Nummer ITO Seite 2

Freitag, 5. März 192«

Erstes Morgenblatt der frankfurter Zeitung

1913

1926

1926

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4.1

046

Die Sabotage des Volksbegehrens.

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fchusses verlesen werden?

Million. JMt

-f- 94.1

+ 13.0

So wertvoll die vom Reichsfinanzministerium hergestellte Uebersicht auch ist und so sehr sie geeignet erscheint, mancherlei irrige Vorstellungen zu berichten, so bleibt doch die Tatsache, daß die Steuerlast in Reich, Ländern und Ge­meinden nicht nur aus unsere Wirtschaft, sondern auf unser ganzes Leben außerordentlich schwer drückt unerschüttcrt, um so starker auch die Pflicht, mit allen Mitteln ihre Erleichterung zu^erstreben. Es wäre erwünscht und für die weiteren Dis­kussionen und Auseinandersetzungen ungemein klärend, wenn m ähnlicher Weise, wie es hier vom Reiche geschehen ist, auch Lander und Gemeinden ihre Haushaltsführung durch Gegenüberstellung mit dem letzten Friedensjahr deutlich machen j wollten. Für die Gemeinden mußte das nach einem einheit- lichen, vielleicht vom Deutschen Städtetag aufzustellenden Schema geschehen, da bei der heutigen stark divergierenden Etat­gestaltung brauchbare Ergebnisse sonst nicht zu erzielen wären.

Die Handhabung des Volksbegehrens in Berlin.

±. Berlin, 4. März. (Priv.-Tel.) Heute mittag um 1 Uhr sind in Groß-Berlin die Lokale geöffnet worden, in denen die Ei n - zeichn un gsli st en zum Volksbegehren ausliegen. Natürlich war die Beteiligung in den ersten Stunden noch gering. - Die Stadt Berlin hat insgesamt 306 Lokale, in denen die Ein­tragungen für Groß-Berlin erfolgen, zur Verfügung gestellt. Die eingetragenen Stimmen werden allabendlich nach Beendigung der Eintragungen gezählt und die fcstgcstellte Zahl im Hauptwahlamt bekanutgcgebcu werden, wo die Gesamtfessstcllung erfolgt. In den sechs Berliner Jnnenbezirken sind zusmnmen 169 Ein- tragnngslokale^ zur Verfügung gestellt worden. Besonderer Schutz der Eintragungslokale ist im Gegensatz zu den bisherigen Wahlen nicht vorgesehen, jedoch sind die Beamten angewiesen worden, sich in Störungsfällcn an die zuständigen Reviere zu wenden.

Ter Mehraufwand gegenüber 1913 beträgt 1236.9 Millionen. Berücksichtigt man den Teuerungsfaktor und setzt ihn mit Vion Ä. 10 ^mäßigt sich der Verwaltungsmehraufwand aus 880 Millioen. Und auch dann zeigt sich, daß der Mehr­aufwand gegenüber der Vorkriegszeit in der Hauptsache durch die Folgen des Kriegs und den wirtschaftlichen Niedergang verursacht ist. Von den Etatsummen der reinen Verwaltung erfordern:

Reine Verwaltungskostcn:

Der Ausschuß erklärt dazu, er werde darauf drängen, daß gegen alle Amtspersonen, die dem Gesetz zuwidergehandelt haben, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolge. Es kommen in Betracht: Verbrechen und Vergehen in Be­ziehung auf die Ausübung staatsbürgerlicher Rechte (§§ 105 bis 109 StrGB.), Aufforderung zum Ungehorsam gegen das Gesetz (§ 110 StrGB.) und Amtsmißbrauch (§ 339 StrGB.).

Beachtet man die Mindereingänge in vorstehender Ueber­sicht, so erklärt sich die stärkere Beanspruchung der Steuerki ohne weiteres. Endlich bleibt zu beachten, daß das Etatsjahr 1913 mit einem auf 1914 zu übertragenden Fehlbetrag von, . - - --------ö ...

272.8 Millionen schloß, während der Voranschlag 1926 ohnemcm Rundschreiben den Gemeindevorstehern generell den Rat Fehlbetrag abschließt. Rechnet man von den oben verzeichneten gegeben, die Zeichnungslisten in den Papierkorb zu befördern. Einnahmen die bei den einzelnen Verwaltungszweigen an- "

fallenden eigenen Einnahmen ab, so ergibt sich der reine Z u ° > ch u ß b e d a r f, der für 1926 insgesamt 4200.8 Millionen betragt gegen 2214.7 Millionen 1913.

1 Ordentliche.

1 Besitz, und Ver» kebrssleuern

2. Verbrauchst!, und Abgaben ........

3. Zölle............

4. (Gebühren :c- ....

5. Malrikutarbeitr...

6. Andere Beiträge..

7. Sonst. Verwalt.» Einnahmen

8. Ueberschüsse u. Be­stände ............

9. Bekriebsübersch...

10. aus Beteilig, ec...

insgesamt....

II. Augerordentl.

1. aus Anleihen ....

2- sonst a.-o.Einnahm.

