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Gerichtszeitnng.
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lieh still.
Baumwolle. >
Butter und Kftee.
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Bio: Ankünfte • •
60 60
Ein- Vor- Lager fuhr kauf L Hand letzte Woche
-P. -K 20 P.
Türk.u.Griech. Paraguay ,»••• Bumat. u. Java China •—•••• SeedJeaf Manilla-«»»»«»» Ostindischer ••
— ca.220S.
— -8.
— 260C0P.
2300 5000 C.
3500P. - — P. , -P. |
160 P. 1 120K. j -P^ |
Webestoffe und Manufakturwaren.
CTI Berlin, 7. Novbr. Wochenbericht über die Lage - der Textilindustrie, Die Umsätze ant dem Berliner Markt für 1 deutsche Wollen erreichten nicht ganz die Höhe der Vorwoche, waren ‘ aber immerhin zufriedenstellend. Im allgemeinen betrafen sie nur ' den vorliegenden Bedarf, während Bpekulationskäute in der letzten jj Woche fast vollständig ansblieben. Trotzdem haben die Preise an ■ Festigkeit nichts eingebüßt, nur für ganz geringe Wollsorten haben die Abgeber sich veranlaßt gesehen, ihre Notierungen etwas herab- s zusetzen, Im Verkehr mit überseeischen Wollen war das Geschäft : sehr lebhaft, besonders in Kapwollen, und die darin erzielten Ab- 1 Schlüsse hatten einen großen Umfang. Buenos-Aires- und austra- | Hache Wollen waren weniger gefragt, doch blieben die Preise für j letztere sowie für Kapwollen ausserordentlich fest. Die Berichte vom | Leipziger Kämmlingsmarkt laut«n unverändert: das Geschäft liegt J sehr still und die erzielten Umsä ze sind ausserordentlich gering- .1 tägig. Dasselbe gilt auch vom Kammzugmarkt, wo gleichfalls Ab- | schlösse von Belang nicht stattgefunden haben. Die Preise blieben 3 im allgemeinen behauptet. Was den Berliner Garnmarkt an betrifft, -i so liegen neue Nachrichten nicht vor. Es kam im allgemeinen zu i regelmäßigen Umsätzen, ohne dass diese eine grössere Bedeutung 4 antwiesen. Die Preite sind ungefähr denen der Vorwoche gleich. In J der Damenklelderstoffbraaiche herrscht sehr lebhaftes Geschäft. Vom « deutschen Jutegarn- una Jutegewebemarkt lauten die Nachrichten 3 nach wie vor recht günstig; der Verbrauch zeigt gute Kauflust und j sowohl Spinner wie Fabrikanten haben wieder zahlreiche Aufträge 1 buchen können. Die Preise blieben fest behauptet und wurden von -i den Verbrauchern auch voll bewilligt. Bei den niederrheinischen « Baum woll Webereien ist in den meisten Betrieben zwar noch genügende 'S Beschäftigung für einige Monate vorhanden, aber der Eingang neuer | Aufträge lässt im allgemeinen zu wünschen übrig. Die Preise haben | jedoch an Festigkeit noch nichts eingebfisst. Der Verbrauch Von j Rohseiden auf dem Krefelder Markt geht über dringendste Bedarfs- J kaufe nicht hinaus und infolgedessen erreichten die erzielten Umsätze 3 der letzten Woche nur eine geringe Höbe. Die Preise blieben test. 4 Auch das Geschäft in seidenen Geweben war in dieser Woche ziem» 3
Tabak.
Bremen, 7. Nov. (Original-Wochenbericht der Franks. Zeitung.) . Nordamerikas Fässer-Tabak. Kentucky. Der dieswöohige Umsatz be- schränkte sich auf nur 25 Faß Blatt und 12 Faß Lugs. Das Angebot be- : steht nunmehr nur ans einigen kleinen Partien Lugs und geringer J Blatt; weitere Bemühungen der Importeure. Ersatz atu den amerika- V niechen Märkten zu schaffen, bleiben ohne Erfolg.
Statistik über nord amerikanische Tabake in Fässern 1
Maryi. Ohio Kerubs Virgy. Kent StengH J
Havana — Cuba & Yara»« — Brasil ••■«.••• — Columbia 2SOO Portorlco----«. — Varinas-Blätter — Maturin —
Verschiffungen nach Europa ......... do. do. den Ver. Staaten
Vorrath ... ... « ««--«» «- «»«-«»«
m Rugby. Die Verhandlungen des dreizehnten Deutschen Rugbytags finden Samstag Abend und Sonntag früh im Restaurant Faust statt. Sonntag, nachmittag 3% Uhr beginnt auf dem Sportplatz an der Louisa das Rugby-Wettspiel Nord- gegen Süddeutfchland. Die süddeutsche Mannschaft ist wie folgt zusammengestellt: Schlußspieler: Blank (Heidelberger Rkl.), Dreiviertelspieler: Simon, Dr. Reitz (Fkl. Frankfurt), Früfe, Fischer (Heidelberger Rkl.), Halbspieler: Kreuzer (Fkl. Frankfurt), Fischer (Heidelberger Rkl.), Stürmer: Angemeier, Forbes, Ewald (Fkl. Frankfurt), Ballier, Braunstein (Fützbalwerein Stuttgart), Helfert (Heidelberger Rkl.), Karsch, Lenz (Fkl. Heidel- berg-Neuenheim). In der Südmannschaft stehen die besten Rugby-Spieler Westdeutschlands, dennoch dürfte sie der Nord- mannschaft gegenüber einen sehr schweren Stand haben, da gemeinschaftliche Uebungsspiele nicht stattfinden konnten, während die Norddeutschen vorzüglich eingespielt sind. Ein außergewöhnlich scharfes Spiel ist zu erwarten. Die Norch- mannschast spielt im Trikot des Fußsportvereins 1897 Hannover, die Süddeutschen tragen die Farben des Fußballklubs Frankfurt. Sonntag vormittags 10^ Uhr spielen an der Louisa die Schulen der höheren Schulen gegen die zweite Mannschaft des Fußballklubs Frankfurt.
— Wettschwimmen. Der Frankfurter Schwimmklub Neptun veranstaltet Sonntag den 10. November, nachmittags 3 Uhr, im Städtischen Schwimmbad ein nationales Wettschwimmen, zu dem von 19 Vereinen 121 Meldungen ringegangen find. DaS Programm verzeichnet 24 Konkurrenzen im Schwimmen. Springen und Tauchen, außerdem ein Wafierballspiel und einen Zöglingsreigem
n-Kurze Notizen. Aus'97 Siege hat es der Stall Kräcker nach den beiden Karlshorster Erfolgen am Donnerstag nunmehr gebracht. Da in Strausberg und Karlshorst insgesamt noch fünf Meetings mit zusammen 30 Konkurrenzen ausstehen, so dürfte Herr v. Kräcker sicher das gesteckte Ziel von 100 Siegen in einer Saison erreichen und damit einen in Rennsport treibenden Ländern unerreichten Rekord aufstellen. Am erfolgreichsten von seinen Pferden war Geba mit 8, Peru, Raosa und Gunther II mit 5 und Ad hoc, Angelico, Cerberus, Freya, Paddy, Paladin, Spes und Tetzla mit je 4 Siegen. — Die Preisverteilung zum Bennett-Rennen der Lüfte hat jetzt in New-Uork stattgefunden. Der Deutsche Erbslöh erhielt als Sieger die Bennett-Trophäe und 12,500.8r8. in bar. Die übrigen Geldpreise fielen an den Franzosen Leblanc und den Deutschen v. Abercron; Leblanc erhielt außerdem einen Extrapreis, weil er mit 41 St. und 5 Min. die längste Flugzeit erzielte. Der Lahm-Pokal wurde dem Amerikaner Chandler zugesprochen.
