrtzi als Kloster der „Glasbläser" b^cichnet und historisch wichtig, weil von ihm die Bewegung zur Union der egyptischen Kirche mit der antiochenischen aus- aina. Es soll identisch mit jenem El Züjüj fein, dessen Besuch durch die Patriarchen nach ihrer Wcchl in der römischen Feste Babylon ständige Sitte ward. Ferner Mar Mina, bas erwähnte Nationalheiligtum ber Egypter, mit deffen Aus- arabung ine Kausmannsche Erpeditian beschäftigt ist. Bon ihm sagt Sevonus in seiner Geschichte bet alexandrinischen Patriarchen, daß die P r a cht' seiner Ausschmückung unb seiner Kostbarkeiten alles übertraft was Alexandrien, ja was ganz Egypten zu bitten vermochte I Es hat nicht den Anschein, als ob die christliche Besiedelung die Landeskultur auf bet allen Höhe zu halten vermochte, ja bie politischen Geschicke feit dem Niedergänge Ostroms sprechen dem entgegen.