, insgesamt.... Gesamt­einnahmen ..

wehr zu verlieren und wird vorwärtsgetrieben. Das andere hat eine Welt zu bewahren und will beharren.

Es ist eine müßige und leicht zu beantwortende Frage, welche der beiden Einstellungen demFortschritt" und der Zivilisation "günstiger ist. Natürlich die westliche: aber han­delt es sich denn darum, den Menschen auf ein bestimmtes Ziel hinzuführen?Also", werden Skeptiker einwerfen,soll das Abendland etwa der Trägheit, oder sagen wir: der passiven Unveränderlichkeit des Ostens und einem ewig primitiven Da­sein verfallen?"

Nein", lautet die Antwort,es soll nicht. Ziel und Ende bleiben ewig ungeschrieben. Es ist nur eure Krankheit, die solche Fragen stellt."

Ter Vertreter der Reichsbahn beantragte sofort nach Eröff­nung der Verhandlung die Aussetzung des Verfahrens mit dem Hinweis, daß von der Beklagten das Reichsbahngericht in dieser ' Streitfrage als die allein zuständige Instanz ai,gerufen worden sei und daß dieses voraussichtlich Ende März über diese Sache verhandeln werde. Ter Antrag der Reichsbahn beim Reichsbahn- gericht gehe dahin, festzustellen, daß die Verbindlichkeitserklärung von Schiedssprüchen, die die Arbeitsverhältnisse bei der Reichs- I bahn betreffen, nicht zulässig sei, weil sie einen Eingriff in die inneren Verhältnisse des Unternehmens darstellten. Im übrigen habe die Reichsbahnverwaltung an der Klärung dieser Frage selbst das größte Interesse. Ter Vertreter der Reichsbahn bat lernet zu erwägen, ob das Gericht nicht von sich aus den von den Klägern beschrittenen Rechtsweg für unzulässig er­klären müsse, weil es sich hier lediglich um die Klärung der recht­lichen Frage handele.

Namens des Allgemeinen Eisenbahnerverbandes widersprach Rechtsanwalt Roth dem Anträge und verlangte die Herbeifüh­rung einer Entscheidung und zwar schon aus dem Grunde, weil der ordentliche Richter jederzeit dem Sonderrich'.er vorgehe'. Die Eisenbahnverbände hätten keineswegs leichtfertig den Klag-Weg btschrrtten. . Hätte sich die Reichsbahn mehr auf ihre sozialen Pflichten besonnen, dann wäre d-r ganze Prozeß unnö.ig gewesen, der keineswegs dem Renomrnö der Reichsbahn dienet Auf die' | weiteren Darlegungen des Rechtsanwalts Barthmann übet die rechtliche Beurteilung der ganzen Schlichtungsverhandlungen und über die zu bestreitende Kompetenz des Reichsarbeitsministers in dieser Frage erwiderte Rechtsanwalt Roth, daß der Standvnnkt der Reichsbahn an Stelle des sicheren Rcchtsbodens künftighin den reinen Machtkampf schaffe. Die Feststellung, daß gerade die Reichsbahn von allem, was den Schutz der Arbeiterschaft betreffe, keineswegs ausgeschlossen sei, sei nicht nur für die Verbände', fondern auch für die Reichsregierung von größtem Interesse. Das Verhalten. der Reichsbahn sei im Reichstag rechts und links mit feltener Einmütigkeit verurteilt worden.

Der Vertreter der Beklagten wies dann zum Schluß noch auf die Gefahr hin, daß der fremde Eisenbahnkommiffar, wenn der Klage stattgegeben würde, zweifellos eingreife und dann eine andere Regelung herbeiführen werde.

Ob das Gericht heute noch eine Entscheidung in irgend einem Sinne fällen wird, steht noch nicht fest.

Rcichsminister Dr. Marx

beantwortete die Interpellationen in Vertretung des erkrankten ReichIernährungsministers. Er führte aus, der Regierung sei be- kann:, daß de: Winzerstand sich seit drei Jahren in der furcht­barsten Notlage befinde. Die Negierung habe schon bisher mit größter Aufmerksamkeit diese Notlage beachtet und im vergangenen Jahre

30 Millionen für Personalkredite

an die Winzer zur Verfügung gestellt. Im letzten Monat seien weitere 12 Millionen bewilligt worden, die schleunigst an die Winzer verteil! werden sollten. Die Ausschreitungen in 58 e t ii f a ft e I werden zwar von der Regierung bedauert und mißbilligt, aber diese Ausschreitungen werden an der Hilfsbereit­schaft für den Winzerstand nichts ändern, dessen Erhaltung für die deutsche Wirtschaft anerkannt ist. Der Bevölkerung muß jedoch klar gemacht werden, daß solche Ausschreitungen das allergefähr­lichste Mittel zur Behebung sind. Wo Mißgriffe vorgekommen sind, wird die Regierung für Abhilfe sorgen. Ueber das Ergebnis der eingeleiteten Untersuchung wird dem Ausschuß berichtet werden. Die Regierung wird alles tun, um der Not des Weinbaus abzuhelsen.

