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>errn v. Zedlitz fallen damit ganz von selbst zu-
bekannter
wird.
Solche Wirkungen lassen sich nun aber dadurch noch stet- gern, daß man als „Phantom", an dem der Artikel gezeigt wird, nicht eine gleichgültige Puppe, sondern die Nachbildungen bekannter Persönlichkeiten oder Kunstwerke benutzt. Bekannt ist der Kaiser als Modebild in den Schaufenstern zahlreicher Herrenschneider, weniger sind es aber die Brillen- Athene und der Kneifer-SermeS. Die Büsten beider arieckn-
^nchmen. . . . . , .
Nach einigen persönlichen Bemerkungen wird darauf der
Antrag gegen die Stimmen der Nationalliberalen, der Frer- konserbativen und der Freisinnigen abgelehnt. (Andauernde, lebhafte Unruhe.) 'Hieraus folgt die allgemeine Besprechung des Kultusetats. .
Abg. Dr. Porsch (Ztr.) verteidigt dre FranziSkanernreder- lassung in Doreck (Schlesien) gegen die Angriffe des Abg.
; Friedberg und der „Schlesischen Zeitung und konstatiert, dass bis heute noch keine Marianische Kongregation an einem preußischen Gymnasium zugelassen sei.
Darauf wird die Weiterberatung auf Montag 11 Uhr vertagt. Schluß gegen 4 Uhr.
Abg. Frhr. v. Zedlitz (spricht mit leiser Stimme und ist nur stellenweise auf der Tribüne verständlich.) Er führt n. a. aus: Es kommt mir lediglich darauf an, einen Teil der Angriffe aus dem Hause zu widerlegen. Der Ministerialdirektor wies darauf hin, daß ein Teil des Fortbildungsschulwesens dem Landwirtschaftsministerium und nicht dem Kultusministerium unterstehe. Ich Halte gerade einheitliche Ressortverhältnisse für erforderlich. Der Ministerialdirektor hat meine Antwort auf die gestrige Erklärung des Kultusministers damit bemängelt, daß ich diese Erklärung falsch aufgefatzt habe. Ich habe heute eine ganze Reihe von Par- lamcntsberichten in den Zeitungen verglichen und daraus denselben Mangel ersehen. Es muß also an einer besonderen Undeutlichkeit der Erklärung gelegen haben, wenn sie nicht besser verstanden worden ist. Keineswegs ist aber die Erklärung als ausreichend anzusehen und wenn die Regierung sagt, daß sie die Frage näher treten wolle, so ist das eine ■ gute Form, über die Sache Hinwegzukommen. Ich habe seit Jahren an der Seite des Ministers gestanden und nach diesen langjährigen persönlichen Beziehungen ist es mir außerordentlich schmerzlich, eine schwere Pflicht erfüllen zu müssen, wenn ich heute eine schärfere Kritik an dem Minister üben mußte. (Lachen rechts.) Ich erkenne unbedingt die ganz besonderen Verdienste des Ministers, seine Energie und seine Tatkraft an, aber die Organisation, daß ein einziger Mann die Unterrichtsverwaltung neben den übrigen großen Aufgaben des Ministeriums übersehen soll, ist hinderlich für die Entwicklung der Nnterrichtsverwaltung. (Lachen rechts.) Herr, v. Heyde- brand hat die Güte gehabt, die Majorität gegen die Minorität auszuspielen; ich habe nur verlangt, dag der Minister zu einer ReMution des Hauses eine zustimmende Erklärung abgabe, die von der großen Mehrheit, zu der auch die Freunde des Herrn v. Heydebrand gehörten, im vorigen Jahre beschlossen worden ist. In meinen sachlichen Forderungen steht also die ganze Mehrheit von 1906 hinter mir. Sollte bie;c Mehrheit sich heute in eine Minderheit verwandelt haben, so wäre das eine Aenderung in der Stellung der Konservativen Partei, die mit ihrer sonstigen Stetigkeit wenig vereinbar ist. (Große Heiterkeit links.) Meine Kritik an der Unterrichtsverwaltung habe ich auf meine persönliche eigene Verantwortung genommen. (Lebhaftes Aha! rechts und im Zentrum.) Gewiß, ich bin Manns genug, meine eigene Verantwortung zu tragen. (Hört, hört! Heiterkeit.) Wenn Herr v. Heydebrand eine solche Kritik für einen Abgeordneten nicht für angemessen erachtet, so unterschätzt er die Pflicht eines Abgeordneten. (Zustimmung links.) Wir haben nicht nur das Recht, sondern unter Umständen die Pflicht, die Kritik an der, Regierung zu üben, die wir nach gutem und ehrlichem Gewissen, nach ehrlicher Ueberzeugung für notwendig erachten. (Sehr richtig! links.) und ich werde mich von dieser Pflicht durch keinen Angriff, von welcher Seite er auch komme, abhalten lassen. Ich bin gewohnt, meine Pflicht zu erfüllen, meinen Weg gerade vorwärts zu geheiu (Lachen rechts.) Gewiß, meinen Weg gerade vorwärts zu gehen und meine Abgeordnetenpflicht und Abgeord notenwürde der Regierung gegenüber in vollem Umfange zu wahren. Wenn Herr v. Heydebrand seine Bemerkungen durch den Scherz würzte, .daß ich bald an jener Stelle sitzen würde, so Vergißt er, daß meine unabhängige Gesinnung mich schon längst davor bewahrt hat, daß die Versuchung an mich herantritt, einmal Minister zu werden.. (Sehr gut. links.), abgesehen davon, daß man mit 67 Jahren noch schwerlich in die Gefahr kommt, der Versuchung zu unterliegen, ein so schweres Amt wie das Ministeramt, das rasche Ent-
