Dienstag, L Dezember 1925.

70. Jahrgang. Nr. 893

Erstes Morgenblatt

Mon

nicht doch der

die Enttvicklung.

Das Locarno

Einstellung der Esninmacialverfahren in Belgien.

«erlitt, 30. Novbr. (Wolfs.) Die diesige belgische Gesandt­schaft teilt mit: Die deutsche Regierung ist durch die belgische Re­gierung benachrichtigt worden, daß der Beschluß gefaßt Ivorden ist, die in contumaciam noch schwebenden gerichtlichen Verfah­r' c ii für Verbrechen oder Delikte, welche durch Deutsche in Belgien während des Krieges begangen sein sollen, nicht weiter zu ver­folgen. Dieser Beschluß ist wegen der damit verbundenen Schwie- rigkeiten in bezug auf gerichtliche Verfahren, welche in contu­maciam nach vielen Fahren für die begangenen Taten verfolgt werden und wegen der Hohen Kosten dieser Prozesse, die keinen praktischen Wert darstellen, gefaßt worden.

Die belgische Regierung ist außerdem der Meinung, daß nach der Konferenz von Locarno die Weiterversolgung derartiger Pro­zesse unnützerweise ein Hindernis für die zu wünschende Beruhi­gung zwischen beiden Ländern bilden würde.

und die .bevorstehende Besatzungsvermehrung würde den Truppenstand um über 50 Prozent noch weiter erhöhen. Es ist zu hoffen, daß sich auch in dreiem Falle die Besatzuugs- behörde davon überzeugen läßt, daß ihr Vorgehen nicht den Zielen dienen kann, welche die Staatsmänner Frankreichs in Locarno verfolgt habxn, und daß sie eine Revision ihres Be­schlusses verfügen wird. (Unser Trierer Korrespondent hat schon letzte Woche gemeldet, daß beabsichtigt sei, von Trier, wohin der bisher in Wiesbaden stehende Stab eines Armee­korps und eine Kavalleriedivision kommen soll, ein« Infanterie­division nach Düren zu verlegen. D. Red.)

Köln, 30. Novbr. (Priv.-Tel.) Von maßgebender Seite hören wir, daß die Stadt Wlu eine Befreiuttgsfeier vor­bereitet, bei der man auf die Anwesenheit des Reichspräsi­denten hofft.

A Koblenz, 30. Novbr. (Priv.-Tel.) Der Reichskom­in i s s a r F r e i h c r r L a n g w e r t h von S i m m e r n ist gestern vormittag nach Madrid abgefahren, um dort Abschied zu nehmen. Seine Rückkehr nach Koblenz wird für Mittwoch erwartzti. In seiner Abwesenheit führt sein Stellvertreter, Miuisterial^it Graf Adelmann, die Geschäfte. Außerdem sind dem Reichskommissar bei- gegeben. Ministerialrat von Rotten bürg vom preußischen Kultusministerium, Legationsrat H a e b e r l e i n vom Auswärti­gen Amt und Regierungsrat Dr. Vogels II. vom Ministerium für die besetzten Gebiete. Der Reichskommiffar hat im Laufe des Samstagnachmittags der Rheiiilaudkommissioir sein Bsgkaubignngs- schreiben überreicht. Die belgischen, englischen und französischen Oberdelegierten machten kurz darauf ihre Gegenbesuche.

von Wählern, weiß nicht, wohin es sich wenden könnte, um, ohne der sozialistischen Phrase ausgesetzt zu sein, etwas Besseres, Durchschlagendes, Zwingendes geboten zu bekommen, als was die Regierung zu bieten hat, der Baldwin wie ein guter Vater präsidiert. Hinter seinem breiten Rücken amtiert eine ziemlich gemischte Gesellschaft: Austen Chamberlain, der Held von Locarno, Sir William Johnson Hicks, der Sieger im Prozeß gegen die zwölf Kommunisten, Sir Philip Cunliffe- Lister, der Champion des Protektionismus, Mr. Amery, der Verteidiger der Oelftider' von Mossul, und all die andern, die wie Churchill auf ihre Zeit warten oder wie Balfour ihren großen Namen für eine reichlich kleine Sache hergeben. Das kann jahrelang. so weitergehen, ober niemand fühlt sich wirklich wohl dabei. Die Sammlung all dieser verschieden­artigen Elemente im Kabinett ist nur ein Beweis dafür, daß es eben ohne solche Sammlung nicht ginge, daß die große unionistische Partei auseinanderfiele, wenn nicht jede Spiel­art bei diesem Regierungskompromiß beteiligt wäre. Die Har­monie ist aber nur scheinbar. Im Grunde herrscht viel Zwie- spÄt. Welche Richtung im konservativen Lager schließlich Sieger bleiben wird, läßt sich bis jetzt nicht sagen. '

