* •>*»« Ar .491.
- «rftr» Mors»«biatt btt grnnhfittftr Irttung.
Sl.Vrt-brrLSSS
11.407
Prozentverhältniß der Reserven zu den Passiven
Bank von Frankreich. Ausweis vom 20. October.
von den Freikonservativen (Antrag Zedlitz)
Zins- und Diskont-Erträgnisse Fr. 946000.
3
neu
6
Reichsani. 3X kv.
Freut. ConsolsS--
Preuß. ConsS^kv.
92.10b
1
100.60b
143.90b
Badische Loosel
Bayr. Loose
■4-
ßehwed. 10 ThL
narr, jjoose | —.— Hchwed. 10 ThL-- —3
Braunschweiger-• 116.90bi118.S0b Türkische Loose 112—b 111 50h Oldenburg. 40 ThL 133.70b' 133.60b Ungarische Loose - - 28040a Oest. 1860er Loosei146.60bll46.20b * "ötV,U*
Eisenbahn-Aktien.
97.60b
203.25b
147.50b
147.80b
Elaenbahn-Prloritäten-Obligationen.
do.
A-
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find, die
100.90b i 01.25b
68.25b
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93.80b
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I
93.80b
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81.30b
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100.90b
97.75b
0.393 0.052 0.467 1.740 0.119
1.495 49%
1897: 1930.610 11.07.209
782.844 3709.813
473.156 249.838 507.457
a
1
1
1897:
21.146 27.510 31.856
23.268 36 315
7.313
14.05"
1898:
20.633 27.313 31.144 27.240 34.784
7.296
Frankfiirter Handelsblatt
Wiedergabeder mit •bezeichneten Artikel und der Privatdepeschen, auch deren telegraphische oder telephonische Verbreitung; ist nur mit deutlicher Quellenangabe JTrkL Ztg.“ gestattet
93.80a 97.40b
3840g 30.806
44.20b 37.—b
91.30b
68J50b 99.40b 99.40b 95.60b
399.50b
78'306 132.10b
7-L25g 49*-b 204.—b
259.—b
(In Millionen-Lstrlg.) Totalreserve ............. Notenumlauf Baarvorrath Portefeuille
19. I 20.
101.70g,101.70g 101,70g: 101.70a 93.30g! 93.10b
101.60x: 101.406
113.75g 113.75g
139.75b! 139.606
126.406 126.20b
167.50b 165.70b
95.—g 101.20b
58.60b
Abschnitt 1897 provisorisch und Fr. 557,507 oder 4.o pCt. mehr als definitiv. Die Verbindungsbahn in Basel vereinnahmte im September Fr. 893 mehr, wodurch die seit Jahresbeginn ausgewiesene Mehreinnahme sich auf Fr. 24,922 erhöht. Bei der mit der Schweizer. Nordostbahn gemeinschaftlich betriebenen Aargauischen Südbahn ergibt sich für den Berichtsmonat Fr. 1235 mehr und seit Jahresbeginn Fr. 131,428 mehr als im Vorjahre.
* Amerikanisch» Eisenbahnen. Die Chicago Terminal Transfer Railroad Com pany, die aus der früheren Chicago and Northern Pacific Bail way Company und der Chicago & Calumet Terminal Railway Company hervorgegangen ist, hat soeben ihren ersten Jahres-Bericht fertiggestellt Die Gesellschaft besitzt bekanntlich umfangreiches Grundeigentum und Bahnhöfe, welche letztere sie an in Chicago einmündende Eisenbahnen verpachtet hat; sie betreibt außerdem Bahnen in der Länge von 201 Miles (davon 25 gepachtet) für eigene Rechnung. Die Brutto-Einnahmen vom 1. Juli 1897 bis 30. Juni 1898 betrugen Doll. 1,119,261, die Netto- Einnahmen Doll. 663,756, die festen Lasten erforderten DolL 562,156, sodaß sich für das Fiskal-Jahr ein Surplus von Dolf. 101,600 ergab. Nach dem Bericht befinden sich das Besitztum und das rollende Material der Gesellschaft in gutem Zustande. Die greifbaren Aktiva übersteigen die laufenden Verbindlichkeiten um etwa Doll. 472,000. Zu den Pächtern der Bahnhöfe etc. gehören z. Z. die Baltimore & Ohio, Wisconsin Central, Chicago Great Western. Chicago Suburban und die Chicago Hammond & Western Co. Im Bericht wird erwähnt, daß die Verhandlungen mit einer weiteren Bahn betreffs Benutzung dieser Bahnhöfe erhebliche Fortschritte gemacht hätten. Wie uns mitgetheilt wird, bezieht sich dies auf die St. Louis and Northern Short Line, welche ihre Linien via Springfield nach Chicago im Anschluß an die Chicago Terminal Transfer Railroad Company verlängert und die inzwischen einen Vertrag auf 100 Jahre mit der genannten Gesellschaft abgeschlossen hat. — Dem Vorwort der uns soeben zugekommenen 31. Ausgabe von ,P o o r ’s Manual“ entnehmen wir die folgenden Daten. Es waren Ende 1897 in den Vereinigten Staaten von Amerika in Betrieb 181,132 (4- 241) Meilen Eisenbahnen. Befördert wurden 788,385,448 (+14,513,732) Tonnen Güter und 504,106,525 (— 31,014,231) Personen. Die Einnahmen aus dem Frachtenverkehr betrugen Doll. 780,351,939 (+ 9,927,928), die Einnahmen aus dem Personenverkehr Doll. 253.557,936 (— 11,755,322), did verschiedenen anderen Einnahmen Doll. 89,636,791 (—257,963). Die Gesammt-Bruttoeinnahmen beliefen sich mithin auf Doll. 1,123,546,666 (— 2,085,359). Das Total der Nettoeinnahmen betrug zuzüglich Doll. 95,013,907 (—8,993,635) Einkommen aus anderen Quellen Doll. 433,184,102 (— 3,157,196). Davon wurden bezahlt für Zinsen auf Bonds Doll. 231,046,819 (— 11,368,675), für Dividenden Doll. 82,630,989 (+ 1,266,135), für Pachtgelder und diverse Erfordernisse Doll. 92,358,540 (— 8,852,662), zusammen Doll. 406,036,348 (— 19,055,202). Das Surplus sämmtlicher amerikanischer Bahnen bezifferte sich mithin für das Jahr 1897 auf Doll. 27,147,754 (4- 15,898,006). Das Ge- sammt-Aktienkapital erreichte die Höhe von D. 5,621,340,647 (+ 248,152,823), während das Total der Bondsschulden Doll. 5,516,056,292 (-)- 54,199,694) ausmachte. —Wir verweisen von hier aus auf den im Inseratentheil des heu-
Berliner Kursbericht
• “ aBgeboten. g = gefragt, b --- bezahlt
r Berlin, 20. October.
