rr^sch, s. Storni»« 1924

^bEosenproblem England» tonne nur Et WerdM c***e SBelt, die Frieden bsB e und sich »lÄt kLrchte. Der SGüffel zum Frieden und zur Wohlftchtt liege mi Kerzen Europas.

'Daily Chronik schreibt, für alle liberalen und fortschritt, kichen Leute bestand« eher Hoffnung als Befürchtung.

?Oatly Erpreß- fleht das Jahr 1924 mit einer Note wirklicher Mffnunq Beginnen. Die Arbeitslosigkeit nehme ab u* die EMn Anzeichen eines Wiederauflebens der Industrie seien be» Mrrbar. Rußland stabilifiere sich und werde vielleicht in die­se« Jahr seine Stellung in der Welt wieder einnehmen.

Nechahrsrede des badischen Skaakspräsidenken.

1 , 2 Karlsruhe, 1. Jan. (Priv.-Tel.) Heute vormittag fand leim badischen Staatspräsidenten Dr. K ö h l e r ein NeujohrS- twpf-mg statt, zu dem die Spitzen der Beamtenschaft, Vertreter der Geistlichkeit, des Handels, der Industrie, der gewerblichen st'nd charitativen Vereinigungen des Landes und die Presse graben waren. Dr. Köhler gab einen Ueb erblick über die pslttischen Geschehnisse des letzten, traurigsten Jahres deutscher Geschichte und sagt« u. a.:

Schauen wir hinein in das deutsche Volk. Wenn ich von ihm rede, dann denke ich nicht an die dünne Schicht der Prasser und Verschwender, der Blutsauger und Hartherzigen, di« durch ihren Hebensstil selbst ausscheiden aus der Volksgemeinschaft, denn nur wer eine gemeinsame Not gefühlt,- gehört nach einem Worte Richard WagnerS znm Volke. Die neu erwachte tätige Liebe zum Mi tmenschen, die sich in den letzten Monaten deS vergange­nen Jahres besonders erfteulich äußerte, gibt mit ein Zeichen des tpiedererwachten Gemeinschaftsgeistes. Ihn wollen wir fördern und Pflegen, denn nur in diesem Geist werden wir siegen und wieder ein Volk werden. Darum fort mit all dem Kleinen und trennenden l Reichen wir unS über alle Gräben und Wäll« die Hand« zu gemeinsamem Tun, zur Rettung des deutschen Volkes. Stellen wir ihn, den Menschen, wieder in den Mittelpunkt unseres Wirkens. Reißen wir uns loS von der Auffassung, die den freien und lebendigen Menschen unterorbnet unter bie MÄerir."

Im weiteren Verlaufe seiner Red« betonte der Staats» Präsident sodann Badens Treue zum Reich DaS Land werde alle separatistischen Gedanken rückhaltlos ablehnen, doch Müfle eS vom Reiche erwarten, daß feine landsmannschaftlichen Eigenarten respektiert und Im Rahmen des Ganzen das Eigen­leben der Länder ermöglicht werde. Die Idee deS UnitariSmuS und der Aentralisation sei romanischen Ursprungs. Ihr wider­strebe das germanisch« Wesen. Unter dem schützenden Dach deS großen Reiches müsse die Möglichkeit freier Entwicklung jedem «inzelnen Lande gewahrt bleiben. Dafür, und das sage er im Namen des ganzen badischen Volkes, gelobe das Land fest und entschlossen und ohne jeden inneren oder außen:» Vorbehalt zum Reiche zu stehen, nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem ganzen Herzen. .

71-- __

Die Tischdame des deutschen Botschafters.

Paris, 31. Dezbr. (Wolff.) Wie derNew Noik Herakd' WS Washington berichtet, hat die Gattin des b e l g i - scheu Botschafters Baronin de Cartier de Marchienne sich geweigert, auf einem diplomatischen Diner im Weißen Hause sich von dem deutschen Botschafter Dr. W i e d f e l d t zu Tische führen zu lassen. Die Baronin hab« dem Weißen Hause mitge- teilt, daß sie an dem Diner in diesem Falle nicht teilnehmen werde. Der deutsche Botschafter führte darauf die Gattin deS japanischen Botschafters Hanihara zu Tisch. Dem Blatte zufolge bestehen in­folge dieses Zwischenfalls, der in diplomatischen Kreisen großes Aussehen erregt hat, gespannte Beziehungen zwischen der belgischen und der deutschen Botschaft, Die Baronin ist eine geborene Amerikanerin.

, Madttsch In Mert. l"

r Wien, 28. Dezbr. (Priv.-T«l.) Der kroatische Bauernführer R a d i t s ch ist vor eingen Tagen aus London in Wien eingetroffen, gedenkt aber nicht nach Kroatien, sondern wieder nach London zu­rückzukehren. Er erklärt, seine Reise nach Wien sei durch die V o r - gänge in Mazedonien veranlaßt worden, da er gefürchtet habe, daß dem Ausstand in Südserbien eine revolutionäre Bewegung in Kroatien folgen könnte. Er erhofft sich von den nächsten Wahlen in Südflawien die Mehrheit für feine Partei in der Skupschtina; dann erst werde er in die Heimat zurückkehren. (Di« Verwirk­lichung dieser Hoffnung ist aber völlig ausgeschlossen, und «3 scheint »in Mißverständnis vorzuliegen. D. Red.)

AM- i! Südflawien und Bulgarien.

r' Belgrad, I. Januar. (Wolff.) Nach dem Eintreffen eines telegraphischen Berichtes aus Sofia über di« Erklärungen Zankofss wurde eine Miniflerkonferenz abgehalten. In der Nintfchiisch über die Haltung der bulgarischen Regiening referierte. Die Konferenz beschloß, den juzoflavischen Gesandten In Sofia, Rakitsch, zur mündlichen Berichterftattung nach Belgrad zu berufen.