die Wirkungsmöglichkeiten der Reklame auf Augen- und Ohrenreize. *
Akustische Reklamen werden freilich einmal durch den alles verschlingenden Straßenlärm, andererseits durch die Schwierigkeit für den Hörenden, das Gehörte richtig zu lokalisieren, in ihrer Eindruckskraft stark beeinträchtigt. Töne lassen sich nicht räumlich festlegen, wie Formen und Farben, Schrift und Bild; es kommt daher oft vor, daß die Nachöarkonkurrenz „stiller Teilhaber" an einer teuren Lautreklame wird. Neben den musikalischen Lockungen der Phonographen, der automatischen Klaviere u. s. w. spielt der Lärm „an sich" eine wirksame Rolle. So gibt es elektrische Alarmglocken, die Tag und Nacht, unsichtbar hinter einem Schaufenster angebracht, unerbittlich schrillen. Trotz vereinzelter Glanzleistungen bleibt der Kreis akustischer Reklame aber doch — den optischen gegenüber — ein recht enger.
In einer modernen Großstadt wird das Auge, des Menschen edelstes Organ, beständig von einer Uebersülle mannigfaltigster Reize getroffen. Selbst die Nacht gönnt ihm keine Ruhe. Was die geschlossenen Schaufenster unten verschweigen, was die Dunkelheit barmherzig verhüllt, wird oben aus den Dächern ausgeschrieen und als Licht-Erscheinung sichtbar gemacht. Sobald die Nacht hereingesunken ist, kann man Goethe zitieren: „Große Lichter, kleine Funken glitzern nah und glänzen fern." Lebte König Belsazar in unsern Tagen, er würde sich durch die Hand nicht einschüchtern lassen, die „Buchstaben von Feuer" schrieb und schwand, sondern die geschickte Lichtreklame bewundern und höchstens darüber nachgrübeln, ob das „Mene — mene — tekel — upharsin" den Namen einer neuen Zigarettenforte oder eines Haarwuchsmittels bedeutet. Auch Heine, der eine Geber vom Libanon in den Aetna tauchen und mit feurigen Buchstaben an den Nachthimmel schreiben wollte: „Ich liebe Dich!" könnte diese Inschrift neben den leuchtenden Lettern einer Kakao- ober Cakes-Firma über jedem Berliner Haufe anbringen lassen.
Die Wirkung dieser Lichtreklamen, die schon durch den Kontrast zwischen Helligkeit der Schrift und Dunkelheit des Grundes, von dem sie sich abhebt, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wird noch dadurch verstärkt, daß der L i ch t r e i z kein ruhender und dauernder, sondern ein bewegter und be- stäüdig unterbrochener ist. Eine Gewöhnung des Auges an die Reize, und tnfolgebeffen ein Unbewutztbleiben der Empfindungen ist so ausgeschlossen. Das Auge wird vielmehr von beständig wechselnden Reizen in stets gleicher Heftigkeit getroffen, nimmt also doppelt scharf das Einzelne wahr. Dazu kommt noch die rein psychische Wirkung der Pause zwischen den Lichterscheinungen, die immer wieder ein kleines Moment der Spannung birgt, zumal bei den Reklamen, die nicht nur hell und dunkel, sondern auch die Texte wechseln lassen. Schließlich zwingt das Nacheinander des Aufleuchtens der Buchstaben in einem Namen, „als ob er geschrieben würde", das Auge in die Wortentwickelung hinein: man mutz lesen. Alle diese psychologisch raffinierten Reklamen gehen darauf aus, irgend eine Ware dem Namen und dem Vor-
schlietzungeu fordert, zu übernehmen. (Abg. Busch (Zentr.) ruft: Reichs amt des Innern ! Stürmische Heiterkeit.) Diese Heiterkeit erübrigt es, auf diese Bemerkung einzugehen. (Abg. Busch: Pofadowsky!) Wenn ich scharf geworden bin, so ’ gibt es eben Momente, in denen man scharf sein mutz (Lachen rechts), um das Ziel zu erreichen, das man erstrebt (erneutes Lachen rechts), das in diesem Falle lediglich darin bestehen kann, daß unser Unterrichtswesen, unsere Volksschule auf die Höhe, gehoben und auf der Höhe erhalten wird, die Preußen zur Ehre gereichst die Preußen notwendig hat, um seinen Beruf als erster Staat zu erfüllen. (Lebhafter Beifall links, vereinzeltes Zischen bei den Konservativen.)
