Nummer 567 Sette L
Adettvblat^ ver FraukfurtG Zeituug
Quellen der Staatseinnahmen durch Uittefftützung des gesandten
daß die seit Wochen Menden Regengüsse aufbören und
jniivnz n>enn nie i u g c > m * > • 1 » n 11
L«r Minister hofft, das; Trocknen, Einfuhren und Drusch nicht länger behindern. Luch
zu bringen. In den letten Tagen ist der Chefredakteur dcS halbamtlichen „ElesthcroS Typos" in Belgrad eingetroffen. Man
be-
Hanz Franck.
-amsLag, t. August
3i. der
neueste katastrophale Rückgang ein.) Das Entscheidende ist dabei der Rückgang im Verkauftipreis, denn die Löhne sind gegen 1913 bis zum genannten Zeitraum nur um 94 Prozent an- geftiegen. Von den Gesamtunkosten entfallen über 70.Prozent auf die Löhne. Von rund 18 sh pro Tonne (Ende 1924) kommen 13 auf die Löhne, 2 auf Holz usw., über W auf Ver- wastungskosien nfro., ein halber Schilling auf die Ropalties.
In welcher Rubrik ist zu s p a r e n ? Sicher nicht bei den Löhnen. Schwerlich bei dem Konto für Grubenholz usw. Entbehrlich wären die Royalties, die Abgaben an die Grundherren und vielleicht ein Teil der Verwaltungslosten. Aber auch eine solche Ersparnis würde in vielen Fällen nicht vor Verlust schützen, denn dieser beträgt zwei und mehr Schilling j?ro Tonne Lossen sich aber die Produktionskosten durch erhöhte Produktion vermindern? Schwerlich, denn nicr will die Kohlen während der kritischen Nebergangszeit kaufen? Der Exporthandel wird sie nicht ausnehmen, weil sie zu teuer sind, und im Inland liegen Hunderte von Hochöfen, über eine Million von Schiffen und zahllose Werke aller Art still. Das ist der Hintergrund des großen Streites. Es geht hier um die Existenz.
Die Bergindustrie steht tatsächlich zu drei Vierteln nicht weit vom Bankerott. Von 3000 Gruben liegen über 500 still; über 110 000 Bergarbeiter wurden in oen letzten Monaten arbeitslos. Der Bergbau, der vor dem Kriege eilten Nutzen von 18.6 Mill, abwarf (1 sh 4<4 d pro Tonne), arbeitet heute mit einem noch stärkeren Verlust. Der Zerfall ist rapid. Im Mai arbeiteten bereits 67 Prozent der Betriebe mit Verlust. Im Juni stieg die Ziffer weiter. Nur der örtliche Bezirk erhielt sich einen leidlichen Nutzen. Die Gesamtbilanz aber heißt Verlust. Die Zersplitterung der Betriebe trägt viel dazu bei. Tie kleineren brechen zuerst zusammen. Am stärfften litten aber natürlich die Gruben, die hauptsächlich für den Export arbeiteten, wie Süd-Wales, Northumberlano, Durham. Nur der relativ gute Gewinn im Jnlandsgeschäft erlaubte es vielen Betrieben, den seit vielen Monaten Verlust bringenden Export weiterzutreiben. In 1913 wurden 73.4 Millionn Tonnen exportiert, in 1922 waren es 64.2 Mill., dann kam die Ruhrkoniunktur mit 73 Mill, in 1923 und der Rück'
sation, wäre natürlich viel leichter möglich, wenn die beiden Parteien schon ihren künftigen gemeinsamen Weg sähen. Im Augenblick fehlt aber noch jede gemeinsame Basis für die Zu» kunft. Darum halten beide Parteien an der scheinbaren Macht- pcntion fest: sie versichern sich beide, daß sie ganz bereit sind, sich demnächst gegenseitig umzubringen. Ein Konflikt in diesem Augenblick, wo die Wirtschaft des ganzen Landes dringend der Ruhe bedarf und wo die Bergindustrie ohnehin am Rand des Abgrunds steht, wäre für beide Parteien und für ganz England ein gewaltiger Schlag. Die zweieinhalb Wochen des Ausstandes von. 1920 kosteten das Land rund 60 Mill. Pfund. Der große Kampf im Jahre 1921 (vom 30. März bis 4. Juli) kostete mehrere hundert Millionen!
PartS, 1. Aug. (Europapreß.) Der französische Sports- mann Alfred Auger hat gestern in der Nähe von Cherbourg mit einem motorlosen Flugzeug einen Höhen Weltrekord ausgestellt, indem er mit seinem Segler eine Höhe von 700 Meter erreichte.
Warschau, 31. Juli. , Wolff.) Der Senat ratifizierte gestern sämtliche elf zwischen Polen und der Tschechoslowakei geschlossenen W t r t s ch a f t s - und R e ch t s v e r t r ä g e, u a den Handelsvertrag, den Rechtshilfevertrag und das Abkommen über den kleinen Greuzverkehr. Er schloß sodann seine Sommertagung
mit der Meisterschaft des großen Oekonomen, sondern mit der de§ kleinen Rentners. Charakteristisch dafür ist, wie er da? Beamtenkorps in Armut hält. Die Bezüge der rumänischen Beamtenschaft betragen etwa ein Viertel oder ein Fünftel der im Deutschen Reiche üblichen; das Leben ist aber trotz aller Drosselung der Landwirtschaft nicht wesentlich billiger. Eine Folge der erbärmlichen Gehälter ist, daß die Beamten ihre Fortüne zu korrigieren suchen und die Korruption zuni'.nmt. Anfangs verurteilte besonders die Bevölkerung der neu angeschlossenen Provinzen das aus dem Regat importierte „Best chischsystem". Man tut es heute nicht mehr; denn es gibt kaum jemanden, der nicht einsähe, daß der Beamte krumme Wege geht, um nicht mit seiner Familie regelrecht zu verhungern. Dem Staate freilich entgehen dabei Milliarden an Steuern itnd anderen Einkünften, dir ausreichen würden, das Beamtenkorps menschlich zu besolden und reinhändig zu erhalten.
