(Neue Frankfurter. Zeitung.)
Wegrürrüet vorr Leopold $o*tn«tttann.
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54, KaLßoliKentag.
« Würzburg, 27. August.
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WmOpr-,27.Äua. MM M dM Festk-W»««- be, Karteilv erbanderfärb entsagender katholischer S tndenieh hiH Erzbischof v. Ä bebt eine Rebe auf bi-akai
Mittwoch. »8. August 1907?
zwischen Deutschland und Frankreich ist jetzt «ne europäische Abipannung eingetreten. Die Entrevue tn Norderney geht nach den anderen Entrevue« dahin, den moralisch notwendigen Nahmen bei dem Wschlutz Lmkreter Einvernehmen zu gehen, deren Nutzen sich zwischen Frankreich und Deutschland bemerk- Tvrr «trtAött
«achdruck, telegraphische oder telephoailche Verbreitung ist mrr mit deutlich« Quellenangabe .Frks. gtg.* gestatt«.)
Kvivst-Aeprschrn der Frankfurter Zritmtg.
O Zürich, 27. Aug, 11.20 N. Eine demokratische Partei- »ersammluug beschloß einstimmig, für die Annahme der neue« Zemeindeordnnng einzutreten. Die gleichzeitig tagende Versammlung der Freisinuizen «ahm den Antrag bei Vorländer ans Freigabe der Stimmen an. Eine Minderheit hatte die Verwerfung beantragt.
Wolffls trirgrsphischrs CorrefpsndLnr - Snrrmr.
I ,O ,Gelsenkirchen, 27. Aug,, 11.42 N. Unter dem Verdacht her Beteiligungam Erler Lustmord wurden die Arbeiter Walter, Sinfotoa und Schock verhaftet, die mit der Ermordeten einer .Festlichkeit bklgewohnt hatten.. Frau Groth war Mutter von sich, blatt^D Seb1')d^lvattelegr. qnS Gelsenkirchen im AveitenMorgen» Die Zahl der Bkatter nerkr ll nkntzgen xbetrggt seit Mitte April. sechzig. Heute wurden zwei neu«. Fälle ßcmeloet.
NMWKFAAmiiq
(Frankfurter Handelszeitung.) 1 und Handelsblatt.^-^
London, 27. August. (Unterhaus.) Premierminister Campbell. Bannerman erklärte'in Erwiderung einer Anfrage, daß die die Haager Konferenz betreffenden Akten nach Abschluß der Konferenz veröffentlicht, werden würden. ES werde dann zu ersehen sein, daß die britischen Dele- grerten sich ihrer Aufgabe in einer für sie selbst rühmlichen Weise und zum Vorteil des Landes erledigt , haben. Sodann kündigte der.Premierminister an, daß die Vertagung des Hauses morgen Mittag stattfinde.
London, 27. August. (Oberhaus.) Nachdem daS Unter- haus die meisten Abänderungsvorschläge zur englischen Landbill abgelehnt hat, ließ das Oberhaus dieselben fallen. DaS Gesetz ist damit tatsächlich in bet: vom Unterhaus bestimmten Faffung angenommen. Gleichfalls nahm das Oberhaus die Gesetzesvorlagen über daS Patentwesen und die Einfuhr von Nahrungsmittel “ L:_ Vorlage zwischen dem Ober- und Unterhalt hin- unbf bet» gegangen ist, ist ein Kompromiß erzielt worden. DaS Gesetz wird schließlich angenommen. Die Regierung betrachtet den Wett deS Gesetzes erheblich verringert durch die Zugei ständnisse, die sie hat machen müssen, um die Annahme deS Gesetzes gtt- sichern. Die gesetzgeberische Arbeit deS Ober-" hauseS wurde damit beschloßen, daß das Haus die Vorlage über die Garantie des Reiches für dre Anleihe der Kolonie Transvaal im Betrage von fünf Millionen Pfund Sterling, in allen LesuMen a n n a h m.
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Der Mann schlug eine Querstraße ein, lief aufs Gerade- wohl in eine Gasse und drehte sich um. Heridal und Weitem waren ebenfalls um die Ecke gekommen und traten in E Straße. Der Landstreicher wurde aufgeregt, er wagte nicht weiter zu laufen, denn damit hätte er 'sich verraten. Er entfernte sich mit scheinbar ruhiger Miene, gleichzeitig schnell und dabei doch ruhi^; eine Viertelstunde durchquerte er die "T" ‘ Auf einem Platze
Deutsches Reich.