Abg. Dr. Friedberg (natl.): Auf die Auseinandersetzung zwischen Herrn v. Heydebrand und v. Zedlitz gehe ich nur mit einer Bemerkung ein. Auch von der konservativen. Partei sind die Minister unter Umständen nicht ganz glimpflich behandelt worden. (Sehr richtig! links.) So war einmal eine Rede des Grafen Limburg-Styrum gegen den Minister Falck .picht gerade sehr wohlwollend . (Sehr richtig! links), als er erklärte, daß Herr Falck den großen Fehler habe, von Kopf bis zu den Füßen kein Staatsmann zu fein. Herr v. Heydebrand hat uns eine Belehrung geben wollen. Wenn wir allerdings so etwas dem Kultusminister sagen würden, so würde es sofort heißen: Ich verbitte mir eine Belehrung darüber, und Herr v. Heydebrand würde das als angemessen betrachten. Natürlich macht es einen Unterschied: der Minister, der damals ösfentlich gerüffelt wurde, war ein National- liberaler. (Hört hört!) Wenn also Herr v. Heydebrand über den Ton, in dem gesprochen ist, sich äußert, so war das nicht wohlgetan. Wenn Herr v. Heydebrand uns, als Minderheit bezeichnet, so ist mir nicht bekannt, daß es in diesem Hause eine Mehrheit gibt. Herr v. Heydebrand sann eine Mehrheit nur mit Hilfe des Zentrums bilden. (Lärm rechts.) Wenn ihm dieser Kurs angenehm ist, so gibt es in der konservativen Partei doch auch andere Strömungen, wo man diese Konsequenz nicht wünscht. Wenn Bei den Verhandlungen über das Volksschulunterhaltungsgesetz irgend eine Partei schlecht behandelt wurde, ist es die nationalliberale gewesen. Die katholische Ki rche wird nur in Bezug auf die Staatsschule mit dem Staate und nur unter gewissen Voraussetzungen ein Kompromiß abschließen. Sie wird aber stets nach der Herrschaft der Kirche über dre Schule streben. Es sei überhaupt keine Gewahr hmpcht- lich der Vorbildung der katholischen Geistlichen gegeben, und deshalb könne man ihnen nicht die Schulaufsicht übertragen. Daß in der geistlichen Ortsschulaufsicht eine bedeutende Ouelle der Macht für die katholische Kirche liegt, ist nicht zu be- - zweifeln. Herr Dr. Porsch warnt davor, die Leute auf dem Lande mündig zu machen. Wenn aber irgend eine Partei der Mündigmachung der Arbeiter Vorschub geleistet und in sozialpolitischen Fragen der Sozialdemokratie den Rang abzulaufen gesucht hat, so ist es die Zentrumsparte, gewesen. (Sehr richtig! links.) Und wenn Herr Dr. Porsch meint, daß diese Mündigmachung die verhängnisvollsten Konsequenzen haben könne, so hat sich gerade bei den letzten Wahlen gezeigt, daß die Prinzipien des Zentrums keinen Schutz gegen bte Sozialdemokratie bieten. Dem Zentrum ist es nicht gelungen, sondern gerade dem liberalen Bürgertum. in den eüabtcn, mit seinen Waffen die Sozialdemokratie bei den Wahlen zurückzudrängen. Diese Folge der Mündigmachung ist allo doch nicht so schlecht, wie Herr Porsch sic ausmalt. (Beifall.) Ob in Preußen wirklich so viel Rückständigkeit vorhanden ist, lasse ich .dahingestellt; in Betreff der Schulverhältnisse sind wir tn Preußen immer noch weiter als in Württemberg. Aber darin kann ich zustimmen, daß der Ministerpräsident sich mehr um Preußen kümmern sollte. Auch heute ist nur der Kulturminister hier, als ob es sich nur um eine Ressortfrage handelte, anstatt daß alle Minister hier anwesend wären, um ihre einheitliche Haltung hier zum Ausdruck zu bringen, (sehr richtig!) Herr Porsch hat die Frage des Zuiamrnenhanges zwischen Reichspolitik und preußischer Politik mehr auf das handelspolitische Gebiet hinubergespielt. (Heiterkeit.) Für uns handelt es sich um die Einheitlichkeit in Reichs- und Landespolitik. Der Abg. Ferbers hat in einer Rede behauptet, daß das Schulunterhaltungsgesetz niemals ohne die Konservativen und das Zentrum zu Stande gekommen wäre. Er sagt damit, daß das Zentrum seinen Einfluß in sehr energischer Weise geltend gemacht hat. (Oho! im Zentrum.) Ja, Sie haben das Schwergewicht ihrer ausschlaggebenden Stellung auch Bei diesem Gesetz ausgespielt. (Lebhafte Unruh- aus der Mitte: Nein! Unwahr! Wir werden fortfahren, zu verlangen, daß der Reichskanzler als Ministerpräsident auch in Preußen eine Politik verfolgt, die mit den Mehrheitsparteren iin Zusammenhänge bleibt. (Lebhafter Beifall lmks und Bei den Nationalliberalem)
Abg. v. Woyna (ftk.): Ich habe mit einem Teil meiner politischen Freunde beit Antrag unterzeichnet, weil wir glauben, bannt ben tatsächlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen, die ganz allmählich kommen müssen. Gegen die Macht der tatsächlichen Verhältnisse kann niemand an. Ich verstehe, daß die Kirke sich den Einfluß, den sie seit vielen Jahren über die Schule gehabt hat, nicht nehmen lassen will, aber ich glaube, unter Antrag enthält das» was sich im Laufe der Tatsachen verwirklichen wird. ....