Abg. Hörnte (K.) weist auf die große Zahl von Beschlag­nahmen und Zwangsversteigerungen hin, die am Rhein und an der Mosel auf Veranlassung der Finanzämter vor­genommen worden sind. Die Regierungserklärung sei belanglos und könne die Winzer nicht beruhigen. Der Redner verlangt die Aufhebung der Weinsteuer, Erlaß der gestundeten und Rück­erstattung der aus Nolverkäufen gezahlten Steuern, zinslose Kredite, Aushebung der Wein- und Zuckeffteuer und Freilassung der an den Unruhen Beteiligten.

Abg. Dietrich-Baden (D.) betont, die Sage der Winzer sei geradezu verzweifelt. Mit Notstandsbeihilfen wie bisher werde man eine endgültige Gesundung nicht herbeiführen können Durch Abbau der Wein st euer und Steuererlaß müsse dem Wein­bau das Weiterbestehen ermöglicht werden. Auf die Dauer werde ich freilich nicht in allen Gebieten der Weinbau in dem bis­herigen Umfang aufrechterhalten lassen. Die Reichsregierung sollte in Zusammenarbeit mit den Ländern da, wo eine U m - ftellung des Weinbaues auf rentablere und aussichts­reichere landwirtschaftliche Kulturen möglich ist, eine solche Um­stellung dadurch herbeiführen, baß sie an Hand eines bestimmten Programms den sich umstellendeii Weinbauern auf längere Jahre Zuschüsse zur Umstellung gibt.

(Die Sitzung dauert fort.)

Der Rcichsousschuß für Fürstenenteignung teilt eine An­zahl Briefe von Gemeinde- und Gutsvor­stehern mit, welche die Annahme der ihnen zugesandten Ein­tragslisten ab gelehnt haben, zum Teil mit grob be­schimpfenden und unflätigen Redewendungen. Der Verband preußischer Landgemeinden, Kreisabteilung Zeitz, hat sogar in

Gin Blick auf die Tabelle bestätigt das oben Gesagte Die Steigerung der Kosten der Zoll- und Steuerverwaltung erklärt sich aus dem Uebergang dieser Verwaltungen auf das Reich btc der Aufwendungen der Reichsschuldenverwaltung vor allem aus Ablösung der Markanleihen mit 194.5 Millionen Mark Me die Mehrausgaben zu 1 bis 10 in der Tabelle, die teils als Folge des Kriegs, teils als Folge neuer Ausgabenver- teuung zwischen Reich und Ländern anzusehen sind, betragen insgesamt 1164.9 Millionen; sie decken sich nahezu mit den Minderausgaben bei Heer und Marine.

Entsprechend der Steigerung der Ausgaben hat auch die Gestaltung der Reichseinanhmen eine grundlegende Neuord- ordnung erfahren. Die Gesamteinnahmen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamteinnahmen:

Haushalksausschuß.

ch. Berlin, 4. März. (Priv.-Tel.) Der Haushaltsausschuß des Reichstags setzt« heute die Beratung des Etats des M i n i - sie ri ums des Innern fort. Bei den Elmkapiteln, die das Gesundheitswesen betreffen, erklärte auf eine Anfrage ein Regie­rungsvertreter, daß eine reichsgesetzliche Regelung des Hebammen­wesens zwar angestrebt werde, aber noch nicht erreicht sei. Vor­läufig müßten noch Verhandlungen mit den Ländern geführt werde».

Eine längere Geschäftsordnungsdebaite entwickelte sich bann über die Frage des G e m e i d e b e st i m m u n g s r « ch t s Di« Abgeordnete» Sollman» (S.) und Stöcker (K.) verlangte» daß endlich einmal diese Frage ohne Rüchicht auf das Alkoholkapital angefaßt werde. Minister des Inner» Dr. K ü l z erwiderte, das Gesetz fei i» Arbeit, es werd« im Wirtschaftsministerium vorbe­reiste. Wer es mit ter Frage ernst meine, müsse für eine gründliche Besprechung in einer besonders dafür anberaumten Sitzung ein­treten. B

Ein Antrag auf Erhöhung des Fonds zur Bekämpfung des A l k o h o l i s m u s aus 5 Millionen Mark wurde abge­lehnt. Die übrigen Anträge und Resolutionen zur Alkoholfrage solle» in einer besonderen Sitzung des Ausschusses am Ende der Etatberatung über das Ministerium des Inner» beraten werden

Heute abend wird der Haushaltsausschuß wiederum eine Nachtsitzung abhalte».

Der Antrag des Staatsanwalts im Prozeß Lreil.

Die Klage gegen die Reichsbahn.

(Privattelegramm derFranksurter Zeitung".)

Berlin, 4. März. Der Streit um den Schiedsspruch, dessen Vcrbindlichkeitserklärung durch den Reichsarbeits­minister die Reichsbahnverwaltung nicht anerkennt, hat, wie erinnerlich, dazu geführt, daß die ant Tarifvertrag beteiligten Eisenbahnerorganisationen den K l a g e w e g gegen die Reichsbahn beschritten haben. Diese Zivilklage bcjchästigte heute vormittag zum ersten Male die 8. Zivilkammer des Landgerichts I Als Kläger trat im Namen der übrigen Ver­bände der Allgemeine E i s e n b a h n e r v c r b a n d, vertreten durch Rechtsanwalt Roth, auf, während die beklagte Reichsbahn durch Rechtsanwalt Barthmann vertreten wurde. Tie Klage geht bekanntlich auf die Feststellung hinaus, daß der für verbindlich erklärte Schiedsspruch rechts­gültig und von der Reichsbahn durchzuführen sei.

