Mittwoch, M. Mai 1987
Frankfurter Handelsblatt.
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* BmmMoiisoMimg ösi Kruge.
Ein neuer Gewerkschaft-Bewertungsstreit bei Helene-Amalie.
Die letzttägigen Meldungen über scharfe Auseinandersetzungen mit der Minderheit von Ver. Helene und Amalie und die uns darübe” weiter zugehenden Unterlagen lassen erkennen, daß die A k t. - G e s. Fried. Krupp, nachdem sie bisher hauptsächlich in ihren Eisen betrieben die Umlagerung und Rationalisierung herbeizuführen trachtete, nunmehr auch wichtige Teile ihres Steinkohlenbergwerksbesitzes schärfer zusammen fassen will. Ob das auch für die ältesten Besitzstücke, die Zechen Hannover und Hannibal gilt, ob dafür die in Interessengemeinschaft stehende Gew. Ver. Konstantin (das größte Objekt) überhaupt in Betracht kommt, und wieweit die bisher mit den Ver. Stahlwerken hälftig kontrollierte Gewerkschaft Emscher-Lippe, das steht z. T. noch dahin. Zunächst soll die seit einigen Jahren zu 911 Tausendstel der Firma Krupp gehörige G e w. V e r. Helene & Amalie in Essen verschmolzen werden mit der Krupp allein gehörigen Zeche Ver. Sälzer und Neuack, die erst vor ganzkurzer Zeit rechtlich verselbständigt wurde — sei es für die Zwecke dieser Bergwerkskonsolidation, sei es im Hinblick auf spätere Finanzierungsaufgaben. Die Abmachungen, welche die Gewerkschaft Sälzer-Neuack, ferner, wie wir vernehmen, die Gew. Emscher-Lippe und die gestern zum Liquidationsbeschluß gebrachte Gew. Helene-Amalie schließen, sieht die Bildung einer völlig neuen Gewerkschaft vor, in welcher Helene-Amalie und Sälzer-Neuack ihr Vermögen vereinigen, so daß zunächst formell die erstere mit 80 Kuxen, letztere mit 20 Kuxen beteiligt sein sollen. Diese neue
Gewerkschaft Essen
übernimmt die beiden Bergwerke per 1. 1. 1927 und ebenso rückwirkend den Betrieb, vorbehaltlich der Ansprüche, die nach dem Interessengemeinschaftsvertrag zwischen der Akt.-Ges. Krupp und der Gew. Helene - Amalie, deren Gewerken zustehenden, bis 31. 12. 1926 erzielten Reingewinn. Auf die schwebenden und noch zu gewärtigenden Prozesse von gegenwärtigen und früheren Umtauschgewerken von Helene-Amalie wird in dem Abkommen formell nicht Bezug genommen. Aber dieses sieht vor. daß Helene- Amalie" von ihren 80 Kuxen der Gewerkschaft Essen 8 Kuxe an Emscher-Lippe und 72 an Sälzer-Neuack überträgt gegen einen Kaufpreis von „27 Mill. Mark" bzw. 3 Mill. Mark“. Valuta 1. 1. 1927. Diese Vorkehrung soll wohl die Auseinandersetzungen mit der Minderheit bei Helene-Amalie erleichtern bzw. sicherstellen. Denn die Absicht der Akt.-Ges. Krupp ist, den Gewerken ohne Innehaltung des Sperr iahres ihren Anteil am Liouidations- erlös zu verschaffen in der Weise, daß sie das in den Drahtmeldungen erwähnte Angebot von (RM 30 000 je Kux plus Zinsen ab 1. 1. 27 durch Sälzer-Neuack abgeben läßt: Kosten zu Lasten von Gew. Essen. An dieses Angebot halten sich Krupp bis 1. 8. 1927. Sälzer-Neuack und Emscher-Lippe nur bis 31. 5. 1927 gebunden. In 14 Tagen also soll die Annahme des Angebots durch die freien Gewerken von Helene-Amalie zu notariellem Protokoll erklärt werden. Das scheint uns weitaus zu knapp bemessen.
Der Vorsitzende des ..Aufsichtsrats“ von Helene und Amalie. Bergassessor Krawehl. hat, wie wir noch nachtragen, ausdrücklich erklärt, daß er als Vorsitzender des paritätisch zusammengesetzte en A.-R. in dieser delikaten Angelegenheit keine Entscheidung habe fällen wollen und auch kein Votum der Verwaltung vorlege. Er bezeichnete n. a. aber die in der Oeffentlichkeit verbreiteten Rechnung über die Schädigung derjenigen Gewerken, die seinerzeit Kuxe in Sproz. Krupp-Obligationen umgetauscht hatten, als „nur in wenigen Fällen zutreffend“, da „ein großer Teil der Obligationen“ seinerzeit weiterverkauft worden sei. Die Opposition der freien Gewerken richtete sich in der Hauptsache gegen den als zu niedrig bezeichneten LTebernahmepreis. Bei einer derart vorsichtigen Stellungnahme der Verwaltung fand sich naturgemäß die Minderheit nur ermutigt, eine Erhöhung des Kruppschen Angebots von (RjC. 30 000 zu fordern. Sie soll behaupten, daß die Offerte angeblich 70 pCt. des inneren Wertes der Gewerkschaft" nicht berücksichtige, daß man als Mindestpreis (RM 55 000 verlangen müsse, daß technische Verbesserungen zum großen Teil aus laufenden Mitteln vorgenommen wurden (wie das aber viel auf soliden Bergwerken gehandhabt werden muß) : sie nannte den Grundbesitz von Helene-Amalie (181 ha bei 540 Arbeiter- und Beamtenhäusern) sehr wertvoll, und hat damit insofern vielleicht recht, als anscheinend auch über Tage die betrieblichen,Interessen der Akt- Ges. Krupp und des Bergwerks Helene-Amalie eng ineinander greifen. Denn der in 1921 auf 40 Jahre (!) geschlossene Interessengemeinschaftvertrag bezeichnet selber die „ober- und unterirdische Nachbarschaft“ in Eigentum und Anlagen als einen zn beiderseitigem Vorteil auszunützenden Umstand.