Deutsche Fonds.
Gunsten der „wohlhabenden und lebenslustigen" Stadt am Rhein gezogen werden, sondern es erhellt auch, daß Kurz selbst, und nicht seine Frau, die Spielerlaubniß für die Herbstmesse 1768 in Frankfurt erhalten hat.
Nicht ganz richtig dürfte es auch sein, wie es Seite 171 geschieht, die Maschinenkomödie „In doctrina interitus", die Kurz im Herbst 1768 in Frankfurt gegeben, und die zu der bekannten Recrimination des Frankfurter Prcdigerministeri- ums geführt hatte, weil in der Inhaltsangabe auf dem Zettel Dr. Faust als wittenbergischer Professor der Theologie angeführt worden war, als ein „Wiener Faustspiel" zu bezeichnen; wir habm es hier ohne Frage mit derselben Haupt- und Staatsaktien von dem „ruchlosen Leben und erschrecklichen Ende des Erzzauberers Dr. Johann Faust" zu thun, die Wallerotti unter dem Titel „Ex doctrina interitus" bereits 1742 in Frankfurt gegeben hatte, und deren Geschichte wir mit ziemlicher Sicherheit bis zum Jahre 1651 hinauf verfolgen sönnen (in welchem sie von Joh. Schilling in Prag zur Aufführung gebracht wurde).
19.
94.25g
do. Nordost do. Union Jura-Simplon -
Gotthard Prince Henri .... Balt. Eisenbahn •• Kursk-Kiew Warschau Wiener Amsterd. Rotterd. Canada-Pacific-E. Ital. Meridional-E. Lüttich - Limburg North-P c.Vorz.A. Sardin. Sekundärb W estsicilianer.... Transvaal-Eisb. ••
tigen III. Morgenblattes abgedruckten Geschäftsbericht der Louisville und Nashville Bahn,dessen wesentliche Daten in dem Artikel unseres gestrigen Abendblattes mitgetheilt wurden.
* Dortmunder Bankverein. Die Direktion theilt uns mit, daß das Bezugsrecht auf die alten Aktien bis auf einen geringen Theil ausgeübt worden ist, so daß auf andere Zeichnungen nur ein kleiner Betrag zugetheilt werden konnte.
Rheinische Stahlwerke zu Meiderich bei Ruhrort» Zur Begründung des Antrags auf Erhöhung des Aktienkapitals wurde in der Generalversammlung ausgeführt, daß ein größerer Theil der Anlagen in Meiderich nicht mehr den Anforderungen der Neuzeit entspreche. Insbesondere habe es sich immer mehr fühlbar gemacht, daß die gegenwärtigen Anlagen nicht das direkte Konvertiren (d. h. das direkte Einbringen des Roheisens aus dem Hochofen in die Konverter ohne das jetzt nothwendige nochmalige Schmelzen im Kupol-Ofen) gestatten, daß die Konverter zu klein sind, daß das Schienenwalzwerk für die Herstellung von langen Schienen nicht ausreicht und das Träger - Walzwerk nur die Herstellung der kleinen und mittleren Profile zuläßt. Die Frage war nur, ob sich das alte Werk so umgestalten ließe, daß die Haupttheile an ihrer Stelle verblieben und nur einige Nebenanlagen hinausgelegt würden, oder ob für die Haupttheile ein völlig neues Werk errichtet werden müsse. Beide Möglichkeiten seien eingehend bearbeitet und es habe sich dabei herausgestellt, daß der vollständige Neubau der Haupttheile (Konverteranlage, Schienen- und Träger walz werk nebst Zubehör) unbedingt billiger und zweckmäßiger ist, als der Umbau auf der alten Stelle, zumal während des Umbaues der Betrieb der betreffenden Anlagen eingestellt werden müßte. Vorbereitet ist der Neubau durch die großen Grundstückankäufe der letzten Jahre. Die Grundstücke liegen dem alten Werk und der Hochofenanlage gegenüber. Die Kosten des neuen Werks sind auf X 6 bis 7 Millionen berechnet; die Bauzeit wird 2 bis 3 Jahre betragen. Außer diesen Kosten sei eine Vergrößerung der Betriebsmittel durchaus nöthig. Demgemäß beschloß die General- Versammlung die Erhöhung des Aktienkapitals von JL 6.51 Mill, auf JL 9.75 Mill, durch Ausgabe von 2700 neuen Aktien ä 1200, die den alten Aktionären im Verhältniß von 2 zu 1 zum Kurse von 160 pCt. zum Bezüge angeboten werden sollen. Die neuen Aktien nehmen ab 1. Juli 1899 an der Dividende Theil. Ueber die geschäftlichen Aussichten sprach sich die Direktion günstig aus. Die Aufträge, die bei Abfassung des Geschäftsberichts sich auf 130,462 t stellten, haben sich inzwischen auf 157,5001 erhöht. Die aus der Versammlung gegebene Anregung, die Aktien an der Brüsseler Börse einzuführen, will die Verwaltung in Erwägung ziehen.