Denn alle Schuld rächt sich auf Erden..*

Bauer in Not! ist seit Wochen fast täglich in über-- Müßen fetten Lettern in der agrarischen Presse zu lesen. Voir einer geschickten Regie werden in auffälliger Weise in allen Landesteilen der Reihe nach Landbundtagungen veranstaltet mit dem Schrei in das Land: Bauer in Not! Nach flattert Worten stimmbegabter Redner werden überall fast gleich­lautende Resolutionen einstimmig angenommen. Massen­suggestion! Der katastrophale Zusammenbruch der Landwirte schäft sei bereits in vollem Gange, so wird von verschiedenen Mitarbeitern derDeutschen Tageszeitung" versichert. ^Kon­kurse und Zwangsversteigerungen von großen Gutem seien art der Tagesordnung. Und wenn nicht bald Hilfe komme, gehe wohl der größte Teil nord- und ostdeutscher Großbetriebe köpft über.

sogar in lebendiger Ausmachung und gleich in mehreren Exenr-- plaren. Aber ein Wunder geschah. Zehn oder fünfzehn Pa- trmrillengänger kehrten mit Armen voll Weißbrot zurück.

der ost akademischen Deklamation durch ein paar weise Sätze und Fragen eine hochpolitische Bedeutung. Er wirkt als Staatsmann, und die anderen merken den Unterschied!

£!»t)ö Georges Zulmst.

unserem Londoner Korrespondenten.) K London, 27. November.

zum Kampf um die Ernährungsbasis. und um deutschen Volkes!" Von Beifall zu diesen nichts gemeldet. Quittung in agrarischen Resignations-Landwirtschaftsminister brauchen brauchen einen starken Minister!

Worten wurde Reden: einen wir nicht, wir

« Köln, 30. Novbr. (Priv.-Tel.) In Düren hat die Besatzungsbehörde plötzlich 120 neue Wohnungen an- .gefordert. Eine daraufhin einberufene außerordentliche Stadtverordnetenversammlung beauftragte den Oberbürger- ' meister einstimmig unter Einschluß der Kommunisten, schärfsten Protest gegen diese Maßnahme zu erheben. Düren beherbergt heute bereits das Zehnfache der

Von Wilhelm Mich. Schneider.

Damit der Division, von der heute erzählt werden soll, kein ungerechter Vorwurf gemacht wird, will ich kurz von der Weißbrotpatrouille" berichten; (wenn ich dabei auch lächeln möchte, so steigen mir doch unversehens die Tränen in die Augen.) Aber es ist gut, wenn dieser Vorbericht erfolgt, Henn er soll ungefähr so wirken wie die Gebärde eines Kindes, das dem Vater mit anmutiger Geste die Versöhnung in Form eines Stückchens des gestohlenen Zuckers oder des unreifen Obstes anbietet, als wollte es sagen: schau, versuche, dann wirst du verstehen, daß ich...

Es ist ja ein sonderbarer Einfall von mir, derartige Um­schweife zu machen. Wer ich bin es allen toten und lebenden Kameraden schuldig. Die Division behandelte ihrFest im Feldes jämmerlich, ganz jämmerlich, aber wenn sie das tat, s o war...

Sv war da ein Märzabend im Jahre 1916, zwischen den Schlackenhalden am La Bass6e°Kanal, als die Sonne noch kraftlos hinter den grauen, schmutzigen Tüchern herum­lungerte, die gleich schäbigen Kulissen von der armen, zer- schossenen Erde mit ihren Dünsten am Horizont aufgehängt waren...

An diesem Märzabend also hatten wir die Weißbrot- patrouille. Mit großem Trommel-und Feuerwerk wurde sie eingeleitet. Das Trommeln taten die Hustenanfälle, die bis Kanonen von hinten her mit ihren schwindsüchtigen Abschüssen über das zum Patrouillengang auserwahlte, Gelände hin­breiteten, und natürlich auch die Minen, die wie faule Tröpfe durch die Lust wackelten. Das Feuerwerk besorgten die auf­geregten Engländer, die weiße, grüne und rote Leuchtkugeln in Scharen in die Lust jagten. Mit den weißen suchten sie die Angreifer, mit den roten schrien sie ihren pennenden ArtilleriekameratenSperrfeuer" zu, und mit den grünen phantasierten sie vonGasangriff". Das war immer so: der Infanterist war vorsichtig und wollte sich gleich gegen alles schützen (und doch gelang es ihm so wenig!).