Um Geldwerte an sich geht der Kampf zwischen der Minderheit und Krupp schon lange, und zwar als eine Folge der Markentwertung und eben jenes Interessen - Gemeinschaftsvertrages. In diesem war die Jahresausbeute für jeden Kux auf M 2750 angesetzt. Genehmigt wurde der I.-G.-Vertrag am 19. Fehr. 1921. Nach der Goldmark-Tabelle der Aufwertungs- Gesetzgebung ergäben sich 199 TM für 1 GM. : nach dem Dollarkurs vom 19. Febr. 1921 etwa 183 Papiermark für 1 GM.. Auf solcher Basis wäre namentlich für ein Haus wie Krupp, die Realisierung der 88 5 und 6 des I.-G.-Vertrags. die die Ausbeute behandeln, eine ethische, für die Gewerken natürlich eine materielle Unmöglichkeit. Die Akt.-Ges. Krupp verstand sich daher schon zu provisorischen Abschlagszahlungen von (RM 500 im Jahr. Die endgültige Entscheidung sollte das Prozeßverfahren bringen, das nun unter Umständen durch die Fusionstransaktionen abgebogen wird. Ein zweiter Rechtsstreit wurde von solchen Gewerken an gekündigt, die im Verfolge des 8 6 des I.-G.-Vertrags den Umtausch von Kuxen in Krupp- oder sonstigen Obligationen, oder aber in bar (M. 125 000) vorgenommen hatten und nun noch hier im Aufwertungsstreit mit der Vertragskontrahentin der Akt.-Ges. Krupp stehen.
In der als außerordentlich lebhaft bezeichneten Aussprache vom 17. Mai wies nach den weiter vorliegenden Meldungen der Vertreter von Krupp es zurück, daß das Vorgehen der Firma gegen Treu und Glauben und gegen die guten Sitten verstoße. Die von den Gewerken aufgestellte Forderung sei eine Ueberfcrderung. Der von Krupp angebotene Uebernahmepreis von {RM 30 000 sei angemessen, u. a. aus folgender Lieberlegung: Vor dem Kriege seien kursmäßig auf einen Bismarck-Kux 3.2 Helene-Kuxe entfallen. Bei dem kürzlichen Umtausch von Graf Bismarck- in Erdöl-Aktien seien (RM 46 000 für den Bismarck- Kux zugrunde gelegt worden. Nach dieser Rechnung sei der von Krupp gebotene Preis „mehr als ausreichend“.
Der Gewinn einer zuverlässigen Analogie aus Börsen- und Umtauschkursen ist jetzt in dem Maße erschwert, in dem die Verschmelzungsära unter den freien, reinen Kohlengewerkschaften an der Ruhr und Lippe fast ganz aufgeräumt hat. Selbst Constantin ist nicht mehr zu den freien Gewerkschaften zu rechnen. König Ludwig, mit einem rechnerischen Kapitalkonto von (RM 25 Mill, und Beteiligungen von 1.90 Mill, t Kohle und 0.63 Mill, t Koks, .wurden jüngst in Düsseldorf-Essen mit etwa (RM 44 000 bewertet (Ende Dez. 1926: 42 000). Selbst Ewald (mit Ewald-Fortsetzung, mit Blankenburg usw.) wurde bei einer Beteiligung von 3.37 Mill, t Kohle und 0.55 Mill, t Koks zuletzt nur mit etwa (.UM. 66 00O genannt (Ende 1927: 60000; 1913 : 41 000). Ausbeutevergleiche existieren kaum, teils weil Ausschüttungen aus Zufalls- und Depressions-Gründen unterblieben, teils weil Sonderzahlungen erfolgten. Helene und Amalie selber zahlte 1913 Mark 1300 Ausbeute, 1924, 1925 und 1926 die provisorischen {UM 500 auf Grund des Vertrages; der Kux wird schon lange nicht mehr notiert. Die Svndikatsbeteiligung besteht zus. aus 1.32 Mill, t Kohle, 0.39 Mill, t Koks und 0.7 Mill, t Briketts.
Von außen ist nach alledem der Wert von Helene-Amalie schwer abzuschätzen. Aber häufig ist es doch so, daß gerade die Spitzen-Kuxe, in diesem Falle 89, von besonderer Wichtigkeit für den Majoritätsinteressenten sind, erst recht bei Plänen für völlige Betriebszusammenfassung, also bei Befreiung von der letzten Verantwortung für das Eigentum Dritter. Es scheint daher vielleicht als die weiseste Lösung, die durch intensive Gutachterarbeit zweifellos schnell zu fördernden Obligations-Aufwertungs - und Ausbeuteprozesse zunächst einmal vor den ordentlichen Gerichten auszutragen. Das Resultat dieser Rechtsstreite würde, wenn auch keine zwingende Grundlage, so doch weitere Elemente für die Beurteilung des Zeitwertes von Helene-Amalie liefern, gegebenenfalls auch Unterlagen für einen Vergleich nach objektiver Prüfung.
Man vermag nicht einzusehen, warum die Akt.-Ges. Krupp schon vorher und gerade mit der in unklaren Rechtsverhältnissen zu ihr stehenden Helene-Amalie den Konzentrationsprozeß einleiten will: sieht doch schon der I.-G.-Vertrag von 1921 die vollständige Führung der Grubengeschäfte durch Krupp vor. Wenn die Akt-Ges. trotz dieser Lage jetzt die Verschmelzung herbeiführen zu müssen glaubt, so ist durchaus dem aus Holland herbeigekommenen Gewerken beizustimmen, der (gleich anderen) an die Firma Krupp in dem Sinne appellierte, daß sie durch ein Entgegenkommen gegenüber den freien Gewerken ihren Ruf als großzügiges Unternehmen rechtfertigen möge. Notlage und Zeitenwandel haben zwar schon vielerorts und selbst in Essen ein Heraustreten aus der einstigen Selbstsicherheit und Reserve veranlaßt, aber bisher doch nur selten in Fällen, wo mit Minderheiten abzurechnen war. Im Falle Helene-Amalie hat nun die Opposition einen Gewerkenausschuß gebildet, mit bisher 54 angeschlossenen Kuxen. Er will im Sinne sowohl der Umtausch - Obligationäre wie der Ausbeute berechtigten, wie nunmehr des Widerstandes gegen einen Auskaufspreis von RI M 30 000 den Kampf vor den Gerichten weiterführen. Im übrigen: auch hier wieder eine Interessengemeinschaft, die, ge-
Abendblatt der Frankfurter Zeitung
schlossen auf Jahrzehnte, nur wenige Jahre gehalten und dann durch etwas Neues abgelöst wird; die Inflation und Deflation als Organisationsfermente von stärkster Kraft.