Kultusminister Dr. v. Studt verliest ferne gestrige Erklärung nochmals teilweise, in der er die Prüfung der Fragen des Antrages sowohl im Staatsministerium als auch in seinem Ressort zusagt, und bemerkt: Damit ist doch nicht die Prüfung in die graue Fcrnung gerückt, wie der Abg. Dr. ^rtebberg Behauptet hatte. Ich bedauere diesen Irrtum des Herrn, Dr. Friedberg umsomehr, als er . dadurch auch wieder dre ofent- licbe Meinung irreführen wird. Wenn er sagte, meine Worte würden Erbitterung hervorrnfeii, so erwidere ich, daß ich durchaus bereit bin, die Folgen meiner Ausführungen zu uber-
toarten. Wenn Herr v. Zedlitz diesen Ton weiter anwendet, macht er es uns sehr schwer, Verständigung zu suchen. Ich erkenne an, was er vortreffliches im vorigen Jahre beim Schulgesetz geleistet hat, aber in dieser Tonart können wir uns nicht' verständigem:. (Sehr wahr! und Beifall rechts. Zwischenrufe links.) Sie werden uns doch ertauben, auch unsere Meinung zu sagen. Der Minister ist im vorigen Jahre sehr weit entgegengekommen; wenn lauter solche Feuer- köpfe wie Herr v. Zedlitz hier gewesen wären, wäre ein solches Kompromiß nicht zustande gekommen wie im vorigen Jahre. Wir wünschen, daß der Minister noch lange seines Amtes walten möge. (Beifall rechts.) Herr v. Zedlitz verlangt Dezentralisation der Schulverwaltung und tritt für die Lehrer ein, aber mit dieser seiner Tätigkeit kann man doch nicht ganz einverstanden sein. Wir erkennen auch die berechtigten Wünsche der Lehrer gern an, aber die Art, wie Herr v. Zedlitz für die Lehrer eintritt, mindert nicht die Unzufriedenheit im Lande. (Sehr richtig! rechts.) Nun, Herr v. Zedlitz, cs wird ja nicht lange dauern, dann fitzen Sie an dieser Stelle (auf den Ministcrtlsch zeigend. Große Heiterkeit), dann werde ich sehen, wie es Ihnen gefällt, wenn eine solche Kritik geübt wird, wie Sie sich dem Minister gegenüber erlaubt haben. (Sehr wahr! rechts.) Wir Konservative wollen auch Fortschritte auf dem Gebiet der Schule, wir müßten ja blind sein gegen die Interessen der Kinder, unseres besten Schatzes, wenn wir gegen Fortschritte wären. Aber ein gesunder Fortschritt ist nur unter Wahrung des geschichtlichen und des christlichen Levens unseres Volkes möglich. (Lebhafter Beifall rechts.) Weil wir meinen, daß der Antrag in seinen ersten Anfängen dazu dienen mutz, das Christentum und die Religion und die Kirche in ihrem Einfluß zurückzudrängen, ist es uns unmöglich, in diesem Augenblick für den Antrag zu stimmen. (Lebhafter Beifall rechts.)
Abg. Porsch (Zentr.): Direkt werden wir von der Frage der geistlichen Schulaufsicht sehr wenig betroffen; cs gibt nur sehr wenige katholische Geistliche, die dieses Amt innchaben. Der Einfluß der Geistlichen in der Schuldcputation ist nicht ausreichend, weil er als Einzelner überstimmt werben kann. Wir erkennen bte Herrschaft des Staates über die Schule vollkommen an, aber wir wünschen die Mitwirkung der Kirche, die die Aufgabe erhalten hat, die Welt für die Ewigkeit zu erziehen. Abg. Furck hat es als eine nationale Ausgabe bezeichnet, die Schule unabhängig zu gestalten. Es ist das ein neuer Begriff des Wortes „national" und vielleicht wird er auch, einmal gegen uns ausgespielt werden. Der Abg. Funck vergißt, daß seine Freunde auch einmal antinational genannt worden sind. Redner geht dann auf das Verhalten des Zentrums bei der Reichsfinanzreform und dem Bolks- schulunterhaltungsgesetz ein, wo es ganz unwürdig behandelt worden fei. Damals habe das Zentrum keine Nebenregierung gehabt, habe keinen Kuhhandel getrieben. Den Antrag müssen wir ablehnen, weil er den ersten Schritt auf dem Wege der Abschaffung des Religionsunterrichtes bedeutet.
gen des Herrn v. Zedlitz fallen damit ganz von selbst zu- fanunen (Beifall rechts.) •
Abg. Ernst (Frs. Vgg.st erklärt, daß er dm trefflichen Ausführungen des Abg. v. Zedlitz zustimme uwb auf das Wort verzichte. (Beifall.)
