26 Juli ISO« Nr. 204« Writtro Morgenblatt drr xraukfurtrr Zeit«««. SS Juli 1906. Seite at

PROSPEKT

über

1.5,046,800- von 4 aus 8ttkonvertierte Anleihen vom Jahre 1890,1894 und 1900

der

Stadt Ludwigshafen a. Rh.

Die Stadt Ludwigshafen a. Rh., Königreich Bayern, Bezirksamt Ludwigshafen a. Rh., hat im Jahre 1905 folgende 4 °/o Anleihen auf 3i/»°/o konvertiert;

Anleihe 1890 Ursprünglich 7 .77.7. jl 2,000,000.— hiervon getilgt .......................j...........;........ „ 269,700.—

Restbestand Ende 1905 .777. ..............'.7...7. 77.^7 JL 1,730,300.—

Anleihe vom Jahre 1894 (L Teilausgabe) JC 800,000.— hiervon getilgt ...................................... „ 34,000.—

Restbestand Ende 1905..77.777....77..77...7771 766,000.—*

Anleihe vom Jahre 1900 .7.7. 7 7777. .7.777.7.. .77.. 77. .7....... .7. . .7777. M 3,150,000.— hiervon getilgt ................................ , _

Restbestand Ende 1905 ..77.77...7777 . 7...777.. ............77.77... .7777. Jt 3,150,000.—

Gemäß Beschlusses der Gemeindeversammlung vom 25. Juli 1904 sind durch Bekanntmachung des Bürgermeisteramtes Ludwigshafen a. Rh. vom 18. März 1905 die Inhaber der vorgenannten ungetilgten 4o/o Schuldverschreibungen aus den Jahren 1890, 1894 und 1900 ausgefordert worden, ihre Schuldverschrei­bungen bis zum 15. April 1905 durch Abstempelung in 31/sO/o Anleihescheine umwandeln zu lassen. Denjenigen Inhabern der vorgenannten 4<>/o Anleihen der Stadt Ludwigshafen a. Rh., die ihre Stücke bis zum 15. April 1905 nicht ein gereicht hatten, sind ihre Kapitalbeträge auf Grund der Anleihebedingungen zur Rückzahlung zum Nennwerte gekündigt, und zwar die 1890er und 1894er Anleihe per 1. Oktober 1905 und die 1900er Anleihe per 1. Januar 1906. Die gekündigten Schuldverschreibungen werden seitdem sofort nach der Einreichung auf 3i/2o,'o abgestempelt und gelangen dann als abgestempelte 31/20/0 Anleihescheine wieder in den Verkehr.

Die auf den Inhaber lautenden Schuldverschreibungen tragen die eigenhändige Unterschrift des Bürger­meisters und das StadtsiegeL Dieselben werden in halbjährigen Raten mit 31/2 o/o verzinst und erfolgt die Auszahlung der Zinsen für die Schuldverschreibungen vom Jahre 1890 und 1894 am 1. April und 1. Oktober, für die Schuldverschreibungen vom Jahre 1900 am 1. Januar und 1. Juli.

Die Schuldverschreibungen vom Jahre 1890 sind eingeteilt in solche I. Ausgabe, datiert vom 1. August 1890 und zwar

250 Stück Lit J zu je JL 2000.— No. 1—250 Jt 500,000.—

300 , , k , , 1000.— „ 1—300 , 300,000.—

360 , ► , L , , 500.— . 1—360 , 180,000.—

100 , , m » , 20Q.— , 1—100 , 20,000.—

1010 Stück mit 1,000,000.—

die Verjährung der verfallenen Zinsscheine und der ausgelosten oder gekündigten Schuldverschreibungen gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Die Schuldverschreibungen vom Jahre 1894 (L Teilausgabe) sind eingeteilt in:

150 Stück Lit. N zu je M 2000.— No. 1—150 300,000.—.

300 , , O , , 1000.— , 1—300 , 300,000.—

300 , , P , , 500.— , *1—300 , 150,000.—

250 . , Qu. , , 200.— » 1—250 50,000.—

1000 Stück mit JC 800,000.—

Die Zinszahlung, sowie die Kapitalsrückzahlungen, ferner die Erhebung neuer Zinsscheinbogen erfolgen kostenfrei bei der Stadtkasse Ludwigshafen a. Rh., bei den Herren Delbrück Leo & Co. in Berlin, bei Herrn E. Ladenburg in Frankfurt a. M., sowie bei der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen a. Rh. und Frankfurt a. M., Mannheim und deren übrigen Zweigniederlassungen. Die Rückzahlung dieser Anleihe erfolgt nach Maßgabe d® den Schuldverschreibungen beigedruckten Tilgungsplanes bis längstens 1942. Im übrigen ist die •Kündigung, Auslosung, Rückzahlung, Verjährung der Zinsen und des Kapitals die gleiche wie bei der Anleihe vom Jahre 1890.

