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In einem Gesellschaftsspiel siegte Germania-Frank» furt gegen Helvetia Backenheiin mit 6:0. Germania war besonders nach Halbzeit stark überlegen.

n Radrennen in Berlin. Die Sportstätte in der Potsdamer Straße eröffnete ihre Tore am Sonntag zum ersten Nennen der Be-u^srennfahrer. Im Flieaerkampf zwichen Hahn, Bauer, Schrage und Kaufmann war der Schweizer Meister eine Klasse für sich Kaufmann gewann alle Läufe spielend aus jeder Position, und siegte im Gesamtergebnis mit 10 Punkten vor Hahn 8, Bauer 6 und Scbrage 4 Punkten. Das von 13 Paaren bestrittene Stun- den-Mannschaftsfahren sah nach wechselvallem Verlauf Saldow und Häusler in Front, die 17 Punkte erreichten und 40 880 Km. zurücklegten. Den 13, vor Sawall-Vap

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* Die rückständige GoldanleiBelieferung für ab- gelieterte Devisen und Auslandswerte. Und wird ge­schrieben:Mitte September 1923 waren die Besitzer von Devisen oder ausländischen Wertpapieren verpflichtet, dem Reich einen Teil davon abzulfefarn und sie hatten die Wahl, dagegen Papiermark zu erhalten oder Gutschrift auf wert­beständige Steuerkonten zu verlangen oder Geldanleihe in Empfang zu nehmen. Wer den letzteren Weg wählte, hat dies in der Erwartung getan, daß er bald in den Besitz eines vollwertigen Wertpapiere« gelangen werde. Leider hat das Reich auch diesmal die Erwartungen der Censiten enttäuscht. Nach mehr als drei Monaten ist die Aushändigung der Goldanleihestücke nur in kleinem Umfange erfolgt und in vielen Fällen sind noch nicht einmal Goldimarkquit- tungen für die ausgelieferten Wertpapiere und Devisen aus­gefertigt worden. Alle Beschweren bei der Reichsbank sind erfolglos. Sie verweist auf die Ueberllastumg der ZentraJ- samme Istellen. Beschwerden an diese blieben fruchtlos. Demgegenüber erscheint es als eine Pflicht, das Vorgehen der Regierung auf das ernsthafteste zu rügen. Wer eine so kost­bare Leistung gewährt hat. wie es im vergangenen September ausländische Effekten und Devisen waren, hat den A n - Spruch auf loyale Gewährung der Gegenlei­stung, und er kann erwarten, daß die Reichsregierung, die so, prompt Noten und andere Zahlungsmittel in Verkehr bringt, alles und jedes tut, um ihre Verpflichtungen zu er­füllen. Derjenige Ablieferungspflichtige, der sich Papier mark aus zahlen ließ, ist in den meisten Fällen schon längst in der Lage gewesen, darüber zu verfügen und von den an ihn be­zahlten Beträgen zu toben oder sich Wertpapiere dafür zu be­schaffen. Wer es gutgläubig vorgezogen hat, der Geldanleihe zu vertrauen, erleidet einen Schaden, der umso empfindlicher ist, als die hohen Kosten der Lebenshaltung und die in Gold­mark zu zahlenden Steuern es den allerwenigsten möglich" machen, diese Ausgaben aus den Einkünften zu bestreiten. Schon um ihres eigenen Rufes willen sollte die Finanzverwal­tung darauf hinwirken, daß die Goldanleihestücke endlich und vollständig zur Ausgabe gelangen. Es kann dem Kredit des Reiches nicht dienlich sein, wenn sonst der Eindruck ent­steht, daß die Zurückhaltung erfolgt, um Verkäufe der Geld­anleihe zu verhindern.