Skaskaer Kohlenwerke und Brikett- fabriken Auf den Werken der Gesellschaft, die im
20.
94.20b
101.70b
100.70b
92.30a
Jahre 1894 wegen der damals stark gewichenen Vefka preise außer Betrieb gesetzt wurden, ist nach dem fagebl. der Betrieb wieder eröffnet worden.
Bank von England. Ausweis vom 20. October.
Aschen Mastricht Allg.D. Kleinbahn Brannschw. L.-E. Dortmund Gronau Lübeck-Büchen • • Marienburger. .. Mittelmeer Niederwaldbahn. • Ostprenß. Südb.-- Staatsbahn Aussig-Teplitz •• Busentehrader • • LembergCzernow. Lombarden Nordwestbahn- •• • Beichenbg. - Pard. Schweiz. Central-•
100.90b 100.50b
80.30a 80.—b
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99.40a1 99.30z
106.—b 108.—g 102.—b 102.20b
Vorwoche + 0.341
Beipflichten möchten wir dagegen dem Herausgeber in der Annahme, daß Goethe im Jahre 1768 in Frankfurt einer Aufführung des dort von Kurz gegebenen Faustdramas beigewohnt habe. Goethe war allerdings erst im August des genannten Jahres nach schwerer Krankhett von Leipzig nach Frankfurt zurückgekehrt, aber Kurz spielte ja, wie wir nunmehr wissen, noch in der Herbstmesse, und es hätte mit eigenen Dingen zugehen müssen, wenn der jugendliche Theaterenthusiast Goethe sich die scns<ttumelle Vorstellung des für Frankfurt causecelebre gewordenen Stücks hätte entgehen lasten. Man darf sogar noch mehr behaupten: der junge Dichter hat von dieser Vorstellung eine machttge Anregung für sein eigenes gewaltiges Faufldrama empfangen. Siegt ein äußerer Beweis hierfür nicht vor, so doch ein innerer von geradezu zwingender Schlußkraft — das Vorspiel auf dem Theater, das er dem ersten Theile der Tragödie . noch vor dem Prolog im Himmel vorangehen läßt. Um diese Heute Dichtung zu verstehen, muß man fie nur so auffassen, wie sie selbst sich gibt, nicht aber in der unrichtigen romantisch - phantastischen Beleuchtung, in der sie etwa tn dem Bilde Steinle's auf dem großen Vorhang des Frankfurter Opernhauses erscheint. In Wirklichkeit führt der Dichter uns in ihr in die Theaterverhältnisie zurück, wie er sie selbst noch erlebt hat. Die Schaubude, die „Hütte", wie es in hen Me» Frankfurter Theaterankündigungen hieß, das „enge ' des Vor-
80.60b
71.10b
99.30b
47.—b
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.Wen ders"!« haben ihren Tod gffunden und zehn find schwer verwundet worden.
35.80b
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60.15b 99.80g 99.80g 97.50b 94.30b
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106.20b 106.70b
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* Sj/sproz. Nürnberger Stadt-Anleihe. Wie uns mitgetheilt wird, gelangt das Konsortium für obige Anleihe, nachdem der aufgelegte Betrag, wie bereits telegr gemeldet, überzeichnet worden ist, sofort zur Auflösung’
* September-Einnahmen schweizerischer Eisenbahnen. Das überaus günstige Reisewetter fast während des ganzen September hat bei den schweizerischen Bahnen durchweg zu einer Vermehrung des Personenverkehrs geführt, während der Gütertransport theilweise eine kleine Verminderung aufzuweisen hatte. Bei der §ch.wr®11zeris<;hen Nordostbahn ist die Zahl der beförderten Personen um 112,601 auf 1,234,000 ge- stiegen, die Einnahme daraus um Fr. 117.143 auf jährend der Güterverkehr bei einer um 14,668 t auf 280,000 t verringerten Transportziffer einen Rückgang der Einnahmen um Fr. 17,245 auf Fr. 1 340 000 zeigt. Einschließlich Fr. 93,500 (1897 Fr. 89,015) diversen ^in oaI1^e,AAgehenr.dle.^lesjährisen Monatseinnahmen mit Fr. 2,539,500 um Fr. 104,383 über die definitive Ziffer des vorjährigen Parallelmonats und um Fr. 127,500 über das vorjährige Provisorium hinaus. Die Ausgaben erforderten gleichzeitig mit Fr. 1,373,500 gegen das Vorjahr r-r‘ sodaß der Betriebs - Ueberschuß mit
Fr. 1,166,000 um Fr. 66,786 über das vorjährige Definitivum und um Fr. 83,500 über das vorjährige Provisorium hin- ausgeht. Durch Rektifikation des Juli wurde das Ergebniß um Fr. 90,307 aufgebessert; gleichzeitig hat jedoch eine nachträgliche Berichtigung des Mai eine Verminderung um Fr. 8446 ergeben. Seit Jahresbeginn stellt sich nunmehr der Ueberschuß mit Fr. 8,594,039 um Fr. 412,518 gl eich 4.6 p G t. niedriger als das Vorjahr definitiv und um r r. 364,760 gleich 4.o pCt. niedriger als provisorisch. — Bei der Schweizerischen Centralbahn ist auf dem eigenen Netze die Zahl der beförderten Personen um 42,566 auf 757,100 gestiegen, die Einnahme daraus nur um Fr. 4148 auf Fr. 708,000, während der Güterverkehr bei einer um 6895 t geringeren Transportmenge mit Fr. 994,000 einen Einnahmeausfall von Fr. 66,582 auf- weist Die gesammten Monatseinnahmen bleiben sonach smt Fr. 1,702,000 um Fr. 62,434 hinter dem vorjährigen Definitivum zurück. Beim Vergleich mit der provisorischen Einnahmeziffer des Vorjahres ergibt sich indeß ein Plus von Fr. 78,000. Die nachträgliche Rektifikation für den Juni hat den Ertrag dieses Monats um Fr. 22,900 aufgebessert; einschließlich dessen betragen nunmehr die Gesammtemnahmen der ersten neun Monate Fr. 13,794,944, d. i. Fr. 906,426 gleich 6.« pCt mehr als im gleichen
do. Gener.-Lien • • Livorno z.. Porten. Eis. 86 3- • Gar. Sardinier 4-• Steuerfr. Sicil. 4- • Süd-Ital. Eisb. 3-- Transvaal 4 (Lst.) NeuesteTransvaal Anatolisehe I--5-- do.........II. 5-.