Kultusminister v. Studt: Ich will von der Form abiehen, in der der Abg. Freiherr v. Zedlitz soeben seine Ausführungen mit Bezugnahme auf die Tätigkeit Der Schulverwaltung unter meiner Leitung gemacht hat. Ich habe mit der Schulverwaltung allerdings eine schwere Verantwortung übernommen; beruhigt habe ich mich einigermaßen dabei durch die Erwägung, daß mir eine langjährige Praxis auf diesem schwierigsten Gebiete meines Refforts in der Schulverwaltung zur Seite stand. Seit 1867 habe ich Gelegenheit gehabt, mich den Aufgaben der Volksschule besonders zu widmen, und ich habe Jahre lang für die Hebung des Volksschulwescns so Vieh getan, daß der Minister Falk 1872 sich veranlaßt fand, mir die schwierige Aufgabe zu übertragen, in einigen Teilen der! Provinz Posen das Schulwesen zu revidieren und dadurch auch die. Grundlagen für das Gesetz von 1872 zu gewinnen. Ebensolche Revisionen habe ich auch für den Bezirk Münster in zahlreichen Anstalten vornehmen können. Sie werden also nicht leugnen können, daß mir einige Erfahrungen zur Seite stehen. Ich habe mich bann auch bemüht, meine Aufgaben mit geradezu übermenschlicher Anstrengung zu widmen. Zunächst war mir klar, daß der zweifellos vorhandene Lehrermangel beseitigt werden mutz, und ich bin bemüht gewesen, vom ersten Augenblick an unter Ueberwindung der allergrößten Schwierigkeiten durch Schaffung neuer Lehrerbildungsanstalten mit der bisherigen Praxis zu brechen. Es ist mir denn auch gelungen, dem Abgeordnetenhause endlich mit anderen Zahlen entgegentreten zu können. Ich habe bann, das Gesetz Betr. bie Fürsorge für bie Witwen unb Wckisen ber Lehrer, bem vorn Hause hier so grunbsätzliche Bebenken enh gegengebracht wurden, daß ich beinahe glaubte, daraus verzichten zu müssen, unter mühevoller Arbeit geschaffen. Jmj Nlwernber 1906 folgte bie Neuordnung des gesamten höheren Unterrichtswesens, ebenfalls durch große Schwierigkeiten hindurch. ES ist mir damals auchv on der linken Seite bie Anerkennung ausgesprochen worden, daß ich die weitgehendsten Forderungen erfüllt habe. Durch bie Einführung ber neuen Rechtschreibung habe ich eine einheitliche auf biesem Gebiete geschaffen, wie sie feit mehr als 100 Jahren nicht erreicht worden ist. Eine Reihe von Gesetzen, die die Versorgung ber
handensein nach bekannt zu machen, sie unvergeßlich unb immer wieder und mit den allerftärksten Mitteln dem Publikum einzuprägen; sie stehen daher auf einer «tuje mit ben Plakaten, Zeitungsreklamen unb bergt. Einer anderen Kategorie gehören aber bie Versuche an, den anzubietenden A t • titel selbst möglichst vorteilhaft, d. h. Interesse und Kaus- luft erweckend, vorzuführen. Von dieser Art <-chaufenjter-Re- Haine' soll im Folgenden die Rede sein.
