70. Jahrgang. Nr. 567

Abendblatt

Samstag, t. August 1925

saa

Frarrkftut, 1. Angnft

treten.

Die Vereinigten Staaten und die Opiumkonferenz.

Marstto.

L

Die Memelfrage.

N.I genländische Poesie, und zwarhöchstes und ^simpelstes

... k... " CYn hipfnr 9Titffnshnin ist durm d:e aruno-

Aber für Leben und Freiheit ihres deutschen Volkes sind sie gestorben und für die Erhaltung des Reiches, das ihr $dter- land hieß. Gegen diesen einfachen und heiligen Geist der Sterbenden und all der Millionen Kämpfenden und Duldenden haben wir schon im Krieg gesündigt durch jene Blindheit und Maßlosigkeit, die es nicht zum rechtzeitigen Ende kommen ließ. Gegen sie haben wir zum zweiten Male gesündigt durch die Leichtfertigkeit, die Borniertheit, die Selbstsucht, die es zur Besetzung des Industriegebietes,, zu diesem Ruhrkrieg kommen ließ. Gewiß ist es in,erster Linie der französische Imperialismus und Kriegsgeist, der die Verantwortung für all das furchtbare Geschehen an Ruhr

Genf, 31. Juli. (Wolff.) Der Delegierte der Ver­einigten Staaten hatte seinerzeit infolge Meinungsverschie­denheiten die letzte Opiumkonferenz verlaßen. Die amerikanische Gesandtschaft in Bern hat nun dem Generalsekretär des Völker­bundes mitgeteilt, daß sie D r. T u ck als amerikanischen Delegierten bei der am 24. August zur Eröffnung kommenden Sektion der konsultativen Opiumkommission ernannt hat. Dr. Tuck war jahre­lang für Amerika als Verwaltungsbcamter im äußersten Osten Persiens tätig. Die Zahl der ständigen Delegationen beim Völker­bund erhöht sich damit auf vierzehn. _

tg Genf, 30- Juli. (Priv.-Tel.) Die Aussprache über Sie Verkehrsverhältnisse im Hafen von Memel und auf dem Rie­men in der Verkehrskommission des Völkerbundes hat neuerdings die Trostlosigkeit und Unhaltbarkcit der dortigen Zustände vor

wünschen: einen schlichten, gesunden, nahrhaften Werktag, der den Menschen, die seiner teilhaftig werden, auch am ehesten die Gabe, Feiertage zu begehen, wird zurückschenken können-

unsere Zukunft.

Unsere Toten sind es, deren wir zuerst gedenken müssen, aller uns bekannten und uns unbekannten Toten, die immer

wie untätig. *

Paris, 1. Aug. (Wolff.) Wie derMatin" berichtet, ettlätt die französische Regierung, offiziell von Abd el Krim keine Nachricht empfangen und kein Wahrzeichen dafür in Handen zu haben, das die geringste Austlärung bringen könnte.

Das Statt glaubt zu wissen, daß der Quai d Orsay gestern an die Residenz in Rabat ein Telegramm gerichtet hat, um einige ge­naue Aufschlüsse zu erlangen.

will.-

Dar heutige Konflikt ist nicht leichtfertig provoziert wor- den Die Labour Party hat bekanntlich gewisse polrtische Ziels und hofft im Gebiet des Bergbaus. die. ersten Schritte! ihrer Verwirklichung tun zu können. Aber die P o l i t i k ist für die neue Krisis nicht verantwortlich. Die Arbeiten wollen leben, da? ist alles. 600 000 (von etwas über eine Million)! bekommen weniger als zwei Pfund pro Woche. Sie weigern sich allerdings, den normalen Arbeitstag, den großen Kriegs- erfolg der Arbeiterschaft, zu verlangen. Aber der Unter­suchungsgerichtshof hat erklärt, daß er sich nicht von der 9vutp tigkeit der Argumente der Unternehmer habe überzeugen kön­nen, daß mit dem Uebergang vom 7 zum 8 Stundentag die Krisis überwunden werden könne. Tas Festhalten am 7 Stundentag macht allerdings das Auffinden eines Kompro­mißes sehr schwierig; der Punkt ist weniger wichtig für das Gesamtproülem, aber er ist sehr wesentlich für die Anbahnung aussichtsreicher Verhandlungen überhaupt, denn die Unter­nehmer versteifen sich darauf ebenso sehr wie die Arbeiter. Eine Zwischenlösung, die über die heutige- Krisis, hmweghttft

Re SergblMkrtsis in EnglmK.

(Von unserem Londoner Korrespondenten-)'^ H K London, 30. Juli, s

wieder an das überlebende und das nachlebende Geschlecht%

die Frage richten werden: wofür sind wir zu Millionen ge-1 - ---- ' c r-

fallen? sollen wir umsonst gefallen sein? Aus Pflicht und Notwendigkeit sind sie gefallen. Aber wo irgend etwas Tieferes, bewußt oder unbewußt, in ihnen lebendig war,

Einstellung freiwilliger Reservisten.