Santo«
Ankünfte..................... 4,273,000 6,343,001 4.IC7.000
Verschiffungen nach Europa 2,138,(KX 2.987M 2.718J10C
do da den Ver. Staaten 1.618JXX) 1,447,000 1308.00C
Vorrath ................................ L556400 2.093X100 2.0884)00
Bangoon, 5. Hot. (Bulloch Brothers « Co.) Reis. Verschiffungen von Rangoon, Akyab, Bassein und Mouimain bis zum 4. Nov. nach Europa 947.000 Tons (1906 991 <000 Ta), nach anderen Häfen 1.840,400 Ta (1,196,000 Ta), in Ladung nach Europa 18.000 To. (0000 To.), nach an- deren Häfen 11,000 Ta (6,000 Ta). Von den Gesammtladnngen nach Europa gingen per Dampfer 916,100 Tons. Unter den nach Europa la-
Berlin, 7. Nov. (Original-Bericht von Gebr. Gause.) Butter, Die irischen Zufuhren wurden schlank geräumt und mußten trotz der wenig Rechnung lassenden Preise noch mehrere Posten vom Auslande bezogen werden. Die Preise konnten sich daher ohne Schwierigkeit behaupten. Die heutigen Notierungen stellen sieh für Hof- und Genossenschafts-Butter la Qualtät X 128—130. da da Ha Quak X 124- 126. — Schmalz. Die Marktlage ist immer noch die gleiche wie in der Vorwoche. Während an den amerikanischen Börsen, unterstützt durch die Geldverhältnisse, die Terminnotierungen abwärts manipu- Jtert wurden, fordern die Inhaber effektiver Ware unveränderte Preise, es besteht sogar die Gefahr einer plötzlichen Erhöhung, da die Vor- räte hier staik gelichtet sind und neue Zufuhren von Amerika infolge von Mangel an Ware ausbleiben. Die heutigen Notierungen lauten für: Ohoice Western Steam X 52-, amerikanisches Tafelschmalz (Borussia) X 54%, Berliner Stadtschmalz (Krone) X 54)4—60-, Berliner Bratenschmalz (Kornblume) x 55- 60 in Tierces. — Speck: Gute Nachfrage.
O0e, Oelsaaten und Fettwaren.
Bremen, 7. Nov. (W.-Z) Schmalz. Tubs und Firkina 4734, Doppeleimer 48 <4-
London, 7. Novbr, Leinöl von. 23s 9d. Nov.-Dez. 23s 6<L — fernentlnöl amenkan Jan.-April 37» —d.
Hüll, 7. Nov. Banmwollöl o. F. raff. 22s 3d. rohes 21s O4<L raff. Nov-April 22» 4Xd - Leinöl o F 22» 6d Nov.-Dez. 23» 7-jd fan-April als 9d
Kolonialwaren und I<andesprodukte.
Bio-Janeiro, 5. Nov, Kaffee-statistik von Brasilien vom L Jun ins 4. Nov. in Ballen
ß Frankfurt 8. Nov. Am heutigen Markte im städtischen Vieh- :(J hot standen 324 fette Schweine zum Verkauf. „ , i
• nein, 7. Nov. Kleinviehmarkt. Zutrieb: 522 Kälber, 620 Schafe | und 1720 Schweine. Bezahlt für 50 kg Schlachtgewicht: Kälber a. j X OQ—95 (Doppellender X 00-110). b. X 88-90. c. X 75-80. Schafe a. | X 84-00, b. X 76-80, o X 65—72. Ostfriesisehe Lämmer X 00—CO. — | Schweine (für 50 kg Lebendgewicht abzüglich 20-22% Tara) a. -4161—00 | (vorgezeichnete teilweise -AL— mehr), b. X59—60. a 4154—67, d. X —. | In Kälbern, Schafen und Schweinen Markt lebhaft räumend.
Bingen, 7. Nov. Ans dem heutigen Rindviehmarkt waren ca. 550 Stück Groß- und Kleinvieh aufgetrieben. Bei lebhaftem Kauf und kulanten Preisen war bei Schluß des Marktes alles ausverkauft.
H Hemmingen, 6- Nov. Der heutige Schafmarkt war mit 3067 1 Stück betrieben. Verkauft wurden 420 Hämmel, 603 Schafe und 522 | Lämmer. Die höchsten Preise waren 77 X für ein Paar Hämmel, 65 X für ein Paar Schafe und 52 X für ein Paar Lämmer.
Hamburg, 7. Nov. (Ben der Notirungs-Komnusslon.) Dem heuti- »en Markte waren angetrieben 2345 Stück Binder und 2556 Schafa 3 Es wurden gezahlt für 50'Kilo Schlachtgewicht: L Quai. Ochsen und "1 Quienen X 74-06«, IL Qual. X 69-71, junge fette Kühe X 64-61-, 1 altere do. do. X 61 65, geringere Kühe X 51%—54%, Bullen LQuali- g tät 72—7514, IL Qualität X 64Ä-68, für Schafes. QuaL X 75-7914. H. X Qual. 68—75 UL QuaL X 55-62. „ ,, I
Paris (La VUlotte), 7. Nov. Auftrieb 1783 Ochsen (Preise per % 1 Kilo Fleisehgewioht): trs. 0.44—CM 1665 Kälber 0S5—L25, 18.932 Schafe 3 0.95—L25. 3787 Schweine 0.84-096. Verkauf für Großvieh und Kalber 1 leicht, für Schale und Schweine ruhig.
Zigarren - Tabake. Die Stimmung für St. Felix- und Brasil-Tabak j war in letzter Woche auch unverändert fest In St Felix-Tabak fan- 4 den wieder große Käufe seitens einer Regie statt, wodurch die Vor- | räte in der ersten Hand stark verkleinert wurden. Von kolnmbisohen -1 Tabaken wurden ca. 2300 Kolli Carmen begeben. Die letzten Ankünfte 3 von Carmen-Tabake aus neuer Ernte zeigen einen unreifen Charakter a und scheint die Ernte danach durch Dürre gelitten zu haben. Ver- ’j kaufte 600 P. Maturin fanden willig Nehmer zu guten Preisen. Ferner 1 wurden eine kleine Partie Paraguay und 53 P. Griechen-Tabak umge« 1 setzt, sowie ca. 60 kg Seedleaf.
