Donnerstag, 14. Juni 1906
Mr. 168. Zweites Morgenblstt.
e
Abonnementspreis;
■
Mt. 1.50
. . Mk. 1.85
c.
anzunej
t.
I
6.
i
t
Jeuiü'eton
Fr. 13.80
Fr. 13.92
für die Woche . . für das Ausland:
für die Woche . .
Den Bestellungen auf Reise-AbonnementS beliebe man de» entsprechenden Betrag gleich beizusligen.
Aenderungen der Adresse werden nach erfolgter Anzeige sofort vorgenommcn.
Expedition der „Frankfurter Zeitung".
Fr. 15.05 fl. 7.20
Bbl. 4.53 .. 41 18)
Tas Totenfest »er japanischen Armee.
Von Rami.
WürNemkergischer Landtag.
j Stuttgart, 13. Juni. (Priv.-Tel.) In der Nachmittagssitzung der Abgeordnetenkammer zur Beratung der
*
ein Vierteljahr In Franltfmt Sä Mainz bei der Exp. 417.50 ST den Agenturen 4(8.25 iS den Postämtern in
Deutschland ...... 4(9.““
Oesterreich (Wien auch Ztg.-
Bur. Wollz. 11). .. Kr. 12.39
Kr. 12.62
trieben! Auch im KultuSbudget tonne cte raonai« nicht vitt streichen, da viele Posten dieses Etat» auf ztvtlrechst- lichen Verpflichtungen beruhen. Auch Kerl habe kernen baren Weg anzugeben gewußt, um die ^vwmgkerten^zu über, winden (Sehr richtig!) Wenn er aber sechst schließlich für Die Reform stimmen werde, dann sei es ehrlicher, von bornherelir für den Kommifsionsantrag zu stimmen. Mit revolutionären Drobunaen lasse sich die Erste Kammer Nicht einschuchtemi.
Ministerpräsident v. Breitling: Die Regierung habe die Rulle des ebrlichen Maklers angenommen, weil sie in der Thronrede als beteiligte zur Mitwirkung an dem Versastung^ werk - aufaefordert habe. Daß das Zentrum diesmal sich nicht beteilige, sei bedauerlich. Der Grund, den hier Gröber angeführt habe, daß die Abgeordnetenkammer keine konservativen Elemente mehr enthalte, sei Nicht stichhaltlg. Der vom Zentrum vorgeschlagene. Ersatz für die Wbitegictten fei keineswegs als ein konservativer anzusehen. Im übrigen habe früher ein Führer des Zentrums, Herr v. Thiele, sich entschieden dagegen gewandt, daß allein die Pr'tnlegrerten^al» konservative Elemente zu betrachten seren, (Hort! hort! Zuruf des Abg. v. Th i e I e: Seit 1898 hat sich viel geändert. Zuruf von anderen Abgeordneten: Jawohl! Im Zentrum! — Große Heiterkeit.) Minister v. Breitling fortfahrend: Er könne nicht als richtig anerkennen, daß der Kamsst gegen die ^rste Sommer sofort nach der Erledigung der Revision weiter- gehen^werd? Die Stärkung der Ersten Kammer sei für die Regierung eine conditio sine qua non für die Reform. Die Mahnung, gegen die Erste Kammer scharfer zu sein, halte er nicht für berechtigt. Er glaube die Geschäfteam: heften.8« führen, wenn er mit beiden Kammern in möglichst konzilianter llchw-r M! di- gor.