D Metz, 27. Aug. Rechtsanwalt Dr. Foret, einer der Führer der hiesigen Zentrumspartei und bei den letzten Reichstagswahlen deren Kandidat, ist aus der Zen- trumspartei ausgetreten. Wie die „Metz. Zig." von heute meldet, sind hie meisten Einheimischen seinem Beispiele gefolgt. Der Grund ist in der Bezirkstagswahl zu suchen, wo es bei der Ausstellung eines altdeutchen Kandidaten zwischen den Par- teien Benzler.und Abb^ Colin zum Bruch gekommen sein'soll.
„Wieso?" versetzte Wettern, „habe ich denn nicht recht?
Der Mann kommt vor Elend um, ich hybe ihm das einzige
Mittel genannt, das ftiner Not ern Ende machen kann, er soll reich werden; die Mittel zu erfinden, ist seine Sache; in hem Falle yast Du übrigens Aussicht, daß er Dir eines Tages in die Hände fallt. Ich besorge Dir Kundschaft und Du bist so undankbar. ..." 1 1
Von dies« fteudigen Aussicht heiter gestimmt, liebte
Heridal semM Freund nur noch mehr. Dann betrachtete auch er die Menschenmenge, «sein kleines bewegliches Auge lief
STJ"! °"dern, studierte die Mienen, den Ausdruck der Gesichter, sogar die Art, wie man auf seine Blicke ant- wartete. .Wer ihm auswich oder verwirtt wurde, erschien so- Ä^rdüchüg; aber unter dem Strahl eines klaren, stolzen Blickes zog sich das lauernde Auge des Richters scheu zurück, Md murmelte dann in überzeugtem Tone: ' J 8
- Brave Leute, brave Leute, sehr brave Leute "
®e\Wrflnn We tatsächlich großes Selbstbewußtsein be-
Men und semer Gebutt und fernem Bermöaen nach Über ieden
und dabei doch ruhig; eine Viertelstund Stadt, ohne einen Blick zurückzuwerfen. ■ wagte er, in der Menge eines Wochenmarktes verloren^ sich auf eine Sekunde umzusehen, und sofort bemerkte er Heridal, der Wettern aus der Ferne etwas zeigte, das sich auf seiner Sette befinden mußte. Er ging schneller, die Leute drehten.sich ..uw-.^durch die hastige Flucht dieses zerlumpten Gesellen un-
Warokko.
Paris, 27. Aug. '(SB. 53.) Der „Demos" weist in ttner Besprechung des Besuches deS Botschafters Cambon beim Fürsten v. Bülow auf Norderney darauf hin, daß die liebenswürdige Aufnahme, die Cambon gefunden, zeige, doch von beiden Seiten gleichartige Bemühungen zur Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Landern gemacht worden seren, und daß eine fühlbare detente gleichzeitig bei den Staatsmännern und den Nationen ei »getreten sei. Nach den kürzlichen Entrevuen gebe dies ein neues ernsthaftes AntArpfand für den Weltfrieden. Der „Temps" fugt hinzu, daß, wenn auch auf beiden Setten der Grenze un- bersöhnliche und achtungswerte Gefühle lchten, die sich nicht mislöschenlassen würden».dennoch Mum vorhanden sei zur Eimgung über zahlreiche materielle Fragen. Die französische Meinung werde sich freuen, wenn der gegenwärtigen Beffe- ruug andere fotzen werden. — DaS „Lournal des DL- bats" sagt: Wrr dürfen nicht systematisch skeptisch bleiben, wenn wir. nicht für naiv gehalten werden wollen, denn
schauuna. Er rühmt dann auch die protestantischen . Theologen Paulsen, Harna ck und Eucken als Männer, die sich in ihrer Eigenart nur im Rahmen einer Universität denken lassen. Die Universitäten sind di« edelste geistige Blüte am Baume des mittelalterlichen Strebens nach Erfassung und Zusammenfassung des geistigen Lebens gewesen. Bei uns Deutschen allein hat sich auf die Dauer ein wahres Universitätsleben erhalten und weiter entfaltet. Seine Früchte trägt es jetzt noch auch für uns deutsche Katholiken. Der Redner gedenkt Görres und des jungen Döllinger» sowie der anderen Universitätslehrer aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, die.damals