* Geringer Devisenabflufi bei der Eeichsbank. Die Entlastung der Reichsbank war diesmal verhältnismäßig gering; die Ausleihungen gingen um insgesamt (RM 36.8 auf 1921.6 zurück, dabei die Wecnsel um (RM. 25.9 auf 1905.4 Mill, und die Lombardforderungen um (RM 10.9 auf 16.2 Mill. Man wird in dieser gegenüber der gleichen Zeit des Vormonats schwachen Entlastung kaum schon eine Auswirkung der Börsenkrise erblicken können, wenn man in Betracht zieht, daß der Ausweis der gleichen Woche des Vorjahres sogar eine Zunahme der Ausleihungen brachte. Der Devisenabfluß war per Saldo gering, trotzdem die Steigerung der Wechselkurse zeitweilig ziemlich stark war. An Gold- und Deckungsdevisen zus. flössen 21.5 Mill. ab. und zwar verminderte sich der Bestand an Devisen um (RM 20.8 auf 106.5 Mill., der Goldbestand um (RM 0.6 auf 1849.1 Mill. Treffen bisherige Meldungen zu, dann vollzogen sich in der neuen Woche stärkere Gold abgaben nach England von etwa {RM 10 Mill. In der zweiten Maiwoche des Vorjahres betrug der Devisenabfluß {RM 75 Mill. Die sonst. Aktiven, nach Abzug des Bestandes an Rentenbankscheinen, erhöhten sich geringfügig um 4 auf 422 Mill. Der Bestand an Rentenbankscheinen stieg um 20 auf 86.3 Mill., der an Noten anderer Banken um 1.3 auf 17.2 Mill, und der an Scheidemünzen um 4.6 auf 106.6 Mill. Der Effektenbestand blieb nahezu unverändert. Andererseits hatten die Barrückflüsse durchaus normalen Umfang; an Noten und Scheinen strömten insgesamt 172.3 Mill, zurück, dabei nahm der Umlauf an Noten um 152.3 auf 3351.7 Mill, und der an Rentenbankscheinen um 20 auf 1014.1 Mill. ab. Die fremden Gelder stiegen gleichzeitig um 53.1 auf 625.1 Mill. Die sonst. Passiva erhöhten sich um 69 7 auf 258.4 Mill., nachdem die Veränderungen eine Zeitlang unbedeutend waren. Eine Erklärung wird nicht gegeben.
GeHumlaufi)
(in Mill. M)
15. 5. 1926
8tand 1 Vorwoche
15. 4. 1927
Stand 1 Vorwoche
14. 5. 1927 Stand ,Vorwoche
Notenumlauf..........
2783
- 158
3401
- 59
3352
— 152
Rentenbankscheine....
1133
+ 2
1019
- 23
1044
- 20
zus.....
3916
- 156
4420
- 82
4366
— 172
Giroguthaben..........
672
+ 50
640
- 63
625
+ 53
zus.....
4588
- 106
5060
- 145
5091
+ 119
GoM- nnd Devisen ■
Bewegung.
Gold plus Deckungs-
devisen..............
1764
- 75
2013
— 30
1955
— 22
Sonst Akt.2) ..........
373
- 37
440
- 8
422
+ 4
Kreditansprecho.
Ausleihungen 3)........
1257
+ 30
1838
- ICO
1922
- 37
Rediskontierungen ....
149
- 50
—
—
——
Beweg, d. priv. Änspr...
- 20
—
- 100
—
- 37
!) Ohne Münzen und private Banknoten. — -) Ohne Bestand an Bentenbankscheinen; dieses Konto enthält freie Devisenbestände neben sonstigen Posten. — 3) Ohne Rentenbankdarlehen.
Die Decku (i. Vorjahr 50 die durch C (62.5) pCt. ai
Aktiva(ieeORM) Nicht begebene Anteile Goldbestand........
davon:
Goldkassenbestand Golddep.(nnbclastet b.ansLNotenbink.
Decknngsfähige Devis. Wechsel und Schecks Scheidemünzen .... Noten anderer Banken Lombardforderungen
3g der Noten
7) pCt. in der rold und dec if 58.3 (63.4) p
15. Mal 1926 (je
177 212 env.
1491611+ 98
1231 206 + 49
260435 + 49
272288 - 75 38» 1248932+ 29143
96 169+ 1504
28 054 + 8225 9341+ 2563
89022 uv.
797 267 - 38 420
122788 MV
177 212 nnv.
33 952 MV.
43133 nnv
160000 MV.
9 1KR1R9
lurch Gold alle Vorwoche auf cungsfähige D< Oi.
14. April. 1927
veils gegen Vcrw
177 212 nnv.
1850 764- 574
1749 876 - 574
101388 nnv.
162 669 - 39738
1785 008- 138 936
10 ) 242- .514 18 980+ 5782 63 253 + 38 4(2 «9 Mn
in stieg von 52.8 55.2 (53.6) pCt., svisen von 56.4
14. Mal 1927
ziehe)
177 212 nnv.
1849146 — 632
1747 897 - 632
101249 mv.
106172 — 20 833
1 905 426 — 25 935
106 563 + 4 643
17 207 + 1310
16 209 — 10 910
Sonstige Aktive«.... Passiva.
Kapital a) begeben .. bjnicht begeb.
Reserve a) gesetzt... blSpez-'Res.f.DIv. c) Sonstige......
Notenumlauf ......
029 670 +
122 788
177 212
83 952
43133
160000
1400 833 —
639 640 -
189 222 +
9392
nnv.
unv. nnv. unv unv.
58905 63188 6872
507 856
122 788
177 212
38 510
44 883
160 000
8 361 699
-t- 22 883
nnv. nnv. unv. nnv.
unv.
— 152 268
Tägl.lälLVerblndlicbk.
Sonstige Passiva....
671655 4*
218033 4-
49568
86326
625 136
258 423
4- 63122
4- 69 681
Redlskontierangen ..
149120-
49500
— —
—
——
* Langsames Anziehen der Großhandelspreise. Nach dem soeben veröffentlichten Index des Statistischen Reichsamts für Mitte Mai haben einige wichtige Nahrungsmittel, aber auch industrielle Rohstoffe und Fertigwaren in den letzten Wochen eine Preiserhöhung zu verzeichnen. Während im Gegensatz dazu saisongemäß für Kohle (Sommerpreise) und Thomasmehl die Preise sanken, stiegen Hafer und Weizen, saisongemäß Vieh, ferner Textilrohstoife, Häute und Leder sowie einige Baustoffe, um nur einige besonders wichtige Waren zu nennen. Infolgedessen naben auch die Gruppenindices sowohl der Produktionsmittel wie der Konsumgüter (vergl. z. B. Baumwolle!) eine Erhöhung erfahren, wobei die Konsumgüter wesentlich rascher anzogen, wohl weil deren Preise beweglicher sind, also auf Schwankungen der Weltmärkte (z. T. auch auf valutarische Bewegungen) rascher reagieren als die Produktionsgüter. Daß deren Preise weniger stark gestiegen sind, erklärt sich z. T. wohl daraus, da(a einer Reihe von Preiserhöhungen (z. B. Metalle) bei anderen Stoffen Preisermäßigungen (z. B. Fette und Oele) gegenüberstehen, die sich in der Durchschnittszahl des Index teilweise ausgleichen müssen.