Ein- Ver- Lager fuhr kauf LHana letzte Woche heute
Waren- und Produktenberichte.
Getreide und Futtermittel.
t Wiesbaden, 7. Nov. Aut dem heutigen Fouragemarkt, der mäßig befahren war. wurden folgende Preise erzielt: Heu X 2.90-3-10, Hafer x 9.30—970, Stroh X 2.60-3X0. alles per 50 Kila Angefähren waren 15 Wagen mit Frucht und 33 Wagen mit Heu und Stroh.
Borschach, 7. Nov. (N. 2. Z.) Weizen. Äigaiischer ab Rorschach trs. 0000-00.00, russischer franco ostsehifflzerischer Stationen frs. 28JJ0-29.50 rumänischer do. da 28.00—29.50. Northern Manitoba I do. do. frs. 00 00- 00.00. Bahia blanca (russ. Samen) da da trs. 00.00—00.00 Hafer, deutscher ab Rorschach frs. 19.75—20.75, ungarischer OftOO—OOffO. russ. franco ostschw. Stationen 22.00— 22 50 norddeutscher do. frs. 22.25 —00.00, Faltermais gelb franko ostschw. Stat. frs. 1900—19.50, Zahn- mais. weiß do. da frs. 20.50-2l.C0. Cinquantin do. do trs. 19.75 2150. Alles per 100Kilo netto. Tendenz: Anhaltend ruhig. Weizenpreise vorübergehend etwas nachgiebiger.
Kartoffel und Kartoff elf abrikate.
WF Fruuksiuch 5. Nov. Strafkammer. Der Maurer Karl Atzörta hat mit Unbekannten zusammen am Bormittag be8 12. September aus einer Erdgeschoßwohnnng für 4000 Mark Juwelen tntb Eoldsacheu gestohlen. Bei de« Absatz der gestohlene» Sache» be« ' leiligle sich der Musiker Georg Friedrich Stri-ehl. Vor Gericht spielte Aporta den »wilden Manu . all der Staatsanwalt drei Aahre beaniragt, rief er ,Zch bin der Kaiser von Rußland, ich laß mich nicht bestrafen, ich bin tein Dieb! Er tobte so herum, daß er in die Zell« gebracht werbe« mußte. Auch bei der llrteilsfSllnng mußte er wieder abqesührt werden, da er fich sehr renitent benahm. DaS Urteil lautet« gegen Aporta auf 22 Jahre, gegen Striehl ans ctB Fahr Gefängnis.
d Halle a. S-, 7. Nov. Durch Ausnutzung des Aberglaubens hat der Schuhmacher Mietze, früher in Halle, jetzt in Leipzig, ein 67iührige» Fräulein um annähernd 4000 Mark gebracht. Die Dame hatte nachts öfter schrecklich« Träume und Gefichte; sie wandte fich an Mietzes Frau, die sich mit Kartenlegen beschäftigt. Die Karten- legerm riet ihr, die Spuckgestalten durch Räuchern zu vertreiben. Da? half aber nichts. Nachbarn sprachen dann die Vermutung auS, daß vielleicht die nächtlichen Beängstigungen von den Freimaurern herrührten. Wenn sie selbst Mitglied einer Loge werden könnte, wärS mit den Quälereien wahrscheinlich sofort vorbei. Schuhmacher Mietze erbot sich, da er mit einflußreichen Logenbrüdern bekannt sei, der Dame die Logeamitgliedschast zu vermitteln. Dazu müsse er aber in verschiedenen Logen anderer Städte Reisen machen, was kostspielig fei. DaS Fräulein erklärt« fich dazu mit Freuden bereit, -und »an entlockte M. ihr säst 4000 Mark. Er legte ihr Rechnungen vor über Reisen nach Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Magdeburg, KöuigShütte, Frankfurt, Venedig, Mailand und Rom. Jedesmal brachte er der Dame Ordensbänder und Diplome mit großen Siegeln über ihre angebliche Ausnahme in verschiedenen Logen. Zweimal reiste er ia Gesellschaft der alten Dame nach Hamburg und Düsseldorf und führte fie vor große Gebäude, die er als Logen bezeichnete. Aber daS nächtliche Angstgefühl wich doch nicht. Mietze hätte der altm Dame jedenfalls noch ihr ganzes 22 000 Mark betragendes Vermögen abge» fchwindelt, wenn nicht ein Bekannter die Getäuschte über den Wert dP Ordensbänder und Diplome aufgeklärt hätte. Der Schwindler wurde
einem Jahre sechs Monaten L e s ä n g «i 8 und fünf Zähren Ehr» Verlust verurteilt.
Beilin, 7. Novbr. (Kartotfelmarkt - Preisbericht des Deutschen Landwlrtschatisrats.) Für Kartoffeln in Wagenladungen von 10,000 Kilogramm ist bezahlt worden in Mark für 50 Kilogramm: Breslau, Bote Dabersche X 1.15, Andere rote Sorten 1.45—1.50, Magnum bonum L75, Weiße runde 150—180. Magdeburg, Rote Dabersche 2.35, Andere Bote Sorten 2.10, Magnum bonum 2T0, Weiße runde 1.85, Gelb fleischige, weiße 2 50. Saarlouis, Rote Sorten 2.50, Weiße runde 240. — Futfer- und Brennbare (yne sie das Land liefert): Breslau, Bote Dabersche 1.30—1.45, Andere rote Bor-, ten 1.35—1.45, Weiße Sorten 1.40-1.50; Magdeburg, Bote Dabersche 1.60, Andere rote Sorten 1.60, Weiße Sorten 1.80. — Per Prozent Stärkegehalt wird gezahlt in: Breslau 7%—8M d- Magdeburg 8K S-
Berlln, 5. Nov. (Bericht der Deutschen Stärke-Verkanfsgenoseen- schatt e. G. m. t>. H-> Der Verkehr in Kartoffel-Fabrikaten war ruhig bei durchaus fester Tendenz, wenngleich man mancherseits bemüht ist, aut die Preise za drücken und dadurch zu einer Einschränkung der Konsumkänfe beizutragen. Alle Nachrichten über die jetzt fast beendete Kartoffelernte gehen dahin, daß wir es mit einem Minderertrag von durchschnittlich 20 -25 pCt. gegen vorjähriges Resultat zu ton haben und außerdem das intensive und schnelle Faulen enorme Schäden bei dtn eingemieteten Kartoffeln verursacht. Berücksichtigt man hierzu noch den ott geringen Stärkegehalt der Knollen, beurteilt um 2— pCt. niedriger wie im Vorjahre, so wird es leicht verständlich, daß es den Fabriken unmöglich ist, wegen der hohen Preise für Rohmaterial Preiskonzessionen eintreten zu lassen. Das Geschäft und der Absatz von Fabrikaten wird durch den schlechten Wasserstand des Rheins, der Oder und der Elbe sehr erschwert. Das Ausland verhält sieh weiter abwartend und dürfte bei den großen Preisunterschieden zwischen deutscher und holländischer Ware aut ein lebhaftes Exportgeschäft nicht zu rechnen sein. Feuchte Stärke fand weiter zu letzten Notierungen Unterkunft. Die dieswöchjgen Notierungen stellen sich frei Berlin: Kartoffelstärke feuchte X 1400—00.00. Kartoffelstärke u. Kartoff elmehl, trockene, superior X 24.50—25.00, da da prima X 23.75—24,25, da da Sekunda X C<WO-00.00. da tertla X 60.CO-Oo.LO, Bonbonsyrop, 44° X 30.00-30.50, Capillair - Byrup, 44°. weiß X 29-50- 30.00, da 42°, weiß X 28.50—29.00, Stärke - Byrup, prima, halbweiß x 27.50—28.00, Capillair-Zucker. weiß X 28250—294», Dextrin, superior gelb und weiß X 3050—31.00, do prima gelb und weiß x 2975-30.25. — Zu notieren ist tob. Stettin: Kartoffelstärke und Kartoffelmehl superior X 24.25—24.75. da do. pnma X 23.75 -244)0. Alles per 100 kg bei Posten von mindestens 10,000 kg. . .