I argen 1 Million MJt

Die deutsch-polnischen Liquidationsverhandlungen.

ch Berlin, 3. März. (Priv.-Tel.) In Berlin ist, wie der Ost- erpreß meldet, die polnische Delegation unter Führung des Hauptoevollmachtigten Dr. Prondzynski gestern wieder eingetroffen. Die Besprechungen gelte» zunächst nur der Wieoer- aufuahme der seit November schwebenden Liquidationsverhand­lungen. Auf der letzten deutsch-polnischen Konferenz in Warschau wurde veretiibart, daß die Pole» ihre frühere» ungenügenbcii Bor- eillc$ Verzichts auf die Liquidation reichLdeut- scher 'Vermögenswerte durch weitere in Berlin abzugebende A«t- teilungen ergänzen würde». Ein entsprechender polnischer Schritt durfte schon um den 20. Februar erwartet werden. Wenn er it.in= mehr erst unmittelbar vor dem Zusammentritt des Völkerbundes 'm Zusammenhang mit der zögernden polnischen Taktik in dieser Frage anzunehmen, daß die Polen angesichts des sehr unsicheren Ausgangs dem Völkerbund wenigstens die Wieoe>-- aufnahme der Vechandlunge» zu präsentieren wünschen. Da die beiderseitigen Dotierungen hinsichtlich des Zolltarifs »och nicht durchgeprüst sind, so kann, wie schon mitgeteilt, mit der Wie- deraufilahme der Handelsvertragsverhandlungen erst in der zweiten Marzhalfte gerechnet werden.

Verein zur Abwehr des Antisemitismus.

tualismus ziirückstehen mußte». Imponiert aber hat, wie Her­man» S ch c r ch e ii diese verschiedenartig moderne Kunst mit dem Winterthurer Stadt orchester, das er in wenigen Jahren zu einem ausgezeichneten Klangkörper diszipliniert hat, wiedergab.

Unter de» wenigen Novitäten der von Dr. Volkmar A u d r e a e geleiteten Sinfoniekonzerle ist in erster Linie die Uraufführung der vierten Sinfonie des Beuiers Fritz Brun zu nennen. Ei» ge­wichtiges Werk, namentlich in seinem weitausgespoiinenen ersten, etwas lwucknerischen Adagiosatz und in dem wildbewegten Scherzo (mit.zwei ruhigen Trios). Aus innerstem Erleben strömt diese Musik, gedankenvoll und warm empfunden. Formal mag Brun nicht alles gelungen sein: in der symphonische» Durchdringung weift er sich wieder als Meister aus. Durch unser großes Orchester tarn auch KaminskisConcerto grosse" zu prachtvoller Wie- dergabe, und wieder empfand man unmittelbar die ursprüngliche Musikalität des Werkes, auch wenn man gegenüber der Form ge­wisse Vorbehalte machen mußte. Kaminskis fis moU-Streichquin- tett, beinahe zehn Jahre früher geschrieben, zeigt denselben feinen Musiker und seine Herkunft von Brahms. Ein zweites zeitgenös­sisches Werk, das unsere rührigen Kammermusiker ausgezeichnet darboten: Ernst Tochs Streichquartett über den NamenBaß" erfreute durch die geiswolle Struktur und de» »»prätensiösen aber amüsanten Gedankengang. Prächtig spielte Emanuel Feuer- m a n n nut dem trefflichen Pianisten Walter Frey neben So- naten von Reger und Brahms di« Cello-Sonate von Honegger Das Wiener Streichquartett glänzte mit dem Vortrag des tiefgründige» ^.choenbergscheu d moll-WerkeS; da wuchs der Vortrag weit über die Wiedergabe von Kreneks op. 20 und Mil- hauds sechstem Streichquartett hinaus.

Unter Chorgabeu staub obenan die Aufführung von Hermann Suters^Le laudi" durch den Gemischten Chor Andreae gefmlwte das Werk ganz prachtvoll, es hinterließ auch bei uns über alle Bedenke» huiweg wieder tiefen Eindruck. Als vorbild- Ilches Gesangsensemble erwies sich mit der Wiedergabe der fechzehustimmigeuHymne" von Richard Strauß der Häuser- m a » » s ch e P r i v a t ch o r unter Herrmann Dubs Der von R..F. Deuzler geleitete Lehrergesangverein verhalf demWeih­nachtsoratorium" von Ernst Kunz, einem außergewöhnlich ernst» basten Schweizer Musiker, zu eindrucksvoller Erstaufführung. Das

Werkes liegt im Idyllischen.