Die Erklärungen Zankoffs in d-r Sobranje über die Lag e in Mazedonien haben in der hiesigen Oeffentlichl-it große Entrüstung hervorgerufen. Die Blätter weisen mit Entschie­denheit die inkorrekte Haltung der bulgarischen Regierung zurück, die sich anmaße, sich In innere Angelegenheiten Jugoflaviens ein­zumischen. DiePrawda' z. B. schreibt, obwohl Bulgarien den FxtedenSvertrag nicht erfüllt und Abrüstung nicht vollzogen habe, erdreiste eS sich ein stehendes Heer wegen dez Zankapfels Maze­donien zu verlangen. Die Drohungen Zankoffg schüchtern in Jugo- flavjen niemanden ein.

i K Derbayrische (Seift" an der Münchner Universität.

Minchen, 51. Dezbr. (Wolff.) Wie die München-AugSburger -Abendzeitung" schreibt, werd« augenblicklich auS den Kreisen der Bayrischen Volkspartei gegen landfremd« Studenten an der Münchener Universität, mit denen preußische oder deutsch- Sfierreichische Studenten gemeint seien, planmäßig Stimmung ge­macht. Landtagsabgeordneter Rothmeyer Hobe auf den bah. rischen Geist hingewiesen, der jetzt In München sein Unwesen treibe. Eine unverhhältnismäßlg große Anzahl nichrbaycischer Studenten studier« auf Kosten bet bayrischen Steuerzahler. DaS Blatt erwartet vom Senat der Universität, daß er di« Stuben, tenschaft gegen derartig« Angriff« klar in Schutz nehme.

aanwmM«'»irwwMBn»»iMamimaBM»iMiiiuuuiiiiiii ihmi3

«ehirnlich, sehr unsinnlich und vergrübelt, dazu belastet mit einer dem Ohr feindlichen Diktion, bie sich an Rilke und Hofmannsthal gebildet und überbildet hat. Es ist ein Erzeugnis aus Bildung und Reflexion, das sich auf Krücken der Allegorie und einer flauen, ungefäij.'en Symbolik mühsam bewegt und nirgends In di« Sinne fällt. Die Regie van Herrn Albrecht Joseph konnte an diesem Sachverhalt nichts ändern; in der Roll« »er Jungfrau gab Frl. L e n n a r tz ein« sehr beachtenswerte Leistung voll Wärme und strömender Menschlichkeit. DerVerkündigung" folgte Bor­chardts ,K r i p p e n s p i el", ein verwerflicher Bildungsexzeß in mittelalterlichem Sprachkostüm, der den Abend vollends verdarb. t ' Mi.

sFrarckfurttcr NeueS Theatcr.1 Mit Friebmann-Frede- richs .Meyers" entließ das Neu« Theater seine Sylvestergäste lachend auS dem alten Jahr. Nicht alle Repräsentanten dieser weitverzweigten Dynastie erschienen als die exemplarischen Meyer». (Herrn Wallburgs Fernsein vom Familientag wurde für die wenig S-'ütfllÄ besetzten Rollen deS JaequeS Meyer oder de» Chevalier öfar schmerzlich vermißt.) Dafür bohrt« sich Alois Groß- mann unentwegt in bie witzige Substanz des Moritz Meyer ein und Lola M e b I u S, die ihre komischen Alten stets mit jugend- kichem Eifer betreibt, rührte an die letzten Dinge der Rosalie Meyer, geb Meyer. Herr Mainzer schwelgte in seiner Vielseitigkeit: sowohl der stillen Größe eines Geheimrats Myer wie der lauten bacchischen Gestalt des Herrn Kugelest sinnreich zu entsprechen. Erna R e i g b e r t als Tochter des Gutsbesitzers Sttesemann hat auch dem Namen eines Reichskanzlers in ihrer Holdheit keine Schande gemacht. Den Diener Heinrich des Herrn G u t h k e will sch vor vielen andern feines beziehungSvollen Augenaufschlags wegen nicht verleugnen. Zum Schluß aber sei der Darsteller des Chevalier Erneste de la Roche, Herr Eduard Bornträger, als das glanzvoll« Knallbonbon des abendlichen Ulks mit höchstem Ton besungen. Er leitete die Tradition der radebrechenden Deutsch­franzosen von Jean be France und Sliccant stilvoll In bie Gegen- wart; zerbarst fast vor Beweglichkeit der Glieder und der Zunge und verpuffte einen ganzen Dictionnaire französischer Vo­kabeln wie Feuerwerk. Allein um dieses Ernest« de la Roche willen lptznt es, sich immer mal wieder bei Meyers" einladen zu Itffcrt. Dbd.

3= fAuS den Frankfurter Theatern.f Av.8 der Kanzlei der Städtischen Buhnen w-rd uns mitgeteilt: Die Erstaufführung von S'! d r a k a s' SchauspielB a s a n t a s e n a" im Schau- s p i e ia u s in der Uebersetzung von Lion Feuchtwanger mit Fritta Brod in ber Titelrolle ist angesekt auf Mittwoch den 9. d. M. Im Opernhaus findet am Donnerstag, 3. Jan., die Uraufführung der OperetteDer einzig« Mann" von Heinrich W a l d b e r g, Bruno Hardt und Dr. Emil-August G l o g a u, Musik von Bruno Hartl, statt. DaS Werk ist besetzt mit den Damen Lena Bößnickev, Elisabeth Fried- rich, Erna Recka, Marie Wellig-Bertram, Agnes Werninghans und den Herren Georg Ernst. Josef Gareis, Richard Riedel, Max Roller und Richard v. Schenck. ,x

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Nirmmer Seite2

Am Sonntag finden in Frank­für ungefähr die Hälfte der Sitze

des Defizits des Bud Defizit beträgt 53 Million

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Wetterberichte vom 2. Januar.

(Von der Wotterdlenstabteilung des Univ.-Inst, für Meteor, und Geophysik)

In der vergangenen Nacht sind in Südwestdeutschland infolge westlicher Ausstrahlung wieder ziemlich erhebliche Frosttempera^ turen aufgetreten. In Ostdeutschland und besonders in Norddeutsch­land im Küstenbereich blieb das Frostwetter. Da die Grenze zwi­schen warmer und kalter Luft etwas näher an unser Gebiet heran­gerückt ist und heute etwa in der Linie Calais-Paris-Lyon liegt, so kann damit gerechnet werden, daß wir bis morgen etwas mehr in den Bereich der wärmeren Luft kommen und daß eine leichte Ab­schwächung des Frostes eintritt.