Dieses ganze Trommelwerk wurde in Szene gesetzt, nur damit ungefähr fünfzig Mann sechzig Meter weit marschieren konnten. Nein, nicht Kilometer, sondern nur Bieter. Manche können wohl damit sechzig Kilometer und noch weiter mar­schieren, ja, ja. Und daß ich es nicht vergesse: zweihundert Kubikmeter Erdreich tyatte man vorher noch umgsschichtot, in­dem ME einen langen dunklen Gang unter den englischen Graben gewühlt, mit Pulver geladen und wieder zugepackt hatte. So hatte man durch die damit bewirkte Sprengung zu dem Trommel- und Feuerwerk noch ein Erdbeben gratis.

Nun ging alles gut. Die zwecks Feststellung des gegneri­schen Truppenteils angeforderte englische Uniform brachte inan

Eine hohe Ehrung Chamberlains.

London, 30. Novbr. (Wolff) DieDaily Grapchic" will wissen, das; der König dem Staatssekretär des Acußteeu Chamber­lain in Schätzung seiner erfolgreichen Bemühungen um den Frieden in Gegenwart der Vertreter der siebe« an den Locarno-. Verhandlungen beteiligten europäischen Nationen eine hebe Ehrung zuteil werden lassen wird. Welcher Art diese Ehrung sein werde, bleibe geheim. Der Charakter derselben werde aber eine Uederraschuiig für weite Kreise bilden.

London, 30. Novbr. (Wolff.) DieTimes" meldet aus Mara- kesch: Die Kälte ist sehr groß. Beinahe Merall sind die Wege zu den französischen Linien impassierbar und große Schwierig­keiten bestehen für die Versorgung ter Lager und Vorposten. Die Rifleute beabsichtigen die Offensive auf der ganzen Front wieder aufzunehmeu. Verschiedene PoMa sind bereits angegriffen worden.

Sie Krise

tzrr Heldischen GroßMndbeUes.

Von ft Schneider.

Wir haben schon in unseren redaktionellen Ausführungen zu der neuerdings von der Regierung beabsichtigten Stützung der Getreidepreise (im Abendblatt vom Samstag) diesen Artikel eines bekannten Sach­verständigen angekündigt. Der Artikel war vor der Be­kanntmachung der Absichten der Regierung geschrieben;! nun gewinnt er aber ganz besonders brennende Muali- iität. Red.

bei der Fahne zu halten.

Gewiß: auch der Bauer ist heute nicht auf Rosen gebeitet,. er befindet sich in der gleichen Not wie alle Berufsstände. Geldknappheit, Msatzschwierigkeiten, Steuerlasten, hohe Zinsen für Leihkapital, unbefriedigende Rente des Betriebes tt. s. w. machen Sorgen. Leider hat man eine Zeitlang auch dem Klein­bauern durch Gewährung von Dünger-, Saatgut-, Notstands-: und anderen Krediten das Wechsclunterschreiben zu sehr er­leichtert, und viele sind dadurch in Bedrängnis geraten. Aller jeder, der Einblick in unsere Wirtschaftsverhältnisse hat, muß bestätigen, daß der Kleinbauer wirtschaftlich viel gesünder dasteht als der ostclbische Großgrundbesitz, an dem sich heute ein g e s ch ich te lich es Schicksal zu vollzichen scheint. Ter Bauernstands hat im Laufe der Jahrhunderte schon öfter solche Notzeiten wie die heutige, durch Entbehrung, Fleiß und hartes Ringen Überstanden. Man braucht nur an die Jahre nach den Napoleonischen Kriegen zu erinnern. Der Bauernstand wirb sich auch durch die nächsten schweren Zeiten hindurchringen und auf seiner Scholle bleiben. Er verrichtet den größten Teil seiner Betriebs arbeiten selber, er braucht wenig fremde Arbeiter, das persönliche Interesse am Enderfolg seiner Arbeit macht alle geistigen Kräfte in ihm mobil, er unternimmt aber auch nicht mehr, als seine finanziellen Kräfte erlauben.

