SanrStag, 6, NvvsmLrr 1936
Zweites Morgerrblatt der frankfurter Zeitung
Dir Tragödie Krrmurr.
'(Draht Meldung unsere® Korrespondenten.)
R K London, 5. Novbr. Das tragische Ende Roscoe BrunnerS und s e t n er Frau dürfte die öffentliche Meinung in wachsendem Maße beschäftigen, denn es besteht kein Zweifel, daß der Zusammenbruch Brunners nicht mit einer Störung seiner Gesundheit oder Enttäuschung wegen Nichtaufnahme in den Chemietrust zu erklären ist. Frau Brunner hat, wie die Abcnd- Preffe mitteilt, selbst einer Freundin kürzlich gesagt, daß sie zur Zoll den größten Kampf ihres Lebens führe und ihn zu gewinnen hoffe. Sie deutete dabei an, daß der im Januar des letzten Jahves erfolgte Rücktritt ihres Mannes vom Vorsitz der Brunner. Mond tu Co. nicht nur mit Gesundheitsrücksichten zu erklären sei, sondern daß dabei die Auszahlung einer großen Geld- summe durch die Firma Brunner, Mond u. Co. an eine andere Gesellschaft eine Rolle spiele und t h r M a n n d a f ü r v e r a u t - wörtlich gemacht worden sei. Diese Aeußerung bezieht sich auf eine Tatsache, die in der City bekannt war, ohne jedoch in der Ocffentlichkcit damals viel beachtet worden zu sein. Die Brunner, Mond u. Co. zahlte nämlich damals eine Million Pfund Sterling an die Lever Brothers Limited im Verlauf eines Vrc- gleichs, der geschloffen wurde, nachdem die Lever-Gesellschaft gerichtliche Klage wegen Kontraktbruchs eingereicht hatte. Dieser soll darin bestanden haben, daß Brunner, Mond u. Co. entgegen einem Meistbegünstigungs-Abkommen große Lieferungen von Chemikalien an Lever Brothers zu einem höheren Preise verkauft hatten, als die anderen.
Dieser peinliche Vorfall, für den RoScoe Brunner als damaliger Vorsitzender die Verantwortung trug, dürfte wohl der Ausgangspunkt des Brunnerschen Zusammenbruchs sein. Die Brunner, Mond u. Co. konnte den Betrag zwar auszahlen, ohne die Dividende verringern zu müssen, aber offenbar knüpften sich für Roscoe Brunner persönliche Konsequenzen daran. Die Presse schweigt vorläufig über diese Zusammenhänge, stellt jedoch fest, daß Frau Brunner in letzter Zeit mehrere Briefe an Alfred Mond richtete, die vermutlich diesen Gegenstand betrafen.
Bei der am Montag stattfindenden gerichtlichen Untersuchung der Todesursache werden außer Sir John Brunner und Alfred Mond auch die Tochter und der Schwiegersohn, Prinz und Prinzessin von Liechtenstein, als Zeugen vernommen werden.
Dir AdrKstrnkgsfrkrse«.
tg Genf, 5. Novbr. Der Präsident der Militärkonunission der vorbereitenden Abrüstungskommission de Brouck ä r e hat heute abend nach Schluß der letzten Sitzung der Kommission den Journalisten einen kurzen Ueberblick über deren Be- ratungscrgebnisse gegeben. Ihr Bericht umfaßt über 400 Seiten Maschinenschrift. In etwa der Hälfte ihrer Beschlüsse vermochte sich die Kommission nicht zu einigen, doch setzten sich die einzelnen Gruppen sehr oft aus gairz verschiedenen Delegationen zusammen. De Broucköre hat die bestimmte. Hoffnung ausgesprochen, daß sich die Politiker in oer vorbereitenden MbrüstungÄommission auch in den Fragen, in denen noch größte Meinungsverschiedenheiten bestehen, so betr. die Beschränkung der Reservetruppen beim Landheer, die. Total- oder Klassentonnage bei den Kriegsschiffen und betr. die Zivilflugzeuge, einigen werden. Dabei wies er u. a. zur Marine-Meinungsverschiedenheit auf einen letzten englischen Vorschlag hin, der die Möglichkeit eines Kompromisses bereits andeutet. Auf verschiedene an ihn gerichtete Fragen erklärte de Vrouckere u a., daß er nicht in dem Sinne Optimist fei, als ob die Abrüstung von selber kommen werde, wohl aber in dem Sinne, daß sie kommen müsse, weil z. B. eine wirtschaftliche Verständiguilg und Neuorgauisierung der Welt, namentlich Europas, nicht möglich sein werde ohne eine bestimmte Abrüstung.
Ueber den Umsang der letzteren sprach er sich dahin aus. daß eine erste universelle Konvention über die Beschränkung der Land- rüstung nur in sehr bescheidenem Maße möglich erscheine, dagegen werde man sich in regionalen Abrüstungsabkommen von Anfang an in weit größerem Umfange zu einigen vermögen. Damit deutete de Brouckäre an, daß die Abrüstungskonferenz wahrscheinlich beide Wege, also den einer universellen Konvention und den von regionalen Abrüstungsabkommen, beschreiten wird.
Das nr«e kraMrttttsche MinUerrnm.
(Don unserem Korrespondenten.)
s Rio de Janeiro. Das neue Ministerium des am 15. November sein Amt antretenden brasilianischen Bundespräsidenten Washington Luis wird sich wie io'gt zusammensetzen: Auswärtiges Amt: Octavio Mangabcira; Inneres und Justiz: Vianna do Castello; Finanzen: Gctulio Vargas; Wege und öffentliche Arbeiten: Victor Kondor (ein Dcuffch- brastlianer); Landwirtschaft, Handel und Industrie: Lyra C a - str o; Krieg: Nestor Sezesrcdo Passos, Brigadegencral; Marine: Pinto da Luz, Admiral, von der gegenwärtigen Regierung übernommen. Nach der brasilianischen Verfassung sind die Minister nur dem Bundespräsidenten, nicht aber dem Kongreß für ihre Amtsführung verantwortlich.
Vermischte Aachrrchtorr.