Beilin, 31. Okt (2. t. tip. - L) Kartoffeln. Die vorwöehigen Preise konnten sich für haltbare Qualität nicht nur behaupten, sondern zogen sogar noch etwas an. Geringere Sorten dagegen fanden weniger Beachtung. Berlin kellert jetzt seinen Win ter bedar f ein und es ist daher starker Bedarf vorhanden, sodaß trotz kolossaler Zufuhien der Markt fast immer geräumt werden konnte. Bezahlt wurden diese Woche ab Berlin Ostbabnhot je nach Qualität für 100 kg (also für den Poppei ztr.): Dabersche Speisekartoffeln X 5.00-5.80, Magnum bonnm- Speisekartoffeln X 4.75 - 5.25, runde weiße Speisekartoffeln X 4.00-4-30. Wobltmann-Speisekartoffoln X 4.20-450, Futterkartofleln XMß. Für Fabrikkartoffeln herrscht anhaltend rege Nachfrage und sind je nach Stärkegehalt und Qualität ab Verladestation pro 100 kg bezahlt worden ulf 2.50—3/0 oder pro Prozent Stärkegehalt 8A—9 -l
M Aus dem Kreise Worms, 6. Nov. Die Ka r tof f el ern t e kann als beendet angesehen werden und das Resultat derselben ist als gut zu bezeichnen. GroßeV erkaufe worden in den Gemarkungen Westhofen, Alsheim, Rheindürkheim und Hamm abgeschlossen. Die Preise halten steh ziemlich hoch. Bezahlt wurden X 7-9 für den Doppelzentner je nach Sorte und Qualität
Hamburg, 2. Nov. (Z. L Sp.-L) Kartoffel - Fabrikate. Der Markt ist test und die Fabriken bleiben, entsprechend den teuren Kartoffel- preisen, hoch mit ihren Forderungen. Der Konsument ist demgegenüber recht zaghaft mit seinen Anschaffungen und benutzt dazu meistens Offerten aus zweiter Hand, die zwar nicht sehr reichlich, dafür aber durchgehend etwas billige^ als Erstehand-Ware sind. Notierungen stellen sich wie folgt für: Superior Kartoffelmehl, Zoilstadt loko und prompte Lieferung X 24.00- 24.50, superior grobkörnige Kartoffel- stärke in schweren gestreiften Sacken, Freihafen, loko und prompte Lieferung Jt 23^0-21.60, superior Kartoffelmehl, in schweren gestreiften Säcken. Freihafen loko u. prompte Lief. Jt 29-25—20.75» pnma Kartoffelmehl, laut Hamburger Uzanzen, Lieferung Januar-Mai 1908 20WP., pnma grobkörnige Kartoffelstärke, laut Hamburger Usanzen Lieferung Januar-Mal 1908 23.75 P., prima Dextrin in Doppelsäcken, prompte Lieferung X 29.50-30.00, alles netto komptant, prima weißer Kartoffel - Sirup, 42° Be., prompte Lieferung X 27.09—27.50 Cassa minus 04% Skonto.
1905 1906 1907
1.617,000 1,7954)01 1A37JXX.
565,000 449,00i 1,1284X10
811,00' 8814)00 680.000
295)000 579,000 4934»
__________9. November 1907. Nr. 811 gßroraea nnd ChemihalieH.
Antwerpen, 7. Nov. Salpeter Chili. Disp. 26^0, Dez^-Jan. igj Febr.-M«rx 26 35, Mäfk-Aprit 26.35. Ruhig. Savannah, g Nov. Harz, grade E. 3.50-MCC.
Merkurdurchgaug am 14. November', Nm. 7. — Kundgebung ßer liuksliberale» Parteien, Kaistrstraße 87. Be> • grüßuna,Nm.8. — Gesangverein Liederpalme, Zoologischer Garte», WohliätigflestSkonzert, R». 8.— Gesangverein Concordia, Saalbau, Konzert und Boll, Nm. 8'/z. — Bank« beamtenverei«. Loge Karl am Mozartplatz, Abeudunterhal- tungmitTanz,Rm.8'/-. — Biologische Gesellschaft für Aquarien- und Terrarieukunde, Westendgarten, Vortrag über Giftschlange», Nm. S. — Sonntag, 10. November: TaunuSklub, nach Cronberg, Sandplacken, Dornholzhaustn, Abfahrt Hauptbahnhof, Vm. 7.50. — Fürsorge für israe- ■ tische Frauen, Langestraße 30, unentgeltliche Stellenvermittlung, 9i/2 bis H Vs.
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Sport.
Lager 1. Hand 1. Nov. •• Zufuhr en«««««««••••••••«
Ablieferungen .«••••••••
Lager 1. Hand 7. Nov. ••
Öffentlich geben. Vorläufig seien uns einige Bemerkungen «et. Die Musiker haben keine direkten Verträge mit esellschaft abgeschlossen, sondern find vom Kapellmeister engagiert. Das ist ein Verfahren, daS zu schweren Bedenken Anlaß gibt, und man darf wohl erwarten, daß künftig bei Engagements diese Zwischeninstanz ausgeschaltet wird und die Verträge zwischen dem Institut und den Musikern direkt zustande kommen. Wir setzen da voraus, daß das Aeutzerste nicht eintreten, daß die Sapelle nicht aufgelöst wird. Es wird nicht allmr schwer fein, die Frage in diesem Sinne zu lösen, zumal oa ja die Finanzen des Instituts in den letzten Jahren fich gegen früher recht günstig gestaltet haben-. Fm Ostend wird man sich wohl regen, um jenes Vorhaben rückgängig zu machen, dessen Verwirklichung ohne Zweifel eine Schädigung jenes Stadtteils bedeutet. Aber auch die Versammlung der Stadtverord'neten wird dazu Stellung nehmen muffen .nicht nur aus sozialen Gründen, denn der Zoologische Garten ist kein städtisches Institut, bezieht aber schon seit vielen Jahren städtische Unterstützung. Wir werden, wenn genaue Nachrichten vorliegen, auf die Angelegenheit zurückkommen.