Paris, 1. Aug. (Wolff.) Ministerpräsident P a i n l e v e hat in seiner Eigenschaft als Kriegsminister eine V e r f u g u n g unter­zeichnet, nach der Reserveoffiziere, Landwehroffiziere und sonstige Militärpersonen, die zur Disposition stehen und bet Reserve­formation angehören, während der Dauer des MaroNofeldzuges dienen können Die Betreffenden treten mit dem Grade ein, den pe -beim Verlassen der Armee beiaßen. Die Werbung gilt höchstens für die Dauer von 10 Jahren. Es wird Unteroffizieren ein Hand­geld von 500 und Soldaten ein solches von IjO Franken am Tage der Unterzeichnung des Eintrittskontraktes gewahrt.

Zie srMMchen Sozialisten.

(Drahtmeldung unseres Korrespondenten.)

I- St Paris, 1.. Aug. Die vom Kongreß der Sozialistischen Verbände des Seincdepartements eingesetzte ResolMionskom- mission ist zu keiner Einigung über den Text ge­kommen, der dem Sozialistischen Parteitag vorgelegt werden < soll. Es wurden infolgedessen zwei Resolutionen ongenoinmen, die eine trägt 23 Unterschriften, an erster Stelle die Ls on Blums. Sie spricht sich gegen die Unterstützung . der jetzigen Regierung aus und weist darauf hm, . daß die sozialistische Fraktion ihre Stimme nur einer Regie- . rung geben könne, die auf den gleichen Grundlagen wie das Ministerium Herriot zustande kommen würde. Diese EntMie- jung wendet sich dann gegen jegliche Beteiligung an eurer bürgerlichen Regierung und stellt diese Beteiligung als außer­ordentlich gefährlich für die Sache des Sozialismus in Frank- reich hin Die zweite Entschließung, die nur von sieben Mit­gliedern der Resoluttonskommission unterzeichnet worden ist, tritt im Gegenteil dafür ein, daß die Sozialistische Partei sich bereit erkläre, sich an der Regierung zu beteiligen. Die beiden Entschließungen nehmen schließlich noch im Einklang mit den Beschlüssen der vor wenigen Tagen stattgefundenen Konferenz der französischen, spanischen und englischen Soziatlsten Stellung zu der Macokkooffäre.

Ausdehnung des französischen Bankbeamfenstrerks.

L St Paris, 1. Aug. (Priv.-Tel.) Die Streikbewegung der Pariser Bankbeamten hat auch im Laufe des gestrigen Tages an Umfang zugenommen. Es befinden sich nunmehr die Ange­stellten fast sämtlicher Großbanken (mit Ausnahme der Sociätä Gönerale) im Ausstand. Die Streikenden, deren Zahl man auf etwa 10 000 bis 12 000 schätzt, sind entschlossen, den Kampf bis zu Ende zu führen. Der Finanzminister hat gestern die Ver­treter der Bankleitungen empfangen und mit ihnen eine längere Unterredung gehabt. Die Bankdirektoren sollen sich aber geweigert haben, den Forderungen der Angestellten entgegenzukommen. Auch aus der Provinz wird eine weitere Ausdehnung der Streik­bewegung gemeldet.

Rußland Schulden an Frankreich.

I-St Paris, 1. Aug. (Priv.-Tel.) Di- Verhandlungen über die Regelung der russischen Schuld an Frankreich sollen, wie derPetit Puristen" meldet, zu keinem Ergebnis geführt haben, wozu insbesondere die jüngste Reise Kraffms nach Moskau beigetragen haben soll. Die Verhandlungen wurden in Paris von den Abgeordneten Dalbiez und Preobraschenfky geführt. Man hoffe gegenwärtig zu einem Ergebnis zu ge­langen, das den französischen Besitzern der ruffstchen Anleihe­titel Vorteils bieten und das politisch uni> finanziell auch für die Sowjetregierung annehmbar sein wurde. Erheouche Schwierigkeiten könnten jedoch noch in letzter stunde em-

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Unverlangte Einsendungen an die Redaktion ohne Rückporto können nicht zuruckgesandt worden.

Eine englische Darstellung.