IT. I»4 Fertigwaren
1913 - 100
I. Agrar, siofle
HI. lad. Rohstoffe n. Halb.
waren
Produkt. Mittel
IL Kolonial, waren
KXB"I rns.
guter |__
Monatsdurchschn
Dezember 1926
143.7
128.4
128.4
129.7
129.3
151.7
142.3
Januar
1927
140.3
129.3
128.8
150.9
141.6
Februar
M
139.1
128.0
129.3
129.1
1510
141.6
März
99
136.0
127.7
130.3
128.8
152.0
142.0
6. April
1927
135.9
125.9
1300
1289
152-6
1424
13. „
yp
135-8
126.8
129.5
129.8'
129.0
1534
1429
20. »
1349
127.1
129.0
154.0
1433
27. „
—
134.6
126.8
130.1
129.0
154.3
143.4
4. Mai
—
1378
126.1
130-7
1991
154.6
143.6
11. .
99
138.9
127.4
131.0
129.2
15S.2
144.0
V.
Gesamt. Index
137.1 135-9 135.6 isse
134.9 134.8
134.7
134.8 1861 1363
* Hessen - Nassauische Höchst a. M. LL Bericht hat
Gasgesellschaft A.-G.»
die in den ersten Jahres
monaten 1926 eingetrc.ene Zunahme der Gasabgabe nicht angehalten, erst gegen Jahresende habe sich eine Erholung bemerkbar gemacht. Die Gasfernversorgung wurde ausgedehnt auf Friedrichsdorf und Königstein, sowie auf vier Gemeinden. Die Gasabgabe in den beiden Werken Höchst und Salmünster war in 1926 8.13 (i. V. 7.93) Mill, cbm oder 2.6 pCt. mehr. Der Markt für die Nebenerzeugnisse Koks und Teer habe günstig gelegen. Von der bis Anfang 1927 stärker hervortretenden Besserung der wirtschaftlichen Lage erhofft die Verwaltung eine Steigerung des Gasverbrauchs. Die Dividende wird von 5 auf 5^ pCt. erhöht Veränderungen in der Abrechnung, wie die starke Steigerung der Betriebskosten findet im Berichte keine ausreichende Erklärung, man scheint die vorher vorweg abgebuchten Fabrikationskosten jetzt auszuweisen.
Bilanz
1.1.
31 12.
8t. 12.
31. 12.
Ertragsrechn.
31. 12.
31. 12
31. 12.
in Mill. RM
1924
1924
1925
1926
in 1000 EM
1924
1925
1936
Aktien - Kap.
3-84
3.84
5.12
5.12
Vortrag.....
_
15
14
Kreditoren • •
0-32
0.23
0147
0.31
Div. Einnahm.
729
838
1829
Reserve ••••
—
0.01
002
—
Aufw.-Hyp.--
—
—
0.07
0.07
Stromab g.
in Mill, cbm
?
7-93
8.14
Grundstück©
0.58
0.58
1
0-60
0.60
Fabrikanlag. Hanptrohr-
1.69
Betriebsausg.
leitung
Gasmesser ••
1.29
>319
3.35
4.11
u. Unterhai-
0.20
)
tungskosten
201
258
792
sonst Anlag.
0.16
0.23
0.39
046
Verwaltgskost.
—
—
248
Vorräte -
0.06
0.08
0.13
0.11
Vertragsabg.
191
274
Kassa.Eflekt,
u. Steuern ••
193
Bankguth.
Debitoren • •
0.07
0-10
005
0.17
0.07
0-28
0.37
014
Soz. Last etc.
Abschreibung.
129
157
49
193
Anss. Kap.-
Einz.......
Rein ge w.»- Soziale Fonds
207
245
287
_
0.96
4
4
——
Auf w.- Ausgl.
—
—
0.07
0.06
Tantieme» • ••
Reserve ••••
Dividende ••
4
10 173 41/,
7
12
207
5
?
15
255 5V«
Bilanzsumm.
4-16
4.30
5-84
5-85
Vortrag» ••••♦
15
14
17
Die Bilanz zeigt eine leichte Verminderung der Kreditoren; die Gaswerke, Rohrnetze und Gasmesser weisen eine Erhöhung um {RM 763 000 auf. Im Zusammenhang mit dem Eingang von i. V. noch ausstehenden {RM 960 000 Einzahlung auf die letzten {RM 1.28 Mill. Aktien von 1925 sind die flüssigen Mittel besonders durch (RM 300 000 Bankguthaben erhöht, neben der Verminderung der Verpflichtungen. Niedrig ist noch immer die gesetzliche Rücklage mit jetzt nur ca. {RM 38 000 als einzige freie Reserve bei {RM 5.12 Mill A.-K. (G.-V. 30. Mai).
* Maschinenfabrik Hartmann A.-G.. Offenbach a. M. Der Bericht für 1926 klagt über schlechte Preise. Der Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahr gesteigert; Zahlen fehlen. Der nach {RM 38 880 (30 020) Abschreibungen verbleibende Reingewinn von {RM 31125 (26 769) wird, wie gemeldet, wiederum vorgetragen Seit der GoldumsteUung blieb die Gesellschaft ohne Dividende auf das seitdem unverändert
{RM 1 Million betragende A.-K. Neben {RM 105 704 (109 703) Hypothekenschulden betragen Gläubiger 374 199 (322 339),
darunter die Bankschuld 91 947; andererseits Schuldner 343 324 (282 607), Vorräte 374 386 (359 925). Grundstücke stehen un- veränd. mit 187 267, Gebäude mit 384 660 (392 520) und Maschinen und Anlagen mit 189 263 (198 093) zu Buch. Im neuen Jahre wurde das 1922 erworbene Zweigwerk Heilbronn „mit geringem Buchverlust“ — Zahlenangaben stehen noch aus — abgestoßen. In letzter Zeit hatte es sich unrentabel gestaltet, so daß die Gesellschaft durch den Verkauf entlastet sei. Ferner wurde eine Hypothek von {RM 300 000 zur Rückzahlung der alten und zur Ablösung des Bankkredites aufgenonu men. Ueber die Aussichten lasse sich nichts sagen.