der im Werden begriffenen katholischen Bewegung so große Dienste leisteten. Er bittet, alle erdenklichen.Rücksichten auf die katholisch-theologischen Fakultäten der Universitäten zu nehmen, da sie die einzige geschlossene Organisation des Katholizismus an den Universitäten sind, ■ während die sonstigen katholischen Hochschullehrer nur vereinzelt unter der Mehrzahl anders gesinnter, Kollegen sind. Wir müssen jede Anstrengung des Üniversalismus, sich durchzusetzen, mit allen Kräften fördern. .Die Männer, die im Dienste vertiefter und universeller. Weltanschauung kämpfen, haben noch nicht die Unterstützung von unserer Seite in bet Oeffentlichkeit gefunden, die sie nötig haben. . Der Redner fordert dann die katholische Presse auf, hier so zu helfen, wie sie es im sozialen Kampf nreb im Kulturkampf getan habe. Der Ausklang seiner Worte war eine Keilredx für die katholischen Studentenkorporationen. Als sich bet. lebhafte Beifall, bet den Ausführungen Prof. Spahns folgte, gelegt hatte, verlas der Vorsitzende das (ebenfalls bereits mitgeteilte) Telegramm des Kais e t s: ' Rach einem Hoch auf den Kaiser erhielt der Vorstand des katholischen deutschen Lehrervereins, Rektor Brück- Bochum, das. Wort, zu einem Vortrag über „Katholizismus und Volksschule". Er nannte den Katholizismus den größten Sozialpädagogen aller Zeiten und meinte, die Kirche müsse auf die Schule.voll und ganz ihren Einfluß auSüben können. Dies Gebot sei von keinem Papst gegeben, sondern von Gott B Auch im übrigen bewegte sich der in dem großen
schwer verständliche Redner im Rahmen der bekannten ütegumentation der Simultänschulgegner.
„Ja. es ist sicher, sie folgen mir; der Richter hat mich er-' rannt, ich bin verloren. -
Dann faßte er feinen Knüppel fester und knurrte mit wütender Verzweiflung und blutunterlaufenen Augen. Einige Augenblicke später faßte er wieder von neuem Vertrauen und
J Draht-Meldungen des Handelsteils.
| Jtew York, 27. Aug. (Durch Kabel) An der heutigen Fondsbörse notierten Chicago & Great Western 9%, polorado Southern o o xn m o n 21—.
Madrid. 27. Aug. (W. B.) Wechsel aui Paris 14.75. ..Petersburg, 27. Aug. (W. B.) Hier ist eine Frucht-, in- und Teebörse eröffnet werden.
bist auf falschem Wege; ich bin der Arzt des Volkes, ich bin gut und mitleidig, und zum Beweis dafür gebe ich Dir unentgeltlich einen guten Rat, ohne auf Dankbarkeit Anspruch zu erheben, denn ich weiß. Du möchtest augenblicklich weit fort sein und schicktest mich gern zum Teufel. Tut nichts, ich betrachte das als meine Mission. Also, mein Junge, ich schwöreDir, Du wirst in sechs Monaten tot sein, höchstens tn zehn Monaten, wenn Du nicht meinen Rat be- folgst Mein Äat aber ist folgenderDu mußt 12 Stunden °m Tage schlafen und täglich fünf Mahlzeiten halten - allen Bordeaux, rohes Fletsch — ich erlaubte Dir sogar Trüffeln, aber nur »Nteimal. m der Woche; Austern aber bewÄige Ü) Dir bei jeder Mahlzeit, wenn Du sie gern ißt, treibe keinen Mißbrauch mit dem Alkohol, indessen ein Glas alter Genever .oder alter Koanak nach dem Essen erleichtert die Ver- df-uimg Ich vergaß. Du mußt Dir Zerstreuung machen, viel Zerstreuung, Musik, Theater, Reisen, ich würde Dich ohne weiteres nach Italien schicken Also Du siehst, mein Junge, dre Sache ist ganz einfach, pflege Dich in dieser Weise, und Du wirst schnell gesund werden, sonst liegst Du im Dezember tn der Eriw rmd wir haben letzt März. Auf Wiedessehen,
Mft diesen Worten ließen sie den verdutzten Hungerleider stehen, und Wettern zog entzückt Heridal, der die Achsel zuckte, mit sich fort.