Guckt hinter dem PlakatBauer in, Not'

Pferdefuß irgendwo heraus? Man könnte ja auch sagen:! Landwirtschaft in Not! Wird der Bauer hier nicht als Aus­hängeschild von einer gewissen Jnteresftntengruppe miß­braucht, von Leuten, die es sich im gesellschaftlichen Verkehr verbitten würden, mitBauer" tituliert oder, mit Bauern auf eine Stufe gestellt zu werden? Es ist auffallend, wie, man geflissentlich in allen Resolutionen die Einheitsfront zwischen Bauer und Großgrundbesitzer hervorhebt! Be­günstigt durch die Zeiten der Zwangswirtschaft, war der große Fischzug, die Dauern in das große Netz des Reichslandbundei einzufangen, gelungen. Aber der Zusammenbruch so vieler Landbundgenossenschaften, die mißglückte Zollpolitik u. a. in. hat viele Bauern kopfscheu gemacht, und nun gilt es, die Masse

was Flügel hat, und tanzt mit Summen um die sommerliche Wand. Schivebefliegen, glasgeflügelte, stehen in flimmernde Sträuße eingestochen in her Luft. Goldgeringelte Wespen beißen sich vom Blattaltan herab. Bienen mit gelben Pollen- hosen minieren sich durch stäubende Kelche. Stahlblau, metall- grün flitzen die Feuerfliegen. Ein fuchsroter Falter züngelt, regungslos am Saft. Und mit kupfernem Leib nach oben, hängt"der smaragdene Käfer int Himmel des.Ueberflusses, der sich sonst Ivie ein Edelstein in Rosen bettet.

Henkersmahlzeit! Alle die Rüssel und Zungen und Lippen, die am zuckerträufelnden Lebensbaum zu schwelgen glauben, schlürfen im Hexengarten das Tollkraut des Todes. Fruchtstaub sollen sie tragen von Schoß zu Schoß. Nur eine warme Mittagstunde lang. . .

Vorbei. Sie merkten nicht, daß im Kültegrau des Raumes nur noch die kleine, runde Lichtoase ihrer goldenen Mauer blieb. Nun schließt sie Schatten ganz. Die Feuchte siebt. Schon fällt der Reif. Sie wollen sich die Nacht von den Augen putzen und können nicht.

Die Fügel um sich geschlagen, liegt buntes Volk am Morgen steif auf harter Erde.

Aber des Efeus schwarze Beeren schwellen.

Die Strohblumen.

Die Halmivimpcrn über den weißen Mauern sind wie aus Glas gesponnen.

In die Dornenkrone, die der goldene Kruzifixus am steinernen Wegkreuz trägt, schlingt bereistes Spinnweb Bogen von Perlenketten.

Ein Urwald von Eis überschnörkelt die blinden Fenster.

Auf bunter Tischdecke nun, allein im Zimmer, steht aus Strohblumen ein goldbrauner Strauß.

Wer sah ihn, als die Mohnfelder stammten und Veilchen­hügel blauten überall!

Doch auch- er hat geblüht; nicht minder als die anderen: nicht minder als sie zum Licht sich gewunden, sich im Welt­wind gewiegt, an die gaukelnden Falter des Tages sich ver- oeudet und Goldstaub der Ewigkeit über Gräber gesät.

Die Welt freilich sagt:Steife, stechende Disteln! Kein Herz!" Und verzeiht ihnen nicht, daß sie Glut und Tränen nicht in den Augen tragen wie die schmeichlerischen anderen, sondern ihr Herz verstecken hinter starrer Maske und sich einig gleich bleiben, jung oder alt, lebend oder tot.

Jetzt aber, wo die Schleier der Verwandlung auf feuchte Bäume sinken, selbst die ewigen Quellen gefrieren und die Sonne die Dämmerung der Sterblichkeit nicht mehr durch­dringt jetzt sangen die starren Blüten den Blinden zu leuchten an. ' Mitten auf den Tischen stehen sie, die unver- welklichen, dauernden, ewig sich gleichbleibenden. Die er­storben schienen in feuerbraunen Augen das Lächeln der Unsterblichkeit: Immortellen.

Sie sonstige wsaWngsIasl.