Muttermord.
n Innsbruck, 5. Novbr. (Priv. Tel.) In Bozen wurde die reiche Gutsbesitzerin Hedwig O b e r a u ch von ihrem sechzehnjährigen Sohne Albert erwürgt. Der Junge hatte vorher einen Pachtzins von 25 000 Lire widerrechtlich einkassiert. Der Mörder ist geflohen.
Berlin, 5. Novbr. (Wolff.) Ueber die Herstellung von Luftverkehrslinien nach Saarbrücken finden gegenwärtig im Rcichsverkehrsministerium Besprechung en mit zwei Vertretern der Regierungskommission des Saargebiets statt.
Affinster i. 4. Novbr. (Wolff.) Ermittlungen hiesiger Banken haben zur Aufdeckung umfangreicher Wechsel- fälschungen geführt, als deren Urheber der Holzgrobhändler Alois Schäfer von hier festgestellt wurde. Schäfer hat Wechsel gefälscht und die Unterschriften hiesiger Bankhäuser unter diese Wechsel gesetzt. Der Gesamlbetrag des Schadens wird auf 5 bis 700 000 Mark geschätzt. Schäfer ist zur Untersuchung seines Geisteszustandes einer Hei anstatt überwiesen worden.
D Neustadt a. d. H, 5. Novbr. Das Schöffengericht kam heute nach 7^stündig-r Verhandlung, in der 25 Zeugen vernommen wurden, zur Freisprechung von sieben sozialistischen Arbeitern aus Lambrecht und dem Gewerk- scbaftsführcr Schuhmacher aus Heidelberg, die angeklagt waren, am 28. Januar d. I. die nationalsozialistische Versammlung in Lambrecht gesprengt zu haben.
S^srt.
Das 17. DsrUner Sschstagsvemrerr.
Ein lebhafter Nachmittag. — Ünappe-Rieger in shührrnrr;.
seit Berlin, 5. Novbr. Fast ebenso lebhaft wie in der vergangenen Nacht ging cs am heutigen Nachmittag ans der Sechs- tagebahn des Sportpalastes zu. Sofort nach Ablauf der Neutralisation, die um 12 Uhr mittags zu Ende geht, wurde von Golle ein Vofftoß gemacht, der sich zu einer 20 Minuten langen Jagd entwickelte. Es ging zeitweise alles brünier und drüber, so daß der Stand des Rennens nich. mchr zu überblicken war. Fricke und Blanchonnet wurden als erste überrundet. Frickes Partner, der schnelle und zähe Vlame Verschueren, holte aber schon bald in rasender Fahrt die verlorengegangene Runde wieder ein. Bei der Hetzjagd waren auch die starken französischen Fahrer Wambft und Lacquehay erheblich ins Hintertreffen geraten. Nur mit Mühe gelang es ihnen schließlich, toteber den Anschluß herzusteilen. Das junge deutsche Spstzcnpaar, Ncbe-Go.tfned, das dem andauernden Ansturm nicht halte standhalten können, verlor wieder, als Koch- Mieth« die Jagd fortsetzten, die in der Nacht vorher gewonnene Runde. Der zweiten ftanzösischen Mannschaft Blanchonnet-Mar- oillac kostete der erbitterte Positionskampf sogar zwei Runden. Sämtliche Mannschaften bis auf Aerts-van Hetxl wurden zudem noch wegen schlechten Ablösens verwarnt. Den ganzen Nachmittag über beunruhigten Vorstöße einzelner Fahrer das Feld weiter. Kurz nach 3 Uhr stürzte Stolz und mußte wegen eines Blutergusses im Knie aufgeben. Tö'tz und Behrendt wurden von der Rennleitung zu einer neuen Mannschaft zusammengcstcür-
Bei den beiden Nachmittagswertungen holten sich Knappc- Rieger den Löwenanteil an Punften. Aber auch Gottfvied-Nebe zeichneten sich bei den Spurts aus, ohne daß sie allerdings ihren Punktevorsprung inne zu halben vermochten. Die Ausländer konnten sich auch am Freitag nachmittag noch nicht zur Geltung bringen.
Um 5 Uhr nachmittags war der Stand des Rennens folgender: Knappe-Ricgcr 89 Punkte, Gottfried-Nebe 56 Punkte, Bauer- Junge 36 Punkte, Lcwanow-Buschenhagen 36. Lorenz-Tonani 21 Punkte, Horder-Horan 21 Punkte, Fricke-Verschueren 14 Punkt--, Koch-Miethe 14 Punkte, Aerts-van Hovel 11 Punkte, Wambst- Lacgulchap 2 Punkte, eine Runde zurück Behrendt-Tietz 17 Punkte, Golle-Huschke 13 Punkte, zwei Runden zurück Blanchonnet-Mar- cillac 3 Punkte. Zurückgelegt waren um diese Zeit 528,330 Kilometer.
Frankfurter Handelsblatt.
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* Vom MWMzr Cimioto!.
R K Londo n, 3. November.
Die Aussicht auf weitere Fusionen.
Ueber weitere Ausdehnungsbestrebungen des neuen hemiotrusts, der am 1. Januar 1927 ins Leben treten wird, bißt sich noch nicht mehr sagen, als daß sie nicht u u - w ah rscheinlich sind. Die Imperial Chemical Industries dürfte mit Ruhe und Umsicht an einem sehr weitreichenden Programm fortarbeiten. Soweit England selbst in, Betracht kommt, dürfte sich das Interesse des Trusts auf mindestens drei Gebiete erstrecken: auf den Rest der c he mischen Industrie samt der Seifenindustrie, auf den Bergbau und auf die Kunstseideindustrie.