Geste de MinasS-• Wladikawkas -4-
101.105
8.505 99.20g 42.60g
2Z255 98.75b 101.60b
98.10b
Eisen - Industrie. Die Generalversammlung des j Luxemburger Roheisen -Syndikats hat, wie * die Berliner »Industrie“ berichtet, infolge der eingegan- | genen großen Bestellungen die Produktionseinschränkung vollständig aufgehoben und die Preise um 1 bis 2 erhöht. Die Aufträge laufen schon bis Ende nächsten »totes ein. — Wie bereits mitgetheilt, wurde in der i Hauptversammlung des Wal z drah t -S ynd i ka ts die Verlängerung des Verbandes um 3 Jahre beschlossen und der Preis für Walzdraht um 2 pro Tonne erhöht. Die „Industrie“ veröffentlicht eine Aufstellung darüber, in welcher Weise die Draht fabrizirenden Werke an dem Walzdrahtsyndikat betheiligt sind. Es fallen auf:
Aachener Hütten Aktien verein Rothe Erde 5,68 pCt. Boeder & Go- sech^ke 7.72 pCt., E. Boecking & Co.. Mülheim a. Rhein 4.24 pCt., Düsseldorfer Eisen- und Draht Industrie 1,38 pCt Eisen industrie Menden & Schwerte 9.30 pCt.. Eisen- und Stahlwerk Hoesch 4,40 pCt.. Eschweiler Aktiengesellschaft für Drahttabrieation6.90pCt,. Eschweiler Eisenwalzwerk6.14pCt Funke & Elbers, Hagen 4.96 pCt., Gute Hotinungshütte 7,75 Prozent. Hasper Eisen- und Stahl werk 21.96 pCt.. Osnabrücker Kupfer und Drahtwerke 0,09 pCt., Steinhäuser Drahtindustrie Bommern 11.84 pCt, Er. Thomee Werdohl 0.25 pCt.. Westfälische Drall tindustrie Hamm 1,40 pCt., Westfälische Draht- w£rk%.Langendreer 3,98 PCL, Westfälische Union, Hamm 2,01 pCu
• k Geldmarkt Auf allen Märkten ist ein An- d=?-!mder Geld?ätze zu bemerken. In London scheint dasselbe sogar dadurch künstlich gefördert worden zu sein, daß die Bank von England fortfuhr auch Konsols zu borgen, um die Kontrolle über den Markt in verstärktem Maße zu erlangen. Ueberdies wird binnen EZbm eine dringendere Goldnachfrage für Amerika erwaitet. In den letzten Tagen war der Goldbegehr nicht bedeutend. Am offenen Markt hat die Nachfrage stark nachgelassen, am Dienstag wurde ein Posten von Lst 50,000. zu 77 sh 11’s d. genommen, nominell für Frankreich, in Wirklichkeit aber wohl für Amerika. Aus der Bank von England flössen Lst. 267 000 ins Ausland, davon Lst. 220.000 nach Egvpten. Der btatus der Bank zeigt eine wesentliche Kräftigung. Das Portefeuille hat sich um Lst. 467,000 erleichtert, und gleichzeitig hat die Bank an Regierungs:Sicherheiten Lst. 1,49a,000 abgestoßen. Von den Privatdepositen wurden Lst. 1,740,000 zurückgezogen, die Regierung hat ihr Guthaben um Lst. 119,000 vermehrt Der LsTÄ? ‘StJ obwohl die Bank per Saldo r , roÄÄn0 an. ,das Ausland abgegeben nat, nur um Lst. 52,000 zuruckgegangen, so daß also Lst. 195,000 aus
™ zurückflossen. Der Notenumlauf ist um “ ■ b93,000 reduzirt, die Tota'reserve hat sich mithin um vermehrt. Dieselbe deckt mit Lst 20.63 Mil). (Ib97 Lst 21.14 Mill.) jetzt 49 pCt. der Verbindlichkeiten gegen 46« pCt. vor acht Tagen und 48« pCt. zur gleichen Zeit des Vorjahres. Offenbar mit Rücksicht auf diese Kräftigung des Status hat die Bank davon abge- sehen, heute eine weitere Diskonterhöhung vorzunehmen. Wie ^bereits telegraphisch gemeldet, ist nunmehr auch die B a nk von 1' ra n k r e i c li zu einer Erhöhung ihrer Diskontrate von 2 auf 3 pCt. geschritten, nachdem sie seit dem 15. März 1895, also über 3’i Jahre, an dem Satze von 2 pCt. festgehalten hatte. Nachdem die Bank von England neulich ihren Diskontsatz auf 4 Prozent hinaufgesetzt hatte, war es natürlich, daß der Bedarf an Gold sich in verstärktem Maße an die Bank von Frankreich wenden werde. Seither hatte sich das französische Institut gegen einen größeren Goldentzug dadurch zu schätzen gewußt, daß sie jeweils eine entsprechende Erhöhung der Geldprämie vornahm; doch seneint diese Maßnahme picht mehr ausreichend wirk- sam gewesen zu sein, eine Diskonterhöhung hintanzu- i.alten. zumal sich nicht nur vom Ausland her, sondern auch im Lande selbst vermehrter Geldbegehr zeigt. An sich würde die Gestaltung des heute veröffentlichten Ausweises der Bank von Frankreich die Diskonterhöhung nicht rechtfertigen, denn der Status bringt gegen die Vorwoche nur eine mäßige Anspannung; die Leitung des französischen Noteninstituts scheint also mit ihrem heutigen Beschluß mehr einen Akt der Vorsicht begangen zu haben. Der Wechselbestand der Bank von !■ rankreich hat sich weiter um Fr. 89,so Mill, erhobt, während die Anlagen im Lombard um Fr. 2,7« Mill, abnahmen. In Gold wurden dem Institute Fr. 6 Mill entzogen, an Silber Fr. 2,ss Mill. Der Bestand an Gold stellt,sich gegenwärtig um Fr. 120 Mill, niedriger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Andererseits sind den Privatdepositen Frs. 85.72 Mill, zugeführt worden, auch der Staatsschatz hat auf sein Guthaben Frs. 5.7» MdL emoezahlt. In Zusammenhang damit erhöhte sich der Notenumlauf um Frs. 2.ot Mill.; sein Verhältniß zum Baarvorrath berechnet sich auf 83.02 pCt. gegen 83.so pCt in der Vorwoche und 85.s» pCt. in 1897