London 31. Juli. (Wolff.) Reuter meldet aus Malta: Zuver­lässigen Informationen aus Fez zufolge sind die französischen ^trei- kräfte in Marokko bisher überhaupt noch nichts regulären Truppen Abd el Krims gegenüber getreten Sie haben vielmehr bisher ledig­lich von Abd el Krim organisierte Aufstande von Ris­st ä m m e n zu unterdrücken versucht. Denselben Informationen zu- s°l«7 soll Abd el Krim über mindestens 25 000 gut bewaffnete wohldisziplinierte Truppen verfügen. Es wird ferner angenommen, daß Abd el Krim versuchen wird, bis Oktober durch lokale Auf­stände von Rifstämmen die Franzosen zu beschäftigen, da dann die Regenperiode beginnt, während welcher eine französische Offensive so gut wie unmöglich ist. Wie verlautet, beabgchttgt Abd el Krim dann seine Hauptmacht einzusetzen. Augenblicklich sollen sich nur etwa 49 französische Bataillone in Marokko befinden ein­schließlich der Sicherungsposten für die Verbindungslinien. Schätzungsweise würden die Franzosen etwa 100 000 Mann euro- paiscbe Truppen benötigen, um der Lage mit irgend welcher sicheren Aussicht auf Erfolg Herr zu werden. Die Spanier bleiben so gut

für das Memelgebiet wird nicht gehandelt und so sitzen in der Hafenkommission von Memel in Wirtlichkeit 2 Vertreter Litauens, und der neutrale Norweger kann nichts ausrichten. Die Wieder­belebung der Holzflößerei auf dem Njcmen, die eigentliche Lebens- ------r . , , kraft Memels, kann andererseits ohne eine Verständigung zwischen da hieß es für die meisten: daß der Krieg überwunden und Litauen und Polen nicht erreicht werden. Litauen hatte der Ver­ein dauernder Friede geschaffen werde! In anderen Zeiten, kehrskonmiission des Völkerbundes ein Verkehrsreglement vorgc- in Zeiten anderer Kriegführung, mögen die Knochen der legt, nach welchem die polnischen Begleitmannschaften W »Ä««Wch--»,u-,-Mdi- **ÄffÄÄ&S- diesen Weltkrieg als ungeheuerlichsten Weltwahn empfunden tionen un^ ba§ Reglement konnte deshalb von der Kom- haben, rufen nicht nach Rache und blutiger Vergeltung. Sie Mission nicht g c n e h m i gt werden. So bleibt alles beim alten rufen nach Frieden und Rimmerwiederkehr des übet unb roiti> tocUer MaCen. Mtur

Menschenkräfte hinausgewachsenen Kriegswahnsinns. J£l'"en Großmächte, welche das Statut von Memel

Schwere Sünde gegen unsere Toten haben wir schon ®

mehr als genug auf uns geladen. Des ist gerade der Ruhr- Die Abgrenzung des Danziger Hafens.

krieg surchtbarer Zeuge gewesen. Denn wofür sind, über die Danzig, 31. Juli. (Ostexpreß.) Ueber die Abgrenzung Friedenssehnsucht hinaus, unsere deutschen Soldaten gestor- des Danziger Hafens, die für die Befugnisse des polni- ben2 Nicht für Kaiser und Feldherrn und ihre Eroberungs- schon Postdienstes entscheidend ist, wird der Danziger Völker- und Siegfriedenspolitik, nicht für ein schwarzweißrotes I ^dskomMar Mae^D

Farbensymbol, das es tu der deutschen Armee gar nicht gab, deren Völkerbundskommißion, die dieser Tage in Danzig geweilt hat. und an das draußen niemals ein Feldsoldat gedacht hat. i

Verbot aufgehoben. , , t 1

Dann kam die Zeit, in der der Bahnhofsplatz Symbol des . ganzen Reviers Stück für Stück a b st a r b. In der Post wurde 1 der Telegraphenverkehr abgeschnitten, die Hotels am Bahnhof wurden beschlagnahmt, und eines Tages lag der Bahnhof still. Die Regie" hatte ihn an sich genommen. Mühsam wurden ein paar Militärzüge über die Gleise geleitet, aber sonst war alles tot. Wer jetzt im Revier zu reisen hatte, muhte zu dem Schneckentempo der unendlichen Straßenbahnen seine Zuflucht nehmen. Inzwischen belebte die Besatzung, sichtbar und offensiv geworden, den verödeten Bahnhofsplatz und die Kettwiger Straße. Ein Mrnmt kam es vor, daß angetrunkene Patrouillen durch die Wirtschaften streiften, um sich die Getränke, die ihnen das Personal verweigerte, mit Gewalt zu nehmen. Das waren schwüle Stunden, in denen die angesammelte Wut nahe davor stand, sich besinnungs­los zu entladen, aber es blieb bei ein paar Zuckungen.