der Handelsminister konstatierte das; er glaubte, die aus- führenden Mengen auf 60 000 Waggons berechnen zu können,
hat aber damit wohl zu tief gegriffen. Wie dem auch sei, Weizen steht endlich wieder einmal in Menge für die Ausfuhr zur Verfügung. Die Wirtschaftslage Rumäniens verlangt, daß man den Weizen, diesen Regulator des rumänischen Geldes, in Massen auf den Weltmarkt werfe, unter Verzicht auf fiskalische Vorteile, unter Herabsetzung der Ausfuhr- gebühren auf ein Minimum. Trotzdem bat sich der Ministerrat nicht dazu verstehen können, auf den hohen, unmittelbaren, fiskalischen Nutzen aus dem Weizenexport zu verzichten. Er belegte den Waggon Weizen mit 30 000 Lei (50 Lei = 1 Reichsmark) Exporttaye. Gegen die btsherige Taxe von 45 000 Lei ist das nun wohl eine Ermäßigung. Hält man sich aber vor Augen, daß die Taxe im vorigen Juli 25 000 Lei, also weniger betragen hat, und daß die Weltgetreidepreise sinken, so kommt man darauf, daß an der üblen Lage gar nichts geändert ist. Seltsamerweise wird die Mehlausfuhr bloß mit der Weizen- exporttaxe belastet. Es ist wahrscheinlich, daß der Landwirt im kommenden Jahr den W e i z e n a it b a u um ein weiteres Quantum zurückgehen lassen wird. Weizenanbau erscheint der Landwirtschaft schon jetzt unrentabel, und erst eine völlige Abkehr der Regierung von dem bisherigen System könnte dem entgegenwirken. In der Regierung führt jedoch der Finanz- minister Vintila Braiianu das große Wort, der sich nicht überzeugen lassen will, daß seine rein fiskalische Finanzpolitik längst schon Fiasko erlitten hat.
Er spart au allen Ecken und Enden, er spart aber nicht
Die in Südflawien verhafteten deutsche« Studenten.
Belgrad, 31. Juli.^(Europapreß.) Di« beiden in Semit n verhafteten deutschen Studenten Ledigen und Hartung haben bei ihrem polizeilichen Verhör angegeben, daß sie am 20. Juni von Hamburg nach Oesterreich gereist seien, dort aber wegen ihres Verkehrs in Wiener völkischen Kreisen verhaftet und nach Deutschland auSgewiesen wurden. Von Deutschland seien sie dann auf einem Donaudampfer nach Ungarn und schließlich nach Südflawien gekommen. Die beiden Studenten stellten entschieden in Abrede, daß sie in irgend eine politischen Auftrage nach Südflawien gereist seien. Zwei Sewliner Deutsche, die den Studenten Unterkunft gewährt hatten, wurden verhaftet, aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
dt Wien, 31. Juli. (Priv.-Tel.) In diplomatischen Kreisen Belgrads sind, wie die »Neue Freie Presse" meldet, sowohl ans griechischer wie auch auf südslawischer Seite Bemühungen im Gange, die B ü n d n i s v e r^h a n d l u n g e n wieder in Gang
Der Wiederaufbau In der Türkei.
* Berlin, 31. Juli. (Priv.-Tel.) Der türkische Botschafter in Berlin, Kemal Eddin Sami Pascha, äußerte sich in einer Unterredung mit einem Vertreter der „Diplom.-polit. Korrespondenz" über den Stand der türkischen Wiederanfbau- und Reformarbeilen. Er sagte u. a.: „Wir befassen uns seit einiger Zett besonders mit dem Ausbon des türkischen Bahn- netze S, an dem deutsche Arbeit hervorragend beteiligt ist. Von der Bahn Siwas — Samsun sind 90 km fertig- gestellt und vor etwa Monatsfrist durch den Ministerpräsidenten Ismet Pascha besichtigt worden. — Die Strecke Angora — Ziwas ist auf eine Entfernung von 150 km fertiggestellt. In Arbeit oder Vorbereitung sind die Verbreiterung der Strecke K u t a h i a — P a n d e r ttt a, der Ausbau der Strecke 51 i bin —
Belgrad, 31. Juli. (Wolsf.) Die Skupschtina hat in der gestrigen Nachtsitzung nach sttirmischen Szenen mit 172 gegen 51 Stimmen das Budgetprovisorium angenommen.
