SS. N-k-urber 1907. Kr. SS».

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eingefcoffen,

Vermischtes

Eine nachahmenswerte

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^Kleine Mitteilungen, ss Neuerung wird in dem hohenzollei

einer der Verschütteten durch ein Lied. Mc. Donald und Brown sind unverheiratet, Bailey aber ist der Gatte einer jungen Frau und glücklicher Vater. Er verbringt sein unter- rrtnsches Dasein fast ohne Unterbrechung am Sprachrohr, um ferner Frau zu versichern, daß er gesund und guten Mutetz sei.

1 . Oberamt Sigma­ringen getroffen werden. Die Regierung, sowie die Amts- Versammlung, haben, dem Schwäbischen Merkur zufolge, be- trächlliche Geldmittel zur Verfügung gestellt, um über das ganze Oberamt ein Retz von Volksbrbliotheken aus» zubreiten. Die Bibliotheken werden ehrenamtlich verwaltet und stehen, jedermann zur unentgeltlichen Benützung offen. Lebhafte Proteste werden in Rom gegen die teilweise Mederlegung der alten Mauern erhoben, deren Bau unter dem Karser Aurelian begonnen wurde und die in der Hauptsache in den Jahren 271 bis 276 n. Chr. errichtet worden find. Die Abtragung soll durch daS Wachstum der Stadt nötig geworden sein. Auch der englische Historiker Sir George Lrevelyan schließt sich in einem Briefe an die Tribuna den

vain, Mme. Alphonse Daudet, Mme. Diei

Malerin Louise Breslau, der Bildhauerin Mme. narb usw. Den Mitgliedern der auswärtigen Lyceum-Klubs, di« nach Paris kommen, stellt der Klub Zimmer und VeiPfle- gung zur Verfügung. Neben dem rein geselligen Zweck wer­den auch künstlerische Bestrebungen gepflegt. Man will beson- derS Ausstellungen von Kunstwerken veranstalten. Ein monat» liches OrganLa Chronique" soll dafür Sorge tragen, daß eine lebendige geistige Interessengemeinschaft unter den Mit- gliedern entstehe und sich erhalte.

O Offenbach a M., 87. Dez. Rechtsanwalt Marx als Anwalt der Stadt Offenbach und Stadtverordneter Th. Boehm weilte» dieser Tag« in Berlin, um in der Eberbachschen Konkurssache mit dem Konkursverwalter und dem Generaldirektor de» Kaiserhofes, Eberbach, einem Bruder deS Spekulanten, zu verhandeln. DI« bei den Verhandlungen gemacht«» Feststellungen bezüglich de» Verhaltens der Bankstrma Jacob Wolff &. Eo. in Frankfurt in der BeleihungS» offäre Hot Stadtverordneter Th. Boehm in einem .offene» Briete' anJac. WolffLCo. verarbeitet, der heute in der Preffe veröffentlicht wurde und geharnischte Angriffe gegen die genannte Bankfirma enthält. #

X Worms. Die Bürgermeisterei gibt durch Rundschreiben I an die Hypothekenschuldner der städtischen I Sparkasse bekannt, daß sie ab 1. Januar 1908 den Zins- I fuß auf 4% Prozent erhöht.

0 Wächtersbach, 28. Dr,br. Der Regierungspräsident gibt bekannt; daß vom Jahre 1908 ab in der Stadt Wächtersbach feine Vieh- I Märkte mehr abgehalten werden. Die Viehmärkte in Wächters­bach waren in früherer Zett von Bedentnua.

# Bab Nauheim. Das Kernfche Kohlensäure, werk, das durch fortgesetzte Entziehung von natürlicher I Kohlensäure für industrielle Zwecke aus dem in nächster Nahe der Bader befindlichen Erdreich schon seit vielen Jahren ein I Schmerzenskind von Bad und Stadt bildet, scheint nun end­lich nach langwierigen Verhandlungen durch Ankauf ein- |

München, 28. Dezbr. Blättermrlduuge» zufolge amtierte bei L Trauerfeierfür den General v. Endres kern Geistliche Die Trauerrede hielt Prinz Rupprecht.

L Ludwigshafen, 28. Dez. Nach dem soeben erschienenen B o 1 anschlag der Stadtgemeinde Ludwigshafen ffl 1908 beträgt der Vermögens- und Schnldenstand der Gemeinde »ad dem Stande Ende 1906 an rentierendem Vermögen 18,992,932 Mar an nicht rentierendem 12,320,121 Mark, zusammen also 31.312 25 Mark. Di- Schulden (Ende 1906) betragen 15,708,554 Ma«, soda ein Reinvermögen von 15,003.698 Mark verbleibt. Das Stenerso bezifferte sich auf 1,064,000 Mark; di- städtischen Umlage« betrage 220 Prozent. Die Gesamteinnahme beläuft sich auf 3,126,638 Mar die Gesamtausgabe auf 2,747,240 Mark.

-L Straßburg, 28.Dezbr. Di-StadtStraßburg hat N o t st a»d gl arbeite» angeordnet, bei denen vorläufig 730 bis 800 Arbeiter beschäftigt werden können. Für Arbeiten in städtischer Regie trete» i« Anbetracht der Tenerungsverhältniffe Lohnerhöhungen ein.

o Lugano, 24. Dez. Ans furchtbare Weise beging der aus Vareft o- ,.v ,u. HC,ntlllluJue te. « der Lombardei stammende Maurer Abboudio C a r e t t i Selbst-

auch eine aemeinsame Stätte der' BEgüng'nach °n"nd8tb; ®r einen Strohschober bet Guidino am Fuße des ----- r - I Mont« Sau Salvatore an, tränkte seine Kleider mit Spirit«» und sprang in die lodernden Flammen. Auf feiner Stirn wurde eine große Wnndeentdeckt, eS scheint, daß er in der schreckliche« Qual sein End« durch Ausschlagen seine» Kops-S gegen einen Stein hat beschleunige« wollen. Krankheit hat den Armen in den Tod getrieben.

