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Morgsnblatt der Frankfurter Zeitimg
Montag, 3. Oktober 1927
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Voraussichtliches Flugwetter für den 3. Oktober: ^eist stärkere und tiefere Bewölkung. Besonders in Nord- und Mitteldeutschland Regenfälle, Sicht vielfach stark behindert, in h lug- höhe westliche Winde.
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Dienstag, den 4. Oktober. .FranMurt M28.6 m). Kassel (272.7 m). ll.öo—1^: Uebortr. des Glockenspiels aus Darmstadt. 15.30—16: Die Stunde der Jugend. 16.30—17.45: Konzert des
Wilhelm Utermöhl Levy & Marx, Darm- hcilg., Inh. Ehefrau Hermann Levy und Ehefr. Johann Marx
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Heinr. Straus, IIdir. Ernst Moritz Rade Kurt Arth. Schenk f,
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Hamburg
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* Versicherung minderwertiger Leben. In der „Zeitschrift für die gesamte Versicherungs-Wissenschaft“ berichtet Prof. Dr. Manes in Berlin über den VIII. Internationalen Kongreß für Versieh er ungs-W iss en - schäft, auf welchem u. a. auch über die Frage der Versicherung minderwertiger Leben verhandelt wurde. Es wird darüber ausgeführt, daß am ausführlichsten zu dieser Angelegenheit der Sekretär des Verbandes für Versicherung minderwertiger Leben in Wien, Gruder, Stellung nahm.
Ebenso wie in Oesterreich die Versicherung minderwertiger Leben nur durch Zusammenschluß einer größeren Zahl von Gr e e e 11s c h a f t e n für durchführbar gehalten wird, ist es in der Tschechoslowakei, in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finland. Im Gegensatz dazu ist die Durchführung dieser Sonderversicherung in den englisch sprechenden Ländern immer nur von einzelnen Gesellschaften unternommen worden. Aus dem deutschen Bericht von Rudolph (Stuttgart) ist erwähnenswert: „Der dem Bestand nach weitaus überwiegende Teil der privaten Versicherungsunternehmungen versichert erheblich minderwertige Risiken nur mit. ärztlicher Untersuchung, läßt die Risiken vom Rückversicherer bewerten und entschädigt ihn durch volle oder teilweise Rückdeckung der zu normalen Tarifen, aber mit Prämienzuschlägen bzw. ebenso wirkenden Erschwerungen abgeschlossenen Versicherungen. Bei den öffentlichen Anstalten nimmt deren Verband die Bewertung, und die Verteilung des Risikos vor. Unter Verwendung der auf Anfrage von den Gesellschaften mitgeteilten Bestandzahlen läßt sich sagen, daß nur höchstens 3 b i s 5p 0t. der in Deutschland laufenden Lebensversicherungen auf Risiken entfallen dürften, deren Sterblichkeit bei der Aufnahme auf mehr als das Doppelte der normalen eingeschätzt wurde. Jedes überhaupt versicherbare Risiko findet in Deutschland Deckung; die Grenze der Versicherbarkeit- ist schon so weit gezogen, daß die Grenze der finanziellen Tragbarkeit für den Versicherungsnehmer erreicht ist. Das unbefriedigt bleibende Restbedürfnis ist nur sehr klein, so daß das Problem der Versicherung erheblich minderwertiger Leben in Deutschland praktisch als gelöst zu betrachten ist."
Es wird ein internationaler Ausschuß zusammentreten, um eine Vereinheitlichung der Beobachtungsmethode zwecks gegenseitiger Ausnutzung der statistischen Verfahren in der Praxis zu bewerkstelligen.
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starb heute im achtzigsten Lebensjahr.
Frankfurt a. M., Heidelberg, L Oktober 1927.
Caroline Bing geb. Eisemann
Sanitätsrat Dr. V. Löwenthal u. Frau Rosy geb. Bing
Regierungsbaurat A. Blum u. Frau Emma geb. Bing
Die Beerdigung findet statt: Montag, den 3. Oktober, 11 Uhr, vom Portal des Friedhofes der Israelitischen Gemeinde.