Wenn jetzt am Bahnhof wieder Menschen sich sammelten, so waren es Arbeitslose. Stunden und Tage standen sie da, in stumpfer Untätigkeit. Das ging durch Mo.nate Eines Aages sahen sie, wie die deutschen Eisenbahner im Bahnhof wieder erschienen, um sich der Regie zu beugen; diese erste Belebung der Oede zeigte in Wahrheit den tiefsten Stand des deutschen Elends an, die deutsche Kapitulation. Eine kurze Weile erfreuten sich die Eisenbahner der besseren Kauflraft des Franken; als aber mit dem Gelingen der Rentenmark der Franken auch für den Deutschen schlechtes Geld geworden war, sah sich der in Regiefran­ken bezahlte Eisenbahner auch um den an sich schon kümmerlichen Lohn seiner Arbeit geprellt. Wer jetzt in die Bahnhofshalle ging, sah allenthalben die blaffen Gestalten dieser Männer oder ihrer Frauen, die dem Reisenden verstohlen ihre Scheine anboten, in der Hoffnung, eine Kleinigkeit mehr als den amtlichen Kurs zu erhal­ten. Der Anblick dieser verzweifelten, um einen geringen Kurs- aufschlag bittenden Eisenbahner war vielleicht der allernieder- drückenste Eindruck, d n der Ruhrkampf dem deutschen Betrachter bot.

Aber schon hatte der Umschwung begonnen, der, langsam und unter tausend Schwierigkeiten, Besserung brachte. Nach uno nach bekam alles seine äußere Normalität wieder: die Post, die Hotels, das Cafe, der ganz- Platz. Ter Abzug der Regie ans dem Bahnhof schließlich, der dem Londoner Abkommen folgte, war schon der Vorbote dessen, was sich jetzt vollzogen hat, der militärischen Räumung. Heute geht ein Äufatmen durch dos . Revier, ein Gefühl der Erlösung, das wirtschaftliche Nöte wohl : dämpfen, aber nicht ganz unterdrücken können- Für die nächste , Zukunft jedoch möchte man dem Lande, das einen solchen Ueber- i schuß von Sensationen hinter sich hat, vor altern einmal eines

Es handelt sich im Grunde um eine ganz einfache, abe'C eminent wichtige Frage. Die Lohnverträge, die seit dem Kriege im Verlauf heftiger Kämpfe und Streiks zustande gekommen mb hatten stets ein Kompromiß zum Inhalt zwischen der These der Unternehmer, daß eine Industrie nur so bbei an Löhnen aus schütten könne, wie ihr chre ökonomische Lage erlaube, und andererseits der Forderung der Arbetter, daß sie einen Anspruch auf eine Entlohnung haben, die es gestattet zu l e b e n und eine Familie zu unterhalten. Das Kompromiß bestand darin, daß man jeweils diejenigen Produk­tionskosten, die nicht in Löhnen bestehen, von dem Verkaufst ettös abzog und die verbleibende Gewinnsunnne nach einem bc- timmten Schlüssel zwischen Arbeitern und Unternehmern ber< teilte. Die Bergindustrie werde also ttotz jenem berühmten Sankey-Report, der in der Nachkriegsstimmung sogar dieNew ttonalisierung" befürwortete, und trotz ihrer einzigartigen Be­deutung als Basis aller industriellen Tätigkeit, bei diesen Kompromissen im Prinzip nicht anders behandelt als jede an­dere Jndusttie. Es wurde von den Arbeitern auch nicht erreicht, daß bei der Gewinnverteilung die Jndusttie als zes angesehen wurde, sondern es blieb dabei, daß sich ders Lohn jeweils nach der Lage der einzelnen Bezirke richtete.Dw Regelung kam dem Wunsche der Arbeiter nach Mindestlohnen! nur scheinbar entgegen, indem ein gewisser Prozentsatz bey Gewinne dem Lohnkonto überwiesen wurde, bevor die Unter­nehmer benachrichtigt wurden, aber jenes Minimum hatte mW mals aus gereicht, um befriedigende Löhne zu verteilen, Dis Tendenz war viel eher die Erziehung der Arbeiter zu der <$beeiL des profit Sharing, des direkten Interesses am erhöhten Ges winne durch höhere Rentabilität des Unternehmens

Jeder Einsichtige Ivar sich schon damM darüber klar, daß dieses ganze System nur lebensfähig sei, solange die Bergmdustrts gute Geschäfte mache. Die Frage blieb aber offen, was zu ge­schehen habe, wenn die Gewinne nicht mehr aus- reich e n, um den Arbeitern die notwendigen Lohne zu sichern. Diese kardinale Frage stand hinter jedem der großen? Konflikte im Bergbau, sie steht auch hinter dem heutigen, ob­wohl der direkte Anlaß ein anderer war. Der Anlaß war, daß die Unternehmer eine Konzession rückgängig zu machen suchen durch die sie sich im letzten Jahre den Frieden sicherte^ Jenes privilegierte Minimum der Arbeiterlöhne war im letzten Jakire erhöht und der Anteil der Unternehmer am Gewinn! verringert worden- Die Unternehmer haben darum das letzt- jährige Abkommen gekündigt, und der Bericht des Unter­suchungsgerichtshofs, den die Regierung zur /ßrufung der Ursachen des Streitfalls einsetzte, stellt fest, daß tatsächlich an;