* Paris, 25. Dez. Di« Pariser haben sich auf daSWeihnachts« f e st gut versorgt. Wie der TempS mitteilt, wurden am Montag «uh Dienstag in de» Hallen verkauft: 315,000 Kilo Fleisch und Wurst­waren, 309,010 Kilo Geflügel, 34,700 Kilo Wildbret, 268,757 Kilo Fische, 40,710 Hundert Austern (23,000 mehr als im vorigen Jahre) und 200,000 Kilo Sauerkraut. Angesichts des wachsende» Konsum» von Sauerkraut werde» schließlich die Pariser die wahre» -totes de choncronte* fein.

F. Berlin, 26. Dezbr. Etwa 1000 Mitglieder und tfreunbe ber Freien Bereinigung für bie Jnter- essendeSorthoboxenJudentums aus Deutschland, Oesterrerch-Ungarn und der Schweiz traten in der Philhar­monie zu einer öffentlichen Hauptversammlung zusammen. Der erste Vorsitzende, Rabbiner Dr. Breuer (Frankfurt a. M.), hob in seiner Begrüßungsansprache hervor, daß es in den Reihen des orthodoxen Judentums keinen Zwiespalt gebe. Es gelte jetzt, inmitten einer von gewaltiger geistiger Bewe- gung erfüllen Zeit alle Kräfte bet gesetzestreuen Judenheit gu sammeln und für die gemeinsame religiöse UeberMugung

Zur Mosel- unv Saarka«alffieru«g.

h Köln, 24- Dezbr. Zu den bereits in Nr. 347 der ^Frankfurter Zeitung" erwHnten kontradiktorischen Verhandlungen zwischen Vertretern der beteiligten In­dustriekreise an der oberen Mosel und Saar und im nieder- rheinisch-westfälischen Industriegebiet über die wirtschaftlichen Vorausschunden und Wirkungen der Mosel» und Saarkana- lisieruna ist zetzt auf Veranlassung des Ministers der öffent­lichen Arbeiten den Teilnehmern an den Beratungen das P r o- gramm zugestellt worden. Dirnach wird es sich bei dieser Besprechung tn erster Linie um die Erörterung von drei Fragen

' = tSerr Ad"lf Bartels als Staatsmanns Man schrewt uns: Am Weihnachtstage ist im Verlage von Curt Wlgano in -terpzig-Berlin als Ergebnis einer von Dr. Julius Moses veranstalteten Rundfrage ein Buch erschienen, das die Meinungen von hundert verschiedenen Nationen, Bekenn», nissen, Berufsständen angehörenden Männern und Frauen überDie Losung der Judenfrage" zusammenfaßt. E-n.erfteulicher Zug nach Verständigung es stehen etwa siebzig Nlchtzuden dreißig Begutachtern jüdischer Geburt ae. genüber geht durch das Buch. Die Neigung zur Katastro- phenpolitik gegen die Juden scheint im Schwinden, der Radau. Antisemit,simiS h^ sichtlich seine Anziehungskraft verloren. Rur Herr Adolf Bartels, der sachsen-weimarische Pro- sesior, Antisemit undLiterarhistoriker" dazu, fühlt sich be. rufen, seiner Flöte die alten trauten Klänge des Hep-Hevk .»u entlocken, Zwar auch Herr Bartels ist von der leidige»

= sAkademische Nachrichten, f Man schreibt unS aus Freiburg i. Br.: Der o. Professor der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der hiesigen Universität, Dr. Carl Fuchs, hat einen Ruf nach Tübingen als Nachfolger von Prof. y. I. Neumann erhalten. Prof. Dr. Ph. Bocken, h e, m e r (aus Frankfurt), Privatdozent für Chirurgie an bet Universität Berlin, ist, wie man unS mitteilt, zu einer Studienreise nach Indien, Siam, Java, China und Japan beurlaubt worden.. Aus Wien wird unS gemeldet: Der

o. Professor der Pharmakologie an der hiesigen Universität, Dr. H. H. M e y e r, hat den Ruf nach Berit» abgelehnt. Wie aus New-Uork berichtet wird, hat John D. Rocke- feilet der Baptisteu-llniverfität in Toronto eine Stif­tung von acht Millionen Mark überwiesen, die zur Errichtung einer Mediztnschule in Verbindung mit bet Universität Her« wenbet werben soll.