werde sich zeigen, ob sich eine Verständigung erreichen e- Haußmann-iGerabronn: Der Finanzminister möge sich dar- über nicht täuschen, daß von der Abgeordnetenkammer Material
nen Sinn und sein Rechst auch die Luge. Und wirklnh, ein beglückender Wahn ist noch immer hundertmal besser als eine bedrückende Wahrheit. Als das Stück hier vor neun Jahren zum erstenmale gegeben wurde, brachte es einen Eindruck des Trostlosen und damit eine Verstimmung hervor, aus der sich das Publikum befreite, indem es manches heiter nahm, was sehr ernst gemeint war.; der vierte und fünfte M wurde ab- gelehnt. Wir erinnern uns dieses schwermusigenAbends. der alte Ekdal brauchte damals nicht erst den Bodenraum zu öffnen, in dem die Wildente haust, — durch das ganze Stuck wehte die kalte Lust einer Dachkammer. Wie an de rs heute in dieser trefflichen Vorstellung, die dem Gedächtnis des Dichters galt! Und warum so ganz anders? Spielte man besser als damals? Wer weiß das heute noch! Sicher aber spielte man richtiger, traf man den Ton genauer den dieses Drama braucht, ließ man die schweren Akzente beiseite, steigerte man nichts, half man nicht nach, sondern u&erltefj man sich unbefangen der Dichtung, indem man sie mit einfacher Selbstverständlichkeit vortrug und daraus c-nen alltagl,cheu Vorgang machte, wie er sich allenthalben, in jedem Nachbarhause zutragen kann. Die Niedrigkeit der Leute, die zusammen mit der Wildente auf den Meeresgrund gesunken sind, stieß nicht mehr ab, weil sie nicht geflissentlich zur Schau getragen wurde, sondern wie eine Summe von natürlichen Eigenichaf. ten wstkte die ihre innere Logik haben. Alle diese Menschen waren mit einemmale sympathisch geworden, weil sie einfach blieben, und die Folge davon war, daß das Stuck, sehr zu. seinem Vorteil auf langen Strecken fast den Charakter eines Lustspiels annahm, so lange wenigstens als Gregers Werle nicht mit seiner idealen Forderung dazwischenfuhr. Die-mal richtete sich die Heiterkeit im Hause nicht gegen den Dichter, sondern man war froh, daß die Bitterkeit, die seine Gedanken geleitet hat mehr hinter dem Drama stand, als auf der Szene zum Vorschein kam, und jetzt begriff man auch, wie Ibsen nach Abschluß der Arbeit an seinen Verleger schreiben konnte: „Alls diese Leute sind mir trotz ihrer vielfachen Gebrechen durch den dauernden täglichen Verkehr doch liebg ewo rd e n! Und Gregers Werte selber, der in seinem edlen Unverstand Wvr.t Unheil anrichtet, war kein Mamak mehr, der unter e ner Zwangsvorstellung handelt, sondern in der aufs >°rssaltigste abgewogenen Darstellung des Herrn Bolz trat der tiesittliche Ernst dieser Natur so stark zutage, daß er: Mitleid, nM wie einstens Zorn erweckte. Seine Szene >m dritten AN.mit der liebenswürdig-töchterlichen Hedwig des tfrl. H ar t mann, deren anmutige Natürlichkeit das Stuck miterhellte, war ein kleines Meisterstück der bewegenden SBerebjamfcit. Den Hjalmar Ekdal kann Herr Bauer jetzt zu seinen besten Rollen rechnen. Der leichtsinnige Charmeur, ttne_ der Künstler ihn heut so trefflich zeichnete, belügt nicht bloß die. andern, sondern vor allem sich selber. Er verliert dadurch, jede Bösartig, feit wird gutmütig und kann von Anfang an einen Hauch der . guten Laune auf die Bühne bringen und um sich berfire.ten Aeußerst charakteristisch spielte Herr Bayrhammer den alten Ekdal; so oft her gebrochene Mann m die Rede und '» die Handlung eingriff, fühlte man an seiner ganzen Art, w.e.
Holland . ... ... Hnssland......
Im Weltpostverein. ------
London Siegle, 80 Lime Su; Faris Agence Havas; Hew-Tork unsere Agentur 187 World Building.
* Per polnische Wahlsieg.
N Berlin, 13. Juni, 9 N. (Priv.-Tel.) Mit dem für das Zentrum so unangenehmen Ausgang der Wahl in Beuthen-Tarnowih (Vergl. die „Tages-Rundschau" im gestrigen Abendbl. D. Red.) findet sich die „Germa» n i a" in sehr eigentümlicher M^ise ad. Sie verweist auf die Abnahme der sozialdemolratischen Stimmen und fchreibt:
Ueberhaupt darf man das Schwanken der sozialdemokratischen Stimmen in Oberschlesien als Beweis für die völlige politische Urteilslosigkeit der Masse der oberschlesischen Wähler ansehen. Diese laufen jeweils dem nach, der das Meiste verspricht, das beste Mundwerk Hal und auf die anderen am tüchtigsten zu schimpfen versteht. Eben deshalb tut man auch allseitig gut, den Oberschlesiern die Wahlergebnisse nicht zu hoch anzurechnen; sie wissen zum großen Teile nicht, was sie tun. Wenn sie jetzt den polnischen Agitatoren nachlaufen, so ist das zumeist dem Hakatismus und der polenfeindlichen Regierungs. Politik zu verdanken, die den Agitatoren so reichlichen Stoff liefern. Natürlich wird von gegnerischer Seite das Wähler- gebnis wieder gegen das Zentrum ausgebeutet werden. Es ist indes ein törichter eGdanke, daß das Zentrum sich hatte bester stehen können, wenn es die hakatistische Polenpolitik mit- gemacht hätte. Gerade diese Politik hat ja bei dieser Wahl wieder gründlich Fiasko gemacht. Der Zentrumskandidat hat jetzt fast 1000 Stimmen mehr erhalten, als imJahrel903 der Zentrumskandidat Anteß. Unter bet deutschen Bevolke- runa hat das Zentrum also an Vertrauen nicht verloren. Die Stimmen des deutschnationalen Kandidaten rustren offenbar zumeist von Wählern her, die vor drei Jahren nicht gewählt hatten. Ein freisinniger Kandidat brachte damals^nur^1284
ranklurler Zeitung
(Frankfurter Handelszeitung.) (Neue Frankfurter Zeitung.)