Der letztere gilt allgemein als der eigentliche Vater der Kandi-' batet Maujean. Die hiesige Zentrumspartei wird deshalb in Zukunft wieder, wie sie, es vor Benzlers Einzug ins bischöfliche Palais war, auf. einen kleinen Kreis Eingewanderter beschränkt. Bischof Benzler hat den Versuch gemacht, die Eingeborenen zu gewinnen und mit den Eingewanderten zusammen unter den großen Zenttumshut zu bringen. Dieser Versuch ist als gescheitert anzusehen. Die einheimischen Katholiken sind eben viel gemäßigter als die altdeutschen, und dann sind fte‘ nebenbei vor allen Dingen Lochringer. Diese Gegensätze haben von Anfang an bestanden, wurden aber immer wieder überbrückt, .bis es endlich nun zu dem lange vorauszusehenden Bruch gekommen ist. .,
o Herne, 27. August. Die Stadtverordneten wählten den kommissarischen Hilfsarbeiter im Auffichtsamt für Privatber-' srcherung, Dr. Sporleder in Berlin-Wilmersdorf, gunt zweiten Bürgermeister.
X Freiburg i. Br. Infolge des Bestrebens btt Forst,' Verwaltungen, durch Verkauf der Walderzeugnisse im Submiffierck verfahrs» die Leistusgifähiakeit der Verbraucher aufs äußerste amu« spannm, gestaltet sich, Wien» Jahresbericht der hiestgen Han« delSkammer bemerkt wird, derRohholr-Einkaus immer schwieriger. Durch das Submisflonsverfahren zwingen die Forstver» waltuugkn — uud zwar nicht nur die staatlichen, sondern auch die privaten und körperschaftlichen Waldbesttzer — die Konsumenten, Press« sür ihr Rohmaterial zu zahlen, die der Marktlage durchaus necht entsprechen und der Holzindustrie den gebührenden Ertrag ihW Arbeit entziehen. Da die W-ldbesitzer hie PreiSanschläge nach den Durchschatttrergebmssm der Verkäufe in Le» letzten Jahren feststellen) so wird eine der wirklichen Marktlage Rechnung tragende Regulierung der Preise niemals möglich, wenn die Forstverwqltungen an dem die Preistreibereien der Kaufliebhaber begünstigenden Submissionsv-r. fahrenfeflhalte«. Inder SeidenverarbeitnnaS-Aübui st r re machen sich, wieder Bericht Weiler auSführt, die ungünstigen Wirksugm der neuen Handels Verträge schon jetzt bemerkbar.! Infolge der Herabschung deS deutschen Eingangszolles auf Seidenzwirne von 1.40 auf 1.20 Mark für das Kilogramm vergrößerte Italien, das bisher schon ein großes Geschäft nach Deutschland gemacht hat, seine Einfuhr noch wertlich. Der deutsche Zwirner und Färber werde nach und »ach au» seinen alten Absatzgebieten verdrängt. Die Erhaltung gerade dieses FabrikationSzwetzß gegenüber den Vorstößen der sreuidländischen Konkurmi, sei aber umso bringender geboten, als hier schwächlichere Arbeiter ihr Brod fänden, für die sonst in der Industrie keine Verwendung sek. AlS ungemein lästig empfinde man auch die willkürliche Behandlung deutscher Setdenfabrikate durch die französischen Zollbehörden. Sie falle umsomehr auf, als Frankreich solcher Aussuhrerschwerunaen gegenüber der Schweiz sich enthalte.' ■ Gtttzat wird ferner darüber, daß infolge der Erhöhung der Zell- schranke«,die Ausfuhr wollener Decken nach der Schweiz zu leide» hat und tn einigen Artikeln sogar ganz unmöglich geworden ist
Griechenland.
Epirotische Beschwerve«.