Berufung der gealterten Caroline Neuber mit dem Schluß der Saison 1752—1753 dem Feinde das Feld räumte. Er führte nunmehr als eigener Unternehmer ein unruhiges Wanderleben, kehrte 1754 nach Wien zurück, heirathete dort seine zweite Frau, die junge Italienerin Teresina Mo relli, und schied endlich von seiner Vaterstadt, um sich von 1760 bis 1768 mit wechselndem Glück als Impresario bald in Prag, bald in Petersburg, bald in München, bald in Mrn- berg, bald am Main und Rhein in Frankfurt, Mannheim, Mainz und Köln zu behaupten. Ein letzter Versuch in Wien im Winter 1769—1770 endete ungünstig, ebenso das mit der Wtttwe Schuch gemeinsam geführte Unternehmen in Danzig im Jahre 1771. Im folgenden Jahr übemahm Kurz die deutsche Komödie in Warschau, die er unter der Intendanz des Fürsten Sulkowski bis zum Jahre 1781 führte. Die letzten Jahre verbrachte der alternde Bernardon, der feit der Münchener Jmpresa vom Jahre 1765 seinen Adelstitel wieder angenommen hatte, und dem in Warschau der Rang eines polnischen Freiherrn verliehen worden war, in seiner Vaterstadt Wien. Als Theaterunternehmer hatte er eine außerordentlich rege Thätigkeit ent- faltet. Er wußte stets vorzügliche Kräfte um sich zu versammeln und seine Buhne bort aufzuschlagen, wo Erfolg winkte. Die von chm geschaffenen Stücke aber, die „Bernardoniaden", erfreuten sich Jahrzehnte hindurch allgemeiner Beliebtheit in ganz Deutschland.
Privatguthaben Staatsschatz Guthaben Regierungs- Sicherheiten rozentverhältniß der Res
Mainz-Ludw --4--I
B0hm.Norclb.G4- •
Dux -Bodenb.- -3-•
Dux-Prag Goldä- •
Elisabeth stfr. 4- ■
Gal.Karl-Ludw.4- •
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Lombard Prior 3-•
168.—b 84.70b 97.50b 6t.90b 90.30b
148.50b
318:20b
3L-b
(In Millionen Francs) Baarvorrath in Gold Baarvorrath in Silber Wechsel Notenumlauf Guthaben der Privaten Guthaben des Schatzes Lombard. Werthpap. u. Bullion
Bretter aufgeschlagen"), und in dem leeren Hause versammelte sich der Direttor, die „lustige Person", d. h. das wichtigste MU. glied und darum der Vertreter seiner Truppe, und der Dichter, um über die Aufführung einer neuen Haupt- und Staatsaktion, einer richtigen Maschinenkomödie für die bevorstehende Spielzeit zu rathschlagen. Der Direttor verlangt von dem Dichter in uii- verblümter Weise ein derartiges Werk; darüber lasten seine Worte keinen Zweifel:
Drum schonet mir an diesem Tag Prospekte nicht und nicht Maschinen !
• Gebraucht das groß' und kleine Himmelslicht, Die Sterne dürfet ihr verschwenden; / An Wasser, Feuer, Fclsenwänden, An Thier und Bügeln fehlt es nicht.
Wir sehen, der Direttor zählt die Requisiten auf, die er dem Dichter zur Verfügung stellen kann (Alles, was zu einer richtigen Maschinenkomödie gehört), und ersucht ihn sich durch keine szenischen Schwierigkeitm stören zu lassen, da auch für die verwegensten Effekte vorgesorgt sei. Und der Dichter? Geht er auf den Vorschlag ein oder lehnt er ihn ab « Wir erfahren es nicht, wmigstens scheint es so, berat nicht er, sondern der Direktor hat das letzte Wort, und dieses letzte Wort besteht in nichts mehr und nichts minder als in der Aufforderung, den gemachten Vorschlag gelten zu lasten. Allein, wenn der Dichter nicht spricht, bleibt er doch die Antwort nicht schuldig, statt des Wortes läßt ex die That folgen, das visionäre Bild seines gewaltigen Werks, das uns zunächst in den Himmel zu dem
« m±n Hberschaaren und dem aus dem alten Zauberspiel wohlbekannten bösen Geist Mephistopheles führt. Ja, der Dichter hat der Anregung des Direftors Folge gegeben, er hat bKLttI Un£ ®taat§aftion von dem „verruchten Leben nnb erschrecklichen Ende des Erzzauberers Dr. Faust" zu neuem Leben erweckt, aber wie er fie der Bühne des „engen Bretter- r i r hol er sie mtt neuem geistigen Jnhaü er- X“'1,“ -^y^.obIem des Menschenschicksals zum Problem des -lllenschhettsschickials gesteigert.
