Dorrvsrstag, 10. Februar 1027

Abendblatt der FraErrrter Zettnng

Paris..

Brthscl]

1925

1924

sbzuflrd

din-rs

(9.63)

Akzept- und 8"-L-, sowie 2.50

Staat

den bis-

1924

1925

1926

412.9

30.31 15.5' 16.8

663.01 916-5 12(60

275

wobei

sich die Direktion vorbe-

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1924 I 1925 |

I. I 1924 1922 ! 1926

1926

3L55

Von den einzelnen

63

65

63

71

72

Hnmlitivg, 10. Febr.

S

9.

10.

Brief

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70 ! Sept 67.

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Dez.

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6e:

Sch u I de ch ei n-Dar 1 A hon von MX 4

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sich rritf seiner Bankfirma iw Konkurs. Was af*p.r tumb Mill, ans.'

Buchwerte (in Mill. Fre.)

Mär, Mai

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(0) Mill.

io. Gela

67.

66.

3555 13.91

Gela 68.- 66 A 64

116.65 11483

21.73 19.02

65 46 68.04

». Geld IS. 70 %

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Briet 73.5« 71-

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' Brief 67 -!.i '16 *4 63.41,

285

58.0

55.3

10.6

18.9

64

74

Ituii 'ull

Anleiheschulden.

Etwas -schärfer noch wird vor der Fusion nach

io Brie) 72J/4 70

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39.14

10. bezahl!

66.14

63 14

}135.0

47.7

mäßig

85.94 24.71

- 4-33 1-99 L44 53.57

7.29 5.03 49.00

400

Belg. Banken Adri. Banken Kolonialges. .

Dezemb. Januar lanMärz

Belgien .. Bulgarien Dänemark Danzig.... England . Ein land .. Krankt eich Griechenld Holland .. Italien .... Südslaw... Mor wegen Dtsch. Oester. Portugal ..

Erfolgsrechnung (in Mill. Fr.)

Rohgewinn

Unk. n. Steuern .

Obl.-Zinsen Rediskont Gratifikationen.. Reingewinn . Reserve - Zuwois. Kapitalzins Dividende....

Fr. pro Res.- Anteil .. ..

gründung für diese wio für die anderen neuen Kapitalen betriebe im Konzern ist bisher nicht gegeben, auch kein zuständiger Auf­schluß darüber, wie sich nun die Unternehmungen Lsozialisieren

Eis.- u. Straßen b. Kohleng! üben .. Met- n. Masch.- Industrio ....

Elektrizität sind.

Glasindustrie ..

1500677

I 843814

! 1144756

36-32

57.05

67-35

1123

16.45

.Zur belgischen Wirtschaftslage sagt der Be­richt. die Ergebnisse der Stabilisierungspolitik seien schon greifbar. Die industrielle Tätigkeit habe sieb bisher nicht verlangsamt,, und der Geldmarkt zeige seit der Stabilisierung große Flüssigkeit. Auslandskapitalien seien nach Belgien geflossen und hätten schon die außergewöhnlich günstige Lage mitgestützt, die durch den englischen Streik entstanden sei. Man könne noch für einige Zeit mit der Fortdauer der gün­stigen Lage rechnen, aber die Produktionsbedingurigen wür­den in dem Maße weniger leicht, in dem die innere Kaufkraft dos Franken sich seiner äußeren nähere. Es sei eine allge­meine Anstrengung notwendig, um die Produktion der In­dustrie zu konkurrenzfähigen Preisen zu entwickeln.

Die Aktieninteressen der S. G. erscheinen trotz allgemeiner Steigerung auch der belgischen Börsenkurse nied­riger als *.. V., darunter die börsengängigen im gegenwärtigen Kurswert von Fr. 1238 Mill, mit nur Fr. 233 Mill. Die Zu­sammensetzung des Bestandes nach Branchen zeigt im wesentlichen folgende Tabelle:

18TU1I8.6O

118.76 18.70

64.38

1997 4.72 037 0.91

3841

5.M 5.10

27.50

275

' Buchwerte < .

(in Milk Frs.)

£9.85 IÄ92

64.90

14.47

13.4:

Drahtmeldungen.

Berlin, 10.: Februar.

an mehreren Börsen wenn erst die erste Arbeits-Bilanz des Trusts vorliegen wird. Unsere Draht- Meldungen wiesen schon darauf hin, daß auch dieser Ratio­nalisierungs-Zusammenschluß verbunden ist mit Kapital-

64.83

19.38

E

1..36

0 91

38.41

5.01

5.00

tugnst .18.80 18.80 Sepl. ...'18.60'18.40 OSthr. ,.;17 20,17.00

Aus der südamerikanischen Wirtschaft. Aus E.io de Janeiro schreibt unser s-Korrospondent:Die zur Ausfuhr über Rio de Janeiro 1927/28 zur Verfügung stehende Menge Kaffee wird amtlich ans 4.5 Mill. Sack geschätzt. Die Ausfuhr: über Rio betrug vom 1. Juli bis 31. Dezbr. 1926 2.2'Mill. Sack gegen 2.5 MilL in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Guatemala hatte 1925 die Einfuhr einen Wert von Doll. 23.4, die Ausfuhr einen von 29.7 Mül. Deutschland stand am 2. Dezbr. an 3. Stelle. Der Kaffee Xpert betrug 409 000, der Zuckerexport 77 000 Sack zu 60 kg. Die Steigerung der Einfuhr gegenüber dorn Vorjahre war .besonders auffällig bei folgenden Produkten:

JAl-siekm, 10. Febr. Mr. W. R. Morris, der Be­gründer der Morris Motors Ltd., hat aus der Konkursmasse mit gerichtlicher Zustimmung den Besitz der Wolscley Motors Ltd. fijr Lst. 730 OOO erworben. Diese Summe soll dem von den Li- ouidatoren geschätzten vollen Vv ert des Nachlasses nahekommen. Es ist beabsichtigt, den Namen der Firma Wolselev unverändert bestehen zu lassen. Es heißt, daß dieser Erwerb von Mr. Morris nersön-lich gemacht wurde, und nicht unmittelbar der Morris Motors Ltd. angegliedert wird. Durch diesen Ankauf wird- Morris einer der größten Automobilunternehmer Englands sein.

. W®i 8. Febr. (O.-E.) Die Rigaer Kreditba.uk A.-G. will ihr, Kapital bedeutend erhöhen und bei der neuen Aktienemission soll sich die Bankfirma Scheel in Reyal beteiligen. Die Rigaer Kreditbank arbeitet vorwiegend mit deutschem Kapital. Durch die Erhöhung des Grundkapitals und eine engere Zu­sammenarbeit mit der bedeutendsten. Bank Estlands dürfte der, Geschäftsumfang des let(ländischen Instituts eine wesentliche Erweiterung erfahren.