Eine Reihe (zumeist kleinerer) chemischer Firmen steht noch außerhalb des Trusts. In erster Reihe sind zu nennen, die British Alizar ine Co., Ltd., die 1882 gegründet wurde und im Besitze großer Textilfirmen ist, darunter die Calico Printers Association Ltd., ferner L. B. Hollidey & Co., Ltd., Scottish Dyes, Ltd. Die Ein- beziehung der British Dyestuffs Corp. in den Chemietrust ist natürlich für diese kleineren Firmen vor großer Bedeutung (ihre \\ ichtigkeit hat sich übrigens deutlich genug bei ihrem Protest gegen das seinerzeit projektierte Abkommen zwischen --r. Dyestulfs Corp. und der I. G. gezeigt). Brunner, Mond und Nobel hätten die unrentable Dyestuffs Corp. sicher nicht in den Trust einbezogen, wenn die Imperial Chemical nicht Wert darauf legte, gegebenenfalls bei ihren künftigen Verhandlungen mit der I. G. die britischen Einfuhrzölle auf Farbstoffe und Chemikalien, die ganz besonders der Dyestuffs Corp. zugute kamen, in die Wagschale zu werfen. Das wird — ohne neue unbequeme Proteste jener kleineren chemischen Unternehmungen — mit Erfolg nur möglich sein, wenn diese mit dem Chemietrust Zusammenarbeiten. Der Zusammenschluß und die Aufnahme der Dyestuffs Corp. in einen Trust, bei dem die Farbenfabrikation nur eine Nebensache sein wird, muß früher oder später dazu führen, daß jene kleineren Unternehmungen beim Trust Anlehnung suchen. Umsomehr wird dann dieser, in der Lage sein, die Einfuhrzölle usw. als Kompensationsobjekt zu behandeln. Der Chemietrust denkt an ganz andere Dinge als an Farbstoffe und Feinchemikalien, wenn die Möglichkeit internationaler Abmachungen ventiliert wird. Und Sir Alfred Mond weiß, daß sein Trust nicht stark und nicht umfassend genug sein kann, um die größeren Ziele zu fördern, die er im Auge hat.
Während eine spätere Einbeziehung der British Alizarine Co. und der ähnlichen chemischen Unternehmungen in den Chemietrust zwar sehr beachtlich, aber f;'r den Trust nicht von entscheidender Bedeutung wäre, müßte eine etwaige Verbindung mit dem Seifenkonzern von LeverBroths, dessen Kapital größer ist als das des Chemietrusts, höchst wichtig werden.. Sie wäre technisch, durchaus natürlich, — indessen sind bisher keine ernstlichen Anzeichen dafür wahrzunehmen. Man muß diese Perspektive jedoch im Auge behalten. , Zwischen Chemietrust und Bergbau bestehen bereits direkte Verbindungen. Die M ad e I e y C o 11 i e r i e s, die zu Brunner, Mond gehören, sind mit diesem ganzen Konzern in den Trust eingetreten. Eine Reihe der" Trustdirekteren hat überdies unmittelbare Beziehungen zur Bergindustrie, z. B. ist Sir Alfred Mond Chairman der großen und bekannten Arnalgamated Anthracits -Collier! es. Dor Schluß liegt nahe, daß der englische Chemietrust — wie die I.-G. — seine Beziehungen zur Bergindustrie ausbauen wird. Noch größer aber ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Kunstseideindustrie — ebenfalls wie bei der I.-G. — in den Interessenkreis des Trusts gezogen wird. Die Nobel-Gesellschaft ist hier das Bindeglied; eine Beteiligung Nobels an der British Ce 1 a n e s e, Ltd., gehört zu den beachtenswertesten. An jedem der Hauptdirektoren des Chemietrusts hängt überdies ein wahrer Rattenkönig von Konnexionen. Sie sitzen in den Boards allergrößter britischer Unternehmungen der verschiedensten Art. Die Vitalität Sir Alfred Monds garantiert dafür, daß die Chancen nicht verpaßt werden.
Internationale VcThandlungsotjekte.
Durch Amalgamierung und durch Rationalisierung, durch Entwicklung gewinnbringender und Beschneidung schwacher Zweige sucht sich die chemische Industrie für die schweren internationalen Probleme der Zukunft zu rüsten. Früher, solange die British Dyestuffs Corp. allein stand, konnte in erster Linie nur ein Abkommen über Farbstoffe und die übrigen engumgrenzten Gebiete der Dyestuffs in Betracht kommen — künftig wird viel Wichtigeres im Vordergrund stehen. Brunner. Mond ist die Monopollirma in England für synthetisches Ammoniak. Die neue Fabrik in Billingham soll allmählich auf eine Produktion von 300 000 Tonnen Ammoniumsulphat gebracht werden. Das ist der wichtigste Berührungspunkt des Trusts mit der I.-G., und das deutsche Verfahren zur Erzeugung von Methylalkohol ist für England, das Tausende von Ton- nen davon verbraucht und zu hohem Preis aus Amerika importiert, fast nicht minder wichtig. Schließlich der deutsche Prozeß zur Gewinnung von Motor öl aus Kohle! Seit die, Standard Oil Co. sich für diese deutschen Patente interessierte, sind die Engländer doppelt aufmerksam. Die deutsch-englische Frage auf dem Gebiet der Chemie ist somit auf ein ganz anderes Niveau gekommen als früher, und die Engländer, an ihrer Spitze Sir Alfred Mond, wissen das und versuchen sich so gut es geht zu stärken, bevor sie verhandeln werden.
Die Börse and die Trustaktien.
Die Börse hat noch nicht endgültig zu den finanziellen Abmachungen des 1 rusts Stellung genommen. Im allgemeinen scheinen die Altaktionäre (insgesamt handelt es sich um vielleicht 100 000) nicht unzufrieden zu sein, dagegen sind die Spekulationskäufe, die das Ereignis in den letzten Tagen begleiteten, zum Teil fehlgeschlagen. Seit die Umtauschbedingungen bekannt wurden, haben sich die Kurse der alten Gesellschaften abgeschwächt was teilweise auf, enttäuschte Haussespekulanten, teils auf Liquidationen derjenigen zurückzuführen ist, die nun, nachdem die Bedingungen heraus sind, sich von den Chemieaktien wieder zurückziehen. Die „Umtauschwerte“ sind höher als die heutigen Kurse. Die „Wissenden“ haben viel verdient, besonders an Dyestuffs-Akben und Nobel. Folgende Tabelle stellt die Kurse für folgende Daten gegenüber: 22. September (vor dem Auftreten bestimmter Gerüchte über Fusionen), 29. Oktober (vor der Mitteilung der Umtauschbedingungen), 2. Novbr. (nach der Mitteilung):
82 Sept.
29 Okt.
2. Nov.
Austausch- wort
ßranner. Mond ........
H7I3
401
37-9
38'9
Nobel, ordmary ........