lu . darum die äußere Einrichtung der großen
Goethe schen Dichtung an die Voraussetzung einer früheren Buhnenform knüpfen, so gibt es weder Weg noch Steg, der uns in dem Gerüste oder den Gerüsten der geistlichen Spiele des ..itttelalters zurückführte; die Wanderbühne des vorigen Jahr- Mderts stellt sich uns wenigstens unter dem Gesichtspunkt dar last wir sie uns in idealer Ausgestaltung als den Schauplatz denken können, auf dem nach der Absicht des Dichters das zu neuem Leben erweckte atte Faustspiel sich abspielen kann: „vom Hmunel durch die Wett zur Hölle!"
Oesterr. Südb. 5- - Staatsbahn-Pr.4- - do. 3- do. ...-1885----3-- do. Erg. -Netz 3-- Gr.russischeE. 3 - - Iwang.-Dombr.414 Kursk-Kiew -4-- Mosoo-Rjäsan 4-- Transkaukas - -3-.
Die vorliegende Monographie entwirft uns ein klar und über- sichttich gehaltenes Bild von dem Leben und Wirken Kurz-Bernar- dons; sehr verdienMch ist der Versuch, eine Uebersicht über das gesammte Repertoire der Bernardoniaden zu geben, die wesentlich durch die erhaltenen Zettel über die Wrnberger Jmpresa vom Jahre 1766 gefördert worden ist. Ein Namenregister würde die Benützung des interessanten Werkes wesentlich erleichtert haben. Einige Flüchtigkeitsfehler wären bei näherem Zusehen zu vermeiden gewesen, so auf S. 8 die Angabe, die beiden Unternehmer Borosini und Selliers hätten nach Stranitzky's Tod von besten Erben das Privileg für das Theater am Kärntner- Thor „auf Wunsch der Kaiserin Maria Theresia" an sich gebracht. Maria Theresia zählte damals (1727—28) kaum etwas über zehn Jahre; Kaiserin wurde fie erst mit der Wahl und Krönung Franz L im Jahre 1745. Mit Unrecht wird auch das im Anfang auf Seite 188 (zu Sette 175) mitgetheilte „Memoriale" auf K ö l n bezogen; Kurz hat die Bittschrift, wie aus ihrem Inhalte deutlich dervorgeht, nicht an den Rath von Köln, sondern an dm Senat von Frankfurt gerichtet, und ... ____ v _ .................
dieser hat fie auch bewilligt. Es entfallen demnach nicht nur Bretterhaus", wie der Dichter selbst den S< d« Schlußfolgerungm, die im Texte Frankfurt gegenüber zu spiÄS nennt, ist fachen fertig geworden („Die
dMtttfwrt, 20. Oktober.
Sl< Ratto»«, lliberakn uub die Vereinsgesehtrovclle. r • V' 3un* 1896 erklärte bet Reichskanzler FürstHohen-
*?JF tot Se^Me, die betheiligten Regierungen hätten die Ab- frcht, das Verbot der Verbindungen unter politischen Bereinen, wo es noch bestehe, noch vor dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches aufzuheben. Tie Erklärung war durch das Verhalten der Reichstags veranlaßt, der sich entfchloffen zeigte, sonst den Vereinen generell das Recht des Jnverbindungtretens durch das bürgerliche Gesetzbuch zu verleihen. Die Erklärung war ohne » » m el segeben, und man mußte annehmen, daß die Aufhebung de- Verbotes ohne Bedingungen erfolgen mußte. Die preußische Dererns gesetznovelle, die am 10. Mai 1897 an das Abgeordnetenhaus gelangte, beschränkte sich aber nicht auf die Aufhebung des Verbindllnasverbotes, sie erweiterte auch das Recht, Ber- sammlungen aufzulösen und Vereine zu verbieten. Die Vorlage stand also im Widerspruch zu der Ankündigung des Reichskanzlers, der Landtag unterzog fie aber gleichwohl einer langwierigen Be- tonÖlung, wobei u. A. von den Freikonservativen (Antrag Zedlitz)
U!$ sEmacht wurde, die Vorlage zu einem „kleinen", nur kür Preußen geltenden Sozialistengesetz umzuändern.
„ Mit Bezug auf die Haltung der nationalliberalen Partet hierzu heißt es in dem demokratisch-freisinnigen W a h l a u f r u f zur Landtagswahl:
^)ie Vergangenheit der naiionalliberalen Partei bietet keine Gewähr für die dringend nothwendige Vertheidigung der Volksrechte. Weder im Reichstag noch im Landtag hat sie dem Andrängen der Reaktion nachhaltigen Widerstand geleistet .... wir erinnern, was speziell den Landtag anbetrifft, an die Haltung der Partei bei Berathung der Vereinsgesetznodelle, bei welcher sie, die stets für ein dauerndes Sozialistengesetz sich begeistert hatte,, nur Whalb sich der Opposition anschloß, weil die F o r m des Gesetzes ihr nicht behagte."