UglSMSWWM.

E IBorlm, 10. Febr. Das Internationale Knnferkartell hat. heute angesichts der gestern gemeldeten Geschäftsbelcbung . zom erstenmal nach den ständigen Preisherabsetzungen seine hiesigen Verkaufspreise für Wi re bars von 13 auf 13, 12% Cents cif Nordseehäfen heraufgesetzt. Obgleich a,uch die New Yor­ker Notierungen auf 12.62 Cents erhöht wurden, liegen die hiesig gen Preise - weiter erheblich über der amerikanischen Parität.

* Erneuter Huckgang der Eisenausfuhrpreise. Man schreibt uns:Unter dem Einfluß verstärkter. Angebote der belgischen und französischen Werke und der Zurückhaltung der Verbraucher haben die Preise am Eisenweltmarkt in den letzten Tagen weiter um durchschnittlich 2 bis 3 sh. nach­gegeben. Stabeisen wird von den westlichen Werken mit Lst. 4.18 angeboten, wogegen der deutsche Äusfuhrverband noch immer Lst. 5.17 fordert. Formeisen, das besonders schwach liegt, stellt sich auf Lst. 4.17 fob. Gegenüber den Höchstpreisen vom Oktober ist. also am Exportmarkt eine Preissenkung um ca. 20 pCt. eingetreten.

* Häuteauktion in Frankfurt a. M. Die nächste Ver­steigerung ist auf 2 2. d. M. angesetzt.

Eie Internationale Rohstahlgemeinschaft. Gen.- Dir. Kiodron von der Laurahütte hat eich nach derD. Bergw. Ztg. in einer Unterredung über den Beitritt Polens zum europäischen Stahlkartell dahin geäußert, der bisherige Verlauf der Verhandlungen. berechtige zu den Erwartungen, daß eine voll­ständige Einigung in. absehbarer Zeit folgen werde. In der Frage des allgemeinen territorialen Schutzes, insbesondere der polni­schen Hüttenindustrie, soll bis Mitte dieses Monats. eine Kon­ferenz mit den Vertretern der österreichischen und ungarischen Stahlwerken stattfinden. Die Teilnahme Polens am sogenannten Balkanring könne erst geregelt werden, wenn die polnischen Hütten endgültig dem Stahlkartell . beigetreten seien. Es müsse daran festgehalten werden, daß bei der. Berech­nung der Quote nicht das Ergebnis des ersten Quartals 192(5 zugrunde gelegt werde, da die Erzeugung der polnischen Hütten in dieser Zeit anormal niedrig gewesen sei. Die Frage des Ein­tritts in das Schienenkartell solle bis zur Entscheidung über den Anschluß an das Stahlkartell zurückgestellt werden. Nach einer Meldung aus Bukarest haben die südslawischen und rumänischen Eisen- und Stahlproduzenten den Wunsch zu erkennen gegeben, sich der Internationalen Rohstahlgemein- echaft mit einem Kontingent von 500000 t anzuschließon.

* Südttoutsciie E^telmetailnottoruusfn. Am 9. d. M. notierten in Pforzheim (Stuttgart): Gold Pro r MX 2.7.95 (2.805) G.. 2.812 (2.815) B.. Platin pro g MdL 13.25 (13.50) G.. 13.90 (13.90) B< Silber pro kg ZRdL 81 (82.50) G 8384.50 (83) B.

-2.' 138.70- Wie»..! 13.26 Bitar. 2.92W Athen..

72.811. Oslo '133.71(1 Bodap.i 30.91*4 V/arscb 68.00 3nenos

Zur Erleichterung der Effektenarbitrage zwischen Berlin um Frankfurt bestand schon seit etwa zwei Monaten die Ein­richtung, daß die ay Zahltage zum Beispiel in Berlin abzu- nehmenden und nach Frankfurt zu liefernden Stücke am gleichen rage telegraphisch überwiesen werden konnten, so daß ein-Stückomangel nicht mehr eintreten konnte. Dagegen be­stand ein geldlicher Ausgleich nicht, sondern der Ab­nehmer in Berlin z. B. hatte die. Stücke zu bezahlen. Diesen Aus­gleich plant nun die Liquidationskasse in Zusammenarbeit mit dein Kassonvoroin zur weiteren Arbitrage-Erleichterung. Und zwar soll der Abnehmer die Stücke am Zahltags nicht zu. be­zahlen brauchen, sorern von dein Empfänger der Stücke an dein anderen Platz, d. h. dem laaierammverpilichtoien rechtzeitig eine Erklärung abgegeben wird, daß er auf den Gegenwert zugunsten des -Abnehmers verzichtet In .diesem. Falle machen die Liaui- dationskasso in Berlin und das Kollektiv- Sk.ontro in Frankfurt a. M, die Verrechnung in sich. Die Vor­bereitung dieses Planes ist soweit gediehen, daß mit der Auf- nahmo in Frankfurt am Ultimo Februar zu rechnen ist. möglicherweise auch' mit Hamburg, mit welchem Platze die Verhandlungen noch schweben.

Eise G-etreidehandels-Gründung ist erfolgt in Berlin mit MdL pOuWO Kapital unter dem Namen N.idera Getreide A.-G. und nut einem Aufsichtsrat der. sieh- zu-ammensetzt aus Geh. R. rrisch (Dresdner. Bank). Dir. Samuel Kitschor (Reichskredit- A.-G.) und Kaufmann , Alfred Koppel im Haag. Als Zweck wird bezeichnet die Einfuhr und Ausfuhr von Getreide, Saaten und Futtermitteln, .b io Nidera übernimmt das deutsche Geschäft der Zweigniederlassungen der Rotterdamer Nidora-Gc- scUschaft die, nach dem Kriege unter Mitwirkung der Firma Stern u. IV old in Mannheim gegründet worden ist. Sie ha do Zweig­niederlassungen in Berlin und Hamburg, beide gehen in der neuen A.-G auf.