Die französischen Meisterpianisten Risler, Cortot und der junge, als Mozartspieler unvergleichliche C a s a d e s u s , der an Liszt aber auch eine erstaunlich impulsive Virtuosität entwickelte, offenbarten vielfältig vollendete Klavierkuiist. Mit der Konzertaufführung von Othmar S ch o c ck s Musik zu Goethe? L-uigspielErwin und Elmire" erhielt eines der Sinfoniekon-erte prachtvolle Geschlossenheit durch das in seinem innern wie äußern Auw«» sich steigernde, fein abgerundete Werk, das des Bühnen- rahmens leicht entraten kann und eine UebcrfüITc romantisch empfundener Musik wahrhaft beglückender Art in sich schließt.

er.

1. Zivilveriorgung Unlerstübungsfonds

3. Polijei

4. Softalveriicherung

5. KrtoerbSIofennirioige ....

6. S3obnunoSfürforge

7. WobliabrlLpsleae ........

8. Sckutdenverwallung......

9. Zoll- u. Sleucrverwallung

10. Vettebrswescn............

11. sonstiges ................

zusammen

Akg. Kirsch (S.) betont, bei der Revolte in Berukastel habe es sich nicht um Separatisten gehandelt, sondern gerade um bereit Feinde. Es müsse aber die' Gefahr beachtet werden, daß der Separatismus sich vielleicht einmal die wachsende Not der Winzer für feine Ziele zunutze mache. Das jetzt vom Zentrum be­kundete Verständnis für die Beweggründe von Revolten werde hoffentlich auch auhalten, wenn es sich um Verzweiflungstaten der großstädtischen Bevölkerung handle. Die Wut der Winzer gegen die Finanzämter fei begreiflich. Einem Winzer wurde wegen rückständiger Steuern ein Fuder Wein beschlagnahmt, das in der Zwangsversteigerung zu einem Spottpreise verschleudert wurde. Die Not der Winzer hänge weniger mit dem spanischen Handelsvertrag zusammen als mit der allgemeinen Wirt- schaf t s n ot und der gesunkenen Kauflrast. Ihre Hebung sei die beste Hilfe für die Winzer.

Abg. Becker (D. Vpt.) erwidert dem Vorredner, daß man mit der Hilfe für die Winzer nicht warten könne, big die allgemeine Wirtschaftslage gehoben sei. Gerade an bet Mosel sei schnelle Hilfe nötig, weil bort der Weinbau für die meisten der einzige Erwerb sei. Wenn die Interpellation über die Notlage der Winzer schon früher von der Regierung befriedigend beantwortet worden wäre, so wäre es vielleicht nicht zu den bedauerlichen Aus­schreitungen in Bernkastel gekommen. Zn der allgemeinen Wirt- schastsnot sei für den Weinbau noch der Rückgang der Ausfuhr durch die Trockenlegung großer Länder gekommen, außerdem die viel zu hohe Weinsteuer. Andererseits habe sich die Einfuhr ausländischer Weine nach Deutschland bedenklich gesteigert. Die Handelsverträge müßten so gestaltet werden, daß der deutsche Weinbau dem Ausland gegenüber konkurrenzfähig sei. Der Reichs­tagsbeschluß, wonach ein Teil des Weinsteuerertrags den notleiden­den Winzern überwiesen werde» soll, war nicht so auszulegen, daß nur Kredite gegeben werden sollten, wie es jetzt geschieht. Ein schneller Abbau der Weinsteuer ist notwendig. Die Länder müßten viel für die Winzer tun. Der Redner bedauert, daß kein Ländervertreter den Verhandlungen beiwohnt.

Die Aussagepflichk im Untersuchungsausschuß

# Berlin, 4. März. (Priv.-Tel.) Der iif j

ausschuß des Landtages für die F e m e in n A V r1 "L 3 * achten darüber aiigesordert, ob und wie die fIn. hin­

gegen widerspenstige Zeuge» ein Z « u g^n^s^w

fahren einleiten können Wie mir a n ö e r =

d°s vom Preußischen Jnnenministettu»? Unb' Jsti-minis^^^"' metnfam ausgearbeitet worden ist, gestern hem Ae=

gegangen und wird morgen in bar Ä'ÄÄÄW* zu-

Züricher Alusikbrief.

> ?/rdisOthello" mit Denzler am Dirigentenpult und Falstaff zur Feier der sünfundzwanzigjährigen hiesigen Wirk­samkeit Max Conrads als Theaterkapellmeister ragten aus den Repertoire-Aufführungen des Züricher Stadttheaters hervor Eine gedankenlose TanzpantomimeDer weiße Tänzer" unseres Ballettmeisters Godlewski (Musik vou Jose Berr) beeinträchtigte die Aufnahme von Bola Bartoks TauzspielDer holz- gefchnitzte Prinz", dessen Musik eine Fülle an Tauzcharak- tcren aufweist, für den bescheidenen Gedanken des Märchens aber d?ch Wohl als zu ausgespoiineil empfunden wird, zumindest, wenn nicht raffinierte Ausgestaltung des mimischen und choreographischen Teils dem Spiel aufzuhelfen weiß. Mit diesen zwei Stücken ver- Ichwand leider auch P u c c i n i § entzückender EinakterGianni ch recht, der vou Conrad mit Temperament und Snrrfglt eu.t worden war. Nun steht uns als Gegengewicht Glucks Atteste bevor.