qesichts der gesamten Entwicklung unter dem bestehenden Ab- : kommen eine stets wachsende Zahl von Unternehmungen außer : Stande sind, ihren Betrieb fortzuführen. Nun wird der Ge­samtkomplex der Fragen eröffnet, und es zeigt sich, dast euer Kardinalpunkt ganz automatisch in den Vordergrund kommt: die Arbeiter fordern einen auskömmlichen Mindest- lohn. Diese Forderung ist von dem UntersuchungSgerichtshof als berechtigt anerkannt worden. Während der Kapita­lismus naturgemäß in allen Fallen, wo der Betrieb un­rentabel wird, binnen kurz oder lang das Unternehmen liquidiert, dringt hier wiederum in der Gedankenrichtung jenes Sankey-Reports die Erkenntnis durch, daß eine. 1» grundlegende nationale Jndusttie wie die Bergindustrie anders behandelt werden müsse: die Grüben sollen nicht schloßen, sondern es muß ein Ausweg gefunden werden. Ab» welcher?! Das soll Gegenstand weiterer Untersuchungen und Beratungen! sein Durch Neuorganisation der gesamten Bergindustrie Hoffs man diese dauernd in Stand zu setzen, ihre Arbeiterichaft. er­nähren zu können. Die Regierung scheint geneigt zu lein, dieses Prinzip anzunehmen, und es wird bekannt daß sie beit Weg der Subsidierung für eine kurze Ueber gangssnst beschreiben

r- Das Ruhrgebiet ist frei. Mehr als zweiundeinhalb Jahre stand dieses dichteste Siedlungsgebiet deutscher Menschen, diese Herzkammer unserer deutschen Wirtschaft unter Fremdherrschaft, unter dem Regiment französisch­belgischer Besatzungstruppen. Ein tiefes Aufatmen geht heute morgen durch Essen und das ganze Industrieland in seinem Umkreise. Zum ersten Male wachen die Menschen wieder auf und atmen in Freiheit. Es sind keine Franzosen, keine fremden Soldaten, keine Gewaltherren mehr da. Denn wenn uu uuö

auch die Besatzung seit dem Londoner Abkommen ganzen -nJ ben Ie6ten zweieinhalb Jahren trägt. Aber

stch zurückhaltend benahm, so bleibt eben doch mit jeder j^ten wir Herrn Poinearck seinen Vorwand liefern? Okkupation, mit jedem fremden Mitt arregunent das Gefühl »eu Arzberger und Rathenau morden, den Kanzler der Recht- und Schutz- und Wirth zermürben und durch einen hilflosen Cuno ersetzen

bunden, das sich wie Alp auf die Brust -gt und von dem in aUet Vorsicht und Zurückhaltung an der

kein Mensch, der es Nicht jelbst erlebt hat, sich leicht eine Verständigung arbeiteten, die jetzt, nachdem man uns an Vorstellung machen kann. . Ruhr und Rhein rechts und links hinter die Ohren ge-

Die Menschen int Ruhrgebiet sind wieder frei, und der ,$r aat unb unser Volk vollends verelendet ist, Herr erste Tag ihrer Freiheit trifft auf den Jahrestag b e § gtrcremann und Herr Schiele zu ihrer politischen Richtlinie Kriegsbeginns. Zufall oder ttefere Bedeutung? Der! müssen?

doppelte Inhalt dieses Tages mahnt uns jedenfalls, daß d.r Werden wir nicht endlich aus all diesen furchtbaren Ruhrkrieg kein Ereignis für sich gewesen ist, sondern furcht- ~eoIein unb Sünden etwas gelernt haben? Heute noch, an bare Folgeerscheinung des ungeheuren Weltgeschehens, das M m L August 1925, erscheint hier in Frankfurt ein vor elf Jahren an diesem Tage seinen Ablauf begonnen hat. evangelisches Blatt,Die Gemeinde", herausgegeben von Die Menschen an der Ruhr sind frei, aber die Selben, von ^ufzehn der bekanntesten kirchlich-liberalen" Geistlichen, denen sie zerrissen wurden, sind damit nicht einfach weg- ba§ bie)-en Erinnerungstag begeht, indem es feierlich auf der gewischt, die Verelendung des ganzen deutschen Volkes, die er.-ten Seite aus einem Buch der Kriegsjahre eine Verherr- der Weltkrieg eingeleitet, der Ruhrkrieg aber erst vollendet fj^ung des Militarismus abdruckt.Was Jesus forderte: hat, ist nicht überwunden, sie scheint erst in der jetzt beginnen- e|ne Persönlichkeit sein, diese aber opfern das ist Mili- den Wirtschaftskrise vielen von uns wirklich ins Bewußtjem jurismus." So lassen es heute nach all dem Erleben der elf zu treten. Richt anders geht es mit dem Krieg, der 1914 ^hve fünfzehn Geistliche ihrer Gemeinde verkünden. Und begann. Man hatte gemeint, ihn mit jenem sogenannten ber oon ^nen ausgewählte, anstelle der üblichen Andacht Friedensvertrag" von Versailles zum Abschluß zu bringen, hurgebotene Text gipfelt in dem grauenhaften Wort, das Aber wie weit sind wir noch von wirklichem Frieden entfernt? offenbar ganz ernst gemeint ist:Militarismus ist Welt- Die meisten von uns, in den siegreichen wie in den besiegten Geschichte gewordenes Christentum."