^gegründet t>*rt Laopokö Sönnern«rrrn. ______
Preis der Anzeigen: Die Zeile oder deren Baum 45A Abendblatt 60 4, BekL 411.50- Platz- und Daten-Vorschriften ohne Verbindlichkeit Anzeigen nehmen an:
Frankfurt a. M.: Die Exped. Mainz: Schillerplatz 8.
Berlin: Leipzigerstrasse 13L Stuttgart: Langestrasse 1. München: Maffeistrasse 18.
London B. C.: 14/18 Queen
Victoria Street
M.-York: 187 World Building, unsere übrigen Agenturen und die Annoncen-Bureaux.
Verlag und Druck der Frankfurter Societäts-Druckerei
(Gesellschaft m. b. H.)
womit die Besichtigung industrieller Werke verbunden sein soll. Keiner der Teilnehmer aber wird schließlich Berlin verlass«, haben ohne ein Gefühl der Aneffennung und des Dankes für die glänzende Art, wie der Berliner Bezirksvereln die Honneurs der Reichshauptstadt gemacht hat.
Kleines Feuilleton.
Frankfurt. 13. Juni.
= sFrankfurter Schauspielhaus.) In der „W t Idente" hat Ibsen über fern Eigenes Ich Ge richtstag gehalten. Dem Drama waren Li« drei Stucke voraus genügen, worin der Dichter, — dieser gr^e "on den Kuden Dynamitarden, die Skandinavien m ihm und Alfred Nobel hervorgebracht hat, — die Luge bloßlegt, von der liche Gemeinschaft beherrscht wird und worin er !^a e Forderung: „Rückkehr zur Wahrhaftigkeit aufstellt „Die Stützen der Gesellschaft", „Nora" sind „Em Volksfeind . D.r leidenschaftliche Widerspruch, der m den D^asten über diese Stücke, besonders über das „Puppenheim ^t wurde, scheint auf °Men Eindruck gemacht zu haben, — vielleicht aber war es auch die nicht minder leidenschaftliche dustimmunß! der Frauenkreise, die ihn, den Argwohmjchen, nachdenklich stimmte Vielleicht endlich sah er, daß manch« von den Vielen, die ch.e Hände dankend zu dem Befreier erhoben, die.Freiheit nicht vcr- truaen oder ibrer nicht wert waren, oder daß der jah erweckte Mitt zum Glück mehr Frieden zerstörte als Gluck begründete Da kamen die Geister des Zwesi-ls siber ihn undfüllten sein Herz mit Schwermut. Die Wahrheit — war es wrnunft .0, wahr sein zu wollen, — wahr m einer Welt, wo bei der Luge jeder einen Vorteil fand? War er der Bekenner und Forde- rer nicht etwa bloß ein lästiger RuMorer weil er so laut an die Türen und an die Gewissen Pochte. Und wußte er nch, daß nichts so unwahr fei als der Glaube, es geb« in der W st nur e i n e Wahrheit? Ach, es gibt ihrer soviele daß man sich unter ihnen kaum zurechtfinden kann, und wer bürgte ihm da. für, daß das, was ihm Lüge, Millionen aber Wahrheit schien, nicht vielleicht eine wirkliche Wahrheit war, für die ihm nur der Maßstab und der richtige Augenpunkt fehlten? Damals, in Tirol, im Schatten des Tribulaun, ging er mit sich zu Rate, prüfte er seine Rechnung, glaubte er sie voll Fehler zu finden, floß sein Herz von Bitterkeit über, schrieb er die „Wildente . Niemals hat ein Denker mit grimmigerer Laune sich und sein Lebenswerk verhöhnt. Er selber, Henrik Ibsen, ist Greg rs Werle, dieser weltunkundige vereinsamte Träumer, der sich, fern von den Menschen, in allerlei törichte Gedanken verspinnt Er hat sich herausgenommen, ehrsame Bürgersleute, die sich schlecht und recht durchs Leben schlagen, mit seiner k,n- bischen Wahrheitsforderung zu überfallen, und mutz nun zusehen wie sein Heilmittel zum Gift wird und wie das, was er bessern zu können vermeinte, sich flugs zersetzt, eitert und in Tod und Verwesung übergeht. Nein, wenn die Wahrheit die Menschen statt sie zu erheben, ihres Halts beraubt, dann nie- der mit ihr! Wo die Lebenslüge in Betracht kommt, hat die i d e a l e F o r d e r u n g zu schweigen. Ich, Henrik Ibsen, habe euch da etwas vorgeschwaht von Hohen, Su deren lich en Gipfeln unser Dasein aufsteigen soll, — hort nicht auf mich, glaubt mir nicht, folgt mir nicht; «fistabe e§ anders gemeint, es war ein Irrtum, ich schwöre ihn ab 1 Alles, was ist, hat sei
, Tokio, 7. Mai.