Der Kandidat der Nationalliberalen, Herr Dr. O s w a l t, hak in seiner Kandidatenrede die Richtigkeit dieses Urtheils bestritten; daß die Ablehnung der Vereinsgesetznovelle durch die Nationalliberalen „der Form wegen" geschehen sei, hätten die Partetredner mit keinem Wort behauptet. Ein anderer Redner bezeichnete in der Versammlung die Angriffe gegen die Nationalliberalen wegen ihrer Haltung in dieser Frage „als gar nicht zu qualifiziren". Es scheint, daß beide Herren die Verhandlungen und die Reden ihrer Parteigenossen nicht mehr in der Erinnerung haben, weshalb wir ihrem Gedächtniß etwas zu Hilfe kommen müssen. Hätten sich die Nationalliberalen auf den einzig korrekten Standpunkt gestellt, jede Bepackung der Dereinsgesetz- novelle mit reaktionären Maßregeln rundweg a b z u l e h und lediglich die Einlösung des Hohenlohe'schen Versprechei
PrfcBilen-Anleihen.
3b I —.— Oest 1864er Loose
Oesterr, Silber 41/gl do.Papierrente41/51 —.— I —.— do.Goldrente-.4.. 1101.80b 101.90b
nnb lediglich die Einlösung des Hohenlohe'schen Versprechens zu fordern, so wie es gegeben war, dann könnte die Partei für die vorliegende Frage das Vorhandensein reaktionärer Gesinnung allerdings von sich weisen. Diesen Standpunkt nahm jedoch die Partei nicht ein. Sie beantragte den Ausschluß von Minder- zähngen von den Versammlungen und wie sie sich zu den Versuchen der Herbeiführung eines kleinen Sozialistengesetzes (Antrag Zedlitz) prinzipiell und faktisch stellte, das geht mit völliger Klarheit aus der Rede desnationalliberalenFraktionsredners zur Zweiten Lesung hervor.
Dieser, der Abg. Schmieding, führte in der 93. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 28. Mai 1897 nach dem Stenogr. Berichte Sette 3011 mit Hinweglaffnng einiger unwesentlicher Stellen Folgendes aus:
^Jch komme dann zu dem Abänderungsantrag des Frhrn. von Zedlrtz und da muß ich offen bekennen, als ich ihn zuerst gelesen habe, rst er mir gar nicht unsympathisch gew esen
, (Hört! Hört! bei den Freikonservatiden) Ja, meine Herren. Das kann Sie doch gar nicht wundern, denn ich habe ja schon gesagt, daß auch wir schärfere Maßregeln gegen die sozialdemokratischen Bestrebungen zur Anwendung gebracht sehen möchten. . Jch weise Sie auf die ganze historische Entwicklung der natwnallrberalen Partei hin. Wer ist es denn anders gewesen als bnr, die immer bereit gewesen sind, gerade diesen Bestrebungen auch mit den Machtmitteln des Staates entgegenzutreten?
(Sehr richtig! bei den Nationalliberalen)
... Wir find der Ansicht, der Antrag Zedlitz trifft das Uebel nicht an der Wurzel, er will schließlich nichts Anderes als em kleineres Sozialisten - Gesetz für Preußen machen,
(Sehr richtig! links)
und da hat es an und für sich sehr erhebliche Bedenken, nur für PreußendieseMateriezuregeln und in allen übrigen Bundesstaaten diese Sozialistenmisere bestehen zu lassen.
.... Und wenn man die viel schlimmeren Uebel, vor allen Dingen die ungezügelte Preffe der Sozialdemokratie wirthschaften läßt, was soll eS da helfen, wenn man allein das Vereins- And Aersammlungsrecht beschränkt? ...es bleibt eine halbe M a ß r e g e l, die nach etwas aussieht, aber, schließlich doch keine Wirkung hat. Das ist der Gesichtspunkt, aus dem wir gegen den Antrag ZMitz stimmen. Vor allen Dingen aber wünschen wir, daß, wenn gegen die Sozialdemokratie auf gesetzlichem Wege dorgegangen werden soll, dann man eine solche Materie nicht so nebenbei regelt. Dann halten wir es für die Aufgabe der Regierung, die Initiative zu ergreifen, dann muß sie den Muth haben, uns zu sagen, es find wieder Zustände eingetreten, wo wir ohne Sozialistengesetz nicht fertig werden können."
In der 3. Lesung äußerte der Abg. H o b r e ch t am 31. Mai 1897 (Stenogr. Bericht Seite 85): „Es gibt in unserem Kreise Viele, die aus eigener Erfahrung zu der Ueberzeugung gekommen find, daß auch auf dem Gebiete des politischen Vereins- vnd Versammlungsrechtes eine Stärkung der Autorität des Staates und der Behörden dringend geboten sei.“ (Hört! Hört! rechts.)
Für die Ablehnung der vorgeschlagenen Bestimmungen bezog fich Herr Hobrecht ausdrücklich aus die Gründe, „die ausführlich in der 2. Lesung angeführt find", d. h. also auf die Schmieding'fche Rede. Hiernach kann man es ruhig dem Urthell der Wähler über- l-ffen, ob die angeführte Stelle des demokratischffreifinnigen Wahlaufrufs den Thatsachen entspricht oder nicht. Der Herr, der in der nationalliberalen Versammlung den Ausdruck „unqualifizirbar“ angewendet hat, wird hiernach wohl ebenfalls der Wahrheit die Ehre geben und zugestehen müssen, daß er über die Haltung seiner Partei falsch unterrichtet war. Ob die Nationalliberalen nach solchen Aeußerungen berufener Fraktionsredner zuverlässige Wahrer der Vereins- und Versammlungsfreiheit sind, das ist eine Frage, die sich besonders die Wähler ernsthaft zu überlegen haben.