Unsere Pariser Privatmeldung im Abendblatt brachte eine Mitteilung von Havas. wonach die Reduktion der französisch/cn Besatzungsstärke von 94 000 auf 64 000 nur (/ine erste Etappe darstellen und die neue Ziffer dann noch einmal halbiert werden soll. In dieser Beziehung liegen ja offenbar glaubwürdige Zustcherungew vor. Aber die Bchatzungsbchörden selbst. scheinen davon noch nicht unterrichtet zu sein und stellen nun in verschiedenen Gc.ni- sonen Forderungen, die mit den Zusagen der verantwortlichen Staatsmänner unvereinbar sind. Wir geben die folgenden Berichte wieder, da man wissen soll, welche Beunruhi­gung sn den rheinischen Landen um sich greift. Aber wir verknüpfn mit der Wiedergabe die Erwartung, daß die maß­gebenden französischen Stellen selbst dafür sorgen werden, daß zu wM gehende Quartieranforderungen absolut reduziert und vorübergehende Belastungen rheinischer Städte möglichst schonungsvoll durchgeführt werden.

Düren.

RauMNgsbegim in Köln.

SsS Köln, 30. Novbr. (Priv.-Tel.) In Bestätigung der Mel­dung, daß das Ab rück en englischer Truppen bereits heute, also einen Tag früher als vorgesehen, beginnen soll, er­fahren wir, daß in der Tat englische Truppenteile h e u t e aus Köln ab gerückt sind. Stärke, Art und Bestimmungsott der abziehen­den Truppen wurden nicht mitgeteilt; es handelt sich aber offen­kundig um die kleine Abteilung von einem Offizier und 100 Mann, die nach einer Kölner Meldung desDaily Telegraph" heute von Köln abziehen sollte. Jedenfalls kann festgestellt werden, daß die Räumung nunmehr endgültig begonnen hat.

In der Auftaktversammlung des Reichsbandbundes ant 28. Oktober legte Reichsernährungsminister Gras Kanitz aus die leidenschaftlichen Agitationsreden der agrarischen Führer in sehr vernünftigen und mäßigenden Worten die Ursachen des Niederganges unserer Gesamtwirtschaft dar. Die Notlage der Landwirtschaft sei nur in diesem Nahmen zu 6c* trachten, sie sei keine innerdeutsche Angelegenheit, sondern sta beruhe aus der Erlahmung der europäischen Konsumkraft durch den Weltkrieg. Wir litten nicht unter einer Produktions-/ sondern unter einer Absatzkrise. Mit Krediten allein sei des­halb ter' Landwirtschaft auch nicht zu helfen. Es fehle noch das Verständnis dafür, was der Zusammenbruch einer Währung bedeuten würde. Die Reichsregireung könne nicht aus dem Nichts Geld schaffen, auch die Reichsbank nicht. Der Reichslandbund müsse dafür sorgen, daß aus dem RufBauer in Not" die einzig richtige Konsequenz gezogen werde:Auf das Leben des

Parlament hat eine relativ tote Zeit, und wenn und die Jndustrie-Schutzgesetze nicht wären, würde cs überhaupt an Vechandlungsgegenständen fehlen, die von . internationalem Interesse sind. Nur in der Stunde der kurzen .Anfragen- zwischen drei und vier Uhr am Nachmittag, zeigt sich zuweilen etwas wie ein politisches Feuerwerk. Die Herbst- session ist überdies für Aufräumungsarbeit bestimmt. Aber die Sterilität des Parlaments hat doch noch einen tieferen Grund. Die Innenpolitik Englands leidet noch immer an dem Uebel, an dem sie feit der politischen Umwälzung im Weltkrieg krank liegt. Die innerpolitischeBalance of Power" ist zerstört und ba§ Wachstum der jungen L-abour-Partei war nicht stark urtb überwältigend genug, um ein neues, modernes Gleich­gewicht an die Stelle der alten Zweiteilung zwischen Liberalen und Konservativen zu setzen.

konservative Regierung verfügt über eine große und schwer angreifbare Mehrheit. Ihre positiven Leistungen sind nicht imponierend, aber sie sitzt doch.' fest, denn die natürliche Alternative fehlt: das Volk, die Millionenmasse