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gen, die durchschnittlichen Sätze für norddeutsche Gefälle betragen gegenwärtig etwa 1113 Dollarcents pro Pfd. für alle Gattungen Großviehhäute und für mitteldeutsche und süddeutsche Provenienzen etwa 12 cents mehr, alles pro y, kg. Die Nebenartikel, wie Roß­häute. Kalbfelle, Schaf- und Lammfelle sind ebenfalls erheblich zurückgegangen. Mit diesen Preisen sind wir um mindestens 25 pCt, unter das Friedenspreisniveau heruntergegangen, und meist auch unter das gegenwärtige Niveau des Weltmarktes. Der Umschwung in der Tendenz des Häutemarktes für inländische Provenienzen ist auf den schlechten Geschäftsgang in der Lederindustrie, der Schuhindustrie usw. zurückzuftlhren. Der Absatz in den Fabriken stockte vorübergehend gänzlich. Und für die Erzeugung auf Lager fehlt der Industrie das Kapital. Es ist den Gerbereien gänzlich un­möglich, eine Produktion fortzusetzen, für die nicht schneller Absatz vorhanden ist. Ein weiteres wichtiges Moment ist die Tatsache, daß in den letzten Monaten, wo die Notierungen für deutsche Häute weit über Weltmarkt- und Vorkriegspreisen standen, maßgebende Firmen zur Einarbeitung von Wildhäuten übergegangen sind, da diese sich billiger kalkulierten als die deutsche Haut. Der Käuferkreis für dig letztere ist also entschieden zurückgegangen. Ein Ausgleich dürfte sich jedoch auf der heutigen Preisbasis bald vollziehen.

Auf dem W i 1 d h ä u t e*m a r k i e ist im Gegensatz zum deutschen Markt die Situation durchaus fest. Es haben so­wohl in Südamerika, als auch in Ostindien laufend umfang­reiche Verkäufe stattge funden,, wobei vorwiegend deutsche Interessenten als Kilos eu au strafen. Auch auf den Haupi- transit-Hafenplätzen, wie Antwerpen. Amsferd.ilm, Rotterdam, Ham,bürg, Triest herrschte bis in die letzten Tage hinein ein durchaus lebhafter Verkehr in allen überseeischen Provenien­zen. Auch europäische, außertieutsche Gefälle waren in der letzten Zeit ziemlich lebhaft begehrt, so daß aus fast allen Ländern belangreiche Umsätze und geringe Bestände^gemeldef werden konnten. ''

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sicherungsanstalcen) 1273 Gesellschaften tätig waren, die ein Aktien­kapital von cK 5,777 Millionen repräsentieren. Die industrielle Herstellung von Lebensmitteln durch 293 Betriebe wird mit cK 882 Mill, vertreten, 65 Betriebe mit 555 MilL gehören der Maschteen- branebe an, mit der Metallverarbeitung befassen sich 53 Unter­nehmungen mit 48i) Mill. Kapital, int Berg- und Hüttenbetriebe fin­den sich 39 Gesellschaften mit 463 Mill., die Transportgewerbe wer­den durch 101 Gesellschaften mit 447 Millionen vertreten, die Stein-, Glas- und Tcnindustrie umfaßt 107 Gesellschaften mit 466 Millionen, die Textilindustrie 74 A.-G. mit 451 Millionen, die chemische In­dustrie 69 Betriebe mil-, 408 Millionen, das Holz-, Drechsler- und Tapezierergewerbe 72 Betriebe mit 318 Millionen usw. Von aus­ländischen Gesellschaften zählt die Republik 139, darunter 46 ungarische, 32 reichsdeutsche, 37 österreichische und 2 fran­zösische, Geld- und Versicherungsanstalten sind auch hier nicht mitgezählt. Von Gesellschaften mit beschränkter Haftung werden 2247 mit 920 Mill'onen gezählt. Darunter feind 472 Handelsgesellschaften mit 162 Millionen Kapital und 252 Ges. in. b. H. der Lebensmittelindustrie mit 129 Millionen. Von aus­ländischen Ges. m. b. H. arbeiten in der Republik 59, davon 15 reichsdeutsche und 43 österreichische.