Man kann das gegebene Ziel auf die verschiedenste Art und Weise erreichen. Das Herkömmlichste, Einfachste aber auch Geschmackvollste ist: der Artikel,, für den es Propaganda zu machen gilt, wird so angeordnet, daß er sich von feinen „Besten Seiten" zeigt, ja, womöglich derart, daß er immer noch etwas schöner und besser erscheint, als er wirklich ist. Entfernung vom Betrachter, Aufmachung: das geschmackvolle „Anrichten" der Ware, und wohlerwogene Beleuchtung haben dabei das ihre zu tun. Diese, dem einzelnen Objekt gewidmete, sorgsame Arbeit hat sich zu verbinden mit der Komposition eines in sich geschloffenen harmonischen Ganzen. Ta es sich bei der Arrangierung eines Schaufensters darum handelt, möglichst auch Fernwirkungen zu erzielen, vor allem aber, das vorüberhastende Publikum aufmerksam zu machen, anzulocken und zu überreden, versprechen nur große Linien-, Farben und Formenzusammenhänge Erfolg. Ein in gewissem Sinne monumentaler Dekora- tionsstit ist der zweckgemäße. Man kann ihn auf doppelte Weise erreichen. Einmal durch Anhäufung eines einzigen Gegenstandes, durch überwältigende Formlosigkeit, durch Wirkung rein quantitativer Art. So werden Massenartikel und Ausverkaufswaren gerne in Massen vorgeführt, übereinander geschüttet. Hier machen die Menge- an sich, unb bie durch lieblose Behandlung des Artikels gekennzeichnete Billigkeit desselben Eindruck. Die „Spottpreise", das bei- nahe „weggeworfen werden" sind symbolisiert, in der chaoti, scheu Form der Darbietung. Andererseits werden wenige auserlesene Stücke in vornehmer Isoliertheit und in geschmackvollster Umgebung präsentiert. So machen es z. B. die Pariser Juveliere und Parfümeure. Eine derartige Anordnung rechnet mit einem ästhetisch empfindlichen unb Verständnis- vollen Publikum; ja, eigentlich nur mit Spaziergängern, bie Zeit haben das Unauffällige zu finden, das Ausgesuchte zu genießen und — Gelb, es zu kaufen. Welchen^ Zielen die Kunst des Schaufenster-Dekorateurs nun auch nachstrebt, sie findet ihre natürlichen Schranken nicht nur in der Eigenart des betreffenben Stadtpublikums, dessen Psychologie der Dekorateur genau kennen mutz, sondern auch im Material, mit dem sie zu arbeiten hat.
So leicht es ist, aus kostbaren farbigen Seidenstoffen, aus Spitzen unb Juwelen, Blumen unb Kunstgegenständen ge-' fchmackvolle Schaufenster herzurichten, so schwer hält bies bei Artikeln, deren Herkunft, Charakter ober Bestimmung sich der ästhetischen Verwendung von vornherein zu widersetzen scheint. Schwämmen und Kämmen, Töpfen und Nägeln, Haaren und Hemden, Verbandsstoffen und hundert anderen
evangelischen unb katholischen Geistlichen, bie Regelung ber Pensionsverhältnisse derselben betreffen, haben zur Wahrung des konfessionellen Friedens Beitragen helfen. 1895 folgte das Gesetz betr. bie übertragbaren Krankheiten, endlich im vorigen Jahre das neue Volksschulunterhaltungsgesetz. Also Sie mögen meine Tätigkeit beurteilen, wie Sie wollen, so müssen Sie doch anerkennen, daß ich in den sieben Jahren treue und erfolgreiche Arbeit geleistet habe (Beifall erchts), und zwar eine Arbeit, bie nicht nur von ben konservativen Parteien unb dem Zentrum anerkannt würbe, fonbern auch den Anschauungen eines großen Teiles ber übrigen Parteien durch- aus entsprochen hat. (Widerspruch link.) Ja, ich habe vielfach auch von ber linken Seite Anerkennung erfahren, auch in Bezug auf die finanzielle Ausgestaltung meines Ressorts. So liegen bie Tatsachen. Meine Schwächen kenne ich genau, aber das muß ich für meine treue Arbeit in Anspruch nehmen, daß hier in den sieben Jahren auf manchen Gebieten ein Erfolg erzielt worben ist, ber vorher nicht zu erreichen war. (Beifall rechts.) Was Herr v. Zedlitz aus meinen Ausführungen entnommen hat, scheint er- ziemlich einseitig aus parlamentarischen Berichten entnommen zu haben. Er möge sich ben Wortlaut meiner Erklärung ansehen. Wenn bie D u r ch- führung bes Bo l ksschulunterha11ungsge. setzes abgeschlossen ssin wird, werden wir ernstlich an die Fragen Herangehen, die in dem Anträge enthalten sind. (Beifall.)'
Abg. Schiffer (ntl.): Die heftigen Ausführungen des Ministers betreffen vieles nicht, was ich gesagt habe unb vieles, was ich nicht gesagt habe. Die geistliche Schulaufsicht stellt eine Anomalie bar gegenüber bem Geiste ber Schule, nicht gegenüber ben bestehenden Gesetzen. Auch fand ich, daß der zweite Teil der Erwiderung des Ministers in Widerspruch zu Dem ersten Teil stand. Die katholische Kirche steht prinzipiell auf dem Standpunkt, daß die Schule ihr gehört, und fügt sich nur dem gesetzlichen Zwange, wenn sie die Staatsschule zuläßt. Deshalb wird sie auch gegen jede Erweiterung ber Macht des Staates fein unb deshalb werden wir hier zu keiner Verständigung mit bem Zentrum kommen können. Anders liegt es bei ben Konservativen. In ben Ausführungen des AbZ. Heckenroth lag eine Unterschätzung des technischen unb wissenschaftlichen Gehalts ber Schule. Der beste Wille kann das Wissen hier nicht ersetzen. Wir sehen bei diesem Antrag alles das ausgeschieben, was weiter geht als das, dem alle zustimmen können. Man hat doch nicht gehört, daß in den jetzt schon unterfachmännischer Aussicht ftehenben Schulen der Religionsunterricht schlechter ist als in den unter geistlicher Aufficht stehenden. Was wir bekämpfen, ist die Herrschaft der Kirche über die Schule auf Grund des Religionsunterrichtes. Wir sind allerdings auch der Ansicht, daß ber Reichskanzler im Reiche nicht eine andere Politik treiben kann wie als Minister- • Präsident in Preußen. (Beifall.)