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geblieben. Die Kohlenverladungen vom Oberrhein wurden gegen Monatsmitte zeitweilig etwas lebhafter auf Gerüchte über mögliche Kohlenpreiserhöhungen. Der Talverkehr nach Holland und Belgien sei in gleichem Maße unbefriedigend geblieben. In den Verschiffungen ab Ober- und Mittelrheinstationen sei ein fühlbarer Rückgang oingetreten. Das Geschäft ab Rotterdam bergwärts blieb lebhaft, besonders für Erzverladungen. Der Rheinwasserstand wird als entgegen jedem Herkommen für die Jahreszeit außerordentlich günstig bezeichnet. Die Schifferbörse Duisburg-Ruhrort notierte für Fahrten Rhein-Ruhrhäfen nach Rotterdam 5LM. 1 frei schleppend und 9JL4L 1.10 einschl. Schleppen, ab Rhein-Herne-Kanalhäfen 20 Pfg. mehr. Die Sätze ab Rhein-Ruhr nach Antwerpen waren gleichbleibend <9lJL 1.60 bzw. 1.80 Rhein-Herne-Kanal einschl. Schleppen. Das Geschäft Rhein-Ruhr-Häfen nach Mannheim wird als mäßig befriedigend bezeichnet bei gleichbleibender Notierung von ffLiL 1 bei ganzer Ladelöschzeit, ab Rhein-Herno-Kanal <9lJL 1.20. Das Schleppgeschäft wird als unbefriedigend bezeichnet. Die Schlepplohnsätze blieben bis 27. Sept. <91 J<. 1.10 für große und <91 jL 1.20 für kleine Schiffe je Tonne, ah 29. Sept. <91.,K. 1.30 bzw. 1.45.
Die Firma Krupp errichtet bekanntlich im Norden von Essen am Rhein-Herne-Kanal eine neue Hochofenanlage, die an das schon bestehende Siemens-Martin-Stahlwerk angoschlossen wird und die allmähliche Herauslegung der Essener Betriebe aus der Stadt einleiten soll. Nachdem bisher von den geplanten zwei Hochöfen nur einer in Bau gewesen ist, soll jetzt auch der zweite in Angriff genommen werden. Die Stadt Essen unterstützt den Verlegungsprozeß der Kruppschen Fabrik dadurch, daß sie auf eigene Kosten neben dem in Bau befindlichen eigenen Stadthafen am Rhein-Herne-Kanal eine besondere Hafenanlage für die Eisenwerke Krupp errichtet, die der Firma gegen eine mäßige Pacht überlassen werden soll.
r Luxemburg, 2. Oktbr. Nach belgischer Meldung wurde das französische Ausfuhrkontingcnt von Roheisen nach dem belgischen Markte auf 15 000 t pro Oktober fixiert. Wie verlautet, wird dieses Kontingent für die beiden letzten Monate des Jahres einer Revision unterworfen; bisher waren nur die Preise reglementiert worden, nicht die Ausfuhrmengen.
o Rom. Dio italienische Tochtergesellschaft der Ufa A.-G. liquidiert.
amerikanischer WirtschafisdiensL
K New York, 1. Oktbr. Im August wurden in den Vereinigten Staaten 583 000 Gallonen Methanol produziert gegen 555 000 im Aug. 1926. Die Vorräte bezifferten sich am 31. Aug. auf 360000 (723000) Gallonen. In essigsaurem Kalk wurden 13 325 (11 520) Gallonen erzeugt, die Vorräte erreichten am Monatsende eine Höhe von 20120 (18 342) Gall. Die Produktion von raffiniertem Methanol betrug in den Ver. Staaten 318 000 (561 000) Gall, und in Kanada 26 500 Galt Die Vorräte stellten sich Ende August in den Ver. Staaten auf 428 000 (577 000) Gallonen und in Kanada auf 64 450.