28;3
3713*1«
36/10-
deferred. ........
161
197V-
IS/lVa
19/4V-
Brit. Dyestuffs..........
1117V,
1619
16/9
18/l‘/s
United Alkali ..........
32/
30/
32/6
3jI5
Bei der Beratung des „Austauschwerts“ ist folgende künftige Kursnotierung für die Imperial Chemical Industries vorausgesetzt: 7proz. Vorzugsaktien sh 22/6 für nom. Lst. 1; Stammaktien, für die man eine Dividende von 8M pCt. als wahrscheinlich voraussetzt, ebenfalls sh. 22/6; Nachzugsaktien (deferred shares), d. h. diejenigen Abschnitte, in denen sich die künftige Prosperität, des, Trustes zur gegebenen Zeit ausdrücken soll und für die vielleicht 2/4 pCt. erwartet werden: 5 sh pro 10 Schillingaktie. Diese Prognose-Ziffern sind natürlich nur vage Berechnungen der Stock Exchange. Was die Unausgeglichenheit der gestrigen Kurse der beteiligten Chemieaktien untereinander angeht, so ist zu bemerken, daß dtes nur eine vorübergehende Erscheinung sein kann, denn die Verschiedenheit der diesjährigen Dividende von Nobel und Brunner, Mond (die Dividende bis 1. Jan. 1927 steckt darin), ist minimal, und andererseits werden die Stammaktien dieser beider Gesellschaften beim Umtausch einander völlig gleich gestellt Die Nobelaktionäre, deren Stammaktien im laufenden Jahre immer zwischen 27 und 29 standen und erst angesichts der Amalgamation in die Höhe gingen, sind dabei besonders gut gestellt. Was andererseits die Differenz zwischen den heutigen Kursen und dem „Umtauschwert“ an- geht, so ist diese lediglich mit einer vorsichtigen Haltung der Börse zu erklären. Dieser Umtausch wert setzt eine Verzinsung in der obengenannten Höhe voraus, wie sie der Prospekt als gesichert bezeichnet, wobei mindestens Lst 4 Mill, als voraussichtlicher Reingewinn des Trusts angenommen werden. Man beschäftigt sich nun mit der Frage, ob die Schätzung eines solchen Reingewinns als hoch oder niedrig zu bezeichnen ist. Dies ist auch der Grund der Zurückhaltung der Spekulation. Der Reingewinn der bisherigen vier Gesellschaften betrug zusammen im letzten Finanzjahr Lst. 3.29 Mill. Hierzu kam — als eine unbekannte Grüfte — eine anscheinend beträchtliche Summe von stillen Rückstellun
gen, auf deren Höhe man schließen kann, wenn Sir A- Mond mitteilt, daß Imperial Chemical Industries mindestens Lst. 4 Milk Gewinn zu erwarten habe. Die neue Gesellschaft scheint aber mit einer raschen Gewinnerhöhung zu rechnen, denn sie veröffentlicht zur Erläuterung der behaupten Bestimmungen über die Gewinnverteilung eine Tabelle der Dividenden bei einer Ausschüttung von Lst. 8.5 Mill., 4 Mill. usw. — bis zu Lst. 6 Mill. Die Ungewißheit über den tatsächlich zu erwartenden Gewinn ist aber zunächst so groß, daß die Aktien von der Stock Exchange zur Zeit unter dem Kurswert angesetzt werden, den. man als Umtauschwert bezeichnet bei Zugrundelegung eines Gewinnes von Lst. 4 Mill.
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* 7yroz. Gold-Anleihe der Stadt Dresden von 1926, II. Tranche. Im Anschluß an die Anleihe-Transaktion vom Mal d. J. stellen die beiden Konsortien, deren eines von der Sächsischen Bank in Dresden und deren anderes von der Deutschen Effecten- & Wechsel-Bank in Frankfurt a. M. geführt wird, einen weiteren Betrag von Jt M 2 6 Millionen der Anleihe, die ausschließlich durch Verlosung von 1929 bis 1948 (unkündbar bis 1931) rückzahlbar ist, zum Verkauf. Der Zeichnungskurs beträgt 91.85 pCt., die Zeichnung beginnt am 10. d. M. Von Frankfurter Firmen gehören den Konsortien außer der I). Effecten- & Wechsel-Bank an die Firmen: Gebr. Bethmann, Deutsche Vereinsbank, J. Dreyfus & Co., Frankfurter Bank, Mitteldeutsche Creditbank, Lazard Speyer-Ellissen und Ernst Wertheimber & Co.
* General Electric Company, New York, in den ersten 9 Monaten d. J. betrugen, wie unser New Yorker Korrespondent berichtet, die Verkaufseinnahmen Doll. 229.64 Mill, und die Unkosten einschl. Abschreibungen, Zuweisung an den Reservefonds und Rückstellungen für Steuern Doll. 203.69 Mill., so daß ein Reingewinn von Doll. 25.95 Mill, verbleibt, der sich durch verschiedene Einnahmen auf Doll. 31.77 Mill, erhöht. Hiervon stehen Doll. 1 714052 für Dividendenzahlungen auf Special Stock und Doll. 30 051 619 auf Common Stock zur Verfügung. Auf die Stammaktien entfällt demnach Doll. 4.17.
♦ Elftktrizitäts-A.-G. vorm. W. Lahmeyer u. Co., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft gibt im Anzeigenteil bekannt, daß sie mit Genehmigung der Spruchstelle die Larab- findur. g auf die Genußrechte für Altbesitz auf 65 pCt. festgesetzt hat. Dabei handelt es sich um folgende Anleihen: 4proz. von 1898, 4% proz. von 1901, 4% proz. von 1902, 4/2 proz. von 1906, 4'A proz. von 1908, 5 proz. von 1913.
• Bliön Möbelwerke A.-O., Fulda. Die 1923 gegründete Gesellschaft ist, wie wir s. Zt mitteilten, im September d. J. unter Geschäftsaufsicht gekommen. Wie wir hören, wird nunmehr ein Zwangsvergleich auf Basis von 30 p C t. - Quote für die nicht bevorrechtigten Gläubiger angeboten. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt JIM 435 000, wovon JIM 108 500 bevorrechtigt sind. Das A.-K. der Firma, an welche die Kreissparkasse Fulda Forderungen besitzt, beträgt seit der Umstellung JIM 132 000: eine vor etwa zwei Jahren beschlossene Kapitalerböhung ist nicht zur Durchführung gelaugt.