Derselbe Zwiespalt geht durch die anderen Parteien. Die verschiedenen Parteitage haben die Labour-Partei nicht einheillicher gemacht. Die Position Macdonalds, der mit ge­kräftigten Nerven aus den Ferien kam, hat sich zweifellos fürs erste etwas verbessert, und der von Johnson Hicks und lauteren Diehards inszenierte Kommunistenprozeß bringt den Labour-Führem zwar Verlegenheit, aber nachdem sie sich entschlossen haben, die Kommunisten gegen diese Art der Verfolgung zu verteidigen, kann der Erfolg eigentlich nur sein, daß der Zwiespalt zwischen gemäßigten Sozialisten und den Radikalen in der Labonr-Partei für teil Augenblick etwas weniger deutlich wird. Vielleicht sind die Reaktionäre iranit ganz einverstanden, denn nun ist ja derBeweis" er­bracht, daß die Labonr-Partei doch im Banne der Kommu­nisten steht. Vielleicht wünscht man auf der äußeffien Rechten damit auch den Liberalen die Annäherung an Labour M erschweren.' Doch scheuen sich biete Liberale nicht, den Kom­munistenprozeß ebenso zu verurteilen, wie dies die Labom- Führer taten. Die Asquith-Richtung hält sich dabei aber, eben)» tote Lloyd George persönlich, in vorsichtiger Reserve. Wenn hinter der Kommunistenverfolgung überhaupt ein tieferes parteipolitisches Motiv steckt, so dürfte es dies sein: die 5ton- folidietung der Parteien der Linken zu einer einheitlichen Opposition soll erschwert werden.

Das führt zum interessantesten Problem der englftchen Innenpolitik. Diese Konsolidierung hat in der letzten Zeit keine sichtbaren Fortschritte gemacht, aber man kann -erraten, daß Lloyd George sich nicht dauernd mit einer im Parla­ment zwar sehr nützlichen, aber aus die Dauer für den großen Staats-Artisten ganz unbefriedigenden Rolle emes Zu­schauers begnügen will. Seit der Erhebung Aiqmths in tue Peerage und damit ins Oberhaus ist Lloyd George der Fiibrer der liberalen Partei im House of Commons. Also der Anführer der Zuschauer. Der Vertreter einer Partei, die im Augenblick wenig bedeutet. Lloyd George ist zur Zett ver­einsamt aber er hat sich zwei sehr wesentliche Dmge erhatten: einmal 'ein hohes Ansehen im Parlament, zweitens die Frei­heit, seine Position stärker nach links zu verschreben. Lloyd George ist nicht nur der bei wettern wirkungsvollste Redner geblieben, sondern fast in jedem Falle, Ivo er in große Debatten eingreift vollends auf außenpolitischem Gebiet versteht er den Dingen eine ganz neue Wendung zu geben. Er verleiht

Das schlug wie ein Blitz in die Spannung der Graben- befatzung, die zurückgeblieben war. Wie ein Lauffeuer ging es umher, und bald sah man die sonst so müden, lehmbeschmier- ten Infanteristen über das mit Toten besäte Niemandsland hinüber zu dem englischen Graben pirschen; frisch und eifrig wie aus dem Käfig entlassene Kaninchen .purzelten sie hinüber in das unheimliche Grauen des englischen Grabens, von Sprung zu Sprung, von Loch zu Loch. Jeden Augenblick konnte englische Unterstützung in den mißhandelten Graben einfluten.-. Dann wäre es um sie geschehen gewesen. Doch der englische Graben ließ sich ausplündern, bis plötzlich aufzuckende Hand­granatenkämpfe dazwischen sprangen . . . damr brach die Weißbrotnacht am La BassSe-Kanal an.

Und jetzt das andere, dasFest der Division".

Eine Wiese mit Bretterbühne, daran ein Erker war für den General. Kampfbahn für Schnelläufer, Geräte für Hoch- und Weitsprung und sandige Rechtecke als Landungsplätze für die Springer. Kleine Schützengräben mit geschaufelten Granat- trichtern, darin (in Wurfweite vorn Graben) Soldatenköpfe aus Pappe auf den Besuch kobolzender Handgranaten harr-, ten. Auch eine Bude war da mit Gelegenheit zum Wurf auf kleine schreckliche Puppm. Und dann das Wunderbarste, da-S es auf dem Platze gab: viele kleine Zeltbuden, ganz ver­hüllt, rätselhaft dem Fremden, doch bereits ohne Geheimnis für unsere Infanteristen.

Lange vor Festbeginn, der auf zehn Uhr. festgesetzt war# wurden diese Buden bereits umlagert. Mit den Händen in den Hosentaschen lungerte man umher, spähte mal durch die Zell- bahuritzen, rief Hu und Hallo hinein. Ganz wie einst taten sie, die Infanteristen, als sie, noch muntere Knaben, um dick Geheimnisse der Kirchweihe vor bereit Eröffnung strichen, um die verhüllte Schießbude mit ihren toten Blechdörfern, -wiesen und -figuren, um 'bat Rausch des noch gefesselten, winddurclft raunten Karussells, um das lüsterne Geheimnis desMeer-' weibL" oder derDame ohne Unterleib".