Die Zuckerfabrik Pröbeln A.-G. (Kau. MdL 4.07 Mill.) bleibt für 1925/26 nach auf ZR.dL 205 926 (233 048) verringerten Ab­schreibungen bei MdL 22 860 (35 598) Reingewinn wieder divi- d e n d e 1 o s. Der Bericht begründet das unzureichende Ergeb­nis mit niedrigen -Preisen und ungenügender Spannung zwischen Roa- 'und Verbrauchszuckerpreisen. Die Tätigkeit der im Früh­jahr 1926 gegründeten Ausluhrvereiuigung der Deutschen Rüben- zaickerläbriken habe sich erst gegen Jahresschluß stärker aus­wirken können, als dis Fabriken nur noch Restzuckefbes.ände hatten.. Dio Ratiinerieanlagen hätten bei weitem nicht im Frie­densumsatz . ausgenutzt werden können; zur Verarbeitung kamen 1.88 (1.44) Mill. Ztr., Rüben. Die Verbraüehszuckererzeugung be- trug 305 756 (283 033) Ztr. In der Bilanz erscheinen (alles in Mill. MdL) Effekten und Beteiligungen mit 0.46 (0.52). Vor rate mit 0.73 (0.93), außerdem Güterbetriebsbestände mit 0.37 (0.41). Debitoren betrugen 0.86 (0.87), Bankguthaben 0.24 (0.01). Unter den Passiven ist,die vorjährige .Bankschuld von 0.87 yersclnvundon, dafür erscheint neu ein Hypothekendarlehen von 0.38 und stiegen Kreditoren auf 0.77 (0.36). Akzepte ver- 'gerten sich ant 0.1 (0.14). Verbrauchszuckerschuld auf 0.69 im laufenden Jahr sei die Rübenernte erheblich niedriger als i. V., so daß bei gleicher Morgenfläche 310 000 Ztr. weniger verarbeitet wurden Andererseits habe sich aber die Preislage gebessert, und' die Gesellschaft sich auch eine größere V?en,eE! Rohzucker billig sichern können, so daß unter den üblichen V orbelmjten für 1926/27 'ein besseres Ergebnis erhofft wird.

h 9. Febr. Die Bilanz des Fester Ersten

Vaterländischen Bparkassenvercins für . 1926 weist einem Reingewinn von P 1.8 Mill, aus gegen P 1.445 Mill, im Vorjahr. Gleichzeitig wurde beschlossen, der. G.-V. die Dotierung der or­dentlichen Reserven mit K 2 Md., des Pensionslonds mit K 2 Md und die besonderen Renumerationen an die Beamten mit K 1 Md. vorzuschlagen, die Dividende gegenüber K 100 OOO mit K 125 COO. das sind P 10. zu . beschließen und K 507 Millionen vorzutragen. Ferner . wurde beschlossen, der G.-V. die Erhöhung des A.-K. von P 12% Mill, auf 16 Mill, zu empfehlen, und zwar durch Emission von 35 000 Stück Aktien auf die Weise, daß sämtliche neuen Aktien den alten Aktionären 4, zu 1 augeboten werden, wobei sich die Direktion Vorbe­halt. den Emissionskurs in einem späteren Zeitpunkt zu be­stimmen. Die, Einlagen auf Sparbücher sind um 77 pCt. von K 313.3 auf K 555 Md., die auf Kontokorrent placierten Gelder von K 576.4 auf 699 Md. gestiegen.

AMota Osr SalemoiHÄs W Al Mw ^niilea-BeWsflesßlisiliaü.

Li Berlin, 10. Febr. Die Verwaltung der WeizeumüMe Karl Salomon & Co. A.-G. in Berlin teilt nunmehr u. a. mit: Der Mimsch der Gesellschaft aus der Betriebsgemein­schaft Berliner Mühlen .m. b. L L Co. auszu­scheiden.' sei schon längere Zeit vorhanden und beruhe keines­wegs auf persönlichen Differenzen oder angeblichen Dispositionen des Vertreters der Salomon-Mühle, sondern sei rein sachlich triftig begründet. Die sämtlichen Verhandlungen der Betriobsgesellschaft mit der, SalomonAIühle hätten entgegen anderer Lesart bisher den Endzweck, die Salomon-Mühle zu halten. Erst in jüngster Zeit habe die Betriebsgesellschaft sich endlich bereit erklärt, .über ein freundschaftliches Ausscheiden ernsthaft zu ver­handeln. Der Zusammenschluß der Berliner Großmühlen kam Februar' 1926 zustande. Schon damals vermutete man, daß mit der baiomon-Mühle die schwierigsten Verhandlungen über die Quotenzuteilung zu führen waren. Sie war kapitaläßig nicht in dem Maße mit den drei- anderen Partnern so stark verflochten, wie diese untereinander. Die von .der Straßburger 111 m üble kontrollierte V i k t o r i a m ü hie besitzt die Mehrheit der H u in - boldtmühle und, außerdem mit der Blumenstein­gruppe zusammen die Mehrheit der Berliner Dampfmühlo. Hin­gegen verfügt sie bei der Salomon-Mühle nur über eine 25SOproz. -^Ifi)derh'eit. Dabei - ist'.die Kapazität der Salomon-Mühle von ca. obOO Ss.ck die größte in der Gruppe und es bedeutet-eine erheb­liche Einbuße für die Betriebsgesell schäft; wenn jetzt ans ihrer Gesamtkapazität von 9500 bis 10 000 Sack diejenige von Salom-'n herausf allen sollte. ------ -

Lst. | LlTonlan-R. | Schwanentarg.H.

15- Jan... I 63 ; 65

S. Febr. |

* AbschlußiMelduHKeii. Rheinische Textil- i a b r i k e n A.-G.» Elberlold. Wieder 0 pöt. Leipzig©* Graphische Werke A.-G. vorm. Vogel & Vogel voraus­sichtlich 0 (i. V. 5 uCt).

Russicke Eisenindustrie AG. in Uquld» G leiwitz. Die seit 1924 in Liquidation befindliche Gesellschaft schließt per 30. Juni bei MdL 15 Mill. A.-K. mit MdL 36 888 (23 490) Verlust. , Nach einem Berichtsauszug zeigen die Bilanzzahlen keine wesentlichen Veränderungen. Obliga- tionen verminderten sich auf MdL 270 750 (65 750). Kreditoren betragen MdL 25 049 (10 671). andererseits Debitoren Reichs­mark 98 071 (299 655). Die Werke in -Nvshnednieprow-sk und Saralocs sowie die Ansprüche für Schäden sind wieder auf Reichs­mark 1 abgeschrieben. Der Eigenkapitalüberschuß, der aus der Liquidationsbilanz übernommen wurde, beträgt unv. MdL 14.94 Mill. Die G.-V. wählte Gem-Dir. Dr. F. Eichberg neu* in den A.-R.

* A--®.,. A. Hering, Nürnberg. Bei der Gesellschaft (Masmunenfabnk) ermäßigt sich nach MdL 16 807 (27 588) Ab­schreibungen der Gewinnvortrag von MdL 15 597 auf MdL 1385, der vorgetragen wird (LV. 5 pCt. Dividende). Die Bilanz (30. Sept.) verzeichnet bei MdL 300 000 A.-K. Gläubiger und An­zahlungen stark ermäßigt mit MdL 199 978 (.344 815), anderer- seits Debitoren mit M-dL 116 367 (198 418) und Vorräte MdL. -LiO DO i l ZÖ1 4:11 J .