. E Athen, 18. Aug. Die seit einigen Wochen von einem Teile der hiestgen Presse auf die Tagesordnung gesetzte epirotische Frage ist geeignet, auf die diplomatischen Beziehungen zwischen Griechen» land und der Türkei eventuell einzuwirkm. Bor vierzehn Tagen' fand hier zur Beratung der gegenwärtigen Zustände im Ep i r u Bi «ne öffentliche Versammlung im Gemeindetheater statt. Es würde beschlossen, daß die Epiroten sich beschwerdeführend an den SuAn und falls dieser Weg erfolglos bleibt, später tm die Großmächte w-nden sollen. Der hiefige türkssche Gesandte Rifaat empfing bor-i gestern eine von jener Versammlung gewählte Kommission, die den Gesandten bat, daß er die Beschwerden der Epiroten an den Suliaw und die Pforte übermittle und die dringend erforderliche Abhilfe^ befürworte. Dsr Gesandte sagte dies zu, obschon er seine Be»! denken dagegen aurftrach, doch über Angelegenheiten der epirotischen WMierwälteng in Athen durch eine Kommission den türkisch^ Behörden Gesuche unterbreitet würden; auch warnte er davor, den! Beschwerdeneine politische, d. i. griechisch-nationaleFärbung zu geben. Die Kommission, an deren Spitze der aus Janina ausgewiefine Mediger Lhomadis stand, wies daraus hin, daß nur hier das Vor- bringen der B-schwerdm möglich sei; in Epirus dürfe kein Mensch, wagen zu protestieren, im Gegenieil würden dort gegenwärtig die Einwohner gezwungen, Dankschreiben an den Sultan und die Be- Horden für die guje Verwaltimg zu unterzeichnen. Der Grund der Erregung der epirotischen mid hiesigen Griechen ist vor allem der vor ksnigen Monaim erfolgte Ankauf von 99 bisher dem türkischen Staat ms F i S k a l g u t angehörigen epirotischen Dörfern durch den S «l r a n als nunmehrige K r o n g ü t er und die Neuerungen und Bedmckungen, die sich daran angeschloffen haben. Zu Staats« puftrn, auf denen die Bauern Schollenangehörige mit beschkäntten lWvPnrßchten wären, wurden fast alle epirotischen Dörfer vor etwa «Mttzlg Jahren durch staatliche Konfiskation des gesamten Vermögens von Ali Pascha erftirt, der von 1798 bis 1818 als türki« iHkr Saikap Epirus und Teile des heutigen Griechenlands unum* wranft verwaUeie, schließlich jedoch von Sultan Mahmud als Auf» ruyttr ttfiän, gefangen genommen uud enthauptet wurde. Ali Laschn seinerftitS hatte die Dörfer teils mit Gewalt, teils mit Zu- ttmmung der durch Ausplünderungen und Gewalttätigkeiten wn Türken und Albanesen mürbe gemachten bisherigen rtgentüdier vertraglich erworben. Seit 1875 ging eint K/Hl dfts«, Dörfer in türkischen oder christlichen Privat, »esitz über. Um den Ankauf der im Staatseigentum der- bliebknen testierenden 99 Dörfer durch Sultan Ab du
.. -....°. .... . Geistlichkeit nicht
aus, eS müsse auch die Michilfe der Laien herangezogen werden. Der Redner empfahl dann besonders die BoNifatiusyer- eine. Infolge des neuen preußischen Schulgesetzes werde der
----i-- in derWiaspora eine große
Frage könne nur m christlichem Sinne gelöst werden. Wer glcmve. die ssoziale Frage ohne Christus lösen zu können, der gleiche den Zisternen ohne Wasser, von denen die heilige Schrift
'Schon mittags hatte der katholische bayrische Hehrer verein in Anwesenheit der Bischöfe Sch kör- i Eöützburg, Abert - Bamberg, Merkel- Eichstätt und un* Ly: zahlreicher Beteiligung sonstiger Geistlicher eine öffentliche ' Versammlung im katholischen Bereinshaus Burkardushof ab- gehalten. Dort hatte Rektor Brück sein Bedauern darüber ausgesprochen, daß der katholische Lehreroerein in Bayern nicht de» erhofften Zugang aus Lehrerkressen zu verzeichnen habe. Er müsse das in Anbetracht der grüßen Anzahl katholischer Lehrer m Bayern schr bedauern. Prof. Faulhaber- Sttaßburg, der über „Religion und Schule" sprach, -drückte dem bayrischen Kultusminister seinen ehr-
‘ " di« Konssession--
als Deutsche unser Verhalten zu den Hochschulen zu regulieren. Ist von unserem Standvunkt aus auch vieles an ihnen zu tadeln, denn "von feiten der Hochschulen ist in der letzten Zeit viel gegen uns geschehen, so müssen wir doch ihre weitere Ent- Wicklung unterstützen. Solange der gegenwärtige Aufbau der Univessitäten nicht zerstört wird, werden sie trotz der vielen un- gläubigen Professoren doch auch für die katholische Sache segensreich wirken. Es liegt mir fern, den Schuldanteil der Universitttten daran zu leugnen, daß die deutsche Natron schwankend in ihrer Weltanschauung wurde. Die Schuld daran trägt der Geist des Spezialistentums, der zur Verflachung führte. Um seiner uns feindlichen Gesinnung willen wurde dieser Geist in die Hörsäle und von da selbst in die volkstümliche Literatur verpflanzt. Der Redner feiert dann den Kieler Botaniker Reinke als haupssächlichsten Gegner Häckels.