* Die Geschäftsberichte des Stuttgarter Versicherungs-Konzerns. Den Geschäftsberichten ist zur Ergänzung der Abschlußmitteilungen (vergl. II. Mgbl. vom 28. April) noch nachzutragen:
Beim Stuttgarter Verein und bei Stuttgart-Lübeck sei die Entwicklung des Neugeschäfts zögernd gewesen, was die Möglichkeit zu intensiven Bemühungen um Ersparnisse an Verwaltungskosten, umSäuberungderBestände und um die Wiederherstellung der alten Qualität der Außenorganisation ermöglicht habe. Die vorzeitigen Abgänge seien zwar etwas geringer geworden, aber vom Normaldurchschnitt noch weit entfernt. Im Kampf gegen das Uebergreifen der öffentlichen Hand in der Versicherung seien z. Zt. Verständigungs versuche im Werke. Beim Stuttgarter Verein war die Gesamtprämieneinnahme (RM 30.56 Mill., davon aus U. und H. {RM 24.30 (21.19) Milk und aus der Sachvers. RIM 6.26 (5.62) Mill. Die Unfallvers, habe durch stark anschwellende Vermehrung der Auto- und Motorradunfälle eine empfindliche Schadenssteigerung erfahren, Feuer zeigte nach wie vor unbefriedigenden Schadenverlauf bei hohen Aufbaukosten, doch sei der Verlust auf etwa die Hälfte des Vorjahres zurückgegangen. In der Kraftfahrzeugvers, habe sich bei starker Minderung der Prämieneinnahmen der vorjährige Verlust von MM 79 000 in einen Gewinn von fast gleicher Höhe verwandelt. Die gesamte Sachvers. (außer Luftfahrzeug), die 1924 (RM 461000 Verlust, 1925 rd. (RM 260 000 Verlust ergab, zeigt 1926 einen Gewinn von (RM 143 000. Der Verlust im Luftrisiko habe die schlimmsten Befürchtungen übertroffen, in den letzten Monaten sei die Umgestaltung bestehender und die Gewinnung neuer Verträge zu verbesserten Bedingungen und Prämien in einem Umfange gelungen, daß nunmehr Flugzeugwerte in Höhe von über (RM 30 Milk bei der Gesellschaft gedeckt seien. Die Prämie für die verschiedenen Arten dieses Luftrisikos werde sich in 1927 auf annähernd (RM 4 (i. V. rd. L50) Milk belaufen. Der Gegenstand soll bekanntlich durch Einbeziehung der Kreditvers, erweitert werden. Näheres hierüber bringt der Bericht noch nicht. Es ergaben sich an Gewi n n in den Abteilungen Unfall (RM 165 000 (!. V. 185 000), Haftpflicht (RM 1.14 Milk (644 000), Einbruchdiebstahl (RM 194 000 (127 000), Glas, Wasser und Gebäude (RM 56 000 (60 000), Kraftfahrzeug (RM 74 000 (!. V. 79 000 Verlust). Mit Verlust schlossen ab Feuer (RM 182 000 (t V. 368 000 Verlust), Luftfahrzeug (RM 256 000 (i. V. (RM 789 Gewinn). Darnach brachte das gesamte Vers.-Geschäft (RM 1.20 Mill. Uebersohuß gegen (RM 569 000 Geberschuß in 1925. Bekanntlich steigt die Dividende von 8 auf 10 pCt. Die Bilanz zeigt (alles in (RM Milk): 1.09 (0.30) Prämienreserven, 8.44 (6-32) Prämienüberträge, 7.47 (5.27) Reserven für schwebende Vers.-Fälle, 0.79 (0.76) sonstige Reserven, 0.64 (0.07) Guthaben anderer Vers.-Ges. und 2.08 (1.37) sonstige Passiven, darunter 0.78 (—) Bankschuld, 0.41 Steuerrücklage, 0.52 (etwa wie L V.) sonstige Kreditoren usw. Dem Grundbesitz von 12.86 (12.20) steht ein Entwertungskonto von 3.81 (wie L V.) gegenüber. Vorhanden waren 2.73 (1.46) Hypotheken, 1.36 (—) Anleihen und Buchforderungen bei öffentlichen Körperschaften und deutschen Staaten, 6.82 (1.72) Wertpapiere (darunter u, a. 1.26 Kommunalpapiere, 2.98 Pfandbriefe, 0.90 Industrieobligationen und' 1.59 Aktien ohne nähere Erläuterung), 2.16 (2.84) Ausstände bei Vertretungen, 0.58 (0.44) bei Vers.-Ges., 1.94 (1.82) sonstige Guthaben (gesicherte kurzfristige Darlehen usw.) und 0.69 (0.46) Bankguthaben und Kassa. Die gebundenen Rücklagen waren Ende 1926 einschk der Neuzuweisungen 17.18 (L V. 12.07 neben damals 1.76 Aufwertungsstock), die freien Reserven 1.92 (1.46).