Vorhersage für Frankfurt a. M. und Westdeutschland: Bewölkt# vereinzelt Schnee, Abschwächung des Frostes, nordwestlichc Winde. Vorhersage für Ostdeutschland: Wolkig, trocken, kalt Nord­ostwind.

Wetterbeobachtungen von 8 Chr vormittags.

Feldberg 1 T. : Maxim 7.3 Minim.11 5. Tagesm. 9 2 Nied mehl.

Schneeherichte x Eoliborg 1. Taunus; 90 cm Schnee.

Fcläberg 1. üchwarzwalfl: 180 cm Schnee.

Wassersuppe (RMa): 100 cm Schnee.

Wetter ||

Al

86 %

119. % it140(M)00

Vermrschle Nachrichken.

Köln, 31. Dezbr. (Wolff.) 8Tm SamStag ist im hiesigen Ge­fängnis der 39jährige ledige frühere Pferdeknecht Johann Mayer aus Mayen durch das Fallbeil hingerichtet worden. Mayer wurde im Jahr« 1919 wegen Beteiligung an verschiedenen Mor­den, darunter an Frauen in der Eifel, von dem Gericht in Kob­lenz zum Tode verurteilt.

München, 31. Dezbr. (Priv.-Tel.) Der General. staatSkommiffar hat eine Entschließung herausgegeben, wonach die (Sammlungen der Internationalen (kommu­nistischen Arbeiterhilfe unter die von ihm verbotenen Or« ganisaiionen fallen und unter allen Umständen zu verhindern sind.

Nürnberg, 31. Dezbr. (Wolff.) Im Stadtteil Gleißhammer hat sich das Ehepaar Kestler erschossen. Als Beweg­grund ist nach derTagespost" angeblich die in Aussicht genom­mene Entlassung Kestlers wegen Mitnahme eines Objekte? im Werte von zwei Pfennigen auS der hiesigen Ofenfabrik anzusehen.

Lausanne, 29. Dezbr. (Schweiz. T«p.-Ag.) DaS Bundes­gericht hat gestern im Patentprozeß zwischen der AEG. in Berlin olz Klägerin und der Baseler Glühlampen­fabrik A.-G. als Beklagte entschieden, daß das von der Kläge­rin im Oktober 1910 in der Schweiz erworbene Patent bett, die Herstellung von Glühlampendrahl aus Wolframmelall zu Recht bestehe. Die Verwendung des Wolframdrahtz zur Anfertigung von Glühlampen durch Nichtberechtigte wurde als Patentverletzung erklärt und die Beklagte zur Einstellung ihrer Fabrikation, soweit dabei Wolftamdraht verwendet wurde, sowie zur Aahlung von 100 000 ßranea Schadensersatz air die Klägerin verurteilt^.-----

Verantw ortt'Uolilitti.Allcem.: 81. Biikching; fievineton: Rudolf Gech vanbel: »tcrm. Stern; Sinzemen: N. Zuckert; iamti. in prrankfmt a-M Druck und Verlag der Lranisurter Societät«-»nutetet B. «u b. v,

Frankfurter Handelsblatt.

Wiedergabe und drahtliche Verbreitung der Artikel mit * und der Privatdepeschen nur mit genauer QuellenangabeFrkf. Ztg. gestattet.

Cieschflftsjubtianim. Die 1874 aus der Firma Louis Weil hervorgegangene, von Emil Reinhardt und Louis Weil ge­gründete Eisengroßhandelsfirma L. Weil und Reinhardt .in Mannheim, die seit 1020 in der Form einer Aktiengesellschaft betrieben wird, blickt am 1. Januar auf ein SOJähriges Be­stehen zurück. Das Unternehmen hat sich sehr rasch zu einer führenden Firma im süddeutschen Eisengroßhandel entwickelt, was sie mit zu einem großen Teil dem Weitblick des 1913 verstorbenen Mitgründers Emil Reinhardt verdankt. Emil Reinhardt war es, der in den neunziger Jahren das für die deutschen Kleinbahnen wichtig gewordene Schienengeschäft ausbaute. Außerdem war er der Grün­der der 1903 durchgeführten ersten Organisation der süddeutschen Eisenhändler, deren Vorsitzender er bis zu seinem Tode war. 1908 hat sich die Firma, die in der Hauptsache das reine Handelsge­schäft betreibt, auch der Industrie zugewendet sind unter Mitwir­kung der Süddeutschen Discontogesellschaft und der Motor A.-G. ' in der Schweiz ein elektrometallurgisches Werk, die Gotthard- > werke in Bodio errichte* die da» vorher zumeist aus Frankreich],

Aas dem befehle« Gebier.

«öül -. «fc, 31. Dezbr. (Wolff.) DieKöln. Ztg.' meldet aus Düsseldorf: Durch die neu« Verordnung Nr. 91 des Generals Deaoutte ist di« Bestimmung in der Verfügung 750 über die Pollzeiverwaltung auf den Zechen wie folgt, geändert:

An der Ausübung der Polizrigewalt in den von derSDlicum" unmittelbar oder mittelbar betriebenen Bergwerken und industriellen Anlagen und für deren Sicherheit fahren die zuständigen deutschen Verwaltungsstellen unter folgenden Vor­behalt«» fort: Kein« die vorerwähnten Bergwerke oder industtiellen Anlag«» betreffende Mtttetlung kann zwischen den deutschen Ver. Wallung-stellen und dem Personal der Betriebe ausgetauscht werden ohne Vermittelung der Direktors, der von derMicum" an die Spitz« des Betriebes gestellt ist. Falls der Direktor be. bauptet, nicht verpflichtet zu fein, di« auSgrtauschten Befehle durch die Revierbeamten befolgen zu lassen, und) falls sich die Revier- beamten weigern, die von dem Direktor geforderten Verhaltungs- maßnahmen zu treffen, wird der K o n f l i k t auf Ansuchen der Parteien vor «inen Vergleichsausschuß gebracht, der sich aus dem Chef der Bergwerttverwaltungen der »Micum" und dem Berghauptmann in Dortmund zusammensetzt. Falls es diesen beiden Beamten nicht gelingen sollte, den Konflikt beizulegen, wird dieser vor den P r ä s i d e n t« n der .Micum" gebracht, der selbständig entscheidet.