Die Schuldverschreibungen vom Jahre 1900 sind eingeteilt in

900 Stück Lit. A a zu je -JL 2000.— No. 1—900 1,800,000.—

800 , , B b , , 1000.— , 1—800 .’ . | j | , 800,000.—

800 , , Cc , , 500.— , 1-800 7 J | | • | J , 400,000.—

750 . , Dd , , 200.— , 1—750 J ! . • J • . . 150,000.—

3250 Stück mit M. 3,150,000.—

Die Zinszahlung, sowie die Kapitalsrückzahlungen, ferner die Erhebung neuer Zinsscheinbogen erfolgen kostenfrei bei der Stadtkasse in Ludwigshafen a. Rh., der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen a. Rh., Frank­furt a. M., sowie deren übrigen Zweigniederlassungen, bei der Rheinischen Creditbank in Mannheim und deren Zweigniederlassungen, der Süddeutschen Discontogesellschaft A.-G. in Mannheim, den Herren Delbrück Leo & Co. in Berlin, den Herren L. & E. Wertheimber in Frankfurt a. M., den Herren Ephraim Meyer & Sohn in Han­nover, der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und deren. Zweigniederlassungen. Die Rückzahlung dieser Anleihe erfolgt nach Maßgabe des den Schuldverschreibungen beigedruckten Tilgungsplanes bis längstens 1940. Die regelmäßigen Auslosungen finden jeweils im Laufe des Monats Juni statt, wogegen die Heimzahlung erst am darauffolgenden 1. Januar erfolgt. Im übrigen ist wegen der Kündigung, Auslosung, Rückzahlung' Verjährung der Zinsen und des Kapitals das gleiche maßgebend wie bei den Anleihen von 1890 und 1894. °

Die Ergebnisse jeder Ziehung, sowie eine etwaige Totalkündigung der Anleihen, ferner der Restanten werden durch Ausschreibung in Ludwigshafener Zeitungen, der Neuen Badischen Landeszeitung in Mannheim der Frankfurter Zeitung, der Berliner Börsenzeitung und dem Deutschen Reichsanzeiger alsbald nach der Ver­losung bekanntgemacht. Die Stadt verpflichtet sich, für den Fall der Konvertierung der Anleihen in Frank­furt a. M., Berlin und Mannheim eine Stelle zu bezeichnen, bei der diese kostenfrei vorgenommen werden Irnnn

Ludwigshafen a. Rh., den 1. Mai 1906.

ferner in solche fl. Ausgabe, datiert vom 11. Februar 1892, und zwar

250 Stück Lit J zu je Jt. 2000.-r_ No. 251—500 1 *.*.'*. «< 500,000.—

300 , , K , , 1000.— , 301—600 J • J I ’ ; , 300,000.—

360 . , L , , 500.— , 361—720 J 1 ’ J ! , 180,000.—

100 , , M , , 200.— , 101—200 7 20,000.—

Das Bürgermeisteramt

gez. Krafft

' —.....—4, ...

Auf Grund des vorstehenden Prospektes sind:

1010 Stück mit jl 1,000,000.—

Die Zinszahlung, sowie die Kapitalsrückzahlungen, ferner die Erhebung neuer Zinsscheinbogen für die vorbezeichnete Anleihe zu M. 2,000,000.— erfolgen kostenfrei bei der Stadtkasse in Ludwigshafen a. Rh., der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen a. Rh., Frankfurt a. M., Mannheim und deren übrigen Zweigniederlassungen und bei den Herren Delbrück Leo & Co. in Berlin. Die Rückzahlung dieser Anleihe erfolgt mittels Auslosung oder Kündigung nach Maßgabe des den Schuldverschreibungen beigedruckten Tilgungsplanes bis längstens 1935. Dieselben sind von Seiten der Inhaber unkündbar. Der Stadt Ludwigshafen a. Rh. steht dagegen das Recht zu, jederzeit auch größere Beträge als im Tilgungsplane vorgesehen oder die ganze Anleihe“ nach voraus­gegangener halbjähriger Kündigung zurückzubezahlen. Die Verzinsung der ausgelosten oder gekündigten Schuldverschreibungen hört mit dem durch die Auslosung oder Kündigung bestimmten Tage auf. Die Aus­losung wird in einer von dem Gemeinderat vorzunehmenden öffentlichen Ziehung jeweils im° Laufe des Monats Juni vorgenommen. Die Rückzahlung der ausgelosten Schuldverschreibungen erfolgt an dem darauffolgenden 1. Oktober gegen Rückgabe der . betreffenden Titel und der verfallenen Zinsscheine nebst Erneuerungsscheinen. Für die hierbei etwa fälligen Zinsscheine wird der entsprechende Betrag am Kapital in Abzug gebracht Für