— Umsatzsteuer bei milden Stiftungen. Das Frankfurter Waisenhaus hat in der Gemeinde Praunheim ein Grundstück für 21,766 Mk. angekauft und alle Unkosten dabei übernommen. Zu diesen Kosten gehört auch die Umsatzsteuer, die mit 217.66 Mk. bezahlt wurde. Milde Stiftun- gen (und um solche handelt es sich unbestritten bei dem Frankfurter Waisenhaus) genießen Steuerfreiheit und im Falle, daß eine solche Platz zu greifen hat, ist von dem Mitkomparen- ten die H ä l f t e der Umsatzsteuer zu entrichten. Das städtische Pflegeamt forderte daher die halbe Umsatzsteuer mit 108.63 Mark von Praunheim ein, das jedoch die Erstattung mit der Begründung verweigerte, daß lediglich milde Stiftungen im Steuerbezirk dabei in Frage kämen. Der Kreisausschuß gab ihm recht. Anders entschied das Berufungsgericht, das den Praunheimer Gemeindevorstand zur Rückzahlung verpfichtete. Von Interesse mag noch sein, daß die Gemeinde Praunheim inzwischen der Umsatzsteuer-Ordnung einen Zusatz im Sinne ihrer Aufafsung gegeben hat. Die Aufsichtsbehörde trug anfänglich Bedenken, die Aenderung gut. > zuheißen. Nachdem der Minister jedoch erklärt hatte, daß die Bestimmung lediglich lokal zu prüfen sei, ist der Zusatz ge- .billigt worden.
=7 Lehrgang des Hochstifts. Dem Gebiet der Literaturgeschichte weist das Programm des Hochstifts den Zyklus von Vorträgen über Richard Wagner zu, den Professor Panzer von der hiesigen Akademie dieser Tage im Hoch- schen Konservatorium eröffnete. Der Vortragende gestand in seinen einleitenden Bemerkungen über das Thema und seine Behandlung ein, daß es für den Literarhistoriker trotz der inneren Konsequenz, die Wagners Entwicklung bei allen Umbiegungen und Widersprüchen auszeichne, schwierig sei, den Werdegang einer so vielseitigen Persönlichkeit klarzulegen. Der Schwierigkeit sucht nun der Vortragende dadurch zu be- gegnen, daß er die verschiedenartigen Einflüsse, die Wagner erfuhr, mit den biographischen Tatsachen so eng, als eben sächlich möglich, in feiner Darstellung verknüpft. Nach dieser Methode schilderte er gestern die erste bis zum Jahr 1840 reichende Entwicklungsperiode des Künstlers. Schon zeitig mit sicherem Bühneninstinkt dem Theater zugewandt, entschied sich Wagner verhältnismäßig spät, in seiner Leipziger Universitätszeit, für die Musik. Sein erstes Bühnenwerk, die Oper »Dte Feen", der ein Stück des Italieners Gogzi zu Grunde liegt, zeigt ihn nach Stil und Stimmung als spiritualistischen Romantiker; es enthält bereits das für Wagners spätere Schöpfungen bedeutsame Motiv der Liebeserlösung. In eine ganz andere Richtung kam Wagner, dem selber bald Kieifel an ver Richtigkeit seines künstlerischen Prinzips aufstiegen, als er sich der Bewegung des „Jungen Deutschland" hingab und des- sen Verlangen nach einer lebensfreudigen Kunst der Gegenwart sich zu eigen machte. So entstand das „Liebesverbot", im Libretto ein jungdeutsches Tendenzdrama, musikalisch an der italienischen Oper orientiert. Der Wunsch, den großen Stil fich anzueignen, trieb Wagner 1839 von Riga, der letzten Station seiner deutschen Wanderjahre, nach Paris. Hier, wo er schwer mit der materiellen Not des Lebens zu kämpfen hatte, beendete er Ende 1840 den „Rienzi", der nicht sowohl den Einfluß Meyerbeers als vielmehr denjenigen Spontinis.und Aubers verrät. Der Fehler dieser großen Oper bestand vor allem darin, daß Wagner die Gestalt des Helden entsprechend der auf das Allgemeine beschränkten Ausdrucksfähigkeit der Musik ihrer geschichtlichen Individualität entkleidete und dann musikalisch vielfach ins Aeutzerliche und Konventionelle ge- riet. Er sah das selbst ein und schuf nunmehr den „Fliegenden Holländer", das Werk, in dem er sich zum ersten Mal mit eigener Sprache offenbarte.
= Kartell Salzer. Der DoriragSabmd, den Marcell 6ql«t im Hoch'schen Konservalorlum veranswltete, legte schon durch seineu zahl» reichen Besuch Zeugnis von der Beliebtheit ab, deren sich dir Set« tragSkSnfller in Frankfurt zu erfreuen hat. Einen „lustigen Abend wollte,Marcell Salzer bieten, und er hat Wmt gehaiten. DaS Programm brachte zwar auch einige Dichtungen ernsten Charak. ters, aber die Besucher »erden doppelt dankbar dafür gewesen sein, denn dem Rezitator gaben sie Gelegenheit zu zeigen^ daß er nicht nur Satiriker und Humorist ist, sondern auch in das dichterische Gewand otfUibete ernste Meuschheitkprobleme mit seiner Kunst dem Herzen seiner Hörer nahe zu bringen weiß. In bunter Reihenfolge ließ da» sorgfältig znfammengestellte Programm Wilhelm Busch, Ludwig Thoma, Karl Eßlinger, Peter Rosegger, Frhr. p. Schlicht, Rudolf PreSber, Max Eyth, Detlev v. Liliencron und andere zum Wort kommen. In allen seinen Darbietungen erwies fich der Vortragende wiederum als der vielseitige und feinsinnige Künstler, qU den die Frankfurter ihn schon lange fennett.
— Immobilien- und Hypothekenverkehr. Nach dem Be- richt von K. Stern-Simon betrug der I m m 0 b i l i e n - U m- satz im Monat Oktober nach offiziell ermittelten Ziffern: 51 bebaute Objekte für 5,735,000 Mk., 20 unbebaute für 155,105 Mk., zusammen 71 für 5,890,105 Mk. Der Gesamt- Umsatz bis Ende Oktober d. I. Ergibt 951 Objekte für 83,595,847 Mk. gegen 1953 Objekte für 127,783,631 Mk. in der ' gleichen Zeit des Vorjahres. Entsprechend den knappen Geld- Verhältnissen ist auch im Hypothekengeschäft noch keine Besserung eingetreten. Es notieren feinste Anlagen bei geringer Beleihung 4% bis 4^ Prozent, während Institute und speziell Hypothekenbanken mit Auszahlungstermin nicht vor 1. April nächsten Jahres 4% Prozent Zinsen und 1 bis 2Vz Prozent Abschlutzproviston beanspruchen.