Kurze politische Sschrichke«.

Kew Vorh, 31 Dez. (Wolffl.

* 1*1 Iss. PidfkllO >4

Paris, 2. Jan. (Wolff.) Am Sonnti reich SenatSwahken sl. ... ...

statt. In 86 Depattements sind 116 Senatoren neu zu wählen. Bon den ausscheidenden Senatoren gehören 55 der radikalen Par­tei an, die sich di« demokratische Linke nennt, 34 sind Linksrepu­blikaner, 15 gemäßigt« Republikaner und 12 Konservative.

Paris, 31. Dezbr. (Wolff.) Der deutsche Geschäfts, t r ä g e r in Paris, BoffchastSrat v. H o e f ch, hat der französische» Regiening das Beileid der deutschen Regierung zu dem Verlust be» lenkbaren Luftschiffes ,D ixmu de", wobei anscheinend 50 Menschen den Tod Minden haben, ausge- sprachen. Er hat zu gleicher Zeit dem Wunsche Ausdruck verliehen, es möge gelingen, durch Auffinden Geretteter die Trauer des ftan. zösischen Volkes zu lindern. ,

London, 2. Fan. (Wolff.) Reuter meldet auS Washington: Die StaatSeinkü-nfte im Jahre 1923 betrugen 4164 Mil­lionen Dollar- Dies bedeutet eine Vermehr» ng um 500 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgaben betrugen 3888 Millionen Dollar.

London, S. Jan. (Europapretz.) Aus Angora wird gemeldet, daß der Finanz minister infolge des Defizits des Bud­gets demissioniert .. .. - -

nen türkische Pfund.

Warschau, 1 Jan. (Wolff.) Wie die Blätter melden, findet am 21. Januar in Warschau eine Konferenz der baltischen Staaten statt, an der Estland, Lettland, Finland und Polen teilnehmen. DaS Programm der Konferenz ist noch nicht fest- gesetzt. u_ .

I .*1. i lixäA

.Gebrüder Simon, Ver. Textilwerke A.-G., Berlin. Aus unserer Berlinert Redaktion würd ums Resühnie- ben:In der noch immer mit finoßer SohneHiigkei.t laufenden Kette der Neueinführumgen bildet die von M 300 Mill. Aktien der obigen Gesellschaft wieder einmal ein etwas bedeuten­deres Glied. Der Konzern der Firma Gebrüder Simon ist nächst Hamnwsen der größte deutsche Batimwollkonzern. Er unterseiheiidet sich, aber von dem Genannten insofern wesentlich, als er im Großhandel verankert ist, während die Grundlage des Hammensen-Konzerms die Spinnerei bildet Soweit der Simon-Konzern sich nach und nach auch auf die Produktion ausgedehnt hat, handelt es sich in der Hauptsache um die Färberei, Druckerei und Appretur und erst in zweiter Linie um die Weberei und Spinnerei.

Dio Konstruktion des Unternehmens ist in mancher Hinsicht eigenartig. Die eigentliche bereits seit 1852 bestehende Textil- handelsfirma Gobr. Simon hat die Form einer Kommanditgesell­schaft. Der persönlich haftende Gesellschafter ist die Gebr. S'unon- Ver. Textilwerke A.-G., eine reine Holding-Company, die M 20 Mill. Anteile von insgesamt M 32 Mill, dar Handelsfirma besitzt und mit 66% pCt. an deren Gewinn beteiligt ist. Die übrigen Anteile sind Eigentum der Familie Simon, der auch der reg liehe Gewinn zufließt. Die A.-G. ist ferner Besitzerin der meisten Be­teiligungen an Fabrikationsunternehmungen. Zu nennen sind die Manufaktur Koechlin Baumgartner u. Cie. in Lörrach, von der M 12.48 (von 25) Mill. Stammaktien und M 8.31 (von 25) Mill. Vorzugsaktien im Simon-Konzern liegen; ferner die A.-G. für Bleicherei, Färberei, Appretur und Druckerei vorm. Heinrich Prinz Nachf. in Augsburg (M 4.64 von 8.4 Mill. Stammaktien), die Meeh. Baumwollspinnerei und Weberei Bamberg (10.04 von 20 Mül. Stammaktien und M 112 000 von 320 000 Vorzugsaktien), die Meeh. Baumwollspinnerei und Weberei Kempten (M 4.08 von 15.5 Milk Stammaktien), die Meyer Kautfmann Textilwerke A.-G. in Tannhausen (Jl 10.05 von 44 Mill. Stammaktien), ferner die Deutsche Textilwerke Mautner A.-G'. {M 29.1 von 150 Mill. Aktien). Die Kommanditgesellschaft hat ihrerse:ts Beteiligungen an der Ba mwollhandols A.-G. in Zürich und der Firma Snoeck u. Würzweiler in Köln. Die Beteiligung an der Meeh. Baumwollspinnerei Bayreuth, wegen der von kurzem ein scharfer Kampf mit der Berliner Tertilhandel'sfirma Braunsberg ge­führt wurde, wird im Prospekt nicht erwähnt; sie soll aber nur kleineren Umfang haben.