Ländern, torkeln noch immer auf dem alten Geleise weiter, Sollen wir in diesem Geiste unserer Toten gedenken? in der Blindheit gegenüber Wirklichkeiten, die kriegführenden Sollen wir in diesem Geiste denen danken, die an Ruhr und Völkern eigentümlich, in gewissem Grade vielleicht unent- Rhein sich so tapfer gehalten und für uns alle so Schweres behrlich und notwendig ist. . , getragen haben? Wahrhaftig, es wird Zeit, daß dem deutschen

Unsere Instinkte leben zum großen Teil noch im Krieg. Volk die Binde von den Augen falle, daß ein neuer Geist Unsere Gedanken scheuen zurück vor dem furchtbaren Er- |n un§ erwache, neue Klarheit und der Wille, wiedergutzu- innern und Erleben. Das Handeln der Menschen aber ist viel machen, was wir gefehlt und gesündigt, nicht an denen mehr von ihren Instinkten als von ihren Gedanken beherrscht, draußen, die es nicht besser getrieben haben, sondern an und so steht es noch nach diesen elf Jahren in allen Ländern unseren eigenen Toten und an unseren Kindern, viel mehr unter Kriegs- als unter Friedensgesetzen. Wie viele werden heute vor allem des Begeisterungsrausches gedenken, der uns an jenem 1. August ersaht hatte. Aber ist es diese Erinnerung, die uns in den jetzigen Tagen ant meisten not tut? Einen starken inneren Aufschwung,Kampf­stimmung",Durchhaltestimmung", die braucht der Krieg­führende. Aber der Wiederaufbanende mühte sich alle Binden von den Augen reißen, er muß klar und nüchtern um sich schauen, wenn er nicht schief bauen will. Es ist unsere heilige Pflicht, heute nicht dessen zu gedenken, was unseren ober- slächlichsten Gefühlen schmeicheln mag, sondern des Härtesten und des Bittersten, was wir erlebt haben. Denn dieses allein hat sich als bestimmend erwiesen für den Ausgang des Erlebens, für unsere harte und bittere Gegenwart und für

Ideal der Dichtkunst." In dieser Auffassung ist durch die grund­sätzliche gegenseitige Abgrenzung zweier seelijcher Strukturen der Widerstreit zwischen dem forschenden Geiste und dem gfaibeii§» bedürftigen Gemüt aufgehoben, ja versöhnt. Die erhabene poetische Schönbeit des biblischen Berichts kann durch keine neue wißen, schastliche Hypothese und kein neues wissenschffftttches «Ystem, keine Erfindung und keine Entdeckung beeinträchtigt werden. Ader diese Poesie maßt sich auch keinerlei Autorität an gegenüber irgendwelcher Forschungsmethode und irgendwelchem Forschniigs- ergebnis, sowohl die Evolutionshypothese Darwins, wie die Na­turphilosophie Haeckels, selbst wenn sie unwiderlegbare w'.ffe>> schastliche Wahrheit enthielten, blieben durch sie unberührtIch ehe Überall", sagt Herder,das gleiche Recht und die gleiche Be- fuanis." Karl Muthesiu.s.