Die griechisch-südslawischen Beziehungen.
nimmt an, daß seine Reise im besonderen 5lnftrag der griechischen Regierung erfolgt fei. Außenminister Dr. Nintschitsch hat in einem längeren Interview eine aus- lührliche Darstellung der griechisch-südslawischen Beziehungen gegeben und u. a. erklärt, Griechenland habe keinen Grund zu tr«enb einer Beunruhigung. , Südflawien betrachte die territoriale Integrität Griechenlands als eine Lebensfrage für Südflawien. Die Eisenbahnlinie Gewgheli-Saloniki wolle Sud- slawien lediglich mit Rücksicht auf die Sicherheit seines Verkehrs nach Saloniki in Verwaltung nehmen. Saloniki und sein Hafen dürften in Zukunft keinen Konsliktsstofs darstellen: denn sie seien definitiv griechisch. Griechenland könne sich auch sonst über die Haltung Südslawiens nicht beklagen, da es immer unterstützt werben sei. Jetzt könne man offen sagen, daß Serbien den im Jahre 1913 mit Griechenland abgeschlossenen Bündnisvertrag seit 1915 als erloschen betrachte, weil Griechenland sich weigerte, in den Krieg einjutreten. Die südslawische Regierung wollte niemals offen erklären, daß dieser Vertrag 4e facto nicht mehr bestehe, weil e5 die schwierige Sage Griechenlands nicht noch verschlimmern wollte. Südflawien habe sich nicht nur geschickt, sondern sogar so benommen, als ob der Vertrag noch zu Recht bestehen würde. Demnach könne die Künd i- gung des Vertrages, die vor einen Jahre erfolgt ist, nicht als feindlicher Akt betrachtet werden. Es sei ja nur ein in Wirklichkeit nicht mehr bestehendes Abkommen gekündigt worden.
BiimMeii.
Verkehrter Jisfalismns.
(53on einem Berichterstatter in Rumänien.)' "] m Der Ministerrat hat, wie bereits gemeldet, eine Hera fe setzung der Exporttaxen für Getreide beschlossen, die Landwirte aber erklären, daß die Herabsetzungen ganz unzureichend seien. Weder die Landwirtschaft noch der Staat würden davon Vorteile haben. Rur ganz radikale Aenderungen könnten dem Lande auf die Beine helfen. Der Regierung fehle es an der richtigen Orientierung über die Lage. Sie überblicke die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Valuta nicht. Augenblicklich lägen Milliarden Lei in Form von unverkäuflichem Mais vom Vorjahre auf den Böden. Die Frucht verdirbt dort und sperrt der diesjährigen Ernte den Raum. Alles deutet darauf hin, daß auch diesmal eine RekordernteinMais bevorstehe. Um ihr Raum in den Speichern zu schaffen und dem Landwirt Bargeld, also Produktionsmittel, die knapp geworden sind, zur Verfügung zu stellen, müßte die Regierung sich zum Verzicht auf jede Exporttaxe für Mais entschließen. Die Regierung hat aber die Maisausfuhrtaxe aufrechterhalten. Ein mit Exporttaxen behafteter rumänischer Mais kann mit argentinischem Kukuruz nicht in Wettbewerb treten, ohne daß der Erzeuger unter die Gestehungskosten gehen müßte.
Die Weizenernte ist vorüber. Ihr Ergebnis ist g u f, im Banat und in Teilen der Walachei vorzüglich, vorausgesetzt.
Ungarischer Mniskerrak.
Budapest. 31. Juli. (Wolfs.) Heute hat hier ein M i n i st e r - rat ftnitgcfiinben, der sich mit den österreichisch-ungarischen Ha nbelsvertragSver handln n gen beschäftigte. Der stellvertretende Ministerpräsident Baß erklärte nach Beendigung des Ministerrats Pressevertretern u. a., man erwarte, daß die östeiaeichisch - ungarischen HandelsvertragSverhandtungen ein günstiges Resultat haben würden. Waz die Frage der Errichtung einer Spielbank anbelange, so habe die Regierung bisher keine Entscheidung darüber getroffen. Die zuständige Abteilung des Finanzministeriumr fei noch mit der Prüfung der zahlreich eingeganacnen Vorschläge beschäftigt. Der Zwischenfall beim Besuche net Militäckontrollkommisston in Stein amanger fiabe bereits seine volle befriedigende Erledigung gefunden, so daß eine Erörterung im Ministerrat nicht nötig war.
Die Ernte in Ungarn.
Budapest, 31. Juli. (Wolsf.) Die diesjährige Wein Produktion II- gärn s wird auf fünf Millionen Hektoliter geschätzt. Der Jnlandsv-rbrauch beträgt etwa eine Millwn Hektoliter.
Mslawien.
Die Finanzlage Südslawiens.
Budapest, 31, Juli. (Wolsf.) Nach den letzten Schätzungen wird sich das diesjährige Ernteergebnis in den Hauptge- treibearten um etwa sieben Millionen Meterzentner höher stellen als im Vorjahre. Zu den mittleren Preisen berechnet, trägt der Wert des UeberschusseS 190 Millionen Goldkronen.
Jinb Rhein, Loreley, Hagen, Sigfrid, Soli und Chöre: k,™- IVcreS- verbindet sich mit mittelhochdeutschen Ueberlieferungen. Stm Ende nehmen die Geister der Vergangenheit auch die Symbole ^unserer Gegenwart bei per Hand. Tie Frau, der Arbeiter, her, Forscher und der Volksvertreter: alle wirken für die »Heilige 3ett unb Wende", die Freiheit, Erntekranz. Friedenstag bringt. ES ist ein gläubiges Bekennen in diesem »Rhein-Psalm", her oen verlorenen Sigsridsegen beflogt uich den „Gral" der Aff-2i-be sucht. Aber gestaltet ist es nicht! Von Anfang an der gleiche Akkord, das nämliche Spiel mit persönlichen Ableitungen, dieselbe Blässe der Verse, die leidlich gut sind unb doch nicht innerlich Hingen:
Oesterreichs Bemühungen um Aufhebung des Sichtvermerkzwanges.