M. 5,846,800.— Yon 4 ans 8 VI« konvertierte Anleihen vom Jahre 1890, 1894 und 1900 der Stadt Ludwigshafen a. Rh. zuin Handel und zur Notierung an der Frankfurter und Berliner Börse zugelassen worden.

Frankfurt a. M,, Ludwigshafen a. Rh., Berlin, Mannheim, Darmstadt, Hannover, den 25. Juli 1906. 2U45

Pfälzische Bank, L 4 E. Wertheimber, Delbrück Leo 4 Co., Bank für Handel 4 Industrie, Rheinische Creditbank, Süddeutsche Diseonio - Gesellschaft, Ephraim Meyer 4 Sohn.

PROSPEKT

über

X 3,370,900.- Voige Eudwigshafener Stadtanleihe

vom Jahre 1906

. Auf Grund der Beschlüsse der Gemeinde-Versammlung vom 16. August 1901, 25 Juli 1904 und 2 März iqnß sowie des staatsaufsichtlichen Bescheides des k. Bezirksamtes Ludwigshafen a. Rh. vom 28. Mai 1906 No 3624 und der L d- SUti— Zerium. „„ 6. Juni lw No. l24£? i

Nom. 3,370,900.— 4% Anleihe vom Jahre 1906 eingeteilt in:

furt-ä. M. und den Herren Ephraim Meyer & Sohn in Hannover eingelöst, woselbst auch die Erhebung neuer Zinsschein­bogen kostenfrei erfolgen kann. Die Stadt verpflichtet sich für den Fall der Konvertierung der Anleihe in Frankfurt a. M., Berlin und Mannheim eine Stelle zu bezeichnen, bei der diese kostenfrei vorgenommen werden kann. Für die Verjährung der verfallenen Zinsscheine und der ausgelosten oder gekündigten Schuldverschreibungen gelten die gesetzlichen Be­stimmungen.

St 900 ä Jt 2000.— Lit Nn. ... JL 1,800,000.—

, 950 ä „ 1000.— , Oo. 77 , 950,000.—

, 921 ä , 500.— , Pp. 77 ....... , 460,500.—

. 802 ä , 200.— , Qq. .777 .77....7. . 1^0,400.— «

Jt 3,370,900.—

md S?6 aUf de“ h?aber lauten und mit1 halbjährigen auf den 1. Januar und L Juli jeden Jahres fälligen Zinsscheinen d mit Erneuerungsschemen versehen sind. Der erste Zinsschein ist am 1. Juli 1906 fällig.

meisters die ArieihZhÄ6’ Zi”SS^heine .n”d Erneuerungsscheine sind mit der faksimilierten Unterschrift des Bürger­meisters, die Anleihescheine außerdem mit dem Original-Gemeindesiegel versehen.

ür Handel und Industrie in Darmstadt und deren übrigen N^XS^X HeiZVu. E.

Ludwigshafen a. Rh., im Juni 1906.

Das Bürgermeisteramt

gez. Krafft

Auf Grund des vorstehenden Prospekts sind:

M. 8,878,900.— 4°|, Ludwigshafener Stadtanleihe vom Jahre 1908 unkündbar bis 1911 und verlosbar ab 1912

zum Handel und zur Notierung an der Frankfurter und Berliner Börse zugelassen worden.

Frankfurt a. M., Ludwigshafen a. Rh., Berlin, Mannheim, Darmstadt, Hannover, den 25. Juli 1906. ^ßii46

Pfälzische Bank, L 4 E. Wertheimber, Delbrück Leo 4 Co., Dank für Handel 4 Industrie, Rheinische Creditbank, Süddeutsche Disconto-Gesellschaft, Süddeutsche Dank, Ephraim Meyer 4 Sohn.