* Merwerke vorm. Mayer, Michel «A Denin- gper A.-ti. in Liqu., Mainz. Aus Mainz wird uns geschrieben: „Diese Gesellschaft, die bis heute eine Goldmark- Umstellungsbilanz nicht Vorgelege hat und auch 1% Jahre ohne Liquidator geblieben ist, hat jetzt eine G.-V. lediglich zur Wahl eines neuen Liquidators einberufen. Als solcher wurde R.-A. Dr. Keller in Mainz bestellt. Ein Antrag der Minderheitsaktionäre, unter denen sich auch die Stadt Mainz befindet, auf Ernennung eines zweiten Liquidators, ist abgelehnt worden. Aufklärung, weshalb die rechtzeitige Ernennung von Liquidatoren sowie die Ergänzung des Aussichtsrates bisher unterblieben ist. wurde nicht gegeben. Die Minderheitsaktionäre, darunter die Stadt Mainz, haben Widerspruch zu Protokoll erklärt. Von dem Aktienkapital, das z. Zt. PM 4 850 000 beträgt, befinden sich ca. 80 pCt. in Händen eines Großaktionärs, die restlichen rund 20 pCt. teils im Besitz der Stadt Mainz, teils im Besitz von Kleinaktionären.“
* Personalien. Ans Hamburg teilt uns unser p-Kor- r es pendent telegraphisch mit: „Der Seniorchef des Bankhauses L. Behrens u. Söhne, Hamburg, Herr Eduard C. Hamberg, ist gestorben, nachdem er erst vor einigen Wochen seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Mit Herrn Hamberg verliert das Hambur- gerWirtschattslebcn eine seiner führenden und überall hochgeschätzten Persönlichkeiten. Der Verstorbene hat namentlich in der Vorkriegszeit im internationalen Finanzgeschäft eine für seine Firma und für Hamburg erfolgreiche Rolle gespielt. Seine Tätigkeit in der Vermittlung und Auflegung nordischer Anleihen ist besonders bekannt. Er wurde 1889 Mitinhaber der Firma, in die er 1864 als - Lehrling eingetreten war. Bis vor einigen Jahren war er Vorsitzender des Hamburger Börsenvorstandes, der Zulassungsstelle und der Liouidationskasse. Außerdem war er A.-R.-Mitglied zahlreicher Aktiengesellschaften, darunter der Asbest- und Gummiwerke Calrnon und der Hermes Kreditversicherungsbank Ä.-G. Berlin.“ — Die Gebr. Bickelhaupt (Papiergroßhandlung) in Berlin hat die in Konkurs befindliche Panier- wollefabrik Paul Schöne in Berlin erworben. — Der Betrieb der in Konkurs befindlichen Carl Ehlers A.-G. (Keksfabrik) in Celle ist durch Kauf an die Harry Trüller A.-G. in Celle übergegangen.
• Preisherabsetzung für Zinkbleche. Die Süddeutsche Zinkblechhändlervereinigung in Frankfurt a. M. hat die Preise mit Wirkung vom 5. Nov. um etwa 2 pCt. er m ä ß i g t.
* ßas UkÄMMMMU MM.
Höhere Roheisenpreise für Süddeutschland.
ff Essen, 5. Novbr.
Das Abkommen des Deutschen Roheisenvorbandes mit den französischen und luxemburgischen Roheiseninteressenten ist perfekt. Die Verträge werden zur Zeit ausgetauscht, sie sind von deutscher Seite bereits unterschrieben. Das Abkommen trat rückwirkend ab 1. November in Kraft auf 5 Jahre (wie der Stahl Pakt). Es regelt bekanntlich die Einfuhr lothringisch-luxemburgischen Roheisens nach Deutschland und die Verteilung des Rodeisenmarktes im Saargebiet
Die Mengen, die Lothringen und Luxemburg nach Deutschland liefern, betragen 10>4 pCt. unseres Inlandsvorbrauchs an Gießereiroheisen, errechnet aus der deutschen Produktion, abzüglich Ausfuhr und zuzüglich Einfuhr. Im Vertrage ist keine genaue Begriffsbestimmung für Gießereiroheisen gegeben; sie soll durch Verhandlungen nachgeholt werden. Z. B. ist nicht geklärt, ob Siegerländer Sorten mitgezählt werden. Die Berechnung der Einfuhrrechte erfolgt vierteljährlich im voraus auf Grund dos Bedarfs im abgelaufenen Quartal. Die lothringischen und luxemburgischen Industriellen haben sich eine Nachprüfung Vorbehalten. Formen hierfür und Organe sind nicht näher vorgesehen.
Die Unterteilung zwischen Lothringen und Luxemburg wird so vorgenommen, daß etwa 7.5 pCt. an Lothringen und ca. 3 pCt. an Luxemburg fallen. Für das Saargebiet ist, wie schon früher mitgeteilt, vereinbart, daß Frankreich 55 und Deutschland 45 pCt. des Bedarfs des Saargebiets decken. In Betracht kommen hauptsächlich Hämatit- und Spiegeleisen. Die Zollregelung hierbei ist von den schwebenden amtlichen Verhandlungen abhängig. Für die Einfuhr von Saar-Roheison nach Deutschland kommt lediglich ein Werk, die Brebacher Hütte, in Frage, der auch künftig die Einfuhr von etwa 20 000 bis 30 000 t im Jahr zugestanden wird.
Die Einfuhr der lothringisch-luxemburgischen Kontingente erfolgt durch den Roheisenverband, und zwar zu den im Inland gezahlten Preisen, von denen in komplizierten Verfahren Frachtspesen usw. abgezogen werden. Für Süddeutschland wird sich aus dieser Regelung eine Verteuerung des Roheisens wohl nicht vermeiden lassen. Von beteiligter Seite wird ausdrücklich versichert, daß vorzunehmenden Preiskorrekturen in einzelnen Sorten in anderen entsprechende Erleichterungen folgen würden, so daß im Mittel keine Verteuerung herauskomme.