-- s Münchener Theater, f Berühmte und nnberühmte Gäste! Ein widriges Naturgesetz scheint es zu wollen, daß große Schau­spieler im allgemeinen mit kleinen Stücken rei|en; manchmal er­innert solch ein Repertoire, das ein berühmter Gast mitbringt, ver­zweifelt stark an eine Antiquitätenschau. Wenn Ba ss c rmantt im Schauspielhaus inStein unter Siemen" (in dem Fritz Hörniann als Unverbesserlicher einen sehr gelungenen Typ auf d'.e Leine stellte), imEinsamen Weg" und inNarziß" gastiert, so hat man wenig davon. Gewiß, es bleibt die Schauspielkunp, aber ge­rade angesichts solch schwacher, überlebter Stücke, erhebt. sich die Frage nach der Berechtigung dieser Schauspielkunst, und die Ant­wort heißt: Ohne Vermittlung eines größeren. dlchterijcheuuWerteS bleibt sie uninteressant. DieBombenrolle" allein,, dargestellt mit tausend Finessen vom berühmten Gast, der das Virtuosentum der kalten Hand schon streift, oder gar die beiden Bombenrollen in Dem unmöglichen SchmarrenNarziß" von, Brachvogel in dem.neben Baffermann auch Fran Körner gastierte, entichadigen nicht für die Plattheit des zugemuteten Stücks. Es mag bemerkenswert sein daß der über 50 Jahre alte Baffermann zu müllern und auf den' Handen zu gehen versteht wie ein Junger; in einem eüen- langen Monolog zur Belebung der Darstellung verwandt, ftffelt diese Kunst nicht. Mir scheint, es wäre gut, wen», sich die Lchaii- spieler daran erinnern wollten, daß sie außer der eigenen eigentlich und vor allem d'e Mission haben, der Kunst zu dienen, von der sie ursprünglich lebten: der Dichtkunst. Und es stt schade, bag biC|C hohe Aufgabe so sehr in Vergessenheit ««aten ist; denn gerade eie

1Kanonen" vermöchten es, infolge der Zugkraft ihrer Namen auch bei schwerer Dramatik die Häuser zu füllen. - Erfreulicher gestaltete

sich das Gastspiel S t einr ücks in den K amm er s,p ,ele n. Er spielte den Major in StrindbergzTotentanz" so kraftvoll und wahr so ohne Star-Allüren, er spielte Mr. Higgins in Shaws Pygmalion" mit solcher Leichtigkeit, Frische und humorvoller Dis­kretion, daß es eine große Freude war, ihn anzusehen. Wie unver­braucht er ist, wie lebendig und echt! Mit ihm gastierte inPyg­malion" Grete Jacobsen, doch sie vermochte aus dem Blumen­mädchen erst etwas zu machen, nachdem im Stück etwas daraus gemacht worden war. Sie hatte sehr hübsche Momente, überzenate aber nicht. In einem alten schlechten FranzosenGeschäft ist Ge-

= ^Herder und der biblische SchöpfnngsberichtJ Der Affenprozeh" in Dayton mag die Erinnerung daran wachrusen, wie vor 150 Jahren einer der Großen unserer klaffischen Zen, Herder, die Wege zu einer sinngemäßen und fruchtbaren Aus- fassung des biblischen Schöpfungsberichts gewiesen hat. bet Weitesten Urkunde b e S Menschengeschlechts, erschienen 1773, hat er an dem Beispiel dieses Berichts die relioionsgeschichtliche und völkerpsychologische Auffassung oer Bibel begründet, der er bann in allen seinen späteren theologischen Schriften gefolgt ist. Er überwand damit sowohl die starre Ortyo- dorie, die in dogmatischer Befangenheit den Bencht der Genesis als absolute Offenbarungswahrheit ansah, wie auch die seichte Austlärung des Rationalismus, der leichten Sinnes den Bericht in Uebereinstimmung mit bet wissenschaftlichen Naiuretkenntnis zu bringen versuchte. Mit dem ganzen Spott genialischer ^ugend traf er den erstarrten Dogmatismus, derdie Früchte des mensch­lichen Geistes, Erfindungen und wissenschaftliche Hypothesen nach diesem sogenannten Kanon der Schöpfungsphysik und -metaphysir modeln, verstümmeln ober gar morden" wolle; in gleicher Weise aber auch den platten Rationalismus, der mit seiner Methode der Erklärungdie ganze Bibel zum Besten der Ungelehrten unb beS gesunden Verstandes zur dünnsten und klarsten deistischen Wftjer- brühe" mache. WieMoses ohne Physik und Metaphysck , so müßtenPhysik und Metaphysik ohne Moses" auskommen. Die: im ersten Kapitel der Genesis enthaltene älteste Urkunde sei überdies weit älter als Moses. Sie sei der unmittelbare Ausdruck des Naturgefühls und der Naiuranschauung des alten Orients, in i^t habe die erste unb ursprünglichste motgenländische Poesie Gestalt gewonnen. In der Ferne der Jahttausende sah dersinnliche Morgenländer, der von keinen astronomischen Rechnungen und Weltsystemen im Kopfe gestört war", Himmel und Gestirne,das große Auge der W-elt", die Sonne, den König des -lageg, den kleinen Mond, die Königin der Nacht, und rings um sie die Sterne. Sa wurde ihm das Licht (eine echt mvrgenlandische Anschauung)' zum ewigen Symbol der Gottheit. Er suhlte, wie unter bet Hitze des Sommers das durstende Land darbt, unb Regen und Gewässer wurden ihm zum ewigen Symbol der gött­lichen Güte. Er, dem die Arbeit eine Last war und der ein be­schauliches Leben führte, empfand in dem heiligen Geheimnis der Sabbatruhe und Sabbatandacht den Sinn des Lebens. Und da seine Sprache malte, in Gleichnissen, Bildern, geheimen Rätseln Anschauung und Gefühl zugleich tönen ließ, fo formte sich in ihm das Lied bet Weltentstehung und das Sabbatlied. Solasen die ' ältesten und stärksten Kinder des Menschengeschlechts das große : Buch der Schöpfung." Alles ist hier Geist und Charakter des Mor- : genlaudes. Für Herder ist also der sog. mosaische Schopfungs- I bericht genau fo wie Hiob, bet Psalter unb die Propheten m ot-