Die Ursache dieser Konstruktion, die dem Außenstehenden als überflüssig kompF ziert erscheint, ist die Beziehung zu dem Blu­mens tein - Konzern. Seinerzeit war eine vollkommene Verschmelzung nrt der BLumenstein-Gruppe geplant Als Mutter- gesellschaft des Gesamtkonzemns war die Ver. Textilwerke A.-G. gedacht. Infolge von Differenzen, die sich dann zwischen beiden Kontrahenten eins teilten, hat man von diesem Plan Abstand ge­nommen. Da nun aber die Bilumenstein-Gruppe noch einen Teil der Aktien der Gesellschaft besitzt (es handelt sich um ca. 20 pCt. des Kaptals) und auch im Aufeächtsrat vertreten ist, hat man da­von abgesehen, die Stammfirma mit der HoldUng-Company zu ver­schmelzen. Berührungspunkte mit dem Blumenstein-Konzern be­stehen aber noch insofern, als die Beteiligung an der Manufaktur Koechlin von Blomenstein e'npebracht worden ist. Zur Hammer- sen-Gruppe sind ünsofem Beziehungen vorhanden, als diese Firma an der Meyer Kauffmann-GeeelTschaft in ungefähr gleich starkem Maße beteiligt ist w'e der Simon-Konzern. Bezüglich der Beteiligung an den Deutschen Textil werk en Mautner ist zu bemerken, daß der jetzt rein tschechische Mautner-Konzern an di'csem Unternehmen nicht mehr interessiert ist.

Das Kapital der Ver. Textilwerke A.-G. betrug bei der im Jahre 1920 erfolgten Gründung M 50 Mill. Es ist dann im Dezember 1922 auf 100 Mill. Mark und im Oktober 1923 auf A 500 Mill, erhöht worden. Von den zuletzt aus-gegebenen Aktien sind A 200 Mill, gesperrte und nicht gelassene Schutzaktien, die einem Ver­waltungskonsortium zu 1 Million pCt. überlassen wurden. A 100 Mill, wurden den Aktionären angeboten, während die restlichen A 100 Mill, zur Verwertung bestimmt wurden. Mit dem Verkauf dieser Aktien ist bereits begonnen worden. Ausgeschüttet wurden 30 pCt., Divi­dende auf A 100 Mill. Aktien für ein 6 Monate umfassendes Zwischen­geschäftsjahr. Eine Zwischenbilanz per 30. September 1923 zeigte entsprechend dem Charakter des Unternehmens als Holding: Company keine sehr großen Ziffern. Die Debitoren von A 32 Milliar­den sind fast ausschließlich Forderungen an Tochtergesellschaften, die Kreditoren von A 108 Milliarden zu ca. 75 pCt. Guthaben der Tochtergesellschaften. Das Effekten- und Beteiligungskonto hat sich von A 56 Mill, auf 85 Milliarden erhöht Anscheinend sind in­zwischen die Beteiligungen an Produktionsgesellschaften auf die Ver. Textilwerke übergeleitet worden. Eine Zwischenbilanz der Firma Gebr. Simon zeigt dagegen wesentlich höhere Summen. Waren­bestände betragen 9.2 Goldmark, Guthaben 216 000 Goldmark, da­gegen Verpflichtungen 1.26 Mill. Gold mark. Der Umsatz der Firma Gebr. Simon in 1922 war 8.9 Milliarden Mark. Neben den Aktien werden auch A 25 Mill. Anfang 1922 ausgegebene Sproz. zu 103 rück­zahlbare Papiermark-Schuldverschreibungen an die Börse gebracht. Während die Aktieneinführung kennzeichnend für den Geldbedarf auch der kapitalkräftigsten Gruppen ist, hat die Obligationeneinführung für die Gesellschaft natürlich angesichts der Geringfügigkeit des Betrages keinen Zweck. Die Einführung erfolgt, wie uns erklärt wird, lediglich auf Grund eines Wunsches von Be­sitzern.

Ueber den GeschiUfeganig wird gesagt, daß er während der ersten 9 Monaten bei allen angescMaseenen Unternehmungen äußerst lebhaft war. Während ejin Teil der Finnen durch Exportaufträge noch gut beschäftigt sei, haben bei dem an­deren Teil Be tri eteei nschrän kun gen statt gesund en. In den letzten Wochen hatt sich aber, wie uns matge teilt wird, erneut lebhafte Nachfrage gezeigt, die um so beachtenswerter sei. als sie, soweit sich übersehen läßt, nicht spekulativer Natur ist sondern regulären Bedarf darstellt.

Ermäßigung der Bankgebühren in Mannheim. Aus Mannheim, 31. Dezember, wird uns geschrieben:Die in der Vereinigung Mannheimer und Ludwigshafener Banken und Bankiers zusammengeschlossenen Firmen, die vom 2. Januar 1924 an gleichfalls zur Verrechnung in B i 11 i o n m a r k übergehen, wobei unter 10 Milliarden lie­gende Beträge Papiermark unberücksichtigt bleiben, haben, gleichfalls vom 2. Januar an, eine we's entliehe Er­mäßigung der Gebühren beshlossen. Unter an­derem werden für An- und Verkauf von Dividendenwerten sowie von Bezugsrechten bei Ausführung an auswärtigen Plätzen 4 pCt. (bisher 6 pCt.), bei Ausführung an der Mann­heimer Börse 2/4 pCt. (bisher 6 pCt.) vorn wachsenden Be­trag mindestens 4 Goldmark berechnet (bisher bestand an­gesichts der hohen Sätze keine Mindestgrenze). Die Bausch- gebühr für Depeschenspesen, Portoauslagen, Versicherung und Materialien ist bei Ausführung der Aufträge an aus­wärtigen Plätzen auf 1 pCt vom ausmachenden Betrag, mindestens 1,50 Goldmark, ermässigt worden (bisher das 1 (Hache eines Fernbriefportos). Die Wortstellung bringt gleichfalls eine wesentliche Besserung; sie erfolgt bei Effekteiwerkäiufen in Mannheim wie bisher 2 Werktage, bei Effektenverkäufen in Frankfurt 5 Werktage, in Berlin 6 Werktage (bisher bei auswärtigen 8 bis 10 Werk­tage) nach Verkauf bezw. nach Lieferung der Stücke.

Erhöhung der englischen Kohlenpreise. Vom 29. Dezember ab werden die englischen Kohlenpreise um 1 sh je Tonne erhöht, was seit dem L Dezbr. eine Erhöhung um 2 sh bedeutet.