--- frankfurter Stadttheater.1 Die Intendanz be» S ch a u s p i e 18 gibt bekannt: In ben brei am Silvester- Abend zur Aufführung gelangenden Dialekt stücken wirken die Damen Ilm, Klinkhamer, König, Sangora, Jrmen, Hartmann und Elli Schöning (a. G.), sowie die Herren Auer­bach, Schwarz, Szika, Däneborg, Bauer und Faber mit

f» [®in Lyceum-Klub in Paris.Z Aus Paris, 27. d. M., wird unS geschrieben: Seit kurzem besitzt auch Paris einen großen Frauen Hub. Er nennt sich wie die Vorbil­der in London und Berlin Lyceum- Klub, deren 1600 bis 2000 Mitgliedern er allerdings bis jetzt bloß 300 entgegen zu stellen hat. ES war nicht leicht, die Vereinigung ins Leben zu rufen. Die Welt der vornehmen Damen, der Künstlerinnen und Schriffftellerinnen ist durch manche Kluft getrennt, und, wie es im reichen Frankreich seltsamer Weise oft genug ein. tritt, die Beschaffung der Gelder verursachte viele Sorgen. In den ersten Monaten war der Klub im Hause eines der vor­nehmsten Mitglieder installiert. Während dieser Zeit existierte er freilich nur in Form eines literarischen und musikalischen Salons. Die Dame, die zuerst Gastfreundschaft geboten hatte, mußte Paris verlassen und der Klub schien sehr bedroht. Miß Alice Williams, Mzepräsidentin des Londoner Lyceums, nahm sich dann der Sache an. Sie kam nach Paris, brachte die nötigen Kapitalien zusammen und der Klub besitzt jetzt glücklich sein eigenes Heim in einem Hotel in bet Rue de la Bienfaisance. Die Präsidentin ist die Herzogin v. UzeS, unter den Mitgliedern begegnen wir einer Reihe aristokratischer Namen, dann den Schriftstellerinnen Juliette Adam, Arväde Bgrine, Mme. Piörre de Coule. vain, . Mme. Alphonse Daudet, Mme. Dieulafoh, bet

Der sSröiefi , gehen zu sollen. Wie der Finanzminister dem Landtag 1

e9Ulvc,la teilte, hat sich her Staat bis zum 1. April !S08den

rWbwwt, 28. D-z-, 12.10 N. (Priv. - T-l.) Geheimrat I werb des Kvhlensäurewerkes vertraglich gesichert unter

Schweuiager erklärt-, er werde über feine Aussage teile Mit- I Bedingung, daß auch die Stadt Äauherm zur Leistung e: tetlunge» mache», da er nicht wisse, ob feine Aursag« in öffentlicher gemessenen Zuschüsse» sich entschließt. Mr den Staat, Sitzung verlese» werd«; er wolle nicht den Eindruck erwecke«, al, er- %* bebe

w I die Quellen möglicherweise bedrohenden Geschästsbetri

Harde» «Ad die Srbpri«zesfi« vo» Met«i«ge». eine stete Gefahr für das Bad. Es ist Grund Kit Anna 'P-riS, 27. Dezbr. Jrn Prozeß Moltkecharde» soll der Ange. Vorhemden, baß die Si^t sich zur Bewilligung eines ! klagt«, wft bekannt, bft Ladung der Erbprinzessin von I von voraussichtlich 80,000 Mark bis zum Ablauf M,i»i« g,n beantragt habe«, die angebltch gesprächsweise über j Entschloßt. . .

normwidrige Empfindungen d-S Grafen Kuno Mottke sich geäußert W 2.8: ®e8- %Mensche», derjüngst-i» Attest habe. Ei« Vertreter der .Mail»' hat daraufhin einenD-rttauten" °f e.le®briefträge, suMhrte, handelt es sich um ei der «rbprinzeffin, die sich augenblicklich in Cannes aufhält, tut er. Frahm heißt, .

bietet, der in der Hauptsache folgendes erklärt hat- Die Prinz-ffin Sachseu-Weimar gebürtig ist und m verschiedenen größere» Etäd habe Harden gelegentlich einer Konsnltatio» bei Schweuinger zufällig Berlin, Stuttgart, München und Leipzig Verbrechen auSfüh ««troffen. SS fei rein« Erfindung, daß sie dabei eine Aeußerung Über Ä«,^^üin^ea.,?e?an9XLflQU!i0U!!^tonb^e,,^^"b ?* die Veranlagung d-S Grafen Moltke getan habe; dar Gespräch habe Entführung minder,ähnger Mädchen wurde er steckbrieflich verfoi sich vielmehr lediglich um literarische Singe gedreht. Der Vertreter , ,28. Dez. Ein tm W-lnrestanrant Bettcher bedienst-

d-S .Malin' frugt« weiterhin, ob eS richtig fei, daß die Srbprinzessiu Fräulein versuchte we in Braud geratenes Papier zu löschen, i mit ihrem Bruder, dem Kaiser, aus schlechtem Fuß« st-he, weil der >hr- Unterkleider Kuer fingen. Di- unglücklich« P-rfon stand Erbprinz al» Kommandeur des VI. Armeekorps in BreSlan brüsk I ^>Sen Augenblicken in Hellen Flamme» und wurde am ganz« verabschiedet worden fei, und daß damit etwaige Aeußerungen gegen I ? r V " mit B ran d w u» d e » bedeckt. 3n hoffnungslosem Z de« dem Kaiser nahestehenden Grasen Moltke in Zusammenhang sie i«S Hospital eingeliefert. Meldungen an, de

stände». Diese Frage wurde in der bestimmtesten Form verneint. Westfälische».Orte iVb-raden zufolge gab gelegentlich einer Streiti.