* II. Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgießerei A.-G., Berlin. Im Berliner Prospekt über M 20 Mill, neue St.-A. (Antragsteller Jacquier u. Securius) be­richtet die Gesellschaft, daß der Grundbesitz sich vermehrt habe und zwar durch Uebernahme eines Grundstücks in Berlin, Gnoi- senaustraße 27, von 2748 qm, das vorn mit einem Wohnhaus nebst Seitenflügel und hinten mit einem Fabrikgebäude bebaut ist und von einem Grundstück in Leipzig-Paunsdorf an der Riesaer Straße von 3900 qm, das mit einem Fabrikgebäude bebau. ist. (Ende 1922 standen Grundstücke mit M 857 700 und Gebäude mit 1.17 Mill, zu Buch. Im Geschäftsjahr 1923 sind die Umsätze zahlenmäßig wesentlich gestiegen, trotzdem mußten jedoch in letzter Zeit Be­triebseinschränkungen und Arbeiterentlassungen vorgenommen wer­den; die Belegschaft beträgt 360 gegen normal 500. Angaben über das Erträgnis des laufenden Geschäftsjahres können nicht gemacht werden (!. V. 200 pCt. Dividende).

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# Handball. Der Handball-StLdtekampf Berlin-Ham­burg, -der am Sonntag zwischen den Turnermannschaften der beiden Städte in Berlin zum Aus trag kam, endete mit einem überlegenen Siege der Berliner 11:2, Halbzeit 5:1.

~ ks Bobmeisterschaft von Thüringen. Tie Bobmeisterschaft r.on Thüringen wurde am Sonntag gemeinsam durch den Bobsleigh- klub Ilmenau und den Bobsleighklub Oberhof in Oberhof zum Austrag gebracht. Am Start fanden sich 17 Maschinen ein dar­unter allein zehn aus Ilmenau; unter diesen war auch eine Damen­mannschaft zu bemerken. Die beste Zeit des Tages fuhr mit 2:28 der BobIndianer" von der Bobabteilung des Berliner SchlittschuhklubZ (Lenker Müller). Die Gesamtresultate waren: 1. Bob M. K. D. aus Ilmenau (Lenker G- Fuscher, Bremser f>. Jäger) 5:03.1, 2 Bob Venus II aus Oberhof (H. Will, P. Will) 5:13-2, 3. Bob Bergschreck aus Ilmenau (K. Fritsch, Sieg­mund) 5:19,4.

in Schachturnier,w Hastings. In der zweiten Runde, am 28. Dezember, siegte Maroezy gegen Seitz, der sich französisch verteidigte und int Mittelspiel einen Fehler machte, Micheli ge­wann ein Damenbauernspiel gegen Mates. AIs Nachziehende waren siegreich: Colle gegen Pries und Euwe gegen Norman. Die Partie Mieses Blaks schloß nach interessantem Kamvfe mit Remis. Der Turnierstand ist: Michell 2, Colle, Euwe, Maroezy IM, Blake, Seitz 1, Misses, Norman, Dates %, Priee 0.

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Auktionswesens auszuüben. Im Lager derG erbe r, dis m.twenL gen Ausnahmen Anhänger des auktionsmäßigen Verkaufs sind, it E ste dtrin einen öffentlichen Preisregulator sehen und den Auktion« eine bedeutende Verbesserung der Qualität der ,^uts verdanke^ wurde der auktionslose Zustand unliebsam empfunden. Man bemühte sich von dieser Seite wiederholt, das Auktionswesen wieder in Ord­nung zu bringen. Da jedoch diese Bemühungen ohne Erfolg waren und auch die Spitzenorganisation des Häutchandels nach der Nieder- legung der Vorstandsämter ohne Führung war, .sind von Gerberseite Verhandlungen mit der Metzgerspitzenorganisation direkt eingeleitet worden. Der Dachverband, in dem von der einen Seite der bpi.zen. verband der Händler, von der anderen Seite die zuständige Organisa­tion der Gerber vereinigt waren, wird sich am 31. Dezember auf­lösen, nachdem auch sein Vorstand die Aemter niedergelegt hat. Um. die Verhandlungen möglichst zu fördern, berufen sowohl die Häuto­verwertungen als auch die Gerber ihre Mitglieder zu Versammlungen nach Leipzig und es ist wohl anzunehmen, daß dort zwischen diesen beiden Wirtschaftsgruppen eine Verständigung nicht nur über die weitere Abhaltung von Häuteauktionen erfolgt, daß vielmehr auch die Vereinbarung neuer Versteigerungsbedingungen gelingen wird. Welche SteUung der Häutehandel zu dieser Neuregelung emnehmea wird, steht noch dahin, es sind aber Bestrebungen im Gange, wieder einen Sonderverband der am Auktionswesen in­teressierten hauptsächlich Großhändler zu grün- . den, sofern in den Vereinigten Verbänden des Häute- und Fell­handels,Hufa" keine Einigung über eine wohlwollende Stellung­nahme gegenüber den Häuteauktionen möglich sein sollte. Es wird sich bei allen diesen Vorgängen darum handeln, eine reinliche Schei­dung zwischen wirklichen Auktionsinteressenten und am Auktions­wesen nicht interessierten Häutehändlern herbeizuführen, es wird sieh ferner darum handeln, zu entscheiden, ob der Einkauf der Gerber auf den Auktionen selbständig oder unter weiterer Beteiligung des Häute­handels durchgeführt werden soll. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß der Häutegroßhandel sich dem Vorgehen der Gerber anschließen wird und daß die Gerber ihre Geschäftsverbidnung mit diesen Firmen auch in der früheren Weise wieder aufnehmen. Die Verbindung zwischen den Verwertungen und diesem Teile des Häutehandels sindl wohl nie, auch während der auktionslosen Zeit, unterbrochen gewesen.