* Festo Flachsmärkte. Uns wird geschrieben:Auf den tiefen -Stand der Flachspreise zu Ende 1926, -folgte im Januar, herbeigeführt durch bessere Beschäftigung der Leinenindustrie fast überall, namentlich aber in Irland und Schottland ,eine Er­höhung. Holländische und belgische Flächse zogen- um etwa 10 pCL an, Flächse östlicher Herkunft gingen mit Die Preis­entwicklung in der jüngsten Zeit geht' aus folgenden Tabellen hervor:

Sanierungen.

Dio Akt.-Gos. Carl Berg in Werdohl, bekannt vor allem durch ihre Aluminiumverwalzung. dio seinerzeit für Stinncs ptsch. - Luxembu rg.- später auch ffir Siemens- ? c h u c k e r t und die Reichsalumininmfabriken den Anreiz zur Intoressenahme lieferte. - hat 1913 mit dl 3 Mill., 1317 mit dL 5 Mill., ab 1923 mit 8 Mill. A.-K. gearbeitet. Sie stellte,vom 5 zu 2 auf 3.2 MÜL. also etwa auf .Friedensmaß. um, ahne die Dividendczahluiig bisher wieder aufnehmen zu können. Isizt Ist geplant, din Berg-Aktionäre im Verhältnis von 4 zu 3

Frankfurter Handelsblatt

17todergx.be and drahtliche Verbreitung der Artikel mit und df.* Yrivetdepeachen nur mit genauer Quellenangabe JFrkf. Zt£.u gestaltet

werden. Der vor einem Jahr heraiis^ogebene Abschluß, hatte rach Lars, verdoppelten AbsehreibnnKon von //?,.//. 399 006 einen Jahresvcrlust von /JUL 102 249 trezeißt (1924/25: JUL 41 847 Reingewinn') sowie eine offene Kücklazo von 0.4 Mill.

--------- GeselißCuü.iten, über dio aiislührlich berich­

tet wird, erwähnen wir nur einige der wichtigeren: die Com­pagnie Beige deChemins de ter et d'E ntreprises habe eich an der Gründung der Soe. Gen. des Forces hydro-dlec- tripues du Katanga beteiligt und iiiie übrigen Unternehmungen zeigen Fortschritte. Die Comp. Auxiliaire Interna­tion «i 1 e d e C h e m in s de f e r konnte bei dem Mangel an Waggons in Mitteleuropa im zweiten Halbjahr 1926 den größten Fei r ihres'Avagonparkes günstig vermieten und wird trotz kost­spieliger Reparaturen und vergrößerten sonstigen Aufwandes ein besseres Erträgnis aufweisen als i. V. Die S o c i e t e L u x e rn- bourgeoise des Chomins de fer et Miniöres ver­zeichne eine erhebliche Steigerung des Verkehrs*, gleichzeitig aber auch der Kosten, so daß sie von der Regierung nach langen Verhandlungen im Dezember eine Tariferhöhung, die allerdings *ys ungenügend bezeichnet wird, zugestanden erhielt Von den Kohlengesellschaften zog die Bergwerksgesellschaft D a h 1 b us c haus der günstigen Konjunktur im zweiten Halbjahr Nutzen. Die Förderung konnte erhöht worden. Vom neuen Ge­schäftsjahr ab werde sich der Gaslieferungs-Vortrag mit derDe- log , der deutschen Filiale der Libbev-Owens Gesellschaft a.us- wirken. Bei der S o c. des Haute Fourneaux o t A c i ö- r 1 e s do Differdanse Saiut-Insbert-Riimelaugs Hadir' hat sich der Gewinn im Jahre 1925 auf Fr. 20 Mill gehoben <tie Dividende wurde auf Fr. 75 (30) erhöht. Die Gesellschaft, habe S pa rsamk eitsmaß nahm en soweit wie möglich dm-chgoführt und trotzdem ihre Produktion so gostoigert, daß die ihre Hochöfen aus eigenem Rohmaterial speisen konnte. Die boc.Gönerale des Minerais hat. sich an derAfrikani­sche Kupfer und Edle Metalle G. m. b. H. in Köln, derAfrican Metals Corp. in New York und derInternational Äccounting Go. in Brüssel, Neugründungen des Jahres 1826, beteiligt, die sich mit dem Handel von Mineralien und Nicht-Eieenmetallen be- lassen. Die Tätigkeit der sonstigen mit ihr verwandten Gesell­schaften, namentlich in Spanien und Mexiko, habe sich befriedigend gestaltet. Die Gesellschaft hat weiter ihre Interessen auf dem Gebiete der chemischen Industrie vertieft und ihr Kapi­tal zu diesem Zweck auf Fr. 37 (35) Mill, erhöht. Für 1925 wurden 17 pCL Dividende verteilt, für 1326 ist eine höhere A-us s chü 11 u n g vorgesehen. Die beiden .großen- Chemiege- sellschaiten, die Soc. Generale Beige de Produits Chimioues et la Lompsguie Beige pour . les Industries Chiminuös, bei denen die boc. Gen. des Minerais Großaktionär ist, hätten 1926 zufrieden­stellend gearbeitet. - Dio Soc. an. des Mines et Fonds- y8^.d.? Z,i n c .d ® la Vieille- Montagne erhöhte 1925 dl.°;Dividende, aiif .Fr. 140 (120). Die Produlrtion von Rohzink, n eichblei und Silber sei gestiegen. Von den Elektrizitätsge­sellschaften berichtet die S o c. Gen. Beige dE n f. r e p r i s e s Blectriqnes über eine Abnehmerzunahme um 18 pCt. und eine Erhöhung der .Stromlieferung um 21 pCt. gegenüber dem Vorjahre. Die Jahresorgebnisse der übrigen Trustgesellschaften belnedigten. Aus den Berichten der zum Interessenkreis der Gesellschaft gehörigen Glasfabriken interessiert daß die Com­pagnie, Internationale pour la F abrication m e c a n !.q u e d u. A e r r e (Libhey-Owens-Verfahren) für das r 1925 26 den Reingewinn auf Fr. 14.26 gegen L V.

i r. 6.60 Mill, steigern konnte. Aus den Mitteilungen über son­stige Gesellschaften ist zu erwähnen: der Llovd Royal Beige hat durch Verminderung seiner Flotte um 98 000 t einen groben, Teil seiner Schulden zurückzahlen können. Ueber das Ergebnis wird nichts gesagt. Die Banqne Beige pour JE t ränge r hat 10, (8) pOL Dividende verteilt. Die Banqne de L U n i o m Parisienne habe eine günstige Entwicklung genommen, Zahlenangaben werden jedoch nicht gemacht. Die

IV i e n o r B a nk v e r e i n ging von 600 000 auf 200000 Aktien zuruck. Die Union Miniöre du Haut- Katanga litt, weiter unter den bereits im Vorjahre vorgenom- inene-n Arbeitseinschränkungen in den Kongoprovinzen. Die 1 roduktion ist gegen das V orjahr um etwa 10 pCt. gesunken.