«H Wien, 1. Aug. (Priv.-Tel.) Oesterreich verhandelt z. w.gen Aufhebung des Sichtvermerks mit Tschechoslowakei, Schweiz unb Italien.
Der Rücktritt des belgischen Kammerpräsidenten.
-D- Brüssel, 31. Juli. (Priv.-Tel.) Die Amtsniederlegung des Präsidenten der Kammer Brunei zieht eine parlamentarische Krise nach sich, welche lange dauern könnte. Brunet allein hatte das Vertrauen von allen Parteien, die ihrem Bedauern über diesen Schritt Ausdruck gaben. Es wurden Schritte unternommen, um Brunei umzustimmen.
schlag auf 59.2 Mill, im folgenden Jahre. In 1925 wuroe man — nach der Erfahrung der ersten sechs Monate — auf 49 Millionen oder darunter zurück'cllen! Zwischen Januar und Juni fiel der Verkaufspreis im Export um beinahe V/2 sh pro Tonne. Das heutige Geschäft vollends ist ruinös: Im Juni war Der monatliche Gesamtverlust bereits 30 Millionen Goldmark. Dabei ist nicht etwa die Leistungsfähigkeit der Arbeiter ziirückgegailgen. Die Produktion pro Schicht ist zwar etwas kleiner als vor dem Krieg, aber die effektive Leistung pro Mann und Stunde ist ettvas größer geworden. Dank bet verbesserten ProduktionSwetk;euge und Anlagen. Aber auch hier ist der Unterschied in den einzelnen Distrikten und Gruben enorm. Die Produktionskosten sind stark gewachsen. Von 9)4 sli in 1913 auf 18 sli 7 d pro Tonne während der Zeit vom Mai 1924 bis April 1925; also fast eine Verdoppelung! Der Verkaufspreis stieg inzwischen nur um 72 Prozent. Anstelle eines Nutzens von VA sh pro Tonne trat ein solcher von ein paar Pence. (Inzwischen trat dann der
Folgen des Getreidezolls in Italien.
Rom, 31. Juli. (Wolff.) Die heute erfolgte Erhöhung des Roggenpreises um 35 Ceittesimi pro Kilo unb der Teigwaren um 60 bis 65 Centeiimi pro Kilo hat in der Bevölkerung eine große Erregung hervorgerufen. Die Gemeinbeverwaltimg hat die Brot- preiSerhöhung nut provisorisch bis zum 9. 8. bewilligt. Die sozia- listtschen unb die saseistischen Gewerkschaften haben bereits ent» sprecyende Lohnerhöhungen gerorbert. Während in Genua rote in Rom eine Brotpreiserhöhung um 40 Ceittesimi eingetreten bat bte Gemeindeverwaltung von Mailand beschlossen, die Ett- schetcuitg uOei die Forderungen der Bäcker auf Erhöhung des Brot- pretses auf Montag zu vertagen, um von der Regierung Jnfor- tnatronen etnzuhoten. Infolge der Weigerung der Mühlen, 'die Mehlvorrate vor der Regelung der Preisfrage zu verkaufen, hat die Regierung die M e h 1 v o r r a te l> e sch l chg nah mt.
Melbourne, 31. Juli. (Wolff.) Der Unterausschuß der Konferenz der Schiflseigentümer unb der Seeleute ist zu einer Einigung über die Beilegung des S t r e i I s gelangt.
2X Belgrad, 29. Juli. In der gestrigen Skupschtinasitzung gab, nachdem Schetscherow namens der Demokraten unb Puschenjak namens der Klerikalen das Budgetzwölftel August/Lttober kritisierten, Finanzminister Stojadinowitsch ein Expose. Stojadinowitsch hob hervor, daß, bas vorige Bubget, welche? auf zehneinhalb Milliarden vorangeschlagen war, zwar um 174 Millionen überschritten wurde, aber dafür auch 785 Millionen mehr einbrachte. Die Befiirchtung, daß das neue Budget infolge der außerordentlichen und nachträglichen Kredite nicht das Gleichgewicht behalte, sei unbegründet, da der Kampf mit den nachträglichen Krediten leicht fei, wenn dos Budget Ueberschuß- lendenz zeige. Außerdem werde das Nickelgelb bem Staate^ 150 Millionen Reingewinn Bringen. Drei Jahre machte ber Staat keine Anleihe bei der Nationalbank, welcher Umstand eine Festigung ber Finanzlage jetge. Das Regierungsprogramm werde auf Sparsamkeit in den Ausgaben unb Stärkung der
Auf des Herren Hilfe bauend, Hofft fein Volk auf Sabbatzeiten, Wo die Himmel, fegentaucnb ©offnen ihre Seligkeiten.
Trotz aller Anrufe — wie kalt ist hier der Rhein! Sine Fülle von Erinnerungen und alten Träumen, Karlsfaust, Drache, des AlsenkönigS Ring .von feiner Zwerge iunftgeübten Handen" wirb über ihn auSgefchüttet. WaS nützen uni alle Brücken eines freigeistigen Eklektikers wie TherstappoN, wenn sie nicht von Herz zu Herzen reichen? Die symbolische Kraft kommt nur aus Dem bewegten Gegeneinander, und durch das Tor der Zukunft schreiten nur Menschen in ihrem Widerspruch, nicht aber an sich liebenswerte Attrappen. Darum kann diesem „Rhein-Psalm" keil, Halleluja entströmen, auch roenn sich eines Taaes des Dichters Glaube an .Der Völker Freiheitsbaum" am Rhein erfüllt.
?b.