Die Prinzessin hab- keinerlei Rancuue gegen den Grase« Moltke; ihr keit die Polizei ewe Anzahl R-volV-rschÜsse ab, toobtre. Man» habe vollkommen freiwillig den Abschied genommen und beider Person-n chw-r verletzt Wurde». El

Beziehungen zum Kaiser seien ausgezeichnet. I Wachtmeister und etn Polizeisergeant trugen schwere Stich

kV Berlin, 28. Dez., 11.15 V. (Priv.-Tel.) I» einer Zuschrift anVmJrfSb« den .Lokalanzeiger' stellt HerrHarde» gegenüber dem im Pariser ff Su'tTi ?ät Sw^rk^aben unliebsam.

veröffentlichten Interview mit der Srbprinzess in Heute Nachmittag von vier Uhr ab mußten di- meiste/großenG von Mein itt gen folgendes fest: schästSbetriehe ihre Tätigkeit -inst-llen. DaS Rat^wS schloß ebenfall

Weder über den Erbprinz,» und sei» Scheidm anS Die städtischen Straßenbahnen stellten die Fahrten ein. Die Str»

dem Breslauer Korpskommando, «och über das Verhältnis «ach auswärts hielte« mit Stromanleihen anS den benachbarten

btt Erbprinzesfin ,n ihrem Bruder, dem deutschen Kaiser, habe I meinden den Betrieb notdürftig aufrecht. Den Krankenanstalten so ich-in Wort gesprochen. Gegen eine objektiv falsche Deutung de» Bahnhöfen konnte der nötige Strom geliefert werden,

memer Artikel habe ich (In nichtöffentlicher Sitzung) geb --- Mühlacker, 28. Dezbr. Auf ben Schnellzug Adrian lend gemacht, selbst eine Dame, die so hoch stehe und dem Graftn München ist gestern Abend nach Verlassen der hiesigen Station

Moltke so huldvoll gesinnt fei wft (meines Wissens) bft Erbpria- freier Strecke eilt Stein geschleudert worden. Ein Fenster ei zessln von Eachsen-M-lningen, habe mit im Verlaufe eine» Gespräch» Wagens dritter Klaffe zersprang und ei» Reisender wurde durch Gl gesagt, sie begreife nicht, daß man meine Darstellung, die Ihr zu» I splitter verletzt, treffend scheine und an deren patriotischer Absicht sie nicht zweifle, - - - verznreu unb vergröbern konnte. WaS ich gesagt habe, sei unbestreit­bar, was man mich sagen lasse, sei von mir nicht gesagt worden. Der Aufforderung, diese Angaben zu einem Beweisantrag z» formnlftre», glaube mein Verteidiger Folge leisten z» müssen.

Höhung der allgemeinen Koste», die hohe Eintrittspreise Be» dingen, und besonders die Konkurrenz der Singspiel» Hallen werden in erster Linie dafür verantwortlich ge­macht. Man schreibt uns aus Weimar v. 27. ds.: Zu emer Art Vorfeier der Eröffnung des neuen HoftheaterS ge. staltete sich heute der von den ersten Kräften unseres Hof. thoaierS und der Hoflapelle unter Herrn Raabes Leitung zum Besten des Pensionsfonds deS HoftheaterS veranstaltete bunte Abend. Unter anderem gab es zwei Novitä­ten, zuerst einen dramatischen ScherzTheaNetei" aus der Feder deS hiesigen Schriftstellers Kaibel, dessen gelungene Durchführmig soff bas gesamte Aufgebot der ersten Kräfte unseres Schauspiel- und Opernensembles nebst der Hofkapelle 'n Anspruch nahm. Die zweite Novität war die neueste Dia. lektdichtung unseres He'dentenors Herrn H. Zeller, eme von Humor gewürgte und von Begeisterung durchwehte Schill- derung des neuen HoftheaterS. Weiter wird uns aus We i. mar geschrieben: Wie bestimmt verlautet, wird der vor eimger Zeit zur Disposition gestellte Hofkapellmeister Krzhzanowski nicht tofeber in sein Amt zurückkehren. Aus Nürnberg, 27. Dezbr., schreibt man uns: Die Weihnachtsgaben unserer Theater waren in biesem Jahre leich. ten Kalibers. DaS Stabttheater brachte zum erste» Male Leo Fall» neue OperetteDer fibele Bauer", deren kindliche Harmlosigkeit und populäre Melodik zwar gut gefielen, den Sieg überLustige Witwe" undWalzertraum" aber doch fraglich erscheinen lassen. Im Intimen Thea, ter konnte fich das Einbrecher- und Detektiv-StückRaff, les" von Hornung und PreSbrey zwar gegen anfäng. liche Opposition schließlich gut behaupten, aber mit guten lite.' ranschen Sitten ist die Uebernahme eines solchen englische» Schauer- und Rührstücks auf die deutsche Bühne doch nicht vereinbar. Sonst wäre Herr Bonn unser Literatur-Erzieher. Man berichtet uns aus Dessau: Im Hostheater ging am 26. ds. zum ersten Male nach dem Original in neuer, vor­nehmer Ausstattung und unter Zugrundelegung der Gran- daur-Possart->ischen Bearbeitung Mozarts OperDon Giovanni" in Szene. Das Orchester spielte ft der zu MoyartS Zeiten Wichen kleinen Besetzun Die stilgerechte Aufführung erzielte emen vollen Erfol DaS neubegrünbete Münchener Künstlertheate wirb, wie man unS mitteilt, gleic^eitig mit ber Ausstellur München 1908 eröffnet werden. GoethesFaust", erst Teil.Was ihr wollt", von Shakespeare;Das Wolke: kuckuckSheim", nach benVögeln" des AristophaneS, von Jos Ruederer,Herr Peter Sauenz", Schimvfspiel von Anbrec GryphiuS,DaS Wunbertheater", Komödie von Cervante Die deutschen Kleinstädter" von Kotzebue,Die Maienkün gin', Schäferspiel wm Gülck undDaS Tanzlegendchen Danzspiel nach Gottfried Kellers Erzählung wurden zu en Zyklus von sechs Splekwenden zusammcngestellt und 1 ben in dem besonderen TheatergÄäude zur Darstellung

Humanität angekränkelt: bei einer etwaigen Auslösung der Türkei wird er sehen, obman" ban Juden die herrschende Stellung in Palästina, Syrien und den Euphrat, und Tigris- landernschaffen" könnte, vorausgesetzt, daß sich alle Juden zur Auswauderuna verpflichten. Wollen aber die Juden durchaus in Deutschland bleiben, wozu sie als vielhunderi- W^dtammaSste sogar eingewisses Recht" haben gut, afösllf Bartels, ber Wirt wundermild, weiß auch hier Rat, zu» erSßofyttn an und für sich für kein Unglück hält".