Den Abschluß der großen m i l i l ä r i s ch en Festlichkeiten, die in diesen Tagen in Aohama stattgefunden haben (über die große Paradeist in der „Frankjurter Zeitung v. 10. ds. schon berichtet worden. , D- Red.) bildete die Sho- konsha, die Totenfeier für die im letzten Kriege Gefallenen. Sie dauert mehrere Tage und hat am 3 Mai begonnen.. Aus allen Gegenden Japans, kommen Leute, die einen Angehörigen im Kriege verloren haben, nach Tokio, um an ^m Totenfest teilzunehmen. Der Kaiser gewährte ihnen besondere Begun- stignngen. Nach Tausenden zählten die Scharen, bie vom frühen Morgen bis zum späten Abend nach dem am »uoan- hiigel befindlichen Shokonsha - Tempel strömten.
• Auf der Höhe der steil emporführenden Straße erhebt sich ein mächtiger Triumphbogen, dessen Giebelfeld die ausgehende Sonne in elektrischen Flammen ziert. Nicht weit davon wurden zwei gewaltige Obelisken aus den erbeuteten Gewehren ge- bildet, weiter wurde aus grünem Reisig die halbe Erdkugel gebildet, deren Länge und Breitegrade durch rote und Weitz« Mny- lämpchcn markiert sind, und von deren oberstem Punkt weithin sichtbar die japanische Fahne weht. Der große freie Platz, 6er fich vor dem Tempel ausdehni, ist mit Buden und Baracken be« »eckt, die ber Volksbelustigung dienen. Schaustellungen, »heaterausführungen. Verkaufslager aller Art sind da zu ftn- "n- Durch dieses Gedränge sich hindurcharbeitend, gelangt »an zu dem mit Strohfransen und zackigen Papierstreifen (den «vze'chen eines Heiligtums^ geschmückten Torii, dem V o r t o r, M8 in einfacher imposanter Architektur, aus blendend weißem Holz gefugten Tempels. Die Vorderseite ist geöffnet und mit »umelvioleitern das kaiserliche Chrtzsi'nthemen-Wappen tragen- den Tüchern geschmückt P r i e ft e r in brokatenen Gewändern nehmen die Zeremonien vor die Familien der Verstorbenen treten gruppenweise tin; mit abge'treiften Schuhen, auf den Strumpprn gehend, schreiten sie schweigend über die Matten hin bi« zur Mitte. Dort wird das Räucherwerk verbrannt und die Priester Iprechen le,se die Gebe,e. Rur das Ausfallen der Geld- münzen, welche die Gläubigen von außen in die mächtige eherne L^fertruhe werfen, unterbricht bk tiefe Stille. Rings um den Tempel sind weite offene Hallen, in denen die Opfergaben, rote und tveitze Kuchen aus Reispasta in allen Großen und in Ungeheurer Zabl- ferner Obst. Wein getrocknete Fische nieder- gekegi sind, v.itb auf einer breiten Holziofel befinden sich die bttnf geschlissenen nnd kunstvoll gearbeiteten Säbel, welche R die Arienalarüeiter dem Tempel weiüten. Die Tempelumfiie- digung verlassend, g-langt man nach wenigen Schritten zu dem Heeresmuseum. Zu beiden Seiten des Zuaangs sind aus
Berfaffungsrevisto»
erklärte zunächst Kraut (kons.), daß er mit Rücksicht.auf tot Fortschritte, welche di« Reform bringe, dem Antrag der Kommission wenn auch mit einiger Ueberwindung, zustimme. Diese Erwägung sollte auch die Ritter verankssen, den Antrag Lilei« «rrouy y.i radikalen Kammer sei Uber,
im KultuSbudget könne die radikale Kammer »en da viele Posten dieses Etats auf zivilrecht.