Bei der Stuttgart-Lüheck war das Neugeschäft (RM 131 (220) Milk, der Vers.-Bestand zu Jahresende (RM 391 (324) Mill.; inzwischen sei er bis Anfang Mai auf über (RM 425 Mill, gestiegen. Der Abgang war durch Tod (alles in (RM Mill.) 1.97 (1.47), durch Rückkauf 3.22 (0.16), durch Verfall erreichte er die noch sehr hohe Summe von 27.96 (34.34) durch Umwandlung 3.85 (3.73) und durch Nichteinlösung 25.58 (42.42). Das zeigt zwar gewisse Besserungen, aber einen noch ganz anormalen Zustand. Ohne ärztliche Untersuchung liefen 252.38 (214.27), mit solcher 138.94 (109.53), das zeigt ein erhebliches Ueberwiegen der ersteren, wobei man Ziffern darüber sehen möchte, wieviel von dem Abgang durch Verfall und Nichteinlösung auf Vers, ebne ärztliche Untersuchung entfielen. Es betrugen (wieder alles in RIM Mill.): die Prämien 19.47 (17), Kapitalertrag 0.99 (0.42), Gewinne aus Kapitalanlagen 0.17 (0.003); der Aufwertungsstock erhöhte sich von 11.47 auf 14.29 in der Hauptsache durch Wertzuwachs auf Grund des Gesetzes vom 16. Juli 1925. Zahlungen für Vers.-Fälle erforderten 2.08 (1.54), Rückvers.-Prämien 2.32 (2.26), Verwaltungskosten 6.05 (8.07). Der Einnahmeüberschuß ist 3.36 (2.69), die Dividende bekanntlich wieder 12 pCt. Aus der Bilanz: Grundbesitz 8.58 (8.13) — dagegen 2.54 (wie L V.) Entwertungskonto —, Hypotheken 2.45 (0.51), Anleihen usw. 1.89 (0.16), Wertpapiere 8.07 (1.98), Bankguthaben und Kassa 0.55 (1.02), Ausstände bei Vertretungen 1.92 (2.85), gestundete Prämien 6.26 (5.45), Guthaben bei Vers.-Ges. 0.51 (0.33), Forderungen solcher 0.21 (0.16). Unter den Wertpapieren waren u. a. 2.22 Gemeindepapiere, 3.86 Pfandbriefe und 1.14 sonstige Effekten ohne nähere Erläuterung. An Vorratsaktien besitzt die Gesellschaft noch (RM 20 758. Der Gewinn aus der Sterblichkeit war bei den Vers, ohne ärztliche Untersuchung 1.10 (0.56) gleich 51.20 (40.60) pCt. der Risikoprämie, bei denen mit ärztlicher Untersuchung 446 000 (190 000) gleich 48.5 (44.4) pCt. der Risikoprämie. Die gebundenen Reserven betrugen einschk Neuzuweisungen (RM 25.55 (14.53) Mill, neben dem Aufwertungsstock von (RM 14.29 (11.35) Mill., die freien Reserven (RM 652000 (582 000).
Bei der Stuttgart-Berliner Vers.-A.-G., die bekanntlich 7% gegen vorjährige 5 pCt. Dividende verteilt, wird gesagt, die notorische Unterversicherung in Feuer scheine weiter zuzunehmen. In der Transportvers., die ein ganz ungünstiges Schadensjahr gehabt habe, habe der enorme Wettbewerb die Prämien unverständig gedrückt. ErstmaJs erscheint in der Bilanz der Zugang durch Erwerb des Vermögens der Stuttgarter Mit- und Rückvers. - A. - G. Der Wert des von der „Deutschen Union“ übernommenen Transportvers.-Bestand ist mit (RM 100 000 auf einmal abgeschrieben. Einzelangaben über die Gewinn- oder Verlustabschlüsse der einzelnen Branchen bringt der Bericht nicht. Die Prämieneinnahme war (alles in (RM Mül.): 7.16 (6.42), der Kapitalertrag 0.16 (0.19), in der Sachvers., in der U.- und H.-Vers. war die Prämie 1.06 (0.69). Die Schadenazahlnngen waren insgesamt 4.74 (4.34), davon für eigene Rechnung 2.39 (2.89). Abschreibungen beanspruchten 0.38 (0.10). Aus der Bilanz: Grundbesitz 1.93 (1.52) — andererseits 0.20 (wie L V.) Entwertungsreserve —, Hypotheken 0.54 (020), Staats- und Stadtanleihen 0.80 (0.36), Wertpapiere 0.21 (0.05), Außenstände bei Agenten 1.53 (1.44).
Die L V. geführte Sonderrücklage aus erhöhter Aufwertung von (RM 0.21 Mill ist den technischen Reserven zugeführt.
* Hessen - Nsssanüsche Instellations-A.-G., Höchst a. M. Bei 1t. Bezieht 1926 gegenüber dem Vorjahre erheblich gesteigertem Beschäftigungsgrad und wesentlich erhöhtem Umsatz werden nach (RM 7000 (i. V. 5000) Abschreibungen {RM 45 000 (83 000) Gewinn ausgewiesen, aus dem auf {RM. 384 000 A.-K. 8 pCL (wie LV.) Dividende bezahlt werden. Eine Dotierung der Reserve (L V. {RM 36 000) erfolgt nicht; vorgetragen werden {RM 14 000 (12 000). Die Verminderung des Reingewinns ist auf gesteigerte Unkosten zurückzuführen. Anfang 1927 sei die Gesellschaft noch in allen Zweigen gut beschäftigt gewesen. Mitte Februar sei das Geschäft sehr still geworden. Z. Zt. sei die Gesellschaft nur schwach beschäftigt; das Verkaufsgeschäft arbeite noch zufriedenstellend. (G.-V. 30. Mai.)
* Pfälzische Malzfabrik A.-G., Yudwigshafen. Die Gesellschaft schließt per 31. August 1926 mit {RM 31821 (i. V. RIM 759) Reingewinn nach RIM 11222 (16 623) Abschreibungen auf Anlagen (L V. wurden ferner {RM 17 974 auf Effekten und Beteiligungen und {RM 37 496 auf Hvpotheken- aufwertung abgeschrieben). Die Verwendung des Reingewinnes ist nicht ersichtlich (i. V. dividendelos). In der Bilanz erscheinen bei {RM 500 000 A.-K. die Kreditoren mit {RM 150 650 (81 000). Hypotheken mit 37 496 (37 000). andererseits die Debitoren mit cRM 293 546 (167 000). Beteiligungen und Effekten mit RIM 120370 (118 870). Im Berichtsjahr habe man stark unter der tschechoslowakischen Konkurrenz gelitten. Im neuen Geschäftsjahr sei der Verkauf der Malzproduktion trotz scharfer Konkurrenz bisher befriedigend verlaufen.
* Ver. Thüringer Salinen (vorm. txiencksche Salinen) A.-G., Erfurt. Die Gesellschaft wird, wie man uns schreibt, wieder keine Dividende verteilen.
* Sächsische Emaillier- und Stanzwerke vorm. Gebr. Gnüchtel A.-G., Eauter i. Sa. Mangels genügender Aufträge konnten 1t Bericht 1926 die Betriebe nicht ausgenutzt werden; doch konnte durch eine Besserung im Laufe des Jahres zur gewohnten Ausnutzung des Hauptwerkes geschritten werden. Die freie Konkurrenz der deutschen und ausländischen Emaillierwerke hätte sich in den Preisen ungünstig ausgewirkt, namentlich in den Exportpreisen. Nach {RM 60 900 (109 963) Abschreibungen verbleiben {RM 90 700 (90 930) Reingewinn, woraus wieder 5 pCt Dividende auf die {RM 1.50 Mill. St.-A. und sataungsgemäß 6 pCt auf die {RM 17 500 V.-A. verteilt und {RM 4650 (4340) vorgetragen werden sollen. Aus der Bilanz per 31. Dessbr. ({RM')-. Krediteren 285 252 (438 414), Akzepte 99 213 (79 055), Bankschulden 404 778 (107 144 + 91 800 Dt. Gelridiskontbank). neue Rechnung 56 923 (94 624) gegen Debitoren 709 543 (702 887). flüssige Mittel 140 260 (201 895), Bestände 671 000 (618 000). Seit Jahresbeginn arbeiten die Betriebe voll: Aufträge lägen für mehrere Monate vor. eo daß bei allerdings noch gedrückten Preisen die Aussichten günstiger seien. Die G.-V. (23. Mai) soll, wie gemeldet, über eine Ermäßigung und Beschränkung der 64fach stimmberechtigten Vorzugsaktien beschließen, wie, ist nicht gesagt.