= Erschließung der Monheimer Höhe. Im Restaurant Forell hielt am Donnerstag der B e z i r k S v e r e i n B 0 ck e u h e i m eine gutbesuchte Bersammlung ab. Nach einem Vortrag von Baninspekktor Ühlfeld e r über die Bedeuiung deS Ostbahnhoss sprach Herr K i r s e über die Erschließung der Ginnheimer Höhe. Er teilte mit, daß 95 Prozent der Grundbesitzer sich bereit erklärt haben, freiwillig zufammettzulegett. Zn derDiSkufsiott wurde einmütig betont, daß eine baldige Erschließung wünschenswert sei. Eine in diesem Sinn gehaltene Resolution gelangte zur Annahme.
— Som Tage. Die Großfürstin Melitta Kyrill von Rußland und die Prinzessin Beatrice von Koburg sind hier eingetroffen und haben im Fürstenhof-Palasthotel Wohnung genommen.—Am 9. November sind 100 Jahre seit der Geburt des hauptsächlich durch seine Fabeln bekannt gewordenen Hamburger Zeichners Otto Speckter verflossen. Die Kunstgewerbe-Bibliothek hat aus diesem Anlaß eine Anzahl seiner Arbeiten zu einer kleinen Ausstellung vereinigt. — In der Freien literarischen Gesellschaft wird Samstag, den 16. November, abends 8% Uhr, in der Frankfurt-Loge Rudolf Presber- Berlin aus seinen Dichtungen und Prosawerken vortragen. Der Reinertrag wird zur Unterstützung unbemittelter Schriftsteller verwandt. — Der Ausschuß für festliche Veran- staltuitgen für das Deutsche Turnfest 1908 schreibt zur Erlangung von Entwürfen für das offizielle Festabzeichen einen Wettbewerb aus. Das Abzeichen gelangt in 45,000 Stück für die Turner zur Ausgabe, außerdem werden noch 25,000 Stück als Damenbroschen hergestellt. — Mittwoch den 13. November wird im Bürgerverein ein geselliger Herrenabend veranstaltet, für den bekannte Künstler ihre Mitwirkung zugesagt haben. — Ein n e u e r Kinderhort nebst Kindergarten wurde in der Poststraße neben der Rudolfschule eröffnet. — Die nächste Premiere im Residenztheater, das Militär-Lustspiel „Reiterattacke" von H. Sto- bitzer und Friedmann-Frederich, findet Dienstag den 12. November statt. — Bei den städtischen Wahlen in Rodel- heim wurden gestern die drei sozialdemokratischen Kandidaten, Mook, Kürschner und Appelt, mit etwa 200 Stimmen Mehrheit zu Stadtverordneten gewählt. — Im Schumanntheater finden am Sonntag zwei Vorstellungen statt. Am Nachmittag hat jedes Kind, daS sich in BegleitunO eines Erwachsenen befindet, freien Eintritt, weitere Kinder zahlen die Hälfte des Eintrittspreises.
--- TogeSanzeiger für Samstag, 9 November: Kaiferfaal, 50 Pf., 8i/g bi» 5. — Museen, Dölkermuseum, geschlossen; historische», 50 Pf., 10 bi» 3; kunstgewerbliches, 50 Psg, 10 bis 1. 3 bis 5; Elidel, unentgeltlich, 10 bi» 1, Kupferstiche, 11 bis 1; Senckenberg,, 50 Psg., 2 bis 4. — Geflügel- uudBogelauk- st e l l u tt g, «lteS Senckenbergianum 50 Psg., von Vm. 9 ab. — Senckeubergische Gesellschaft, Dr. Bechhold: »Chemie und Biologie', Nm. 6. — Israelitischer HilfSverein, Langestraße 80, akademische Feier, Nm. 6; Generalversammlung, Nm. 8. — Lehrgang beS Hochstift», Hoch'scheS Äoti’et» vatorimn, Prof. Löschke-Boun: »Kunst des Hellenismus^, Nm. 7. — Physikalischer Verein, Dr. MguiSne: »DieelektrischeBe- lenchtungranlage im neuen DereinSgebSude', Nm. 7. — V er e ini- g«»g für Astronomie, Stiftstraße 82, Prof. Eittig: -Der
25 273 1258
120 191 ~
145 464 1258
120 340 —
25 124 1258
Vermischtes.
m Wiesbaden, 8. Nov. Das amtliche Wahlergebnis . für die Stadtverordnetenwahlen in der zweiten Klasse bestätigt mit ganz geringen Abweichungen die mitge- teilten Wahlziffern. Danach ist auch Garteninspektor Cave (ncctl.) definitiv gewählt. Von den Wahlberechtigten haben 62 Prozent ihrer Wahlpflicht genügt. In der ersten Klasse wurden gewählt: Fresenius (193 St.), Häffner (193), Esch (187) Stimmen, ferner die beiden Nationalliberalen Burandt (122) und Schneider (99). Die beiden freisinnigen Kandidaten Glaser und Schweisguth erhielten 93 sbezw. 76 Stimmen.
0 Bus dem Großherzogtum Hessen. Infolge einer Verfügung grotzh. Ministeriums des Innern, Abteilung für .Schulangelegenheiten, wird, tote schon kürzlich berichtet, in unserem Lande ein „Landes - S ch u l m u s e u m" gegründet. Dieses Museum soll alles da? in sich vereinigen, was in Hessen vor dem Jahre 1830 an Schulbüchern, Lehrmitteln und sonstigen für die Schulgeschichte bedeutsamen Gegenständen in Gebrauch war. Durch die einzelnen KreiSschulkommissio-' nen des Landes wurden infolge dieser Verfügung die Inventare der hessischen Gemeindeschulen auf ihren Bestand an der- ürtigen Gegenständen untersucht. Bis jetzt ist durch die Bemühungen der Schulbehörden die Abteilung „Schul- und Lehrbücher" zustande gebracht worden. Sie befindet sich in Verwaltung des als hervorragender Forscher der hefsischen Schulgeschichte bekannten Pfarrers Fr. Diehl-Darmstadt. Dr. Diehl wird demnächst in einer größeren Versammlung von Jnterefsenten einen Vortrag über den Stand des Museums halten und die Aufgaben entwickeln, die dem Unternehmen noch harren. Das „Landesschulmuseum" wird seinen Sitz in Darmstadt haben und jedem zugänglich sein.
e Kreuznach, 4. Nov. In Sobernheim haben D t f» ferenzen zwischen dem katholischen Kirchen-
vorstand und den Krankenschwester'n des dortigen katholischen Krankenhauses zu dem seltenen Fall einer Kündigung, wonach die Schwestern ihre Tätigkeit ein- stellen müssen, geführt. Der Schritt des Kirchenvorstandes wurde in verschiedenen allgemeinen Versammlungen scharf kritisiert. Der Kirchenvorstand sah sich daher zu einer Erklärung in der „Kreuznacher Zeitung" veranlaßt, wonach ihm feine Stellungnahme, kaum verckbelt werden kann. Die Kirchengemeinde als Eigentümerin des Anwesens schloß mit den Schwestern 1896 einen Vertrag ab, der bestimmt, daß über Einnahmen und Ausgaben Buch zu führen sei, und daß die ireberschüsse dem Kirchenvorstand auszuhändigen sind für einen Fonds zu Verbesserungen und Erweiterungen '.deZ Betriebs. Bis 1904 kamen die Schwestern dem Verträge nach, seit dieser Zeit aber nicht mehr. Die Ueberschüsse, die sich alljährlich ,auf wehere tausend Mark belaufen, führen die Schwestern entgegen dem Vertrag an ihr Mutterhaus vH. Da wiederholte Schritte des Kirchenvorftandes fruchtlos Waren, sah er sich zur Lösung des Verhältnisses veranlaßt.