wattigen PAitik gerichtet werden, zu finden ist. Das Schrist- stück zeichnet sich durch ungewöhnliche Aufrichtigkeit auch in jenen Parkten aus, wo nicht gerade über Lorbeeren der öfter- reichischiungarischen Diplomatie zu berichten ist. Es ist — offenbar a^s Rücksicht auf die vielen Neulinge der ungarischen Delegation«— sehr ausführlich und sogar ein wenig lehrhaft, ein ganzer Kursus der auswärtigen Politik in den zwei Jahren, während deren es keine Delegation gab. Aber Dankbarkeit für aufrichtige Bekenntnisse und lehrreiche Ausführungen ist nun einmal keine politische Tugend. Das Exposs hätte noch viel schöner sein, den internationalen Fimmel noch rosiger malen und auch den serbischen Schönheitsfehler entbehren sönnen, ohne daß es dem Grafen Goluchowski besser ergangen wäre. Der Minister ist nicht populär. In der Kritik seiner Amtsführung rechnet ihm niemand die Schwierigkeiten, die in dem Antagonismus der beiden zufriedenzustellenden Staaten der Monarchie und dem Ruhebedürfnis des Monarchen liegen. Einem wohlgelittenen Staatsmann würden die Politiker jedes Staates die Unzufriedenheit der andern zu Gunsten buchen; gegen den unpopulären sammeln sich die Ausstellungen von beiden Seiten. Es ist aber nicht so sehr die Schlußbilanz einer zehnjährigen Passivität, die dem Minister zum Vorwurf gemacht wird, als vielmehr die Rolle, die er in den zahlreichen Krisen ber Monarchie selbst als oberster Berater der Krone gespielt hat. Es mag dahin gestellt bleiben, ob die öffentliche Meinung über diese Rolle immer genau und richtig informiert ist — der Eingeweihtere hat Grund daran zu zweKln —; sicher ist, daß fast jede Entscheidung, die entweder m Cis oder in Trans mißfällt, auf den Rat oder den Einfluß des polnischen Grasen zurückgeführt wird. Er selbst tut, man njeijf nicht, ob aus Hochmut ober aus Scheu vor ber Deffeitßichkeit, wenig, bie öffentliche Meinung aufzuklären, und Ausführungen ber offiziösen Presse stoßen auf das tief- eingewurzelte Mißtrauen, bas in Oesterreich-Unigorn allem Offiziösentum nicht ohne Grunb entgegengebracht wird. Popularität ist nun gerabe nicht bas oberste Erforbernis für ben Posten eines Ministers bes Aeußem, unb zu anbeten Zeiten würden bie Angriffe vielleicht bie Position bes Angegriffenen nur stärken. Diesmal aber scheint bie Sache ernster zu werben, weil bie ungarische Delegation ihre Ungeneigtheit, mit biefem Minister länger zusammen zu arbeiten, in sehr drastischer Weise lunbgibt. Man wirb sich nicht ber Gefahr aussetzen wollen, durch hartnäckiges Festhalten an einer Person, bie nicht süß unb nicht sauer ist, einen Eelat in ber nächsten Delegationstagung herbeizuführen, unb so bürste wohl dies Expose bas hetzte gewesen sein, bas Graf Goluchowski ben sehr geehrten Herrn von ber Delegation vorlegt. Die Ungarn drängen um so entschiedener, als nach dem Turnus diesmal ein Ungar das Palais auf dem Ballhausplatz beziehen würde, und sie sich der Hoffnung hingeben, daß ein Ungar auch in bet Wiener Atmosphäre nie ganz bie Fühlung mit feinen Landsleuten verlieren werde. Da aber auch in Oesterreich sich keine Hand rühren wirb, ben Grafen zu halten, wirb ber Wechsel wohl nicht allzulange auf sich warten lassen. Graf Gäuchowski selbst wirb sich nicht zu seht an seinen Posten klammern. Man tut ihm schwerlich unrecht, wenn man annimmt, daß diplomatischer Diensteifer nicht die stärkste seiner Leidenschaften ist.
Stimmen auf; rund 26 Prozent der Wähler hatten sich der Abstimmung enthalten. Die Aufftellung des liberalen Mrsch- maschkandidaten hat dem Zentrum ohne Zweifel Abbruch getan. Schon die Art, wie für diesen Kandidaten aller Deutschen auf Kosten des Zentrums agitiert wurde, konnte nur dazu bei- tragen, unteilsunfähige polnische Wähler dem Zentrum zu entfremden. Durch die Aufstellung der „deutschen" Kandida. tur hat man in Wahrheit die Sache der Radikal-Polen gefördert Wenn die deutsche Sache in Oberschlesien überhaupt noch' gerettet werden kann, so kann sie zweifellos nur mit Hilfe der Zentrumspartei gerettet werden, wer gegen diese arbeitet, arbeitet für die Polen. Was den Polen Oberfchlesiens ihre polnischen Abgeordneten nützen können, das werden sie ja wohl bald merken. Wir wünschen nur, baß die Regierung sie die Wahl nicht entgelten lassen möge, denn sie habem wie gesagt, zumeist au$ Unverstand gehandelt. Wo freilich der grötzere Unverstand liegt, beim Hakatismus oder beim pol- Nischen Radikalismus, das wollen wir nun noch dahingestellt sein lasten.