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I. ?er Kaiser irr Kmmover.
Hannover, 27. Augsst. Heute Abend fand beim; K asssor -km Refidenzschlotz Paradetafelsstait.
Hannover, 27. Aug. (W. B.) Bei der heuttgen Parade- kiafel brachte der Kaiser einen Trinkspruch aus, der folgenden Wortlaut hatte: .Eurer Exzellenz spreche ich von - ganzem Herzen meinen Glückwunsch zu dem heurigen Tage :: <mS. Das zehnte Armeekorps haben Tie mir in vorzüMcher Verfassung auf dem Paradefelde gezeigt, und au» den Gs-. fichtern der Leute leuchtete die Freude an dem Tage und an dem militärischen Handwerk. Ich brauche nur hinzudeuten auf die Art und Weise, wie die Kolonnen ihr „Guten Morgen" ' herausstietzen. Darin saß ein so energischer, forscher. Zug, daß ich. mich darüber gefreut habe. Zu gleicher Zeit möchte ich. - Meinen Bettern von ganzem Herzen danken, die heute ihre Kontingente bei der Parade vorgeführt haben. Ich begrüße h,die schone Haltung und tadellose AüsrMung der Truppen. Ich bitte Eure Exzellenz, diesen meinen Dank auszusprechcn f und zu gleicher Zeit meiner felsenfesten Ueberzeugung Ausdruck zu geben, daß die güten Eigenschaften, die die Truppen mlf dem Paradeplatze gezeigt haben, auch von ihnen im Manöver und im Ernstfall gezeigt werden, wie ich es von -ihnen erwarte. Dann werden sie auch jederzeit mentet Zufriedenheit sicher sein können. Ich trinke auf daS zchnts ^Armeekorps. Hurra! Hurral Hurral
Han-sder, 27. Aug. (W. B.) Der K a i s 11 empfing um 6V« Ahr Atejenigen amerikäuischsn Segle», hie an der Wettfahrt der Sonberklaff« teklgenömmest haben. Der Kaiser verteilte eigenhändig Oie PreistOrdie Wettfahrten. Um 9V8 Uhr fchid großer Z apfen- streich der MyfikkorpI der 10. Armeekorps statt, dem der Kaiser mit Vn Fürstlichkeiten vom sogenannte« Wintergarten des Schlosses auS beiwohnte
Verdacht erhaben sein, der den Richter Heridal nicht zu ssürch- tat brauchte, diesen Mann, der überall nur Böses sah und nur dann fteudig blickte, wenn er anderen ein Lech zufügen konnte.
Eines Morgens erblickten Heridal und Wettern in einer engen Straße einen Mann, der mit recht unsicherem Gange auf sie zukam. Er schien recht kräftig, ging barfuß, und seine durchlöcherten Kleider waren mit Schmutz besudelt; seine mit Strohhalmen bedecken Haare deuteten darauf hin, daß er die stecht in irgend einer Scheune zugebracht hatte; sein von der Sonne verbranntes und von dem scharfen Winde gerötetes Gesicht verriet den ewigen Vagabunden, den ziellos herum- trrenben Landstreicher, den finsteren Wegelagerer, der den harmlosen Wanderer im Gchölz und auf der Landstraße über- fällt; in seiner ungeheuren Faust hielt er einen schweren Knotenstock, vielleicht als Stütze, ober ebenso sicher auch als Waffe. ■
Als der Mann auf 100 Schritte herangekommen war, zuckte er zusammen; er mußte wohl die Beiden, mit denen er Mich zusammenstoßen würde, erkannt haben. Mit raschem, scheuem Blick suchte er eine Tür, ein Fenster, ein Loch, in das et schlüpfen könnte, doch vor ihm erhob sich nut eine un- “Wtagbare hohe Mauer. Heridal stieß Wettern mit dem Ellbogen an und sagte zu ihm:
. »Jetzt werden wir uns amüsieren '— dieser Mann kennt mich und weicht mir aus; da er mit ausweicht, ist es ein Verbrecher, jagen wir das Wild!"