Gerüchtweise verlautet, daß die General Motor Corp. beabsichtigt, das in Philadelphia gelegene Werk der Baldwin Lokomotive Works, das für diese Gesellschaft wegen Unrentabilität aufgegeben und nach Eddistone (Penns.) verlegt werden soll, zu erwerben. Der Wert des Werkes in Philadelphia wird auf Doll. 30 Mill, beziffert.
Nach einer Meldung aus Washington erklärte Norman Titus, der Chef der Transportabteilung im Büro für ausländischen und heimischen Handel, der kürzlich zu Studienzwecken die größeren europäischen Hafenplätze besucht hat und soeben nach den Ver. Staaten zurückgekehrt ist, die amerikanischen Hafenanlagen hätten mit der Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft nicht Schritt gehalten und ständen hinter europäischen zurück, wo die Schiffsentladung weit rascher erfolge.
Nach den Wochenberichten der Handelspresse hat sich das Herbst.geschäft sowohl im Groß- als auch im Kleinhandel belebt. In den Industriezentren ist die Kaufkraft größer geworden, während sie in den ländlichen Distrikten abgenommen hat.
Einer Veröffentlichung des Handolsdepartements zufolge belief sich der Wollverbrauch der amerikanischen Wollspinnereien im August auf Lst. 46.50 (39.38 im Vormonat und 40.86 im August 1926) Mill. .
Watkins Büro New York schätzt den Durchschnittsstand der Baumwollfelder am 1. Okt. auf 51.2 pCt. und don voraussichtlichen Baumwollernteertrag auf 12.29 Mill. Ballen. In der am 8. Nov. veröffentlichten amtlichen Schätzung wurde der Stand der Baumwollfelder am 1. 9. mit 56.1 pCt. und der Ertrag mit 12 692 000 Ballen angegeben. Die entsprechenden amtlichen Ziffern für den 1. Okt. 1926 lauteten 61.3 pCt. bzw. 16.63 Mill. Ballen.
Laut „Duns Review“ stellten im Növ. 1573 amerikanische Firmen ihre Zahlungen ein gegen 1708 Firmen im August und 1437 im Nov. 1926. Die Passiva beliefen sich auf Doll. 32.79 gegen 39.19 bzw. 30 Mill.
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Frankfurter Handelsblatt
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ff Essen, 2. Oktbr. Nach dem Bericht des Benzolverbandes in Bochum hielt sich im September die Benzolerzeugung in gewohnten Grenzen. Die Nachfrage nach Benzol und Benzolgemischen habe dagegen erheblich zugenonimen. Die Absatzsteigerung wird auf die im Spätsommer und Herbst übliche Zunahme an Motorbetriebsstoffen, die in diesem Jahre etwas später als sonst eingetreten sei, zurückgeführt. Der Benzolverband hat im letzten Monatsdrittel seine Zapfstellen -V erkaufspreise für Benzol und Benzolgeinisch um 1 Pfg. je Liter ermäßigt. Mitbestimmend für die Ermäßigung des Benzolpreises sei auch die Absicht gewesen, eine Senkung der deutschen Benzolpreise auf die Weltmarktpreise herbeizuführen. Ab 1. Sept, ist eine Verständigung zwischen dem Benzolverband G. m. b. H. in Bochum und der Benzolvereinigung des Ostens G. m. b. H. in Berlin in Kraft getreten. Diese über den größten Teil der deutschen Benzolerzeugung verfügenden Verbände werden künftig sowohl bezüglich Absatz wie auch in der Preisfestsetzung wieder zusammengehen. Die Berliner Vertriebsstellen beider Verbände sind zusammengolegt, so daß heute beide Verbände ihre Erzeugung durch eine gemeinsame Vertriebsstelle in Berlin absetzen. Dio Nachfrage nach schwefelsaurem Ammoniak habe im September der Jahreszeit entsprochen. Die Erzeugung sei programmäßig .gewesen.