= lHolz-RachtragJ Der Heine Aussatz bei Referenten „Holzian a", bet vor kurzem in diesen Blättern abgedruckt wurde, brachte mir einige Buchpublikationen in? Hau?, deren aufecrer und innerer Anlaß mit dem sechzigsten Geburtstag o:s Dichters zwar schon ein paar Jahre zurückliegt, deren künstlerisch-r Wert und buchmäßige Herrichtung aber zu bedeutsam ist, als dap sie mit dem Jubiläum untergeben durften, das sie hervorrief Do möge auf sie (die alle drei im Werk-Verlag Berlin erschienen) 'm Interesse des Dichters und feiner erfreulicherweise immer mehr wachsenden Verehtergemeinde mit einigen Worten hingewiesen werben. Am wenigsten tagt über den Tag das umfänglichste ber dm Werke InnauäS: „Atno Holz unb sein Wer!. Deutsche Stimmen m ' n-c? Geburtstag herausgegeben von gerbinanb Avenarius Max Liebermann unb Mar von Schillings." Plan merkt ben zahllosen rühmenden stimmen immer wieder beit Zwang an Auf- geforberte schreiben, um einer Ehrenpflicht zu genügen. Selbst die Stlbet von Liebermann, Corinth unb Pechstein sinb Zweckatb.-ilen Am eindringlichsten gibt ben Dichterkopf Heinrich Wolsf ein llnbeiannter, wieder Das ist das Erfreuende, das Erfrischend.- der .Wenigen feierlichen, den wesentlichen Worten zum 60. Gebuitz- tag Bon Arno Holz gesprochen am 26. Avril 1923 im L-ffing- Museum Berlin von Alfred Richard Meper," daß sie aus' dem Herzen eines Gläubigen, eines Begeisterten kommen, Eines, der
Nationalerwerbs abgestellt sein. Der Staatskredit steige, was die Verminderung der Handelsanleihen bei der Nationalbank beweise. Andererseits würden die GirorechNiingen der National- bank ständig wachsen, 19'23 Waren cs 198 Millionen, jetzt feien es 592 Millionen Dinar. Denselben Fortschritt zeige auch die Hypothekenbank und die Postsparkasse Das Finanzministerium verhindere bei der Nationalbank eine rasche Besserung
ina sind bedeutende Hafen Projekte in Vorbereitung. Die Kanalisation S tambuls ist an eine deutsche Firma vergeben und diejenige Angoras, ebenso die elek- iri'che Anlage für die .Hauptstadt sind beinahe vollendet- Die mich b e u t j a; e n Entwürfen in Aroeil befindlichen nädleb änlich e n Projekte für Angora sind bekannt; für Smyrna find sie zurzeit noch hn Stadium der Verhandlungen, in Efkischehir sind zwei große Mühlen mit deutsch-türkischem Kapital errichtet worden und schließlich ist überall im Z e r st ö- rungS gebiet ein verhältnismäßig hohes Maß von Wiederaufbauarbeit geleistet Worden. Die Städte Biledschi: unb Magiiissa sind sozusagen vollständig neu erbaut worben. Schließlich ist auch bic Verlegung ber fremden Botschaf- t e n unb Gesandtschaften aus Stamoul nach Angora in Gang gekommen, nachdem die deutsch: unb die russische Regierung bamit den Anfang gemacht unb Wir ein Gesetz erlassen haben, bas jeder fremben Mission in der Hauptstadt ein geeignetes Gelände für den Bau kostenfrei zur Verfügung stellt. England unb Frankreich haben sich ihre Griiiibstücke bereits ausgewählt."
Aus die Frage nach dem türkischen Standpuntt zur Entscheidung über Mosful gab der Botschafter der Ueberzeugung Ausdruck, daß das Gutachten ber Völkerbunbskommiffion das strittige Gebiet durchaus als türkisch ansprechen werde. Es feien erhebliche Klagen darüber laut geworben, daß die Engländer die für die Türkei eintrcienbe Bevölkerung beS Vilajets Mossul schlecht behan- belt unb zum Gegenstand militärischer Repressalien gemacht hätten. Es seien infolgedessen etwa 5000 Menschen, Manner, Frauen unb Kinder in jämmerlichem Zustand übet die türkische Grenze gekommen, unb di- Türkei habe entschieden protestiert. Die Türkei bereite zur Zeil, die Herausgabe eines Rotbuchs über diese Vorgänge vor und habe im übrigen den Pariser Botschafter Fetbi Bev und ben Minister des Auswärtigen Tewfik Ruschdi Bey mit der Vertretung ihrer Interessen in ber Mossulftage in Gens beauftragt. Für die künftige Ausnutzung ber Petroleumguellen bei Mossul fei kürzlich eine tu -1ische Petroleumgesellschast, finanziert bureh bie Bank beS Ex-Khebiven ins Leben gerufen worden, die bic ganzen Petroleuminteressen jufammenfaffen solle. Dabei werbe an die Petroleumvorkommen in BitliS-Wan unb an die neueren, allerdings bisher nicht sehr bedeutenden Funde bei Sinope gedach.
Wm.
Die Lage in Amoy.
Hongkong, 31. Juli. (Wolff.) Eine Reutermeldung bestätigt bte' Verschlimmerung der Sage in- A m o h. Der Generalstreik wird für unvermeidlich gehalten. Der Boykott der englischen unb japanischen Firmen wirb streng durchgesührt. Ein britisches Kanonenboot ist nach Amoy entsandt worben.