V Trier, 8 Nov. In brat luxemburgischen Walzwerk DÜdelittaen wurde« durch die Explosion eines Da m p fro h r » süns Arbeiter gräßlich verbrüht. Zwei Arbeiter find tödlichverletzt.
•fr KA», 8. Nov. Die Stadtverordneteuversamm» lang mchm gestern da» G e s ch e n k der Geschwister Stein in Höhe von 50,000 Mark für Privatdozenten an der hiesigen Handel». Hochschule dankmd an. Für die Zwecke der Errichtung eine? neuen B erwaltun gSgebSude» auf der Sandbahn wurden zwei Häuser zum Preise von 233,000 Mark angekauft.
# Saarbrücken, 6. Nov. Auf ein von hier au» ,u Ende Aaaust d. 3 an ben preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten gerichteter Gesuch qm Schaffung einer zweiten ruschlagSfreien Schnellzug». Verbindung zwischen hier und Frankfurt a.M. in beiden Richtungen, und zwar entweder über Oberstein—Mainz oder über die Pfalz, ist jetzt der Bescheid eittgetroffen, daß ein solcher Antrag voran,, sichtlich die fm kommenden Monat stattfindende Jttterttationale Fahr- tzlankouferenz znr Feststellung de» Sommerdienste» 1908 beschäftigen wird. Dem schon seit längere» Zeit bestehenden Projekt gegenüber betreffend die Einlegung einer neuen Eilzugspaare» Saarbrücken» Kaukfurt a.M. über St-Jnabert— Kaiserttauteru— LndwigShasen— WormS-ViUil und umgekehrt, haben sich die beteiligten Preußischen Eisenbahndlrektionen bisher ablehnend verhalten.
K Hamburg, 7. Nov. DaS hamburgische Seeamt verhandelte Verschwinden deS Lljährigen Steward» »mässet vom Dampfer .Kronprinzessin Cccilie' der Ham. burg-Amenka-Lmie. Der Steward hatte eine an Bord befindliche T och t er d-s französischen Feldmarschalls Baza ine in ihrer Kablue überfallen. Die Dame hat erzShlt, daß der Ueberfall «folgte, al» sie schlief. Sie habe den Manu abaewehrt und sei au Deck «laufen. Fräulein Bazaiue hatte verschiedene Wunden em stopf»- 5« 'hr der Steward mit einem schweren Instrumente beige- bracht hatte. Da8 Secams kam zu dem Resultat, daß Schäffer nach be» Mordversuch über Bord gesprungen und e r t r u n k e n sei.
FÄundjen, 5. Nov. Wie die .Münchener Post' mitteilt, ist dem Münchener Arbetteirnnfeum eine, bis jetzt allerdings noch
Muk, Epezralabtellung zur AuftlSrung über die' G-sahren des Alkohols angegliedert worden. SS wäre erfreulich, wenn auch diese Maßregel, wie die AusklärungSarbeit der neulich von ben Gewerk« Wien eingesetzten Kommission dazu beitragen würde, den unaeheuren Bieraenuß der Arbeiter während der Arbeit einzudämmeu.
hu-vrf F" vergangenen Sonntag veranstalteten
die hlefigen rnllltSrischeu Vereine am Kriegerdenkmal ans dem Friedhof eine Gedächtnis feier, an der auch bemerkens« werter Weise der hiesige französische Konsul. Herr Pradtre- k"S °e t te lnahm Er ergriff nach der Schmückung der Gräber der hier bestatteten französischen Soldaten das Wort iu einer An« fei auch Kamerad. Er habe im Jahre 1871 auf franz», m1 kxi’ V11 * gefochten, sei dort verwundet worden und so nach Deutschlaud gekommen, wo er liebevolle Pflege gefunden htv’Lni^*1 m Deutschland b'e französischen, so seien ia Frankreich D-rwundeien mit gleicher Siebe behandelt worden. Mft ÄÄ'S.*"1"*"1 «-“■>»•* "ch". m
-- Weihnachts-Privatpakete. An die Besatzung deS in West, afrika stationierten kleinen Kreuzers .Sper bet* können Weiw ‘ tofttnln* 6V1 ‘V 601 bekanntenBersendungSvorschristen
M werden, wenn sie bis spätestens 7. Stxembet d °k
Steg feg“*
Krankfurler Angelegenseifen.
. = Frankfurt, 9. Novbr.
L. WnA. LrTT ,m. Zoologischen Garten. Nach zuver- will die Direktion des Zoologflchen bom nächsten Frühjahr ab, keine kbstnnfirge Kapelle mehr unterhalten, so^dern oe 'wch Milftärkapellen
^iuch per Konzerte und hie verhält, n der Kapelle sollen die Veranlassuna M s^u.r^ das eine Anzahl Musiker, e . 3°n Sbeaennien und länger bei der
Jn c.lF.e siutzllche Lage gebracht werden. Die hwirhen- £°tolpreffe besprochen und
toorben, sie tff n:d ; g. gesug, daß die maßgebenden
Obst.
BH Stuttgart, 7. Nov. (Mostobst-Maakt am Nordbahnhot) Laut I marktamtlioher Zusammenstellung waren Beute im ganzen 215 Waggone 1 zum Verkauf ausgestellt. Neu zu geführt waren 1C6 Waggons, davon g 1 aus Frankreich f Aepfei), 19 da (Birnen), 80 aus Italien und 4 aus Spa. ] nien. Erzielte Preise per 10.CCO kg bahnamtllches Gewicht Btuttgajfc 1 X MO—1000 für französische Aepfei, 800- 660 für da Birnen und X8Ö6 bis 1060 für italienisches Obst. Nach auswärts sind 45 Waggons abg». gangea Kleinverkauf: X 4.50-580 die 50 Kila Markt ruhig.
Wein. Ä
•• Teter, 7. Nov. Vollständig abgeschlossen ist die Traubenlese! erst an der Obermosel, die Großgrundbesitzer der Mittelmosel, Saar a und Ruwer befinden sieh noch mitten darin. Der Herbst ist an der Obermosel in quantitativer Beziehung ziemlich gering ausgefallen, 3 man rechnet durchschnittlich nur ein Viertel .bis ein Drittel Herbst. 4 In qualitativer Beziehung hat die Weinernte jedoch weit besser ab- | geschnitten. Bei einem Durchschnitt-Mostgewicbt von 60—70 Grad a mit 11—16% Säure wird der lS07r ein brauchbarer Mittelwein werden. | Die Trauben- und Mostkäufe sind lange nicht so lebhaft wie itn vori« 3 gen Jahre. In Oberdouven kaufte ein Weinkommissionar 60 Fuder s Most zu 18 X pro Hotte (40 Liter), In Maohtnm gingen 20- 30 Fuder a zum Preise von X 470-480 in andere Hände über. In Schengen, Win. tringen und Wellenstein sind zahlreiche Mostkäufe zu X 450—465 zu- 1 stände gekommen. Der Zentner Trauben wurde durchschnittlich mit j X15-16 bezahlt 1
Hopfen.