Nur müssen sich die Juden dann einer eigenen Gesetzgebung unterwerfen, deren Grundzüge Adolf BartelS mit der ihm eigenen Klarheit und Originalität entwirft. Im allgemeine» dürfen die Juden die .staaMchen Rechte ihrer deutschen Mit­bürger behalten", nur müssen sie erstens eine geschlossene Gesellschaft innerhalb der politischen Gemeinden bil- den,die bis zu einem gewissen Grade solidarisch für die SchWlgungen, die von einzelnenseiner" Mitglieder dem wirtschaftlichen Leben der Gesamtheit zugefügt werden (be­trügerische Bankerotte, Bankkrache, die den Charakter einer öffentlichen Kalamität annähmen), haftbar waren". (Bar- telS'sches Satzgefüge!) Mit diesen Gesellschaften derJuden- schast, au» der auch die zum Christentum Bekehrten mcyi austreten dürsten, hätte ber Staat in Zeiten allgemeiner Notloyale Verhandlungen" über Beisteuern oder An- leihen zu führen. Während dieser erste Punkt alten Juden- ordnungen, wie sie zu seiner Ehr' und Zier auch das König- reich Preußen aufzuweisen hatte, entnommen ist, zeigt fich des Staatsmannes Eigenart in einem zweiten bedeuffameren Paragraphen:Die Juden müssen bestimmte, ihnen gugt. totesene Namen führen; liebertritt zum Christentum be. rechiigt. nicht zur Namensänderung. Die Juden dürfen gei- stige Tättgkeit nicht unter dem Schleier der Anonymität üben.* Die ungeheuere Bedeutung dieser von A. Barte« aus unzu- reichenden Versuchen geschaffenen Maßregel leuchtet ohne weiteres ein: A. Bartels, der Literarhistoriker, wird sich in Zukunft etwas weniger oft blamieren und nicht hinter Leuten wie Hermann Bahr. Thomas Mann, Paul Lindau u. s. w. Juden wittern, denn solche müßten ja nach der lex-Bartels bestenfalls Rosenstein, Pinkussohn, Schmeie Tinkeles heißen; A. BartelS, der Lyriker, wird, wenn erst die Ano- und PseÄo- nymität gesetzlich verboten ist, den süßen Trost haben, ohne weiteres zu wissen, ob der schnöde Kritiker, der fein Talent verkannte,Deutscher" oderJude" ist. Jedenfalls hat Herr BartelS durch seine Auslassung bewiesen, daß er als Staats­mann ebenso hoch steht, wie als Kenner und Beurteiler der Literatur. t.

auch eine gemeinsame Statte der Betätigung nach innen und außen zu schaffen. Diesem Zweck solle die Versammlung die- neu. Die Ansprache klang in ein Kaiserhoch aus. Daraus übernahm Kaufmann Jakob Rosenheim (Frankfurt) die Leitung der Versammlung und erstattete nach einer Reihe wei­terer Begrüßungsreden den Tätigkeitsbericht über die Wirksamkeit der Vereinigung Bei verschiedenen wichtigen Fragen. Dozent Dr. I. Wohlgemut (Berlin) sprach über das Wesen des gesetzestreuen Judentums, das heute noch in der Thora, der schriftlichen unb mündlichen Lehre und in ber Betätigung dieses Gesetzes im Leben zu üchen sei. Provinialrabbiner Dr. S. B a m b e r g e r (Hanau) prach über Gebetbuch und Tradition. Das Gebet- buch ber gesetzestreuen Juden verbinde das Judentum mit der Vergangenheit verflossener Jahrtausende und mit der Zukunft,

in ber nach göttlicher Verheißung Messias aus dem Stamme Staitfiflttfet UnrtPfPflPttßotfott

Davlb kommen werde, der dem Volke Israel und ber ganzen (yUUlinUulvl.

Menschheit Glück unb Segen bringe. (Stürmischer Beifall.) = Frankfurt, 28. Dezbr.

treuen Judenheit, wobei er sich absprechend über die I Snick-ub-rgisch-» Museum, das jetzt i» de« F-rft» einen Be* Einflüsse ber Reformgedanken im täglichen Umgänge, in Schu- toud-r-n Anziehungspunkt bildet, find in der Schausarnmlung der len, Tagespresse und Literatur äußerte und bie Arbeit der zur Dögel zwei Prachtichränke f-rtiggestellt, der eine mit Paradiesvögel», Prüfung und Abhilfe eingesetzten Kommissionen ber Freien mit Kolibris, bie beide die Farbenpracht unb Formenschön«

Bereinigung schiDerte. h-lt dieser Vögel veranschauliche» und in solcher Reichhaltigkeit wohl