Früher war ber Wahlkreis Beuchen einer ber sichersten Zenttumssitze. Waren bamals nun bie Wähler verständiger gsz jetzt, ober waren bamals bie Zentrumsrebner diejenigen, bie bas Meiste versprachen, bas beste Munbwerk hatten unb über bie andern am tüchtigsten zu schimpfen verstauben i
Die Weviston der Genfer Konvention.
x Genf, 13. Juni, 7.30 N. (Priv.-Tel.) Deutschland ist in den verschiedenen Kommission Wie folgt vertreten: 1- Kommission. Präsident: General Manteuffel, MitgliÄ- Brigadegeneral Villanet; 2. Kommission. Mitglieder. Manteuffel, Villanet; 3. Kommission dieselben; 4. Kommission. Mitglieder: v. Bülow, Geheimrat Dr. Zorn. Die erste um» wichtigste Kommission tagt zum ersten Mal Donnerstag unter bem Präsidium Manteuffels und wird sich mit den Fragen 1 unb 2 des Programms beschäftigen betr. Abänderung des Artikels 6 der Genfer Konvention. Der Bundesrat beantragt: die Verwundeten und Kranken sollen vor der Plünderung geschützt werden; weiter: der Beerdigung oder Verbrennung der Leichen mutz eine ärztliche Prüfung vorangehen. Ferner: jede Militärperson mutz Träger eines Zeichens fein, damit die Identität festgestellt werden kann, «chliehlich: em Verzeichnis der Toten, Kranken und Verwundeten wird sobald als möglich vom Feinde ben Behörden des anderen Staates oder ber anderen Armee zugestellt.
igen bie Verhältnisse bafür besonders günstig. Prof. Frank selbst wies auf bie großen deutschen Moore als ungenützte Quellen billiger Energie hin. Herr Dr. v. Miller macht daraus aufmerksam, daß man nicht gleich Energiemengen von 50,000 Pferdestärken an einem Punkt vereinigt haben müsse, sondern auch mit 4—6000 Pferdestärken rentable Anlagen schaffen könne, — auch bie Alpen billige Wasserkraft in reicher Menge zur Verfügung stellten. — In ber sehr lebhaften Diskussion werben noch mancherlei Erfahrungen ausgetauscht unb Anregungen gegeben. Namentlich wird auch ber theoretischen Berechnungen von Dr. H ä u ß e r - Kaiserslautern . gebucht, ber es für möglich hält, gewisser Schwierigkeiten bes norwegt- schen Verfahrens auf thermodynamischem Wege mit Leichtigkeit Herr zu werben*
Den letzten Vortrag hält Dr. H o f fm ann- Bochum über Kraftgewinnung unb Äraftuerwertung in Sera - unb Hüttenwerken: Er beschäftigt sich hauptsächlich mit ber Verwertung ber Abgase. Damit war bie Tagesorbnung erledigt.
Die Damen hatten derweil auf einer Dampferfahrt durch bie Havelseen bie eigenartige Schönheit ber märkischen Landschaft kennen gelernt. Nachmittags würben bie Besichtigungen fortgesetzt. — Abends gibt ein Gartenfest auf ben Terassen am Halensee den Festlichkeiten ihren Abschluß. Die ausdauerndsten Teilnehmer wollen aber am Donnerstag noch eine Reihe von Ausflügen in die Umgebung Berlins unternehmen,
Ungarn jgchxvelx Belgien Italien .
Derem Deutscher Ingenieure, in.
H. Berlin, 13. Juni. (Priv.-Tel.)
Deutsches Reich.
Hs Berlin, 18. Juni, » N. (Priv.-Tel.) Bei dem Eifer, mit dem die freikonservative „Post" allen dunklen Plänen bet Sozialdemokratie nachgeht, kann es nicht überraschen, daß sie auch rechtzeitig von bem höchst gefährlichen Projekt ber Sozialdemokratie vernommen hat, in nächster Zeit mit Hilfe des Generalstreiks für Preußen das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht zu erobern. Die Sache verhält sich also: In Anschluß an die Massenversammlungen vom Februar sind.Petitionen an Abgeordnetenhaus und Herrenhaus gerichtet worden, in denen für Staatsbürger ohne Unterschieb des Geschlechts, bie bas 20. Lebensjahr zurückgelegt haben, bas allgemeine, gleiche unb birelte Geheimwahlrecht für bie Wahlen zum preußischen Lanbtage unb bie Einführung ber Proportionalwahl verlangt wirb.
DaS ASgeorbne.tenhauS (so schreibt die Post), wird sich nun in nächster Zeit schon mit diesen Petitionen beschäftigen und sie natürlich ablehnen. Diese Ablehnung wird die Sozial- demokratie nach dem von der Parteileitung festgelegten Aktionsplane mit neuen Wahlrechtsdemonftrationen nach Ham- burger Muster beantworten. In Berlin sowie in allen große- reu Städten der preußischen Monarchie sollen unmittelbar nach Ablehnung jener Petitionen Massenversammlungen ber- anstaltet werden zum Zwecke eines Protestes gegen den Be- schlutz des preußischen Landtags. Die Versammlungen sollen den Charakter eines politischen Massenstreiks erhalten und zu diesem Zwecke in die Arbeitszeit, nämlich auf nachmittags 4 Uhr verlegt werden. Die Ankündigung der Versammlungen soll erst, genau wie in Hamburg, am Tage vorher erfolgen. Die Versammlungen sollen nicht für alle Arbeiter, sondern nur für ganz bestimmte Betriebe anberaumt werden, und zwar für diejenigen, in denen sich die plötzliche Niederlegung der Arbeit für den Arbeitgeber am fühlbarsten macht.