Fraekfart, 1. Jannar: Maxim. 5.5. Minim.12 2. Tsgesmittel8.7. Normalm.

II

T

Va!uta=Markt.

Frankfurt a. M., 2. Jan. 10.45 V. Im Ü san c en* handel liegen Pfunds etwas schwächer. London gegen Paris 85%, gegen New York 4.33%, gegen Prag 148%.

Zisri cito. 2 Dez. (Wollt) 9 Uhr vorm. L'eutscftl. 1«5 Cent1) Hollind 217.60 Wien lOOOaO.AilParls. .129.15- Midien 124.72>< jGr.dapcst 10.030234l3eterad;S. Prag 16.66 Londoo 24.76- BrossellZB.SO Nez York 6.72V8 Wsnehi Stockh| 1B1.% iKopenh |101.% |Büecos|181.^ |Cbrislania| 83. [Madrid! 78.« ,

Bulgarien 405. ') Für 1 Billion Mark.

r Berlin, L. Jati. '

In Berlin wurde nunmehr die Hugo Stinnes Riebeelf Oelhandelsgesellschalt m. b. H. gegründet zwecks An­mut Verkaufs, Lagerung und Transport von 0e-len und Fetten ajfcr Art, Kerzen, Montanwachs und andere Erzeugnisse dter chenüschon Industrie. Stammkapital: X 10 MM. Geschättsfülirer Dir. Hermann Borelli in Berlin. Es handelt sieh nm eine Eüfsorganisation für die im Gange befindliche Zusammenlegung und Auswetung des Oelgie- sohäftes, das sich auf der alten und neuen (Nächtenstädter) Riebeck- Braunschwe:g-Produktion, auf Olea, Apt, Stinnes-Han^burg und dis neuen amerikanischen Oel-bezugtiVerträge mit der Sinclair-! Corporation aufbaut.

Die Chorlotten hütte in Niederschelden beabsich­tigt dem Vernehmen nach als Dividende für 1922/23 auf je X 1003 nom. Aktien DoU. 1 in Dollarschatzanweisungen des Reiches zu werteten.

Die Rei hsbankhauptstelle in Danzig hat vom 31. Dezbr. 1923 für den Verkehr mit dem Publikum endgültig ge­schlossen.

Die Bazar - A.-G. in Berlin hebt die G.-V. auf, da nicht iti Statut notwendigen 75 pCt. des Aktienkapitals angomeldet seien1.

W Wien, 1. Jan. Kapitalserhöhungen beantragen: die Blech- und Metallwarenfabrik M. Herczka j&XLo. . A.-G. von K 300 auf 600 Mill, und die Oesterreiehiscne Weinproduzenten- und Händler A.-G. von K 1000 auf 3000 Mill. Kapitalserhöhungen führen durch: Die Wiener Baustoff A.-G. von K 32 auf 56 Mill., auf zwei alte eine neue zu 8250 pCt., die Steierer Bank A.-G. von 1 auf 1,5 Milliarde, auf acht alte eine neue zu 4000 pCt. und die Ver. Lederfabri­ken Flesch, Gerlach und Moritz A.-G. von 2520 auf 3130 Mill., auf vier alte eine neue Aktie bei Sperrverpflichtung bis Ende 1921 zu 2000 pCt., ohne Sperrverpflichtung zu 2250 pCt.

Gegründet wird unter Beteiligung der Depositenbank die F e st­und Kraftfutterfabriken A. - G.

Dividende verteilt die Internationale Rück- und Mitversicherungs - A.-G. K 3000 gegen 100 und die Lumen, Petrolemm- und Bergbau A.-G. K 400 gegen 80t

Der frühere Generaldirektor der Oesterr. Bodenkredit­anstalt Alexander Weiner ist als öffentlicher Gesellschafter in das von der Discontogesellschaft kommanditierte Bankhaus Ephrussi & Co. in Wien eingetreten.

Die S o c 1616 Reunie des Pdtroles Fanto A.-G. be­schloß Kapitalserhöhung auf Fr. 40 Mill., Zergliederung der Aktien zu 100 Fr. in je 5 Aktien zu Fr. 20 und Einräumung des Bezugs­rechts an die Aktionäre auf neue einstimmige Namensaktion, die weder Dividende noch Zinsen tragen, noch Bezugsrecht auf Divi­dende besitzen und nur im Liquidationsfalle mit dem eingezahlten Nennwert anspruchsberechtigt sind.

Nach demN. Wien. Tagbl. beabsichtigt die Erste Oester­reichische Sparkasse zur Erhaltung der Wiener Häuser langfristige amortisierbare Reparaturkredite weit unter dem derzeit üblichen Zinsfuß zu gewähren auf Grund von Ueber- . einkommen mit den Hauseigentümern und Wohnungsparteien oder mit amtlicher Entscheidung über die Reparaturen.

Die Wallersdorfer Werke A.-G. und die Firma Flo­re nt z & Co. gründen die Oesterreichische Glas­fabrik A.-G.

R K J.ondon. Das Direktorium der Dunlop Gummi- Gesellschaft veröffentlicht einen vorläufigen Bericht über das Ergebnis der seit längerer Zeit schwebenden Untersuchung über die Gründe der gewaltigen, 8 Müh Lst. übersteigenden Verluste in 1922. Demnach sind schwere Mißgriffe vorgekommen, dh zu Prozessen gegen mehrere inzwischen ihres Amtes enthobene Direk­toren führen. Der Bericht erregt größtes Aufsehen, zumal fatale. Enthüllungen erwartet werden. In den abgelaufenen 1% Jahren! wurden unter neuer Leitung 1% Mill, verdient.