~ JPn. Propagierung neue r M nsik blieb Alexander ^chalchets Kammerorchester seiner Tradition getreu; die Aus- E, die es mit Vittorio Rietis Konzert für Bläser und Kammerorchester, ®corg, Iokls Siufouiesatz, Paul K l e tz k i s Lunfonietta und deuFünf Sonetten der Louize Labe" von Erwin fnnn, außer etwa zwei der Lendvaischeii Ge-

fe.| Sgfn* ausgezeichnet sang, nur wenig

Ausbuite. Auch ein zweites Konzert der Sektion Schwei, der tmi^bin/rr Gesellschaft für neue Musik" blieb an Bedeu- tinec eak Strawuiskij veranstalteten zurück. Mahlers

OrcheMtück°EImnt Arthu?Hon kg'gcfs

-rchesteMcke op. 16 Schoenbergs in ihrem überbetonten Jntellek-

Berlin, 3. März (Nriv -<i-r i , mann§ ist von der belgischeii Äeaier", StuSlkferu,,S Holz- doch dürsten biE 6 e I a i fV» kClne Entscheidung ge-

gebenben Schwierigkeiten »on 6 ot en tvegen der sich er-

Holzmann nur aus SÄeiIXIlt^un8 absehen und Regierung Sowjetrußlands ib^rt-u '^gebiet ausweisen, falls die r°n stellen sollte? ®ei einer SS ni^. ei" Auslieftrungsbegeh- felbft das Land wählen in durste sich Holzmann dann

J 'in demer^semerhin aufzuhalten wünscht, schloß, eine auM'ndifch?"»nt> ^^d.-Tel.) Der Bürgerausschuß be- ^-illiunen Matt aufzunebwennt,iinbitoc Anleihe von je zehn nach Abschluß der Anleib^N- l r Unternehmungen, mit denen erst eitle Verhandlungen begonnen werden sollen.

Stundung von Vorauszahlungen auf Vermögenssteuer

Zur Vermeidung von unbilligen Härten wird in einem Erlaß des Reichsfinanzministers bestimmt, daß bei den auf Grund der Meilen Steuernotverordnung zur Vermögenstcuer 1924 veran­lagten Personen von der Einziehung der Vorauszahlungen bis zur Durchführung der Vermögensteuerveranlagung für 1925 ab - ) ase h en ist, wenn mit Sicherheit angenommen werden kann, daß der Pflichtige bei der Veranlagung für 1925 gemäß § 8 Abs. 2 des BstG. v er mög e nft eu erst e i fein wird.

Sür Aufwertung privatwirtschaftlicher Alterspensionen.

ch- Berlin, 4. März. (Priv.-Tel-X Die demokratische Reichstagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, in dem di« Reichsregierung ersucht wird, mH den Werken, die eigene P eu s i o n s ka s s e n vor der Inflation gehabt haben, in Verhandlungen einzutreten, damit die A l t r e n t n e r dieser Sassen eine Aufwertung ihrer Bezüge erhalte», die den früher geleisteten Beträgen entspricht, und demnächst in einer Denkschrift das Ergebnis dieser Versuche mitzuteilen.

Entstellungen.

Berlin» 4. März. (Priv.-Tel.) Nach dem Muster der deutsch- nationalen Blätter warnt heute auch dieTägliche 9t u n b = sch a u" ihren Leserkreis, das Volksbegehren mitzumachen. In dem Aufruf begegnet man dem simplen Wortspiel, es handle sich nicht um ein Begehren des deutschen Volkes, sondern um eine Forderung der Kommunisten und Sozialdemokraten. Es handle sich um einen Versuch, Recht und Gesetz beiseite zu schieben und der brutalen Gewalt de» Weg frei zu machen. Wir möchten die Tägliche Rundschau" c:t die Entschädigung der Jn- flationsopser er:u :rn und sie fragen, ob sie bereit geringe Abfindung für Recht ui: Gesetz hält. Das Blatt erklärt weiter, wenn dieser Versuch gelinge, so fei ein Ende der entschädigungs- lofen Enteignung nicht abzusehen, und was heute den Fürsten geschehe, das könnte morgen den Banken und übermorgen der Industrie geschehen. Das ist reinste Demagogie, denn wir möchten annehmen, daß dieTägliche Rundschau" das selber nicht glaubt, was sie hier behauptet.

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Deukscher Reichskag.

(Drahtbericht derFrankfurter Zeitung'.)

Berlin, 4. März. Aus der Tagesordnung stehen die Jnter- pella'wiien und Anträge betreffend die

Notlage der Winzer.

$(lg. Haag (Tn.) führt aus, die Winzer feie» das Opferlamm der Handelsvertragspolitik mit den Mittelmeerstaaten geworden. Tie Wirtschaftsverhandlungen mit dem Ausland müßten so gestaltet werden, daß auch den fleißigen deutschen Winzern ihr Recht auf Leben gewährleistet werde.