Swanipscott, 31. Juli. (Wolff.) Das Staatsdepartement hat Präsident Cootidge davon benachrichtigt, daß eine Vereinbarung zwischen ben Mächten bezüglich Chinas als gesichert angesehen werben könne. Der Präsident hat ferner die Nachricht erhalten, daß die neun Signatarmächte des Washingtoner Vertrags in Uebereinstimmung seien hinsichtlich der zu befolgenden Politik, wenn auch noch nicht über die Einzelheiten. Der Fortschritt sei ein derartiger, daß bie Regierung eine vollständige Einigung als bevorstehend erachte. Dem Präsidenten wurde ferner zur Kenntnis gebracht, daß man erwarte, daß die Vereinbarung alle Streitfragen einschließen werde, darunter auch die Frage der Exterritorialität.
schäft" von Mirbeau, in dem viel zu naiv für unsere Ohren bic Geschichte eines Emporkömmlings geschildert wird vermochte auch Steinrück nicht ganz zu überzeugen. Stellenweise war er allzu saftig, Rudolf Hoch als Reiner Schieber charakterisierte in einer Episode biet seiner, doch in den dramatischen Momenten und im Zusammenbruch war Steinrück groß: auch sand er in Hilde Horst, bie feine idealistisch gerichtete Tochter spielte, eine Partnerin, die ihm in Temperament unb Kraft bic Wage hielt Schade, daß diese begabte Schauspielerin nicht mehr beschäftigt wirb. Dann gab es noch eine andere französische Nichtigkeit, ein sogenanntes Lustspiel (eher Lüste- tpm) von G a n b e r a, ,F r l. I e a n n e. u n s e r e G e l i e b t e" für das von Wien in Herrn Jensen ein Gast fierbeigeteift war) dessen humorlose Fädigkeit bie munteren Bemühungen des ganzen Ensembles erfolgreich zunichte machte. In den Staats thea. lern aber spielt man den Sommer über baS Repertoire vom vergangenen Winter. — R. Z.
—^sTaS Jubiläum einer Verschwundenen.j Die gute alte Stearinkerze kann in diesen Tagen ihren hundertsten Geburtstag begehen. Nur Wenige werden ihrer noch gebens en. Und doch ist sie einst ein großer Fortschritt gewesen Im Jahre 1825 hatte Ch evreul, bet berühmte ttanzösssche Chemiker, oer. saft 103 Jahre alt, im Jahre 1889 in Paris starb, baS erste Pa- tent zur Herstellung von Kerzen aus Stearinsäure genommen die er durch Verseifung tierischer Fette gewonnen hatte.' Chevteul nur es auch, ber in seinem bahnbrechenden Hauptwerk bie Welt als erster über die chemische Natur ber Fette aufgeklärt ha» Seine Theorie war es, die ihn später zur Erfindung der Stearinflrze führte. Ihren französischen Namen „Bougie" verdankt die Stearin- kerze der gleichnamigen Stadt in Algerien, wo man schon seit aftcrS Hammclfett zur Herstellung von Seite unb Wachs verwendet bei. 'Tie Stearinkerze ist somit bie Tochter des uralten TalglichtS das gleichfalls einen sehr langen Stammbaum hat. Wirb es doch bereits in einer aus bem Jahre 1312 stammenden Verfügung Philipps des Schönen genannt.
, = l^ttn Rstoin-VsalmJ Nun sind es. wie zu erwarten war. bet genutete zur Jahrtaufenbfeier d -t Rbein- lcno e doch recht viele geworden. Jät Düsseldorf fab man ba? verunglückte Malkasten - Festspiel „S? erben unb Wirken", an ber GodeSbnrg würbe „Sooneck", ein Ritterspiel von Hanö S t cji u wett, anläßlich ber rheinischen Heimatspiele gegeben, in Trier spielte man de^ ..Kurfürst" von Leo Weis maniel, unb vor bem Benrather -schloß würbe mit einem »Tomn-ertagS- träum eines ungenannten Autors rheinisches Hetrenleben vor loO Jahren belebt. Es war, nach Unruh, die ..Welt der Kostüme" Attt nebenher gebt noch mancherlei, was ins Himmelreich ber und darum wohl nie bas Licht der theatralischen Welt erblicken wirb. Ter Kölner Stadtbibliothekar Dr. Paul »•Sb*'™"' iT-n "^°in . Psalm" im Oskar
-Verlag Köln erlernen losten, ben der Dichter selbst ein „ritltlbKl- nennt. Welch eine Sammlung von schönen Sinn- bub-.rn, lagenumwobeneu Figuren unb edlen Glatten! Ta
smyrna nach ber Station K oiiia der a na toli scheu unb ber Bagbabba.hu, ferner bie Anlage einer Schmalspurbahn von 200 km Länge Erghani — Mab e.n — Mardin zum Abtransport des Kupfers aus unserem’ wichtigsten Vorkommen; dieser Bau wird von einer Grupp« der Deutschen Bank zusammen mit der türkischen Nationalbank unternommen; eine weitere wichtige Industriebahn wird die Verbindung des K o h l e n b e z i rks Songulbak mit Angora darstellen, bie den größten türkischen Waldbezirk Karadere Drman durchquert und die Hauptstadt in eine direkte Landverbi ndüng zur Kohle bringt, die bisher auf den Wasserweg angewiesen war; endlich ist noch eine neue Querverbindung Jsmid — Adapazar in Vorbereitung, die bie letztere Stadt mit ®ta mb ul verbindet. Für Samsun unb für M« r-
b«s Dinar, da eine rasche Steigung gerade so schädlich^ für die Nationalökonomie sei wie ein rascher Kursfall. Die Festigung beS Dinar auf 9 Schweizer Franken sei nicht günstig, und es fei besser, eine weitere Besserung abzuwarten. Den absoluten Wert d:5 Dinar w--de man erst bestimmen können, wenn die Frage ber Kriegsschulden gelöst sei. D 7 ' auch die Verständigung mit Den Kroaten eine sichtliche Besserung ber Finanzlage verspricht. Danach sprach bet Demokrat Velj- kowit sch, welcher das Expose kritisierte und ber Befürchtung Ausdruck gab, baß das Gleichgewicht des Budgets nicht erhalten bliebe. ^Jn der heutigen Sitzung sprach Pribieewitsch, der jedoch mehr über die Verständigung als das Budget sich ausließ. Et verlangte Veröffentlichung des Verständigungspaktes.