--Wiesbaden, 28. Dez. (Amtlich.) Heute Vormittag 11 Uhr «»r in wenige» Museen zu sehen sind. Die ParadieSvögel, von 46 Minuten fuhr der Perloueuzug No. 306 von Niederlahnstein kom- "wa 60 Arten bekannt sind, bewohnen hauptsächlich Nen- m-nd im GleiS 7 des hiesigen Hauptbahuhofs ans de« Prellbock auf, die umliegenden Inseln. Wege» der Pracht ihres Ge»

wodurch die Maschine entgleiste. Vier Reisende wurden leicht sieders find sie feit Jahrhunderte« gejagt unb als Schmuckstücke verletzt. lu den Handel gebracht worden. Aber erst in den letzten Jahrzehnte»

«. ~ - 1 hat man Näheres über baS Leben dieser wunderbar prächtige»

Tiere gehört, die schon seit Jahrhunderten als verstümmelte Bälge »ach Europa kamen uijb eigentümlich« Sagen wachriefen. Paradies- Vögel nannte man st-, weil man aunahm, daß sie unmittelbar dem Paradirse entstammen. Ihre einzig dastehende Federblldung und bee ^°Ä?"5°.?"benton gaben der Phantasie freien Spielraum. S, herrlich bei ben Männchen bie Pracht der Farbe und des Kleide? ist, ft merkwürdig einzelne Federn gestaltet find, so eintönig find die Weibchen gefärbt und an ihnen erkennt man, daß dft Sippe bei Paradiesvögel ben Raben am nächsten verwandt ist.

Dft KYli br18, von denen ei» Schrank be» Museums 180 Stück enthält ein Geschenk des zweiten Direktors der Gesellschaft, Ro­bert be Neusville bewohnen ausschließlich Amerika. Welt mehr noch als bei dm Paradiesvögeln kommt bei dftft» klelum Tftr. chm dft Schönheit der Gestalt unb bie Pracht der Färbung zur Gel.

die kleinsten Arten find kaum größer eine Hummel, dft größten den Singvögeln gleich. Einzelne Arten tragen als Schmuck Hauben, andere bartähnliche FederbÜschel, andere wieder verlängerte Brustkragen, kurz der Schmuck ist sehr verschieden und mannigfaltig. Auch dft Ph» Schwanzfedern sind verschiedmartig gebildet, die äußern» meist al» Gabelschwanz verlängert. Die größte» Unterschftbe in bei Form und Länge zeigt der Schnabel, der die Kolibris befähigt, aus ben slnmenkelchen ihre Nahrung zu entnehmen. Die verschftbme Form bei Schnabel, läßt darauf schließen, daß gewisse Arten von Kolibri» nur bestimmt

Are Krisis im Atottenverein.

* Bon den Delegierten Anhalts und der thüringischen ,u. . , Staate» ist kürzlich in Weimar eine Vertrauens kund»

# Gießen, 26. Dezbr. Am 20. Januar findet hier der g e b u n g für das Präsidium des Flottenvereins beschlossen worden.

L2. Hand werk er tag für das Großherzogtum Hessen Hiergegen hat sich Generaldirektor v. Oechelhäuser -Dessaus o . »wer der Mitbegründer des Flottenvereins, in einem Schreiben an

VeremsproxiS nur solche P-rsönlichk-iftn in Betracht ztehen, die feine irgendwie ms Gewicht fallende Opposition einer Minorität gegen sich hoben, und bfein ihrer Tätigkeit nicht bloß alsMehrer d-S Reichs" nach auß-N m Betracht stimmen, sondern auch im Inner» zusammen- M stärken und vor Spaltungen zu bewahre» missen.

Die Persönlichkeit be» Generals Keim bedeut- nach seiner Bergangen- heit er»-Programm für sich" und er habe trotz seiner Vorzüge nicht die Eigenschast remandes, der Nord und Süd verbinde» solle. Seine Wahl stelle sachlich, taktisch und politisch eine» große» Fehler dar. Daß e» sehr wohl und leicht möglich fei, mit bayerischen Landes­verbänden Vorsitzende zn wählen, die allen genehm sind, mit m vollster Harmonie zusammen zu arbeite», beweise n. a.

bie Deutsche Kolonial - Gesellschaft sowie viele andere Vereine, wie der Verein deutscher Ingenieure. Wen» daher die Wei-

1. Sind in den Probuktftns- unb Verfrachturmsverhält- I

MMKZM tSb BKÄttWiÄÄfiÄXhtt"ha^e» I

Karmover-Rheinkan^veftntlich verändert worden wftde'r von neuem ana?beui"/°^p ha'öu *6i®.afnlrnie*

3. Würben die ProbZtions- unb Verfrachtungsverhältniffe S'», ncucm aB8ebiut- bas Segent-fl einer .nattonaleu" der Eiseninbustrie in Nieberrheinland-Westfalen einerseits I .

unb in Südwestb euischlanb-Luxernburg andererseits durch die ,, *uS Württemberg, 27. Dez. Der Vorstand der Sektion Beut« Kanalifierung ber Mosel und Saar wesentlich v eränbert I Deutschen Flottenvereins Rechtsanwalt Dr. Gut hat sei»

werden? Amt niederg-l-gt nab ist au» dem Verein- ausgetreten. Unter ben

a» m d-, »-Mich-, ,U I ss Äiii

ie Aeußerungen gebraucht habe. Ihr I spruch nehmen.

r------Q- ------..-..ie ftch gegen bieMainzer Vollszer- I

iung", aus der wahrscheinfich bie falsche Darstellung dann in I «jltlllCiU

iwe anderen Blätter übergegangen ist.) I o Mailand, 28. Dezbr. We ich höre, hat der B a t i

: X Ans Rheinhessen, 27. Dez. Die Generakversammlnng be» | knn eine ganz außewrden'"' "* lanbteirtschaftliche» Vereins für bi» Provinz I scheu Mobernrsten an, Rbeinhess-fn hat ähulich tote inOb-rheff-n beschlösse«, feine ual-Erzbischos Ferrari i>. »..°