Abg. Repses (Z.) bedauert, daß die Regierung solange die Warnungen nicht beachtet habe, die angesichts der furchtbaren Not der Winzer an sie gerichtet wurden. Die Vorgänge i» Bernkastel seien zwar nicht zu billigen, aber zu verstehe». Der Redner verlangt die sofortige Aufhebung der W e i u - ft euer. Wenn das nicht möglich fei, solle der Steuerertrag den Winzer» überlassen werden. Tie rücksichtslose Eintreibung der Steuern bei beit notleidenden Winzern müsse aufhören. Wenn im Reichstage der Untergang des deutschen Weinbaues als unabwend­bares Schickstil bezeichnet werde, so sei es kein Wunder, wenn die Winzer am Parlament verzweifeln. Ter Weinbau im Westen, der auf eine zweitausendjährige Vergangenheit zurückblicke, müsse uiiterstützt werden.

1.99 0.26 3.85

5.10 2.02 0.49 0-38 6.24 8.21 4.27

3.14

35 95

Die Ourtalfpette.

B Luxemburg, Enste Fehl'.

von deutscher Seite wurde die Befürchtung ausgeip^^^

F o r dir ungenderluxembur gi. 4 en R e g - e r ng foteie deren ganze Stellungnahme betrifft, fo f ff 3 , .

'b.n».r HM*

her Reckffen hat eine I n t e r P e l l a t i o n in der Kammer anqekündigt um die Regierung zur BekanntmachuW ihr Bedingungen aufzufordern. Die Verhandlungen zwischen ^^^ Eifelkraftwerken und der Regierung sind indes niemals^^abge­brochen gewesen und es ist bestimmt anzunehmen, daß eine Einigung erzielt wird.

Daß die Regierung eine anbere Söfung ber eWt Großherzogtums ins Auge gefaßt,haber. soll als bie^im Oursperre Projekt vorgesehene, ist kaum wahrscheinlich. Man rechnet allerblng-- darnit, daß' de: Preis für elektrische Energie gewlssermaß'N einen Vorzugspreis barstelle als Entgelt für die Gewährung der Ba - koilzefsion. Die Frage des Kostenpunktes für bie Ueberlandleuun- gen° scheint, bei der ''Jlecietung wohl Bedenken hervorgerufen zu haben, da sie den wunden Punkt der Fstn anzietun g und der finanzielle» Beteiligung des luxemburgischen Staates betrifft. Die Verwaltung der Eifelkraftwerke allerdings denkt über bie Finanzie­rung des Unternehmens iw allgemeinen optimistisch und wird mit ihren diesbezüglichen Plänen an die Oeffentlichkeit treten, sobald die luxemburgische Regierung offiziell ihre Konzessionsbedingungen bekannt gegeben hat. Das wird für die nächste Zeit erwartet, und nichts berechtig, zu der Annahme, daß He Bedingungen über em verständiges Maß hinausgthen werden. Denn die ganze Angelegen­heit wird doch vom wirtschaftlichen und nicht vom politi­schen Standpunkt aus zu beurteilen sein.

Hartnäckige Gerüchte wollen wissen, daß hinter den Kulissen An­strengungen gemacht werden, um das politische Moment mehr in den Vordergrund zu schieben. Und in diesem Zusammenhang berichtet die einheimische Presse über französische Bedenken, sogar über Einwände Frankreichs gegen die bis zur Ourtalsperre geplante deutsche Eisenbahnlinie. Auch soll Fmnkreich dem Bau der Sperre selber nicht freundlich gegenüberstehen. Unmöglich ist das ja nicht, aber man tut gut abzuwarten, bis eine offizielle Bestätigung vor- liegt. Erst dann könnte die von Luxemburg einzunehmende Haltung Gegenstand der Erörterung werden. Die anstoßenden Gemeinden haben sich alle mit dem Prinzip der Talsperre einverstanden erklärt, und da die Eifelkraftwerke öffentlich betont haben, daß sie die An­wohner reichlich entschädigen würden, ist anzunehmen, daß durch bie Vermittlung der von Luxemburg eingesetzten Kommission (in der 'mehrere Abgeordnete sitzen) die Lösung dieser Frage nicht zum Stein des Anstoßes wird. Interessant ist der von beteiligter Seite ausgehende Vorschlag, Deutschland müsse jenseits der Our soviel Neuland an Luxemburg abtreten wie diesem durch die Talsperre verloren gehe.

Was den Bau der vorgesehenen Eisenbahn betrifft, um welche die Gemüter hüben und Drüben sich fo sehr erhitzen, so wäre kurz zu bemerken, daß die Eifelkrastwerke sich weniger um die Linienführung als um de» eigentlichen Bau der Zufuhrbahn (Her- anschaffung des Materials) kümmern. Es sind in Luxemburg die beiden Städte Viandei, unb Echternach, welche die Gele­genheit benutzen möchten, um sich die längst geforderten günstigen Bahnverbindungen zu sichern. Vianden kann das zum Teil er­reichen, wenn die luxemburgische Regierung die von den Eifelkrast- werken in Aussicht genommene Ourbahn genehmigt. Ob Echter­nach seinen Anjchluß bis Jrrel-Bitburg bekommt, um mit dem deutschen Hinterland bie alten Beziehungen aufrecht erhalten zu können, steht noch nich. fest.