R K London. Der Abschluß der Staatsfinanzen fttf drei Vierteljahre ergibt ein Defizit von 60 Mill, hauptsächlich infolge starker Ausfälle direkter und indirekter Steuern und Zölle. Jedoch dürften die Eingänge im kommenden Vierteljahr das Defizit restlos ausgleichen und sogar einen kleinen Ueberschuß ergeben, Der Umlauf an Sehatzwechseln hat sich natürlich bisher ansehnlicS vermehrt. Der Großhandels-Index derFinancial Times' ergibt nahezu 2 pCt. Steigerung gegenüber dem Vormonat, sodaß das Preisniveau höher steht als jemals seit Oktober 1921. Die Ten­denz ist weiterhin steigend, was als günstiges Omen gedeutet wird.

bezogene, für die deutsche Stahlindustrie wichtige Ferrosilioiua heratellt Auch auf dem Gebiete des Kohlen-, Zement-, Metall- uni Chemikalienhandels hat sich das Unternehmen eine angesehen/ Stellung erworben. !

* Bank für Dorsi- und Land»ü,tscJiaff Stuttgart. Unter Mitwirkung der Württ. Privatbank A.-G. (vonm G. Beißwenger) Stuttgart wurde durch eine größere Zahl von württ/ Wald- und Gutsbesitzern obige Gesellschaft gegründet. Der württ Staat hat im Interesse der Staats-Forstverwaltung eine maßgebende Beteiligung übernommen. Die Bank wird in räumlicher Verbindung mit der Württ. Notenbank ihre Geschäftstätigkeit in Kürze eröffne^ und sich zur Hauptaufgabe machen, bankmäßige Geld- und Kredit-; geschälte mit den Forst- und Gutswirtschaftskreisen, vorwiegend von Württemberg mit den Abnehmern ihrer Erzeugnisse unter Ausschluß von Handelsgeschäften zu betreiben. Das Grundkapital besteht au$ A 10 Milk Aktien, die konsortial gebunden sind. Zum Vorstand; wurde Bankdirektor Kurt Sauter bestellt.

* Die riMMlesische Geldawsbeute. Im November hielt sich die Goldgewinnung Rhodesiens mit 64937 Unzen fein auf der ungefähren Höhe des Vormonats (5S019). Der Wert der Ausbeute stellt sich auf Lst. 216 913 (216 616).

Saarländische .Eisen-Konkurrenz. Bei emw Submission der französischen Staatseisenbahnori wurden nach derDeutschen Bcrgw.-Ztg. u. a. folgende Angebote eingereicht: Für ein Los von 5000 t Schienen Standard von 46 kg verlangten die Ver. Hüttenwerke Burfcach-Eich-Düdekngen Fr. 519 Je t ab Völklngen, die Socii. 6 de Forges et AciSries de Nord et Lorraine (die Mehrheitsbesitzerin der Neunkirchen Eisenwerk A.-G-, vorm. Gebr. Stumm) Fr. 580 ab Neunkirchen. AuL irdem machte diArbed einen Preis für eiserne Schwellen von Fr. 505, für Stählerne Laschen Fr. 599 je t. Für 169.2 t Laschen erhielt sie des Zuschlag. Schienen und Schwellen sind noch nicht vergeben.

* Personalien. Aus Mannheim, 31. v. M., wird uns ge­schrieben:Mit Ablauf des Jahres 1923 sind aus dem Vorstand der Rheinischen Creditbank die Herren Fritz NierhofI und Hans Vogelgesang in den verdienten Ruhestand getreten. Herr Nierhoff war vor seinem 1910 erfolgten Eintritt in die Direktion der Zentrale Reichsbankdirektor und zuletzt dem Reichsbankdirek- > torium in Berlin zugeteilt. Herr Vogelgesang, der seit dem Jahre 1880 in den Diensten der Koesters Bank stand und bereits dem Vor­stände der aus dieser hervorgegangenen Oberrheinischen Bank ange­hörte, war seit dem Uebergang der letzteren auf die Rheinische Creditbank 1SO5 Mitglied des Vorstandes. Beide Herren haben sieh um die Entwicklung der Bank sehr verdient gemacht. Herr Direkor Gustav Rüster begeht am 2. Januar 1924 sein 25- jähriges Jubiläum als Direktor der Commerz- und Privat-Bank. Herr PIlster ist mit Beginn des Jahres 1899 in den Vorstand der damaligen Commerz- und Diskonto-Bank in Hamburg eingetreten und im Früh­jahr 1904 nach Berlin tibergesiedelt. Herr Heinrich Schwa­bacher, Seniorteilhaber der Tapisseriewarenfabrik M. F. May e< u. Co. in Frankfurt hat sich nach über 40jähriger Tätigkeit ati 1. Januar d. J. aus der Firma zurückgezogen. Die Firma Geb r. Röchling Bank hat in Ludwigshafen ein Bankgeschäft eröffnet, zu dessen Direktor Herr Jacob Pabst bestellt wurde.1 Herr Joseph Plaut in Kassel hat nach seinem Ausscheiden' aus der Direktion der Kasseler Filiale der Darmstädter und National, bank unter seinem eigenen Namen ein Bankgeschäft eröffnet. Die Bankfirma Hermann Richter in Berlin hat den früherer» Sozius, Herr Emil Weckmann sowie Herrn Fritz Reeder als Teil­haber ausgenommen. i ' j

Jrankfmter Angelegenheiten.

Frankfurter Teuerungszahl. Die Frankfurter TeuerungS. zahl stellt sich nach vorläufig« Berechnung der städtischen Statistischen Sterte» für die laufende Woche ohne Bekleidung auf 108 870 Milliarden, daS ist das 1091 milliandenfache der Fri«denS)oit, mit Bekteidung auf 129 225 Milliarden, dar ist daS 1134milliardenfache der Friedenszeit. Gegen die Vorwoche flsdonten die Ziffern «ine Senkung um 2,2 bezw. 1,8 Prozent.

* Sport.

m Schachturnier zu Hastings. Äm 29. Dezember wurden di« dritte und die vierte Runde gespielt. In der dritten Runde ge­wannen als Anziehende Dates gegen Priee und Euw« gegen Mieses. Im Nachzug siegte Normann gegen Seitz. Die Partie Colle-Maroczy wurde remis. Unbeendet blieb das Spiel Blake- Mchell. In der vierten Runde siegten als Nachziehende: Colle gegen Make, Mchell gegen Priee. Abgebrochen wurden die Par­tien Maroczy-Uates und Mieftz-Seitz. Der Turniersiand nach der vierten Runde ist: Euwe 3%, Michell 3 (1), Colle 3, Maroczy 2 (1), Blak«, FateS 1% (1), Norman 1%, Seitz 1 (1), Mieses % (1), Priee 0.