Soweit bie „Post", bie natürlich nicht unterläßt, nach ben Konsuln zu rufen, bie bafür sorgen sollen, daß bem Staate kein Schaben geschieht. Die „Post" wirb zeboch mit ihrem Versuche, Behörden unb Publikum in Aufregung zu bringen, biesmal kein Glück haben. Wenn an ber Melbung etwas Wahres ist, so wirb es nur bas fein, baß bie Sozialdemokratie wieberum einige Protest Versammlung en gegen bas Dreiklassenwahlrecht plant. Das wäre aber nichts Neues, benn solche Protestversammlungen gehören jetzt zum Agitationsprogramm ber Sozialbemokratie unb werben sich bei geeigneten unb ungeeigneten Anlässen noch oft wiederholen. Von solchen Versammlungen bis zum politischen Massenstreik ist aber noch cm weiter Schritt. — In Sachen Putt kam er bemerkt bie „Germania":
Kolonialschwärmerische Blätter machten schwuhe Bersuche, unsere Angaben über die Pensionierung des Gouverneurs v, Puttkamer anzuzweifeln oder ganz in Abrede zu stellen. Matt S ihnen aber nur zu deutlich an, daß sie ihrer Sache nicht
: sicher sind. Wenn sie bestreiten, daß die Einleitung des Disziplinarverfahrens durch Herrn v. Puttkamer selbst verhindert' worden sei, so bestreiten sie etwas, was wir garnicht behauptet haben. Wir haben nur gesagt, daß der Referent in dieser Angelegenheit die Unterlassung des Disziplinarverfahrens u. a. damit befürwortet habe, daß Herr v. Puttkamer selbst die Einleitung des Verfahrens als nicht, angebracht bezeichnet habe. Wir möchten auf die Sache nicht werter em- »ehen; wer aber unsere Angaben bestreitet, der möge uns durch Vorlegung des Berichts des Geheimrats Rose, der als Personalreferent die Untersuchung zu führen hatte, den Beweis erbringen, daß darin der von uns erwähnte Satz nicht enthalten ist.
Bei ber Zurücknahme ber Äünbigungen «t Statistischen Amt ist, wie bie „Volksztg." mittelst, ein Unterschied zwischen Zivilanwärtern unb Militüranwärtem gemacht worben. Jene finb bis auf weiteres, biete bedingungslos wieber angestellt worben.
Oesterreich-Nngaru.
Goluchowski.
G Wien, 12. Juni. Das Expose des Grasen Goluchowski ist wenig freundlich ausgenommen worben, trotzdem -k mit bem Erfolge von Algeciras patabieren konnte. Die ungarische Delegation schickt sich an, bem Grasen recht unange- nehme Stunden zu bereiten, und auch von österreichischer Seite wird er nur wenig Erfreuliches zu hören bekommen. Will man nicht ungerecht sein, so bars man nicht leugnen, daß in dem Erposs selbst kein Anhalt für so vehemente Angriffe, wie sie jetzt schon in der ungarischen Presse gegen den Leiter der aus- Bambusstäben und Masten gefügte, vorn offene Hallen gebildet, in denen sich die K r i e g s t r o p b a e n befinden. Zerschossene Kanonen, zertrümmerte Geschützwagen, von deren Radern nur noch einige abgebrochene Speichen erhalten sind, durchlöcherte verrostet« Schifssbestandteil« und hundert andere D,nge mehr, die dem Beschauer all' das Schrecklich« vergegenwärtigen, was ihn die Berichte, die er las, nur ahnen ließen.
In einer weiteren großen' geschlossenen Halle sind die ersetzten Regiments sahnen aufgohangt, die im russisch- japanischen und im chinesischen Krieg erobert wurden. Sie schmücken die Decke in der ganzen Lange des Raumes hin, Gewehre, Waffen aller Art stehen umher, und m einem Glaskasten befindet sich die kaum mehr kenntliche Uniform des Kommandanten Hirose. Zu Fetzen zerrissen ist'der Waffenrock und ebenso die Unterwäsche, welch« deutlich erkennen laßt, daß sie mit Blut getränkt tvar. Die Kapp e 'st unbeschädigt, wenn auch durch daS Seewasser arg verblichen und beschädigt. (Man wird sich erinnern, daß Kommandant Hirose bei der Blockierung von P o r t - A r t h u r, als er eben das sinkende Branderschrss verlassend ms Boot steigen wollte, von emer Kanonenkugel tn Stücke gerissen würd« .) Mit besonders andächtiger Vereyrmlg betrachten die Vorübergehenden diese Stücke der Erinnerung an einen Helden, der heute zu den populärsten zählt.