Der Mann blieb stehen, zögerte, — kein Ausweg möglich.
Er drehte ihnen den Rücken und machte eine Bewegung, als wenn er sagen wollte: „Ich habe mich im Wege geirrt"; dann wandte er sich mit affektierter Langsamkeit um.
, Die beiden Freunde richteten ihre Gangart nach der feinen em und folgten mit gleichgültiger Miene.
> auf Papst und Prinzregent Luitpold schloß sich an die efiing deS Telegramms,
„Die kirchliche Rojlatzs dsr ÄstBotilfn tm Inland der Ei die kai
(Siete belletristische Abteilung des Feuilletons erscheint jeden Sonntag und Mittwoch.)
Jer Mltttrichter.
Eine phantastische Gesch!chte.
Von Maurice MontSgut (Paris).
vou Wilhelm Ttz-I.
In einer alten Stadt der flandinavischen Staaten wohnte auf dem großen Platze vor vielen, vielen Kahren ein Richter, der Heridal hieß und nur einen einzigen Freund hatte, den Arzt Wettern.
Sie kannten sich seit ihrer Kindheit uistd hatten sich in der langen Zeit schätzen gelernt; beide zeigten sich in der Ausübung ihrer Tätigkeit mitleidslos, und Heridal freute sich an, den Abenden der schönen Tage, an denen er irgend einen armen Teufel zutn Galgen gefchick hatte. Solche Abende erschienen ihnen doppelt kösllich, wenn Weitem, em unfehlbarer Diagnostiker, einem seiner Kranken erklärt hatte, fein Zustand wäre verzweifelt.
Dann lachten sie zusammen an ihrem Kamin, und das Bier schmeckte ihnen frischer, und die Pfeifen rauchten sich Noch einmal so gut. Das war das Vergnügen dieser einsamen Greise, die das Leben haßten, weil sie es zu genau betrachtet hatten. Weder Wettern noch Heridal hatten eine Jugend gehabt. Der eine betrachtete die Liebe als eine Krankheit, der andere als eine Duelle von Missetaten, und beide sahen sie als ein Teufelsgeschenk an. Kahlköpfig, gelb und mager, mit iwnsschen Gesichtern, sahen sie sich schließlich infolge des Ian- StR Zusammenlebens ähnlich. Wenn sie durch die Straßen gingen, enflohen die Kmder vor ihnen wie ein Schwarm Sperlinge vor einem Steinwurf, und die armen Leute, deren ylenb Verbrechen vermuten ließ, kehrten mit qebeuatem Rücken te das Dunkel ihrer Hütten zurück.-
Zuweilen sprach Wettern unterwegs einen dieser traurigen leu*rxn’’/k /h" ”°n ?yen bis unten, wog ihn
machte ihn auf seine Blässe, feine Gebrechlichkeit, sein schlechtes Aussehen aufmerksam und sagte zu ihm, dem Hungerleider, diesem zerlumpten Kerl, im ern- gen Tone mit seiner scharfen Stimme ; .
W ug., 5 Ühr Nachmittags. (Durch Kabel.)
rr< B. In New York und - Chicago war
M,< bi günstigere Ernteberichte aus Groh-
grii Auslandsmeldungen und Liquidationen.
Mais aut gröberes Angebot der Farmer und Ankündigung bedeutender Zufuhren niedriger. Kaffee neigte auf Liquidationen zur (schwäche. Baumwolle lag fest auf Einstellung kontraktlicher Kündigungen, ä Ja Hausse lautende Privat- benehte aber den Stand der Pflanzen und auf überstürzte Deckungen der Baissiers.
i (Spätere Meldung.) Terpentin in New York 59—,
rJT , TL .
„Slber nicht doch, das ist ein Zufall. — Er hätte mich längst verhaften lassen — viermal sind wir an Soldaten vorbeige- kommen, man hat stets Furcht, wenn man etwas auf dem Gewissen hat."
Und dieses Ja und Nein, diese Uebergänge von Verzweif- lung und Hoffnung quälten ihn grausam.