Mffchssl und verkehr.

Abbau der Außenhandelskontrolle.

NerN», 1. Ian. (Wolff.) Im weiteren Verfolg dez Abbaus der Außenhandelskontrolle wird durch eine dieser Tage imRcichS- anzeiger- zur Veröffentlichung kommende Bekanntmachung des NetchSwirtschastSministers nunmehr auch eine größere An- jahl Waren zur Einfuhr freigegeben. ES handelt ich hauptsächlich um Waren folgender Gruppen: gewisse pflanz­liche und tierische Rohstoffe, Erzeugnisse des Abschnittes 1 deS Zolltarifs, einzelne Stoffe auS dem Gebiet der Steine, Erden, Metallerze, Mineralöle, Steinkohlenteere, Steinkohlenteerstoffc, Bienenpflanzen, Erdwachs, Seifen außer Feinseifen, gewisse Schmier, und Putzmittel, einzelne chemisch- und pharmazeutische Erzeugnisse, Farben, Farbwaren, Kunstwolle, Ramie, Inte Ma­nila-Hanf, Linoleum, Fell«, Häut«, Leder, Kautschuk, gewiss- Oel- unb Kautschuckwaren, Hutgestechte, Holzspan, Stroh, Bast und ähnliche Geflechte, Sparteric, Sparteriewaren, gewisse Waren der Schnitz- und Formerstoffe, Halbstoffe zur Papier- und Pappcn- bercitung, Pappen, Packpapier, Pflastersteine, gewisse Stein«, Platten auS Gips, Schlacken, gewisse Tonwaren. Isolatoren, ae- wisse Glase und gewisse Glaswaren, aewisse Maschinenteile, gewffse Wagen (Wiegevorrichtungen), Geldschränke und Kästen, Schrott, Eisenabfälle, Blei, Zink. Zinn, Nickel, Kupfer, gewisse Waren daraus, gewisse Erzeugnisse der Feinmechanik, Optik, Dampfloko­motiven auf Schienen laufend, Dampfmaschinen, gewisse Motoren, Maschinen, Wagen für zwei, und einschienige Bahnen, Personrn- und Lastwagen, Schlitten ohne Verbinoung, mit Antriebsmaschi­nen, Schiffe ausgenommen, Fluß- und Binnenschiffe zu LuxuS- zwecke, Uhrenteile aus unedlen Metallen, Klaviere, Klaviermecha­niken, Klaviaturen. Durch Aufhebung dieser Einfuhrverbote wird selbstvefftändlich der im deutschen Zollsystem liegende Schutz der deutschen Erzeugung nicht berühct. Die Fortsehuna dez Abbaus der Einfuhrverbote ist für di« nächste Zeit in Aussicht genommen.

Beschlüsse des deutschen Mieterbundes.

Berlin, 81. Dezbr. (Priv.-Tel) Gestern fand hier eine auß-rordentliche Tagung deS Deutschen Mieterbundes statt. Nach «ingehender Aussprache wurde beschlossen, den Vorstand M beauftragen, nach vorheriger Verständigung mit den Gewerkschaften aller Richtungen ein Volksbegehren zur Neuregelung des Wohnungswesens einzulaften. Vor den W a h - l e n soll an die politischen Parteien die Forderung gerichtet werden, auf den Reichs- und Landeslisten an aussichtsreicher Stell« Kandidaten aus der Mietsbewegung auf« zufdellen. Für die Gemeinde wählen wurde dem Worein freie Hand gelassen.

Auflösung der Möbelausfuhrkommission in Kehl.

Berlin, 29- Dezbr. (Wolff.) Die MöbelauSfuhrkommission in 5k«hl wird zum 31- Dezember 1923 aufgelöst. Von den bisher durch die Kommission geführten Geschäften wird außer der Aus- kunstSabteilung in Liquidationsangelegenheiten die Fortführung der vor den französischen Gerichten und dem deutsch-französischen SchiedSgettchiShof schwebenden Angelegenheiten dem Vertre­ter des ReichSministeriumS für Wiederaufbau und des ReichSauSgle I chSamt r in Straßburg übertragen. Tie sonstigen rechtlichen Arbeiten der Kommission wer. den zur Abwicklung vom ReichSentschädigungSamt für Kriegsschäden In Berlin übernommen.

Die Deutsche Ostmesse.

sb Berlin, 31. Dezbr. (Priv.-Tel.) Die Deutsche Ostmesse, welche die nach Osteuropa gerichtete erfolgreiche Verkaufs- und Werbczentrale der deutschen Wirtschaft ist, wird auch 1924 ihre gegen das Vorjahr bedeutend erweiterten Ausstellungsmoflich- keiten in zwei Mustermessen, einer großen Landwirt- schaftS - Ausstellung und zwei internationalen Holz- messen ausnuhen. Die 8. Deutsche Ostmesse, di« als allge­meine Musternresse mit einer technischen und Baumesse verbun­den ist, wird vom 17. Januar bis 2. Februar, die 9. Deutsche Ostmesse vom 10. bis 13. August abgchalten werden. Für die große Landwirtschafts-Ausstellung der Deutschen Ostmesse ist der Spätsommer in Aussicht genommen. Di« zweite osteuro­päische Holzmksse wird gegen Ende März und die dritte osteuro­päische Holzmesse voraussichtlich Ende Oktober stattfinden. Zu der bevorstehenden 8. Deutschen Ostmesse ist das Interesse der deutschen Wtrsschaft so groß, daß noch zu keiner Messe die Ver­mietung der Ausstellungsraum« vor Ablauf der Anmeldefristen so weit vorgeschritten war, wie zur Königsberger Frühjahrsmesse 1924.

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