Nürnberg, 7. Nov. (Original Bericht der Frankfurter Zeitung,, | Bei schwachem Geschäftsverkehrs wurden heute nur 400 Ball zu un- J veränderten Preisen umgesetzt Die Nachfrage für grünfarbige Hopfen ,3 hält weiter an. Export war am Einkäufe nur wenig beteiligt. Die 1 Tendenz ist ruhig. Zughfahren wurden vom Lande 800 und durch die g Bahn 400 Ballen. Notierungen unverändert»
b M.-Gladbach, ?. Nov. Preise der Baumwollgarne und 1 Baumwollgewebe. Baumwollgarne: Trosse! water 20r extra 197 Pf. / (am 1. Nov. 97 Pf.). 195 (95) Pf„ U 94 (94) Pf., III 93 (93) PL 16r Water M extra 1 91 (94) PL. I 92 (92) MM 91 <911 Pf.. HI 90 (90) PL. 12r Water i extra I 93 (93) Pf- 191 (91) Pf.. H 90,(90) Pf.. IlI89'ß9) Pf., 4-toi Water j extra I 92 (92) Pf. I 90 (90) PL, II 89 (89) PL. HI 88 (88) PL, 16/2 97 < (97) PL, 20/4 100 (100) PL, 8r Mule 71-76 (71-76) PL je nach Qualität. J 20r Mule 95 (95) Pf., alles das Pfund englisch. 90 Tage netto. Baum- | wollgewebe: Biber roh 90-98 Pf. (am 1. Nov. 92—99 PL) das Zoh-Pfd. | je nach Gewicht der Btüoka Zwirnpilot, roh X 1.23-153 <X 1.24-1.34) I das Zoll-Pfd. je nach Qualität. Deutschleder, drapfarbig X 1.35 tX 1.35), -i echtdrnck X 1.45 (XL45) das Meter. Genua - Cords, 66/67 m breit, 3 fertig ausgerüstet, süddeutsches. Gladbacher und Bochholter Fabrikat, x 155—2.15 (X 1.55—2.15) das Meter, je nach Qualität; elsässische Ware I ist 30- 45 (30- 45) PL, je nach Qualität, teurer. Ziel 90 Tage netto oder ' 30 Tage Kasse 2 pCt. franka ., ■ j
Wolle.
KW & Co. Antwerpen. 7. Nov. Offizielle Preisnotirungen für La Plata Kammzug Type B. Nov, 595— Dez. 590—. Jan. 575—. Febr. 567%. März 560- April 557)4. Mai 557%. Juni 555—, Juli 552)4. Aug, 550— Beut. 547%. Oktbr. INS— Umsatz 145,000 Kila Fest,
KWACo. Sydney, 6. Novbr. Der Markt hat bedeutend an Leb- i haftigkeit gewonnen. Große, neu eingetroffene Ordres geben frischen - Impuls. Preise sind wieder regelmäßig. Der Moment zum Operieren 1 ist infolge der vorzüglichen Auswahl besonders günstig.
KWACo. Melbourne, 6. Nov. Der Markt ist für alle Genres sehr | fest Für Kettenwollen-tritt immer dringenderer Begehr hervor. Eng» ■ land ist starker Käufer.
RRh&Co. Buenos Aires, 6. Nov. Der Markt verkehrt in lebhafter ] Stimmung bei allgemeiner Beteiligung. Es wurde In den letzten ; Tagen viel umgesetz und namentlich für die Industrie gekauft. Die i Preise sind behauptet i
Holz.
B Aus Bayern, 7. Novbr. (Original-Bericht der Franks. Zeitung.) 1 Weitere größere llvlzverSteigerungen fanden in den Staatswaldungen i statt. In der Oberpfalz versteigerten die nachstehend angegebenen 3 Foretämter 10.900 Festmeter Nadelholz zu folgenden Preisen: das ; Forstemt Teublitz zu 100-111%, Boding zu 115-137* , Bittenau zu 1 107—120%, Neunburg zu 100-116%, Burglengenfeld zu 107-119% und ■ Bodenwöhr zu 100-115%% der Taxen. (Nachdr. verboten.) VlehmÄrkte.
Konkurs - Eröffnungen.
g mm Eröffnungatermin; A — Anmeldefrist = Ablauf; G ■■ Erste Gläubigerversammlahg; P = PrÜftmgstermin. H
_____Namen.______
Emilie Starke, geb. Hübner, Witwe
Oementbau-Ges. Cassel
Wohnort
Amtsgericht
1 E.
1 A.
G.
P.’ 1
Bnnzlau
Bnnzlau
4.11
24.12
3.12
7.1
174
Inh. Cotte & Schlegel Jülich (Obern n. Gliche- fabrik A. Jülich)
Cassel
13. Cassel
4dl
3.1
3.12
Chemnitz
B. Chemnitz
541
3142
542
81 I
Klars von Mirbach, Patz* u. Kurzwaren
Direchau
Dirschau
541
29.11
642
643 |
Friedrich Becker, Weinhändler
Dresden
Dresden
441
25.11
642
6.11
Richard Bedarf, Glasermeister
Wolfgang Thierauf,
Elbing
54j
1042
$541
19J2 3
Erding
All
z.18
2sl3 -
Leo Simenaner,
Gleiwitz
Gnesen
25.12
2842
Hotelbesitzer__
Wilh. Krüger, Kf.
Gleiwitz Gnesen
4Ji 4.11
4.12
23J1
8.1
234, 1
Faul Heinze, Gasthausbesitzer
Förster & Hallbanr, Mannfakturwareng.
Ludw. Karle, Mechau..
Fahrradhändler
Fntdr. Dietrich, Malermeister
Fellhammer
Heidelberg
Gottesberg
Heidelberg
541
441
1442
9.12
26.11
2641
74 4
17,12 |
Karlsruhe
Karlsruhe
441
2541
442
443 |
MesMburg
Merseburg
441
25.11
2741
114$
Erich Dammeyer
Minden
Minden
21.12
28.11
74 1
(Firma u. 1 Theil h.) Joses Steiner,Kt m.(Jos.
Steiner Kuderer Nflg.)
Oberkirch
OberkirdtBed.
4.11
2311
3.12
342 S
Jakob Spahn HL, Stookfabrikant
Johann ßaczyborski,
Dietesheim Posen
Offenbachs. JL
Posen
4.11
2.11
3 i
Z a
121t j
29-11 '|
WitweWllhelmHabers, Christ, geb. Bernton
Haldern
Rees
241
2.12
2741
1JU 1
Tief baugeacb.-Inh.
Max Teil, Fahrradhändler
St Johann
Verden
ItSaarbrück eh Verden, Aller
30.10
541
742
3041
30.11
10.12