.16 7OI1665 1685|16.7O Ökt.Dez. 116^85116^70

Werro'FetcS.ra.R j MotcleiiMz I

Zürich, 10. Febr. i WTB i; 9 U. vm. DewicM. 1S8S8H1 ca- Holland 209 . ..... Konenli 138.58^ BelRrad 9.13*4 fielslnal 13.

° i 15.40 SoSa 3.75- Konstan 2.64'1 * * 6.73"1

215.»,

der Klärung bedarf, ist die Tätigkeit einiger Presseorgane., Die großen und kritischen Zeitungen sind zwar, was hervorgehoben - werden muß, frühzeitig den > Falschmeldungen entgegengetreten und haben gewarnt Aber r in Korrespondenzbüro und ein' wenig bekanntes kleines Fach- blatt haben manches zur Schürung der Kurstreiberei' beige­tragen. Es wird Aufgabe der Journalistenorgane sein müssen, zu prüfen, ob dem nur Leichtgläubigkeit und Kritiklosigkeit oder aber Schlimmeres zu Grunde lag.

* Die Niederländische Bank und ihr Diskont. Aus Amsterdam berichtet unser W-Korrespondent:Nach der jüngsten Erhöhung der Beleihungssätze hatte man dem dies wöchigen A u s w e. i s der Bank mit Interesse ent- gegengeschen. Die. Maßnahme scheint ihre. Wirkung nicht verfehlt zu haben, denn die vordem stark gestiegene Be­leihung von Effekten hat nur noch wenig, von II. 143.35 auf kl- 145.01 MilL zugenommen. Dagegen weist der Bankstatus wieder ein sehr kräftiges Eingreifen des Noteninstitutes zur Regulierung des Guldenkurses aus. Der Besitz an Auslandswechseln ging um nicht weniger als £1. 40 Mill, zurück, nämlich von fL 178.03 auf 137.77 MilL, und wenngleich dem eine Vermehrung der Auslandsguthaben von ö. 47.53 auf 57.97 Mill, gegenübersteht, die Netto abnah me somit nur fL 30 Mill, beträgt, so ist diese wohl die größte je in einer einzigen Woche verzeichnet gewesene. Die Notenbank hat aber damit eine Senkung der Kurse von New York und London nur in einem verhältnismässig geringen Ausmaße zuwege gebracht, und also taucht, neuerdings die Frage einer Erhöhung des Diskonts auf (seit 3. 10. 25: o% pCL). Gegen eine Erhöhung spricht allerdings der Privatdiskont von 3 bis 3Js pCt. sowie die Tatsache, daß eine Maßnahme auf den Amsterdamer Diskont und Emissionsmarkt nicht ohne Ein­fluß bleiben könnte; vielleicht ist aber gerade die Absicht, letzteren zu treffen, da die zahlreichen Emissionen zweifel­los durch den Entzug großer Mittel den Guldenkurs un­günstig beeinflußten, ein Punkt, der wieder für eine solche Maßnahme spricht. Auch die Zunahme des Inlands- Portefeuilles von 69.65 auf fl. 81X69 MilL, welche dar­tut, daß der Bedarf nach -der Erhöhung des Beleihungssatzes lieber durch Wechseleinreichung gedeckt wurde, könnte eine Diskonterhöhung bei Anhalten, der Tendenz als1 möglich er­scheinen lassen, namentlich da die. Aussichten auf eine Dis­kontermäßigung. in London oder New York nur-gering sind. Der Notenumlauf ist weiter stark zurückgegangen, nämlich von fl. 819.43 .auf 802.10. Milk, während der Gold­vorrat keine Aenderung ausweist. Eine Geldsendung von DolL 400 000 an die American Exchange Irving Trust Co., die erste seit vielen Jabren aus den Nieder­landen nach Amerika, kam bereits im. vorigen Bank­ausweis zum Ausdruck.

Society Generale de Belgique. Brüssel. Das In­stitut weist für 1926, wie kurz gemeldet; einen wesentlich höheren Reingewinn auf und verteilt auch eine höhere Dividende auf-seine 100 000 Parts de reserve. Die Ein­zelheiten der Erfolgsrechnung wie der Bilanz zeigt folgende Tabelle:

Sonst. Industrien1 39L

Schiffahrt ......

Danach muß man es begrüßen, daß das .Gericht ein Exempel statuierte. Inzwischen hat sich vieles geändert, die. Lindcar A.-G. hat. ihre weirg erfolgreiche Automobilfabri­kation eingestellt und ist als reine Fahrrad Fabrik an andere Besitzer (Arbciterbank) übergegangen. Lindemann «elhst wurde in eine Spritschmuggelaffäre verwickelt, vor­läufig von der Börse ausgeschlossen und befindet

luorisen Mitteilungen die Akt.-Ges. C. Hecknuinn in Duis­burg zusammenpeschnitten, nämlich von 10 zu 7 auf 5.6 MilL Dieses Unternehmen besteht als Aktiengesellschaft länger als die anderen, hatte 1914 dL 10 Mill V.-A.-K.. 0.8 Mill Reserve und 4 Mil). Obligationssrhuldon (geschrumpft auf MdL 0.20 Mül.), zahlte damals 7 pCt. Dividende, hielt sein Kapital niedrig, d. h. auf unv. 10 MilL. und stellte von 5 zu 4. also auf 8 MilL in Gold. um. Diese MdL 8 MilL sollen abgerechnet werden gegen 5.60 MilL der neuen Selvo-Tauschaktien. Zuletzt, sind für 1924'25 .5 pCt. Dividende verdient worden, für 1925/26 aber keine Dividende; der Reingewinn hatte sich auf MdL 44 189 (L V. 4580ll0) vermindert; die nähere Rechnungslegung ließ auch hier bisher auf sich warten. Dio geldliche Lage schien, wenigstens im September 1925, eher besser wie bei Berg: Kre­ditoren und Akzepte 4.43 MilL und keine neue Anleiheschuld. Auf welche Objekte man jetzt den Fvsionsgowinn von 2.4 Mill, abschreiben will oder wie die Behandlung der Reserve gedacht ist, bleib1, auch hier noch unklar. Von dem Aschaffenburger Werk 7. B. hieß os, daß es verhältnismäßig gut arbeitete. Heck- mann hat noch MdL 13 500 Vorzugsaktien, dagegen sind die Genuß-cheine vor der Umstellung oingezogen worden. Dio A.-G. Heckmann hatte eine Zeitlang zusammen mit der A.-G. Salvo und den Ver. Deutschen Nickelwerken sowie der Akt.-Ges. Wielandworko in Urm eine Interessengemeinschaft, die aber schon 1924 den vorgosehenon Gewinn- und Verlustaus­gleich nicht vornahm und auch weiterhin ..infolge eingetretener Schwierigkeiten n i c,h t durchgefilhr.t wurde. Jetzt er­folg1 also eine andere endgültige Orientierung, nämlich zur