Abg. v. Heydebrand (Ions.) : Die Antwort, wie der Reichskanzler denkt, wird dieser selbst erteilen. Ich spreche für meine Partei nur ans, daß wir es für bedenklich halten, wenn man die Reichspolitik einfach auf unsere preußischen Verhältnisse übertragen will. Die Fragen im Reiche haben mit dieser Frage ber Stellung unserer Geistlichen nichts zu tun. (Sehr wahr! rechts.) Ich habe Bedenken, daß hier eine konkrete Frage so ober so beantwortet werde, weil im Reichstage sich eine Parteistellung so ober so ergeben hat. Die Erklärung des Ministers ist bei Linken nicht ausreichend, uns schien diese Erklärung recht weit zu gehen. (Sehr richtig! rechts.) Wie unser Standpunkt in der Sache ist, hat Herr Heckenroth in klarer Weise ausgesprochen, er wird noch in ber Lage sein, gegenüber einem Mißverständnis des Herrn v. Zedlitz den Sinn in persönlicher Bemerkung klarzustellen. Eine Verständigung in dieser Frage könnte möglich sein, aber sie wird erschwert durch die Art des Auftretens des Herrn v. Zedlitz. Ein solcher Ton gegen einen Minister erscheint uns sehr bedenklich. (Beifall rechts.) Die Minister stehen in einer Stellung, in der man ihnen nicht mit einer solchen Nichtachtung entgegentreten darf. (Sehr richtig! rechts.) Die Parteien, die den Antrag gestellt haben, stellen noch nicht einmal die Mehrheit, sondern nur eine Minderheit bar. (Zwischenrufe.) Ob Sie eine Mehrheit für den Antrag finden, können wir ja ab
nützlichen Dingen bleibt bei aller noch so schönen Anordnung „ein Erdenrest, zu tragen peinlich". Um diese Artikel wirksam zu machen, muß die Phantasie des Geschäftsmannes nach neuen Möglichkeiten und Mitteln fahnden.
Es gibt Waren, die man im Schaufenster entstehen lassen, werdend vorführen kann. Die Anziehungskraft, die alles Geschehen an und für sich besitzt, ein Interesse, das bei jedem gefallenen Droschkenpferde zutage tritt, wird hier noch gesteigert durch das Vergnügen, zu sehen, wie ein Ting gemacht wird, in die Geheimnisse seiner Entwickelung einen Einblick zu erhalten. So dreht die „Türkin aus der Acker- straße" Zigaretten; der Drechsler im weißen Rock arbeitet an seinen Meerschaum- unb Bernstein-Zigarrenspitzen. Hier backt ein Jüngling aus Pulver Pfannkuchen, dort brät eine junge Dame am Spieß Geflügel, „sieht mit Puten sich umgeben, selbst wie eine Pute jung." Wieder andere Artikel, deren Fabrikation sich im Schaufenster nicht vorführen laßt, kann man tm Gebrauch, angewandt zeigen. Auch diese Art ber Schaufenster-Reklame geht so zu sagen von pädagogischen Erwägungen aus, indem sie Anschauungsunterricht erteilt. Hinter den Scheiben eines Friseurs frisieren sich zwei junge Damen gegen« , fettig mit ebenso fabelhaft praktischen, wie unschönen Pateni- kämmen. Wie wilde Tiere in ihrem Käfig eingesperrt und an- geglotzt, klappern ein paar Tippfräuleins auf einer herrlichen, einzig zweckmäßigen Schreibmaschine Geschäftsbriefe. Was Menschenkraft nicht leisten kann, macht ein Uhrwerk. So be- dient ein solches — als Knabe verkleidet — eine Registrier- Kasse, die beständig unsichtbares Geld einnimmt unb bafür sichtbare Coupons im Bogen von sich gibt. Hierhin gehören auch die scheußlichen künstlerischen Gebisse in ben Kästen mancher Zahnärzte, die beständig auf» und zuklappen, als wären sie für unermüdliche Wiederkäuer geliefert. ' ■
Bei allen bisher angeführten Beispielen handelte es sich um Waren, deren Zweck und Wesen sich nur in ber Bewegung ausspricht, die deshalb im „Betrieb" gezeigt werden müssen; es gibt aber zahllose andere Dinge, bie sich zwar nicht in eigener Tätigkeit, wohl aber im Gebrauch der Menschen vorführen laffen. Ter Korsettfabrikant bekleidet mit seinen neuesten Erzeugnissen eine Venus aus Holz und verwandelt ihre unanstößige völlige Nacktheit in eine anstößige halbe Aus- gezogenheit. Ein Kind von Werg und Leder wird von einem Bandagisten in einen Krüppel höchster Potenz umgeschaffen, indem er es mit Bruchbändern, Arm- unb Beinschienen unb sonstigen Marterwerkzeugen förmlich überlädt» baß es an das mit allen erdenklichen Gebrechen behaftete „kranke" Pferd erinnert, das bem „gesunden Pferde" gegenüber abgebildet
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Hamburg 20.