Ein Telegramm aus Karlsbad meldet die Verschlimmerung des Zustandes P a s i t s ch s.
Konferenz des Welkslndenkenwerks.
fg Genf, 29- Juli. (Priv.-Tel.) Die diesjährige vierte Konferenz des Weltstunbeiitenwerks (früher Eutopeen Student Relief) findet vom 4- bis 5. August im nahen französischen Zonenstädtcheii Gex statt. 'Das Werk hat seit seiner Gründung im Sommer 1920 runb 11-7 Millionen Schweizer Franken gesammelt und unter die notleidenden Studenten aller Länder verteilt. Die deutschen S:n- benfen erhielten davon 2.2 Millionen, die russischen 3 4 Millionen Schweizer Franken. Die diesjährige Konferenz hat als wichtigste Ausgabe über bic Umwandlung b e 8 W e l t st u d e n t e n - Werks in eine 3 c n t r a t e für studentische, intet, lektuelle Zusammenarbeit zu beschließen. Vorträge sind angemeibet von Altbundeskanzler Seipel, dem englischen Professor N. Zimmern, ber zurzeit in Genf einen internationalen UniversitätSkursus leitet, und Redakteur William Martin vom ^Journal de Gencve.
--- IfMoses intb Wilson.1 In New Dork
Hübsches Geschichtchen die Runde: Ms Woodrow Wilson ‘an die 1)1^1011;^ A.ur fam, begegnete ihm Moses, und es entspann sich folgendes Gespräch. Moses: „Sind Sie nicht Mr. Wilson?" — „Der bin ich. — O, Sie tun mir so leid " — „Wieso denn?" fragt, Wilson. „Ja, sind etc nicht Woodrow Wilson, Präsident bet Verewigten Staaten von Amerika?" — Gewiß." — JSab-n «,IeiSnvVbLSit^n»?unrtVntmolftn' die den großen" Kri'ea zu, Enda bringen halsen? — „Ja, baS l-abe ich." - gcbrn Sie, ete tun mit ;o schrecklich feit, wenn ich bedenke, was He M-mschu mit Ihren Vierzehn Punkte,, angestellt haben." - Darauf Wi' on ..zann geben Sie nur mal hinunter auf bic Erde unb sehen Sie äu, was |ie dort aus Ihren Zehn Geboten gemacht haben-" 'Ch. L.
- sEhro«« der Künste., Hohentwiel: Unter außer- -R ■ ®E>:ira?,. S'ng w der Scheffel Halle Bernhard » ° Johanna" über bic Bretter. Etwa
loOO Besucher Waren bet ber Lcheffelgemeinde afS Spielveranstal- tcrirt zu (Saft.
== f.Kleine MitteiltmgenJ Die vor kurzem von bem Leiter Homburg, Dr. Julius Maurer, einge- fetteten internattonalen Muftktage werden während 2Bcds,C ?ow 23- bis 30. August mit der Auffüh. SSL!« ft ?.°d°rncr englischer Komponi ft en rottgefefct. Die wir Horen ist e8 der Kurverwaltung gelungen, für biete Veranstaltung bas Music Society String Quartet of London nach Deuffchlanb zu bringen. Außerdem werden als
Die Subvention.
_ London, 31. Juli. (Wolsf.) In einer offiziellen Erklärung be-5 Schatzamtes heißt eS: Tie Unterstützung, welche von bet briti- tifdien Regierung der KohleiibergWcrkSindustrie bewilligt worden ist, soll in Form einer Subvention zwecks Sicherstellung ber Lohnzahlungen Während neun Monaten vom 1. August 1925 bi? zum 1. Mai 1926 erfolgen. Während dieser Zeit sollen die Löhne aufgrund des Abkommens vom Jahre 1924 gezahlt werden: aber, falls die Löhne, welche nach dem anerkannten Verteilungsschlüssel zwischen Lohn und Prosit berechnet werden sollen, in irgend einem Monat dieser Zeitspanne in einem Bezirk niedriger sein würden als bie Minbestlöhne, bie in dem Vertrag vorgesehen sind, so wirb bic Differenz vom Schatzamt bezahlt werben. Somit sollen bie gleichen Richtlinien verfolgt werden Wie bei der Lohnsubvention ieruitg im Jahre 19 21. Jedoch sollen im vorliegenden Falle, falls der monatliche Durchschnittsprofit in einem Distrikt, in welchem Subventionszahlungen geleistet werden, 1 Schilling, 3 Pence (1-25 Schilling) für die Tonne übersteigt, die llcbetjchiiffe zur Verringerung der Subvention benutzt werben. Zurzeit ist cs unmöglich, im voraus zu kalkulieren wieviel diese staatliche Subvention das Schatzamt kosten wird, denn baS ist gänzlich abhängig von bem Umfange bev Kohlenljandels.