Svort.

Fußballspiel in Frankfurt.

I In- Bezirk Budapest liegt über Eintracht.

/ Frankfurt 3:2-

Für Budapest spielten: MayHerr, Szabo, Kengees, Nagy 45011x^801), Vadas, Men gl, Palchek, Horvath, Skwarek, Schwitzer, yur F r a n k furt stellten sich dem Spielleiter Roffi-Stu;t.gart: Srumpp; Klemm, Rauch; Schneider, Kirchheim, Beutler; Wetur, Schonfeld, Pfeifer, Eberlein, MölderS.

Im voraus sei gesagt: Im Mainbezirk gibt ez keine Mann­schaft, die in Bezug auf Spiel an die Budapester heranrcichr, man tonn sie sogar noch etwas über die neulich in Frankfurt gesehenen Schnelligkeit war größer, besonders bei der Ballabgabe. Die Läufer regulieren das Spiel, Stürmer und Ver- tcibige: spielen ihre Rollen mit einer Gewandtheit und Sicherheit, tote sie nur durch längeres Zusammenspiel zu erreichen ist. Fast anZ, als ob die Offensiven einexerziert wären. Kommt »er Ball von den Läufern zu den Flügelstürmern, schon ist der ^nnensturm bis auf etwa zwei Mete: zur Strafraumgrenze auf- «erückt. Fast haarscharf erreicht der Ball diese Stelle durch die ylugcl, und blitzschnell folgen hierauf die Schüsse. Darin waren eben die Budapester den Frankfurtern weit über, obgleich deren yiügelftürme: sehr gut spielten, auch die Verbindungsstürmer toaren nicht die Versager. Sie konnten es nicht immer aus den Augen des Mittelstürmers lesen, wohin er den Ball spielen wollte.

JeM schoß sehr selten, konnte sich auch wenig durchsetzen und be chränkte sich lediglich aufs Vallverteilen, eine wohl nützliche, ober keine durchaus fruchtbringende Arbeit. Nicht allein deshalb haben die Frankfurter weniger Tore erzielt als die Budapester, sondern auch weil sie den Ball nicht schnell genug wegbrachten.