Selbständigkeit n,cht aufzugeben, sondern vorerst weit erz»be- I bie gegen die Herausgeber der Mailänder religiösen Slefotm« r-itschnstII Einnovamento" und ihre Mitarbeitei die b«8 »mMws ä u sTurn stnhitmnrhmt»? h>t«h6^iA cxcommunicatio major ausspncht. Das ist der große

»achmittags vo-^demlstre^auAuß ?»- Äsch-idÜng «elangem Die Kirchenbann ein Rest des Mittelalters, der die von ihm Be- übrige» 14 G-wählten erhftlten vom KreiSamt die Bestätigung. troffeite» mcht nur vom kirchlichen Leben ausschließt, sondern

Oldenburg, 26. Dez. Der Landtag schloß feine °uch nut allen möglichen Zeichen fasstet Verachtung bebentt Arbeiten vor Weihnachten mit der Beratung der selbständigen Etats 1 u.n*> 8- D. vorschreibt, daß ihre Leichen rote Hundekaoaver an von Lübeck und Birkenfeld ab. Die beiden Fürstentümer einem Kreuzweg mtt einem Stock durchbohrt verscharrt wer-

stehen noch vor der Steuerreform, dft das Herzogtum im *>en< Diese Maßregel sollte ursprünglich am ersten WeihnachtS-

vsrige» Jahr in eine günstigere Finanzlage gebracht hat. Ihre fS "on der Kanzel des Doms verkündigt werden, es gelang

BnhSltmffe sind einigermaßen befriedigend, sodaß der Voranschlag Er, die Verkundmung wenigstens zu verschieben. Wahr,

ohne Einkommensteuerzuschlag aufgestellt »erben konnte. . Die Ab- sch«nlich wird die Verlesung nächsten Sonntag erfolgen. Die

schlußziffern «erden erst in der zweiten Lesung festgesetzt. Einige Herausgeber desEmnovamento" werden sich dadurch

Einzelheiten aus den Debatte» haben ein allgemeines Interesse. Die ebensowenig von ihrem Weg abbringen lassen rote durch di­nier Abgeordneten des Fürstentums Birkenfeld »ahmen Gelege«, vorhergegangenen Ermahnungen und das an dl« Geistlichen

heil, fich über eine Rücksichtslosigkeit ihrer Kollegen vom Finanz- und Laien ergangene Verbot, die Zeiffchrift zu halten. Finan- ausschuß zu beklagen, die sie nicht hatten an dm Beratungen deS *i *>,e Zeitschrift für längere Zeit sicher gestellt.

Etats ihres LändchmS teilnehmm lassen. Besonders scharf äußerte I Türkei.

pch dazu der Großindustrielle Falz auS Idar, der ervSrte, er habe .

zuhause zu viel zu tun, als daß er hier monatelang spazieren gehen Bulgaren unv Griechen.

und seine Diäte» verzehrm könne. Der Landtag möge ihre Wünsche .Hkrr Professor Dr. M.Kebedgy, Bölkerrechtslehrer an der Lerückfichtigen, damit das Gefühl der Bftkenselder über ihre Universität Bern, schreibt un8:In derFrankfurter Zeitung" Widersinnige Bereinigung mitOldenburg ge» vom 12. Dezember (viertes Morgenblatt) ist eine Korrespondenz mildert werde. Der langjährige Mg. Jungbluth gab dann seinen ans S ofia erschienen unter dem TUelDie bulgarische

Wünschm dahin Ausdruck, daß Birkenfeld noch einmal mit dem Denkschrift über das Bandenwesen", welche dem

stammverwandten Umlande vereinigt werde. Der Zusammenhang nicht ----- eingeweihten Leser den Eindruck gibt, daß alle Verbreche»

zwischen Oldenburg und Birkenfeld ist ja in der Tat nur sehr utt3 Gewalttätigkeiten der Bulgaren gegen die ($kied)en in Maze-

gering und die Stimmung des Ländchens wohl zu begreifen. Das d o n i e n und in Bulgarien von den G r i e ch e » selbst provoziert

Fürstentum Lübeckist enger mitOldenburg verbunden, schon durch alte I worden sind. Dem widersprechen jedoch die Beziehungm des Herrscherhauses dahin. Die großherzogliche Famille Tatsachen. Es genügt an folgendes zu erinnern: 1. Eine

»erlebt einen Teil deS Herbste« dort und der Großherzog berührt lange Reihe von Berbrechen und Mordtaten find von den B nl-

das Ländchm stets beim Besuch feiner holsteinischen Güter. Eine garen gegen die Griechen im Jahre 1903 begangen, weil die

weitere Verbindung schuf im letzten Frühjahr der Besuch einer Weren sich nicht für dft Bulgaren erklären wollten; 2. im De-

größeren Anzahl von Laubtagsabgeordneten. Daher erklärt eS fich, Dezember 1903 hat in der .Revue de Paris" ei» Bulgarenfreund

daß der Etat dieses LandeSteits unter well größerer Beteil igung der Me Mordtaten und Verbrechen mit der Erklärung rechtfertigen

übrigen Abgeordneten verhandelt wurde, ©eit Jahren kehren dabei wollen, daß dieselben gegen dieVerräter" verübt worden waren;

die Klagen überdie Eutiner Regierung wieder, und dies- die Bulgaren aber haben alsVenäter" betrachtet alle diejenigen,

mal in verstärktem Matze. Die Abgeordneten aus Eutin warfen we^k in der bülgarischen Sache nicht mllmachen wollten; 3. die

ihr Bureaukratismus, Engherzigkeit, Verschleppung der Geschäfte, Griechen haben fich schließlich, nachdem sie den Schutz der