W“ winvirkeii: Dorothy Doria-Grey (Sopran) und Marte W Hit- Kaufmann (Klavier).
Von dem (bei bet Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart- Berlin erschienen) sibirischen Novellenband „Im Lande der i n ft ern i s" von Egon Freiherr v. K a p h e r r wird demnächst ein oerleger in Kikai Nojo auf Eorea eine eoreanischa vtus- gabe veranstalten. Es bürste dies der erste Fall sein, daß ein deutsches belletristisches Werk in dieser Sprache erscheint.
Von Rehir-onts Riesenwerk: „Die polnischen Bauern" hat Herr v. Kacz k o w f ki-A t d e sch ah, der Ucberietzer des Ww.es, eine gekürzte Ausgabe fertiggeftefft die vermutlich tm Herbst dieses JahtcS im Verlag Eugen Tikderichs erichemen totrb.
- ®°5 erfolgreiche Oratorium „Le Lau di" von Hermann «uter <Basel) t|t tm Verlag Hug & Co. (Leipzig unb Zürich) soeben eiychtenen. ° “
Kapellmeister Gustav Starke vom Stadttheater in Frei - bürg t. Br. verabschiedete sich mit einer „Meistersinget"-Auffüh- rung, um nach Züjahriger Tätigkeit in ben Ruhestand zu treten.
Nachrichten.)! Zur Wiederbesetzung des du-ch bte Uebersiedelung von Professor O. Stegen” oogen nach Heidelberg erledigten ctatsmäßigen Extraordinariats ^t flasitscheit Phtlologte an ber Berliner Universität ist ein Rus an ben Prw.-Doz. an ber Universität Basel Franz Born, VW W”8« Der Assistent an der Klinik für Haut- und Geschlechtskraiikhetten an der Universität Würzburg Hermann Forttg ist als Priv.-Doz. für Haut- und Geschlechtskrankheiten in ber medizinischen Fakultät ebenda zugelassen worden — Verletzt wurde d-r o. Pros, für deutsches Recht, bürgerliches Recht und ^ulws v Gierke zu Halle a. S. in gleicher Eigen,chatt in die rechts- und itaatswissenschgftliche Fakultät de- Umvemtat Got.trntzen. - Der durch bie Emeritierung des Geh.-Rats C. Dietertci an der Universität Kiel erledigte Lehr- stthl ber, Physik ist dem Mitglied brr Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin-Charlottenburg, Prost .Eans tselger, angeboten worben. — Der o. Prof der RBmn/mt'o ^teilungsvorsteher für organische Chemie am chemischen Institut bet Universität Gotfingen, W. Barsche, bat' cinm Ruf w ^Irfd)-*3ei9'C"Ld)atI "Ä Greifswald als Nachfolger B. Helftrichs eryalten. - Die puristische Fakultät ber Universität »crltn hat Pros. Edwin M. Borcharv an der Yale University in Newhavcn, II. S. A„ in Anbetracht feiner wistenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete des Völkerrechts und leincr. Bemuhungui um bie Wiederanknüpfung der geiftirn unb wissenschaittichen Beziehungen zwischen Deutschland unv de, B»-'N-gte'i Staaten. zuni^ Doktor der'Rechte hoUris s " nannt. — Rektor unb «enat der Technischen Hochschifle in Stuttgart haben bem Oberlehrer Gwrg Schlenker in großen Verdienste um bic bio- l-gliche Erforichung Wurttemoergo bie Würde einer Doftor-Jn- genieurs ehrenhalber verliehen. --o.tor^n.
Bib-sprechen mußte. Der, wäre ihm der Mund verbunden, es auss """• AP'." geichinettert hätte, ber, wäre ihm jede Verbindung mit
Menschen genommen, es ben Säumen, den Sternen, dem Ofen seinem Hund zugerufen hätte: Seht, ein Kerls Ein Dichteri Ein großer Dichter! Ein ganz Großer! Sehr! Höri! Eine jener Reben, wie sie bet Dichterjubtläen gehalten werben sollten. Was b‘T ?uän1al)n,c ö°igt,,kaum je geschieht. (Nur ist mir äWcifenjaft: ob e-> gut war und ist, den an sich nur zu berechtigten ^rötest gegen bic monatelange Geburtstagsfeierei Gerhart Hauptmanns bet dieser Gelegenheit vom Stapel zu lassen.) Die weitaus wertvollste Geburtstagsgabe, bas Gedicht, das Arno Hol, 'n-? ^ischen Volk ausAiilaß seines sechzigsten schenkte:
„Teutsches Dichter,ubilaum." Wie hier grimmiger Humor Pffrzel- beutme fajsagt, Tragik unb eatirc, Erschütterung und Frechheit sich mischen, das ist so ganz Arno Holz, ist so erhebend und bc- fretcttb, so beinegenh unb belustigen!, zugleich, wie seine allerschön- stcn nicht zweckgeborenen Dichiimaen. Da Holz in Hans Sterner den kongenialen Bildner fanb, ber fein Poem mit einer Suffe von Ranbgkstalten schmückt, bie Cr gleick bem Teck auf ben Stein zauberte, so ist dieses Buch ein Werk geworden, in dem SS 7?r^b:Cm ,ei nut ein Godcht enthält - den ganzen Arno Holz hat: diesen knorrigen, eigenwilligen, urdeutschen Poeten, der kaum ein zweiter unbekümmert ainfl und das
Schicksal, baS daraus folgte, mannhaft auf sich nahm.