Abmachungen über Preise auf den Exportmärkten und Aufteilung der übrigen Weltmärkte sind in dem Abkommen nicht vorgesehen und auch zunächst nicht geplant. Falls Vorschläge gemacht werden sollten, würde die deutsche Industrie sich beteiligen. Bei Stabilisierungen der Frankenwährungen könnten Stockungen im Export der Frankenländer eintreten und den Wunsch nach Abmachungen wecken. Zur Zeit bestehen keine Kollisionen auf den Exportmärkten, da beide Gruppen verschiedene Roheisensorten exportieren. Für die etwaige geringe Einfuhr deutschen Roheisens nach Frankreich ist keine feste Abmachung getroffen worden, indessen allgemein vorgesehen. daß die Roheisensorten, die Frankreich importieren muß, von Deutschland geliefert werden sollen. Die augenblickliche Marktlage würde, so führt man aus. einen _ Roheisenpreis ab luxemburgischer Grenze von etwa JlM 75 je t ermöglichen, während der Verbandspreis unverändert JIM 69 betrage. Die französisch-luxemburgische Roheisenentente verkaufe z. Zt. mit sh 80 lob Antwerpen. Die Frachfbasis luxemburgische Grenze (Sierck) ist boibehalten. Die Preise für süddeutsche Frachtbasis (Sierck und Mannheim) wolle der Roheisenverband so stellen, daß das im Frieden übliche Verhältnis zwischen süddeutschen und rheinisch-westfälischen Preisen gewahrt bleibe.
Für die deutschen Roheiseninteressen wird das Abkommen als nicht sehr vorteilhaft bezeichnet. Die vorgesehene Einfuhr sei höher als die bisherige, und angesichts ihrer Gesamtmenge spiele der bei Aufteilung des Saarmarktes erlangte Vorteil keine große Rolle. Der Vertrag sei trotzdem abgeschlossen worden, hauptsächlich im Interesse des Stahlpaktes. Belgien ist am Roheisenabkommen nicht beteiligt. Von den amtlichen Handelsvertragsverhandlungen ist d'as Roheisenabkommen lediglich mittelbar abhängig durch die Anlehnung an den Stahlpakt. Wenn es verschiedentlich in der Oeffentlichkeit als Anbahnung eines großzügigen Austausches von lothringischer Minette gegen Ruhrkohle bezeichnet worden ist, so eilen derartige Perspektiven stark voraus. Zur Zeit wird lothringische Minette an Ort und Stelle restbs gebraucht. Das spricht nachhaltiger gegen derartige Pläne, als die augenblickliche Lage der Ruhrkohle.
Krimmer 820 Seite 3
* SM kWMMWW ösr taBto Zßflhlösta-Wt A.-S.
Berlin, 5. Novbr.
Den zahlreichen Kapitalerhöhungen von Pfandbriefbanken schließt sich nun auch die Preußische Zentralboden-Kredit A.-G. an. Sie beantragt mehr als eine Verdoppelung von bisher JIM 20.1 Mill. Stamm- und von JIM 5000 auf Reichsmark 127 000 V.-A. Der Bezugskurs wird auch in diesem Falle leider nicht bekanntgegeben, was wir im Interesse der Aktionäre, die sich vor der G.-V. ein Bild über die Wirkungen der Erhöhung sollten machen können, nicht billigen. Die Zentralboden bietet auch nicht sämtliche neuen Stammaktien an, sondern nur 6 Mill., also im Verhältnis 3 zu 2. Die Unterbringung des Restes von 5.1 Mill, „in feste Hände“ sei bereits gesichert, wodurch langfristiger Besitz gewährleistet sei. Wie für diese der Begsbungskurs ist, wird gleichfalls nicht angegeben, ebensowenig der Erwerber näher bezeichnet. Es soll sich, wie wir hören, nicht um eine neue Gruppe handeln, sondern um eine schon bisher befreundete Seite. Ferner blieb die Ausstattung der Vorzugsaktien unklar und ihr Zweck unbegründet. Bisher hatten die V.-A. auf JIM 1 je eine Stimme in besonderen Fällen, während die St.-A. erst mit JIM 60 eine Stimme besaßen.
Das Kommunique führt im übrigen noch aus: Die Gesellschaft sehe sich zu der Erhöhung veranlaßt, weil der Pfandbriefumlauf in diesem Jahre außergewöhnlichen Umfang angenommen habe. Für den 30. Oktober stelle er sich einschließlich der Beteiligungen an den Krediten der Rentenbankkreditanstalt, die gesetzlich hinzuzurechnen sind, auf JUt 101.30 Mill. (Die Bepfandbriefungsgrenze für die Bank liegt allerdings nach unserer Rechnung erst bei 251 Mill.) Nun sei aber zum 1. Januar 1927 eine erste Ausschüttung von 414proz. Liquidationspfandbriefen mit 10 pCt. vorgesehen, womit rd. 66 Mill, der umlaufenden Summe hinzutreten. Da im Laufe 1927 eine weitere Ausschüttung in der gleichen Form folgen soll, so werde schon hierdurch die umlaufende Summe auf das 17- bis ISfache vorn A.-K. und gesetzlicher Reserve steigen. Die sich hiernach ergebende geringe Spanne sei von der Gesellschaft in der Regel nicht überschritten worden, um in der geschäftlichen Tätigkeit nicht plötzlich beengt zu sein. Die weitere Entwicklung, bei der man auch die demnächst erfolgende Ausgabe von Mobilisierungspfandbriefen berücksichtigen müsse, mache deshalb die Kapitalerhöhung erforderlich. Für das Ausmaß sei entscheidend gewesen, daß die Fertigstellung der Hypotheken bis zu ihrer Deckungsfähigkeit jetzt besonders lange dauert und zur vorschußweisen Auszahlung größere Mittel erfordert. Dieses werde bei der Finanzierung des Wohnungsbaues, der besonders für Kleinwohnungen in Betracht kommt, in erheblich größerem Umfange als bisher der Fall sein.
MUMM Atotibte.
• Frankfurt a. ML, 5. Novbr.