. Diese Jagd dauerte zwei Stunden. Wettern machte fernen Freund plötzlich darauf aufmerksam, daß es Zeit wäre, zum Frühstück zu gehen, und Heridal fügte sich. Uebrigens hatte sich der Mann 100 Schritte vor ihnen auf einen Prell- stein niedergelassen; er wollte Gewißheit haben und zog diesem ungewissen Schwanken selbst das Aergste vor.
Der Richttr rief drei Polizisten, deutete auf den Galgen- vogel und ging dann mit Wettern nach Hause; an diesem Tage schalt |te. die Haushälterin, weil sie sich verspätet hatten^ Das tat nichts, sie hatten sich köstlich amüsiert. W , ■ m
Der Mann wurde gehängt.
Das war Heridal, der grausame, unerbittliche Oberrich- ter, der sich selbst für betrogen ansah, wenn ein Angeklagter frelgesmochen wurde.
Sn’feinem 70. Jahre wurde ihm eine große Freude zuteil. In derselben Woche wurden vier Verbrechen in seinem Be- z>rk begangen, vier Verbrechen, von denen das kleinste in jenen noch barbarischen Zeiten den Tod nach sich zog/ Zi noch größeren Freude des Richters befanden sich unter den vier Mördern zwei Frauen, und einer der Männer war fast noch ein Kind. Das sollte eine schöne Sitzung werden, und fröhlich entwarf Heridal seine Reden. Nie war er aufgelegter, nie besser gestimmt, nie hatte er größere BeaeisteNina
Lougford, 27. August. Gegen das Parlamentsmitglied Farrel und die anderen 40 verhafteten Personen ist das gerichtliche Verfahren eingeleitet, aber die Stellung von Kaution für zulässig erachtet worden.
Lissabon, 27. Aug. In den politischen Kreisen herrscht W- 'ssemein die Meinung, daß die Parlamentswahlen noch in tiefem Jahre stattfinden werden.
Petettbnrg, 27. Bug. Die Kaiserin.Witwe reiste heute Machmittag an Bord der Zachs »Poljarnaja Swesda" von Kronstadt nach Norwegen ab. Großfürst Michael Nikolajewitsch Meiste heute Nachmittag um 2 Uhr nach Cannes ab.
Topeka, 27. Aug. Der staatliche Ausschuß der Eisen- i bahnkommissare kam überein, den 2 Cent-Passagier- iarif in Kansas anzuordnen.
Asheville (Nord-Karolina), 27. Aug. Der Richter Pritz- Hard vom Bezirtsgerichtshof der Vereinigten Staaten hat eine Verfügung erlassen, yach der die Southern-Eisen« kbahn gegen die ihr durch die staatliche Kommission auftr- legten Fracht.- und PassagiHrtarife Berufung bei den Bundesgerichten einlegen kann, trotzdem die .staatliche Gesetzgebung eine solche Berufung verbietet.
Santiago de Chile, 27. Aug. (Havas.) Die Kammer nahm ein Gesetz über die Sonntagsruhe an.
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suh^ll geworden. Er erkannte die Gefahr und ■ verlangsamte seine Schntte. Der Richter und der Arzt verloren ihn nicht aus den Augen und sahen äußerst vergnügt aus. j
Von Straße zu Straße, von Platz zu Platz, durch Gassen, Durchgänge, über Brücken und Böschungen lief der Mann wie ein gehetztes Wild und suchte die Verfolger abzulenken und zu täuschen.
Jetzt bemerkte er hinter sich zwei hohe schwarze Gestalten, die ihm hartnäckig, unermüdlich folgten.
Bald murmelte er: 's
Lchhaften Beifall rief ein Telegramm des Wien« Bürgermeisters Lueger hervor. Im Anschluß daran sprach der Vorsitzende die 'Hoffnung aus, daß Lueger, der so viel für das katholische Oesterreich getan habe,'bald seine vM Kraft wieder Men möge.
, Die Eroberung der Universitäten durH öen Konfessionalismus hätte der Straßbmger Prs- fessor Martm Spahn seinen Vortrag über „Katholi- z! s m u s und H o ch s ch ü le« besser betitelt, wenn er de« Jntalt fichtta hätte kennzeichnen wollen. Er meinte, dir Nächsten Katholikentage würden vielleicht weniger von der sozia- len rtrage als von der Frage der Weltanschauungsbildung beherrscht. Der pf werde sich dabei weniger um die Volks- schute als die H en drehen, diefe Brennvunfte der Welt-
a der beul