Nach dem Bericht, der Handelskammer Duisburg ist die Lage der Rheinschiffahrt im September im allgemeinen unverändert
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v FiitteTinittel« Mannheim, 30. Septbr. Der Futtermittel- markt steht unter der Voraaswirkung der auf 83 Mill, t geschätzten deutschen Kartoffelernte: die Kauter halten zurück. Man verlangt für die 100 kg in Parität Mannheim: Nachmehl 23.50—24. Futtermehl 17, Weizenkleic. fein 12.80 (12.75-18), grob 13-cO (13.5(1—13.69). Roggeukleie 13.50 (14). Biertreber mit Sack 1675-17 (16.75-17.25). Malzkeime m. 8. 16, Cocoskuchen 23 50 (23.50- 23.75>, Erdnußkuchen 2250 (£2-75—23). Soya- schrot 20-75 (20 75-21), Trockonschnitzel 12 (1225); Eauhtutter unverändeit.
»Obst. Neuenstein (Wttbg.), 30. Septbr. Mostobst: Anfuhr 1(00 Ztr. Acpfel, Preis JIM 359 -3.80; 1800 Ztr. Birnen, Preis JIM 1.50-1.80. Tafelobst: Anfuhr 80 Ztr. Aepiel, JIM 5 00—5.65.
v Hopfen. Mannheim, 30. Septbr. Das Geschäft war in den südwestdeutschen Produktionsgebieten etwas lebhafter. In der Pfalz wurden für guten südpfälzischon Hoplen IRM 200 pro Ztr., für weniger gutfarbigen JIM 140—150 bezahlt. In Baden erzielten die Hopfen aus der Walldorfer Gegend ab Produktionsplatz im Originalznstand, in prima grüner Qualität, JIM 230 - 270, in Mittelqualität JUl 150—200 und in geringer JIM 100—130.
v Tabalc. Mannheim, 30. Septbr. Der Einkauf von Sand- grumpen schreitet nur langsam voran, da die Ware vielfach unter Feuchtigkeit gelitten hat. Nachfrage erhält sich nach 1926er Tabaken, weil das 1927or Schneidegut hinter dem vorjährigen Zurückbleiben wird. Im Zigarrengut-Gebiet der Pfalz wird das 1927er Sandblatt infolge vorzüglicher Glimmfähigkeit sich vornehmlich für die Zigarrenbereitung eignen. 1926er Schneidegut wird mit über JIM 140, in mittelguter Ware mit etwa JIM 180 und in geringer bis zu JIM 120 bewertet. Rippen bei unveränderten Preisen gefragt.
Weinvei'steigenmgen.
t Koblenz, 30. Septbr. Einen flotten Verlauf nahm die Versteigerung der Vereinigung von Weingütern der Ruwer e. V-, Trier. Es erlöste das Weingut Bertrand Simon (vorm. J. P. Sebastian!), Mertesdorf-Grünhaus für 16 Fuder 19 25er Niedermenniger und Mertesdorfer JIM 1360-1850, für 4 Fuder 1926er Niedermenniger 1480-1800: das Weingut Peter Pazen in Trier für 3 Fuder 1924er Caseler und Eitels- bacher JIM 13-10—1420. für 5 Fuder 1925 er desgl. 13 i 0—1790, lur2Fuder 1926er desgl. 1470, 1740; das Weingut Joh. Capune Erben in Trier für 2 Fuder 1924er Caseler 1440.1460, für 4 Fuder 1925er desgl. 1380—1700; M. Bach. Thörnich, für 3 Ender 1925er Thörnicher 2010—2130: Geschw. Gelben, Thörnich, für 2 Fuder 1925er Thörnicher JIM 2010. 2030.
DAS ERGEBNIS
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637.78
621.69
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4 57412
4.583.19
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708.98
715.05
34.73
114.69
114.68
6.422.76
5 397.79
6.412.92
23.26
23.62
23.60
30.26
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