Die Bodenverhältnisse waren schwierig. Vor Halbzeit hielten bie Frankfurter wacker Stand, sie konnten sogar durch den Mittel- stürmer Pfeifer, der einen Schuß des Halbrechten Schönfeld voll­ends eintrat, das erste Tor erreichen. Es verstrich abw eine Viertel­stunde, bis der Halbrechte Palschck Budapest ausgleichen konnte, weniger später folgte das zweite Tor für Budapest durch den Mittel- stürmer Horvath durch einen ausgezeichneten flachen Schuß. Kurz vor Eintritt in hfe Pause konnten die Frankfurter durch den linken Flü.gelstürmer Mölders. der unbehindert durchbrach, gleichziehen. Nach Seitenwechsel sind die Budavester meist überlegen- Wieder zögerte ein Frankfurter Läufer zu lange mit der Abgabe, die zwei Verteidiger karambolierten, der Halblinke Skworek-Budapest be­nutzte die Gelegenheit und schoß das dritte sieabnngende Tor- Gegen Schluß fernen die Frankfurter selten mehr "über die Mitte. Abe: nicht nur sie, sondern auch die Gäste waren seist ermüdet Stark über! -gen waren die Budapester im Angriff. Der Frank­furter Torwächter hatte viel schwerere Arbeti zu verrichten als der Budapester. Daz Spiel wurde von Rossi-Stuttgart sehr gut ge­leitet.

* Die Vorgänge am Häutemarkt. Uns wird ge­schrieben:Seit einigen Wochen hat die Abhaltung regel­mäßiger Versteigerungen eine Unterbrechung erfahren, weil man sich über doe Zahlungsbedingungen nicht ver­ständigen konnte. Die Häute verwertn n gen , d. h. die auf ge­nossenschaftlicher Basis arbeitenden Zusammenschlüsse der Metzger verlangten von den Auktionskäufern möglichst schnelle Bezahlung der Auktionskäufe, u. a. die Erlegung eines größeren Teiles der Kauisummen noch am Tage der Auktion. Die Käufer erklärten die Erfüllung dieser Bedingungen für technisch undurchführbar. Trotz einer Verständigung zwi­schen der Auktionsleitung und den Käufern kam es auf ver­schiedenen Plätzen dennoch nicht zum Verkauf, da der Häute­handel den regulären Verlauf verhinderte. Nur in Süddeutsch- kmd war es möglich, noch Auktionen abzuhalten. Die füh­renden mittel-, nord- und ostdeutschen Häute Verwertungen verkauften ihre Ansammlungen freihändig. Aber auch hierbei konnte eine Berücksichtigung aller Interessenten nicht erfolgen, so daß bald auch sine scharfe Kritik dieser Ein­schreibungen, Samirr.elverkäufe usw. einsetzte.

Diese Unterbrechung führte sowohl in den Kreisen der Gerber, als auch der Häutehändler zu eingehenden Aussprachen über die zu­künftige Gestaltung des Häuteverkehrs in Deutschland. Dem Häutehandel, mit Ausnahme der größeren Firmen, die den Ein­kauf auf Aktionen provisionsweise für die Großindustrie besorgen, war das Auktionswesen ein Dom im Auge, denn er war ja durch das­selbe von seinem Arbeitsfeld verdrängt worden. Man glaubte nun, der Moment sei gekommen, um das ganze Auktionswesen zu Fall bringen und den früheren Zustand wieder herstellen zu können, wo zwischen den Häute produzierenden Schlächtereien und den verarbei­tenden Gerbereien er die Vermittlung besorgte. Der am Auktions­wesen interessierte Großhandel jedoch vertrat einen anderen Standpunkt und bei den sich aus diesen Erörterungen ergebenden Auseinandersetzungen legte die Mehrzahl der Vorstandsmitglieder der Vereinigten Verbände des Häutehandels" ihre Aemter nieder. Diese Vereinigten Verbände wurden erst vor wenigen Jahren durch Ver­schmelzung des mehr den Kleinhandel repräsentierenden Reichsver­bandes deutscher Lederhändler und des Centralverbandes des deut­schen Häutehanels, dem mehr am Auktionswesen interessierte Groß­händler angehörten, geschaffen. Man will nun versuchen, auf einer für die Leipziger Neujahrsmesse einberufenen Versammlung eine Ueberbrückung der Gegensätze herbeizuführen, um das Fortbestehen der Spitzenorganisation des Häutehandels zu ermöglichen. Zwischen diesem Verbände des Häutehandels und den am Auktionswesen inter­essierten Gerbern war vor etwa Jahresfrist ein Dachverband gegrün­det, dessen Aufgabe es war, als Gegenpol zu der Zentralorganisation der Häuteverwertungen zu dienen, mit der letzteren die Auktions- zu üVer­des

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