Uneinigkeit und andere schöne Dinge vor, und aus der Mitte beS Behörde» und der Großmächte umsonst erwartet hatten

Landtags forderte ein Jurist, der dort jahrelang gearbeitet hatte, verteidigen müssen; die ersten griechischen Banden aber find erst

sehr energisch die Umwandlung der kollegialen in eine bureaukra- Sommer 1904 erschienen; 4) daß die Greueltaten gegen tisch-Regierung, in der der Präsident ein entscheidendes Ueberge- "ie Griechen in Bulgarien (im Sommer 1906) durch die

wicht habe. Es handle sich darum, das Ansehen der Regienmg Mißerfolge der Bulgaren in Mazedonien zu erklären find, ist nur

wieder herzustellen. Minister Wiüich erklärte, daß auch die Regte- teilweise richtig; die Unterdrückung und die möglichste Vernichtung

rang dieser Frage nicht fernstehe, daß sie aber zunächst noch andere, der griechischen Bevölkerung in Bulgarien war schon systematisch größere Aufgaben zu lösen habe. Bis zum 28. Januar ging der 18.78 «folgt, und die Massenverfolgung von 1906 war das Landtag in die Ferien. Nachher, bei der zweiten Lesung des Etats, Ergebnis eines seit lange verfolgten politischen Planes; 5) die

wird es sich entscheiden, ob Finanzminifler Ruhst rat sich mit Griechen habenwiederholterklärt, daß die griechischen Banden in

dem Landtag einigt und auf seinem Posten verbleibt, was im allge- Mazedonien verschwinden werden, sobald fie nichts mehr zu vertei- weinen Interesse zu wünschen wäre. digen haben. Wenn nun die Großmächte die Herstellung der

ßElberfeld, 26. Dezbr. Eine groß« S törung irn Betriebeb<8 Ruhe und Ordnung in Mazedonien aufrichtig wünschen, müssen fie

städtitch-n Elektrizitätswerks machte fich gestern Abend unb öot °cm Sicherheit für das Leben und baS Eigentum der Be­heute Vormittag tm gesamten Straßenbahnverkehr unliebsam bemerk« I völkerung ernstlich garantieren. Solange dies nicht geschieht, darf

bar. Nachdem man eine Störung in ber Stromabgabe, bie feit fast acht I man auch nicht erwarten, daß die Griechen und die Serben auf die

Tagen andauerte. glücklich beseitigt batte, platzte gestern Abend einer dringende Notwendigkeit ihrer Verteidigung verzichten werden,

der acht Kessel. Die Folge war eine U n t e r b r e ch u n g des gesamten Daß während dieses Kamvies um's Leben" bie >md do tt-b»-.

Stratzeubahnbetriebes sowohl tm Innern der Stadt als lui6unaenftatlRnbcn (ßnXXn " X auch nach auswärts. In den Außenbezirken konnte in vorgerückter fanaEn ® 6rr

Stunde der Verkehr wieder ausgenommen werden, weil man ben Lk8n> e ^Mile türkischer Mißwirtschaft

Strom von auswärtigen Elektrizitätswerken einzuschalten vermocht«. I unö Korruption. D. Red.) Straßenbahnen unb Schwebebahn in der Talstadt mußten dagegen so lange rnhen, bis bie erforderlichen Reparaturen eine Stromabqabe nuS dem städtischen Werke gestatteten. Zum Glück ist bei ber Explosion niemand zn Schaden gekommen. Erst feit den Mittagsstunden wurde her Betrieb wieder aufrechterhalten.

Protesten an. Er tritt dafür ein, daß man, statt bie Mauern in ihrer ganzen Höhe nieberzulegen, eine Passage durch einen Bogengang eröffnen solle. Ein Leser m Hornburg teilt un» mit, daß ber biefer Tage verstorbene berühmte Pariser Schneider Paqzrin (Isidor Jacob) in Oberursel bei Frankfurt geboren war. Zu der kürzlich unter der Spitz- markeDer Redakteur darf nicht baden" wiebergegebenen Notiz, die sich mit einem Streit zwischen der Verwaltung der VolkLbade» in Neustadt a. H. und den bärtigen Zeitungen befaßte, teilt un» bie Verwaltung ber Volksbad. Aktiengesellschaft mit, bdfj bem in ber Notiz erwähnten Re­dakteur ber Besuch bes Bades nur deshalb verboten worben sei, weil er siA ber Hausordnung ber Anstalt nicht gefügt und über bte Zustände in bem Bade unwahre unb bie Anstalt schä­digende Behauptungen aufgestellt habe.

^Theater- und Kunstchrontk.s Aus London wirb berichtet: Die Theater ber englischen Hauptstadt machen gegenwärtig eine schwere Ärifi» durch. Abgesehen von we- nigen Theatern, die das Glück begünstigt, befinden sich bie meisten Un ternehmungen, bie im Herzen Londons nicht we­niger tote die in den Vorstädten, in einer sehr schwierigen Sage. An einem Abend ber letzten Woche haben sechs ber be­deutendsten Londoner Theater zusammen eine Einnahme von noch nicht 4000 Mk. erzielt. Die Urftlchen biefeSTheater- krachs", von dem manche Bereits sprechen, find sehr verschieben- ' 1 artia: bie maßlose Steigerung der Schguspieleraascn, bie Er-