Die Stimmung blieb abends ziemlich lustlos, nur am Markt der I.-G. Aktie setzt sich im Verlauf der Börse eine leichte Erholung durch, es lägen stündig kleine Kaufaufträge vor zur Abrundung des Besitzes für die Ausübung^ des kommenden Bezugsrechts. Im allgemeinen wurden sonst die Kurse, die teilweise auf den niedrigen Mittagsschlußkursen knapp behauptet, teilweise auch darunter eröffnet hatten, noch etwas schwächer. Metall- werte und Commerzbank matt. Zollstoffaktien, namentlich Waldhof. scharf gedrückt. Riebeck angeboten und erheblich niedriger. Bauwerte etwa gehalten. Deutsche A n i e i h e n rückläufig, von fremden Weiten Türken gehalten Mexikaner weiter fest, im Freiverkehr Ä-Scrips 59. 5954, 60 Pfg. pro Dollar. Die Geschäftstätigkeit bewegte sich auf allen Gebieten in engen Grenzen. „ _ ,
Bankaktien: Adca vbl. 1.47.75—147. Bayr. Hvp. n. Wachs. Bk. vbl. 179. Commerzbk. T 187—188, Danatbk. T 270, Deutsche Bk. T 187, D. Hvp.-Bk. Meiningen 146, Disconto-Ges. 175.25. T 175.25, Dreed. Bk. 168. T 167.50. Metallbk. 176.50, T 177. Mitteid. Credit 154, Eisenbahn Rt. 76, Reichsbk. 167. vbl. 167.50, Franks. Bk. 130, Gestern Credit vbl. 8.25. Int. Bank Luxbg, 17.
Bergwerksaktien: Bochum. T 178, D. Luxbg. 177. T 177.50—177. Gelsenkirch. T 179.75—179.50. Harpener T 199.50 bis 198.25. Ilse T 255. Aschersleben 160. Westeregeln T 170, Klöcknerwerke T 155, Mannesmann 191.50. T 192.50—193, Mansfeld T 142—141.75. Phönix 142. T 142. Rhein. Braunkohlen T 264 bis 266. Rhein. Stahl 201. T 202—201. Riebeck T 181. Ver. Stahl
industrieaktien: Mannh. Vers. 145. AUg. Vers. 118.75, Mainz. Akt.-Bräu 180. AEG. Stamm 170, T 171.50—170.50, Aschaff. Zellstoff T 153. Barnag 59. Bergmann T 170. Bing vbl. 56. Cement Heidelbg. T 135. Daimler T 103.50—103. D. Eisenb. Berlin vbl. 96. D. Erdöl 193. T 193.50—193. Scheideanstalt 185. T 186. I.-G. Farben 370, T 368—370. Felten u. GuilL T 170. Pokornv u. Wittok. vbl. 83, Goldschmidt vbl. 151, Hanfw. Füssen vbl. 87. <5, Inag (Erlangen) 77.75, Junghans 115. Hochtief vbl. 101. Holzverkohlung vbl. 74.50—73, Lahmerer 157. T 157. Metallges. T 182.50. Neckar- wk. vbl. 121. Rütgersv/k. T 145. Schneller. Frankenthal 83. Schuckert T 158.50. Siemens u. H. T 209, Südd. Immob. 80. Ver. ehern. Industr. 63, vbl. 63.75. Voltohm 65, Voigt u. Häffner vbl. 125. Wayß u. Frevtag. vbl. 144, Zellstoff Waldhof 212.50. 1 214 bin 212.50. Zuck. Heilbronn vbl. 111.50. do. Stuttgart 112.50, Klein Schanzl. 90. Südd. Metall 87. Schramm Lack 89. Obern. Milch 104. Hvdrometer 61. Moenus 60. Krauß vbl. 80. Fahr 47-6. Dürr W. 50, Ver. Oelfabr. 78.50, Oberursel Motor 67. Germania L. 195, Chem. Albert 165.50. Gebr. Lutz 45.
Anleihen: 5 D. Reichsani. 792.50. vbl. 797AO—792.50, 3y, Konvois 0.77. 4 Schutzgeb. 17.20. vbl. 17.25. 4 Württemberg 36/42 — B. 5 1902 Bosnier 6.60. 4’A Gest. St.-Rte, v. 1913 vbL 6, 4% do. Schatz v. 1914 vbl. 25.50, 4 Türken (Adm.) v. 1903 vbL Yi'/s, 4 Türken (Bagdad) Ser. II 24.25. 4 Türken v. 1908 16.7a, vbl 16.75, 4 Türken (Zoll) v. 1911 18%, 4 Ungarn Kronenrente 3.80, Franks. Pfandbr.-Bk. 148. Alpine Montan 16.25. 5 Mexik. abgest. vbl. 25. Baltimore 98. 5 Mexik. äußere abgost vbl. 46%, 4 Mexik. Gold 30%. vbl. 30%. 210Or 30%. 3 Mexik. Silber abgest vbl. 14.50. Suez. Portugiesen 13.25. Lissabon v. 1886 21.
Transportanstalten: Llovd T 173.50—173. Schantang 11.50. Dt. Eisenb. Betriebsges. 79. 4 Lemberg-Czernowitz stpfl. 16.75, do s 1fr. 19. 4 Oesterr.-Üng. Staatsb. v. 1883 13.50. 3 Sa- lonique Monastir vbl. 27.50. abg Nat. Mexikam Bonds 31.
V orkriegspfandbriefe: Franks. Hvp. 14.075, Fl8!2. Hyp. 14.60, Nass. Ldbk. 7.59. Pr. Pfandbriesbk. 11.65, 4% E.-Bahn RlbN a^c h b ö r s e: Rheinstahl 202—202.50. Commerzbk. 188.75, Pinsc.h 103. Ehrhardt u. Sehmer 58.50. Haid u. Neu 54.90. Borneis u. Wessels T u. vbl. 75.75. Hcvligenstaedt 34.75, laber n- Schleicher 91.25.
ErgSnzniiff and Berichtigung zum Kursblatt.