Wenn Luxemburg keine Hindernisse in den Weg legt, wird die nächste Zeit mit dem Bau der 14 Kilometer langen Zufuhr- bahn und nach deren Fertigstellung mit dem Bau der Tal- perre selber begonnen werden.

1 Augsburg, 4. März. (Priv.-Tel.) Nach geschlossener Beweis­aufnahme halt heute der Anklagevertreter Staatsanwalt Helmer sein Plädoyer. Nack eingehender Schilderung des Sachvcr- halts, wie ihn der Gang des Prozesses ergeben hat, läßt der Staats­anwalt die Anklage wegen Anerbietung des Meineids fallen weil N aus der Beweisaufnahme nicht einwandfrei ergeben habe, daß Kreil die Absicht hatte, einen Meineid zu leisten. Dagegen stellt er ben Antrag, den Angeklagte» des teils versuchten, teils vollendete» Vergehens des Betruges für schuldig zu sprechen, da kein Zweifel bestehen könne, daß die Dokumentengeschichte sich nur als groß angelegter Schwindel erwiesen habe. Der Staatsanwalt bean­tragt für Kreil zwei Jahre sechs Monate Gefängnis u.nter teilweiser Anrechnung, der Untersuchungshaft und Aber keiinung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer bon fünf jaljren. Die Kosten des Verfahrens seien dem Angeklagten aüf- Suarl-gen. Wenn auch eine abnorme Veranlagung Kreils »u bi-

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ÄÄSÄteSfcS Zeuge» Freiherr» v. Forstner beruft der bekanntliw Z, ffitf »ÄS i L-T

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24.0

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211.0

155.5

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20.20

Köln, 28 Febr. Der Verein zur Abwehr des Anti- semltismus, E. V., hielt heute in Köln seine diesjährige Jahres- veranstaltete aus diesem Anlaß eine BiirgergesÄschaftKundgebung im großen Saal der Der Voffitzeude Reichsminister a. D Prof. Gothein seifte r1?1.11lt8güot(r.m't den pseudowissenschaftlichen Grundlagen des v ol 11 j ch en Gedanken gebaudes auseinander. 12000 Juden tIcfl ?°ben dem Vaterland geopfert Die indische Bevolrerung muß das Gefühl haben, unsagbarer Rohheit ausgeliefert zu sein, wenn sie nach solche» Opfern fürs Vaterland Kreiesn des eigenen Volkes mit Haß und Beschimpfuna über- fchut.et wird. Auf dem Boden dieser Hetze gedeihen die Verbreche» denen schon so viele Menschenleben zum Opfer gefallen stnd ' Daraus sprach Nniversitätsprofessor Dr Lkto Baumgarten säwlich betrachte?^ geschichtlich unb gründ-

LUK »«Sätet ».'.FSS?,-« MKMMLSL- MW-LMM-

überhaupt, der Religion des Krenr-s^euen Rasse, wie der Natur widerspricht. 8 § Sreiäe§' der Demut und der Liebe

Thom?(Bonn) toer^Sni ^-4- Aach Kaplan Josef wies die Beziehungen Antisemitismus" Ei

christlichem Glg8ub en bestehendj sch e m und lrche Warheit bei allen $o«ern bei m r^lftentum christ- °s sie beim Judentum überftlien? Ko Rttigionen - wie könnte zwischen Christentum und inLni., ann es keinen Kamps Judentum nicht zu trennet ünd Ä-beben. Weil Christentum unb beide- Auch die deut chKultm'W ^"ifche Bewegung

kultur: sie hat viel aus ber anf L @ rfU tre?nen üon der Welt- mft ben modernen Kulturen in &;ffkItur l^.eni°mmen, sie steht im Sinne der Völkischen kann deutsche Kultur

den die jüdische Bevölkerung ^f66!ner dem Dank Ausdruck I-M.M« f«. feine '«f.teeÄ^LLSLL K

, Berufung im Barkels-Prozek.

frühere Leiter'd^z BerNnerdEeüw^^ F3 iöir 55rcn, hat bcc tels, durch seinen Verteidwer ^,m^?'o^^^"Ssrat Bar­nach siebenwöchiger Prozeßda^ier Ä .SotoenNn gegen das Urteil ®eruhl8VSgen Ven. 8 fit'SCn Mittwoch8gefällte

1913

1926

1626geg.l913

Millionen MM

Millioner SL1C

°/o des Gesamt- auff.

Millionen 51 Jt

1 °/° des

1 Gesamt« aulf.

3253

1356

25257

51.38

+ 2211.4

535.3

2231

1435.6

29.05

+ 900.3

721.8

30.08

580 0

11.74

141-8

994

0 93

71.5

1.45

+ 491

2584

10.77

258.4

0.0

0.0

0.9

0.02

+ 0.9

894

3.73

38.5

0.78

- 50.9

135L

566

220 0

4.44

+ 84.2

89.7

3.74

23.8

048

31.2

130

34.0

0.69

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2209.3

9208

4941 0

99.98

+ 2731.7

192.2 !

4.55

_

109.2

80.9 1

3.37

0.9

0.02

- 80.0 1

1901 1

7.92

0.9

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