Sclve A.-G. in Altena. Diese, dio auch Zündhütchen und Kraft- wagr-n herstellt, saniert ebenfalls scharf, und zwar auch forme'!, nämlich im Verhältnis von 2 zu 1. nämlich von MdL 10.44 Mill, aas 5437LOO in der Form, daß auf MdL 960 Stammaktien MdL 500 neue Anteile entfallen und die weiter z u führenden Vorzugsaktien in ähnlichem Verhältnis von, MdL. 40 000 auf MdL 20 SCO getauscht werden. Ein kleiner Spifzonausgloich in bar soll darin beaf-'hen, daß für jede alte Aktie a Md1 160 nun, in bar MdL 1. gezahlt werden gleich knapp 2 put. dos Teilbeträge.". Dio so eiistehenden 5.44 Mill, re.organisio'.'ten Selve- AÄtien werden vermehrt Jim MdL 8 Mill. Siammalctien für die- Zwecke der Fusion. Bei dieser werden für MdL 400 ungeordnete Bere-A!:den MdL 100 neue Selve-Aktien gewährt und für je MdL 4000 ungeordnete Heckmann MdL 2800 neue Selve-Aktien. Zur Kapitalbeschaffung und anscheinend auch zur Einräu­mung oires noch richt näher bozeichneten Bezugsrech t s der Berg- und Beckmann-Aktionäre sollen weitere MdL 2 562 700 Solve- Aitien geschaffen werden, womit, sich das Kapital des Wal», werk-Trusts auf: MdL . 1 6 MilL stellen wird.

Die. Generalversammlungen sollen Anfang März stattfin­den. Wie sich zeigt, fehlen aber trotz mehrfacher Verwal- tuni.'ssitzungen noch viele Aufklärungen, und vor allem die letzten Bilanzen. Deren rechtzeitige Beibringung scheint unerläßlich und auch aus dem Grunde nötig, weil einzelne der Unternehmungen in ihrer früheren Berichter­stattung Mängel zeigten. Beispielsweise wurde bei Heck­mann in 1924 dio letzte, Papiermarkbilanz überhaupt nicht vorgnlegt, und über dio Vereinbarung sowie Lösung der ehe­maligen Interessengemeinschaft, über die Lage auf der Khan- Grube in Afrika wenig Aufschluß gegeben; 1925 hieß es, daß die Bestrebungen, dort den Betrieb wieder zu eröffnen, noch, ohne Ergebnis blieben. Auch wie dio Vorzugs­aktie n ä r o. bei Heckmann bedacht sind, bedarf der Klar­stellung.

ö Der Fall Lindcar. Aus unserer Berliner Redaktion wird uns geschrieben:Wir berichteten, daß der Bankier Carl Lindem a n n. Berlin, vom Schöffengericht Berlin- Mitte wogen Vorstoßes gegen § 88 Abs. 1 Börs.-Ges. (betrüge­rische Einwirkung auf den Börsenkurs) unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Geldstrafe von MdL 10 000 verurteilt worden ist. Da der Nachweis der betrügerischen Kursmanipulat ion äußerst schwer zu erbringen ist, sind solche Prozesse selten, und es knimmt daher dem vorliegenden Falle eine grundsätzliche Bedeutung zu, zumal er Fragen der Handelsjournalistik berührt; eine große Zahl von Han­delsredakteuren wurde in Ze igeneigenschaft vernommen.

Die Vorfälle mit Lindcar-Aktien, um dio es sieh handelt, lie­ßen bereits drei Jahre zurück. Dio Bankfirma Mertz u. C o deren Inhaber Herr Lindemann ist, hatte neben anderen gering­wertigen Aktien während der Inflation auch die Aktien der Lindcar Auto-A.-G-, Berlin, im Freiverkehr der Berliner Börst nntergebracht. Lindemann war A.-'R.-Vorsitzender von Lindem und schaltete innerhalb dar Gesellschaft unumschränkt Im Januar und bebruar 1924 entwickelte sich in Lindcar-Aktien ein unge­wöhnlich lebhaftes Kurstroibon. während, gleichzeitig in ver­schiedenen Zeitungen Berichte auftauchten, wonach die Lindcar- A.-G. in ein Gemednechaftsverhältnis zii Ford später hieß es: zu General Motors treten werde. Die Nachrichten waren von vornehsrain unglaubhaft (dieFrkft Zte. hat mehrfach ge­wann). aber sie konnten erst a's tatsächlich falsch erwiesen werden, nachdem bereits die Bankfirma Mertz u.' Co. größere Aktionbeträge zu hohen Kursen untergebracht hatte.

Das Gericht hotte zweierlei nachzuwoisen: daß Lindemann der Urheber d--r- Falschmeldungen war. und daß er sich der Unwahrheit bewußt war. Beides gelang nur unvollkommen. Es wurde zwar festgestellt, daß anläßlich eines Vortrages, der in den Räumen der Bankfirma über Fordsche Fabrikationsmethodon gehalten wurde, ein irreführendes Kommunique am Pressetisch auslag. aber es sei. wie der Angeklagte behauptete, nicht von Lindemann oder »einen Angestellten verfaßt, worden sondern von einem . (willfährigen Pseudo- ?) Journalisten. Fenier ergab sich, daß ein Bruder Lindemanns eine amerikanische Zeitung, die übertriebene (sicherlich nicht aus amerikanischer Quelle stammende) Angaben über die Lindcar-A.-G. enthielt, an ein Berliner Korrespondenzbüro gesandt hatte: der Herr hat nachher Bedenken b:.' emmen und eine Zurückziehung versucht, als es bereits mi spät. war. Ferner hat ein amerikanischer Bekannter Lindemanns dem New Yorker Vertreter des Wolffecben Tele- granhen-Büros falsche Angaben gemacht ab»r angeblich ohne .Vuftrag., Dementiert hat L. aber niemals, vielmehr also ruhig gestaltet daß dm für ihn gewinnbringenden Falsch­meldungen umliefen. L. sagt, er habe auch selbst an eine Ver­bindung mit Ford geglaubt, denn sein amerikanischer Agent habe üun über erfolgreiche Verhandlungen berichtet. I>st als er selb:, nach New x ort kam, habe er bemerkt, daß der Agent ihn täuschte, und or habe dann Verhandlungen mit General Motors eingeleitet. Das Gericht hat aber fcsfgestellt daß der AusdruckVerhandlungen zu weit geht: L. hat lediglich Be­suche gemacht, ohne irgendwelche Zusagen zu erhalten! Er hat. ferner nachweislich die falsche Angabe ge­rn acht daß er einen Aktionposten an General Motors verkauft habe.