wurden, d.h.als eine Mschform von Ausstattungsstück, Zauber- ,poffe und Oper. Manchmal werden sie geradezu Opern genannt, wenn sie die Opernform auch nur sehr rudimentär und primitiv ßli erkennen geben, und zu einer dieser Opern, der gegen Dan- courfs vielgegebenes, nach Le Sage's bezw. Guevara 's Roman bearbeitetes Lustspiel „LeDiable boiteux" sich richtenden Parodie „Der ttumme Teufel" oder „Der neue krumme Teufel" hatte kein Geringerer als der jugendliche Joseph Haydn die Musik geliefert. Die Bernardoniaden traten überhaupt häufiger in parodfftischem Gewände auf, und nicht immer so geistlos, wie man es wohl gemeint hat; so läßt sich nicht verkennen, daß die einst so Bielgegebene (in jüngster Zeit durch mehrere Neudrucke wieder zugänglich gewordene) Burleske „Prinzeffin Pumphia" mit gesundem Humor und echter Komik die Schwächen der ersten auf die Bühne gebrachten ftubirten Tragödien geißelt. ■ Ueber- Haupt darf man nicht zu schroff über das alle Wiener Stegreifspiel adurthetten. Mü Recht macht der Herausgeber des vorliegenden Werkchens darauf aufmerksam, daß aus den Zauberpossen des genialen Raimund noch manches aus ihm heraus- tönt. Es wttd das umso erttärlicher, wenn man bedenkt, daß einer der unmittelbaren Vorgänger Raimund's, Phlippi Hafner, Anfangs mit Joseph Kurz an einem Strange zog, bis der „deutsche Möllere", wie Hafner mehr als überschwänglich von seinen Bewunderem gmannt wurde, mit seiner „Megera" (1755) und später mit seinem „Furchtsamen", allerdings sehr vorsichtig zu den Gegnem Bernardon's übertrat.
Kurz-Bernadon's erster Aufenthalt in Wien endete mit dem Oktober des Jahres 1740, als die Landestrauer wegen des Todes Kaiser Karls VI. allen Lustbarkeiten dort ein Ziel setzte. Wohin er sich zunächst wandte, wissen wir nicht; im Frühjahr 1741 treffen wir ihn mit Franz Ruth und beffen Frau als Gast oder Mttglied der Wallerottiffchen Gesellschaft, die damals bei den glänzenden Wahl- und Krönungsfesüichkettm für Karl VI)., bezw. schon bei den Vorbereitungen zu denselben in Frankfurt in einer „neuerbauten Hütte auf der Bockenheimer Gaß" (d.h.auf dem Platze vor dem jetzigen Restaurant „Zum Taunus") W zum Mai 1742 deutsche Schauspielvorstelluugen gab. Im Sommer 1743 heirathete Kurz in Dresden feine erste Frau, Franziska T o 8 c a n i, und im folgenden Jahr erscheint er wieder in Wien, wo nunmehr auf der Bühne des Theaters am Kärntner Thor feine große Zeit und die goldene Aera der Bernardoniaden beginnt. Mtt seltener Hartnäckigkeit führte er hier den Kampf für die Stegreifkomödie gegen das regelmäßige Drama durch, von Sonneusels angefeindet, von Maria Theresia dttett mtt Dekretm angegriffen, bis er bei
Argentinier --5-- do. ............4X
Bukareststadt 5- • BuenosAiresPrä-• Buen.Air.Stadtß. • Bulgar. G.Hyp. 6-• ChinesjknleiheS- • Egypter unif- -4- • Griechen 5- ■ do. cons.Goldr.4-- do. Monopol - 4 - do. von 1890 - o - Italiener - - - - - -5- Ital. am. Eenreä-- Lissabon Stadt 4- - Mexikan. Anl. 6 - do. äußere do. E. B. 5- •
do.............3W 1 ÖÖ.VO'b
Bayer. Anleihe 3% —.— Sächs.St-Bente3- • £2.1 C-
Verhältniß des Notenumlaufs zum Baarvorrath 83.02% gegen 3 83.30% in der Vorwoche.
—
Warschau-W --3--I Ital. Eisb.-Obl. 3- • Maced. Gold - 3 - Mittelmeer-Pr. 4 - - Kuss. Südwest4- • NorthPaoPr.-Lien
Portug. Tabak 4% Portugiesen • -4% Rom .StadtanLI 4 - - do. II—VIII Bum. am-Eente 3- - do. v. 1890 -4 -
do. neueste-••-4-• Russ.cons.Anl.1880 do. Pr.-Anl. --1864 do. do. 1866 do. GoldanL - •'$/. do. Goldanl----3-- Neue Russen--4-• Serb. Bente - 4-- Sohweden 18863)4 Span. Schuld- -4- • Cons. Türken 4-- Türken eonv.--l.- do.Admin.-Anl. 5- - ün»arn ......5--
do. Kronenrente--
1898: VofwocI
1841.814 — 6.611
1228.008 — 2.945 864.852 + 89.296
3697.788 + 2.069
500.393 -j- 85.717 306.978 -j- 5.788 569.322 — 2.762
. gegen 46%% in der Vorwoche.
, y 1 earinghouse Umsatz 169 Millionen, gegen die gleiche XV oche des vorigen Jahres 7 Millionen Zunahme.
Der Gold-Verkehr mit dem Auslande während der Woche ergab per Saldo einen Export von Lst. 247,000.
97.90b
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13L60?
7A25h
Hypothekar-Obligationen.
Goth.Gr.-Präm.3^| —1119.75g Pr.Centr.Pfdbr.b4 100.10g 100.10g Meining. Pr.-Pfd.4 135.—g, 135.75o Rheinprov.Obl. 3% ■ —.— —.— Pr.Bd.Pr.A-B S16 99.25g| 99.25g Pr.Centr.PfdbrJlX 98.80b 98.80b do.Bd-CrPfd.ti.Ili 97.30g 97.25g do.Comm.-ObL3>il 98.70b §8.705 Ausländische Fonds.
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