Frankfurt &. N., 5. Novbr. 7proz. D. Genoss. Hvp.-Pfbr. 1926 Reihe III 94 bez. G.. 7proz. Frkft. Pfbr.-Bk. Gold-Schuldv. Em. VI 94.50 G.. 5proz. D. Hvp.-Bk. Meiningen Komm. E. I 215 G.. Sproz. Sächsische Braunk. von 1923 Aueg III 310 etw. bez. G-, 7proz. Sachsen Freistaat Schatzanw. Anl. K. 1 96.80 G.. 7prox. do. R. II 95.80 G„ 5proz. Bosn. L. Invest, Anl. von 1914 37 0.. 4J/proz. Stadt Bukarest von 1898 22.25 bez. B-, Harpener Bergbau 60Ör u. leOOr —. Ver. Stahlwerke 155.25 bez G.. Gest Alpine Montan 18.125 bez. G.. Neckarwerke Eßlingen Stamm —.—. Ver. Ultramarinfabriken 151 bez. G.. Frankfurter AHg. Vera. A.-G. 117 bez. G„ Frankens. Rück- u. Mitvers. JIM 60, Rhein. Hvp.- Bk. Komm. Ser. 3—5, 7—9 3.50 G„ Sächsische Bodencredit Ser. 1 u. 2 11.50 bez. G.. Hess. Lande- Komm. Ser. 17—24 1.45 bez. D, Landescreditkasso Cas&el^Ser. 28 0.60 G. Prämionsätze: Ult. Dez. Disconto-Comm.-Ant. 7.25—7.75.
5. Novbr. Alfeld Gronau 71%. Bergmann Elektr. 16754, Kammerichw. 39, Kartoffelfabr. TA, Kühltraneit Hbg 165. Lichtenbg. Terrain 118%. Carl Lindstroem 163%, Bremer Wollkämmerei 155%. Dyckerhort 811?. Eisenbahn Verkehrsmih 100?«. Ememannwk. 6614. Fraustädter Zucker 14014. Unag 133/4, J. D. Riedel 108, Roddergrube 550, Rositzer Zucker 84%. Stadtberger Hütte 431-4, Stollwerck Gebr. 137, Varziner Papier 108J4. Zellstoff Waldhof 222, Zimmermann 14%. Zuckerfabr. Rastenburg 38%.
VaiiiSa- und Geldmarkt
* Frankfurt a. ML, 5. Novbr. Abends war im Usancenverkehr Paris etwas abgeschwächt. Es bedangen London gegen Paris 14614, Brüssel 34.82. Mailand 112%, Zürich 2o.l3%, Madrid 32,09. Kopenhagen 18.22 Oslo 19.36. Amsterdam 12.12%, New York 4.849/io Mark gegen Pfund 20.40, Dollar 4.20.80.
Hiärich, 5. Nov. l
N.Yorhl 5.18 81 London 25,14^ Paris 117.05 — Brüssel 172.15.--
Italien jladrid
Stockb
Oslo..
Wollt.I 4 Ubr nm 1 221R—|Kopenk ! 78.56- Fra«.. 138.^5- Wien.. 129.75—{Budap.
Ocotschi 138.00-
15.36—
73.171,4.
72.65—
123 32*/, Cent. Holland 207.35 —
Belgrad 19.14 SoSa..l3.74i4
P.akar. 2.76’4
WarsctL 07.-
’klsingf. Konstant
Athen ..
Buenos
13 07 —
2.60 —
6.40 —
210%
4.
36.60—
5 88.20 Dollar 7.06.1
17.07.96
17.06.30
i 99 18-
Snistx'.rd fkrliu 1188.25
Kopenl». 1188.05 ------------ ... - ,
Lunden I 34 30^2 34.31% L’n^.Not 39 12
Wien:. 5 Nov. 1 Wol ff) Geldkurs«
‘ | B. Paris | 23.65—1 23.19—
283.10 Zürich 136.50—
168.26 N.-York 7 67.65
Mark ..
Lire °. ,'ng. Not. Tech. Not Polen-N
ßndanest 99.25.—
168.051 168.05
30.32— 30.12—
3 2 48— 12 48—
20.93— 20.94—
78 401 78.40
SW Paris, 5. Novbr. Die Frankenhanssc hörte heute auf. Das Pfund schloß mit 146.80, nach 148.75 gegen 143.65 am Vor- tag. Dieser Umschwung scheint durch Liquidationen der ausländischen Frankenspekulationen herbei; geführt zu sein. Die Kontrolle über die Entwicklung des Frankenkurses ist der Regierung ungeachtet der häufigen Interventionen in verschiedener Richtung augenblicklich völlig verloren gegangen.
Ä-sarrt»'. 5. Nov. (Wolff) DevJRen. iSchlnss).
Mark ..I 722.-IEnRlandil46.80 ISchwelzl 693.% pänemarkl—.—|?ra« 00.70
Amerika 30.32- Holland —.--Spanien 467.— Norwegen.---jWien. J
Belgien | 419 - [Italien | 129.9tl|Scbwed.| 813.— IBukarest | 16.l0jiVarscb|—.—
ILondimi, 5. Novbr. (Wolff.) Der Geldmarkt war flüssiger.
Tägliches Geld 3% bis 4 pCt. Der Diskontmarkt war fest. Dreimonatswechsel 4% pCt. Die kontinentale Frage nach Handels
wechseln war ruhig.
London, 5. Novbr. (Wolff.) Die Bank von England verkaufte heute aus ihrem Goldschatz Lst. 5000 Barrengold.
flj ort do ui, 5. Nov. | Wölfl). Devisen. Schluß Buenos Aires auf London 45.68
New-York. .
Kanada .. Holland .. Frankreich Belgien. .. stallen .... Dentschland Schweiz ..
4.84 9/1 c;
4.83 %
12.12 %
146 y8
34.81
112 % 20.383, 25.13.%
Onanien Dänemark ^chweilen.. Norwegen
Portuca .. HcU’D’fors
Fra« ....
Budapest..
32 09— fietmd
Sofia......
Bukarest .. firlechoald. Konstantin. Oesterreich Warschau Argentinien
18.22^
18.15%
19.36%
253 —
19217137
163 %
27.70-
275.— I 670 910-!
390 V« 970 -
34.33 43 56-
45.11/t6
Brasilien .. Meiandrla Honokonn.. SclianshaL. lapan .... Mexiko .... Uruguay .. Chile......
681 —
97 50 1/117/is 2/5 U 2/0 %
24’4
49»—
L9»W