Aus den Buden roch cs bald ganz sündhaft, herzlich siinte hast, kaum zu ertragen. Wie fanac sollte das noch dauern! . . , Heilig zu sprechen der, der das auch nur einen Tag lang aus- hält!

Es war ein schöner Apriltag, ganz anders wie die ge-- wohnlichen Apriltag-e. Die. Sonne gefiel sich richtig selber und putzte die Wiese mit ihren Strahlentüchern von dem Schlamm . und Schmutz der Regentage frei wie eine peinliche Hausfrau, die Festgästen gefallen will. Bald wurde etwas gesprungen, i geschleudert, geworfen, gelaufen, mit Handgranaten den offen! Pappköpfen auf die farbige Haut gerückt. Die Wurfpuppen batten von Beginn an nichts zu lachen. Sie fanden'gar keine .. Zeit.Zhr^bäßstcken Ft uzen zu zagen, denn sie kamen Ms-tetu.

SLisseöm.

Von Leo Sternberg.

Die Ranken.

Wenn Glyzinien Re Fenster mit ihren Lilatotten,um= Mettern, amethystfarbene Vlütenttmtben von den Baltan , der Peroola schütten und in üppiger Mahne über Gartenmauern schäumen, tautn scheint alles aufgelöst tn Dust und die Er- Mung des Südens. Seidig sprudeln dte Blutenhangel aus temt' nackten Holz der verknäuelten Rankentaue und bauen überall Himmelsnester in das starre Geflecht der unbelaubten Erde. Und die schwarzblauen Hummeln versummen trtmken in honigsüßen Kelchen.

Aber wenn die Blüten ausgeblichen sind und dte Herr­schest des Laubes beginnt, schießen eines Tages Ranken mft sehnenden Hälsen aus dem Grün Möchtm Blute werden Md dehnen sich darnach in die Ferne! Doch ,e :mhr sie sich, hinausrecken, um so mehr entfernen sie sich von dem, was sich vergeudet und ausschüttet.

Nur suchender Trieb, peiffchen sie ewig im Wind, ms Lee« liebend, glücklich zuletzt, einen Ast-zu erangeln oder eine Bruderranke oder die eigene ©*». Nur au-- dem Abgrund d es Raumes! Nur Berührung nut geschosst sich em , Wesen! Wie Schlangen umwickeln sie, was sw ergreifen, und i halten es fest in verknotenden Spiralen, es harter und harter ! umklammernd, um es nie mehr zu lassen. - -, rn

Den armen aber, die nirgends cm Jrdffches^sMen, ta ! weit sie die zarten Schlingen der Sehnsucht auswarfen ver^ ttocknetc währenddessen ter Lebenssaft, ^nd wenn dw. ottvenen Schoten sich gebildet, bereit Sammetbett, schon künftige Blute wiegt, tappte die unnützen Schößlinge langst ter Wmd.

Di e Efeublüte.

Laübhaufen sammeln sich auf, den ^Kieswegen. In.die Baumkrone, die gelichtete, poltert em riesiger Schatten tn _ ter erste Rabe krächzt erschreckend zwischenden Hausern Auch .die weinblauen Blätter der alten Gartenrebe tragen die^oten-

! stecken ter Natur.

Nur eine Insel grünen Lebens blieb. Wooktoberttche jt Mittagsonne auf dicke, dunkle Eppichmauer senk - % kümmert um die ausgebleichten Baumgespenster Esis, ' gelben, taumelt Frühlingsrausch. Goldstaubende Kugem später Efeublüte sind ausgestrahlt und decken für ieltsarm | Gälte beit Nektartisch. Mit Düftefackeln und MwachM t Blätterspiegeln funkt Lockung in die entvölkerte -Ust. Ach, und es strömt herbei von fern und nah!

* Wo kam es her, was längst gestorben war? Regnen G-- V bürten aus Wolken herab? Haben Schatten der Unterwttt da- Blut der Erneuerung getrunken? Begierig schwärmt herbei,.

Jnnerpolitisch aber hat Lloyd George eines vermieten: «r hat der. Versuchung widerstanden, ins Lager der Rechten ab­zuwandern. Er ist zweiundsechzig Jahre, sein Haar ist weiß, aber er scheint das Gefühl zu haben, nicht in Eile zu sein.