Die Soc. des Mines d ' O r de K i 1 o - M o t o wurde JP Februar 1936 mit Fr. 230 MilL gegründet, mit dem Zweck die Ausbeute der Minenkonzession der ...Rögfe Industrielle des Mines de Kilo-Moto zu übernehmen. D e Ausbeute- arbeiten, die 1905 eingesetzt hatten, ergaben bis 1920 rd. 23 000 kg Gold, von 1920 bis 1925 18 000 kg. 192.5 wurden rd. 342° kg gewonnen, für 1926 rechnet man mit 3600 kg und glaubt, die Produktion so steigern zu können, daß man etwa 1930. auf 5000 kg kommen werde. ,

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. . Oeitimarfc , , ..?

* JranMurt 10. Febr. Vormittags bedang im

Usancenverkehr: London gegen Paris 123A. Mailand 118%, Zürich 25.22, New York 4.851/«. Mark gegen Dollar 1.2197, Pfunde 20.47.

Bnhig

Novern*. 16.70 16.65.-

N.Yorfc|ö.2O Italien] 22.25Kopeuh London 25.231a Madr. 86 97te Präs..! 20.42*4 Stckh. 138.70- Wien..!

Hel« 71 i

... 67

Der Abschluß der Verhandlungen über eine Preiskon­vention zwischen den beiden Monopolländern Sowjetrußland und Lettland soll in die Nähe gerückt sein. Die beiden Länder stellen mehr als 50 pCL der Flachserzeugtmg der Welt.

* Der Metallwalzorei-Trast im liVestca. Unter den großen mitteldeutschen, freistehenden Mctallwalzwerken (freistehend im Gegensatz zu den an Elektrofirmen direkt angeschlossenen) ist der Verschme-lzungsgedanke zur­zeit fallen gelassen. Das Eberswaldir Hirsch-Werk und das Hettstedter Werk von Mansfeld lOito Wolff) kamen nicht zusammen, eine andere, namentlich bankseitig bearbeitete Gruppierung (mit Schneider-Leipzig) ist noch unentschieden. Dagegen hat die Vertrustung im Westen F u ß g e f a ß t, zunächst, unter drei altbekannten Walzwerken Westfalens und des Ruenlandes. Die zuletzt (1921) umgegründete und damit Überraschenderweise nicht an der Berliner Börse e i n ge­führte Firma Selve (Asboff) wird zum Gehäuse, und zuvor gestaltet man ihre Kapitalgrundlage so, daß diese vor dem beabsichtigten Barverkauf von 2.40 MilL Aktien genau derjenigen von Heckmann gleicht. Börsentechnisch wird diese Handhabung zunächst die Folge haben, daß die Aktien von Heckmann und Berg (Tageskurs etwa 81.50 pCL bzw. 05 pCt.), beide ihrer Berliner. Börsennotiz ver­lustig gehen, daß auch für Selve d"r> Hamburger Notiz er- r.eueri werden muß, und daß weiterhin für das Gesamt- kapital der künftigen B c r g - H e c k m a n n - S e 1 v e A.-G. von MdL 10 Mill. (2.4 5.6 + 5.6 zuzüglich 2.4 Baraktien)

die Neu Zulassung beantragt werden muß zweck-

* Kreditaufnahme for Stadt Würzburg'. Uns wird geschrieben:Dio .Stadt Würzburg nimmt bei der Kur- undNeumärkisehen Rittorscb. Darlehn s ka s se in B e r'l in ein ~ "

----- , abo das Unternehmen' innerhalb dos neuen Trusts nur mit MdL 2.1 Mill. Aktionanteil zu bewerten. Eine Bo-

1'2901 204.3 263.9 235.61 233,51 383-1 2824 33'.71 »-«»

3838! 427.8

(Dollar)

Eisenwaren

Maschinen

Peiröloum -

Febr .. 18 90 18 60 März -.18.45 18.45 April .. '18.55 18.50 al . .'18.65'13.60

WlrSschaftsslienst

m Sew Isrle, 10. Febr. (Via Transradio.) Kuhn Loeb und Co. und die National City Co. legen Doll. 20 527 000 4>eproz. 110jährige Hy.pothekarbonds der Chicago Northwestern Ra&oad zu 95 pCt. ant Dis Rendite beträgt 4.74 pCt. Der Erlös wird zu Verbesserungen und zur Tilgung von Doll. 6.55 MilL .Obligationen verwandt.

Die unten erwähnte Anleihe der International Railways ol Ccntralamerica wird zu 92 pCL aufgelegt und wirft , somit 7,25 pCt. ab. .

HaUgaj-ten.u. Co. legen DolL .1 -Million einjährige 6proz. Notos von Santiago auf; der Emissionskurs wurde nicht veröffentlicht. Der Eriös dient der Verlängerung schwebender Schuldem

k NTew iorls, 9. Febr. Das Zollgericht bestimmte, daß Telegraphenapparate gemäß § 372 nur mit 30 uCt. ad va- lorem- zu verzollen sind,, statt bl her mit 40 pCL In einem anderen Prozeß wurde entschieden, daß das WortCrefeld nicht' als genügende Kennzeichnung des Ursprunglandes antzi- sehen sei. Es hätten in diesem. Falle die WorteMade in Ger- many gebraucht werden müssen.

Eine Entschließung des Abg. Wood verlangt, die amerika­nische Regierung solle vermeiden, bei ihren Käufen .Ma­terialien ausländischer . Herkunft zu ib e g ü n s t i g e n.- Bo weit sie mit amerikanischen Erzeugnissen in Wettbewerb, stehen. Die Industrien. des Auslandes, die sich mit, Hilfe amerikanischer An­leihen entwickelt hätten, entfalteten eine Konkurrenz, die für die amerikanische Wirtschaft gefährlich sei. Die bel­gische Regierung habe die Einfuhr nach Belgien mehr aus Vorsicht als aus wirklicher Notwendigkeit beschränkt und wolle das h e i m i s c h e K a p i t a 1' im Lände halten. Wood erwähnte schließlich .noch, daß ausländisches Material -in zahl­reichen Fällen bei dem Bau von Gebäuden. Brücken und Eisen­bahnen -Verwendung finde.