* Porzellanfabriken Creidlitz vorm. Hose, Schulz & Co. A.-G., Creidlitz b. Koburg. Aus dem Reingewinn von {RM. 19 487 (L V. 590) werden, wie man uns schreibt. 6 (0) pCt. Dividende auf (RM 0.30 Mill. Kapital verteilt.
* Seidenkongreß. Der zweite europäische Seidenkongreß wird vom 3. bis 6. Juni in Mailand abgehalten. Die auf dem ersten Kongreß im Juni 1925 in Pari« begonnenen
Nummer 366 Sette 4
Beratungen «ollen fortgesetzt werden. Damals waren beteiligt, Deutschland, Frankreich, Italien, England, Schweiz, BeLto? Holland, Tschechoslowakei, Spanien, Oesterreich und Polen. Bk handelt wurden die Vereinfachung der Zollklassifizaerung, ' gj, und Ausfuhrerleichterungen für Seidenmuster, Mittel zur Vsn besserung des Spinnverfahrens, das Prüfungsverfahren für küuSL liehe und natürliche Seide u. a. m. Damals wurde eine prinzipiell Einigung über die meisten Fragen erzielt. ~ 6
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ißttWch« 18. Mai. (WTB). 9 Uhr vormittags.
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New York, 17. Mai (WTB.)
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Brief 63.— 62.— 61 —
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17. Geld 62.14 61Je 60.
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* Franksuirt a. M., 18. Mai. (10.40 V.) Vormittags be- dang im Usancenverkehr: London gegen Paris 124. Mai- land 88%, Zürich 25.24%, Madrid 27.67, New York 4 85%. Mark gegen Dollar 4.2195. Pfunde waren mit 20,48% eträ schwächer.
13.08— 220.« 247.—
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Amerikanischer Wiriscksfts^iensL
Washington, 17. Man (WTB.) Der Ernteberichterstattungs- aussebuß des amerikanischen Ackerbauamtes schätzt die revidierst Baumwollanbaufläche für 1926 auf 48130 000 Acres gwn 48 090 000 Acres, welche am 25. Juni 1925 unter Kultur waren, und gegen 46 053 000 Acres, welche im Jahre 1925 abgepflückt wurden. Der revidierte Ertrag von Baumwolle per Acre wird für 1926 mit 181.9 Pfund angegeben gegen 167.2 Pfund im Jahre 1925. 157.4 Pfund 1924 und 130.6 Pfund 1923. Produktion: 17 910 000 Ballen.
nahmen würden die übrigbleibenden Gesellschaften Gruppe imstande sein, weiterzuarbeiten.
Vatala- MÄ GeMiiaiM.
Die Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerk A.-G. beantragt Kapitalzusammenlegung 2 zu 1 auf RIM 2.4 Mill, Der Berliner Börsenkurs war zuletzt noch 72 pCt. Anschließend soll eine Vervierfachung des verminderten Kapitals statt- finden. Wer die neuen {RM 7.20 Mill. Aktien übernehmen soll, wird nicht gesagt, nur angegeben, der Ausgabekurs werde 125 pCt. betragen. Die Gesellschaft schloß 1925/26 mit (RM 1.76 Mill. Verlust, so daß eine Sanierung schon erwartet werden konnte
Die E. Gundlaeh A.-G. in Bielefeld verzeichnet nach (R.M 186 911 (285 044) Abschreibungen einen Reingewinn von (R.J. 170 967 (198 364). aus dem das Stammkapital von RIM. 2.1 Mill, wieder 6 pCt. Dividende erhalten soll. Den Kreditoren von {RM. 435 988 (591292) stehen Debitoren von {RM 766 923 (849 776) und Waren von (RM 543 333 (590 425) gegenüber.
Eontion, 17. Mai. (WTB.) Wie „Times“ aus Tokio meldet, hat der neue Gouverneur der Bank von Japan. Inouve, erklärt. daß in der Regelung der Angelegenheit der Suzuki-Gesell- schäft gute Fortschritte gemacht werden. Die angegliederten Kon- zorne. die keinen Gewinn abwerfen, sollen 1 i o u i d i e r t und ihre Schulden abgoschrieben werden. Nach Durchführung.....
Brief 64*—
18. Gdd
62.- 61.- 60.-
Ruhig
15.80
15.85 —
15.95
15.80
15.70
Drahtmeldungeiie
Berlin, 18. Mai.