Neapel 20.
Hamburg 20.
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Southampton 20.—.........
Hamburg 20.
Liverpool 20. ..... -
Hamburg .............
St. Nazaire 21. —-......
scheu Gottheiten, von denen es nicht bekannt ist, daß sie schl Augen hatten, tragen ortozentrifche Gläser! Die allgeu Bildung des Fabrikanten und seine spezielle pädagogische gabung haben sich hier verbunden, ein Meisterstück moM Schaufenster-Kunst zu erdenken. Der unbekannte Herr dem genau zur Hälfte gefärbten Haar und Part, und dies sei Dank ebenso unbekannte Dame mit den vielen Pickeln ’ dem Gebrauch" und dem strahlenden Teint „nach dem! brauch" irgend eines Tollettenwaffers müssen sich vor den ) reit zentrierten" Göttern verkriechen.
Eine dritte Gruppe schließlich — und vielleicht die st effanteste — bilden die Reklame-Gestalten, zu denen di« treffenden Artikel als Baumaterial gedient Habens augenfällige Diskrepanz zwischen Mittel und Resultat W seits, andererseits die Freude des Beschauers an der W Windung der im Material liegenden Schwierigkeiten bur<| Schaufenster-Künstler lassen diese Inszenierungen von A vielleicht zu den wirksamsten zählen. Ein gewisses VerM an der Karikatur, an der Formung bekannter und wo« außergewöhnlicher Erscheinungen aus dem trivialsten^ allergewöhnlichsten Materialien zwingt auch denen einH tiges Lächeln ab, die sich zur Bewunderung der ErfinduriU Kunst des Ladenbesitzers nicht auffchwingen können. Jn z Kategorie herrschen die furchtbaren Geschmacklosigkeiten^
Ein Geschäft für Küchenartikel, Eisen- und KurM baut einen Kasserollen-Häuptling ins Fenster. „SM der Hauptmann von Köpenick!" schreien die Straßenjq vor diesem Herrn mit dem blau-emaillierten Kopf, Z Kesselbauch, den Löffelhänden und den Topfbeinen. DeW lische Koloß „auf tönernen Füßen" ist hier Wirklich!« worden. Ein paar Straßen werter erblickt das entsetztM des Wanderers statt des eisernen Kanzlers einen swst mernen. Beachtenswert erscheint mir auch die BriesmÄ Madonna, vom Kops bis zu den Zehen abgestempelW Zoll ein König oder ein Präsident, jedenfalls ein kosiW tisches Kunstwerk allerersten Ranges. W -Heidelberg Kork geschnitzt, unter Glas und Rahmen, findet weM Ueberwindung dieser krümeligen Materie zahlreiche M derer. Ein Meisterstück lieferte jener KonditorjünglnWl Weisseher, der den heiligen Georg im Kampfe mrt I „süßen" Drachen zusammengezuckert hat. Das KiM harrt in seinem Glasgehäuse seit Jahr und Tag d«I fers. Braun und blank, durchdrungen von wissenschaM Richtigkeit und Vanillenstllung steht aus seinem FelW Ehokoladen-Jchthhosaurus. Ob es aber nicht angeM wäre, solche Saurier aus sauren Gurken und M-rxe»M herzustellen? „ «3
Dem phantasiebegabten Ladenbesitzer eröffnen W noch ungeahnte Perspektiven und MrckungSmöglichhsskt« zugnabme auf aktuelle Ereignisse und die Berwertung W ter politischer Persönlichkeiten könnten hochmteresscmteM fungen zeitigen. Ich erlaube mir fürs erste voyutzW einen Zentrumsabgeordneien . aus Preßkohlen unS| Kolonialwaren-ZeWburg^ 'y
Hamburg 6. South. Cherbrg.-- Antwerpen 6. ..........
Antwerpen 6. ••• Bremen 6. über New York •• Bremen 6. ....................
Marseille 6. Neapel 8.
Hamburg 7. - Amsterdam 8. —— Bremen 9. South, u. Chbrg. 10. Hamburg 9. ........ ........
Hamburg 9. .- Marseille 10. ■•••••......
Marseille 10. ..........••••
Bremen 10. Antwerpen 15.---- Antwerpen 10. ............•—
Marseille 10. Neapel 12. ■•••••
Hamburg 10...................
Hamburg 10..............
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