K JSew York, 9. Febr. (Funkspruch.) Der Direktorenrat der Remington Typewriter Co. stimmte der Schaffung der Remington Rand Co.' zu, die die Remington Rand Card ex Büro Co., die Dalton Adding Mac hin e Co. sowie mehrere andere Gesellschaften zusammenfassen Söll. Der augenblickliche Marktpreis der Wertpapiere dieser Gesellschaften beträgt. Doll. 65 Mill., die Gesamtjahresumsätze erreichten Doll. 60 Mill. Nach vollendetem Aktienaustausch wird die neue Gesell­schaft Doll. 150 Mill.Yproz.. erste V.-A.,. Doll. 5 743 000 Sproz. zweiteV.-A. und Doll. 1290 000 St.-A. ohne Nennwert. haben. Die Remington Typewriter Co. besitzt in 500 ausländischen Städten Filialen, während die Remington Rand Cardex Büro Co. in London, Paris und Deutschland Fabriken unterhält.

Heute trafen aus London die erwarteten Doll. 3.70 Mill. Gold ein, wovon.bekanntlich ca. Doll. 700OOO für die Internatio­nal A.cceptance Bank und Doll. 3 Mill, für Kuhn Loeb & C o. bestimmt sind.

Die Continental Oil Co. erhöhte die jährliche Dividende von. Doll. 1 auf Doll. .1.20.

fV-cw York, 9. Febr.. (WTB.), Der amerikanische Eisen- und Stahlmarkt stend nach ..Iron Ago'im ersten Viertel'.des laufenden Monats -im Zeichenvermehrter Kauftäfigkoit und er­höhter. Beschäftigung. Die Preise .liegen. ca._ DolL, 3 bis 4 per Tonne unter denen von Anfang Januar. Nachdem bereits im Januar dio Ingotprojuktion mit 3 807 000 t, 10 pCt. höher war als im Dezember, bestehen Anzeichen für eine' weitere Zunahme. In Roheisen wurde: in Cleveland und - Buffalo von den- -Hochöfen Verkäufe "auf Basis von Doll. 17% pro t abgeschlossen! '

Dampferankünfte.

c Haya": P.-D.Hamburg am 9. Februar in New York.

1924 I 1925 ' 1926

__________________ I I

ioo.nl ioo.nl ino.c

24 >6 25H.6! 255.6 107.1 166 S1 852 126361166L9 2060.6

(in MilL Fr.)

Akt.-Kap. Reserve Anteile Obligationen- .. Kreditoren ....

Kasse echsel Anlei en Aktien..........

Böteiligangen..

Debitoren

Costa Rica führte 1925 Waren im Wert von 65,7 Mill. Colon»s (h 25 Dollarceuts) ans und Waren von 55.3 Mill. CoL ein.

* Die Amerika-Anleihe der Hypothekenbank Saar­brücken A.-G» Man schreibt uns: ..Dio, Regiorungskoromission des Saargebiets hat nunmehr dem Institut die Genehmigung zum Abschluß der mit den Bankhäusern Arnes Enterich u. Cie., Cki- iVi.go-.Now York und Strapp u. Cie., New York vereinbarten DolL 5 Mill.-Anleihe erteilt. Das amorikaniscl* Konsortium übernimmt vorerst nur 1 Mill. 6%proz. Pfandbriefe mit. 20jähriger Laufzeit Diese Pfandbriefe sind durch Hypotheken gedockt, für welche die Stadtgameinde Saarbrücken oder ein saarländischer Landkreis die Ausfallbürgschaft übernimmt.

* Gproz. westfälische Anleihen. Die Landesbank der Provinz Westfalen: in Münster legt eine 15 Mill. Sproz. Feingold-Anleihe, das Pfandbriefamt einen gleichen Betrag, ebenfalls Rproz. Pfandbriefe zur Zeichnung zu vorläufig 100 pöt auf.

, * Schweizerischer Bankverein, Basel. Der draht­lichen AbscMußmitteilung (II. Mgbl.) ist noch' nachzutragen, daß bei wieder 8 pCt Dividende der Pensionskasse wieder Fr. 500000, ferner der Spezial-Reserve II Fr. -2 MilL (0 i. V.) überwiesen, und Fr. 701 047 (i. V. Fr. 1.88'Mill.) vorgetragen werden.

* Wayß & Freytag A.-G., Frankfurt a N. Dio l.-O. der G.-V. (28 Febr.) sieht neben dem Antrag auf .Kapital­erhöhung um <JUL 4 MilL auch eine Einziehung, der nom. /JUL- 52 000 Vorzugsaktien,' vor, von denen, jedes Stück über JUL 13 20 Stimmen gewährt

* Zn den Siemens-Abschlüssen. Dio Effektiv Verzin­sung der amerikanischen Siemens-A nleihe stellt sich auf Grund der Durchschnittsdividende der Aktiengesellschaft (10 pCt.) und der G. m. b. H. (8% pCt.) "auf 7 lA .pCL, nicht auf7% PpL wie im.gestr. II. MgbL irrtümlich angegeben.

* liwsa tzsteueriin»ree hwiiHgssälzc: für Januar:

< WTB. Kaffee. AmtL T.-N. 10 Uhr vorm. Unreg.

10 t 10. 1 ~ ......

Geld bezahlt

EsiEüIstars?, 10. Februar. (WTB.) 1080 V. Amtl Zccksmotierunp.

Briet | Geld **1 ""----- -----

Einheit

Keichs mark 1

J' Staat

Einheit

Jieiciis- mark

106 Belga

58 62

Rumänien

160 Lei (Not.)

11:0 Lowa

3.05

Schweden

100 Kronen

10.) krönen

11238

Schweiz ..

100 Franken

81.21

100 Gulden

81.58-

Spanien ..

100 Peseten

6 <.54

1 Pt. Sterling

20 46

Tschecj.'Slow

100 Kronen

12.48

.100 änn. Mark

10.61

| Türkei ....

1 tüfk. Pfund

2.1 S

100 Kranes

1669

Lrn?ain....

100 Pengö

100 Diaehmen

541

i Argent in ..

103 Papierp.

17397

100 Gulden

16858

| Brasilien..

100 Mn reis

*19 27

10p Lire

18-31

Kanada....

1 kan. Dollar

4.21

100 Dinar

7 42

! Uruguay ..

1 Goldpeso

4-25

100 Ki >*nen

107 78

I Ver. Staat

1 Dollar

4 22

100 Schilling

6943

Japan ....

100 Yen

100 Eskudo

21-57

1 Aegypten

1 aegypt. Pfd

'20.1/7