Die Orenstein & Koppel A.-G. in Berlin nimmt bekanntlink mit 4 pCt. die D i v i d e n d e z a h 1 u n g auf das Stammkapitals RIM 36 Mill. auf. die seit der Stabilisierung ruhte (vor dem 13 pCt. auf 45 Mill. Kapital). Der Bericht zeigt, daß aus dT* reinen Geschäftserträgnis von 1926 selbst eine Dividende in diS Höhe sich nicht hätte verteilen lassen; denn sie beannnrS (RM 1.44 Mill. Der 1926er Gewinn beträgt (RM 859 027 (41 nachdem vorweg RIM 779 433 (877 488) abgeschrieben wm-a«,? bei {RM 165 122 (501 074) Zugängen. Zu dem letztjährigen winn tritt aber der Vortrag von 1925 von {RM 763 032. der RIM 721 476 schon aus 1924 stammt. Der Text führt die Gewinn Steigerung auch nicht auf normale Geschäftsverbesserung zurück sondern auf erhöhte Zinseinnahmen (604 764 gegen 512 582) und auf eine Verminderung der Unkosten (1.23 gp?.? 1.55 Mill.). Der Betrieb erbrachte Brutto (RM 2.20 (1.96) S Im ersten Teil des Berichtsjahres habe sich die mangelnde Ant nahmefähigkeit der Absatzmärkte für die Maschinen- und Waggon Industrie noch stark bemerkbar gemacht. Auch die Belebung j™ Verlaufe sei noch nicht stark genug gewesen, um das Endergebnis entscheidend günstig zu beeinflussen. Die Bilanz zeigt immerhin eine Liquiditätsverbesserung. Den Kreditoren von 6.47 (6.61) Mill, und den Guthaben der Tochtergesellschaften cRM 1.61 (1.49) Mill, stehen Bankguthaben von {RM 5.05 (2 nm Mül., sonstige Barbeträge von RIM 300 625 (166 764). WncheJ von (RM 2.29 (1.53) Mill., Debitoren von RIM 4.98 (7.02) Mill und Waren von (RM. 9.33 (9.57) Mill, gegenüber. Die liquiden Mittel einschließlich der Wechsel erhöhten sich also insgesamt .»I (RM. 7.64 (3.78) Mill. In 1927 würden im Zusammenhang mi der Geschäftsbelebung diese flüssigen Mittel Verwendung finden Unter Kreditoren seien (RM 1.4 Mill. Anzahlungen enthalten'’ Bankschulden seien nicht vorhanden. Langfristige Schulden bestehen außer der etwas erhöhten Aufwertungsverpflichtung von (ü n 565 669 (481 940) nicht. Die zu 90 pCt. beherrschte Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft (Kapital RlM Z.g Mj will 8 (0) pCt. zur Ausschüttung bringen, die für 1927 verrechne! werden. Das nicht spezifizierte Beteiligungskonto wird mit M2 5.59 (5.58) Mill, ausgewiesen. "*
In Sachen Mologa soll jetzt nach einer Korrespondenzmeldung zwischen dem in Moskau befindlichen Dr. Hemmer und dea Hauptkonzessionskomitee ein Abkommen unterzeichnet worden sein, das die allgemeinen Bedingungen der Ueber- gäbe des Konzessionsunternehmens festlegt und die Mologa von ihren Vertrags Verpflichtungen befreit. Zur Bewertung des Konzessionsvermögens sei eine beiderseits beschickte Kommission bestellt, die demnächst ihre Arbeit aufnehmen soll. Damit beginnt allerdings erst der schwierigste Teil der Verhandlungen.
Bei dem Siegen-Solinger Gußstahl-Aktien-Verein in Solingen ergibt sich, wie mitgeteilt wird, nach „angemessenen“ Abschreibungen ein kleiner Reingewinn (i. V. (RM 15 589), so daß die Dividende wieder ausfällt.
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66 % —.— 63.— —
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New York, 17. Mai. (WTB.) Wie die amerikanisch» Tarifkommission bekannt gibt, stellte sich die amerikanische duktion an sythetisclien Farben 1926 auf 44 000 englische Tonn®, an .Farblacken 6000 t. Bezüglich aller Farbstoffe und Chen» kalten aus Kohlenteer blieb die Menge der Produktion um 5 +, Ibs. hinter dem Höchstergebnis von 1923 zurück. In dem ll»no wird mit Bedauern auf die heftige Wettbewerbs!!ua11oi im .Exportgeschäft hingewiesen, worunter namentlich a chinesische Geschäft stark gelitten habe. China und anderen Ländern des Fernen Ostens sei aus die® Grunde ein wirklicher Verdienst kaum mehr vorhande Es konnten dennoch 98 pCt. der Produktion abgesetet Die Farbeneinfuhr machte rund 5 pCt. der amerikanischen n duktion aus. „
k New York, 18. Mai. Wie „Ass. Pr.“ aus Washington * richtet, hat das SchiHalirtsamt sieben auf der Frachtkonferenz troffenen Vereinbarungen zwischen der American Hawaii 8 te am ship Co. und anderen Dampferlinien zugestimmt. Abmachungen erstrecken sich auf Vereinbarungen im FW*”’ j k.ehr mit den Pacific-Häfen nach England. Belgien. Südafrika °
Man erwartet eine Fusion der Central Northern MercM® Trust Co. of America und der Chelsea Exchange Bank. Die beio Bankfirmen haben ein Gesamtkapital von Doll. 4 Mill- Di» 11 lagen, betrugen Doll. 70 Mill. ,
Die Weltprodnktion von Kupfer erreichte nach Angabe American Büro for Metal Statistic im April 135 000 t .„
Auf der gestrigen New Yorker Pekauktien zogen die f*. für Biber, Kolinsky und Ringschwanzikatze um 10 pCt. am „ Nerz, japanischer Nerz und Graufuchs erfuhren keine VeraB - rung, dagegen gingen die Preise für südamerikanischen Fucm verschiedene andere Fuchspelzarten um 25 pCt. zurück.
Am, Zuekermarkt nahmen ausländische Häuser zunächst „ kauf» in Ware neuer Ernte vor. Die dadurch hervorgerute»® . Schwächung wurde aber wieder wettgemacht, als für Lok» Nachfrage hervortrat und von kubanischen Firmen Kaute folgten _ .
Die tägliche Durchscluiittsixroduktion von Rohöl ^’voouKlO) letzten Woche 2 487 000 (Vorwoche 2 306 000, i. V. 1 994^' Faß.
Hamburg, 18. Mai. Brief I Geld '
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24%
7 Franz. G.
104-
104-
24—
Corn Fred.
61%
61—
5’/a Greift.
104%
106-
98
Dodge Br. .
20—
21—
7Vs Ungar. 5 Mex. 1899
103-
102^
63%
Gen. Eiectr.
96%
97%
40%
40»
88%
Gen. Motors
193%
194%
4Mez. Gold.
125%
Int. Harvest.
168—
169*4
8 Pein .....
97%
137%
Pure Oil ..
27%
27%
Dte. ind. Obi.
130%
46%
Royal Dntch
49%
49%
6% A.E.G
105—
Sears Reeb.
63%
54-
5ä Eiektrow.
98%
87—
St.Oil NJer.
36%
36%
7 Krupp ..
-'
61%
Studebaker
52%
53—
78 Gt Hoffn.
102%
-
117%
United Fruit
129^ 50%
130—
Uüiem-EIbe-
119-
119%
112%
U. S Rubber
51Z4
Union ..
73%
U. S. Steel
169%
170%
7 Rh. W. El
103%
102h
112-
Utah Copper
115—
115—
71/2 L Tietz 7 Sachs. W.
121%
122h
124%
Woolworth
189%
140%
102%
78%
Gill. Saf.Ras
89%
88%
6*^ Siem, n H
>—••—
101%
104%
176-
Akt-Umsatz
1640000
1520005
7 Thyssen
101%
65%
öVäStahlwk
104%