In dem Museum findet man in den mit Bildern sieg- reicher Schlachten und hervorragender Generäle geschmückten Sälen nebst zahlreichen Erinnerungen aus alten Zeiten eine reiche Kriegsbeute aus dem chinesischen Feldzug, daS Vestibül und der anschließende Saal aber bergen Gegenstände aus dem letzten Stiege, japanische sowohl wie russische Uniformen, rein gewaschen und intakt bis auf ein Loch, welches zeigt, wo die Kugel den Besitzer traf Auch verrostete Uhren sind in den Vitrinen, die in dem furchtbaren Gemetzel die langsam ablaufenden Stunden angaben, und noch auf einem erkaltenden Körper Westertickten, bis sie stillestanden. Kappen, Feldflaschen, Handschuhe, Federmesser, Kleinigkeiten aller Art liegen da beisammen, die Menschen gehört haben, die nicht mehr sind, und jedes Stück erinnert an ein jäh zerstörtes Leben, an e'nes unter Tausenden. Von den Schaugegenständen weg wendet sich der Blick denen zu. die sich hier vorüberdrängen. Es sind die Eltern, bie Geschwister, die Anverwandten derer, die für ihr Vaterland in den Tod gegangen sind.
Am Abend zeigt sich der Tempel in der Pracht der elektrischen Beleuchtung. Mächtig erheben sich die Erdkugel mit ihrer wehenden Fahne und die beiden Obelisken in die Lüfte, und die großen, auS Gli'hlämpchen gebildeten japanischen Schrift- zeichen erstrahlen gleichfalls im elestrischen Licht. Raketen und Feuerkugeln steigen unter dem Jubel der Bevölkerung gegen den sternbesäten Nachthimmel auf und leuchten über die ganze Stadt und unter diesem tausendfältigen Lichterschein wird das groß« Totenfest gefeiert.
Weise-Aöonnements.
Die Abonnenten und Leser der „Frankfurter Zeitung" werden bei Aufgabe von Reise-AbonnementS dringend gebeten, die Adreste des ständigen Wohnsitzes sowohl, als auch die Reise-Adresse gefälligst recht deutlich anzugeben, damit weder beim Versand noch bei der Zustellung der Zeftung Verzögerungen entstchen.
Sodann ist die Angabe unerläßlich, ob daS zu versendende Exemplar ein besonderes Reise-Abonnement sein soll, bei dem Abonnement «nd Auslagen in Berechnung kommen, oder ob daS berefts abonnierte Exemplar zur Nachsendung benutzt werden soll, in welch Ichterem Falle nur die Auslagen zur Verrechnung kommen.
Bestellungen auf Reise • Abonnements sind an richtenr
von Abonnenten in Frankfurt a. M.
an die Expedition, Hier,
von Abonnenten bei unseren auswärtigen Agenturen
nur an die betreffende Agentnr am Orte.
Postabounenten — deren Namen der Expedition vollständig unbekannt sind, da dieselben seitens der Postanstalten nicht genannt werden — belieben die Ueberweisung ihres Exemplars nach einem anderen Orte im Deutschen Reiche lediglich bei der Postanstalt zu beantragen, bei der das Abonnement genommen wurde. Die Haupt-Expedition kann Veränderungen ohne Auftrag der Poft nicht vornehmen-
Der Preis eines Reise-AbonnementS (Abonnement und Auslagen) für die Länder des Deutsch-Oesterr. Postvereins beträgt bei ausnahmslos zweimal täglicher Versendung
Die Reihen lichten sich bereits. Auch bie brüte unb letzte Versammlung tagte im Lichthofe ber Charlottenburger Hochschule, bessen akustische Verhältnisse leiber ganz unzulänglich finb. Es spricht zunächst Prof. Muthmann - München über technische Methoben zur Verarbeitung b e s S t i ck st o s f s b e r L u f t. Es hanbelt sich barum, für bie fchivinbenben Salpeterlager Chilis unb bas gleichfalls im Preise stark steigende schwefelsaure Ammoniak billigeren Ersatz zu sinben. Um bie billigste Stickstoffguelle, bie überall zugängliche athmospärischhKuft, auszunutzen, finb zwei Verfahren mit Erfolg eingefühn: in Italien bas Frank' sche, bas ben Stickstoff an Caleiumcardib binbet, unb in Norwegen bas Verfahren von Birkelenb unb Eybe, bas ben Stickstoff unmittelbar zu Stickstoffoxyd verbrennt und dies in Salpetersäure überführt. . Das Verfahren erfordert, um rentabel zu sein, riesige Mengen billiger Kraft. In Norwegen, wo man ganze Niederschiaasgebiete aufkaufen kann, liegen di" nisse dafür besonders günstig. Prof. F