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unsichtbarer als vorher, aber unmittelbar danach stießen sie vor: sie verboten der Bevölkerung, nach 9 Uhr abends die Straße zu betreten. Am folgenden Abend war zwischen neun und zehn Uhr der Bahnhofsplatz voll von Menschen; ihnen gegenüber, vor der Post, eine Abteilung Soldaten. Zwischen diesen Bewaffneten und der wehrlosen Menge^ lag eine von allen gefühlte heiße Span­nung, aber es erfolgte nichts, und am anderen Morgen wurde das

Bahnhofsplatz in Essen.

Zur Räumung des Ruhrreviers.

(Von unserem Sonderberichterstatter.)

t Eff-n, 31. Juli.

Die Franzosen sind abgerückt; für die kommende Mitternacht haben sie in aller Form das E n d e d e r B e s e tz u n g Essens und des gesamten Ruhrreviers proklamiert. Ich komme am letzten Tage hier an und gehe durch die in hellen Farben neugeputzte Vorhalle des Bahnhofs auf den Bahnhofsplatz, der das Zentrum dieser von Unternehmung und Arbeit strotzenden Stadt ift. Es ist ein rechter Großstadtplatz des ausgehenden neunzehnten und anheben- ben zwanzigsten Jahrhunderts; neben dem etwas dusteren Bahn­hofsbau die trutzige Hauptpost, davor jünger und daher sach­licher ein großes Bureauhaus mit Hotel, Restaurant und Caft, seitlich ein paar weitere Hotels; einzig die viel umsttittene, bizarr gezackte Front der Börse, rührt aus jüngster Gegenwatt her. Nüch­tern und nicht sehr reizvoll das Ganze; aber wer sich wahrend des Ruhrkampfes im Revier aufgehalten hat, dem ruft gerade dieser Platz heute allerlei Bilder ins Bewußtsein zurück.

Merkwürdig, wie wenig sich damals, im Januar 1923, das äußere Leben der Stadt und des Platzes nach dem Einmarsch der fremden Armee zunächst geändert hatte! Der Bahnhof entführte die Menschen und brachtt sie heran wie gewöhnlich; dieser feltsame Krieg hatte seinen Schauplatz noch nicht im mindesten von bet Umwelt abgeschlossen; zwischen Essen und Frankfurt ober Berlin fuhren die Züge fahrplanmäßig und mit allem Komfort. Auch um den Bahnhof herum lief alles wie sonst; die Maschinerie des tödlichen Lebens funktionierte ohne sichtbare Storung; höchstens daß der Play und die Bahnbofsballe noch etwas belebter von Menschen waren, die das so lautlos Geschehene merken wolltm und es einstweilen wenigstens besprachen. Offenkundig ging die Truppe darauf aus, ihren Einmarsch als die harmloseste Ange­legenheit, die man sich denken kann, erscheinen zu lassen; sie ver­steckte sich förmlich; sie vermied peinlich jede direkte Arbeitsstorung. Tie deutsche Bevölkerung erwiderte diese Taktik bet Behutfamkeft mit Nichtbeachtung; es lag in, diesem eisigen Ignorieren viel Disziplinierung, aber den Franzosen und Belgiern war es vermut­lich unheimlicher, als offene Feindseligkeit.

Sehr schnell wurde es anders. An einem Hellen Wintertage füllten sich der Platz und der Bahnhof bis zur letzten Ecke mit Menschen aus jeder sozialen Schichtung, die die in Mainz verurteil­ten und von dort zurückkehrenden Zechendirektoren empfangen und feiern wollten. Es war fehr viel Stimmung in dieser, Kund­gebung, der erste Uebetschwang einer noch unverbrauchten inneren Aufrührung, einigen ein Aergernis, weil hier soziale Klüfte, die in Wahrheit niwt zugeschüttet waren, oberflächlich verdeckt wurden, vielen eine beglückende Illusion, weil die sich auszwingende Parallele mit dem August 1914 zu Trugschlüssen verleitete. Die Franzosen, im Augenblick wie gelähmt, waren während des Vorgangs noch

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