Der erste Schritt war die Unterordnung unter Asquith, der zweite war die Uebernahme der Führung der Partei, der dritte war seine neue Land-Kampagne. Das war eine Kraftprobe, eine Herausforderung an die Whig-Tradition in der liberalen Partei: ein scharfes Bekenntnis zu einer radi­kalen, gegen die großen Grundherren gerichteten, volkstüm­lichen Agrarpolitik. Die Liberalen gerieten dadurch zum großen Teil in ernste Verlegenheit. Es ist Rückkehr zur Vorkriegs­zeit, zur Jugend, Rückkehr zu der Politik, die Lloyd George zum Schrecken vieler Liberaler zu verwirklichen sich an­schickte, als der Weltkrieg ausbrach, der Lloyd George in andere Bahnen lenkte. Die Einzelheiten des neuen Landprogramms sind nicht entfernt so wichtig wie sein innerpolitischer Sinn. Lloyd George und seine Freunde entfalten seit einigen Monaten eine gewaltige Propaganda, die große Summen ver­schlingt: Liberal Land Police I Das Grundrecht des eng­lischen Volkes! Ende des Grundherrentums! Das Wesentliche daran ist zunächst die Tendenz: Propaganda, und zwar im Sinn« der Politik der Linken. Die liberalen Geister scheiden sich an dieser Frage. Lloyd George hat dabei eine starke Stellung: seine Politik ist zeitgemäß, und Lloyd t t u,u_, ^V,U|.UJ. ___

George ist der Verwalter eines reichdotterten politischen enzahl.welche in Fried enszeit en dort lag,

Fonds, den er aus bet Zeit der Koalition gerettet und den ..... - - ~ "-------

er bisher der liberalen Partei nicht zur Verfügung gestellt hat. Die Liberalen sind im Begriff, sich einen neuen politischen. Dispositionsfonds anzusammeln, aber die Gelder, die Lloyd.

George in seiner Obhut hat, wären für die Partei eine sehri angenehme Zugabe. Lloyd George erklärt jedoch, dieseL. Kapital sei ihm persönlich ziw. Durchführung einer bestimmt# Politik gegeben worden. Solange die liberale Partei die neide Landpolitik nicht in ihr offizielles Programm aufnehme, wtede er seine Hand fest auf. seiner Kasse halten. Manche empfinden das als gelinde Erpressung, aber Lloyd George ist der Stärkere bei diesem Konflikt. Der Ausgang ist stoch unentschieden, und es ist durchaus möglich, daß es bei diesem Anlaß m it.be r Zeit zu dem Bruch zwischen den beiden nur oberflächlich miteinander ausgesöhnten liberalen Flügeln kommen wird. , ;

Umgekehrt findet die Landpolitik Lloyd Georges in einZ flußreichen Kreisen der Labour-Pattei starke Beachtung. Ja; es wurden neuerdings gewisse Fühler ausgestrem, unS Macdonald äußerte sich in öffentlicher Rete kürzlich weniges schroff und abweisend als in früheren'Fällen, währendDaily Chronicle", das Blatt, das Lloyd George näheffteht, das Be­streben zeigt, Hindernisse einer späteren Annäherung ams dem Weg zu räumen. Aehnliche Versuche haben schon ftüher statt- gesunden, ohne daß dabei etwas herausgekommen wäre, und es wird gut fein, diese ganzen Vorgänge zunächst nicht allzu hoch einzuschätzen. Sie sind nur kennzeichnend für das, was im Grunde nottäte. Es geht das Gerücht um, daß sich gewisse Leute von Einfluß um ein Bündnis zwischen einest Gruppe von Liberalen und von Labour bemühen. Davon käsn schwer­lich die Rede fein; denn Macdonald würde sich selbst und seine ganze bisherige Politik preisgeben, wenn er sich auf der­artiges einließe. Seine Meinung war immer:Hier ist unsere Labonr-Partei, loer ihr fieitreten will, mag kommen." Davon wird er nicht abachen. Dagegen wird man abwarten müssen, 'ob nicht in gewissen grundlegenden Fragen, wie ge­rade bezüglich der Landsvage, die Politik der Labour-Liberals und die Politik der Gruppe um Lloyd George praktisch immer mehr auf die gleiche Linie gedrängt werden, so daß sich die Lösung in. späterer Zeit von selbst ergibt. Wahrscheinlich wird das englische Voll vor zwei oder drei oder gar vier Jahren kein neues Unterhaus zu wählen haben, es fet denn, daß Mk, Baldwin wieder über ein Problem abstimmen läßt, das eigentlich nicht vorhanden ist. So bleibt Zeit für

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